Weinlesebilanz der prädikatsweingüter

Jahrgang 2007 – Ein heimlicher Super-Sommer für den Deutschen Weinbau – und vielversprechende Geschmackserlebnisse für die Weinliebhaber

Für viele der 200 Prädikatsweingüter Deutschlands war es die früheste Lese seit „Betriebsgedenken“. Die Trauben hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine ungewöhnlich lange Vegetationsperiode hinter sich, die ihnen eine optimale Reife ermöglichte. Und, noch viel wichtiger, sie blieben bis zum Leseschluss gesund. Nun gären aromatische Moste in den Kellern und die Deutschlands Spitzenwinzer sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis: Spritzig frische Gutsweine, und beste Lagenweine versprechen den Weinliebhabern echte Entdeckungen und Geschmackserlebnisse und ausdrucksstarke Moste aus den Ersten Lagen. Die Erntemenge liegt ca. 30% über dem Vorjahr jedoch nur leicht über dem langjährigen Mittel der VDP-Weingüter, die traditionell zugunsten der „Klasse“ auf „Masse“ verzichten.

Optimaler Vegetationsverlauf

Nach dem vorgezogenen Sommer im April war der eigentliche Sommer zwar durchschnittlich warm aber viel feuchter als in normalen Jahren. Alles in allem waren dies jedoch ideale, stressfreie Wachstums- und Entwicklungs-Bedingungen für die Reben. Graf Adelmann (Württemberg): „Es war kein Liegestuhlsommer, aber ein „heimlicher“ Super-Sommer für den Deutschen Weinbau.“

Toni Jost (Mittelrhein) merkt an: „Erstmals seit Jahren war keine Bewässerung nötig. Die Reben blieben gesund und lange leistungsfähig, Assimilation war bei grüner Laubwand bis Mitte Oktober möglich.“ Die zu allen Zeiten optimale Wasserversorgung begründet eine hohe Mineralstoffeinlagerung in den Reben – Garant für komplexe Weine. Kühle Temperaturen, vor allem nachts, bilden stabile Fruchtsäuren und feinste Fruchtaromen in den Beeren.

Als Herausforderung sehen die Winzer das Auftreten von früher nicht gekannten Problemen wie Sonnenbrand, der die Beerenhaut beschädigt und damit die weitere Reife stoppt. Auch Schädlinge wie Rebzikaden, blattsaugende Insekten, die die Blätter zerstören, oder Eska, ein Pilz, der in wenigen Wochen die Rebstöcke absterben lässt und damit das Potenzial auch alter Reben zerstört, gilt es in den Griff zu bekommen. Insbesondere Ökobetriebe, im VDP überproportional vertreten, sind hier vor spezielle Herausforderungen gestellt. Die Güter melden für betroffene Weinberge teils bis zu 20% Schaden.

Lange Weinlese

So früh wie 2003, dem sogenannten Jahrtausendsommer, gingen die Trauben in die Reife. Folglich begannen die Regionen auch alle eins bis drei Wochen früher als normal mit der Lese. Im Gegensatz zur Blitzlese des Vorjahres zog sich die „entspannte“ Ernte jedoch bei gutem Wetter über fast 8 Wochen hin. Die Trauben am Stock waren aromatisch und gesund, jedoch teils unterschiedlich reif, so dass die Weinberge in bis zu vier Staffellesen von Hand geerntet wurden. Bei dieser Selektionsarbeit werden „frühreife“ Beeren geerntet, beschädigte und faule Beeren ausgelesen, und so den übrigen Trauben die Topreife ermöglicht. Ein Arbeitsaufwand, der für die Prädikatsweingüter, die auf Spitzeniveau arbeiten und Weine von herausragender Qualität erzeugen, zwar durchaus selbstverständlich ist, aber ungefähr doppelt so viele Lesetunden pro Hektar als bei normaler Handlese erforderlich macht.

Frühgelesene Trauben, z.B. Müller-Thurgau und Silvaner, wiesen in diesem Jahr eine sehr markige Beerenhaut und hohe Pektingehalte auf, wodurch sich eine geringe Saftausbeute ergab. Die anfangs recht hohen Säurewerte balancierten sich mit zunehmender Reife bestens aus. Eine obendrein optimale Nährstoffversorgung der Moste sorgt für eine zügige und reintönige Gärung.

