Kanada: die Küche der Alberta Foothills

Dort wo die Prärie an die Rocky Mountains stößt, in den Alberta Foothills,
wird besonders lecker gekocht.

Bisonzunge, orangefarbene Roma-Tomaten,
Weide-kraut-Honig und Bowle mit schwarzen Johannisbeeren gehören zu den Spezialitäten. In Albertas Cowboy Country schmeckt es noch ursprünglich und
Hausmannskost gehört zu den Gaumenfreuden eines jeden Ranchbesuchs.

Anfang
Oktober (29. September bis 6. Oktober) stellt die Homeplace Ranch in einer
Themenwoche die typische Cowboy Cuisine und die Produzenten der dafür
erforderlichen Lebensmittel vor. Für jedes Gericht der Ranch-Rezepte werden
Produkte aus Alberta verwendet.

Besucher können auf den umliegenden
Bauernhöfen sehen, wie Hirsche und Bisons aufgezogen werden und lernen wie
aus örtlichem Honig Met (Honigwein) hergestellt wird. Sie können
Beeren-Farmen besuchen und dort bei der Ernte von schwarzen Johannisbeeren
für Saft und Gelee helfen oder Treibhäuser voller Tomaten, die schwer an
ihren Stöcken hängen, bestaunen. Ausritte gehören selbstverständlich auch
zum Programm.

Kosten: 1.288 Kanadische Dollar pro Person. Die Homeplace
Ranch liegt 50 km südwestlich von Calgary.
www.homeplaceranch.com

Fuchsbandwurm: Infektionsgefahr zur Beeren- und Pilzzeit

Wer Appetit auf frische Beeren und Pilze hat, für
den hält die Natur im September einiges bereit. Doch niemals sollten
die bodennah wachsenden Köstlichkeiten ungewaschen in den Mund
wandern, rät VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, denn sie könnten
mit mikroskopisch kleinen Fuchsbandwurmeiern behaftet sein. Gelangen
diese in den menschlichen Magen-Darm-Trakt, können sie eine
gefährlichen Bandwurminfektion auslösen.

Anders als sein Name vermuten lässt, befällt der Fuchsbandwurm
nicht nur Füchse, sondern auch Katzen, Hunde und Menschen. Dabei sind
Kleinnager wie Ratten und Mäuse Bestandteil der Infektionskette.

In der Regel entwickelt sich der Fuchsbandwurms im Umfeld von
Wildtieren. Die geschlechtsreifen Würmer leben im Darm des Fuchses,
dem sogenannten Endwirt. Mit seinem Kot scheidet er Bandwurmeier aus,
die so in die Umwelt gelangen und z.B. an Pflanzen haften bleiben.
Nehmen Mäuse oder Ratten die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf,
werden sie zu sogenannten Zwischenwirten, in deren inneren Organen
sich die Bandwurmfinnen entwickeln.

Fressen Hunde oder Katzen infizierte Kleinnager werden sie wie der
Fuchs zu Ausscheidern von Bandwurmeiern und damit zu einer
Ansteckungsquelle für den Menschen.

Um sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, muss der Mensch die
Bandwurmeier über den Mund aufnehmen. „An bodennah wachsenden
Früchten oder Pilzen, aber auch an Fallobst, Gartengemüse oder
Plantagenfrüchten können Fuchsbandwurmeier haften. Daher sollte alles
vor dem Verzehr stets gründlich abgewaschen werden. Zudem ist für
verantwortungsbewusste Hunde- und Katzenbesitzer die regelmäßige
Entwurmung ihrer Tiere unerlässlich – insbesondere dann, wenn sie in
Verbreitungsgebieten von Füchsen leben“, erklärt die für VIER PFOTEN
tätige Tierärztin Daniela Rost.

Für den Menschen hat eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm
verheerende Folgen. Die Finnenentwicklung findet vornehmlich in der
Lunge, Leber und dem Gehirn statt. Dort entsteht ein netzartiges
Schlauchsystem, das diese Organe zerstört. Eine Heilung ist praktisch
nicht möglich.

Rezept:: Gratiniertes Ragout von frischen Beeren

Grün, blau, rot und schwarz leuchten zurzeit leckere Beeren in heimischen Gärten, auf Wiesen und in Wäldern: Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren sind nun reif, süß und saftig und wollen nach dem pflücken direkt im Mund verschwinden.

