Welches Lebensmittel macht dick?

Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich ermittelten, ob sich bestimmte Lebensmittelgruppen in ihren Auswirkungen auf das Gewicht einer Person unterscheiden. Sie werteten 43 Studien zu dem Thema aus und sahen beispielweise, dass der Verzehr von Obst das Risiko für eine Gewichtszunahme und das Risiko dafür, übergewichtig/adipös zu werden, senkte.

Obst essen verhindert, dich zu werden!
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Besser nordische Diät oder Mittelmeerkost?

Sich mediterran zu ernähren, könnte sich auch für die deutsche Bevölkerung lohnen, wie diese Studie deutscher Forscher zeigte: wer sich mediterran ernährte, erkrankte seltener an Typ-2-Diabetes. Frauen, die sich mediterran ernährten, erlitten außerdem seltener einen Herzinfarkt. Auch die nordische Diät könnte Herz und Gefäße schützen – hier bleibt abzuwarten, was die weitere Forschung bringt.

Studien zu dem gesundheitlichen Mehrwert von Mittelmeerkost gibt es in Hülle und Fülle. In den letzten Jahren hat die beliebte Mittelmeerkost, auch mediterrane Diät genannt, aber Konkurrenz aus Skandinavien bekommen: die nordische Diät. Die nordische Diät enthält viel von dem, was üblicherweise in Skandinavien verzehrt wird, also Fisch, Beeren, Äpfel, Birnen, Kohlgemüse, Wurzelgemüse, Kartoffeln und z. B. Vollkorngetreide. Auch die mediterrane Ernährung ist reich an Fisch, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Besonderes Merkmal der Mittelmeerkost ist zudem der große Anteil von Olivenöl. Nüsse und moderate Alkoholmengen sind außerdem Teil der mediterranen Ernährung.

Gesunde Diät: Obst Sri Lanka Colombo

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Ausreichend Obst und Gemüse senkt das Sterberisiko

Flavonoide sind Pflanzenstoffe, die in jeder Pflanze vorkommen. Sie werden nach ihrer chemischen Struktur in verschiedene Untergruppen unterteilt. Den Flavonoiden wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Mehrere Studien geben unter anderem Hinweise darauf, dass das Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) oder für andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt, wenn die Personen mehr Flavonoide zu sich nehmen. Auch über den Zusammenhang zwischen dem Sterberisiko und der Flavonoid-Aufnahme wurde schon viel geforscht.

Gesünder Essen

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Taste of Bangkok

Auf kulinarischer Entdeckungstour mit Amari Watergate Bangkok

Mit dem neuen Arrangement „Taste of Bangkok“ erleben Gäste des Amari Watergate Bangkok eine authentische kulinarische Reise durch die Straßen von Thailands pulsierender Hauptstadt. Am Abend geht es mit dem Tuk-Tuk, einem dreirädrigen Taxi, auf einer Midnight Food Tour durch Bangkok – allein die Fahrt mit der Autorikscha ist ein unvergessliches Erlebnis. Begleitet wird der Ausflug von einem Guide, der den Teilnehmern die besten Gerichte und Geheimtipps der Metropole zeigt. Entlang der Route werden Stopps bei berühmten Sehenswürdigkeiten und Tempeln eingelegt, die bei einem nächtlichen Besuch in besonderem Licht erstrahlen.

Das Amari Watergate Bangkok befindet sich mitten im lebendigen Viertel Pratunam, das für seine zahlreichen Shopping Malls und Einkaufsbasars berühmt ist. Das Hotel verfügt über 569 Zimmer und Suiten mit Blick auf die Petchburi-Innenstadt sowie kostenfreiem WLAN und bietet zahlreiche Annehmlichkeiten: Gäste entspannen auf der schicken Sonnenterrasse mit Pool oder bei einer Thaimassage im Breeze Spa. In den drei Restaurants und Bars werden Gerichte und Snacks aus aller Welt sowie exotische Cocktails serviert. Gäste der Kategorien Executive Room, Executive Suite oder Presidential Suite genießen Zutritt zur Executive Lounge im 32. Stock und profitieren von privatem Check-in und Check-out, kostenlosem Frühstücksbuffet sowie kostenlosen Getränken, darunter auch Bier, Wein und Cocktails.

