Marco Gerlach ist Nachwuchssommelier 2016

Zum fünfzehnten Mal wurde der „Nachwuchssommelier des Jahres“ auf der ProWein in Düsseldorf gekürt. Die Jury konnten Marco Gerlach aus Ringsheim, der den ersten Platz belegte, sowie der Zweitplatzierte Patrick Wilhelm aus Heiligkreuzsteinach und der Drittplatzierte Benjamin Sauri Montalt aus München, überzeugen.

Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben vom Magazin MEININGERS SOMMELIER und dem Verband der Sommelier-Union Deutschland in Kooperation mit der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz/Hamburg, der IHK München und dem International Wine Institute in Bad Neuenahr- Ahrweiler.

„Ein verdienter Sieg“ urteilte die Jury, die den Sommelier Marco Gerlach zum Nachwuchssommelier 2016 kürte. Der gelernte Sommelier war um keine Frage verlegen und konnte besonders im praktischen Prüfungsteil seine profunden Kenntnisse unter Beweis stellen. Dabei kam ihm insbesondere seine Berufserfahrung in bekannten Restaurants der Spitzengastronomie, wie dem Schwarzen Adler in Oberbergen und dem Ketschauer Hof in Deidesheim zu Gute.

Sein Service am Gast zeigte nach Auffassung der Jury, dass hier ein Sommelier-Talent mit viel Sachkenntnis, Gefühl und Freude am Beruf den Gast souverän, eloquent und charmant bedient.

Platz zwei ging an Patrick Wilhelm. Auch er hat sein „Handwerk“ von Grund auf gelernt: Nach der Ausbildung zum Hotelfachmann sammelte er Erfahrung in verschiedenen Servicebereichen. Seit über vier Jahren ist er nun im BASF Weinkeller für den Bereich Beratung und Kundenbetreuung zuständig. Der dritte Platz wurde an Benjamin Sauri Montalt vergeben. Er hat zwar nicht über eine klassische Ausbildung im Restaurant- bzw. Hotelbereich in die Welt des Sommeliers gefunden, dafür aber zielstrebig auf anderem Weg sein Interesse am Wein zum Beruf gemacht: Nach einem Studium der Kunstgeschichte vertiefte er seine Weinkenntnisse über vier Jahre bei seiner Tätigkeit für Jaques Weindepot. Danach wechselte er in die Weinhandlung Garibaldi in München.

Die Prüfung begann mit einer Weinbegleitung, die für ein vorgegebenes Menü anhand der Weinkarte zusammengestellt werden sollte. Als nächstes wurde den Finalisten in den Einzelprüfungen eine fehlerhafte Weinkarte vorgelegt. Es galt hier vom einfachen Tippfehler über falsche Anbaugebiete und Qualitätsstufen die Fehler zu benennen.

Es folgte eine Blindverkostung von zwei Weiß- und zwei Rotweinen, bei denen Eigenschaften wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Rückschluss auf Wein-Art, Qualität, Rebsorte und Anbaugebiet definiert werden mussten. Der nächste Prüfungsteil bestand aus einer Powerpoint- Präsentation, bei der anhand der gezeigten Bilder geprüft wurde, wie gut sich der Sommelier in der Weinwelt auskennt: Weinregionen und Erzeuger mussten optisch erkannt und zugeordnet werden.

Ein Hauptpunkt der praktischen Prüfung war auch dieses Jahr der klassische Service am Gast mit Servieren eines Champagners. Dazu gehören beispielsweise das Präsentieren des Champagners, das korrekte Öffnen der Flasche, das Reinigen des Flaschenhalses und das
Verkosten, sowie Einschenken des Champagners. Während des Champagner-Service mussten die Kandidaten außerdem Fragen der „Gäste“ beantworten.

„Wir verstehen den Wettbewerb als Messlatte für den hohen Anspruch an das Wissen und das Handwerk eines gut ausgebildeten Sommeliers. Er ist zugleich Anreiz und Motivation für junge, aufstrebende Gastronomie-Talente. Natürlich bietet der Titelgewinn auch Karrierechancen in der Top-Gastronomie“. So das Fazit zum Sommelier-Nachwuchswettbewerb von Sascha Speicher, Chefredakteur des Magazins MEININGERS SOMMELIER. Auf diese Weise haben es schon einige junge Sommeliers an die Spitze geschafft. Unter den Gewinnern des Nachwuchswettbewerbs sind Namen wie Dominik Trick, Christina Hilker, Sybille Herbst, Sebastian Wilkens oder Holger Schramm zu finden.

In der Jury wirkten mit: Christine Balais, Sommelier-Union Deutschland, Stephanie Döring von der Deutschen Wein- und Sommelierschule Koblenz Niederlassung Hamburg, Gerhard Elze im Auftrag der Österreich Wein Marketing GmbH, Dominik Trick für die Hotelfachschule Heidelberg, Astrid Zieglmeier von der IHK München sowie Sascha Speicher, Chefredakteur des Magazins MEININGERS SOMMELIER.

Milchshakes – wichtige Warnhinweise fehlen

Hochsommerliche Temperaturen am Wochenende und ein erfrischender Milchshake gehört dazu – das Angebot ist vielfältig und bunt. Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat das farbenfrohe Angebot genauer unter die Lupe genommen und zwölf Milchshakes auf den Gehalt von Zusatzstoffen und deren Kennzeichnung untersucht. Das Ergebnis: zwei stark eingefärbte Milchshakes mit künstlichen Farbstoffen mussten beanstandet werden, da der zusätzliche Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ fehlte. In keiner Probe wurden Konservierungs- oder Süßstoffe nachgewiesen.

In insgesamt drei Proben wurden künstliche Farbstoffe festgestellt. Der Zusatz von synthetischen Farbstoffen in Milchshakes ist zwar erlaubt, muss aber kenntlich gemacht werden. Bei einer der zwei beanstandeten Proben fehlte sowohl die Angabe „mit Farbstoff“ als auch der zusätzliche Warnhinweis. Bei der zweiten Probe fehlte der Warnhinweis.

Die beanstandeten Milchshakes enthielten sogenannte Azofarbstoffe. Diese Farbstoffe (Gelborange S (E110), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Allurarot (E122), Allurarot AC (E129), Tartrazin (E102) und Cochenillerot A (E 124) müssen mit dem zusätzlichen Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ versehen werden, da sie im Verdacht stehen, sich möglicherweise nachteilig auf das Verhalten hyperaktiver Kinder auszuwirken.

