Johann Lafer

Johann Lafer und die 12.18. Investment Management GmbH, die hochklassige Hotel- und Touristikimmobilienprojekte in Deutschland und Europa unterhält, gehen künftig gemeinsame Wege. Vielfältig und fundiert sind die Synergien, die sich aus der neuen Kooperation ergeben. Um bis zu fünf neue Hotelprojekte soll das Portfolio von 12.18. zukünftig jährlich wachsen. Für die optimale Aufstellung der zugehörigen Restaurantbetriebe sucht das Unternehmen nach einem gehoben modernen und fortan multiplizierbaren Gastronomiekonzept. Mit Johann Lafer steht ihm nun für die Entwicklung desselben einer der bekanntesten Chefs de Cuisine im deutschsprachigen Raum zur Seite. „Denn Innovation in der Hotellerie kommt immer aus der Gastronomie“, sagt Jörg Lindner, geschäftsführender Gesellschafter der 12.18. Investment Management GmbH.

So soll unter der Anleitung von Johann Lafer beispielsweise auch eine erstklassige zentrale Kaderschmiede zur Nachwuchsförderung für die gemeinsamen gastronomischen Betriebe geschaffen werden. Weiterhin übergibt 12.18. ein Restaurant ihres luxuriösen, mecklenburg-vorpommerschen Hotel- und Tourismusobjekts „Fleesensee Hotels & Sportresort“ in die Hände des prominenten Kochs. Unter der Leitung des erfolgreichen Restaurantchefs soll sich das „Blüchers“ Gourmetbistro, das um den Namenszusatz „by Lafer“ ergänzt wird, als Spitzenrestaurant und kulinarischer Anlaufpunkt für die Region etablieren. Die historischen Räumlichkeiten des aus dem Barock stammenden Schloss Blücher bieten den passend stilvollen Rahmen.

Für Johann Lafer eine spannende neue Herausforderung, das zu tun, wofür er mit Leidenschaft steht: ehrliche, anspruchsvolle Küche aus frischen, regionalen Zutaten herzustellen. Dank eines eigenen Organic-Programms am Standort kann er für diese am Fleesensee sogar auf selbst angebaute Lebensmittel zurückgreifen. Unter diesen auch alte, in Vergessenheit geratene Obst- und Gemüsesorten, die durch ihre Mitwirkung an den kreativ zubereiteten Geschmackserlebnissen des Kochs nun ein Revival erfahren dürfen. Lafer: „Damit erfüllt sich für mich ein Lebenstraum. Diese neue Aufgabe führt mich als Jungen vom Bauernhof zurück zu meinen Wurzeln. Produkte aus dem eigenen Garten direkt auf den Tisch. Ich freue mich sehr, die Gäste des Blüchers mit einer unübertroffen frischen, unverfälscht natürlichen Küche überraschen zu dürfen.“

12.18. wiederum wird Johann Lafer bei den geplanten Maßnahmen zur Verjüngung und Veredelung der „Stromburg“, dem Stammsitz der Lafer Unternehmensgruppe, unterstützen. Denn Revitalisierung und Repositionierung außergewöhnlicher Hotel- und Tourismusobjekte sind die ausgewiesene Kernkompetenz des Düsseldorfer Investmentunternehmens. Die Pläne für den weithin bekannten Hotel- und Gastronomiestandort „Stromburg“ sehen nicht nur ein umfassendes optisches Facelift für die Innenräume der mittelalterlichen Burg vor, sondern auch ein neues Konzept für die zwei renommierten Restaurants vor Ort: Johann Lafer‘s berühmtes Restaurant „Le Val d’Or“, das aktuell einen Stern im Guide Michelin und 16 Punkte im Gault Millau hält, und das ebenfalls im Gault Millau ausgezeichnete „Bistro d’Or“.

„Die Synergien der Kooperation zwischen Johann Lafer und 12.18. greifen einfach ideal ineinander und bergen für beide Seiten ungeheuer großes Potential“, bringt Kai Richter, geschäftsführender Gesellschafter der 12.18. Investment Management GmbH, die strategische Grundidee des Zusammenschlusses auf den Punkt. Auch Johann Lafer ist überzeugt: „Durch die jeweils neu hinzugewonnene, nun gebündelt verfügbare Expertise werden alle gemeinsamen Gastronomie- und Hotelstandorte eine spürbare Wert- und Image-Steigerung erfahren.“ Jörg Lindner: „Es ist eine Kooperation, von der vor allem unsere Gäste profitieren. Mit gehobener Küche und einem allen Wünschen zuvorkommenden, hochklassigen Service geboten an außergewöhnlichen Standorten möchten wir ihnen unvergesslich schöne und genussvolle Momente bereiten.“

Auch der Onlinevertrieb aller unter der Marke „Lafer“ angebotenen Produkte und Dienstleistungen soll im Rahmen der Kooperation ausgebaut werden. Das entsprechende Angebot ist breitgefächert und reicht aktuell von Feinkostprodukten und Kochbüchern über Kochkurse an Lafer’s Kochschule „Table d’Or“, der modernsten ihrer Art in Deutschland, bis hin zu luxuriösen Heli Gourmet-Hubschrauber-Picknicks. Ergänzt werden soll das Portfolio darüber hinaus schon bald um neue, gemeinsame Angebote wie Kochevents und Trainings in Hotels oder spezielle Hotel Packages.
Weiterhin freuen sich beide Seiten darauf, den gesamten Bereich des Tagungs- und Eventgeschäfts der bestehenden Hotelbetriebe um hochkarätige Angebote mit Johann Lafer ergänzen zu können. Gäste dürfen gespannt sein.

Hilfe bei Küchenpannen

Verliebte Köche neigen dazu, das Essen zu versalzen. Das
zumindest sagt der Volksmund. Eine versalzene Suppe ist aber kein
Grund zum Verzweifeln. Lassen Sie eine rohe geschälte Kartoffel
mitkochen, die das Salz wie ein Schwamm aufsaugt und die Flüssigkeit
neutralisiert. Eine ähnliche Wirkung haben zwei bis drei Teelöffel
Reis. Man füllt ihn in ein Tee-Ei und hängt das in die Suppe. So
können die Körner vor dem Servieren leicht entfernt werden.

