Julia Komp

Deutschlands jüngste Sterne-Köchin ist die Kölnerin Julia Komp

Julia Komp hat es geschafft: mit ihren 27 Jahren ist die Overatherin die jüngste Frau, die als Küchenchefin einen Stern im legendären Guide Michelin erobern konnte. Vor rund einem Jahr hatte sie die kulinarische Leitung des Restaurants Schloss Loersfeld in Kerpen übernommen, das sich in einer über 500 Jahre alten Burganlage befindet, die zu den schönsten Deutschlands zählt.
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein oder sogar zwei Mal getestet wurde“, berichtet die frischgebackene, glückliche Sterne-Köchin. Sicher ist: ihr Menü (Oktuspus-Terrine mit Chorizo und Paprika, Adlerfisch als Zwischengang, Kalbsfilet aus Frankreich und ein asiatisches Bananendessert) konnte den Guide Michelin überzeugen. Daraufhin wurde ihr Anfang Dezember die begehrteste Gastro-Auszeichnung Deutschlands verliehen.

Dass das „echt kölsche Mädchen“ etwas drauf hat, bewies sie bereits während ihrer Ausbildung von 2008 – 2011 im Gourmet-Restaurant „Zur Tant“ in Porz-Langel. Danach kochte sie als Chef de Partie im Vorstandscasino des TÜV Rheinlands in Köln-Poll (2011-2013).
Nach einem einjährigen Intermezzo im ehemaligen Kölner Gourmet-Tempel „La Poele d’Or“ wechselte sie Anfang 2015 in das Kerpener Schloss Loersfeld.
Hier stieg Julia Komp Ende letzten Jahres von der Sous Chefin zur Küchenchefin auf und gilt seither als eine erfolgreichsten Newcomerinnen der Gastro-Szene im Rheinland.

 Nicht erst durch ihre Auslandspraktika in Tunesien, Sri Lanka und Malaysia avancierte Julia Komp zur Liebhaberin orientalischer Gewürze und Speisen. Fast sämtliche Urlaube ihrer Kindheit verbrachte sie mit ihrer Familie in einem Haus in Tunesien und liebte es schon damals, gemeinsam mit ihrer Oma auf den umliegenden Märkten, exotische Gewürze und Gemüse, frischgeschlachtetes Fleisch und frischgefangenen Fisch einzukaufen und zuzubereiten.

Diese und viele andere kulinarische Grundkenntnisse, die sie während ihrer Ausbildung und durch Praktika in diversen Sterne-Küchen erwarb (u.a. „Schloßhotel Lerbach“ (Bergisch-Gladbach), „La Société“ (Köln), „Eastern & Oriental Hotel, Penang“ (Malaysia) ebneten der ehrgeizigen jungen Köchin den Weg zu Siegen bei verschiedenen Koch-Wettbewerben, von verschiedenen Stadt- und Regionalmeisterschaften bis zum 2. Platz mit dem Team NRW bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2011.
Im gleichen Jahr gewann sie als erste Frau bei der renommierten „Hans Bueschkens Young Chef Challenge“ die Auszeichnung als „Zentral Europas beste Jungköchin“.

Mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft holte sie u.a. Doppel-Gold beim Copa Culinary Cup in Costa Rica, Doppel-Gold beim Kremlin Culinary Cup in Moskau und Bronze beim „Salon Mondial Basel“ (alles 2013).

In diesem Jahr gelang dem jungen Ausnahme-Talent mit ihrer selbstgegründeten Regionalmannschaft Köln der erste Platz beim „Salon Mondial 2016“ in Dubai. Als Team-Käpitänin bestand ihre Hauptaufgabe aber vor allem darin, ihr Team zu unterstützen – was ihr ebenfalls gelang. Julia Komps Mannschaft brachte 12 Gold-, 6 Silber- und zwei Bronze-Auszeichnungen mit nach Hause.

Doch eines ist der jungen Spitzen-Köchin bewusst: „Ich weiß, dass ein Chef immer nur so gut ist, wie sein Team. Ohne die Jungs (Raika Nassiri als Sous-Chef, Denis Steindorfer als Patissier, Christian Lorenz als Gardemanger und Azubi Jan Weber) wäre das alles nicht möglich!“
Julia Komps kulinarisches Ziel für die kommenden Jahre: „Im historischen Ambiente des 520 Jahre alten Schlosses möchte ich nicht nur den Ansprüchen der Gourmets gerecht werden, sondern die Sterne-Gastronomie auch für junge, entdeckungsfreudige Gäste attraktiv gestalten.“

 

Günther Jauch beim Winzerdinner im Restaurant Terra des The Ritz-Carlton, Wolfsburg

Beim Winzerdinner erleben die Gäste im Restaurant Terra im The Ritz-Carlton Hotel Weinregionen hautnah. Am 10. November ist Günther Jauch, der beliebteste deutsche Fernsehmoderator und Entertainer, zu Gast und präsentiert die Weine seines Weinguts Von Othegraven. Während eines Vier-Gang-Menüs von Terra-Küchenchef Tino Wernecke erfahren die Teilnehmer viel über die Weinberge und -keller des Traditionsweingutes Von Othegraven.