Folgende Leistungen sind im Arrangement „Taste of Bangkok“ enthalten:
Willkommenskorb im Zimmer mit frischen Blumen und saisonalem Obst
Discover-Amari-Stadtplan zur Erkundung von Bangkok; das Team des Amari Watergate Bangkok steht Gästen für spannende Tipps rund um die Metropole zur Verfügung
Late-Check-out bis 17:00 Uhr
Abschiedsgeschenkset mit Massageölen von Breeze Spa

Das Package ist buchbar ab 5.459 Thai Baht (rund 145 Euro) pro Nacht im Deluxe-King-Zimmer bei einem Mindestaufenthalt von zwei Nächten und gilt für alle Aufenthalte bis einschließlich 31. Dezember 2017.

Weitere Informationen sind auf www.amari.com/watergate/hotelpackage/ zu finden.

Obst und Gemüse: Konsum nach wie vor zu gering

Jeder dritte Europäer isst nicht täglich Obst und
Gemüse, und nur 14 Prozent kommen auf die empfohlenen fünf
Portionen.

Kirschen, Himbeeren
Kirschen und Himbeeren


Das zeigen Daten der Europäischen Gesundheitsbefragung
(EHIS), für die im Jahr 2014 EU-Bürger ab einem Alter von 15 Jahren
interviewt wurden. Die Ergebnisse wurden von Eurostat, dem
statistischen Amt der Europäischen Union, kürzlich veröffentlicht.
Die EU-weite Kampagne „5 am Tag“ stützt sich auf die
Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation, die den täglichen
Verzehr von mindestens 400 g Obst und Gemüse (ohne Kartoffeln und
anderes stärkehaltiges Knollengemüse) befürwortet.

Von Land zu Land gab es dabei große Unterschiede: So war der Obst-
und Gemüsekonsum in Großbritannien und Nordirland am höchsten.
Aber selbst bei diesem ersten Rang war der Obst und Gemüse-Konsum
nicht so, wie sich das Gesundheitswissenschaftler
wünschen: Lediglich 33 Prozent der Bürger aßen fünf Portionen
täglich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Dänemark (26 %) und
die Niederlande (25 %). Auch in Portugal (18 %), Estland (17%), Malta
(17 %) und Zypern (16%) hielt sich ein nennenswerter Anteil der
Bevölkerung an die „5 am Tag“-Regel. Rumänien und Bulgarien
bildeten dagegen mit je vier Prozent die Schlusslichter.

Der Zusammenhang mit dem Bildungsgrad wurde statistisch belegt. In
allen EU-Ländern wurde die „5 am Tag“-Empfehlung von Menschen mit
höherem Bildungsgrad häufiger befolgt (19 %) als bei einem niedrigen
Bildungsgrad (12 %). Ob das mit einem größeren Wissen über die
Bedeutung einer gesunden Ernährung zusammenhängt, ist aber schwer zu
beurteilen; zu groß sind die Unterschiede in den einzelnen
Ländern. In Großbritannien und Nordirland zum Beispiel war die
Kluft mit 41 Prozent zu 25 Prozent am größten. In Griechenland,
Deutschland und Österreich machte dieses Unterscheidungsmerkmal
weniger als zwei Prozentpunkte aus. Auch das Klischee, dass Frauen
sich gesundheitsbewusster ernähren als Männer, kann sich bestätigt
sehen: Bei hohem Bildungsniveau lag der Anteil der Frauen bei 23
Prozent und der Männer bei gerade einmal 14 Prozent in Sachen
5-am-Tag.

