Fisch & Feines, Messe Bremen

Schollen aus der Nordsee, Fleisch von Mangalitza-Schweinen, Edelsalze, feine Konfitüren und Schokoladen, Craft Beer in Strömen: Feinschmecker in Bremen und Umgebung treffen sich im November in der Messe Bremen. Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2016, bietet die Fisch & Feines in der ÖVB-Arena und den Hallen 2 und 3 Delikatessen im großer Auswahl. Alle Produkte genügen strengen Qualitätskriterien, denn die Fisch & Feines steht für nachhaltigen Genuss. „Ein Konzept, das ankommt – das zeigen uns die Besucherscharen“, sagt Projektleiter Jürgen Fricke.

Schon zum neunten Mal organisiert das Team die Genussmesse und das kulinarische Begleitprogramm in Bremen und Umgebung. In den Wochen um die Messe kredenzen Gastronomen ihren Gäste geräuchertes Störfilet, Weser-Lamm, Grünkohlmaultaschen, Urkarotten, Heidschnuckenbraten oder Matjes-Sushi. Und im Vorfeld der Fisch & Feines veranstalten Aussteller erneut „Foodmanufakturen“: Besucher können zum Beispiel lernen, Pralinen zu machen und Bier zu brauen, oder sie kosten Produkte des Bremer Martinshofs, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

Die Messe selbst ist ein Paradies für Entdeckungsfreudige auf noch mehr Fläche in den Hallen und erstmals auch im Freien: Vor Halle 3 ist Streetfood zu haben, von Burgern bis zu gegrillten Makrelen. Mehr als 40 Hersteller und Händler stellen erstmals auf der Fisch & Feines Bremen aus. Einer alten Technik zur Konservierung von Gemüse hat sich Olaf Schnelle verschrieben: Durch Salz und Ausschluss von Sauerstoff macht er nach dem Prinzip der Sauerkrautherstellung auch Wurzelgemüse, Bohnen und mehr haltbar: „Das Fermentieren hat enorme Vorteile: Es ist einfach und bedarf keiner Energie. Und das Ergebnis ist noch wertiger als das Ausgangsprodukt wegen der Milchsäurebakterien, die im Prozess entstehen und für Menschen ganz wichtig sind.“

Von althergebracht zu sehr exotisch: Eine neue Ausstellerin vertreibt Kokosblütenzucker aus dem Hochland von Java, goldfarbenes Pulver, das nach Karamell und Malz schmeckt. Frittierte Heuschrecken mit Chili dürften für viele ebenfalls ungewohnt sein. Geradezu kribbelig kann auch Vollmilch-Dschungelade mit gerösteten Mehlwürmern oder der Energieriegel „Bug Break“ machen… Die gefriergetrockneten, essbaren Insekten gehören ins Sortiment eines schleswig-holsteinischen Unternehmens. Die Auswahl an Protein quasi pur kommt so gut an, dass Folke Dammann und seine Familie inzwischen von dem Betrieb leben. „Einsteigern empfehle ich eine süße Variante“, sagt der Chef des Hauses, der für das Unternehmen seinen ursprünglichen Beruf Kommunikationsdesigner an den Nagel hängte.

Bekannte wie außergewöhnliche Genüsse lassen sich prächtig mit einem Schluck aus dem flüssigen Angebot der Fisch & Feines herunterspülen. Mit Wein, Sekt, Selters oder Limonade oder zum Beispiel auch mit den Bierspezialitäten der mehr als 20 Händler und Brauereien beim Craft Beer Event in Halle 3, das im dritten Jahr noch mehr Vielfalt bietet. Ganz neu ist zum Beispiel Bier aus Wacken, „dem zuweilen lautesten und durstigsten Dorf der Welt“, wie die Brauerei in Anspielung auf das jährliche Heavy-Metal-Festival textet.