2010 haben Günther Jauch und seine Frau Thea das Weingut von Othegraven von Frau Dr. Heidi Kegel übernommen. Es befindet sich seit 1805 in Familienbesitz. Günther Jauchs Großmutter war eine geborene von Othegraven. Ihr Bruder Maximilian hatte das Gut 1925 von seinen Vorfahren Grach- Weissebach übernommen. Als Kind war Günther Jauch oft in Kanzem bei Onkel Max und Tante Maria zu Gast. Er und seine Frau führen das Weingut inzwischen in 7. Generation.

Das Weingut von Othegraven besteht seit dem 16. Jahrhundert. Das herrschaftliche Gutsgebäde, der Park sowie der Kanzemer Altenberg sind als Ensemble denkmalgeschützt. Der Betrieb gehört zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter VDP.

Winzerdinner
am 10. November 2016 mit Günther Jauch vom Weingut Von Othegraven.
Um 18:00 Uhr im Restaurant Terra, Vier-Gang-Menü inklusive Wein 85 Euro pro Person. Reservierungen unter der Telefonnummer 05361-607091 oder jederzeit via Email unter ccr.wolfsburg@ritzcarlton.com.

Im Restaurant Terra steht die Ursprünglichkeit des Geschmacks der naturbelassenen Produkte im Vordergrund. Überraschend natürlich präsentieren sich die Gerichte. Die gesunde und nachhaltige Zubereitung verspricht vielfältige, neue Genusserlebnisse.
Die Grundlage ist die enge Zusammenarbeit mit ausgesuchten lokalen Partnern, eine transparente Lieferkette. Klein- und Kleinstbetriebe produzieren in ursprünglicher Landwirtschaft für das Restaurant Terra. Produkte jenseits von Siegel- oder Etikettier-Qualität kommen auf den Teller. Natur pur steht hier im Vordergrund.
Das Terra-Menü wird vom Küchenteam um Küchenchef Tino Wernecke saisonal erarbeitet. Fisch- und Fleischgerichte, vegetarische und vegane Speisen werden angeboten. Ein Menü auf Empfehlung des Küchenchefs komplettiert das Angebot. Ausgesuchte, biodynamische Weine finden sich zudem auf der Weinkarte des Restaurants, deren Fokus auf deutschen Weinen und der alten Welt liegt.

In Deutschland zahlt der Mann

Zusammen oder getrennt?

Die klassische Rollenverteilung ist in den meisten Lebenslagen hoffnungslos überholt – doch in manchen Dingen sind die Deutschen alles andere als emanzipiert: Immerhin 65% aller Deutschen sind nach wie vor überzeugt, dass der Mann die Rechnung im Restaurant begleichen sollte. Während nur etwa 3% aller Deutschen denkt, dass die Restaurantrechnung Frauensache ist, findet immerhin ein Drittel, dass Mann und Frau sich die Rechnungssumme ruhig teilen sollten. Das hat das Markenforschungsinstitut Ipsos in einer repräsentativen Umfrage mit 1.000 Befragten für OpenTable, den führenden Anbieter von Online-Restaurantreservierungen, herausgefunden.

Je weniger Einkommen, desto häufiger getrennte Rechnungen
Egal ob jung oder alt – die Deutschen sind sich einig, dass im Restaurant die alte Schule gilt. Auch die Geschlechter sind sich ungewohnt einig, wobei die Männer mit 67% noch ein wenig mehr als Frauen (62%) davon überzeugt sind, dass sie im Restaurant selbst bezahlen möchten. Insgesamt sind verheiratete oder in einer Partnerschaft lebende Menschen am traditionellsten (70%), während bei Singles eher Gleichberechtigung angesagt ist (44% für getrennte Rechnungen). Außerdem zeigt sich: Je mehr man insgesamt aufs Geld achten muss, desto häufiger zahlen Mann und Frau im Restaurant getrennt. So finden Personen mit einem niedrigeren Haushaltsnettoeinkommen (41%), nicht Berufstätige (44%) und Selbstständige (41%) überdurchschnittlich häufig, dass die Restaurantrechnung nicht zwangsläufig Männersache ist. In Haushalten mit einem besonders hohen Nettoeinkommen wird vergleichsweise seltener die Rechnung gesplittet (29%).