Doch die tv.gusto-Küchenprofis wissen: Nicht jede Beere ist eine Beere. Streng genommen ist eine Beere eine Frucht, die aus einem einzigen Fruchknoten gewachsen ist. Johannisbeeren und Stachelbeeren kann man wirklich als Beeren bezeichnen, Himbeeren und Brombeeren hingegen werden in der Botanik als Sammelsteinfrucht bezeichnet. Zu den Beeren wiederum gehören auch Gurke, Tomate, Kakao und Paprika.

Doch so eng wollen es die tv.gusto-Küchenprofis gar nicht sehen und schlagen ein leckeres Gratiniertes Ragout von frischen Beeren vor.

Gratiniertes Ragout von frischen Beeren

Zutaten (4 Portionen)

250 g Himbeeren
50 g geschlagene Sahne

250 g Johannisbeeren
15 ml Grand Marnier

250 g Brombeeren
4 Minzblüten

100 g Zucker
Puderzucker

4 Eigelb

Zubereitung

Die Beeren waschen, den Strunk entfernen und in einer Schüssel leicht zuckern.
Für die Gratiniermasse Eigelb mit 80 g Zucker schaumig schlagen bis die Masse hell und steif ist. Die Masse mit dem Grand Marnier aromatisieren und die geschlagene Sahne untermengen. Die Beeren in vier tiefe Teller verteilen und mit der Gratinmasse bedecken.
Die Teller sofort in den auf 200° C vorgewärmten Ofen schieben und sechs bis acht Minuten goldgelb backen. Mit Puderzucker bestäuben und mit Minze ausgarnieren.

www.tvgusto.com

Kirschen und Beeren

Die Greenpeace-Meldung über
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Kirschen sowie in Johannis-
und Stachelbeeren wird bei vielen Verbrauchern erneut Besorgnisse und
Fragen hervorrufen. Das ist umso bedauerlicher, als die
Umweltorganisation in diesem Fall von falschen Zahlen ausging. Das
hat der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) nach genauerer Betrachtung
der Untersuchungsergebnisse festgestellt.

Für den Wirkstoff Thiacloprid, dem fünf der gefundenen sechs
Höchstmengenüberschreitungen zugeschrieben werden, hatte Greenpeace
eine zu niedrige Rückstands-Höchstmenge zugrunde gelegt. Setzt man
den tatsächlich geltenden Wert ein, haben nur zwei Proben die
zulässige Höchstmenge überschritten – und dies auch nur geringfügig.
Niemand braucht sich also den Appetit auf frische Beeren und knackige
Kirschen verderben zu lassen.

Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln wollen, dass ihre
Produkte korrekt eingesetzt werden und möglichst wenig Rückstände in
den Nahrungsmitteln hinterlassen. Sonst können sie als Unternehmen
auf Dauer nicht bestehen. Die Produkte und die Anwendungsvorschriften
sind deshalb so gestaltet, dass sich die Rückstände im unbedenklichen
Bereich bewegen.

Das bestätigen die Gesundheitsbehörden. In den meisten Früchten
sind heute Rückstände nachweisbar, weil man mit modernen
Analysemethoden auch winzigste Spuren messen kann. Für ein
Gesundheitsrisiko entscheidend ist aber nicht, dass überhaupt
Rückstände vorhanden sind. Entscheidend ist deren Menge; und die ist
in den von Greenpeace getesteten Früchten so gering, dass die
untersuchten Kirschen und Beeren ohne Bedenken verzehrt werden
können. Das gilt auch dann, wenn mehrere Substanzen gefunden werden.

Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln setzen alles daran,
Rückstände durch noch gezieltere Anwendung und schnellere
Abbaubarkeit ihrer Pflanzenschutzmittel weiter zu verringern. Sie
appellieren an die Landwirte, nur die speziell für die einzelnen
Früchte zugelassenen Produkte einzusetzen. Nur so bleibt ihnen die
Möglichkeit erhalten, mithilfe einer breiten Mittelpalette ihre
Pflanzen vor den verschiedensten Schädlingen und Krankheiten, denen
sie während des Wachstums ausgesetzt sind, ausreichend zu schützen.

Der Industrieverband Agrar e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist
der Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und
agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern
der 50 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz,
Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.

Erdbeeren sind wahre Alleskönner

Dass Erdbeeren lecker und gesund sind, wissen
viele! Aber auch äußerlich angewendet, verhelfen Erdbeeren unserer
Haut zu einem geschmeidigen und straffen Aussehen, wie das
Koch-Magazin viva! in seiner Juni-Ausgabe berichtet.