Wer dann noch einen Absacker möchte, könnte ein Gebräu kosten, dem laut Hersteller ein Gemisch aus altem Motorrad, Feuerwasser und Tonka-Bohnen seine besondere Note verleiht. Auch gibt es Schnaps, der wie in den USA zur Prohibitionszeit gebrannt wird. Zu kaufen ist er wie in jenen Tage in Einmachgläsern.

Die Fisch & Feines ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Ticket kostet neun Euro, am Freitag ab 15.00 Uhr 5 Euro. Es gewährt auch

www.fisch-feines.de.

Plattfische – Genuss vom Meeresgrund

Zu den Plattfischen zählen einige der hochwertigsten Fischarten überhaupt. Ihr zartes Fleisch und ihr einmaliges Aroma machen Plattfische zu einem ganz besonderen Genuss. Vielen Fischliebhabern ist vor allem die Scholle bekannt, doch es gibt noch einige andere köstliche Arten zu entdecken, die zwar weniger bekannt, aber genauso lecker sind. Höchste Zeit für Martin Volkelt, Leiter der Produktentwicklung bei „Deutsche See“, diesen Plattfischarten mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er stellt sechs Plattfische vor und gibt einige praktische Tipps für deren Zubereitung. „Neue Fischarten auszuprobieren bringt Schwung und Abwechslung in die Küche. Und keine Scheu vor der Zubereitung von Plattfischen – sie ist ganz einfach“, so der Experte.

Platt wie eine Flunder

Weltweit existieren rund 675 verschiedene Plattfischarten, unter ihnen einige der hochwertigsten Speisefische überhaupt. Am Anfang ihres Lebens sind Plattfische noch gar nicht platt, sondern haben als Larve die typische Form eines Rundfisches. Mit Erreichen einer Größe von etwa zehn Millimetern wandert ein Auge von einer Körperseite auf die andere und die Plattfische beginnen, liegend zu schwimmen. Die meisten Plattfischarten leben am Meeresgrund und sind wahre Meister im Tarnen. Sie nehmen die Farbe des Untergrundes an und graben sich bei Gefahr im Sand ein. Die Unterseite, die sogenannte „Blindseite“, ist bei den meisten Arten weiß.

Beliebte Plattfischarten

Plattfische gehören zu den Edelfischen und lassen sich in Kleine und Große Plattfische unterteilen. Zu den Kleinen Plattfischen gehören unter anderem die Scholle, die Seezunge und die Rotzunge. Sie eignen sich besonders gut als Portionsfische. Zu den Großen Plattfischen zählen der Steinbutt und der Heilbutt. Das Fleisch von Plattfischen ist weiß und zart. Es verfügt über eine feine Struktur und zeichnet sich durch einen sehr guten Geschmack aus. Folgende Plattfischarten empfiehlt „Deutsche See“-Experte Martin Volkelt für besonderen Genuss:

Scholle

Die Scholle, auch Goldbutt genannt, gilt als beliebtester Vertreter der Plattfische. Schollen leben im Nordostatlantik, vom Weißmeer bis Gibraltar, sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Am häufigsten sind sie jedoch in der Nordsee und der westlichen Ostsee sowie im Skagerrak und Kattegat zu finden. Die obere Augenseite des platten Fischkörpers variiert je nach dem Untergrund, auf dem die Scholle sich befindet, zwischen verschiedenen Brauntönen mit rötlichen bis gold-gelben Flecken. Aufgrund ihrer sehr kleinen Schuppen fühlt sich die Scholle glatt an. Faszinierend sind ihre Augen, von denen eins nach vorne und das andere gleichzeitig nach hinten sehen kann.