In Deutschland essen knapp 10 Prozent der Bürger fünf Portionen
Obst und Gemüse täglich, was europaweit im Mittelfeld liegt. Zu
ähnlichen Zahlen kam die Studie zur Gesundheit Erwachsener in
Deutschland (DEGS1) für die Jahre 2008 bis 2011: 15 Prozent der
Frauen und 7 Prozent der Männer ab 18 Jahren erreichten diese Mengen.
Was das für Rückschlüsse in der Ernährungskommunikation auf
europäischer Ebene nach sich zieht, bleibt bis dato dahingestellt.
Heike Kreutz, Harald Seitz, www.aid.de/

 

Jeder dritte Europäer isst nicht täglich Obst undGemüse, und nur 14 Prozent kommen auf die empfohlenen fünf Portionen.

Wissenschaftler untersuchen Wirkung von Orangensaft

In einer Studie aus Brasilien haben Forscher untersucht, wie sich Orangensaft auf unser Wohlbefinden auswirkt. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Orangensafttrinker besser vor chronischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen geschützt sein könnten.

Obst und Gemüse sind reich an Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Der regelmäßige Verzehr soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und auch bei bestimmten Krebserkrankungen einen schützenden Effekt zeigen können. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse zu essen.

Orangensaft als tägliche Obstergänzung?
Allerdings schaffen es nur wenige Verbraucher diese Menge jeden Tag zu verzehren. Fruchtsäfte wie Orangensaft, die aus der frischen Frucht hergestellt und ohne Zusätze wie Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe abgefüllt werden, können zum täglichen Obst- und Gemüseverzehr beitragen. Ein Glas (125 Milliliter) Fruchtsaft zählt dabei als eine Portion Obst.

Um die Wirkung von Orangensaft genauer zu untersuchen, führten Wissenschaftler aus Brasilien eine Studie mit 21 normalgewichtigen und 25 übergewichtigen Männern und Frauen durch. Beide Gruppen tranken acht Wochen lang jeden Tag 750 Milliliter Orangen­saft. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden im Blut der Teilnehmer Biomarker gemessen, die Hinweise auf Stoffwechselveränderungen und auf Krankheiten geben können. Zusätzlich wurde die Ernährung und Körperzusammensetzung der Probanden erfasst.

Mögliche Senkung von Cholesterin und oxidativem Stress durch Orangensaft
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Orangensafttrinker besser vor bestimmten Erkrankungen geschützt sein könnten. Sowohl bei den normalgewichtigen als auch bei den übergewichtigen Studienteilnehmern gingen das Gesamtcholesterin und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut zurück. Dadurch könnte das Risiko für krankhafte Veränderungen der Blutgefäße und für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gesenkt werden. Zusätzlich reduzierte sich der oxidative Stress der Probanden, ein gemeinsamer Risikofaktor von Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Umweltbelastungen, UV-Licht und chronische Entzündungen entstehen im Körper freie Radikale, die Zellen und Gewebe schädigen. Antioxidantien wie Carotinoide, Flavonone und Vitamin C, von dem Orangensaft einen hohen Gehalt vorweisen kann, können diese abfangen und so den oxidativen Stress vermindern.

Zusätzliche Erkenntnis: Keine Gewichtszunahme durch Orangensaft
Die Probanden der Studie nahmen durch den Orangensaft jeden Tag 340 Kilokalorien zusätzlich auf. Ihr Gewicht blieb trotzdem unverändert. Erklären lässt sich das durch die sättigende Wirkung von Orangensaft: Neben z. B. Vitamin C enthält 100 % Fruchtsaft nur natürlichen Zucker aus der Frucht. Statt „leerer Kalorien“ liefert er mit jedem Schluck auch Nährstoffe. Die Teilnehmer der Studie nahmen weniger Kalorien aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Eiweiß oder Fett auf. Die Energiezufuhr blieb also letztlich gleich.

