Meine russisch-stämmige Frau unterstützt lautstark die russische Opposition. Das hat den Nachteil, dass sie nicht mehr nach Russland reisen kann, um ihre betagten Eltern zu besuchen.

Tiflis – Reisebericht
Meinem 20j Sohn – der Doppelstaatler ist – verbiete ich nach Russland zu den geliebten Großeltern zu reisen. Er soll ja keinen Spezialeinsatz spendiert bekommen … Jetzt müssen wir die Eltern auf neutralen und für sie leicht erreichbaren Boden treffen. So lerne ich exotische Gebiete kennen, die per Flugzeug direkt aus Jekaterinburg erreichbar sind. Vor zwei Jahren waren wir in Almaty.
Anreise
Diesmal also Tiflis. Die Flugzeiten sind fürchterlich. Man fliegt abends und kommt zwischen 3 und 5 in der früh an. Und selbst die europäische Business Class ist sehr unkomfortabel für einen vierstündigen Flug. Wir flogen mit SWISS ab Berlin via Zürich. Auf diesen Flug gab es ein anständiges Catering mit einem dekonstruierten Vitello Tonnato und einem Glas Champagner.
Die Business Class Lounge in Zürich ist eher bescheiden, der Flughafen diesmal auf Dritte Welt Niveau, weil eine der beiden Bahnen kaputt ist und sich mehr Leute in den Shuttle-Zügen zwingen, als Platz ist. Vor den Zügen kommt es zu Tumulten, weil Leute von hinten meinen, ihre Anschlüsse zu verpassen und sich brutal rein drängeln. Junior bekam einen Rucksack an den Kopf geknallt und weinte heftig, was aber nur die Eltern interessierte.
Unser Anschluß wurde von Edelweiss betrieben. Die Crew war schon beim Einstieg müde. Dann ging es unbequem durch die Nacht. mein Reihennachbar musste seine Füße fast unter meinen Sitz stellen … Mein Sechsjähriger schlief auf der anderen Seite des Ganges im Schoß der Mutter und war fast frisch, als wir ankamen. Wenigstens einer, der nicht verkatert war, obwohl wir alle kaum Alkohol hatten. Wir zahlten für den Hin- und Rückflug ca 550 €.

Einreise
Deutsche brauchen kein Visum, aber den Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung. Wir haben die für die ganze Familie, das ganze Jahr über, für 24 € bei der HUK. Wir brauchten sie noch nie. Ich druckte also den Nachweis auf Englisch aus und präsentierte es stolz dem Passkontrolleur. Aber der wollte es überhaupt nicht sehen. Auch keine Rückreisetickets. Er wünschte uns einen schönen Aufenthalt. Auch als der große Sohn am nächsten Tag kam, wollte er es auch nicht sehen.
Der Flughafen ist nicht besonders groß und hat gutes gratis WiFi („I love Tiflis“ oder so. Das habe ich dann öfter auch in der Innenstadt empfangen) . Der Flughafen ist 30 Fahrminuten von der Stadt entfernt. Man fährt für unter 10 € mit Yandex Go oder Bolt (Apps vorher downloaden!)
Hotel
Hier wählte ich das mit 9,4 bewertete Shota@Rustaveli Boutique Hotel, weil es einen Pool hatte und die Großeltern baden können. Unsere Suite mit Sofabett für Junior musste ich direkt für 200 € – nur Übernachtung – beim Hotel buchen, die Zimmer für die Großeltern buchte ich günstig bei Portalen für 100 – 120 € Nacht/ÜF. Die Zimmer waren soweit okay, während das Design der 42qm Suite idiotisch war. Ein großer, sehr dunkler Flur und ein riesiges Badezimmer – beide ziemlich leer, zwischen dem Wohnzimmer mit Schreibtisch und Sofabett und dem Schlafzimmer. Der Schrank im Wohnzimmer hatte wenige Bügel, der im Flur keine. Das Badezimmer meines großen Sohnes war am ersten Tag überschwemmt, am zweiten Tag war das Klo verstopft. Er hat dann ein neues Zimmer bekommen, das ein klares Upgrade war. Bei meinem Schwiegereltern fiel am 2. Tag die Klimaanlage aus.
Das Frühstücksbuffet war eher für russische / georgische Gäste konzipiert. Das Brot war gewöhnungsbedürftig, was verwunderlich war. Im Restaurant bekamen wir oft gutes Brot. Es kostete 20 €, was für hiesige Verhältnisse ein stolzer Preis ist. Der Kaffee/Cappuccino war sehr dünn. Man bekam aber anstandslos einen extra Espresso rein. Hotelgäste bekamen 3 € Rabatt aufs Frühstück.
Das Internet fiel öfter mal aus. Die Mitarbeiter erklärten, bei ihnen geht es. Es würde am Gast liegen. mein Sohn hatte die gleichen Probleme in seinem Zimmer …
Das ganze Hotel machte den Eindruck, es sei ein Hobbyprojekt. Irre freundlich alle, aber häufig unprofessionell. Auf meine vier englischen Emails bezüglich einer Änderung wurde gar nicht reagiert. Auf eine lange erklärende Email meiner Frau auf russisch, gab es eine Antwort mit drei Worten, die noch mehr Fragen offen lies.