Eine zu scharfe Suppe wird gestreckt, um den Geschmack abzumildern.
Dafür nimmt man bei klaren Suppen Wasser und bei Cremesuppen Milch,
Joghurt oder einen Schuss Sahne. Nach und nach werden kleine Mengen
Flüssigkeit hinzugefügt und zwischendurch abgeschmeckt, damit die
Würze nicht verloren geht. Der Trick mit der Kartoffel hilft
übrigens auch bei einer übermäßig scharfen Suppe. Wer zu viel
Chili erwischt hat, gibt Öl zur Suppe und rührt um. Denn der für
die Schärfe des Chilis verantwortliche Inhaltsstoff Capsaicin ist
fett-, aber nicht wasserlöslich. Das Öl nimmt einen Teil der
Schärfe auf, sammelt sich an der Oberfläche und kann wieder
abgeschöpft werden.

Eine trübe und milchige Suppe sieht nicht sehr appetitlich aus. Eine
klare Brühe gelingt am besten, wenn sie nur leicht bei offenem Deckel
köchelt. Durch zu starkes Erhitzen entstehen nicht nur Trübstoffe,
sondern es gehen auch Aromen und wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Es
gibt aber auch ein altes Hausmittel gegen das Küchenmalheur. Die
Suppe wird abgekühlt, dann langsam wieder erhitzt und ein frisch
aufgeschlagenes Eiweiß mit dem Schneebesen untergerührt. Im Topf
bilden sich Flocken, die Trübstoffe binden. Sie können mit dem
Löffel wieder entfernt werden. Die letzten Schwebteilchen lassen sich
herausfiltern, indem man die Brühe durch ein mit einem Baumwolltuch
ausgelegtes Sieb gibt.

Ist die Suppe zu fettig, bildet sich an der Oberfläche eine feine
Fettschicht. Sie kann mit einem Tuch oder einem Küchenpapier entfernt
werden. Bei größeren Mengen nimmt man einen Löffel oder eine Kelle.
Wird die Suppe nicht direkt gegessen, lässt man sie kalt werden. Beim
Abkühlen wird das Fett auf der Oberfläche fest und lässt sich
einfach abnehmen.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Gastro Vision 2017

Die Gastro Vision macht sich für einen neuen großen Aufschlag im Hamburger Empire Riverside Hotel bereit. Unter dem Motto „Die Trends im Blick“ dreht sich vom 17. bis 21. März 2017 auf Deutschlands führendem Branchentreff wieder einmal alles um die Trends in Gastronomie, Hotellerie und Catering. Mit den neuen Themenbereichen Digital Corner, Kitchen Club und Spirits gehen gleich drei Premieren an den Start. Erneut dabei sind die erfolgreichen „Newbies“ aus 2016: der Beef Club und Super, fancy, cool. Und natürlich dürfen sich Aussteller und Besucher auf die bekannten und beliebten Trendformate wie unter anderem die Stage of Taste, den Inspiration Floor, den Street Food Market und den Community Table freuen.

„Unser Ziel ist es, für unsere Aussteller und Besucher die wichtigen Trends und Entwicklungen der Branche auf der Gastro Vision abzubilden. Der Außer-Haus-Markt ist in Bewegung – und darum gibt es auf der nächsten Messe gleich drei neue Themenbereiche“, sagt Gastro Vision-Veranstalter Klaus Klische.

Digitalisierung und Ursprung im Blick
Die neuen topaktuellen Formate der Gastro Vision 2017 sind der Digital Corner, der Kitchen Club und Spirits. Dabei wird der Digital Corner ein Schwerpunktthema im kommenden Jahr. In Zusammenarbeit mit der HOGA Innovation Alliance präsentiert der neue Ausstellungsbereich Unternehmen, die die Digitalisierung der Hotellerie und Gastronomie voranbringen. Im Mittelpunkt stehen digitale Produkte und Dienstleistungen. Im Kitchen Club dreht sich alles um den Ursprung. Rund um einen großen Kochblock gibt es Interaktion und alles zum Thema Küche, von der Ausstattung über Dienstleistungen bis hin zu neuen Produkten zu sehen; präsentiert von namhaften Köchen und Küchenchefs. Direkt vom Produzenten – direkt vom Ursprung. Und im dritten Themenbereich Spirits zeigen Erzeuger, Produzenten und Importeure erlesene Spirituosen und Produkte der neuen Barkultur und laden zur Verkostung neuer Spirituosen, Destillate und Brände ein.

Erfolgreiche Premieren aus 2016 erneut am Start
In die nächste Runde gehen die Themenräume Beef Club und Super, fancy, cool. Im Beef Club dreht sich erneut alles um Fleisch der Spitzenklasse. Besucher erfahren, worauf sie beim Einkauf von hochwertigem Fleisch zu achten haben. Im Themenraum Super, fancy, cool zeigen kleine innovative Startups und Lieferanten ihre außergewöhnlichen Produkte.

www.gastro-vision.com

Was ist dein Ideal meal?

Edenred-Umfrage „Was ist dein Ideal meal?“ in 14 Ländern zeigt, dass für viele Arbeitnehmer in Deutschland die Mittagspause vergleichsweise kurz ausfällt

Wie lange nehmen wir uns für unser Mittagessen Zeit? Was bedeutet uns die Pause zur Mittagszeit? Wo und was essen wir? Edenred hat dazu gruppenweit 2.500 Mitarbeiter befragt. Alle Teilnehmer gehen einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit nach. Die „Ideal meal“-Umfrage zeigt, dass das Mittagessen am Arbeitsplatz in den einzelnen Ländern unterschiedlichen Stellenwert hat.