Ein erfrischendes Bad mit einem ordentlichen Schuss Erdbeersaft
wirkt kühlend und Haut reinigend zugleich. Trockener Haut kann mit
einer Maske aus 100 Gramm Erdbeeren, drei Esslöffeln Sahnequark und
einem Teelöffel Olivenöl entgegengewirkt werden.

Auch die Blätter der Erdbeerpflanze haben es in sich. Da sie
besonders gerbstoffreich sind, wirken sie Entzündungen entgegen und
verfeinern das Hautbild. Die Blätter einfach mit kochendem Wasser
übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend ein Tuch mit
dem Sud tränken und auf die unreine oder fettige Haut legen.

Aber auch diejenigen, die Erdbeeren lieber essen, können auf die
Kräfte der Beeren bauen. Denn von innen wirken Erdbeeren
entschlackend. Außerdem sind sie reich an Vitaminen und Fruchtsäuren,
sie enthalten unter anderem die beiden Vitamine B1 und B2, die den
Stoffwechsel ankurbeln. Erdbeeren sind also wahre Alleskönner und
zudem durch ihren hohen Gehalt an Natrium, Calcium, Kalium, Phosphor
und Eisen äußerst gesund.

www.meine-viva.de

Rezept: Erdbeer Charlotte

Wenn es bei uns noch nass und kalt draußen ist, hält in den Supermärkten die Erdbeere aus Marokko oder Spanien bereits Einzug. Die Lust nach der herrlichen Frische und dem unverkennbaren Geschmackserlebnis der Erdbeere wird entfacht.

Doch was freut sich unser Gaumen erst, wenn die ersten heimischen Beeren voll im Aroma und herrlich im Geschmack in Supermarkt, beim Obsthändler um die Ecke oder gar zum Selberpflücken auf den Feldern in der nahen Umgebung angeboten werden. Mit Sonnenhut und einem großen Korb wird die Sammelaktion zu einem richtigen Erlebnis. Erst recht, weil man während des Pflückens so viel Naschen darf wie man möchte.

Für den Fall, dass Sie es neben dem Naschen dann auch noch schaffen ein paar Beeren zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen, empfehlen die tv.gusto Küchenprofis eine ganz besondere Gaumenfreude.

Erdbeer Charlotte
Zutaten ( 4 Portionen)
Für den Biskuit:
4 Eigelb
3 Eiweiß
50 g Zucker
1 Prise Salz
60 g Mehl
180 g Erdbeermarmelade
2 cl Cognac

Für die Füllung:
200 g Erdbeeren
1 EL Vanillezucker
2 cl Cognac
4 Eigelb
100 g Zucker
250 ml geschlagene Sahne
1 Vanillieschote

Zubereitung
Für die Biskuitmasse Eigelb und Zucker schaumig rühren. Eiweiß mit Salz zu Schnee schlagen und das Mehl vorsichtig gesiebt darunter heben. Die Eigelbmasse zu dem Schnee rühren, auf ein Backblech streichen und ca. 8 Min. bei 230° C Grad backen.
Die Erdbeermarmelade mit dem Cognac verrühren und auf den frisch gebackenen Biskuit verteilen und zu einer Roulade rollen. Die erkaltete Rolle aufschneiden und mit den Scheiben eine Eisbombenform auslegen.

Für die Erdbeercreme die Erdbeeren und den Vanillezucker kurz ankochen, den Cognac hinzugeben und pürieren, anschließend kaltstellen. Die Eigelbe mit dem Zucker im Wasserbad schaumig schlagen und dann im Eisbad kalt rühren. Die Vanilleschote und das Erdbeerpüree unter die Masse rühren und die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse in die ausgelegte Eisbombenform füllen und in den Tiefkühler stellen.

Quelle: www.tv-gusto.de

Beeren überraschen mit inneren Werten

Rot, blau, violett, grün – schon allein die schönen, intensiven Farben der
Beeren verlocken zum Zugreifen. Doch Erdbeeren, Himbeeren & Co. erfreuen
nicht nur das Auge. Sie bieten auch eine erstaunliche Fülle an wertvollen
Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Als so genanntes Weichobst
fordern die Beeren allerdings schonendste Behandlung. Für die
druckempfindlichen Früchte gilt ganz besonders: möglichst frisch auf den
Tisch.