Großartiges Weinspektrum

Eine interessante Feststellung äußert Hansjörg Rebholz (Pfalz): „Es wird in diesem Jahr „September- und Oktober- Weine“ geben. Bis Ende September hatten wir zwar schon hohe Zuckerwerte (und hohe Säure), aber die Trauben waren noch nicht „physiologisch reif“. Erst das Wetter vom 1. bis 3. Oktober, warm und feucht, brachte die Reife. Von da an schmeckten die Trauben und die Säure war normaler. Ich erwarte insbesondere von den „Oktoberweinen“ große Weine mit enormem Entwicklungspotenzial. Annegret Reh-Gartner, Reichsgraf v. Kesselstatt, bekräftigt diese Eindrücke: „Zunächst war viel Citrus im Spiel, später dann Cassis, reife Birne, Pfirsich.“

Schon jetzt haben die Moste einen intensiven Geschmack mit feinstem Fruchtsäurespiel. Das spricht für Weine mit einer komplexen Struktur. Und das bei nicht zu hohen Alkoholausbeuten, obgleich viele Winzer von Top-Mostgewichten sprechen: „Nichts unter 95° Öchsle!“ Gerhard Gutzler (Rheinhessen) schwärmt: „Ich kann mir die Spätburgunder in fünf Jahren vorstellen, einfach nur lecker mit Kraft und viel Typizität. Horst Kolesch vom Würzburger Juliusspital sieht neben den Burgundersorten, auch Silvaner und Rieslinge als die Gewinner des Jahrgangs. Und ergänzt: “Gute Lagen werden sich heuer ganz deutlich absetzen können.“

Edelsüße Spitzen:

Das i-Tüpfelchen auf die perfekte Lese setzt eine Phalanx von Beeren- und Trockenbeerenauslesen mit herrlichen Fruchtsäuren wie sie in vielen Regionen seit Jahren nicht möglich war. Liebhaber und Sammler dieser edelsüßen Spitzen dürfen sich auf die traditionellen VDP-Versteigerungen freuen, wo die besten Weine alljährlich unter den Hammer kommen. Das zehnthöchste jemals in Deutschland gemessene Mostgewicht brachten 60 Erntehelfer des Weingut Wegeler in der Lage Rothenberg in Geisenheim ein: 21 Liter einer hochkonzentrierten Riesling Trockenbeerenauslese mit 312 Grad Oechsle. Doch etliche VDP-Weingüter pokern noch mit dem Wetter, um die Jahrgangskollektion mit einem raren Eisweine zu krönen.

Menge, Preise & Markterwartung

Nachdem die Prädikatsweingüter 2006 mit einer extrem kleinen Ernte bei weitem nicht die Nachfrage decken konnten, liegen die Erträge in diesem Jahr 30 % höher im Vergleich zum Vorjahr und 7% höher als im langjährigen VDP-Schnitt (65 hl/ha), jedoch immer noch 30 % unter dem allgemeinen deutschen Erntedurchschnitt. Die Klassifizierung der Weine teilt sich auf in 50% Gutswein, 35% Lagenweine und 15% Weine aus Erster Lage.

Die Prädikatsweingüter werden ihr Preisniveau halten. Zarte Erhöhungen sind höchstens geplant, um gestiegene Material- und Energiekosten abzudecken. Das durchschnittliche erzielte Preisniveau in VDP-Gütern liegt aktuell bei rund neun Euro.

Unisono werden die Absatzchancen als sehr gut bis ausgezeichnet beurteilt. Die Güter verzeichnen seit Jahren eine steigende Nachfrage und besonders hohe Steigerungsraten bei Weinen der Ersten Lage. Deutscher Wein zählt noch immer zu den günstigsten Spitzenweinen der Welt und die Riesling-Kompetenz der deutschen Spitzenwinzer ist unnachahmbar.