Die hier aufgeführten Inhalte beziehen sich auf folgende Studie:
Dourado, Grace/Cesar, Thais B.: Investigation of cytokines, oxidative stress, metabolic, and inflammatory biomarkers after orange juice consumption by normal and overweight subjects. In: Food & Nutrition Research. 2015. 59: 28147

Weitere Informationen zum Thema Orangensaft erhalten Sie auch unter www.fruitjuicematters.de

Tücken des Raw-Food-Trends

Grüne Smoothies, rohes Gemüse und Obst maßvoll genießen

Obst und Gemüse, aber auch Blätter und Wildkräuter am liebsten direkt von der Hand in den Mund also nicht gegart, gebraten oder gekocht verzehren Rohkost-Fans ihre Nahrungsmittel am liebsten. Rohkost-Ernährung (Raw Food) liegt voll im Trend. Deren Anhänger verzichten häufig auf tierische Produkte und ernähren sich vegetarisch oder vegan. Raw Foodies unterlassen bewusst das Erhitzen der Nahrung. Rigorose Befürworter verschmähen zudem alles, was aus Getreide ist. Was zum Essen bleibt sind Obst und Gemüse sowie allerlei pflanzliche Zutaten von Mutter Natur, die zum Teil bislang kaum Eingang in die hiesige Küche gefunden haben. Ob Smoothies mit pürierten rohen Kartoffeln und geschredderten Tannennadeln oder ein Sorbet aus gefrorenen Beeren mit Wildkräutern nicht zuletzt dank des Austauschs im Internet sind der Ideenvielfalt bei der Wahl der Zutaten und der Art der Zubereitung keine Grenzen gesetzt. Doch längst ist nicht alles geeignet und gesund, was sich raffiniert mit Reibe und Mixer zu einer neuartigen Rohkost-Mahlzeit komponieren lässt, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor möglichen Giftstoffen in manchen Zutaten und Mangelerscheinungen aufgrund des Lifestyle-Trends:

Nicht jedes rohe Gemüse zum Verzehr geeignet: Wer sich komplett durch Rohkost ernähren möchte, sollte sich zuvor über die Inhaltsstoffe und Wirkung der ausgewählten Nahrungsmittel schlau machen. Denn nicht jedes Obst und Gemüse ist roh bekömmlich. Kartoffeln, Bohnen, Auberginen, Rhabarber, Holunder und Maniok müssen vor dem Verzehr verarbeitet und erhitzt werden. Das Verspeisen von rohen Holunderbeeren etwa mag der Darm gar nicht gern. Blattgemüse wie Spinat, Kopfsalat, Feldsalat und Rucola weisen zudem oft einen hohen Gehalt an schädlichem Nitrat auf. Um die Verwendung des Giftstoffes zu minimieren, sollten Blattstiele, äußere Blätter und Rippen von den genannten Blattgemüsen nicht verwendet werden. Auch die in rohem Spinat und Mangold enthaltene Oxialsäure wirkt bei übermäßigem Genuss hemmend auf die Aufnahme von Mineralstoffen im Verdauungstrakt.

Was im Naturzustand bekömmlich ist: Als von der Faust-in-den-Mund-Regel bei Raw Food gilt: Zum puren Verzehr eignen sich alle Gemüsearten und Kräuter, die auch sonst roh auf dem Speiseplan stehen. Neben Kräutern wie Petersilie, Sauerampfer, Kerbel, Borretsch oder Dill dürfen auch nicht-alltägliche Zutaten wie Möhrengrün, Blätter von Radieschen, Sellerie, Bete, Fenchel und Kohlrabi und Wildkräuter wie Brennnessel, Giersch oder Portulak bedenkenlos verspeist werden.