Thüringen am wenigsten, Hamburg am meisten emanzipiert
Regional gesehen ist man in Thüringen und Bremen besonders traditionell: So finden 90% aller Thüringer, dass das Zahlen im Restaurant Männersache ist; in der Hansestadt sind es immerhin 89%. Im Saarland scheint die Emanzipation im Restaurant schon eher Einzug erhalten zu haben: 62% der Saarländer finden, dass jeder für sich selbst zahlen sollte – gefolgt von Baden-Württemberg (39%) und überraschenderweise vom sonst so traditionellen Bayern (38%). In Hamburg finden mit 10% überdurchschnittlich viele Personen, dass die Frau die Rechnung übernehmen sollte – dicht gefolgt von Sachsen und in Brandenburg mit jeweils 8%.

Zahlreiche exzellente Restaurants, in denen sowohl zusammen als auch getrennt zahlende Gäste herzlichst willkommen sind, findet man auf der OpenTable Webseite www.opentable.de oder in der mobilen App.

Thomas Strasser

Wahre Gipfelgenüsse verspricht das familiengeführte Vier-Sterne-Superior-Hotel Post Lermoos, dessen kulinarische Kreationen sich ganz nach dem Motto des Hauses, „genussvoll genial“, durch Stilsicherheit, Kreativität und Heimatverbundenheit auszeichnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kunst, tradierte Genüsse zu erhalten und diese mit neuen Ideen zu kombinieren, um den Gästen so exzellente Gourmeterlebnisse zu garantieren. Verantwortlich zeichnet dafür seit kurzem der haubenprämierte Küchenchef Thomas Strasser, der bereits in verschiedenen renommierten österreichischen Häusern tätig war. Seine Frau Maria hat die Leitung des Spas übernommen.

Gourmetbühne frei für Thomas Strasser: Der gelernte Koch aus Kärnten schwingt seit kurzem den Meisterkochlöffel im eleganten Vier-Sterne-S-Hotel Post Lermoos und bringt kulinarische Frische in die alpine Wellnessküche aus Tirol und aller Welt.

Der Haubenkoch, der schon als Kind große Freude am Kochen hatte, bringt Erfahrungen aus bekannten Fünf-Sterne-Häusern mit, etwa dem „Grand Spa Resort A-Rosa“ in Kitzbühel oder dem Relais & Chateaux SPA Hotel Jagdhof in Neustift, in dem er für seine Leidenschaft zur Gourmetküche mit zwei Hauben von Gault Millau geehrt wurde. Weitere Auszeichnungen folgten unter anderem von Falstaff.

Vor allem Regionalität und Saisonalität werden bei Strasser groß geschrieben. Neben Klassikern der Tiroler Küche präsentiert er gerne auch einmal gewagtere Kreationen. Mit viel Liebe zum Detail und geprägt von internationalen Einflüssen, die er beispielsweise von seinen Reisen nach Australien und Südostasien mitgebracht hat, entwirft der leidenschaftliche Koch seine kulinarischen Kreationen.

Verstärkung erhält das Hotel Post Lermoos zudem von Strassers Frau Maria: Die gelernte Kosmetikerin und Masseurin übernimmt ab sofort die Leitung des Spa-Bereichs. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel ist nicht nur bekannt für seine ausgezeichnete Gourmetküche, sondern bietet auch ausgiebig Raum zum Entspannen. Das Post Alpin Spa gehört zu den renommierten Best Wellness Hotels Österreichs und ist Mitglied der Health & Spa-Premium Hotels. Auf 2.000 Quadratmetern verwöhnt der Alpin Spa mit Signature Treatments von Vinoble, Pflegeprodukten von !QMS Medicosmetics und hochwertigen Treatments auf der Basis von Alpenblumen und wertvollen Bergkräutern von alpienne und Balance Alpine 1000+. Die Vitalwelt präsentiert sich mit einem frisch renovierten Innen- und Außenpool mit insgesamt 180 Quadratmetern Wasserfläche, einem Laconium, Sole-, Kräuter- und Aromadampfbädern, einer Tiroler Schwitzstube sowie einer Biosauna.