Im Labor wurden zwölf lose Proben aus Eisdielen und Cafés mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Erdbeere, Schokolade untersucht. Die Zusammensetzung von Milchshakes ist rechtlich nicht geregelt. Üblicherweise wird Milch mit Speiseeis, Obst, Schokolade oder Aromen verquirlt. Auch Sahne oder Joghurt werden verwendet, ebenso Nüsse, aromatisierte Sirupe oder Gummibärchen. Bei der Herstellung können synthetische Zusatzstoffe beigefügt werden, um zum Beispiel die Farbe zu verstärken, diese müssen aber kenntlich gemacht werden.

Die Beanstandungsquote von 17 Prozent hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (16 Prozent, 32 Proben, davon vier mit Beanstandungen) nicht verbessert.
Auch hier war mangelnde Kennzeichnung der Hauptbeanstandungsgrund, vor allem der fehlende Warnhinweis bei der Verwendung von Azofarbstoffen. Das LAVES wird deshalb weiterhin regelmäßig einmal im Jahr, vorzugsweise im Sommer, Milchshakes analysieren.

Die Untersuchungen für diesen Sommer sind angelaufen, bis August werden insgesamt 60 Proben aus allen niedersächsischen Kommunen erwartet.

www.laves.niedersachsen.de.

Ho Chi Minh City, Vietnam, Reisebericht

Nach einem doch anstrengenden Flug mit Cathay, sind wir in Ho Chi Minh City (HCMC) angekommen.
Die Flugbegleiter der Cathay erstaunten mich. Mein Business Class Sitz lies sich nicht zum flachen Bett ausfahren. Irgendetwas hakte. Der Steward reparierte vor Ort. Eine halbe Stunde fummelte er an der Mechanik im Sitz rum und hat es sogar hinbekommen. Einzig, dass er mit Schuhen auf meinem Bett rumturnte und mit seinen dann schmutzigen Händen mein Kissen anfasste, war weniger schön.
Im Transitbereich wartete meine Tochter bereits auf uns. Sie kam eine halbe Stunde vorher mit der Aeroflot an.
Wir stellten uns dann bei der Passkontrolle an. Nach 20 Minuten warten, wurden wir wieder zurückgeschickt. Man muss zuerst sein Visa abholen. Die Visastelle war umlagert, nirgendwo war etwas erklärt. Anstellen ist Blödsinn. Man drängelt sich an den Wartenden vorbei und holt sich den Antrag. Allerdings muss man vorher bereits das Visa via Internet beantragt haben. Das hatten wir. Kostet ca. 20 Euro pro Kopf. Nun füllt man den neuen Antrag aus und gibt ihn mit 2 Passfotos – 4×6 cm – wieder ab. Dann wartet man ewig wie alle anderen an diesem Nadelöhr. Nach 40 Minuten wurden wir aufgerufen und zahlten 45 $ pro Kopf und mussten wieder zur Passkontrolle. Die waren nett und ich durfte – da niemand da war – zum Diplomatenschalter.

Da wir die Gegebenheiten nicht kannten, liessen wir uns von unserem Hotel, Saigon Domain, abholen. 25 $. Der Fahrer lief vor, wir mit dem Gepäck hinterher…. Wir sind von MiddleEast wohl zu verwöhnt. Im Hotel angekommen, schliefen wir erst einmal 4 Stunden, um dann Essen zu gehen.

Das Hotel selber ist eher ein Serviced Apartmenthaus. Wir hatten „Two Bedroom“ bestellt, bekamen aber sogar drei, so dass die Kinder jeder ein eigenes Zimmer hatten.
Das Apartment ist riesig, ca. 150 qm, gut ausgestattet, aber schlecht gepflegt und etwas oberflächlich sauber gemacht. Da es noch relativ neu war, ging es noch. In ein paar Jahren ist es sicher komplett runtergekommen.

Wir nahmen uns ein Taxi – man sollte nur Taxis der Firmen VinaSun, VinaTaxi und MaiLinh nehmen, da diese seriös sind. Wir zahlten 8 Euro bis zu einem kleinen Nacht-Markt. Hier gab es viele gefälschte Sachen, die uns wenig interessierten. Wir aßen recht nett in einem Zelt. Vietnamesiche Frühlingsrollen, „Kantonesichen“ Reis und Schweinebauch. Austern und Jacobsmuschel waren nicht berühmt. Der Rest war gut.

Das Frühstück im Hotel war okay. Es gab an Brot nur Toast. Aufschnitt gab es nicht, nur zwei Marmeladen. Eierspeisen nach Wahl und viel frisches, gutes Obst. Man sitzt sehr hübsch direkt am Fluß. Der Service ist liebevoll aber ahnungslos.

Wir nahmen das kostenlose Boot-Shuttle vom Hotel in die Innenstadt. Ganz prima! Dann tranken wir beim Vietnams #1 Coffeeshop, Nguyen, einen typischen Drip Coffee, der teuer war (4,00 Euro/Tasse) und uns nicht so überzeugte. In der Stadt gab es einiges zu entdecken. Kathedrale, General Post Office etc. Wir wollten uns eigentlich massieren lassen (ca. 15 Euro/Stunde), aber die Läden sahen oft eher wie ein Bordell aus. Da haben wir verzichtet.
Nichst Spektakuläres in HCMH, aber eine gute Atmosphäre. Abends aßen wir in einer Sushi-Bar. Sashimi war okay, der Reis beim Maki zu süss und zu essighaltig. Wirklich preiswert war es nicht.

Am nächsten Tag, der 3., sind wir wieder in die Stadt. Wir besuchten das Kriegsmuseum (ca. 70 cents Eintritt für Erwachsene, Kinder frei). Mein Neunjähriger war begeistert von den ausgestellten Panzern und Fluggeräten, im „Gefängnistrakt“ jedoch war er dann von den Fotos zu schockiert, so dass ich abbrechen musste. Die Bilder der Napalmopfer im Museumsgebäude ersparte ich ihm. Wir hatten danach ein sehr gutes Gespräch über Waffen und den Wahnsinn eines Krieges.
Danach ging es in A O Show in die Saigon Oper. Das Gebäude ist eher ein kleines Opernhaus. Es gab eine stimmungsvolle vietnamesiche Artistik Show. Keine wirkliche Sensationen, aber recht nett. Nehmen Sie Tickets auf der rechten Seite. Wie kauften unsere Tickets im Postamt, da gibt es 20 % Rabatt. Es war mit 20 Euro in der billigsten Kategorie für eine Stunde Show nicht ganz preiswert. Man sitzt relativ bequem.

Ich las den Bericht des geschätzten Günter Klotz, der ganz begeistert zwei Tage vor uns im fünfbesten vietnamesischen Restaurant, dem Hoi An, aß. http://guenterklotz.blogspot.com/2015/03/saigon-little-tokyo-hoi-an.html . Ich kann seine Erfahrung leider nicht teilen.