Die Gegend des Hotels war gut. Es sind die unteren zwei Etagen in einem großen, hohen Komplex genau gegenüber vom Parlament. Jeden Abend gab es vor dem Parlament an der Hauptstrasse eine proeuropäische Demo. In unserer Nebenstrasse war die Polizei versteckt und merkwürdige, kurzhaarige Männer, die mit der Polizei kungelten. Alle in schwarzen T-Shirts und Jeans. Sie parkten in Privatautos verboten, was die Polizei nicht störte. Oft sassen sie gemeinsam in Autos – bei laufenden Motor. Da die Fenster Null-Schallschutz hatten, war das unangenehm. Ab 1 Uhr hörte das auf.
Ich sprach mit einem der Demonstranten. Ein sympathischer Student der Psychotherapie, der in Bonn studiert. Er sagte, die Männer in den schwarzen T-Shirts sind Polizisten, die manchmal die Demonstranten verprügelten. Sie sind in Zivil, weil die Regierung keine Bilder will, wie Polizisten die Demonstranten verprügeln. Der junge Mann freute sich über mein Interesse und erwähnte unseren Botschafter Ernst Peter Fischer. Fischer setzt sich immer wieder für die Rechte der Demonstranten ein und handelt sich so Ärger ein. Die pro-europäischen Georgier sind Fischer unendlich dankbar. Manchmal kann man wirklich stolz auf sein Land sein!
Direkt hinter dem Hotel fängt die Altstadt an. Sie ist eine wilde Mischung aus halbzerfallenen und trotzdem oft bewohnten Häusern, neben Neubauten. Es gibt vereinzelt schicke Bars, Boutiquen, Gallerien und Restaurants und noch seltener alte Gewerbe. Ein Einheimischer erklärte mir, dass sei die derzeit teuerste Gegend in Tiflis. 4000€/qm für Bauland. Einen morbiden Charme versprüht die Altstadt, die sich bis zur Seilbahn und zur Gallery Tiflis Mall zieht.
Ich würde das Hotel nicht noch einmal buchen. Wie es zu 9,4 Bewertungen kommt, ist mir ein Rätsel.

Internet / Telefon
Ich versuchte in Deutschland, eine eSIM bei Cellfie.ge zu kaufen. 30 Tage mit unlimitierten 5G Daten, Inland Calls und SMS für 6,50 €. Nach der Verifizierung schmiss mich das System raus. Die Hotline schrieb, dass ihr System in Ordnung sei … So hatte ich kein Internet bei der Ankunft, aber mit dem Flughafen Internet konnte ich mir prima ein Bolt bestellen. Am gleichen Tag bin ich um die Ecke auf den Rustavelli Boulevard zur Cellfie Filiale gegangen. Man muss einen Pass dabei haben, übrigens auch beim Geldwechseln. Dort konnte ich problemlos zwei eSIM und eine physische SIM kaufen. Der Preis für eine Woche war 17 GEL, für 1 Monat 20 GEL (6,50 €). Da ich 7,5 Tage blieb, habe ich einen Monat für 1 €uro mehr genommen.
Erstaunlicherweise fiel auch die Cellfie eSIM immer mal wieder aus. Ich fragte im Laden nach, ob es Probleme im Netz gäbe, was verneint wurde. Die Dame hat dann meine Nummer refreshed und es ging besser. mein Sohn klagte über ähnliche Probleme.
Essen