Nur rund 30 Minuten Mittagspause
In Deutschland nehmen sich 43 Prozent der Befragten bis zu 30 Minuten Zeit für ihr Mittagessen. Damit liegt Deutschland im Ranking der vierzehn Länder an siebter Stelle. In Frankreich und Mexiko ist am meisten Zeit für die Pause am Arbeitsplatz: Hier lassen sich jeweils 77 Prozent über eine halbe Stunde Zeit. Am wenigsten wichtig ist den Arbeitnehmern in Polen und Griechenland die Mittagspause: 77 Prozent der Polen und 91 Prozent der Griechen genehmigen sich weniger als 30 Minuten.

Zeit fürs Essen haben die Deutschen erst am Abend
Wie die Umfrage zeigt, nehmen sich viele der 72 in Deutschland befragten Mitarbeiter erst am Abend richtig Zeit fürs Essen. Das Frühstück spielt eine wahre Nebenrolle: Bei einem Fünftel der Befragten (20 Prozent) fällt es ganz aus, bei der Hälfte (50 Prozent) dauert die erste Mahlzeit des Tages nicht einmal 15 Minuten. Nur 29 Prozent nehmen sich morgens bis zu 30 Minuten Zeit, um fit für den Tag zu werden.

„Für 69 Prozent ist das Abendessen die erste längere entspannte Phase des Tages. Seit dem Aufstehen sind da oft schon zwölf bis 14 Stunden vergangen. Der Gesundheit zuliebe wäre es wichtig, schon mittags eine ausgiebige Pause einzulegen, um den Energiespeicher für die zweite Tageshälfte aufzufüllen. 30 Minuten reichen kaum aus, um sich am Arbeitsplatz etwas zu essen zu besorgen oder Mitgebrachtes herzurichten, um abzuschalten und um sich mit Kollegen zu unterhalten. Auf längere Sicht führt dieses Verhalten zu Stress und mangelnder Konzentrationsfähigkeit – und damit zu reduzierter Arbeitsleistung“, erklärt Petra Mühlbauer, Director Human Resources bei Edenred Deutschland.

Gute Gründe für die Mittagspause
Entspannung, Hunger, Freude, Geselligkeit – es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb die 2.500 Edenred-Mitarbeiter in die Mittagspause gehen. Für vier von zehn (41 Prozent) ist das Mittagessen ein Moment der Entspannung während des Arbeitsalltages, 30 Prozent treibt schlicht der Hunger und für 16 Prozent ist es ein Moment der Freude. 13 Prozent schätzen die Möglichkeit, sich mit Kollegen oder auch Freunden zu treffen. In Deutschland spielt der Aspekt der Entspannung eine größere Rolle: Er ist für nahezu die Hälfte der Mitarbeiter (49 Prozent) der wichtigste Grund zur Pause, während nur für 25 Prozent der Hunger ausschlaggebend ist.

Restaurant, Kantine, Take-away oder self-made?
Die Umfrage beleuchtet nicht nur den bevorzugten Ort, an dem die befragten Mitarbeiter die Mittagspause verbringen, sondern auch die Art der Speisen, die sie zu sich nehmen. In Brasilien (87 Prozent) gehen anteilig am meisten Befragte ein bis mehrmals pro Woche ins Restaurant, gefolgt von Tschechien (84 Prozent) und Japan (81 Prozent).

In Deutschland gehen 30 Prozent der Mitarbeiter mindestens einmal pro Woche, 26 Prozent sogar mehrmals die Woche mittags ins Restaurant. Für 54 Prozent ist der Aufenthaltsraum des Unternehmens der Ort, an dem sie mindestens einmal die Woche von zuhause mitgebrachte Speisen verzehren. 36 Prozent der Befragten versorgen sich zur Mittagszeit einmal oder mehrmals in der Woche beim Take-away-Anbieter mit Essen.

Restaurant: Empfehlung, Nähe und Schnelligkeit zählen
Für die Auswahl des Restaurants vertrauen 64 Prozent der deutschen Mitarbeiter auf die Empfehlung der Kollegen, nur 19 Prozent informieren sich online, wenn sie ins Restaurant gehen. Was ebenfalls zählt: Bei einer vorgegebenen Auswahl von zehn Entscheidungskriterien für Restaurants, haben die folgenden drei Punkte Vorrang: 92 Prozent achten auf räumliche Nähe zum Arbeitsort, 90 Prozent legen Wert auf die Schnelligkeit des Service und 79 Prozent achten auf den Preis.

Ausgaben für Lebensmitteleinkäufe und Restaurantbesuche
Der Umfrage zufolge halten 91 Prozent der deutschen Befragungsteilnehmer ein Mittagessen in einem Fastfood-Restaurant für erschwinglich, wenn es weniger als 8 Euro kostet. Für Take-away-Angebote geben sie durchschnittlich 5,69 Euro und für ein Essen im Restaurant durchschnittlich 10,15 Euro aus. 50 Prozent der Befragten geben zudem an, genau zu wissen, wie hoch ihre Gesamtausgaben für Lebensmitteleinkäufe und Restaurantbesuche monatlich sind: 19 Prozent von ihnen geben weniger als 200 Euro im Monat aus, 36 Prozent zwischen 200 und 400 Euro, 39 Prozent mehr als 400 Euro.

Ernährungserziehung – das geht alle an
Die Verbindung zwischen Essen und Gesundheit ist für 54 Prozent der 2.500 Edenred-Mitarbeiter ein wichtiges Thema. Jedoch fällt auf, dass in Ländern mit höherer Kaufkraft die Bedeutung der konsumierten Lebensmittel in Bezug zur Gesundheit häufiger genannt wird, während in Ländern wie Venezuela oder Mexiko die Verfügbarkeit von Essen am meisten zählt.