Um ihr kulinarisches Niveau zu unterstreichen, ist die Post Lermoos seit Juli 2016 Mitglied der Kooperation „Genießerhotels“. Die Vereinigung feinster Hoteladressen in Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz setzt neben persönlicher Atmosphäre auf außergewöhnliche Kulinarik und exquisite Weinkultur. Wichtig ist den Betreibern daneben die Unterschiedlichkeit der einzelnen Häuser. Weitere Informationen unter www.geniesserhotels.com .

www.post-lermoos.at

Alexandre Couillon

Alexandre Couillon war gerade 22 Jahre alt, als er 1999 gemeinsam mit seiner Frau Céline das Restaurant La Marine auf der französischen Atlantikinsel Île de Noirmoutier eröffnete. Heute zählt es mit zwei Michelin-Sternen zu den besten in ganz Frankreich und der immer noch junge Küchenchef zu jenen Spitzenköchen, denen die Zukunft der französischen Haute Cuisine gehört.

Es gibt Restaurants, deren Name völlig bedeutungslos ist. Solche, bei denen man einfach nicht darauf kommt,
was sich der Besitzer bei der Benennung gedacht hat. Und schließlich gibt es Restaurants, deren Name
Programm ist. Zu dieser Sorte gehört das Restaurant La Marine. Aufgrund seiner Lage am äußersten Zipfel der
Insel Noirmoutier, einer wilden Atlantik-Schönheit nahe der französischen Westküste, hat man von den Tischen
des Restaurants den Hafen und das Meer stets im Blick.
Das kleine, aber überaus feine Restaurant ist jedoch nicht nur wegen seiner idyllischen Lage einen Besuch wert.
Denn hier erlebt man einen der wichtigsten Vertreter der neuen französischen Haute Cuisine bei der Arbeit.
Alexandre Couillon, ein Schüler von Michel Guérard und Thierry Marx, eröffnete es im Alter von 22 Jahren. Mit
nicht einmal 30 hatte er seinen ersten Stern im Guide Michelin erkocht. Eine Ehre, die er im Jahr 2013 mit dem
zweiten Stern verdoppeln konnte.

Lange als eines der vielversprechendsten Kochtalente Frankreichs gefeiert, hat er heute den Schritt zum seriösen
Spitzenkoch längst geschafft. Gemeinsam mit seinem hingebungsvollen Team nimmt Couillon einen geradlinigen,
modernen Kurs auf die französische Küche, basierend auf den Produkten der Insel und darauf, was ihm die
Natur rund um das Restaurant schenkt – und das sind vorwiegend herrlich frischer Fisch und Meeresfrüchte.

Und so hält auch die Speisekarte, was der Name des Restaurants verspricht: Rührei mit Seeigel; Seeteufel mit
einer wunderbaren Stange weißen Spargels, vollendet mit einer Sauce aus Räucheraal und Birne; Kabeljau, überzogen
mit einer leichten Ziegenkäsesauce, mit Zucchini und Charentais-Melone – um nur einige der maritimen
Köstlichkeiten zu nennen, die aus Alexandre Couillons Küche kommen. Das Menü wird dabei stets an den Fang
des Tages angepasst, den der Küchenchef direkt am nur 50 Meter entfernten Fischmarkt im Hafen bezieht.
Jedes Gericht ist ein mit viel Akribie erschaffenes geschmackliches Meisterwerk und kommt als farbenfroher
Kontrast zum modernen schwarz-weißen Dekor des Restaurants auf die Tische – perfekt begleitet von einem
lokalen Wein aus der Vendée. Céline, die Restaurantleiterin und Frau des Küchenchefs, unterstreicht mit ihrer
freundlichen und stets zuvorkommenden Art das Bestreben der Couillons, dem Gast ein harmonisches, ja heimeliges
Genusserlebnis zu bescheren.

So stellt ein Besuch im Restaurant La Marine eine angenehme Abwechslung zur bisweilen übermäßig durchexerzierten
französischen Haute Cuisine dar, ohne dass der Gast dabei aber auf absolute Perfektion und höchste
Qualität verzichten müsste. „Das Kochen ist meine Art der Kunst“, unterstreicht Alexandre Couillon. „Diese
Kunst ermöglicht es mir, schöne Dinge zu erschaffen.“
Im Juni 2016 stellt Alexandre Couillon seine Kunstwerke der kulinarischen Moderne in Salzburg aus: als
Gastkoch des Restaurant Ikarus im Hangar-7.

Restaurant Erwin, Moskau

Wir besuchten diese große Fisch-Brasserie in Moskau und wir waren wirklich überrascht, was es alles gibt

Unsere liebe Freundin Lana Melnikova, PR-Direktor des Baltschug Kempinski Hotels, unser Lieblingshotel in Moskau, gab uns den Tipp, das Erwin mal anzugucken. Das Erwin liegt unterhalb des Hotel Radisson – quasi direkt an der Moskwa, jedoch ohne Blick auf den Fluss – und gegenüber dem russischen Regierungssitz „Weisses Haus“. Es gehört zu der Gruppe von Restaurants, die dem bekannten Moskauer Rechtsanwalt Alexander Rappoport gehört.