Fazit

Das Fazit des neuen VDP-Präsidenten Steffen Christmann fällt euphorisch aus: „Es verspricht ein wirklich großes Jahr zu werden. Wir dürfen uns 2006 über die seltene Konstellation freuen, dass erhöhte Menge und Güte zusammen kommen. Nachdem wir in den letzten Jahren und vor allem 2006 der Natur nur mit höchsten Anstrengungen die gewünschten Qualitäten abringen konnten, konnte man in diesem Jahr aus dem Vollen schöpfen. Nun ist es an den 200 Winzerpersönlichkeiten im VDP mit ihrer Erfahrung und Kreativität aus der naturgegebenen Güte Weine von herausragender Qualität zu erzeugen.“

Cranberries: ­ Rotes Gold der Indianer

­ Von Ende September bis Dezember gibt es hierzulande wieder frische Cranberries zu kaufen. Die kirschgroßen Früchte leuchten hellrot bis schwarz und haben in der nordamerikanischen Küche eine lange Tradition. Schon die Indianer schätzten die herb-säuerlichen Früchte als Nahrungs-, Heil- und Färbemittel.

Mit Ahornsirup eingekocht, wurden die Beeren haltbar gemacht. In Form von Saft dienten sie der Desinfektion von Wunden und auch zum Färben von Federn und Kleidung war die Kranichbeere gefragt.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden die Beeren mit dem festen Fruchtfleisch im Nordosten der USA kultiviert und erfreuen sich als Kompott, Gelee, Saft oder Chutney großer Beliebtheit. Vor allem als süß-saure Soße zum Thanksgiving-Truthahn dürfen sie nicht fehlen. Das „rote Gold der Indianer“ ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch als Zutat für Kuchen und Gebäck, für Milchmischgetränke, Quarkspeisen oder als Beilage zu Wildgerichten in der hiesigen, herbstlichen Beerenküche willkommen.

Neben den Namen „Cranberry“ und „Kranichbeere“ sind Bezeichnungen wie „Kranbeere“, „Moosbeere“ und „Kulturpreiselbeere“ im Handel geläufig. Über 100 Sorten der ursprünglich aus den Hochmooren Nordamerikas stammenden Beerenstrauchart (Vaccinium macrocarpon) sind weltweit bekannt.

(Ira Schneider)

Lafer: Einfach kochen!

In der freien Natur findet man im Spätsommer die leckeren Beeren: Brombeeren faszinieren durch ihren ausgeprägten Geschmack und ihr Aroma. Aber nicht nur für Marmelade eignen sich die gesunden heimischen Beeren: Johann Lafer zeigt seinen Kochschülerinnen Meike Woike und Birgit Scherer aus Walluf wie vielseitig Brombeeren sein können: Er kocht mit ihnen süß-saure Brombeeren mit Wildfrikadellen und Whiskey (!) Brombeeren mit Löffelbiskuit und Mascarpone im Glas – guten Appetit!

SWR, Donnerstag, 13.09., 18:15 – 18:45 Uhr

Kinder-Kochschule auf dem Obsthof Bäcker

Heinrich und Gisela Bäcker erweisen sich als gute Gastgeber und Laien-Lehrer. Zur Begrüßung gibt´s einen Beeren-Milchshake, der wohl alles, was in Eisdielen so serviert wird, in Sachen säuerliche Frische in den Schatten stellt. Damit die Kinder sich vorstellen können, wie die Spargel-, Erdbeer und Himbeerpflanzen im Erdreich aussehen, hat Hausherr Heinrich Bäcker ein paar Anschauungsexemplare ausgebuddelt. Aber, dem Sachkunde- oder Biolehrer will der Landwirt keine Konkurrenz machen.

Bei der Kinder-Kochschule, eine Reihe der Westfälischen Nachrichten und des Köcheclubs Münster im Verband der Köche Deutschlands (VKD), geht es um Anschauungsunterricht in Sachen Ernährung und um Bewegung mit einer Prise Abenteuer. Deshalb heißt es nun: Rasch in die Beeren-Kulturen. Auf dem Weg zu den Brombeer- und Himbeer-Büschen, die in langen Reihen stehen, „müssen wir durch den Dschungel“, lacht Bäcker, als er die Kinder und Köche durch einen Riesen-Holunderbusch führt.