Nach der Oper liefen wir 10 Minuten zum Restaurant. Die Gegend ist abends gut frequentiert, was woll auch an den ansehnlichen Damen liegt, die vor den Massagesalons werben. Mein Neunjähriger wollte jetzt auch eine Massage, seine Mutter war dagegen.
Im Restaurant wurden wir freundlich empfangen, mussten kurz warten, weil sie nachguckten, ob im 1. Stock was frei ist, was nicht war, so dass wir im EG platziert wurden.
Wir bekamen riesige a la Carte Speisekarten und welche mit über 15 „Set Menüs“. Dazu eine Drinking List und separat eine Weinkarte. Da wir zu faul waren, die Karte durchzuarbeiten, haben wir uns für ein Menü mit besonders vielen „Signature Dishes“ entschieden. Die Tochter nahm das vegetarische Menü.
Der nette Kellner fragte uns, ob wir scharf essen können, worauf wir antworteten, moderate Schärfe sei prima und die Tochter – nach ayurvedischen Regeln – mag es nicht scharf. Dann kam der Oberkellner, drängte den Kellner weg und sagte, er habe verstanden. Ich sagte noch, wir möchten alles so essen, wie der Küchenchef es gedacht hat.
Dann fragte er uns, welches Hotel uns schickte. Und antwortete gleich selber: „Das Inter-Continental bestimmt!“

Am Anfang wurde das Menü umgestellt. Statt der frittierten Frühlingsrollen kamen die hervorragenden Frischen. Danach gab es die frittierten, die sehr mayonnaiselastig waren. Trotzdem noch lecker. Unser 7 Gang Menü entpuppte sich als Fünf-Gang Menü, 2x Frühlingsrollen, gute in Kokoswasser gedämpfte Scampi, Rindfleisch mit Zwiebel und Spinatbeilage, sowie gebratenen Reis. Zum Nachtisch gab es ein Kompott aus Lotuswurzeln, Lotussamen und Lychee. Das ganze mit Eiswürfeln.
Wir Erwachsenen teilten unsere Menüs mit Junior, was sinnvoll war, da die Portionen großzügig sind.
Das vegetarische Menü war kein Brüller. Eine Maissuppe vorab, dann zwei Sorten vegetarische Frühlingsrollen, Tofu mit Gemüse und gebratenem Reis.

Fazit: Alles schmeckte sehr nüchtern und ungewürzt. Wir waren wenig begeistert und hatten nicht den Geschmack Vietnams auf der Zunge. Für Vietnam war es für drei Personen mit 152 US$ recht teuer.

Unsere Fotos vom Restaurant: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152922437278124.1073741927.168996673123&type=3

Bessere Kennzeichnung auf Lebensmitteln

Künftig Salzgehalt statt Natriumwert

Wer vermeiden will, dass stark gesalzene Fertigsuppen oder Tiefkühlpizzen auf seinem Teller landen, suchte bislang auf der Verpackung nach dem Anteil der würzenden Zutat vergebens. Wenn überhaupt war der Salzgehalt bei den Nährwertangaben im Natriumwert versteckt. „Viele Hersteller machten sich bisher nicht die Mühe, neben dem Natrium auch den Anteil der weißen Streuwürze in ihren Fertiggerichten anzugeben. Doch Verbraucher brauchen verlässliche Angaben, denn zu viel Salz im Essen ist für den menschlichen Organismus schädlich“, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Jeder Deutsche nimmt täglich im Schnitt sieben bis neun Gramm Salz zu sich. Mehr als sechs Gramm pro Tag können Herz und Kreislauf auf Dauer nicht verkraften. Viele Menschen haben mit hohem Blutdruck und einem steigenden Schlaganfallrisiko zu kämpfen. Die Gefahr dieser Zivilisationskrankheiten kann durch weniger Salz in der eigenen Ernährung reduziert werden.“ Eine neue Kennzeichnungspflicht ab Ende des Jahres soll Konsumenten helfen, sich beim Lebensmitteleinkauf im Laden besser zu orientieren und ihnen ermöglichen, ihren Salzkonsum leichter zu regulieren:
Kennzeichnungsrevolution auf der Verpackung: Bislang war es Herstellern freigestellt, ob sie den Salzgehalt in ihren Fertig-Pizzen, Pasta-Gerichten und Co. auf den Verpackungen angeben. Wenn, mussten Hersteller dies zwingend in Form des Natriumwerts, einem Mineralstoff im Salz, tun, konnten die Salzmenge aber zusätzlich nennen. Ein Gramm Natrium entspricht rund 2,5 Prozent Gramm der weißen Würze. Kundige Verbraucher mussten also meistens rechnen, um den wahren Salzgehalt in der Suppe von der Verpackung ablesen zu können. Ab 13. Dezember kann der Rechner in der Tasche bleiben: Ab dann muss bei der freiwilligen Kennzeichnung der Salz- statt des Natriumanteils EU-weit auf der Verpackung angegeben werden. Aber erst ab Ende 2016 müssen sich sämtliche Hersteller an diese Vorgabe halten. Immer mehr Lebensmittelfirmen nehmen bereits im Vorfeld nicht nur die neue Regelung, sondern auch die damit beabsichtigte Gesundheitsförderung ernst: Sie stellen schon jetzt die Kennzeichnung auf ihren Lebensmittelverpackungen für Verbraucher nachvollziehbar um und reduzieren sogar in vielen Fällen den Salzanteil in ihren Gerichten.

Maximal sechs Gramm pro Tag: Gesundheitsbewusste Konsumenten sollten darauf achten, dass sie insgesamt nicht mehr als einen Teelöffel Salz pro Tag zu sich nehmen. Der größte Teil davon wird nicht beim Kochen ins Essen gestreut, sondern er steckt bereits verarbeitet in Wurst, Käse, Brot und Fertiggerichten. Die eindeutige Salzkennzeichnung auf den Produkten macht es Verbrauchern nun leichter, den Überblick über die Zufuhr zu behalten. Gering Gesalzenes enthält 0,3 Gramm Salz in hundert Gramm. Bei verarbeiteten Lebensmitteln mit der fünffachen Menge – 1,5 Gramm Salz – ist die Ausschau nach einer salzärmeren Variante empfehlenswert. Meistens gibt es auch weniger gewürzte Produkte – allerdings meist bei einem anderen Hersteller.