Scholle ist das ganze Jahr über erhältlich. Besonders die sogenannte „Maischolle“ ist begehrt, da viele meinen, im Wonnemonat schmecke sie besonders gut. Doch Martin Volkelt räumt mit diesem Mythos auf: „Mit dem Begriff ‚Maischolle’ wird lediglich der Handel mit Schollen im Frühjahr angekurbelt. Dabei haben sich die Schollen zu dieser Zeit noch nicht vollständig vom Laichen erholt und Fettgehalt und Muskelstruktur sind nicht am Optimum. Die besten Schollen gibt es ab Juli.“

Das zarte, weiße Fleisch der Scholle zeichnet sich durch einen kräftigen Geschmack aus. Der Plattfisch kann auf vielfältige Arten zubereitet werden und eignet sich zum Kochen, Dünsten, Braten und Backen. Ein deftiger Klassiker ist die Scholle „Finkenwerder Art“, für den der Fisch mit Speck gebacken oder gebraten und mit Nordseekrabben serviert wird. Für den leichten Genuss empfiehlt der „Deutsche See“-Experte: „Scholle lässt sich sehr gut auf frischen Gemüsestreifen dünsten. Hervorragend passt auch würziger Blattspinat zum Aroma der Scholle.“

Heilbutt

Der Weiße Heilbutt zählt zu den teuersten und wertvollsten Speisefischen überhaupt. Er ist einer der größten Plattfische und gehört zur Familie der Schollen. Die nach oben gewandte Seite des Weißen Heilbutts hat eine graue bis olivgraue Färbung mit helleren und dunkleren Flecken. Sein natürlicher Lebensraum ist der Ost- und Westatlantik. Da er in Tiefen bis 2000 Metern zu Hause ist und örtlich nur begrenzt vorkommt, ist er relativ schwer zu fangen. Schon die alten norwegischen Legenden und Mythen beschreiben den Weißen Heilbutt als ein Geschenk der nordischen Götter. Für die norwegische Fischwirtschaft ist der Weiße Heilbutt sehr bedeutsam. Er gilt als Delikatesse und wird traditionell zu besonderen Anlässen gegessen. Der hochwertige Plattfisch wird inzwischen auch in hervorragender Qualität gezüchtet.

Ein in der Natur lebendes Tier kann bis zu vier Meter lang werden und ein Gewicht von 300 Kilogramm erreichen. Für die Küche empfiehlt Martin Volkelt von „Deutsche See“ allerdings „handliche“ Exemplare von bis zu fünf Kilogramm: „Bei diesem Gewicht ist das Fleisch qualitativ und geschmacklich am wertvollsten.“ Der Weiße Heilbutt zeichnet sich durch seinen milden, delikaten Geschmack aus. Sein weißes Fleisch ist reich an Eiweiß und relativ fettarm. Die dicken, kompakten Filets können in der Küche vielseitig verwendet werden. „Der Weiße Heilbutt schmeckt als Filet oder Steak und lässt sich wunderbar braten oder grillen. In Kombination mit Püree, ausgebackenen Kartoffeln und Auberginen mit gebratenem Fenchel und Zitronen-Nussbutter kommt sein köstliches Aroma richtig zur Geltung“, so Volkelt.

Ein enger Verwandter des Weißen Heilbutts ist der Schwarze Heilbutt. Seinen Namen hat er aufgrund seiner dunklen, schwarz-braunen Färbung erhalten. Im Gegensatz zum Weißen Heilbutt ist auch die Blindseite beim Schwarzen Heilbutt dunkel. Er kann bis zu 120 Zentimeter lang und bis zu 15 kg schwer werden. Der Fisch kommt im Nordatlantik, überwiegend um Island, Grönland und Norwegen vor. Er lebt sowohl am Meeresboden als auch in höheren Gewässerschichten der offenen See. Das Fleisch des Schwarzen Heilbutts ist aromatisch, weiß und zart. Es ist fetthaltiger als das des Weißen Heilbutts und eignet sich deshalb hervorragend zum Räuchern. Häufig wird es heiß geräuchert in Mittelstücken angeboten.