Das Erwin – der Name hat auf russisch keine Bedeutung – ist ein ziemlich teuer gemachtes Konzept, aber mit recht zivilen Preisen. Hier geht es in erster Linie um Fisch, speziell um russischen Fisch und Meeresfrüchte.

Es hat eine überdachte Sommerterrasse und einen riesigen, sehr schönen Gastraum über zwei Etagen mit offener Küche. Neben Tischen verschiedener Größen gibt es noch Gemeinschaftstische, wo Gäste mit Fremden zusammen platziert werden. Für diese Tische gibt es keine Reservierungen. Der Laden brummt. Am Wochenende gibt es ohne Reservierung nichts, während der Woche ist eine Reservierung sinnvoll.

Wie in allen besseren russischen Lokalen existiert ungemein viel Personal. Unsere Kellnerin war ganz nett, aber auch eine gute Verkäuferin. Statt russischen Mineralwasser („das ist nur normales Wasser“) wollte sie uns unbedingt überteuerte Nestle Water verkaufen. Ich konnte den Versuch gut abwehren und bekam ein Baikal mit Sprudel (0,5l für ca. 3,50 €). Meine Frau hatte einen schönen Primitivo (0,15l für 7 Euro, während ich einen etwas sprittigen Grünen Veltliner (ebenfalls für 7 Euro) hatte.

Wir baten darum, die Vorspeisen zu teilen. Trotzdem brachte die Bedienung uns alles zusammen. Ich schickte einen Teller zurück, weil wir uns kaum noch bewegen konnten.

Wir starteten mit 50gr Ossietra Kaviar für 16 Euro. Dazu gab es drei kalte, sehr süsse Pfannkuchen mit einer undefinierbaren Butter. Der Kaviar war exzellent. Man konnte noch eine bessere Qualität bestellen für 45 Euro.

Unser nächste Gang war Kabeljauleber (7,50 Euro). Diese war etwas säuerlich zubereitet und gefiel mir weniger, während meine Frau sie mochte und Kindheitserinnerungen bei ihr erweckten.
Dann hatten wir Felchen (Muksun auf russisch) für 6 Euro. Diese waren quasi halbgefrorenes Sashimi. Geschmacklich war der Fisch absolut neutral. Die Kellnerin empfahl, ihn zuerst in eine Cocktail Sosse und danach in Salz und Pfeffer zu tunken. Danach schmeckte die Felche wie Cocktailsauce auf Eis mit Salz und Pfeffer. Die Cocktailsosse selber schmeckte industriell.

Meine Frau hatte als Hauptgericht Königskrabbe (Kamchatka Krabbe – 12,50 €) und ich gebackenen Murmansk Kabeljau (8,50 €). Die Krabbe war okayish, aber nichts für was man Umwege gehen würde.
Mein Kabeljau war in einem Bierteig frittiert, der das gesamte Friteusenfett aufgesaugt hatte. Der Fisch selber war komplett übergart, aber schmackhaft. Die dazugereichte Remoulade war gut.
Wer aber einmal perfekten Fisch & Chips bei Sascha Lenz im Andaz London hatte, weiß, wie das schmecken kann! (Das Fischrestaurant gibt es nicht mehr im Andaz und Sascha Lenz ist jetzt in Goa).

Wegen des Essens braucht man nicht ins Erwin zu gehen. Wegen der Atmosphäre und den anderen Gästen sollte man ins Erwin gehen und Spaß haben. Selbst als Berliner Junge kam ich mir wie ein kleiner Provinzler vor. Ich fragte den Kellner, der schon stundenlang nutzlos hinter mir stand, er möge doch ein Foto von mir und meiner Frau machen. Zuerst verstand er gar nicht und dann war er komplett entsetzt und meinte Njet, njet!!! und drei Kellnerinnen stürzten auf uns zu und übernahmen das Fotografieren. Der nutzlose Kellner war kein Kellner sondern ein Leibwächter.
Am Ende unseres Essens – alles zusammen incl. 10 % Tip 75 Euro – spazierten wir einmal durch das riesige Lokal, um uns alles genau anzugucken. Jede zweite Frau hatte eine sehr teure Channeltasche (ab 3000 Euro/Stück). Insgesamt waren ungefähr 12 Leibwächter im Lokal und acht weitere draussen. Wen die bewachten, war für uns nicht auszumachen. Alle Gäste sahen normal aus und benahmen sich unauffällig. Vor der Tür auf der Strasse war mittlerweile ein toller Wagenpark der obersten Klasse. Man parkte in der zweiten und selbst in der dritten Reihe. Auf dem Bürgersteig sowieso.

