Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Raab unwahrheitet weiter
Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Hans Raab will seine Fischfabrik aus der Ostschweiz ins Saarland verlegen – und dort sogar jene Fische schlachten, die er in der Schweiz nicht mehr auf seine eigensinnige Methode schlachten darf.
Doch die ist gemäss Tierschutzschlachtverordnung in Deutschland schon länger verboten. Die zuständigen Behörden im Saarland haben gegenüber fair-fish deutlich gemacht, dass sie Raab nicht gewähren lassen werden.

Der Kanton St. Gallen hatte Raab eine Frist bis zum 15. Mai gesetzt; danach
müsse er eine gesetzlich erlaubte Schlachtmethode anwenden oder den Betrieb einstellen. fair-fish hatte Raab eine praktikable Methode zur Betäubung und Tötung der Fische aufgezeigt. Der aber zog es vor, seine Fischfabrik zur Ruine zu machen und mit grössenwahnsinnigen Schadenersatzklagen um sich zu werfen.

Raab nimmt es mit der Wahrheit nie so genau. In einem weiteren wirren Schreiben Ende Juli an zig Adressaten bezichtigt er die St. Galler Behörden der Tierquälerei (sic) und fordert, Prof. Segner von der Uni Bern müsse als Gutachter wieder ausgeladen werden, da er als Beirat von fair-fish befangen sei. Fakt ist: Segner wurde von der Staatsanwaltschaft St. Gallen als Gutachter angefragt. Doch Segner selbst wies auf seine Beiratschaft hin, und die Staatsanwalt zog ihre Anfrage zurück. Absolut fair und korrekt – aber für einen Dreinschläger wie Raab halt nicht nachvollziehbar.

Mit Grundschleppnetz aus dem Meer gerissen und lebend ausgenommen:
Goldbutt mit MSC-Label: Nachhaltigkeit mit Fragezeichen

Seit kurzem ist Goldbutt (Scholle) aus der Ostsee mit MSC-Label auf dem Markt. Die Zeitung von Coop Schweiz (28.07.2009) verheisst «Fischgenuss mit gutem Gewissen».

Hände weg von solchem «Genuss»
Für MSC zertifiziert wurde die dänische Fischerei Ekofish, die bisher Grundschleppnetze mit Baumkurren einsetzte. Baumkurren sind schwere Balken, welche die am Boden lebenden Schollen aufscheuchen und das Netz weit offen halten, damit sich die Fische darin verfangen.
Um von MSC anerkannt zu werden, musste die Fischerei auf leichteres Gerät mit grösseren Maschen ausweichen. Es handelt sich aber nach wie vor um Grundschleppnetze, welche den Lebensraum der Fische verletzen und viel Beifang verursachen. Daher fordern viele Umweltverbände den Verzicht auf alle Grundschleppnetze.

Schollen werden in der Ostsee aber auch von kleinen Kuttern mit Stellnetzen gefangen. www.fair-fish.ch/files/pdf/aktuell/info-27.pdf
MSC und WWF fördern leider nicht diese kleine und schondere, sondern die weniger rücksichtsvolle industrielle Fischerei.
Besonders fragwürdig ist aus Sicht von fair-fish die Behandlung der Schollen nach dem Fang: Die Tiere werden ohne Betäubung lebend ausgenommen. Diese Meldung kommt von Verein fair-fish
Burgstrasse 107, CH-8408 Winterthur.

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