Steinbutt

Der Steinbutt gilt als einer der edelsten Vertreter der Plattfische. Sein festes, weißes Fleisch verfügt über einen leicht nussigen, unverwechselbaren Geschmack. Der Steinbutt kann nicht gezielt gefangen werden, sondern stellt einen wertvollen Beifang in der Fischerei dar. Er lebt in allen europäischen Meeren von Island bis Marokko, einschließlich der Ostsee, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres.

„Der Steinbutt ist ganzjährig erhältlich, da er mittlerweile auch in Aquakulturen erfolgreich gezüchtet wird“, so Martin Volkelt. Besondere Merkmale des Steinbutts sind sein diskusförmiger Körper und sein großes Maul mit scharfen Zähnen. Seine flache Oberseite ist anthrazitfarben oder braun. Sie zeigt charakteristische, kleine Höcker auf der Haut, die Steinen ähneln – daher hat der Fisch seinen Namen. Er wird bis zu einem Meter lang, kann ein Gewicht von 20 Kilogramm erreichen und über 20 Jahre alt werden. Am besten ist der Geschmack des Steinbutts jedoch in der gängigen Größe von über drei bis fünf Kilogramm. Für die Zubereitung des Steinbutts hat der Produktentwickler einen Tipp: „Besonders schmackhaft ist die Zubereitung im Ofen. Jedoch sollte man den Steinbutt nicht zu lange garen, da das Fleisch sonst beim Servieren zerfallen kann.“

Seezunge

Die Seezunge ist für viele der Inbegriff von hochwertigem Fisch schlechthin. Sie hat einen kurzen Kopf und einen ovalen, länglichen Körper, der schmaler ist als bei den anderen Plattfischen. Seezungen sind in der Nordsee, dem Ärmelkanal, Mittelmeer, aber auch entlang der Atlantikküste zu finden. Sie haben eine besondere Methode, sich vor Feinden zu schützen: Werden sie angegriffen, imitieren sie das Petermännchen, einen äußerst giftigen Fisch, der von anderen Meeresbewohnern gemieden wird. Ausgewachsene Seezungen werden bis zu 60 Zentimeter lang und erreichen ein maximales Gewicht von zwei Kilogramm.

„Rein äußerlich sind Seezungen zwar eher unscheinbare Fische, aber geschmacklich haben sie es in sich“, so Martin Volkelt von „Deutsche See“. „Von Fischkennern wird die Seezunge oft als einer der edelsten erhältlichen Seefische überhaupt bezeichnet. Ihr Fleisch ist sehr fein strukturiert und fest. Sie ist das ganze Jahr über erhältlich. Seezungen-Kenner schwören, dass die Tiere im April und Mai besonders gut schmecken, weil sie sich dann in besonders algenreichen Gewässern aufhalten.“ Zur Zubereitung der Seezunge rät Volkelt: „Am besten brät man die Seezunge im Ganzen sanft in Butter. Wenn das Fett zu heiß wird, kann das Fleisch hart werden.“

Echte Rotzunge, Limande

Die Echte Rotzunge, auch Limande genannt, ist ein hochwertiger Plattfisch. Die Rotzunge hat eine glatte Haut und einen auffallend kleinen Kopf mit einer kleinen Mundöffnung. Der roten bis braunen Färbung ihrer Oberseite verdankt die Rotzunge ihren Namen. Die Haut ist mit helleren und dunkleren, teilweise ins Rötliche gehenden, Flecken versehen. Rotzungen sind durchschnittlich 30 cm lang und können eine Maximallänge von 45 cm erreichen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Weißen Meer bis zur Biskaya einschließlich der isländischen Gewässer und der Nordsee.

Aufgrund ihres ähnlichen Aussehens wird die Rotzunge häufig mit der Seezunge verwechselt. Einige Fischliebhaber ziehen die Rotzunge der Seezunge sogar vor. Ihr weißes, mageres Fleisch ist etwas weicher als das der Seezunge und die Filets sind dicker. Dass sie dabei verhältnismäßig erschwinglich ist, macht die Rotzunge zu einem echten Geheimtipp. Der Kopf von Rotzungen ist spitzer und hat ein auffallend kleines Maul. Außerdem besitzt die Augenseite der Rotzunge eine gelbbräunliche Färbung, die ein wenig an Marmor erinnert, während die Seezunge eher einheitlich gefärbt ist.