Sommerzeit ist Beerenzeit! Beeren sind am aroma- und nährstoffreichsten,
wenn sie viel Sonne tanken durften. Voll ausgereift geerntet weisen die
kleinen Vitalstoffbündel hohe Mengen an Vitamin C auf. Außerdem haben
Wissenschaftler herausgefunden, dass Beeren viele Flavonoide enthalten,
natürliche Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung.

Und so leicht kann
Genießen sein: Eine Portion von 150 Gramm schlägt mit kaum mehr als 50
Kilokalorien zu Buche. Klein, aber oho: 150 Gramm Erdbeeren decken den
Vitamin-C-Tagesbedarf von Jugendlichen ab 13 Jahren und Erwachsenen zu 98
Prozent. Darüber hinaus liefern die roten Kraftpakete wertvolles Eisen, das
der Körper dank mitgeliefertem Vitamin C sehr viel besser aufnehmen kann.
Als Gaumenfreude sind die roten Verführer ohnehin einfach einzigartig: 350
verschiedene Aromastoffe komponieren den charakteristischen Geschmack der
saftig-süßen Früchte.

Brombeeren aus heimischem Anbau haben von Juli bis
Oktober Saison. Im Vergleich zu anderen Beerenfrüchten sind die
fein-säuerlichen Sammelsteinfrüchte Spitze als Träger von Provitamin A. Eng
verwandt mit den dunkelrot, schwarzviolett bis schwarz glänzenden Brombeeren
sind die ballaststoffreichen Himbeeren. Allein eine 150-Gramm-Portion
liefert schon gut ein Fünftel der täglich empfohlenen Ration für Erwachsene.
Obendrein glänzen die wohlschmeckenden Früchte mit reichlich Mineralstoffen
wie Kalium oder Eisen.

Stachelbeeren schmecken je nach Reifegrad sauer bis
herrlich süß. Wer die kirschgroßen Früchte pur genießen will, hält sich an
die ausgereiften, süßen Exemplare. Auch Stachelbeeren tragen nennenswerte
Mengen zur Versorgung an Provitamin A und Vitamin C bei. Johannisbeeren
haben von allen Beerenarten den höchsten Fruchtsäureanteil. Neben reichlich
Faserstoffen enthalten sie weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel
Kalium, außerdem Pektin, das die Früchte beim Konfitüre Kochen gut gelieren
lässt. Vitamin-C-Spitzenreiter unter den Beeren sind die Schwarzen
Johannisbeeren mit 177 mg pro 100 g.

Auch Heidelbeeren sind reich an
Ballaststoffen und vielen anderen ernährungsphysiologisch wichtigen Stoffen
wie Mangan und Vitamin E. Und keine Angst vor blauen Zähnen: Im Unterschied
zu Waldheidelbeeren haben Kulturheidelbeeren ein nicht färbendes, helles
Fruchtfleisch, enthalten weniger Kerne und sind länger lagerfähig. Ob
Heidelbeeren frisch sind, ist leicht zu erkennen. Die dunkelblauen Beeren
schimmern dann auf ihrer Oberfläche weißlich.

Gut zu wissen: Auf langen Transportwegen werden wertvolle Inhalts- und
Aromastoffe abgebaut. Deshalb Beeren aus der Region bevorzugen und möglichst
frisch genießen. Vor dem Essen nur kurz und sanft abbrausen oder vorsichtig
in reichlich stehendem Wasser säubern. Stiele und Blätter erst danach
abzupfen, so geht kein kostbarer Saft verloren.

Erdbeeren – der königliche Genuss
Aromatisch, saftig, süß – Erdbeeren zählen zu den schönsten, sommerlichen
Genüssen. Kein Wunder, dass auch schon unsere Vorfahren die Vorzüge der
roten Prachtfrucht zu schätzen wussten. So ist das Paradedessert „Erdbeeren
mit Sahne“ keine moderne Erfindung.

Die Kochbuch-Autorin Henriette Davidis
schwärmt in ihrem „Praktischen Kochbuch“ aus dem Jahr 1891: „An heißen
Sommertagen ist dies die erfrischendste Erdbeerspeise“. Nach Davidis ist die
Gaumenfreude im Handumdrehen zubereitet: Von schönen, reifen Gartenerdbeeren
nur die waschen, die es nötig haben, dann die Kelchblätter entfernen.