Würden wir noch einmal hingehen? Auf jeden Fall. Es machte Spaß. Die Leute sind nett und es gibt viel zu sehen. Kulinarisch wird man zwar nicht verwöhnt, aber verhungern tut man auch nicht. Das Erwin könnte genauso in NYC oder Paris stehen. Nur hätten die nicht so originelle Gäste wie in Moskau. Hingehen & Spaß haben!

Hier unsere Fotos: https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153856113163124

Adresse: Kutuzovsky Ave, 2/1, стр. 6, Moscow
Telefon:+7 (495) 785-02-22
Öffnungszeiten: Täglich 12:00–01:00Uhr

Neue WineSafari in Südtirols Süden

Begegnungen mit starken Frauen und unkonventionellen Weingütern

Sinnliche Erlebnisse und überraschende Begegnungen: Die neu konzipierte WineSafari für alle Sinne von 2. bis 6. Mai 2016 im Rahmen der 10. Südtiroler WeinstraßenWochen überrascht auch altgediente Experten mit ganz besonderen Geschichten und speziellen Schwerpunkten. Das Besondere an diesen eintägigen Entdeckungsreisen: Dem Besucher werden mit unkonventionellen Themen und Exkursionen faszinierende Perspektiven zum Südtiroler Wein eröffnet. Die Highlights: Geballte Frauenpower von renommierten Weinexpertinnen, Weingüter mit zukunftsweisenden ökologischen Qualitäten und architektonische Schätze der klassischen und modernen Art.

Wein & Frau
Weinbau ist eine Männerdomäne? Von wegen. In Südtirols Süden gibt es einige starke Frauen, die ganz außergewöhnliche Weine produzieren. Bei der WineSafari Wein&Frau am 3. Mai 2016 steht die Frauenpower im Mittelpunkt. Eine Natur- und Landschaftsführerin begleitet die Teilnehmer zu ausgewählten Weingütern und Kellereien, die ausschließlich von herausragenden Frauen der Südtiroler Weinwirtschaft geführt werden und die ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Dazu gehört ein Besuch bei Elena Walch in Tramin. Die gelernte Architektin brachte Ende der 80er Jahre einen künstlerischen Ansatz in die Weinwirtschaft ein. Die beiden Töchter Julia und Karoline sollen dieses Erbe nun weiterführen. Außerdem auf dem Programm: Ein Besuch bei Christine Ochsenreiter in der Sektkellerei Haderburg in Salurn und in der Vinothek Enovit in Bozen.

Green WineSafari
Einen ganz anderen, hochinteressanten Zugang zum Südtiroler Wein offeriert die Green WineSafari am 2. Mai 2016. Bei dieser Tour geht es um Kellereien und Weingüter, die die Vorteile der nachhaltigen Wirtschaftsweise bereits früh erkannten und diese konsequent bei der täglichen Arbeit im Weinberg und in der Kellerei anwenden wie zum Beispiel Alois Lageder, das Bio-Weingut von Othmar Sanin in Margreid und das Weingut Schwarhof. Dabei erfahren die Teilnehmer viel über Konzepte des biodynamischen Weinbaus, der Geothermie, Wasserkraftenergie und KlimaHaus Wine und ihre tägliche Anwendung in den Kellereien der Südtiroler Weinstraße.

Wein & Architektur
Seit jeher trafen sich in Südtirol Händler aus dem Norden und Süden und machten Geschäfte. Italienische und deutsche Lebensstile fanden so Eingang in die Gesellschaft von Südtirol. Das spiegelt sich besonders in der Architektur der Weinregion wider. Zwischen 1550 und 1650 entstanden Weinhöfe und Ansitze, deren Formen als Überetscher Baustil bezeichnet werden und Elemente der deutschen Gotik und der italienischen Renaissance vereinen: Erker, Loggien, Freitreppen, Doppelbogenfenster. Längst haben Südtiroler Architekten die alten Baumeister aus Venedig und der Lombardei abgelöst und einen eigenen zeitgemäßen Stil entwickelt. Viel beachtet sind Projekte, in denen neue Ideen im Dialog mit Altbauten stehen. Einige Weinkellereien wie z.B. die Kellerei Tramin gehen mit gutem Beispiel voran und sind, neben dem Ansitz Romani und dem Winecenter Kaltern, Teil der Tour Wein & Architektur, die am 5. Mai 2016 stattfindet.