Wer trägt die Hauptverantwortung für die Ernährungserziehung? Zu dieser Frage standen insgesamt acht Institutionen zur Auswahl. 89 Prozent der Befragten waren sich einig, dass hier die Familie in der Pflicht steht. Mit 53 Prozent und 52 Prozent sind Medien und Schule ungefähr gleichauf. „Gerade für Länder wie Deutschland, in denen gesundheitliche Probleme durch falsche Ernährung stark zunehmen, ist es wichtig, über diese Gefahren aufzuklären. Um hier möglichst viele Menschen zu erreichen, werden unterschiedlichste Informationskanäle benötigt“, so Mühlbauer weiter. „Auch wir als Arbeitgeber wollen einen Beitrag dazu leisten und unterstützen unsere Mitarbeiter mit zahlreichen Aktionen – vom wöchentlichen Obsttag über konkrete Ernährungsberatung bis hin zum Verpflegungszuschuss an Arbeitstagen. Durch unsere Küchengestaltung fördern wir zudem das gemeinsame Kochen in der Mittagspause.“

Öl, Butter, Schmalz

Der eine schwört, ohne Butterschmalz schmeckt das Schnitzel nur halb so gut, beim anderen kommt nur kaltgepresstes, unraffiniertes Olivenöl an die Gemüsepfanne. Aber mit welchem Fett lässt sich was am besten braten, und welche Rolle spielt die Hardware für das Kochergebnis?

Ist Fett wirklich essenziell, wenn Steak, Fisch oder Gemüse aus der Pfanne gelingen sollen? Das kommt auf die Hardware an. Hat man unbeschichtetes Kochgeschirr, in dem sich die Wärme möglicherweise nicht optimal verteilt, hilft auch reichlich Fett oft nicht, um das Anhängen zu verhindern. Ist die Pfanne hochwertig, verfügt sie also über gleichmäßige Hitzeverteilung und eine polierte Oberfläche, kommt man mit weniger Fett aus und erhält einen guten Antihafteffekt und schöne Röstaromen. Arbeitet man mit Öl, Schmalz oder Butter, gilt zu beachten: Fett ist nicht gleich Fett. Die Lipide haben unterschiedliche Rauchpunkte, können also verschieden hoch erhitzt werden. Dabei beschreibt der Rauchpunkt entgegen des weit verbreiteten Glaubens nicht die Temperatur, bei der sich Fett oder Öl zersetzen, sondern den Punkt, an dem flüchtige Komponenten verdampfen und es tatsächlich beginnt, stark aus der Pfanne zu rauchen. Dabei können sich ungesunde chemische Substanzen bilden, weshalb man seine Pfanne beim Vorheizen gut im Auge behalten sollte.

Am empfindlichsten sind hochwertige kaltgepresste Öle, deren Rauchpunkt nicht durch einen Raffinadeprozess nach oben verschoben wurde. So hält es unraffiniertes Sonnenblumenöl in einer Pfanne mit maximal 100 Grad Celsius aus, Distelöl schafft es immerhin bis 130 Grad. Butter enthält viel Wasser und Proteine, die leicht verbrennen und dem Fett eine bittere Note geben können. Heißer als rund 175 Grad Celsius sollte man sie also nicht werden lassen, während man mit Butterschmalz auf bis zu 205 Grad gehen kann. Olivenöl als Bratfett ist nicht jedermanns Sache, die meisten verwenden es vor allem für den Geschmack und bei moderater Hitze von rund 150 Grad. Wenn es mal heißer werden soll, eignet sich geschmacksneutrales Kokos- oder Erdnussöl, das bei zwischen 200 und 230 Grad raucht. Der Champion ist übrigens Avocadoöl, es lässt sich auf bis zu 270 Grad Celsius erhitzen.

Wer auf Kalorien achtet oder aus gesundheitlichen Gründen nur wenig Fett verwenden darf, lässt die Pfanne über moderater Hitze warm werden und pinselt währenddessen das Bratgut hauchdünn mit Öl ein. Alternativ kann man Backspray verwenden, um die Pfanne auszukleiden. Hat man eine hochwertige unbeschichtete Pfanne von All-Clad, braucht man bei mittlerer Hitze nur wenig Fett. Der Grund: Die Oberfläche der Produkte wird mehrfach maschinell und von Hand poliert, so dass die optimale Porengröße erreicht und das Anhaften von Lebensmitteln minimiert wird. Wann eine Pfanne heiß genug ist, um das Bratgut hineinzugeben, erkennt man übrigens ganz leicht: Einfach einen Tropfen Wasser in das Kochgeschirr fallen lassen. Tanzt er auf der Oberfläche, kann es losgehen.

Die richtige Hardware
An der Frage, ob die Pfanne beschichtet oder unbeschichtet sein sollte, scheiden sich die Geister. „Erfahrungsgemäß arbeiten viele Profis lieber mit unbeschichtetem Kochgeschirr“, erklärt George Henrici von All-Clad. „Da wird das Bratgut krosser, es bilden sich Röstaromen und man bekommt einen tollen Fleischsaft. Außerdem hält eine unbeschichtete Pfanne praktisch ewig.“ Laien bevorzugen oft beschichtete Produkte, bei denen Steak, Fisch und Co. weniger anhängen. Wichtig bei der beschichteten Pfanne: Nicht mit spitzen Gegenständen in das Kochgeschirr gehen und nicht überhitzen. Generell gehören Pfannen nicht in die Spülmaschine; wenn man es doch mal tut, sollte man, besonders in unbeschichteten Pfannen, danach ein wenig Öl erhitzen und sie anschließend mit Küchenkrepp auswischen. Egal, wie pfleglich man mit einer beschichteten Pfanne umgeht, irgendwann bekommt sie Kratzer. Daher bietet All-Clad für 20 bis 30 Euro, je nach Pfannengröße, in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister einen Wiederbeschichtungsservice an.