Blätter von Bäumen und Obstkerne für Smoothies und Salate ungeeignet: Vorsicht ist angebracht bei ausgefallenen Zutaten wie Blätter, Samen und Rinden von Bäumen oder Tannennadeln. Bei der Verwendung von bislang unentdeckten Zutaten als Lebensmittel stellt sich für Laien die Frage, inwieweit sie nützlich und nährstoffreich, unbekömmlich oder hochgiftig sind. Zu den Wirkungsweisen von solcherlei exotischen Zutaten gibt’s oft keine gesicherten Erkenntnisse. Fachleute warnen auch vor dem Verzehr von Obstkernen. Das Innere in Aprikosen, Bittermandeln, Kirschen und Äpfeln bildet Blausäure bei der Verdauung. Bei hoher Konzentration kann diese Substanz zu schweren akuten Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen und Atemnot führen.

Wildkräuter sammeln nix für Laien: Wegen der Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen sollte auch das Sammeln von Wildkräutern nur kundigen Botanikern überlassen werden. Bei einer geführten Kräutertour abseits von Hundewiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen sammeln Rohkost-Fans auf Nummer sicher und lernen sichere Standorte kennen. Frisch geerntete Kräuter sollten möglichst am selben Tag verarbeitet und verzehrt werden.

Gefrorene Beeren nicht unerhitzt genießen: Tiefgekühlte Beeren sollten nicht in gefrorenem oder aufgetautem Zustand in Smoothies, Desserts oder zur Aromatisierung in Getränken verwendet werden. Denn das gefrorene Gut kann mit Noroviren belastet sein. Besser ist, frische Früchte der Saison zu verwenden oder die tiefgekühlten Beeren kurz auf mehr als 90 Grad zu erhitzen, um die krankmachenden Keime abzutöten.

Empfohlene Rationen pro Tag: Obst und Gemüse, aber auch weitere pflanzlichen Zutaten wie Kräuter, Sprossen und Nüsse sind unverzichtbare Mineralstofflieferanten für den menschlichen Organismus. Egal ob roh oder gekocht – der tägliche Bedarf an lebensnotwendigen und energiespendenden Substanzen wird mit täglich drei Portionen Gemüse (zu je 450 Gramm) und zwei Portionen Obst (mit jeweils 250 Gramm) abgedeckt.

Mehr Tipps für eine bedenkenlose Ernährung enthält das Faltblatt
„Essen mit Sicherheit“, die es kostenlos in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen gibt. Informationen rund um die Sicherheit von Lebensmitteln finden Interessenten auch im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/lebensmittelsicherheit.

Convenience Gemüse

Deutsche Millennials greifen eher zu frischen Lebensmitteln, und so ist vorgeschnittenes und verzehrfertiges frisches Gemüse auf dem Vormarsch; gleichzeitig lässt das Interesse der jungen Verbraucher an Dosengemüse nach.

Laut einer neue Untersuchung von Mintel wäre über ein Viertel der deutschen Millennials bereit, für vorgeschnittenes Gemüse wie beispielsweise in Streifen geschnittene Karotten, gehackte Zwiebeln oder Pfannengemüse mehr Geld auszugeben. In der Tat geben laut der Umfrage aus dem Jahr 2015 26 % der Verbraucher zwischen 16 und 24 Jahren und 27 % der Verbraucher zwischen 25 und 34 Jahren an, sie würden für solche Produkte tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Durchschnitt aller Altersgruppen sind dageben nur einer von fünf (19 %) deutschen Verbrauchern bereit, mehr Geld für Gemüse dieser Art auszugeben.

Im Vergleich zu den westeuropäischen Nachbarmärkten ist die Verwendung von leicht zuzubereitendem, vorgeschnittenem und verzehrfertigem Frischgemüse in Deutschland allerdings nach wie vor eher niedrig. Während nur einer von 10 (10 %) der deutschen Konsumenten angibt, regelmäßig frisches, kochfertiges Gemüse zu kaufen, sagen 17 % der italienischen, 17 % der spanischen, 16 % der polnischen und 12 % der französischen Verbraucher aus, regelmäßig zu Produkten dieser Art zu greifen.