Nur die reifen Früchte pflücken, heißt die Devise. Bei Brombeeren kommt es nicht nur auf die dunkle Färbung an. Vielmehr: Wenn die Brombeeren am Busch zu sehr Widerstand leisten, sind sie nicht reif, erläutert Gisela Bäcker. Ihr Tipp: „Die Früchte müssen leicht abgehen.“ Es geht leicht. Die Kinder haben ihre Schalen, in die zuvor schon Mirabellen, Pflaumen und ein paar Stachelbeeren gewandert sind, schnell voll. Klar, und was nicht in die Behälter passt, verschwindet im Mund.

„Wer arbeitet, darf auch probieren“, lautet die Losung von Holger Wegmann, Vizepräsident des VKD, Leiter der Wirtschaftsdienste bei der NRW-Bank und Chefkoch bei der Kinder-Kochschule. Eine zweite Exkursion führt in die Blaubeer-Kultur. Danach reicht der gesunde Rohstoff für gleich drei Kochgruppen. Mario Engbers, Vorsitzender des Köcheclubs Münsterland und Küchenmeister bei der Halle Münsterland, rührt im großen Bottich Pfannkuchenteig. Mareike Kamps, die für die Menüs im Casino der Kassenärztlichen Vereinigung mit zuständig ist, hat Grütze, zu genießen mit Vanille-Eis, auf ihrem Speisezettel. Holger Wegmann lässt mit vielen fleißigen Fingern die Früchte für eine Beeren-Mix-Marmelade zubereiten. Tempo, Tempo, die 40 Gläser müssen mit der Kelle befüllt sein, bevor die Eltern ihre Sprösslinge wieder abholen.

Als Mama und oder Papa kommen, gibt es nicht nur Schürzen, Kochhut, Infobroschüre und Marmelade mitzunehmen, sondern auch viel zu erzählen. Zum Beispiel für Miriam. Sie hat mit einem furchteinflößenden Messer die Zitronenmelisse zerteilt, die der Konfitüre die besondere Note verpasst. Oder Hannah und Maurice, die ebenfalls mit scharfen Klingen hantierten, um Erdbeeren zu halbieren und Zitronen zu zerteilen. Fürs Gemüsequiz, das Ulla Wegmann abwickelt, bleibt kaum Zeit. Klar, denn „die geht viel zu schnell vorbei“, findet der Nachwuchs mit Hut und Schürzen. |www.westfaelische-nachrichten.de /kinderkochschule

Beeren

Jetzt schmücken sie wieder die Obststände: Blauviolette Heidelbeeren, hellrote Himbeeren, leuchtend rote Johannisbeeren und fast schwarze Brombeeren. Doch alleine zum Anschauen sind sie viel zu schade. Ihr Geschmack ist unverwechselbar und variiert von herb-säuerlich bis zuckersüß.

Gleichzeitig versorgen sie den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen: Schwarze Johannisbeeren sind mit 170 Milligramm pro 100 Gramm zwar die Spitzenreiter beim Vitamin-C-Gehalt, doch die anderen Beeren können gut mithalten. Neben Vitamin C enthalten sie unter anderem viel Folsäure, Eisen und Ballaststoffe. Die intensiven Farben verraten zudem, dass Beerenfrüchte reich an Flavonoiden sind.

Das sind natürliche Farbstoffe, die im Körper antioxidative Wirkungen ausüben, also vor Schäden durch Sauerstoffradikale schützen. Beim Einkauf von Beeren sollte man auf Frischezeichen achten: Prall und glänzend sollten sie sein. Beeren sind sehr druckempfindlich und wollen vorsichtig transportiert werden. Zu Hause werden sie am besten kühl gestellt oder – noch besser – gleich gewaschen und verzehrt. Sie lassen sich schonend waschen, wenn Stiel oder Kelch noch vorhanden sind.

Auch wilde Heidel- oder Preiselbeeren aus dem Wald sind eine Delikatesse. In diesem Fall sollten die Beeren aber besonders gründlich gewaschen werden, denn an ihrer Oberfläche können Eier von Fuchsbandwürmern haften.