All-Clad ist ein amerikanischer Ultrapremium-Kochgeschirrproduzent, der all seine Produkte in einem patentierten Mehrschichtverfahren herstellt. Die drei Serien Stainless, Copper-Core und Stainless with d5 Technology funktionieren auf allen Herdarten inklusive Induktion, außerdem gibt der Hersteller auf all seine Produkte eine lebenslange Garantie.

www.all-clad.de

Die Deutschen lieben es, ihr Essen zu teilen

Lisa K. und ihr Partner gehen an einem Sonntagabend zum Italiener. Er bestellt sich eine Pizza mit Salami, Paprika und Pilzen – sie bestellt nichts, hat vor Kurzem noch Kuchen gegessen. Doch kaum steht die ofenfrische Pizza auf dem Tisch, überlegt sie es sich anders. Sie möchte ein Stück abhaben, vielleicht sogar zwei. Zähneknirschend wird der Teller in die Mitte geschoben.

Szenen wie diese konnte jeder schon miterleben. Sie sind Sinnbild für das, was wir Futterneid nennen. Eine aktuelle Umfrage zum Thema Futterneid von OpenTable, dem führenden Anbieter für Online-Restaurant-Reservierungen, bestätigt die Verbreitung des Phänomens: Immerhin gestehen 36% der Befragten ein, es sei schon vorgekommen, dass sie sich (wenn teils auch nur selten) nichts bestellten und dann beim Essen ihrer Begleitung zugriffen. 16% geben sogar an, dass ihnen dann buchstäblich das Wasser im Mund zusammen läuft. Als Grund wird überwiegend (18%) genannt, dass der Hunger erst kommt, wenn man das Essen des anderen sieht. Weitere Gründe sind u.a., dass die Befragten nicht genug Hunger für eine komplette Portion haben (14%) oder aber auf ihre Figur achten möchten (3%). 1% gibt auch ganz offen zu, kein Geld ausgeben zu wollen.

Hier sind die Deutschen allerdings empfindlich. Als meistgenannter Grund, warum man selbst sein Essen nicht gern teilt, wurde von 33% angegeben: Menschen, die zu geizig sind, um sich selbst etwas zu Essen zu bestellen, werden nicht gemocht. Ansonsten ist Teilen jedoch eine Tugend, die in Deutschland hochgehalten wird. Immerhin die Hälfte ist jederzeit bereit, anderen vom eigenen Essen etwas abzugeben. Für 51% der Deutschen ist Teilen sogar ein Grund zur Freude – 22% sind auch deswegen glücklich, weil es sie berechtigt, ebenso bei ihrem Gegenüber mitzuessen. 18% der Befragten sind gar stolz, sich offensichtlich das bessere Essen bestellt zu haben, wenn sie merken, dass ihre Begleitung gerne etwas abhaben würde.

Vielleicht ist es deshalb auch nur 12% der Deutschen unangenehm, sollten sie einmal Futterneid verspüren. Vom eigenen Essen etwas abzugeben, gilt in Deutschland als Selbstverständlichkeit – und so war Futterneid auch für 88% der Befragten noch nie Anlass zum Streit.
Dass man sein Essen am liebsten mit Menschen teilt, die einem nahestehen, ist hingegen ein offenes Geheimnis. Mit Abstand am Häufigsten (62%) geben die Deutschen dementsprechend ihrem Partner etwas vom eigenen Essen ab. Auf dem zweiten Platz rangieren die Freunde (21%), erst dann kommen Mutter, Geschwister und Vater (in dieser Reihenfolge).

Tipps für Restaurants, in denen alle auf ihre Kosten kommen und es besonderen Spaß macht zu teilen, finden sie unter www.OpenTable.de.

Restauranttipps für Portugals Algarve

Ob gegrillt, gebraten oder am Spieß: An der Algarve genießen Urlauber eine solche Vielfalt an Fischgerichten wie kaum in einer anderen Region Europas. Kein Wunder, dass hier Essen gehen eine wahre Freude ist. Der Portugalspezialist OLIMAR Reisen stellt fünf der beliebtesten Restaurants vor.
 
Auf über 200 Kilometern Küste gibt es von einfachen Fischerkneipen bis preisgekrönten Michelin-Restaurants alles, was die landestypische Küche Portugals ausmacht. In kleinen, eher einfach gehaltenen Lokalen, können Gäste schon für zehn Euro Fischspezialitäten probieren, die daheim ein Vielfaches kosten. Manche Lokale, die so genannten „Tascas“, bieten günstige Mittagsgerichte (prato do dia) an – mal mit Fleisch, mal mit Fisch, aber immer frisch. In einigen Restaurants können auch halbe Portionen (meia dose) bestellt werden, für den kleinen Hunger zwischendurch.
 
Dass Fisch am liebsten gegessen wird, merkt man schon an den vielen Fischmärkten der Region. In der Küstenstadt Olhão beispielsweise ist die Auswahl auf den Verkaufstischen riesengroß. Kenner wie der Küchenchef Vitor Veloso wählen hier zielsicher ihre Zutaten für die Cataplana, den traditionellen algarvianischen Römertopf, aus. Gäste können ihn auf seiner Einkaufstour begleiten und danach die Cataplana mit ihm gemeinsam zubereiten. Diese in einem Scharnier zusammengehaltene Doppelpfanne aus Kupfer oder Eisen funktioniert zugeklappt wie ein Schmorgefäß. Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte werden je nach Gericht hierin schonend zusammen gegart. Früher wurde die Cataplana auf offenem Feuer oder auf Holzkohleöfen verwendet. Heute nutzen die meisten einen Gasherd für den gewölbten Topfboden. Oft werden zu einer Fisch-Cataplana noch Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Lorbeer und Weißwein hinzugegeben – und neuerdings auch mit Koriander verfeinert. Kartoffeln und Salat dienen gern als Beilage. Das Restaurant À Terra liegt an der Ostalagarve zwischen Faro und Tavira, etwa zehn Autominuten von Olhão entfernt. Es ist Teil des eleganten Vila Monte Landhotels, eingebettet in ein neun Hektar großes Parkareal mit eigenem Gemüsegarten und 55 ruhig gelegenen Zimmern.
 