Martin Volkelt rät: „Die Rotzunge eignet sich ideal zum Braten. Ihr zartes Fleisch schmeckt besonders gut, wenn es bei sanfter Hitze in Butter gebraten wird. Mit Blattsalaten und Petersilien-Kartoffeln ist die Rotzunge ein wunderbarer Genuss.“

Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Raab unwahrheitet weiter
Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Hans Raab will seine Fischfabrik aus der Ostschweiz ins Saarland verlegen – und dort sogar jene Fische schlachten, die er in der Schweiz nicht mehr auf seine eigensinnige Methode schlachten darf.
Doch die ist gemäss Tierschutzschlachtverordnung in Deutschland schon länger verboten. Die zuständigen Behörden im Saarland haben gegenüber fair-fish deutlich gemacht, dass sie Raab nicht gewähren lassen werden.

Der Kanton St. Gallen hatte Raab eine Frist bis zum 15. Mai gesetzt; danach
müsse er eine gesetzlich erlaubte Schlachtmethode anwenden oder den Betrieb einstellen. fair-fish hatte Raab eine praktikable Methode zur Betäubung und Tötung der Fische aufgezeigt. Der aber zog es vor, seine Fischfabrik zur Ruine zu machen und mit grössenwahnsinnigen Schadenersatzklagen um sich zu werfen.

Raab nimmt es mit der Wahrheit nie so genau. In einem weiteren wirren Schreiben Ende Juli an zig Adressaten bezichtigt er die St. Galler Behörden der Tierquälerei (sic) und fordert, Prof. Segner von der Uni Bern müsse als Gutachter wieder ausgeladen werden, da er als Beirat von fair-fish befangen sei. Fakt ist: Segner wurde von der Staatsanwaltschaft St. Gallen als Gutachter angefragt. Doch Segner selbst wies auf seine Beiratschaft hin, und die Staatsanwalt zog ihre Anfrage zurück. Absolut fair und korrekt – aber für einen Dreinschläger wie Raab halt nicht nachvollziehbar.

Mit Grundschleppnetz aus dem Meer gerissen und lebend ausgenommen:
Goldbutt mit MSC-Label: Nachhaltigkeit mit Fragezeichen

Seit kurzem ist Goldbutt (Scholle) aus der Ostsee mit MSC-Label auf dem Markt. Die Zeitung von Coop Schweiz (28.07.2009) verheisst «Fischgenuss mit gutem Gewissen».

Hände weg von solchem «Genuss»
Für MSC zertifiziert wurde die dänische Fischerei Ekofish, die bisher Grundschleppnetze mit Baumkurren einsetzte. Baumkurren sind schwere Balken, welche die am Boden lebenden Schollen aufscheuchen und das Netz weit offen halten, damit sich die Fische darin verfangen.
Um von MSC anerkannt zu werden, musste die Fischerei auf leichteres Gerät mit grösseren Maschen ausweichen. Es handelt sich aber nach wie vor um Grundschleppnetze, welche den Lebensraum der Fische verletzen und viel Beifang verursachen. Daher fordern viele Umweltverbände den Verzicht auf alle Grundschleppnetze.

Schollen werden in der Ostsee aber auch von kleinen Kuttern mit Stellnetzen gefangen. www.fair-fish.ch/files/pdf/aktuell/info-27.pdf
MSC und WWF fördern leider nicht diese kleine und schondere, sondern die weniger rücksichtsvolle industrielle Fischerei.
Besonders fragwürdig ist aus Sicht von fair-fish die Behandlung der Schollen nach dem Fang: Die Tiere werden ohne Betäubung lebend ausgenommen. Diese Meldung kommt von Verein fair-fish
Burgstrasse 107, CH-8408 Winterthur.