Es ist hier sehr traditionell. Alle Restaurants bieten ähnliche, traditionell georgische Speisen. Es erinnerte mich an Griechenland in der Kleinstadt, wo man nach zwei Wochen denkt, alle haben die gleiche Speisekarte.
Family Kitchen – Buffet Restaurant am Liberty Square, 1 Giorgi Leonidze St, 0108 Tbilisi
Am ersten Tag aßen wir hier. Der Name war nur auf georgisch. Hier tobte das Leben. Man bestellt am Tresen, in dem man auf etwas zeigt, von dem man meint, es könnte schmecken. Es war schmackhaft, aber nichts großartiges. Sehr preiswert.
Leila’s Khinkali – 10 Taras Shevchenko, 0108 Tbilisi
Ein Geheimtipp heisst es. Auf jeden Fall findet man das wirklich nicht zufällig. Es überhaupt zu finden, ist schon eine Leistung. Es ist in einem ranzigen Plattenbau im Keller. Wenn Sie den Massagesalon (seriös) gefunden haben, gehen Sie nach rechts zur nächsten Ecke. Dort ist eine steile, schlecht beleuchtete, aber mit Bedachung, Treppe, die in den Keller führt. Ohne jegliche Hinweise. Genauso karg grüßt der Gastraum. Jeder, der hier reinkommt, fragt, ob es Leilas ist! Erstaunlicherweise waren keine Einheimischen hier, sondern nur Touristen.
Es gibt Halal Khinkali vegetarisch oder mit Lamm- oder Rindfleisch, also kein Schweine-Mix wie sonst üblich. Sehr gute Pommes Frites! Sogar sensationell gute Pommes! Das interessanteste Gericht jedoch war das tschetschenische Jijig Galnisch. Hausgemachte, dicke Nudeln, die man in eine hocharomatische Knoblauchsauce tunkt, dazu große Stücke Rindfleisch und eine Tasse scharfe Brühe, die man trinkt. Sehr ausbaufähig das Gericht, speziell das Fleisch könnte man modifizieren und erhält leicht ein richtiges Soulfood. Gut in diesem Restaurant war, dass mit Augenmaß gesalzen wurde. Unsere Bedienung, eine Weinbaustudentin, erklärte uns alles. Khinkali sind so etwas wie XLB Dumplings mit Brühe und recht dickem Teig. Man isst sie mit den Händen, beisst eine kleine Ecke ab und schlürft die Brühe zuerst, bevor man den dicken Teig isst.
Das Essen war gehaltvoll und preiswert.

Aba,ra – Zurab Zhvania 10, 0108 Tbilisi
In diesem neuen Restaurant in der Altstadt zelebriert Küchenchef Soso die „neue georgische Küche“. Er modifizierte die traditionellen Gerichten und gab ihnen einen Twist. Alles ist schmackhaft, wenn auch nicht immer alles 100 % gelungen erscheint. Die einzelnen Gerichte sind erstaunlich preiswert – oft günstiger als in den Restaurants an den Boulevards. Wenn man aber Vorspeise und Nachspeisen dazu nimmt, addiert es sich schnell. Getränke sind teilweise recht teuer – der offene Wein pro Glas 5-6 €. Tee 6 €, Cappuccino 5 €. Man sitzt draussen sehr schön. Chef Soso erklärt die Gerichte persönlich. Bedienung liebevoll, aber nicht sehr professionell, wie in Tiflis üblich. Wir zahlten zu sechst 175 € (30 € pro Person). Auch weil man hier ganz angenehm draussen sitzen kann, kamen wir ein zweites Mal und wurden nicht enttäuscht.