Restaurants an der Westalgarve
Auch im Westen, insbesondere in Portimão und Lagos, gibt es einige empfehlenswerte Restaurants. Der Portugal-Spezialist OLIMAR rät seinen Gästen zu folgenden:
 
Dona Barca: Mitten in Portimão unter der alten Arade-Brücke, finden Kulinariker eine gute Adresse im Restaurant Dona Barca (Largo da Barca, 22). Für kleines Geld sitzt man hier in einem ursprünglichen Lokal einer Familie, das bekannt für seine gegrillten Sardinen ist. Die frischen Muscheln sind hier ebenso zu empfehlen wie der kühle Vinho Verde oder Vinho Branco direkt vom Fass. Da das Restaurant auch gerne von Portugiesen besucht wird, sollte man mit mehreren Personen zuvor einen Tisch reservieren.
 
Os Salgados: Früher eine einfache Strandbude, heute eines der besten Fischlokale an der Algarve. Direkt am gleichnamigen Strand Praia dos Salgados in Albufeira gelegen, bietet dieses stilvoll eingerichtete Restaurant hervorragende Fischgerichte zu moderaten Preisen. Hinzu kommt, dass sie ringsherum windgeschützt errichtet wurde, so dass hier in gemütlich-romantischer Atmosphäre auch am Abend gespeist werden kann.
 
Bahia Beach Bar: In Lagos, direkt am Strand Meia Praia, überzeugt diese Bar mit ihren leckeren Snacks für zwischendurch (Salate, Sandwich, Tapas) sowie auch einem guten Thunfisch-Steak. Portugiesische Weine findet man hier ebenso auf der Karte wie lokale Biere. Oder man bestellt sich für den Sundowner einen Mojito oder Caipirinha – beide sehr zu empfehlen. Jeden Sonntagnachmittag spielt zudem eine Live-Band in der Bar. Die ideale Adresse für Chill-out am Strand.
 
Tasca da Lota: Das portugiesische Fischrestaurant zwischen Bahnhof und Fischerhafen von Lagos (Doca Pesca de Lagos, 19e) wird gern von Einheimischen besucht. Der Grund: Frischer Fisch und eine reiche Auswahl an Tagesgerichten. Probieren sollte man z. B. den Bacalhau, getrockneter Kabeljau, Portugals Nationalessen.
 
Qualitätswein von der Algarve
Die Weine der Algarve standen lange im Schatten der berühmten portugiesischen Anbauregionen Douro und Alentejo. Seit ein paar Jahren hat sich dies geändert, aufgrund kleiner und zum Teil auch neuer Weinanbauer, die ihre Produktion komplett umgestellt haben. Neben den Rotweinen (vinho tinto) aus heimischen Rebsorten (z. B. Castelão und Negra Mole), wird zunehmend auch mit internationalen Sorten wie beispielsweise Cabernet Sauvignon oder Syrah aus Frankreich experimentiert. Vermehrt sind an der Algarve auch hochwertige Weißweine (vinho branco) zu finden, beispielsweise aus der Verdelho-Traube. Oder man entscheidet sich für einen Rosé. Auch hier sind in den Anbaugebieten um Tavira, Lagoa, Portimão und Lagos einige gute Winzer am Werk.
 
OLIMAR Hoteltipps
Vila Monte Country & Spa Hideaway, Moncarapacho: Dieses ruhig und idyllisch gelegene Anlage wurde im typischen Algarve-Stil in hellen Farben erbaut und erst kürzlich komplett renoviert. Die 55 eleganten und großen Zimmer, eine Top-Gastronomie mit lokaler und Gourmet-Küche sowie Möglichkeiten zu Sport und Wellness sorgen für erholsame Tage. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück kosten pro Person ab 101 Euro (z. B. 14.06.-23.06.), eine Woche pro Person ab 769 Euro (z. B. am 09.07. oder 20.08.). www.olimar.de/fao040
 
Tivoli Marina Portimão: Moderne Hotelanlage mit neuem Yachthafen, gute Lage zu Strand, Meer und weiteren Ausflugszielen. Drei Nächte im Studio mit Frühstück pro Person ab 150 Euro (z.B. am 21.06., 30.06. oder 02.07.). www.olimar.de/fao348
 
Bela Vista Hotel und Spa, Praia da Rocha: Das stilvolle Herrenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde aufwändig renoviert und vor wenigen Jahren als kleines Bou­tique-Hotel wiedereröffnet. Es liegt mitten im Geschehen an der zentralen Uferpromenade über dem Strand (direkter Zu­gang) und ist eine Oase der Ruhe in dem sonst so pulsierenden Badeort. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 124 Euro (z. B. 25.08.-30.08.). www.olimar.de/fao337
 
Tivoli Lagos: Architektonisch geschickt ins Ortsbild am Rande der historischen Altstadt eingefügt, logieren Urlauber hier in einem Kom­forthotel in prädestinierter Lage. Mit dem kostenlosen Shuttlebus erreichen sie schnell den hoteleigenen Beach-Club am weitläufigen Dünenstrand Meia Praia. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 50 Euro (z. B. am 18.06., 28.06. oder 30.06.), eine Woche pro Person ab 420 Euro (z. B. 20.08.). www.olimar.de/fao214
 
Flüge ab vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz günstig zubuchbar.

Tomaten öfter mal kochen – Höherer Anteil an Lykopin

Beim Kochen gehen gesunde Inhaltsstoffe von Obst und
Gemüse ganz oder teilweise verloren. Diese Regel gilt für eine ganze
Reihe an „inneren Werten“: Das empfindliche Vitamin C und viele
sekundäre Pflanzenstoffe werden zerstört, Mineralstoffe und
wasserlösliche Vitamine werden ausgewaschen. Eine Ausnahme ist jedoch
der sekundäre Pflanzenstoff Lykopin. Er steckt in größerem Umfang
in Tomaten, vor allem in deren Schale, und ist der Grund dafür, warum
die leckeren Früchte ruhig öfter mal gekocht werden sollten.