Eine Anmeldung zur WineSafari ist bis Donnerstag, den 28. April 2016 unter Südtiroler Weinstraße, Tel. +39 0471 860 659, info@suedtiroler-weinstrasse.it möglich. Im Preis von 110,00 Euro sind inklusive der Bustransfer von und zum Hotel, Radverleih, Weingutsbesichtigungen, Degustations-Mittagessen mit Weinbegleitung, die Begleitung der Landschafts- und Naturführerin und ein Imbiss zum Ausklang.

Weitere Informationen zu den WeinstraßenWochen finden sich unter www.suedtiroler-weinstrasse.it oder unter www.suedtirols-sueden.info.

Meidjie Ang

Max Rubner-Preis geht an Gießener Nachwuchswissenschaftlerin

Meidjie Ang ist die Preisträgerin des Max Rubner-Preises 2015 der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Die
vierunddreißigjährige Diplom-Ökotrophologin nahm die mit 5 000 Euro
dotierte Auszeichnung auf dem 52. Wissenschaftlichen Kongress in Halle an
der Saale von Prof. Ulrike Arens-Azevêdo, Vize-Präsidentin der DGE,
entgegen.

Ang untersuchte in einer randomisierten doppelblinden Studie mit Cross-over
Design die metabolische Response von Isomaltulose im Vergleich zu
Saccharose bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Die im American
Journal of Clinical Nutrition publizierte Originalarbeit “Comparison of
the effects of slowly and rapidly absorbed carbohydrates on postprandial
glucose metabolism in type 2 diabetes mellitus patients: a randomized
trial” fand bei der Jury die breiteste Zustimmung.

„Langsam absorbierte Kohlenhydrate bewirken einen verzögerten Anstieg
des Blutglucose- und Insulinspiegels und sind daher für die Verbesserung
der glykämischen Kontrolle von großer Bedeutung. Die Arbeit von Frau Ang
konnte unter Verwendung der Doppelisotopentechnik zeigen, wie wichtig die
jeweilige Kohlenhydratart zur Blutglucosekontrolle und in der
Ernährungstherapie von Typ-2-Diabetikern ist“, betonte Arens-Azevêdo in
ihrer Laudatio.

Insgesamt wurde nach 4-stündigem Konsum von Isomaltulose weniger Glucose
in den Blutkreislauf abgegeben als nach der Bolusgabe von Saccharose. Nach
der Aufnahme von Isomaltulose verlängerte sich die Absorptionszeit
signifikant. Dabei wurde das Inkretinhormon GLP-1 in größerer Menge
ausgeschüttet, was zur Verringerung der Glukagonsekretion und damit zur
Verbesserung im Insulin/Glukagon-Verhältnis führte. Dadurch wurde die
Insulinwirkung erhöht und gleichzeitig kam es zu einer Hemmung der
endogenen Glucoseproduktion und erhöhten Glucoseaufnahme in der Leber.

Meidjie Ang studierte Ökotrophologie in Bonn und ist seit 2008 Doktorandin
an der Medizinischen Klinik und Poliklinik 3 in Gießen. Unter der Leitung
von Prof. Dr. Thomas Linn beschäftigt sich die aus Indonesien stammende
junge Wissenschaftlerin mit der Wirkung von langsam absorbierenden
Kohlenhydraten auf Diabetes mellitus Typ 2.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. und die Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin würdigen die wegweisende Arbeit von Frau
Ang mit der Verleihung des Max Rubner-Preises 2015. Der Preis wird seit
1979 für hervorragende wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit
Fragen der Ernährungstherapie oder der Prävention ernährungsmitbedingter
Krankheiten beschäftigen, vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro
stellt die Stiftung zur Förderung der DGE zur Verfügung.

Heinz Marecek ist Feinschmecker des Jahres

Zwischen Frühstück und Abendessen brauchte er früher oft 20 Marillenknödel, um glücklich zu sein. Heute isst er nur mehr ein Mal am Tag, dann aber ordentlich. Heinz Marecek  gerät fast in Trance, wenn er über die Küche seiner Großmutter spricht – von Skubanky über Pofesen bis zum besten Wiener Schnitzel, das auf Gottes Erden je gebacken wurde. Doch nicht nur bodenständige Küche liegt ihm am Herzen, er war auch einer der ersten, die in Ferran Adrias „El bulli“ molekular veränderte Speisen probierte.