Die
Früchte mit Zucker einpudern und mit wenig gesüßter Schlagsahne bedecken –
fertig. Bei der Abwandlung des Klassikers sind der Fantasie keine Grenzen
gesetzt: Ein Hauch Pfeffer, Ingwer oder Kardamom, frische Kräuter wie
Melisse und Minze oder geröstete Nüsse setzen immer wieder neue, kulinarisch
interessante Akzente.

Auch gut: Erdbeeren mit Zitronensaft oder einem Schuss
Alkohol marinieren. Hauptsaison für heimische Erdbeeren sind die typischen
Sommermonate – fast schon zu kurz, um alle Köstlichkeiten mit frischen
Erdbeeren auszuprobieren. Fein-säuerlicher Quark, Bayerische Creme oder
Mandelbiskuit mit Erdbeeren, einfach himmlisch. Oder ganz exquisit:
Erdbeeren mit Brie. Die Kombination ist nicht nur ungewöhnlich lecker,
sondern als schnelle Dessertidee kaum zu schlagen. Und die Krönung: pürierte
Erdbeeren mit gut gekühltem Sekt aufgießen – nicht umsonst genießt
schließlich die Erdbeere den Ruf einer Beerenobst-Königin!

Wie man Konfitüren selber macht – Tipps zum Einmachen
Sommer, Sonne, Beerenzeit! Als bunter Vorrat zaubert die saisonale
Aromenpracht in Form von Konfitüre selbst an kalten, trüben Wintertagen
Ferienlaune auf den Tisch. Das sollten Sie beim Einmachen beachten:

▪ Ins Glas kommen nur reife, einwandfreie Exemplare. Beeren waschen, dann
Stiele und Blätter abzupfen – so bleibt der Geschmack am besten erhalten.

▪ Nur unbeschädigte Gläser mit Twist-off-Verschlüssen verwenden.
Twist-off-Deckel besitzen einen beschichteten Innenrand, der die Gläser
luftdicht schließt. Sie schützen den Inhalt vor Mikroorganismen und
Farbänderungen.

▪ Gläser und Töpfe vor dem Einkochen heiß und gründlich spülen, alles muss
fettfrei und blitzblank sauber sein. Gläser zum Einfüllen auf ein feuchtes,
sauberes Küchentuch stellen.

▪ Für optimales Gelingen die Angaben auf der Gelierzuckerpackung beachten.
Die Zutaten genau abwiegen. Kräuter oder Gewürze wie Lavendelblüten, Zimt,
Nelken oder Pfeffer geben Selbstgemachtem besonderen Pep. Pfefferminze oder
Vanille passen gut zu allen Beeren.

▪ Die Gelierprobe zeigt, ob der Kochvorgang abgeschlossen ist. Dazu kurz vor
Ablauf der Kochzeit ein bis zwei Teelöffel von der heißen Masse auf einen
kleinen, im Kühlschrank vorgekühlten Teller geben. Erstarrt die Probe, wird
später auch die restliche Konfitüre im Glas fest. Falls nicht, Kochzeit um
ein bis zwei Minuten verlängern.

▪ Gläser randvoll einfüllen, sofort verschließen und 5 Minuten auf den Kopf
stellen. Kein Luxus: Zum Einfüllen einen Trichter nehmen, damit die
Glasränder sauber bleiben.

▪ Wer weder Platz noch Lust hat, sich einen großen Vorrat an Konfitüren zu
zulegen, braucht auf Selbstgemachtes dank Tiefkühltechnik nicht zu
verzichten. Druckempfindliche Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren oder
Brombeeren nebeneinander auf einem Backblech ca. eine Stunde vorfrieren,
dann in Gefrierdose oder -beutel umfüllen. Zum Einmachen gefroren wiegen,
dann erst auftauen und samt Saft weiterverarbeiten.

Saskatoons

In Deutschland sind die Beeren mit dem Aroma von Mandel und Kirsche noch kaum bekannt
Sie haben einer kanadischen Provinzstadt ihren Namen gegeben und wurden von den dortigen Ureinwohnern als Nahrung, Medizin und Handelsware geschätzt: die Saskatoons. In Deutschland sind die kleinen dunkel­violetten Beeren der erlenblättrigen Felsenbirne (lat. Amelanchier alnifolia) den Wenigsten bekannt.