Wissenswertes rund um die neuen Kennzeichnungsregeln von Salz und Tipps zum Konsum finden Interessenten in einem Special der Verbraucherzentrale NRW im Internet unter www.vz-nrw.de/salz

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Teil 1 unter: http://www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/

Genua
Keiner von uns war je in Genua. Wir dachten an eine hässliche Hafenstadt. Wie sollten wir uns täuschen! Genua ist sicher nicht eine polierte Schönheit, aber der morbide Charme und die Freundlichkeit und Verfressenheit der Einheimischen erinnerte mich an Köln oder Berlin als italienische Variante. Hier hatten wir auch unser einziges Fünf-Sterne Hotel, das Grand Hotel Savoia direkt am Hafen. Und es war das preiswerteste Hotel auf der Reise! Und eines, in dem mal alles funktionierte. Klimaanlage, Waage, TV (sogar mit ZDF neo). Wir hatten das einfachste Zimmer gebucht, für 20 Euro mehr wurden wir inkl. Frühstück auf ein recht schönes Zimmer upgegradet.
Genua ist günstig. Hier kostet der Cappuccino nicht mehr 4 Euro wie im nahen Monaco, sondern nur noch 1,30 Euro bei besserer Qualität! Am ersten Abend aßen wir im Hafen im Eataly, dem Slowfood Supermarkt mit Restaurant, das wir von New York kannten und mochten. Es war okay, aber kein Muss. Es war nicht so bemerkenswert. Das Personal machte einen sehr ungeschulten Eindruck. Niemand sprach halbwegs gut Englisch, was sonst mittlerweile überall der Fall war. Bei gefühlt 80 % Touristen. Schade. Die Essensqualität mochte auch nicht überzeugen. Die Portionen waren so klein, dass wi rnoch eine Pizza am ende uns teilten.

Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Factory Outlet Center von MacArthur Glen www.mcarthurglen.com/it/serravalle-designer-outlet/en/ . Die Preise waren eher hoch, nur Moschino hatte gute Deals. Da Madame Moschino mag, war alles gut!
Nächsten Tag aßen wir am Abend im Tralalero, einer Genuesischen Trattoria direkt neben unserem Hotel. Die Preise waren mit Eataly vergleichbar, bei besserer Qualität, bei Service statt Selfservice und Gläsern und Tischdecke statt Pappbechern und Papier. Wir waren satt und glücklich.

Florenz
Es ging weiter nach Florenz. Auch hier war keiner von uns vorher. Wir hatten deswegen fünf Tage gebucht und zwar in den San Firenze Suites in der Innenstadt. Hier hatten wir ein kleines Studio mit Küche am Bett für 180 Euro/Nacht ohne Frühstück. Es ist wirklich so, die Küche ist am Bett. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer im 4. Stock mit Blick auf das Museum Bargello (Sehenswert!). Wir waren über Ostern da. Mittwoch bis Montag. Dementsprechend voll war es in Florenz. Das war jetzt nicht gut geplant. Wir besuchten die Uffizien (wir buchten per Internet im Voraus und mussten deswegen nur eine statt drei Stunden auf Einlass warten. Tipp: Immer den „Wärter“ am Eingang fragen, wo man sich anstellen soll, es gibt verschiedene Schlangen, die oft wie eine aussehen. Bei der Ticketabholung z.B. stellten wir uns hinten an, aber wir hätten seitlich gemusst, was 30 Minuten gespart hätte). So richtig Spaß machte es nicht, die Museen zu besuchen, da diese zu voll waren. Auch die Academia war gut besucht. Nur das wirklich schöne Museum Bargello, gleich gegenüber vom Hotel, das uns auch am besten gefiel, war nicht so voll.

Wir waren am ersten Abend bei den vier Löwen, den 4Leonie, einer toskanischen Trattoria, die auch sehr beliebt bei Einheimischen ist. Diesen Tipp fanden wir in der auch sonst sehr hilfreichen App von Marco Polo. Die war ihr Geld wert.
Hinter dem Hotel war ein Restaurant von Frescobaldi, dem Winzer. Hier aßen wir das berühmte T-bone Steak „Bistecca fiorentina“. Da das Restaurant ganz ordentlich war und sehr bequem lag, speisten wir gleich zweimal hier, obwohl es etwas teuer war. Es hatten über Ostern viele zu und wir wollten nicht in eine Touristenfalle geraten.
Eine halbe Stunde von Florenz entfernt ist die „THE MALL“ eine Factory Outlet Mall mit den wichtigsten italienischen Firmen sowie weiteren Designern. Natürlich mussten wir hin. Viele Shops waren trotz halber Preise immer noch recht teuer. Günstig war die Kinderbekleidung bei Stella McCartney. Sehr günstig war diesmal Yves Saint Laurent, wo viele Stücke 80 % reduziert waren. So kam ich zum ersten Smoking meines Lebens, in Wolle für 380 Euro. Meine Frau schlug vor, eine Tasche zu kaufen, Wir würden fast 90.000 Euro sparen. Statt 130.000 Euro kostet diese jetzt nur noch 42.250 Euro. Eine Handtasche. Mit Gold und Brillanten wohl. Ich konnte sie von der Idee abbringen. Sehr gute Preise hatte auch Prada. Gucci hatte einige Schuhe stark reduziert, bei Männern gerade mal zwei Paare in Fehlfarben, der Rest war teuer, wie auch die anderen Geschäfte. Für Koreaner und Chinesen muss es günstig sein, sie kauften als gäbe es kein Morgen mehr. Sie machten bestimmt 80 % der Besucher aus.

Wir dachten, es sei eine gute Idee, in einer toskanischen Trattoria in der Gegend zu essen, war es aber nicht. Das war vielleicht das schlechteste Essen unserer Reise, aber immer noch ausreichend. Es war die Anticha Trattoria del Burchio.

In Florenz waren wir noch im Restaurant Teatro, einer Tripadvisor Empfehlung. Braucht man nicht hin. War befriedigend. Sehr rustikaler Service.

Modena – der kulinarische Höhepunkt
Massimo Botturas Osteria Francescana ist aktuell auf Nummer 3 der 50 weltbesten Restaurants. Von Florenz fuhren wir über die Autobahn nach Modena. Leider ist diese sehr voll, obwohl man sie bezahlen muss. Und viel Staus. Fast sind wir zu spät gekommen, schafften es gerade noch rechtzeitig.
Wir hatten ein großartiges kulinarisches Erlebnis, was die anstrengende Anreise vergessen lies. Das Essen war eine Sensation, der übereifrige aber nicht besonders herzliche Service passte nicht so. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152162983978124.1073741885.168996673123&type=3

Es war schade, dass wir keine Zeit für Modena, der Essigstadt hatten. Denn das Städtchen scheint ganz bezaubernd zu sein! Wir mussten nach dem Essen nach Mailand, wo am nächsten morgen Junior vom Flughafen Malpensa abzuholen war. Malpensa liegt weit ausserhalb von Mailand, anders als der City Airport Linate. Da hatte ich vorher nicht aufgepasst!