Groß, größer – am teuersten

Wieder ein Vorurteil, das in die Kiste muss: Groß- und Sonderpackungen sind überhaupt nicht günstiger als normale Verpackungen. Das ganzeGegenteil ist der Fall, ergab jetzt eine ÖKO-TEST- Untersuchung in
Kosmetik- und Lebensmittelmärkten. Kein einziges XXL-Produkt war – bezogen
auf den Grundpreis – günstiger als die normale Verpackungsgröße. Doch
während sich die Preiserhöhung bei einigen wenigen Produkten noch im
moderaten einstelligen Bereich bewegte, langen die meisten Hersteller
richtig zu: Ob Mozarella, Dosenobst, Waschmittel, Kakao, Sekt oder
Ketchup: Die "Großen" waren zwischen elf und sagenhaften 250 Prozent
teurer als die normalen Packungsgrößen. Einsamer Spitzenreiter: eine
Anti-Falten-Nachtcreme aus dem DM-Drogeriemarkt.

In eine traurige Außenseiterposition hat sich auch die Firma Eckes-Granini
gebracht. Ihr Frucht-Tiger Typ Roter Beeren-Mix enthält eine als
Aromastoff nicht zugelassene Substanz. Die in das Getränk gemischten Aromen
haben wiederum nichts mit den angepriesenen roten Beeren zu tun. Den
Hersteller allerdings ficht solches Ungemach nicht an. Lapidar teilte
Eckes-Granini nach der ÖKO-TEST-Untersuchung mit: "Nicht erforderlich ist,
dass die Aromenzusammensetzung den verwendeten und deklarierten
Fruchtkomponenten zu entsprechen hat." Was soll man da noch sagen?

Auch die Testergebnisse manch anderer Tests machen sprachlos: Bei toom
wird ein Kinder-T-Shirt mit einem krebserregenden aromatischen Amin
verkauft, die meisten Energy-Drinks taugen nichts, und viele der teuren und
hoch gelobten Gesichtscremes enthalten allergisierende Duft- und weitere
problematische Hilfsstoffe. Zum Glück gibt es aber immer auch
Alternativen: 17 Gesichtscremes bekamen bei der ÖKO-TEST- Untersuchung eine
glattes "sehr gut" – darunter alle Bio-Marken sowie eine Creme von
Christine Kaufmann, die über Home Shopping Europe verkauft wird.

Die aktuelle August-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins enthält insgesamt zehn
verschiedene Tests, dazu jede Menge weitere Verbraucherthemen und ein
großes Special zum Thema Ernährung. Das Heft kostet 3,50 Euro und
erschien am 30. Juli 2007.

Die Tests im Einzelnen
Gewürzgurken: Bio macht lustig.
Groß- und Sonderpackungen: XXL ist teurer.
Energy-Drinks: Kann man vergessen.
Blasen- und Nierentees: Mit Pestiziden belastet.
Babymenüs mit Geflügel: Deckel der Gläschen immer noch belastet
Kinder-T-Shirts: Beim Discounter gibt's oft schlechte Ware.
Gesichtscremes für Frauen: Naturkosmetik ist vorn.
Gesichtscremes für Männer: Sieben Produkte ohne Makel.
Wohngebäudeversicherungen: Das sind die besten Policen.
Berufsunfähigkeitsversicherungen: Was guter Schutz kostet.

Heidelbeer-Saisoneröffnung in Sonnenborstel

Im Juli reifen sie zu vollen, blauen Früchten heran – die Heidelbeeren. Grund genug für die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH, den BDH Bund Deutscher Heidelbeeranbauer und der Marketinggesellschaft der
niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft den Beginn der Ernte mit einem Fest zu feiern. Am Freitag, den 20. Juli 2007, um 14.00 Uhr geht es los: Auf der Heidelbeerplantage der Familie Vogler im niedersächsischen Sonnenborstel eröffnen die
Heidelbeerkönigin Susanne I. und der Minister für den ländlichen Raum, Ernährung und Landwirtschaft des Landes Niedersachsen, Hans-Heinrich Ehlen, die Heidelbeersaison 2007.