Lykopin gehört genau wie beta-Carotin (Provitamin A) zur Gruppe der
Carotinoide, der gelbroten Pflanzenfarbstoffe. In der Tomate hat
Lykopin mengenmäßig die Nase weit vorn: Es macht etwa 90 Prozent
ihres gesamten Carotinoidgehalts aus. Zahlreiche Studien weisen darauf
hin, dass Lykopin mehrere gesundheitsfördernde Effekte hat: Es wirkt
zum einen antioxidativ, baut also aggressive Sauerstoffverbindungen ab
und trägt damit dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und Arteriosklerose zu verringern. Zum anderen hat Lykopin
antikanzerogene Eigenschaften. In der frühen Phase der
Krebsentstehung unterdrückt es die Umwandlung vorgeschädigter Zellen
zu Krebszellen und kann so möglicherweise der Entstehung bestimmter
Krebsarten vorbeugen.

Das Lykopin ist hitzestabil und bleibt beim Kochen und bei schonender
Verarbeitung größtenteils erhalten. Gleichzeitig reduziert sich beim
Erhitzen der Wassergehalt der Früchte so drastisch, so dass der
Anteil des Lykopin in erhitzen Tomaten erheblich höher ist als der in
rohen: 100 Gramm Tomatenpüree enthalten 21,7 Milligramm Lykopin, die
gleiche Menge rohe Tomaten jedoch nur 2,5 Milligramm. Hinzu kommt,
dass der Farbstoff aus erhitzten Früchten besser verfügbar ist.
Gründe genug, Abwechslung in den Speiseplan zu bringen und Tomaten
öfter mal zu kochen oder auch Ketchup künftig selbst herzustellen. /Eva Neumann, www.aid.de

Auf der Seite
http://www.aid.de/inhalt/vom-acker-bis-zum-teller-489.html finden Sie
sowohl zu Tomaten als auch zu anderen Lebensmitteln warenkundliche
Informationen von der Erzeugung bis zur Verarbeitung und Konservierung
sowie Hinweise zum Verbraucherschutz.

Restaurant Erwin, Moskau

Wir besuchten diese große Fisch-Brasserie in Moskau und wir waren wirklich überrascht, was es alles gibt

Unsere liebe Freundin Lana Melnikova, PR-Direktor des Baltschug Kempinski Hotels, unser Lieblingshotel in Moskau, gab uns den Tipp, das Erwin mal anzugucken. Das Erwin liegt unterhalb des Hotel Radisson – quasi direkt an der Moskwa, jedoch ohne Blick auf den Fluss – und gegenüber dem russischen Regierungssitz „Weisses Haus“. Es gehört zu der Gruppe von Restaurants, die dem bekannten Moskauer Rechtsanwalt Alexander Rappoport gehört.

Das Erwin – der Name hat auf russisch keine Bedeutung – ist ein ziemlich teuer gemachtes Konzept, aber mit recht zivilen Preisen. Hier geht es in erster Linie um Fisch, speziell um russischen Fisch und Meeresfrüchte.

Es hat eine überdachte Sommerterrasse und einen riesigen, sehr schönen Gastraum über zwei Etagen mit offener Küche. Neben Tischen verschiedener Größen gibt es noch Gemeinschaftstische, wo Gäste mit Fremden zusammen platziert werden. Für diese Tische gibt es keine Reservierungen. Der Laden brummt. Am Wochenende gibt es ohne Reservierung nichts, während der Woche ist eine Reservierung sinnvoll.

Wie in allen besseren russischen Lokalen existiert ungemein viel Personal. Unsere Kellnerin war ganz nett, aber auch eine gute Verkäuferin. Statt russischen Mineralwasser („das ist nur normales Wasser“) wollte sie uns unbedingt überteuerte Nestle Water verkaufen. Ich konnte den Versuch gut abwehren und bekam ein Baikal mit Sprudel (0,5l für ca. 3,50 €). Meine Frau hatte einen schönen Primitivo (0,15l für 7 Euro, während ich einen etwas sprittigen Grünen Veltliner (ebenfalls für 7 Euro) hatte.

Wir baten darum, die Vorspeisen zu teilen. Trotzdem brachte die Bedienung uns alles zusammen. Ich schickte einen Teller zurück, weil wir uns kaum noch bewegen konnten.

Wir starteten mit 50gr Ossietra Kaviar für 16 Euro. Dazu gab es drei kalte, sehr süsse Pfannkuchen mit einer undefinierbaren Butter. Der Kaviar war exzellent. Man konnte noch eine bessere Qualität bestellen für 45 Euro.

Unser nächste Gang war Kabeljauleber (7,50 Euro). Diese war etwas säuerlich zubereitet und gefiel mir weniger, während meine Frau sie mochte und Kindheitserinnerungen bei ihr erweckten.
Dann hatten wir Felchen (Muksun auf russisch) für 6 Euro. Diese waren quasi halbgefrorenes Sashimi. Geschmacklich war der Fisch absolut neutral. Die Kellnerin empfahl, ihn zuerst in eine Cocktail Sosse und danach in Salz und Pfeffer zu tunken. Danach schmeckte die Felche wie Cocktailsauce auf Eis mit Salz und Pfeffer. Die Cocktailsosse selber schmeckte industriell.

Meine Frau hatte als Hauptgericht Königskrabbe (Kamchatka Krabbe – 12,50 €) und ich gebackenen Murmansk Kabeljau (8,50 €). Die Krabbe war okayish, aber nichts für was man Umwege gehen würde.
Mein Kabeljau war in einem Bierteig frittiert, der das gesamte Friteusenfett aufgesaugt hatte. Der Fisch selber war komplett übergart, aber schmackhaft. Die dazugereichte Remoulade war gut.
Wer aber einmal perfekten Fisch & Chips bei Sascha Lenz im Andaz London hatte, weiß, wie das schmecken kann! (Das Fischrestaurant gibt es nicht mehr im Andaz und Sascha Lenz ist jetzt in Goa).

