Gepflegt Reisen mit Emirates

Heute mussten wir von den Kanaren nach Peking fliegen, also von Afrika nach Asien.

Los ging die Reise um 7.10 Uhr in Teneriffa Norte Flughafen, dem ruhigen Flughafen der Insel, Richtung spanischer Hauptstadt. Als Businessclass Passagiere durften wir in die Lounge. Überraschung: So früh hat die Lounge nichts zu essen! Nach dem ich protestierte, bekam ich ein sehr gutes Sandwich spendiert! Internet ging sehr schlecht in der Lounge.

Die Businessklasse sind bei IBERIA Expreß die ersten beiden Reihen. In dem man den Mittelsitz der 3-3 Bestuhlung freilässt, erklärt man es zur Businessklasse. Die beiden Stewardessen waren so etwas von daneben und unfreundlich, das man IBERIA das baldige Ende, was ja permanent sichtbar ist, wünscht. Ganz anders der Steward, der eine Zierde seines Berufsstandes war. Immer da, bevor man ihn brauchte. Immer lächelnd. Einfach perfekt. Da macht ein Flug selbst in der miesen IBERIA Express noch Freude! Das Essen war okay, nicht berühmt, aber essbar. 3 Stunden Flug. Und wir hatten Hunger, wie hatten ja noch nicht gefrühstückt.

In Madrids ultramodernen Flughafen muss man erst wieder auschecken, um dann wieder einzuschecken. Mit der erneuten, nervigen Handgepäckkontrolle. Überraschung: Emirates ist noch nicht da. Der Schalter hat zu. Jetzt müssen wir hier warten, bis die aufmachen. Dann kommt eine Dame der Emirates und gibt uns die Boardingpässe asserhalb der Reihe im Ticket Office. Danke, dass ist guter Service!

Jetzt können wir durch die VIP Kontrolle, die heute auch nicht kürzer war als die Normale, zur AENA Flughafen Lounge, die leer ist, so dass wir prima am Fenster sitzen können und die Flieger am Flughafen angucken. Sogar Strom haben wir. Aber kein Internet. Es gibt nur eine Karte für 30 Minuten! Gut, dass ich eine spanische SIM habe. Also eingebucht und mit dem HTC einen eigenen Mobil-Hotspot aufgemacht. Jetzt konnten wir anständig surfen. Schliesslich blieben wir drei Stunden in der Lounge. Keine dolle Lounge, aber auch nicht doll schlecht. 4 Stunden Wartezeit.

Natürlich parkte die 777er der Emirates am Ende des Airports, so dass wir einen schönen Spaziergang hatten. Um 16 Uhr hoben wir mit halber Stunde Verspätung, die wir aber wieder aufholen sollten, ab. 7 Stunden Flug. Begrüßung mit einem Veuve Cliqout Vintage Champagner. Die Crew war Klasse, der Flug ging schnell vorbei. Einzig meine Frau war sauer. Das „ICE“ Unterhaltungssystem hatte Macken. Nach dem sich fast jeder Steward einmal austoben konnte und mal im System rumfummelte, musste auch ich aufstehen, da die Unit unter meinem Sitz war und man diese vom Strom nehmen wollte. Mitten im Film 🙁 Naja, auch das hat nicht geholfen!
Catering startete sehr gut mit Thunfisch Carpaccio, leckeren Salat und knusprigen Brötchen. Das Hauptgericht was sehniges, pochiertes Rindfleisch, das auch etwas sehr lange pochiert wurde. Zum Nachtisch konnte man zwischen zwei Süßspeisen, Obst und Käse auswählen.

In Dubai angekommen mussten wir durch den Sicherheitscheck, der aber in ME immer sehr moderat ist. Wir freuten uns schon auf den 380er. Emirates hat extra einen neuen Terminal für die Flotte gebaut. Man kann von den Loungen direkt in den Flieger gehen. Hier hat Emirates eine weitere, gigantisch große Lounge gebaut. Ein Rundgang, ohne Platz zu nehmen, dauerte 20 Minuten! Es wird ein Fine Dining Restaurant ausgewiesen. Es ist aber nur ein 100 % SB-Buffet mit mittelmässiger warmer Küche und leckeren Vorspeisen und guten Obst. Von diesen FINE DININGs gibt es alleine um die 8 Stück! Ich verstehe nicht, wieso EMIRATES das „Fine Dining“ nennt. Warum so übertreiben? Da ist man nur enttäuscht.

Nach drei Stunden Wartezeit mit schwachem Internet – und die Lounge war fast leer – mussten wir nur 20 Meter zum Gate gehen. So lieben es Araber!

Mittlerweile, 4 Uhr morgens Ortszeit, waren wir so richtig tot. Selbst der Champus interessierte nicht mehr. Geschockt waren wir aber schon vom Flieger. Das Ding war so ungepflegt. Bei meinem Sitz war der Griff abgerissen und hing nur noch rum. Die Kopfstütze knallte alle paar Minuten in meinen Nacken. Als ich mich bei der Stewardess beschwerte, meinte sie: The aircraft is so old, Sir. That’s normal!“. Ich hoffe nur, dass die Technik des „Alten Fliegers“, der erste A380 wurde am 1.8.2008 in Betrieb genommen, nicht genauso schlecht gepflegt wird.
Der Boden auf der Toilette hat braune Stellen die wie … aussehen. War es aber nicht. Dafür gehen alle Schränke im Klo auf, wenn es mal rüttelt. Insgesamt war weder unser Platz noch die Toiletten gut gesäubert.

Die Businessclass Bestuhlung im A380 ist sehr charming! Am Fenster nur 1 Sessel, in der Mitte zwei. Wir hatten die Mitte. Meine Frau hatte Pech. Sie hatte richtig blöde Stewards auf ihrer Seite, während ich ein reizendes Team auf meiner Seite hatte.
Meine Frau bestellte einen Cappuccino: „Sorry, Ma’am the maker is broken!“. Meine Seite besorgte mir den aus der 1st Class! Auch einen Zweiten für meine Gattin.
Schlafen war trotzdem nicht leicht, weil die Maschine zwar sehr leise ist, aber die Crew und einige Gäste waren laut. Zweieinhalb Stunden vor Ankunft wurden wir geweckt um Frühstück zu bekommen. Das war grottenschlecht. Zuerst gab es geschnittenes Obst (okay) und 2 süsse Brötchen, Butter & Marmelade. Der nächste Cappuccino lies auf sich 1 Stunde warten. Von den „crispy“ Breadrolls aus der Speisekarte sahen wir, trotz mehrfacher Nachfrage, nichts. Das frische Rührei war ein großer Klumpen, dazu fettige Kartoffeltaler und ein Rindswürstchen. Schlecht. Obwohl A380 war das kein schöner Flug. 7 Stunden.

Fazit: Reisen macht Spaß, nur das Ankommen wird immer stressiger, selbst in den Premiumklassen.

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