Salobie Bia – 17 Shota Rustaveli Ave – Tbilisi 0108
Ein weiteres Kellerestaurant unter dem Rustaveli Theater (links vom Theater ist der Eingang) am gleichnamigen Boulevard. Typisch georgische Küche ohne Khinkali. Schon aufgrund der Gegend sehr touristisch. Erstaunlicherweise höhere Preise als Aba,ra. So kostet Ojakhuri hier 40 Lari, während es im Aba,ra 28 kostet. Auf Google ist eine Speisekarte von vor drei Wochen zu sehen, mit niedrigeren Preisen. So wurde z.B. Brot um 25 % erhöht. Das Essen war solala, oft stark übersalzen. Im billigen Family Kitchen schmeckte es besser. Wir zahlten allerdings hier für 5 Personen 60 €. Jeder ein Hauptgericht und ein Wasser.
Barberestan, D, 132 Davit Aghmashenebeli Ave.
Das Barberestan gilt als das beste Restaurant Georgiens, natürlich mit georgischer Küche. Diese basiert hier auf einem Kochbuch von Anno 18xx. Das Restaurant sieht aus wie die Zille Stuben in Berlin (wenn es die noch gäbe). Auf dem Tisch stehen große Kompottgläser und andere Staubfänger als Deko. Überall steht was. Die Speisekarte ist speckig, wie auch ein Holzklotz auf dem Tisch, auf dem eine Gravierung das Restaurant lobt (Bestes Restaurant 2013 oder so etwas – vergeben von der Concept Bank Visa card). Toiletten sind vorbildlich sauber. Der georgische Gault Millau gibt hier 16,5 Punkte. Ich würde 14 schon als ausgesprochen großzügig ansehen.

Die Vorspeisen die wir hatten, waren recht gut, die Hauptgerichte leider trocken. Meine Frau hatte einen Loup de mer, der irgendwie zu einer Roulade gedreht und gefüllt wurde. Ich hatte einen Schweinebauch. Auf Dessert verzichteten wir zwangsweise, da wir den Tisch nur für zwei Stunden bekamen und die Küche sehr langsam schickte. Wir tranken ein Glas lokalen Sekt (5 €, großzügig eingeschenkt), von dem ich gleich noch ein Zweites nahm, weil er so trinkbar war. Die Gattin hatte einen schweren Rotwein (6000 B.C.) und war begeistert.
Würde wir noch einmal hingehen? Ja, durchaus. Die Preise sind zwar Fine Dining, jedoch georgisches Niveau. Man könnte sagen, 1 Lari = 1 Euro bei uns. So ist es nur 1/3 so teuer wie bei uns. Die Küchenleistung ist akzeptabel genug dafür.

Cafe Daphna, 43 Memed Abashidze Ave.
Eigentlich wollten wir in Zodiaqo gehen. da waren Schlangen vor der Tür. So sind wir zu Dafna gegangen. Den Laden empfiehlt jeder Reiseführer als „bestes Khinkali Restaurant“ in der Stadt. Gut, der Teig war besser als im Family Kitchen oder Leilas, aber berühmt fanden wir es auch nicht. Da kann man hingehen, braucht man aber nicht.
Zodiaqo, 6 Gia Chanturia St.
Das Restaurant hat die Anmutung einer Kellerbar, ist aber ebenerdig. Das Zodaiqo ist berühmt für frittierte Khinkali, die nicht auf der Karte stehen. Es sieht von aussen klein aus, es ist innen ein großes Labyrinth. In der Küche stehen unzählige Babuschkas, die dort die Khinkali formen. Frittiert schmeckten sie mir besser, nach fünf Stück bin ich auch hier satt.
Gefühlt sind 90 % der Restaurants georgisch mit ähnlichen Gerichten. Sushi haben wir erfreulicherweise gar nicht gesehen. Auch nicht Pho. Pizza ein wenig („Da Roma“). Hamburger ausser den FastFood Giganten in Malls kaum. China Restaurants gibt es, die machen aber ein wenig authentisch Eindruck (ich mag mich täuschen). Türken gab es einige. Das ist charming, dass die Globalisierung noch nicht ganz da ist, aber es wird nicht mehr lange dauern.

Georgischer Wein
Wein ist natürlich ein großes Thema. Da ich kein Wein-Experte bin und auch wenig Wein trinke, enthalte ich mich einer Meinung. Meine Mitreisenden war durch die Bank angetan von den offenen, lokalen Weinen. Mir fiel auf, dass viele (neue?) Weinbars mit Natural Wine warben.
Geld wechseln
Man kann fast überall mit Karte bezahlen. Darauf achten, dass man in Lari mit der richtigen Kreditkarte für Nicht-Euroland bezahlt! Bargeld tauscht man in einer der vielen Wechselstuben (nicht am Flughafen). Darauf achten, dass keine Commision berechnet wird. Wir fanden die Wechselstuben am Liberty Square am günstigsten.