Einer der Gründe, warum Deutsche weniger vorgeschnittenes Gemüse kaufen, ist, dass deutsche Verbraucher mit geringerer Wahrscheinlichkeit Gemüse in Suppen oder anderen Gerichten einsetzen, da sie Gemüse als Rohkost bevorzugen. Während 35 % der spanischen, 29 % der französischen und 24 % der italienischen Konsumenten angeben, dass sie Gemüse als Zutat in Suppen oder anderen Gerichten anstatt als einzelne Mahlzeit bevorzugen, teilt in Deutschland weniger als einer von fünf (19 %) Verbrauchern diese Ansicht.

Katya Witham, Senior Food & Drink Analyst bei Mintel, berichtet:
„Neue Essgewohnheiten, die steigende Anzahl an Einpersonenhaushalten und der immer hektischere, moderne Lebensstil treiben die Nachfrage nach abgepackter Frischware in Deutschland voran. Gleichzeitig ist der Verzehr von frischem, vorgeschnittenem Gemüse in Deutschland im Vergleich zu dem der europäischen Nachbarn jedoch immer noch relativ niedrig. Das lässt sich teilweise auf die Bedenken der Verbraucher in puncto Sicherheit, Qualität und Frische geschnittener Frischware zurückführen, ebenso jedoch auf die Unterschiede in den Konsummustern bei Gemüse in den unterschiedlichen Regionen.“

In der Tat geben 40 % der Deutschen an, sie hätten Bedenken wegen der Sicherheit von Obst und Gemüse. Doch die Mintel-Untersuchung offenbart, dass der Convenience Aspekt von vorgerschnittenem Gemüse eine Möglichkeit darstellt, deutsche Verbraucher umzustimmen – vor allem jüngere Konsumenten. Tatsächlich geben drei von fünf (59 %) der Deutschen im Alter von 25 bis 34 Jahren im Vergleich zu weniger als der Hälfte (47 %) der Deutschen insgesamt an, dass die leichte Handhabung beim Kochen eine Schlüsselrolle bei ihrer Gemüseauswahl spielt.

Deutsche Millennials stellen zudem diejenige Altersgruppe dar, die das geringste Interesse am Kochen ohne jegliche Fertigprodukte zeigt. Über ein Viertel (27 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren gestehen ein, dass sie unter der Woche nur selten richtig und ohne jede Fertigprodukte kochen – im Vergleich zu durchschnittlich 19 % der Verbraucher insgesamt.

Außerdem sagen nahezu zwei von fünf (39 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren aus, sie würden öfter zubereitetes Obst und Gemüse kaufen, wenn es dieses in Verpackungen in Snackgröße gäbe. Nur ein Viertel (25 %) der Deutschen aller Altersgruppen teilt diese Meinung.

„Obgleich deutsche Verbraucher noch nicht ganz vom Zusatznutzen vorgeschnittener Gemüseangebote überzeugt sind, eröffnet der Aspekt der leichten Zubereitung deutschen Frischwarenunternehmen viele Möglichkeiten. Zeitsparende Neuerungen, die sich der steigenden Nachfrage der Konsumenten nach leichter Handhabbarkeit anpassen, werden in den kommenden Jahren zum Absatzmotor avancieren, da immer mehr Verbraucher immer weniger Zeit haben“, fügt Witham hinzu.

Verbraucherinteresse an Dosengemüse geht in Deutschland zurück
Parallel zum gestiegenen Interesse für Frischware und der wachsenden Konkurrenz durch gekühlte Fertiggemüseformate schrumpft das Interesse der deutschen Verbraucher an Dosengemüse. Laut Mintel kauften nur zwei von fünf (41 %) der deutschen Verbraucher 2015 wöchentlich Dosengemüse, im Vergleich zu 52 % im Jahr 2014 – ein signifikanter Rückgang von über 10 Prozentpunkten.

Darüber hinaus nahm das Verbraucherinteresse auch bei Dosenbohnen ab, wenn auch nicht so stark wie beim Dosengemüsesegment: Im Jahr 2015 kauften 23 % der deutschen Konsumenten Dosenbohnen, während es im Jahr 2014 noch 26 % waren.