Mit Junior erlebten wir noch vergnügliche Tage in Mailand, wir besuchten u.a. das Naturkundemuseum (Sehr empfehlenswert!).
Wir aßen sehr leckere Pizza in der Pizzeria del Ticinese am Corso Roma und Eis bei Grom (alles empfehlenswert).

Sehen Sie unsere Fotos, Teil 2: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259132013124.1073741893.168996673123&type=3

Empfehlungen:

Mailand Restaurants:
Steakhouse 66, Navigli (Fumagali), leckere Hamburger & Steaks, preiswert, WLAN
Ristorante Pirandello, Sizilianisches Restaurant, bemerkenswerte Pasta,
Pizzeria del Ticinese, kleine, leckere & günstige Pizzeria an der Puerta Ticinese.
Grom: Gutes Eis – mehrere Filialen, auch in anderen Städten. 2 Sorten für 2,50 Euro.

Monaco:
Train Bleu, im Spielcasino, gut und teuer (ohne Wein 100 Euro zu Zweit)
Cafe Llorca Monaco im Forum Grimaldi – Günstig. Wir zahlten für ein zweigängiges Menü incl. Getränken und 1 x Nachtisch 54 Euro. Reservierung notwendig. Eine sehr gute Marco Polo App Empfehlung.
Edmond’Bar, Cap d’ail, ausserhalb von Monaco. Typisch französisch. WLAN. Charmanter Service. Preiswert. WLAN

Cannes:
L’Antidote Christophe Farra, eher teuer, Reservierung notwendig
Palme d’or, Hotel Martinez, Hyatt, 3 Sterne, sehr teuer, Reservierung empfohlen

Genua:
Tralalero, gute Qualität, preiswert, netter Service, neben dem Grand Hotel Savoia

Florenz
4Leoni, auch von Einheimischen sehr gut besuchte Trattoria mit guter Qualität. Rustikaler aber liebevoller Service. Preiswert. Empfehlung der Marco Polo App. Reservierung empfohlen.
Ristorante die Frescobaldi – lecker, etwas teuer, aber gut gelegen. Reservierung notwendig.
Riva Reno Gelateria mit günstigen und sehr guten Eis (2 Sorten im Hörnchen für 2 Euro)

Hotels (in alle würden wir wieder gehen)
Mailand: Art Hotel Navigli – 125 – 260 Euro DZ www.booking.com/hotel/it/nikken.de.html?aid=341745
Monaco: Port Palace – wir zahlten 245 Euro/Nacht für das DZ mit Hafenblick http://www.booking.com/hotel/mc/port-palace.de.html?aid=341745dcid=1
Cannes: Villa Garbo, liebevoll familiär, nicht super sauber und perfekt aber so nett, 170 Euro, Standard Studio ohne Frühstück (25 Euro p.P.), teurer Parkplatz http://www.booking.com/hotel/fr/villa-garbo.de.html?aid=341745
Grand Hotel Savoia, am Hauptbahnhof, ab 90 Euro/DZ, sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis www.booking.com/hotel/it/grand-savoia.de.html?aid=341745
San Firenze Suites, 180 Euro/Studio, Superlage, hohe Parkplatzkosten, ganz liebenswürdige Hoteliers, die sogar eine Personenwaage meinetwegen anschafften. Klimaanlage ging nicht (angeblich ital. Gesetz, in Genua schien dieses Gesetz unbekannt zu sein) www.booking.com/hotel/it/san-firenze-suites.de.html?aid=341745

Lesen Sie auch Teil 1: www.gourmet-report.de/artikel/345454/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz/ und die dazugehörenden Fotos finden Sie hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

CHEFS NextGeneration

Offizielles Statement zur „Next Generation 2014“ in Berlin

Im Folgenden das Statement im Namen der ganzen „Chefs Next Generation“ Teilnehmer und deren Begleiter.

Sämtliche Aussagen sind Erlebnisse des gestrigen Tages und können von rund 25 Personen bezeugt und bekräftigt werden.

Leider musste das geplante Event am gestrigen Montag kurzfristig abgesagt werden. Bereits am Sonntag hatten sich mehrere Probleme offenbart, die dann im Verlaufe des Dienstags nicht mehr zu halten waren.

Wir sehen uns gezwungen hier ein deutliches Statement in den Raum zu stellen, da scheinbar viele Unwahrheiten – teilweise auch gezielt – gegen uns eingesetzt wurden und wir dies geschlossen so nicht hinnehmen möchten.

Die offizielle Meldung, warum das Event abgesagt wurde lautete, dass es zu Unstimmigkeiten mit dem Veranstalter und der Location gekommen sei. Dies ist definitiv nicht korrekt. Die Anzahlung, welche seitens der Veranstalter gefordert wurde, wurde seitens HighendFood trotz mehrmaliger Aufforderung nicht geleistet. Zudem hat sich HighendFood nach Rücksprache mit den Verantwortlichen vor Ort nicht an Absprachen und Regeln gehalten. An dieser Stelle möchten wir das Umspannwerk sowie Küchenchef Matthias Gleiß von einer Schuld befreien.

Weiterhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass einige Sponsorengelder veruntreut wurden. So unter anderem auch das von den teilnehmender Köchen der „Chefs Next Generation 2013“. Sämtliche Teilnehmer haben die anfallenden Kosten bei HighendFood beglichen. Leider mussten wir feststellen, dass diese Gelder niemals an den eigentlichen Empfänger geflossen sind.

Ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Eventabsage wurden die Organisatoren von HighendFood nicht mehr gesehen. Sowohl Max V., als auch Isa E. hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzt. Alle teilnehmenden Köche mussten ab diesem Zeitpunkt sämtliche organisatorischen Maßnahmen selber treffen. Zugesagte Kostenübernahmen wurden storniert. So mussten auch sämtliche Teilnehmer, Begleiter und Andere die Übernachtungskosten selbst in die Hand nehmen. ´

Wir – die Teilnehmer und Begleiter der „Chefs Next Generation“ – möchten uns ganz klar von der Gruppe HighendFood und deren kriminellen Machenschaften distanzieren.

Das Projekt einer gemeinsamen Interessensfindung ist mit diesen Erlebnissen nicht gestorben, sondern wird als eigenständige und interne Veranstaltung weiterleben. Gäste und deren Zufriedenheit müssen im Vordergrund stehen. Probleme müssen branchenübergreifend gelöst werden und dazu sollte unsere Energie und unsere Motivation genutzt werden.