Menschen
Die Einheimischen sind in der Regel sehr freundlich und an Dir interessiert. Die meisten Jüngeren sprechen gut englisch, während die Älteren eher russisch sprechen. Wir wurden oft auf der Strasse angequatscht. Ohne Hintergedanken! Man wollte uns nichts verkaufen, sondern war einfach am Austausch interessiert. Die Freundlichkeit ist umso erstaunlicher, da Tiflis sehr gut von Touristen besucht ist. Deutsche sah ich wenig, überwiegend Russen, Araber, Israeli , Franzosen und dann auch Inder.
Die Einheimischen sollen im Schnitt um die 600 € verdienen. Das ist umso erstaunlicher, da z.B. die Supermärkte – bis auf Frischeprodukte – teurer als bei uns sind. Man sieht auch relativ viele Rentner, die auf der Strasse betteln und oft und gerne Münzen zugesteckt bekommen. Wie die Menschen hier klar kommen, ist mir ein Rätsel.

Kultur
Jaja, gibt es massig und gut. Von Underground Galerie bis zur Hochkultur wie die Oper. Tickets kann man bei https://tkt.ge/en/opera online kaufen. Die haben aber nur einen kleinen Stock. Man sollte auch direkt bei den Veranstaltern im Box Office vorsprechen, um Tickets zu bekommen.

Ins MoMA Tbilisi (6,50 €) muss man nicht gehen. Dass ist eine Ausstellung eines einzelnen Künstlers in einem etwas heruntergekommenden Gebäude. Einzig der pornografische „Big Apple“ im Garten ist sehenswert. Eine begehbare Skulptur mit pornografischen Reliefen. Dagegen ist das Georgian Museum of Fine Art ein Muss, auch wenn es im Verhältnis viel zu teuer ist (13,50 € für Touristen, 5 € für Einheimische. Das Museum gibt einen sehr guten Überblick über die neuerer georgische Kunst. https://finearts.ge/en

Transport
Wir sind nicht einmal mit der U-Bahn oder dem Bus gefahren, was wir sonst oft in Städten machen. Bolt und Yandex Go sind einfach zu günstig und kommen viel schneller als in Berlin. In der Inennstadt zahlten wir meist 3-4 € pro Fahrt. Nur einmal bei Regen zum Barbarestan kostete es 6 €. Mit der relativ teuren Seilbahn und dem Funicular (je Strecke 4 €) sind wir natürlich auch gefahren.

Rückreise mit Austrian
Der Flug mit Swiss hin war anstrengend, zurück mit Austrian anstrengender. Der Flug ging um 4.50 Uhr los. das heisst um 2 Uhr das Hotel verlassen. Die engen Sitze in der ausgebuchten Maschine luden nicht zum Schlafen ein. Die Crew war engagiert. Das Catering unterdurchschnittlich. Ein Kissen gibt es auf Anfrage, Decken gar nicht.
Auch die Lounge in Wien war eine echte Enttäuschung.
Fazit
Tiflis ist unbedingt eine Reise wert. Ich würde bald fahren. ich habe den Eindruck, die Stadt kippt langsam und die Gentrifizierung ist stark unterwegs, zum Beispiel in der Altstadt. Hier kostet die recht kleine, recht mittelmässige Kugel Eis bei „The Cone Culture „bereits 2,50 €, während das ansprechende, sehr große Eis bei der Luca Polare Kette 1,80 € kostete. Auch viel Geld, wenn ich dafür 20 Minuten arbeiten muss! In der Altstadt eröffnen gute Restaurants, wilde Cafes, Gallerien, Boutiquen, Naturwein-Bars etc … Noch eher verstreut, aber in 10 Jahren wird das sicher ganz anders aussehen.
Zusammenfassung
Tiflis – Reisebericht: Tiflis ist unbedingt eine Reise wert. Ich würde bald fahren. ich habe den Eindruck, die Stadt kippt langsam und die Gentrifizierung ist stark unterwegs, zum Beispiel in der Altstadt.