Das nachlassende Interesse an Gemüsekonserven liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Millennials von derlei Produkten nicht angesprochen fühlen. Verglichen mit der Gesamtanzahl der Verbraucher war der Anteil jener, die Gemüse- und Bohnenkonserven kauften, unter jüngeren Altersgruppen signifikant geringer: Nur 32 % der 16- bis 24-Jährigen kauften Gemüsekonserven, und nur 18 % kauften Bohnenkonserven.

Bio-Gemüsekonserven scheinen das einzige Segment zu sein, dass das Interesse jüngerer Konsumenten weckt: 13 % der 25- bis 34-Jährigen kaufen regelmäßig Dosengemüse, die als „Bio“-Produkte ausgelobt sind, im Vergleich zu nur 8 % der Verbraucher insgesamt. Beim Kauf von Obst und Gemüse gehören für deutsche Millennials Bio-Merkmale zu den wichtigsten Faktoren. Mehr als zwei von fünf (42%) Deutschen im Alter von 16 bis 24 sind der Meinung, dass Bio-Obst und -Gemüse mehr Nährstoffe enthalten als herkömmliches Obst und Gemüse – verglichen mit nur 27 % der Deutschen insgesamt.

Laut Mintel’s Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) ist den Herstellern von haltbarem Gemüse das starke Interesse an Angeboten für Bio-Obst und -Gemüse nicht entgangen. Denn so ist der Anteil von Produkteinführungen im Bereich von Dosengemüse mit Bio-Kennzeichen in Deutschland von 25 % im Jahr 2014 auf 39 % im Jahr 2015 sprunghaft angestiegen.

„Das nachlassende Verbraucherinteresse an Gemüsekonserven unter Millennials unterstreicht die Tatsache, dass die aktuellen Angebote das jüngere Publikum nicht begeistern können. Marken, die Dosengemüse herstellen, sollten sich jetzt modernisieren und Produkte mit Zusatznutzen entwickeln, die über positive Attribute wie etwa eine Bio-Zertifizierung, Premium-Zutaten oder ein einzigartiges Verpackungsdesign auf neue Verbraucherforderungen eingehen“, fasst Witham zusammen.

Tomaten öfter mal kochen – Höherer Anteil an Lykopin

Beim Kochen gehen gesunde Inhaltsstoffe von Obst und
Gemüse ganz oder teilweise verloren. Diese Regel gilt für eine ganze
Reihe an „inneren Werten“: Das empfindliche Vitamin C und viele
sekundäre Pflanzenstoffe werden zerstört, Mineralstoffe und
wasserlösliche Vitamine werden ausgewaschen. Eine Ausnahme ist jedoch
der sekundäre Pflanzenstoff Lykopin. Er steckt in größerem Umfang
in Tomaten, vor allem in deren Schale, und ist der Grund dafür, warum
die leckeren Früchte ruhig öfter mal gekocht werden sollten.

Lykopin gehört genau wie beta-Carotin (Provitamin A) zur Gruppe der
Carotinoide, der gelbroten Pflanzenfarbstoffe. In der Tomate hat
Lykopin mengenmäßig die Nase weit vorn: Es macht etwa 90 Prozent
ihres gesamten Carotinoidgehalts aus. Zahlreiche Studien weisen darauf
hin, dass Lykopin mehrere gesundheitsfördernde Effekte hat: Es wirkt
zum einen antioxidativ, baut also aggressive Sauerstoffverbindungen ab
und trägt damit dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und Arteriosklerose zu verringern. Zum anderen hat Lykopin
antikanzerogene Eigenschaften. In der frühen Phase der
Krebsentstehung unterdrückt es die Umwandlung vorgeschädigter Zellen
zu Krebszellen und kann so möglicherweise der Entstehung bestimmter
Krebsarten vorbeugen.