Um diese kriminelle Machenschaften zu durchbrechen, sollte sich jeder Küchenchef oder Gastronom sehr gut überlegen, wen er in Zukunft in sein Restaurant lässt. Auch hier häuften sich mehrfache Berichte über Sterneköche, die bis heute auf den Ausgleich einer Rechnung von HighendFood warten.

Nicht zu vergessen die Kosten und den Schaden jedes einzelnen Teilnehmers, die insgesamt weit in den fünfstelligen Bereich gehen.

Nun hat jeder selbst in der Hand, in wie weit er zwei Kriminellen Glauben schenken möchte.

An dieser Stelle nochmals ein ganzes großes und herzliches Dankeschön an Markus Semmler, der uns an diesem schweren Tag in sein Restaurant aufgenommen hat und mit dem wir dennoch eine schöne Zeit in Berlin hatten. https://www.facebook.com/pages/Markus-Semmler-Das-Restaurant/241019935956076

Auch herzlichen Dank an die gesamte Crew. So ein Tag schweißt zusammen.

Danke an euch.

Benjamin Maerz
Im Namen der „Chefs Next Generation“

Gourmet Welten haben eine Stellungnahme der Vermieter gebracht:
http://www.nikos-weinwelten.de/beitrag/skandal_um_chefs_next_generation/

Trotz Bemühens ist es uns bisher noch nicht geglückt, eine Stellungnahme der Veranstalter zu bekommen. Niemand wird eine Veranstaltung initiieren, wenn er weiß, er wird danach alles verlieren. Also irgendetwas muss gehörig schief gelaufen sein. Uns ist bekannt, dass dem Initiator mehrere Sponsoren kurz vorher abgesprungen sind. Gegenüber Gourmet Report meinte Vanderveer vor der Veranstaltung, er rechne mit einem kleinem Minus, da die Kartenverkäufe wohl besser als erwartet waren. Er könne das Minus aber stemmen.

Mittlerweile erreichte uns eine Stellungnahme HighEndFoods: www.gourmet-report.de/artikel/345361/CHEFS-NextGeneration-2014-in-Berlin/

Otago

Otago – das südlichste Weinanbaugebiet der Welt
Von Sonja Thelen

„Nomen est omen“ möchte man meinen: 1300 Meter ist der kahle Berg hoch. Er ist nicht besonders felsig. Trotzdem ist er nur schwer zu bezwingen. Das mussten auch die Siedler feststellen, die in den 1860er Jahren in diesen Zipfel der Südinsel Neuseelands einfielen, nachdem dort Gold gefunden worden war. Grandios scheiterten sie mit ihrem Versuch, über den Bergkamm mit ihrem Treck zu ziehen, und mussten sich eine um vielfach längere Route um den Berg suchen. So kam diese braune Erhebung in Otago zu ihrem Namen „Mount Difficulty“.
Otago ist das südlichste Weinanbaugebiet auf unserem Planeten. Und „Mount Difficulty“ ist auch der Name des Anfang der 1990er Jahre im Schatten des Berges gegründeten Weinguts, zu dem sich damals fünf kleinere Betriebe in der Gegend rund um Bannockburn zusammen getan hatten. Einer der Teilhaber ist Michael Herrick, und er erzählt sehr gerne die Geschichte, die hinter dem Namen steckt. Sie steht durchaus symbolhaft für das wagemutige Unternehmen vor gut 20 Jahren in dieser trockenen Gegend den Weinanbau voranzutreiben: Im Mittelpunkt steht der Pinot Noir, der zu 85 Prozent angebaut wird. Die übrigen Weine sind Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Gris und Gewürztraminer.

Der Pinot Noir indes ist eine eher schwierig anzubauende und zu kultivierende Rebsorte, die auf der Erde nur an wenigen Plätzen gut gedeihen kann – doch „Mount Difficulty“ ist es gelungen. Die Pinot Noirs aus der Weinregion Central Otago haben weltweit wegen ihres reichhaltigen Geschmacks und vollen Körpers einen ausgezeichneten Ruf. „Im Gegensatz zu den übrigen Weinanbaugebieten Neuseelands, die von einem mediterranen Klima geprägt sind, haben wir hier in Otago ein eher kontinentales Klima. Tagsüber wird es sehr warm mit wenig Regen. Nachts ist es sehr kühl“, umreißt Harrick die Bedingungen, unter denen diese anspruchsvolle und im Geschmack vollmundige Traube gedeiht. Schon im 19. Jahrhundert hatte der Franzose John Desire Feraud, den es wegen des Goldrauschs nach Central Otago verschlagen hatte, das Potenzial des Bodens für den Weinanbau erkannt.

Für den 43-jährigen Herrick ist der Weinanbau „eine Leidenschaft“. Doch war ihm diese nicht in die Wiege gelegt. Der Vater war Buchhalter, die Mutter Grundschullehrerin. Als junger Mann ging er nach Europa, arbeitete in Frankreich als Helfer bei der Weinlese. So entdeckte er seine Passion, die er schließlich als Marketingexperte in der Weinindustrie zum Beruf machte. Seit 2003 ist er bei „Mount Difficulty“. Geschäftsführer ist Matt Dicey, der wiederum aus einer australischen Winzerfamilie stammt und die Idee zur Fusion mehrerer Weingüter zum „Mount Difficulty“ in die Tat umsetzte.
Das Gut beeindruckt aber nicht nur mit seinen Weinen, die der Gast in der Vinothek kosten kann, sondern auch mit einer schönen Gutsschänke: Deren Küche kredenzt Gerichte, die der Gast bei einem sensationellen Panoramablick genießen kann.

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Gina Duesmann

Zum dreizehnten Mal wurde der „Nachwuchssommelier des Jahres“ auf der ProWein in Düsseldorf gekürt. Die Jury konnten Gina Duesmann aus Bad Bentheim, die den ersten Platz belegte, sowie die Zweitplatzierten Timo Neidhardt aus Erkelenz und den Drittplatzierten Panagiotis Adiopoulos aus Zürich, überzeugen.

Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben vom Magazin MEININGERS SOMMELIER und dem Verband der Deutschen Sommelier-Union in Kooperation mit der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz/Hamburg, der IHK München und dem International Wine Institute in Bad Neuenahr- Ahrweiler.

„Ein verdienter Sieg“ urteilte die Jury, die die Sommelière Gina Duesmann zum Nachwuchssommelier 2014 kürte. Die gelernte Hotelfachfrau und Sommelière war um keine Frage verlegen und konnte sowohl im theoretischen wie im praktischen Prüfungsteil ihre profunden Kenntnisse unter Beweis stellen. Dabei kam ihr insbesondere ihre Berufserfahrung als Restaurantleitung in der Spitzengastronomie zu Gute. Ihr Service am Gast zeigte nach Auffassung der Jury, dass hier ein Sommelier-Talent mit viel Sachkenntnis, Gefühl und Freude am Beruf den Gast souverän, eloquent und charmant bedient.