Die Auszeichnung „Feinschmecker des Jahres“ wird Jahr für Jahr für besondere Verdienste um Österreichs Kultur in Küche und Keller vergeben. Die Wahl fiel den Herausgebern des GaultMillau, Martina und Karl Hohenlohe, in diesem Jahr nicht schwer: „Heinz Marecek ist gutes Essen und Trinken ein großes Anliegen – er transportiert dieses Bekenntnis nicht in großen Worten, sondern in jahrzehntelanger Feldforschung in den besten Restaurants der Welt und in der herrlichen Küche seiner Frau Christine.“

Unter den Gästen dess Gala-Abends im Wiener Vier-Hauben-Restaurant Steirereck waren unter anderen Schauspieler und langjähriger Freund des Ausgezeichneten Otto Schenk mit seiner Frau Renee, der Laudator und ehemaliger Chefredakteur der KURIER „Freizeit“, Michael Horowitz, Leipnik-Lundenburger Generaldirektor Josef Pröll und dessen Aufsichtsratspräsident Ökonomierat Christian und Rotraut Konrad, Good Mills Österreich CEO Peter Stallberger, Sprecher der Geschäftsführung der Good Mills Group Josef Dietrich, Café+Co CEO Gerald Steger, Generaldirektor der Casinos Austria Karl Stoss, der amerikanische Trendforscher und Autor der „Megatrends“ John Naisbitt, Kabarettist und Schauspieler Florian Scheuba mit seiner Frau Mena, Skistar a. D. und Moderatorin Alexandra Meissnitzer, Sportmanager Hubert Neuper, Architekt Wilhelm und Mari Holzbauer, Brau Union Generaldirektor Markus Liebl, Genetiker Markus Hengstschläger, Vier-Hauben-Koch Walter Eselböck mit seiner Frau Eveline, Ja! Natürlich Chefin Martina Hörmer, Schauspielerin Brigitte Karner.

Der Abend begann schon hochkarätig, als man mit Roederer Brut Premier Champagner auf den Ausgezeichneten anstieß. Vier-Haubenkoch Heinz Reitbauer verwöhnte die Gäste des Abends mit Sungold Paradeiser mit Physalis & Haselnüssen, es folgte Paprika & Melone mit Topinambur, Venusmuscheln und Olivenkraut sowie Sommerkürbis mit Süßerdäpfeln, Paradeisern, Mandeln & Lavendel. Als Hauptgang ließ Heinz Reitbauer über Holzkohle gegrillten Stör mit Kohlrabi, Quinoa & Holunder sowie Lammzunge mit Eierschwammerl, Duwickler Karotte & Gartenmelde und Rehbock mit Kochsalat, Schwarzwurzel, Feigen & Perilla servieren. Dazu gab es Weine vom Wiener Weingut Lenikus (Wiener Gemischter 2013), aus dem Hause Schönberger aus Mörbisch (Neuburger Waldäcker 2012) sowie die kräftige Cuvee Amarok 2011 vom Weingut Artner aus Höflein.

Die bisherigen „Feinschmecker des Jahres“:

2012 Erwin Steinhauer, Schauspieler
2011 Sarah Wiener, Gastronomin und Moderatorin
2010 Dominique Meyer, Staatsoperndirektor
2009 Dr. Michael Häupl, Wiens Bürgermeister
2008 Hanno und Irmi Soravia, Bauunternehmer
2007 Hans-Peter Haselsteiner, Unternehmer
2006 Peter Simonischek, Schauspieler
2005 Josef Pröll, Bundesminister a. D.
2004 Prof. Rudolf Klingohr, TV-Produzent
2003 Agnes und Rudolf Buchbinder, Gastgeberin/Pianist
2002 Dr. Werner Schneyder, Schriftsteller
2001 Louise Martini, Schauspielerin und Autorin
2000 Wolfgang Rosam, Lobbyist und Connaisseur
1999 Gerhard Tötschinger, Intendant und Autor
1998 Herbert Schimetschek, PRÄSIDENT AUFSICHTSRAT UNIQA, Generalrat Österr. Nationalbank
1996 Hans Mahr, RTL-Redaktionsdirektor
1994 DI Friedrich und Catherina Stickler, Vorstandsdirektor/TV-Dame
1993 Prof. Peter Weck, Intendant und Schauspieler
1992 Eva Deissen (†), Journalistin
1991 o. Prof. Wilhelm Holzbauer, Architekt
1990 Prof. Claus J. Riedel (†), Designer und Industrieller
1989 Oskar Czerwenka (†), Kammersänger
1988 Dr. Herbert Schoeller (†), Bankier
1987 Angelina Müllersen (†), Private
1986 Komm.-Rat Helmut Touzimsky, Leiter Gourmetcenter Meinl/Graben
1985 Attila Orgovanyi-Hanstein (†), Forstwirt und freier Autor
1984 Dr. Rudolf Bayr (†), Schriftsteller