Wegen des Essens braucht man nicht ins Erwin zu gehen. Wegen der Atmosphäre und den anderen Gästen sollte man ins Erwin gehen und Spaß haben. Selbst als Berliner Junge kam ich mir wie ein kleiner Provinzler vor. Ich fragte den Kellner, der schon stundenlang nutzlos hinter mir stand, er möge doch ein Foto von mir und meiner Frau machen. Zuerst verstand er gar nicht und dann war er komplett entsetzt und meinte Njet, njet!!! und drei Kellnerinnen stürzten auf uns zu und übernahmen das Fotografieren. Der nutzlose Kellner war kein Kellner sondern ein Leibwächter.
Am Ende unseres Essens – alles zusammen incl. 10 % Tip 75 Euro – spazierten wir einmal durch das riesige Lokal, um uns alles genau anzugucken. Jede zweite Frau hatte eine sehr teure Channeltasche (ab 3000 Euro/Stück). Insgesamt waren ungefähr 12 Leibwächter im Lokal und acht weitere draussen. Wen die bewachten, war für uns nicht auszumachen. Alle Gäste sahen normal aus und benahmen sich unauffällig. Vor der Tür auf der Strasse war mittlerweile ein toller Wagenpark der obersten Klasse. Man parkte in der zweiten und selbst in der dritten Reihe. Auf dem Bürgersteig sowieso.

Würden wir noch einmal hingehen? Auf jeden Fall. Es machte Spaß. Die Leute sind nett und es gibt viel zu sehen. Kulinarisch wird man zwar nicht verwöhnt, aber verhungern tut man auch nicht. Das Erwin könnte genauso in NYC oder Paris stehen. Nur hätten die nicht so originelle Gäste wie in Moskau. Hingehen & Spaß haben!

Hier unsere Fotos: https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153856113163124

Adresse: Kutuzovsky Ave, 2/1, стр. 6, Moscow
Telefon:+7 (495) 785-02-22
Öffnungszeiten: Täglich 12:00–01:00Uhr

Immer weniger Deutsche können überhaupt kochen

Sieben Tipps und Tricks für die gesunde und leckere Ernährung

Kochen ist zwar modern, trotzdem bleibt bei vielen Deutschen der Herd kalt. Mit wenigen Tricks ist der Weg zum Küchenhelden ganz einfach! Kochsendungen laufen auf allen Kanälen, die Buchhandlungen sind voll mit großformatig gestalteten Kochbüchern. Kochen ist en vogue!
Gleichzeitig wissen Experten: Immer seltener greifen wir selbst zum Kochlöffel. Und die Fachleute setzen noch eines drauf: Immer weniger Deutsche können überhaupt kochen.

In der Mittagspause in die Kantine oder die Mensa, abends Döner, Burger oder Pizza und zwischendurch schnell die Bratwurst. So sieht der Ernährungsalltag vieler Menschen aus: Das Kochen kommt zu kurz. Dabei ist es ein schönes, entspannendes und kommunikatives Ritual, das bewusst in den Alltag integriert werden kann.

Mahlzeiten selbst zuzubereiten macht dabei nicht nur Spaß, man kann sich bei frisch Gekochtem auch sicher sein, welche Inhaltsstoffe tatsächlich im Essen enthalten sind. Natürlich ist Kochen mit frischen Lebensmitteln mehr, als nur eine Tüte aufzureißen, und braucht sowohl Zeit als auch ein bisschen Übung.

Mit diesen sieben Tipps und Tricks kann jeder zum „Koch“ am heimischen Herd werden:
Nie hungrig einkaufen gehen! Knurrt der Magen, landen zu viele ungesunde Snacks im Einkaufswagen. Hat man die erst mal genascht, fehlt die Lust aufs Kochen.

Mit Einkaufszettel einkaufen! Ist das Essen für die Woche schon geplant, geht der Besuch im Supermarkt schneller. In den nächsten Tagen warten daheim dann die richtigen Zutaten für eine leckere Mahlzeit. Vorfreude pur!

Doppelte Menge! Eintöpfe, Suppen und Co. schmecken am zweiten Tag oft noch besser. Also ruhig mal größere Mengen zubereiten. Aber Vorsicht: Nicht alles am ersten Tag aufessen!

Vorräte anlegen! Mit der richtigen Auswahl an Grundnahrungsmitteln ist ein leckeres Gericht schnell gezaubert – ganz ohne Fertigprodukte. Eine kleine Auswahl an Gewürzen sollte dabei nicht fehlen, das gibt den Speisen den richtigen Pepp.

Tiefkühlkost statt Dosen! Die meisten Gemüse werden nach der Ernte sofort tiefgefroren. Viele wichtige Inhaltsstoffe bleiben dabei erhalten. Gemüse aus dem Tiefkühlfach ist deswegen ein guter Ersatz, wenn’s mal schnell gehen muss.

Keep it simple! Es muss nicht jeden Tag ein aufwendiges Menü sein. Viele Gerichte sind schon in etwa 30 Minuten fertig. Eine leckere Pasta mit Tomatensoße oder Fisch mit Salzkartoffeln sind ruck, zuck zubereitet.

Mach’s gemeinsam! Zu zweit, mit Freunden oder der ganzen Familie macht das Schnippeln Spaß. Ganz nebenbei vergisst man schnell den Büro- oder Schulstress, ist gut gelaunt und freut sich aufs gemeinsame Essen.

Mit gutem Werkzeug macht das Kochen mehr Spaß. Bei kochmesser.de gibt es gute Messer.

Hat man schon ein bisschen Übung und gelingen einfache Gerichte gut, stehen Familienrezepte auf dem Plan: Mit etwas Glück haben Mütter oder Großmütter noch Geheimtipps auf Lager. Dann gelingt jeder Sonntagsbraten und schmeckt wie in der Kindheit.

Egal ob hessische Spezialitäten, Pasta oder Süßspeisen: Die AOK Hessen hat unter dafür sind wir aok.de viele einfache, gesunde und leckere Rezepte zusammengestellt.

https://dafuer-sind-wir-aok.de/was-fuer-ein-leben/category/essen-rezepte/?cid=aokdehe_aokhe_opr_35