Platz zwei ging an Timo Neidhardt, der sein „Handwerk“ von Grund auf gelernt hat mit einem Zusatzabschluss als Sommelier und seit einigen Jahren in der Topgastronomie als Sommelier arbeitet. Der dritte Platz wurde an Panagiotis Adiopoulos vergeben, der als gelernter Restaurantfachmann und geprüfter Sommelier nun in einem Top- Restaurant in Zürich die Gäste mit seinen profunden Kenntnissen betreut.

21 Schüler der Hotelfachschule Heidelberg, der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz und Hamburg, der IHK München, sowie vom International Wine Institute in Bad Neuenahr, hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Grundvoraussetzung für ihre Teilnahme: eine Ausbildung an einer der Schulen und keine weitere Wettbewerbserfahrung. Aus der schriftlichen Prüfung mit 38 Fragen wurden die besten Kandidaten für ein praktisches Finale ermittelt. Sechs Kandidaten schafften den Einzug. Die Prüfung begann mit einer PowerPoint-Präsentation, bei der Weinregionen erkannt werden mussten. Es folgte eine Blindverkostung von zwei Weiß- und einem Rotwein, bei denen sieben Eigenschaften, wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Rückschluss auf Wein-Art, Qualität, Rebsorte und Anbaugebiet definiert werden mussten.
In den Einzelprüfungen wurde den Finalisten eine fehlerhafte Weinkarte vorgelegt. Es galt hier, vom einfachen Tippfehler über falsche Anbaugebiete und Qualitätsstufen die Fehler zu benennen.
Ein Hauptpunkt der praktischen Prüfung war auch dieses Jahr der
klassische Service am Gast und das Karaffieren eines maischevergorenen Weißweins. Das Karaffieren gehört zu den klassischen Aufgaben des Sommeliers und wird nach genauen Vorgaben durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise das lautlose Entfernen des Korkens aus der Flasche, das Reinigen des Flaschenhalses und das saubere Umgießen des Weins. Während des Karaffierens mussten die Kandidaten außerdem Fragen der „Gäste“ beantworten. Als Nächstes mussten die sechs Finalisten eine Weinbegleitung zu einem Menü zusammenstellen. Den Abschluss bildete die allgemeine Bewertung der Jury aus allen praktischen Teilen.

Den ersten Preis sponserte San Pellegrino mit einer Reise nach Italien: Dort wird Gina Duesmann nicht nur die Zentrale der Wassermarke – die Villa Panna in der Lombardei – kennenlernen, sondern auch einige Ausflüge ins Umland unternehmen und namhafte Weingüter besuchen. Der Zweitplatzierte Timo Neidhardt wird auf Einladung der Österreich Wein Marketing GmbH, kurz ÖWM, zur VieVinum nach Wien reisen und einige Weingüter besuchen. Für den Drittplatzierten Finalisten, Panagiotis Adiopoulos, sponserte der Verein der Prädikatsweingüter (VDP) den Preis. Er wird zu zahlreichen VDP- Veranstaltungen eingeladen – darunter auch der „Ball des Weins“ in Wiesbaden.

„Wir verstehen den Wettbewerb als Messlatte für den hohen Anspruch an das Wissen und das Handwerk eines gut ausgebildeten Sommeliers. Er ist zugleich Anreiz und Motivation für junge, aufstrebende Gastronomie-Talente. Natürlich bietet der Titelgewinn auch Karrierechancen in der Top-Gastronomie. So das Fazit zum Sommelier- Nachwuchswettbewerb von Sascha Speicher, Chefredakteur des Magazins MEININGERS SOMMELIER. Auf diese Weise haben es schon einige junge Sommeliers an die Spitze geschafft, unter den Gewinnern des Nachwuchswettbewerbs sind Namen wie Dominik Trick, Christina Hilker, Sybille Herbst, Sebastian Wilkens oder Holger Schramm zu finden.
In der Jury wirkten mit: Christine Balais, Sommelier-Union Deutschland, Stephanie Döring von der Deutschen Wein- und Sommelierschule Koblenz Niederlassung Hamburg, Gerhard Elze, Österreich Wein Marketing GmbH, Alexander Kohnen vom International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Astrid Zieglmeier von der IHK München sowie Sascha Speicher, Chefredakteur des Magazins MEININGERS SOMMELIER.

Bei Speiseeis Kennzeichnung oft mangelhaft

Sommerzeit ist Eiszeit und wie in jedem Jahr laufen im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) umfangreiche Untersuchungen von Speiseeis aus handwerklicher und industrieller Herstellung. Dabei werden unter anderem Kennzeichnung und Zusammensetzung unter die Lupe genommen. Insgesamt 180 Proben wurden bisher in den LAVES-Instituten in Braunschweig und Oldenburg in verschiedenen Projekten untersucht. Die Kennzeichnung erwies sich dabei oft als unzureichend.

Stark gefärbte Eissorten wie Waldmeister-, Pfefferminz- und Heidelbeereis, aber auch Speiseeis mit Phantasiebezeichungen wie „Blauer Engel“, „Himmelblau“ oder „Schlumpfeis“ wurde auf Vorhandensein und Kennzeichnung von Farbstoffen untersucht. Rund 30 % der 57 Proben aus handwerklicher Herstellung mussten wegen unzureichender Kennzeichnung bemängelt werden. So fehlte z. B. bei sieben Proben aus Eiscafés der gesetzlich vorgeschriebene Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“, der seit Sommer 2010 bei Lebensmitteln mit bestimmten künstlichen Farbstoffen erforderlich ist. Bei weiteren acht Proben fehlte die Angabe „mit Farbstoff“, obwohl Farbstoffe eingesetzt wurden.

Auch die Bezeichnung „Milcheis“ wird oft unzutreffend verwendet. Von 30 untersuchten Proben wurden sieben Proben (23 %) als irreführend beanstandet, da sie pflanzliche Fette enthielten, bzw. einen zu geringen Milchanteil aufwiesen. Speiseeis, das als „Milcheis“ gekennzeichnet wird, muss mindestens 70 % Milchanteile enthalten. Der Einsatz von pflanzlichen Fetten ist in Milcheis unzulässig.

Gepflegt Reisen mit Emirates

Heute mussten wir von den Kanaren nach Peking fliegen, also von Afrika nach Asien.