Streng genommen sind Saskatoons gar keine Beeren, sondern wie Äpfel und Birnen so genannte Scheinfrüchte. Die erbsengroßen Früchte, die große Ähnlichkeit mit Blaubeeren haben, können von Juli bis August geerntet werden. In der kanadischen Küche kommen die nach Kirsche und Mandeln schmeckenden Saskatoons auf verschiedenste Art und Weise zum Einsatz: Die frischen Früchte werden in Gelees, Marmeladen und Kuchen verarbeitet, ihr Saft gibt Marinaden und Dressings einen feinen Geschmack und getrocknet gelten sie als leckerer Snack für Zwischendurch. Auch ihr ernährungsphysiologischer Wert ist nicht zu verachten. Saskatoons enthalten viel Vitamin C, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Ihre vielen Samen machen sie außerdem zu kleinen Ballaststoffpaketen. Noch sind Saskatoons in Deutschland kaum erhältlich, werden jedoch von einigen Feinkostläden vertrieben. aid, Friederike Küter

Hohe Pestizidlast in Johannis- und Stachelbeeren

Nach einer neuen Untersuchung des Greenpeace-EinkaufsNetzes sind konventionell angebaute Johannis- und Stachelbeeren aus dem Angebot der sechs größten deutschen Supermarktketten stark mit giftigen Spritzmitteln belastet. In 89 Prozent der konventionellen Proben fanden die Umweltschützer Pestizid-Rückstände, 11 Prozent der Früchte erreichen oder überschreiten sogar die zulässigen Grenzwerte. Über zwei Drittel der Beeren enthalten einen Giftcocktail von bis zu sieben verschiedenen Pestiziden. Zudem fielen nicht zugelassene Spritzmittel in Beeren aus Deutschland auf – ein deutlicher Hinweis auf den illegalen Einsatz von Agrargiften.
„Das ist ein miserables Zeugnis für Früchte aus Deutschland“, urteilt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. „Gesundheitlich besonders bedenklich sind die Giftcocktails mit mehreren Stoffen.“ Viele der insgesamt 20 nachgewiesenen Pestizide sind Krebs erregend, hormonell wirksam, nervengiftig oder können die Fortpflanzung beeinträchtigen. „Die Bundesländer müssen die Lebensmittelkontrollen massiv verschärfen und die Handelsketten müssen endlich garantieren, nur noch einwandfreie Ware zu verkaufen“, fordert Krautter.

Greenpeace-Mitarbeiter hatten Anfang Juli in ganz Deutschland 31 Proben von Strauchbeeren gekauft. Sie stammen aus dem Angebot von Aldi, Edeka, Lidl, Metro (mit Real und Kaufhof), Rewe (mit Penny, Karstadt), Edeka/Spar, Tengelmann/Plus sowie zwei Bio-Märkten. Ein anerkanntes Speziallabor hat die Beeren untersucht. 30 Proben stammten aus Deutschland, eine aus Ungarn.

32 Prozent der getesteten Beeren aus konventionellem Anbau bewertet Greenpeace wegen der kritisch hohen Pestizidbelastung als „mangelhaft und nicht empfehlenswert“. Bei 57 Prozent ist Vorsicht angebracht, da die Pestizidbelastung über 0,01 Milligramm pro Kilogramm liegt. Nur 11 Prozent der Beeren aus konventionellem Anbau sowie alle drei zusätzlich getesteten Beeren aus Bio-Anbau sind unbelastet und damit „empfehlenswert“.

Viele Landwirte spritzen offenbar illegale Pestizide wie das für jegliche landwirtschaftliche Anwendung verbotene Parathion. „Die Kontrollbehörden müssen diese Gefährdung von Gesundheit und Umwelt dringend verfolgen und unterbinden“, fordert Krautter.

EU und Verbraucherministerium haben die Pestizidgrenzwerte für Lebensmittel in den letzten Jahren massiv angehoben. Würden die heutigen Messresultate nach den schärferen Höchstmengen aus dem Jahr 2001 bewertet, hätten 68 Prozent der Proben das gesetzliche Limit überschritten. „Die gesetzlichen Höchstmengen sind heute so lax, dass auch hohe Pestizidbelastungen zu einem politisch geschönten Ergebnis führen. So bekommen wir ganz legal immer mehr Pestizide auf den Teller“, erklärt Krautter. Greenpeace stützt seine Testbewertungen daher nur noch eingeschränkt auf die gesetzlichen Höchstmengen und zieht dafür verlässlichere toxikologische Parameter heran.