Das Lykopin ist hitzestabil und bleibt beim Kochen und bei schonender
Verarbeitung größtenteils erhalten. Gleichzeitig reduziert sich beim
Erhitzen der Wassergehalt der Früchte so drastisch, so dass der
Anteil des Lykopin in erhitzen Tomaten erheblich höher ist als der in
rohen: 100 Gramm Tomatenpüree enthalten 21,7 Milligramm Lykopin, die
gleiche Menge rohe Tomaten jedoch nur 2,5 Milligramm. Hinzu kommt,
dass der Farbstoff aus erhitzten Früchten besser verfügbar ist.
Gründe genug, Abwechslung in den Speiseplan zu bringen und Tomaten
öfter mal zu kochen oder auch Ketchup künftig selbst herzustellen. /Eva Neumann, www.aid.de

Auf der Seite
http://www.aid.de/inhalt/vom-acker-bis-zum-teller-489.html finden Sie
sowohl zu Tomaten als auch zu anderen Lebensmitteln warenkundliche
Informationen von der Erzeugung bis zur Verarbeitung und Konservierung
sowie Hinweise zum Verbraucherschutz.

Rhabarber

Das Obst, das eigentlich ein Gemüse ist

Die Rhabarberzeit hat begonnen. Zugreifen lohnt sich, denn
die jungen Stangen sind besonders zart und mild. Rhabarber gehört zu
den ersten Gemüsearten, die nach dem Winter aus heimischem Anbau
erhältlich sind. Ursprünglich stammt das robuste Knöterichgewächs
aus der Himalaja-Region Zentralasiens und wird erst seit rund 160
Jahren in der deutschen Küche verwendet.

Im Handel sind verschiedene Sorten erhältlich. Der Säuregehalt von
rotfleischigem und rotstieligem Rhabarber ist geringer als bei rein
grünen Stangen. Daher sind rote Varianten weniger herb. Rhabarber
liefert nur 13 Kalorien pro 100 Gramm. Er enthält Vitamin C, Kalzium,
Kalium, Eisen, Magnesium und den verdauungsfördernden Ballaststoff
Pektin. Die enthaltene Oxalsäure ist unbedenklich, wenn das Gemüse
in üblichen Mengen verzehrt und richtig zubereitet wird.

Beim Garen verliert der Rhabarber an Säure. Auch Gewürze wie
Ingwer, Vanille und Zimt, Milchprodukte wie Vanillesoße oder die
Zugabe von Orangen- und Ananassaft mildern den herben Geschmack.

Eigentlich ist Rhabarber ein Gemüse, aber aufgrund des
fruchtig-sauren Aromas wird es wie Obst verwendet. Der Klassiker ist
Rhabarberkuchen mit Baiserhaube. Schnell und einfach lässt sich
Rhabarberkompott zubereiten. Dafür die klein geschnittenen Stangen
mit etwas Flüssigkeit garen und einer Vanilleschote verfeinern. Zudem
lässt sich das Stielgemüse sehr gut mit Früchten wie Erdbeeren,
Himbeeren oder Bananen kombinieren.

Seit einigen Jahren hat sich Rhabarberschorle zum Trendgetränk
entwickelt. Selbst gemacht schmeckt es noch besser: Das Gemüse mit
Wasser und Zucker aufkochen und 15 Minuten garen, bis es zu Brei
zerfallen ist. Anschließend durch ein Sieb pressen, den Saft
auffangen und mit Eiswürfeln und Mineralwasser genießen.

Die Rhabarbersaison beginnt im April und endet im Juni. Frischer
Rhabarber ist an den glänzenden festen Stangen und frischen Enden zu
erkennen. Übrigens ist bei den heutigen Sorten Schälen kaum noch
notwendig. Es reicht aus, wenn man die Fasern vom Stielende her
abzieht. In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich im Gemüsefach
des Kühlschranks mehrere Tage.

Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Poster „aid-Saisonkalender Obst und Gemüse“ –
Bestell-Nr. 3488, Preis: 2,50 Euro –

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3488