An diesem Tag dreht sich alles um die blaue Beere. Deren Beliebtheit in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Mit einer Anbaufläche von etwa 1.400 Hektar und einer Entemenge von rund 6.000 Tonnen im Jahr 2006 ist Deutschland europaweit
mitführend im Anbau der schwarz-blauen Beeren. Von einem ausgewachsenen Strauch lassen sich etwa vier bis zehn Kilo Früchte ernten. Hauptsächlich im Norden Deutschlands, aber auch in Brandenburg und in Gebieten in Süddeutschland werden die Früchte
auf Feldern angepflanzt.

Im Jahr 2006 kaufte jeder Haushalt durchschnittlich 1,12 Kilo der Früchte. Besonders die jungen Haushalte und die Singlehaushalte griffen häufig zu den blauen Beeren. Unterschiede gibt es außerdem im regionalen Kaufverhalten. Spitzenreiter beim
Heidelbeereinkauf ist der Norden mit einem Anteil von gut 58 Prozent.

I www.heidelbeeranbauer.de

kochen & genießen präsentiert neues Sonderheft: Torten-Hits

kochen & genießen, die monatliche Foodzeitschrift mit Gelinggarantie aus der Bauer Verlagsgruppe, veröffentlicht am 7. März unter dem Titel „Torten-Hits“ ein weiteres Sonderheft.

Auf 68 Seiten präsentiert das aktuelle Spezial neue Torten-Rezepte für jeden Geschmack: Ob fruchtige Obsttorten, wie Eiskaffee-Torte mit Himbeeren, cremige Sahneschnitten, wie Erdbeer-Sahne-Rolle, oder so genannte „Mode-Torten“, wie beispielsweise Rafaello-Pfirsich-Torte – Torten-Hits liefert köstliche Rezepte für jeden Anlass.

Wer keine Lust auf langes Backen hat, für den sind die Kühlschrank-Torten ideal! Sie kommen nicht in den Ofen, sondern werden quasi im Kühlschrank „gebacken“. Ganz einfach und doch so raffiniert schmecken sie nicht nur im Sommer!
Für kalorienbewusste Genießer bietet das Sonderheft leichte Rezepte. Von Rhabarber-Buttermilch-Torte bis zu Quarkcreme-Blüten mit Beeren – bei maximal 280 Kalorien pro Stück muss niemand auf Torte verzichtet und kann mit guten Gewissen gern ein zweites Mal zugreifen.

„Das Sonderheft Torten-Hits erscheint in diesem Frühjahr bereits zum siebten Mal“, so Gertraud Schwillo, Chefredakteurin kochen & genießen. „Aktuell 200.000 verkaufte Exemplare bestätigen das weiterhin große Interesse unserer Leserinnen an den Sonderheften von kochen & genießen.“

Weinversteigerung mit Autogramm von Russell Crowe

Russell Crowe, Oscar-Preisträger und Hauptdarsteller in der neuen romantischen Komödie EIN GUTES JAHR von Meister-Regisseur Ridley Scott, hat die Deutsch­land­premiere seines Films in München mit einer guten Tat verbunden: Er signierte zwei Magnumflaschen Rotwein vom berühmten Weingut Château La Canor­gue, auf dem ein großer Teil der Dreharbeiten in der Provence stattfand.

Während des 24-stündigen RTL Spendenmarathons, der großen Benefiz-Auktion am 23. und 24. November live im Fernsehen, hat nun jeder Zuschauer die einmalige Gelegenheit, die­se bei­den Flaschen für einen guten Zweck zu ersteigern. Die RTL Stiftung „Wir helfen Kindern e.V.“ unterstützt in jedem Jahr durch ausgewählte Hilfsprojekte be­dürf­tige Kinder in der ganzen Welt.