Los ging die Reise um 7.10 Uhr in Teneriffa Norte Flughafen, dem ruhigen Flughafen der Insel, Richtung spanischer Hauptstadt. Als Businessclass Passagiere durften wir in die Lounge. Überraschung: So früh hat die Lounge nichts zu essen! Nach dem ich protestierte, bekam ich ein sehr gutes Sandwich spendiert! Internet ging sehr schlecht in der Lounge.

Die Businessklasse sind bei IBERIA Expreß die ersten beiden Reihen. In dem man den Mittelsitz der 3-3 Bestuhlung freilässt, erklärt man es zur Businessklasse. Die beiden Stewardessen waren so etwas von daneben und unfreundlich, das man IBERIA das baldige Ende, was ja permanent sichtbar ist, wünscht. Ganz anders der Steward, der eine Zierde seines Berufsstandes war. Immer da, bevor man ihn brauchte. Immer lächelnd. Einfach perfekt. Da macht ein Flug selbst in der miesen IBERIA Express noch Freude! Das Essen war okay, nicht berühmt, aber essbar. 3 Stunden Flug. Und wir hatten Hunger, wie hatten ja noch nicht gefrühstückt.

In Madrids ultramodernen Flughafen muss man erst wieder auschecken, um dann wieder einzuschecken. Mit der erneuten, nervigen Handgepäckkontrolle. Überraschung: Emirates ist noch nicht da. Der Schalter hat zu. Jetzt müssen wir hier warten, bis die aufmachen. Dann kommt eine Dame der Emirates und gibt uns die Boardingpässe asserhalb der Reihe im Ticket Office. Danke, dass ist guter Service!

Jetzt können wir durch die VIP Kontrolle, die heute auch nicht kürzer war als die Normale, zur AENA Flughafen Lounge, die leer ist, so dass wir prima am Fenster sitzen können und die Flieger am Flughafen angucken. Sogar Strom haben wir. Aber kein Internet. Es gibt nur eine Karte für 30 Minuten! Gut, dass ich eine spanische SIM habe. Also eingebucht und mit dem HTC einen eigenen Mobil-Hotspot aufgemacht. Jetzt konnten wir anständig surfen. Schliesslich blieben wir drei Stunden in der Lounge. Keine dolle Lounge, aber auch nicht doll schlecht. 4 Stunden Wartezeit.

Natürlich parkte die 777er der Emirates am Ende des Airports, so dass wir einen schönen Spaziergang hatten. Um 16 Uhr hoben wir mit halber Stunde Verspätung, die wir aber wieder aufholen sollten, ab. 7 Stunden Flug. Begrüßung mit einem Veuve Cliqout Vintage Champagner. Die Crew war Klasse, der Flug ging schnell vorbei. Einzig meine Frau war sauer. Das „ICE“ Unterhaltungssystem hatte Macken. Nach dem sich fast jeder Steward einmal austoben konnte und mal im System rumfummelte, musste auch ich aufstehen, da die Unit unter meinem Sitz war und man diese vom Strom nehmen wollte. Mitten im Film 🙁 Naja, auch das hat nicht geholfen!
Catering startete sehr gut mit Thunfisch Carpaccio, leckeren Salat und knusprigen Brötchen. Das Hauptgericht was sehniges, pochiertes Rindfleisch, das auch etwas sehr lange pochiert wurde. Zum Nachtisch konnte man zwischen zwei Süßspeisen, Obst und Käse auswählen.

In Dubai angekommen mussten wir durch den Sicherheitscheck, der aber in ME immer sehr moderat ist. Wir freuten uns schon auf den 380er. Emirates hat extra einen neuen Terminal für die Flotte gebaut. Man kann von den Loungen direkt in den Flieger gehen. Hier hat Emirates eine weitere, gigantisch große Lounge gebaut. Ein Rundgang, ohne Platz zu nehmen, dauerte 20 Minuten! Es wird ein Fine Dining Restaurant ausgewiesen. Es ist aber nur ein 100 % SB-Buffet mit mittelmässiger warmer Küche und leckeren Vorspeisen und guten Obst. Von diesen FINE DININGs gibt es alleine um die 8 Stück! Ich verstehe nicht, wieso EMIRATES das „Fine Dining“ nennt. Warum so übertreiben? Da ist man nur enttäuscht.

Nach drei Stunden Wartezeit mit schwachem Internet – und die Lounge war fast leer – mussten wir nur 20 Meter zum Gate gehen. So lieben es Araber!

Mittlerweile, 4 Uhr morgens Ortszeit, waren wir so richtig tot. Selbst der Champus interessierte nicht mehr. Geschockt waren wir aber schon vom Flieger. Das Ding war so ungepflegt. Bei meinem Sitz war der Griff abgerissen und hing nur noch rum. Die Kopfstütze knallte alle paar Minuten in meinen Nacken. Als ich mich bei der Stewardess beschwerte, meinte sie: The aircraft is so old, Sir. That’s normal!“. Ich hoffe nur, dass die Technik des „Alten Fliegers“, der erste A380 wurde am 1.8.2008 in Betrieb genommen, nicht genauso schlecht gepflegt wird.
Der Boden auf der Toilette hat braune Stellen die wie … aussehen. War es aber nicht. Dafür gehen alle Schränke im Klo auf, wenn es mal rüttelt. Insgesamt war weder unser Platz noch die Toiletten gut gesäubert.

Die Businessclass Bestuhlung im A380 ist sehr charming! Am Fenster nur 1 Sessel, in der Mitte zwei. Wir hatten die Mitte. Meine Frau hatte Pech. Sie hatte richtig blöde Stewards auf ihrer Seite, während ich ein reizendes Team auf meiner Seite hatte.
Meine Frau bestellte einen Cappuccino: „Sorry, Ma’am the maker is broken!“. Meine Seite besorgte mir den aus der 1st Class! Auch einen Zweiten für meine Gattin.
Schlafen war trotzdem nicht leicht, weil die Maschine zwar sehr leise ist, aber die Crew und einige Gäste waren laut. Zweieinhalb Stunden vor Ankunft wurden wir geweckt um Frühstück zu bekommen. Das war grottenschlecht. Zuerst gab es geschnittenes Obst (okay) und 2 süsse Brötchen, Butter & Marmelade. Der nächste Cappuccino lies auf sich 1 Stunde warten. Von den „crispy“ Breadrolls aus der Speisekarte sahen wir, trotz mehrfacher Nachfrage, nichts. Das frische Rührei war ein großer Klumpen, dazu fettige Kartoffeltaler und ein Rindswürstchen. Schlecht. Obwohl A380 war das kein schöner Flug. 7 Stunden.

Fazit: Reisen macht Spaß, nur das Ankommen wird immer stressiger, selbst in den Premiumklassen.