Der Wein: Château La Canorgue, AOC Côtes du Lubéron, 2001. Ein Rotwein aus Syrah-, Grenache- und Carignan-Trauben, 8 Monate im Eichenfass gelagert. Ausdrucksstarke und komplexe Note, samtige Tannine mit dem Aroma von roten Beeren und Gewürzen. Auszeichnung: Goldmedaille, Concours interregional Languedoc-Roussillon/ Provence, Juni 2002

ERSTGEBOTE
Falls Sie Interesse haben, schon vorab ein Erstgebot abzugeben, unter Nennung Ihrer Firma oder als Privatperson, wenden Sie sich bitte an:

RTL Spendenmarathon, Suzanne Klein, Telefon: 0221 – 456 – 5023,

E-mail: suzanne.klein@rtl.de

RTL SPENDENMARATHON
23.-24. November 2006, live auf RTL
Moderation: Wolfram Kons

EIN GUTES JAHR startet am 9. November 2006 in den Kinos.
www.eingutesjahr-derfilm.de

Wilder Wein – Erstmals geht Falstaff-Trophy an Bio-Winzer

Wenn Reben wachsen dürfen wie sie wollen: Das bio-dynamische Weingut
MEINKLANG verzichtet als bislang einziges Weingut Österreichs in der
Riede „Weißsee“ völlig auf den Rebschnitt. Nun wurde der Jahrgang
2005 dieses besonders kompakten, extraktreichen Weines mit der
Falstaff-Burgunder-Trophy prämiert. So urwüchsig der Weingarten
aussieht, so eigenwillig auch der Name des Weines: „Graupert“ – steht
im Dialekt der Seewinkler für „wild und ungekämmt“. Die Ernte ist
eine Herausforderung und erfordert regelmäßig den Griff zur Stehleiter.

Seit Jahren geht die Familie Michlits
in Pamhagen neue, unkonventionelle Wege im Weinbau. Bio ist hier
schon lange Tradition – ein Österreich Novum ist der völlige Verzicht
auf jeden Schnitt im Weingarten. Werner Michlits: „Für mich war es
irgendwann logisch, dem Grauburgunder einfach seinen freien Lauf zu
lassen. Wir waren überzeugt, dass die Weinstöcke ohne Beschnitt zu
einem natürlichen Gleichgewicht finden und die Qualität der Beeren
extrem positiv beeinflusst wird.“ Für den Weinbau ist diese Ansicht
geradezu revolutionär, denn wer kennt nicht das Bild exakt formierter
Weingartenzeilen. Beim „Graupert“ bleiben die Reben hingegen völlig
unbeschnitten, werden in ihren freien Wachstumsbestrebungen nicht
gestört und folgen ungehemmt ihrem ganz natürlichen Trieb. Rein
optisch gleicht der Weingarten einer Art Dschungel, denn
unbeschnittene Reben werden oft meterlang. Auch am Boden darf es
wuchern: Anstatt nackter Erde gibt es ein artenreiches Biotop voll
üppiger Vegetation zu bestaunen. Die Beeren in diesem Weingarten sind
außerordentlich klein aber voll saftiger Dichte und mit besonders
hohen Extraktwerten. Die Ernte selbst ist stets eine große
Herausforderung und ohne Stehlleiter geht oft gar nichts.

Die Arbeit aus Überzeugung findet Anerkennung: Der MEINKLANG
Grauburgunder „Graupert“ 2005 eroberte einen ersten Preis der
Burgunder-Trophy des Weinmagazins Falstaff. Zum ersten Mal ging
dieser Preis an ein bio-dynamisch wirtschaftendes Weingut.
Aus der Falstaff-Bewertung: „…in der Nase zarter Blütenhonig,
Anklänge von Blutorangen, reife Bananen, ein Hauch Vanille.

Am Gaumen
saftige Tropenfrucht, kraftvoller Stil, durchaus elegant, feiner
Fruchtschmelz im Nachhall, gute Länge, hat Reifepotenzial;“
Das Weingut Michlits/MEINKLANG liegt im Naturparadies des
burgenländischen Seewinkels und ist Österreichs führendes bio-
dynamisches Weingut. Eine Kombination aus Innovationsgeist und
traditionellem Wissen haben den Familienbetrieb in Rekordzeit an die
Weltspitze im Bio-Weinbereich gebracht, derzeit wird der Jahrgang
2006 geerntet, der mit viel Frucht und reifer Aromatik sehr viel
versprechend ist.

www.meinklang.at