Polettos Kochschule – Gefüllte Nordseescholle

Polettos Kochschule: Gefüllte Nordseescholle

Polettos Kochschule.

Am Samstag, 25. April 2009 um 18.15 Uhr im SR- Fernsehen kochte Cornelia Poletto mit Patrick Bach – Hier das Rezept:

Gefüllte Nordseescholle mit Pfifferlingen und Lardo di Colonnata

Diesmal kommt ein norddeutscher Klassiker bei Cornelia Poletto in die Pfanne: die Nordseescholle. Das heißt: nordeuropäischer Fisch trifft auf südeuropäische Kochkunst. Cornelia Poletto verfeinert die Scholle auf ihre ganz besondere Art und Weise: mit einem Hauch Kräutern und einer raffinierten Füllung. Gast der heutigen Sendung ist Patrick Bach. Der Schauspieler mit dem jugendlichen Charme ist vor allem durch die Hauptdarsteller in der Weihnachtsserie „Silas“ Anfang der achtziger Jahre bekannt geworden. Danach hat Patrick Bach, der in Hamburg lebt, in vielen anderen Fernsehserien mitgespielt. U.a. in „Das Traumschiff”, “Aus heiterem Himmel” und in der “Strandclique”. Patrick Bach arbeitet außerdem als Synchronsprecher. Dass er in der Küche kein Anfänger ist, zeigt er in POLETTOS Kochschule.

Zutaten für 4 Personen

4 kleine Schollen (küchenfertig)
Fleur de Sel
2–3 EL Olivenöl
je 1 Zweig Rosmarin
und Thymian
2 Knoblauchzehen
4 Frühlingszwiebeln
4 Scheiben Lardo di Colonnata (ital. grüner Speck)
400 g kleine feste Pfifferlinge
1 TL Thymian (fein geschnitten)
1 EL Schnittlauchröllchen
1 EL Petersilie (fein geschnitten)
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Schollen am Rückgrat bis zum Schwanzstück längs einschneiden und die Gräten mithilfe einer Küchenschere auslösen. Die Schollen waschen, trocken tupfen und leicht mit Fleur de Sel würzen.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Schollen darin auf einer Seite anbraten. Wenden, die Kräuter und den ungeschälten Knoblauch dazugeben. Die Schollen auf der zweiten Seite ebenfalls anbraten, dann auf ein Backblech legen und im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 4 Minuten fertig garen.
Inzwischen die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine
Ringe schneiden. Den Speck in feine Würfel schneiden. Die Pfifferlinge vorsichtig putzen und trocken abreiben – nur bei Bedarf kurz abbrausen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Speckwürfel in einer Pfanne auslassen. In ein Sieb abgießen, dabei das Fett auffangen. Den Speck beiseitestellen.

Das Fett in der Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge darin anbraten. Die Frühlingszwiebeln dazugeben und kurz mitbraten. Die Speckwürfel und die Kräuter untermischen und die Pilze mit Salz und Pfeffer
abschmecken.

Die Schollen aus dem Ofen nehmen und die Haut an der aufgeschnittenen Seite abziehen. Die Schollen mit dem Pfifferlinggemüse füllen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Als Beilage dazu passen z.B. in Thymianbutter geschwenkte Gnocchi.

Cornelia Poletto und Patrick Bach wünschen guten Appetit!

Frische Scholle aus Baumkurren-freien Fängen

Mit Baumkurren-frei gefangenen Schollen
setzt „Deutsche See“ den Kurs einer nachhaltigen, umweltschonenden
Unternehmenspolitik konsequent fort. Der Marktführer für Fisch und
Meeresfrüchte nimmt in Sachen Nachhaltigkeit erneut eine Vorreiterrolle
ein. Denn ab sofort führt die Bremerhavener Fischmanufaktur frische
Schollen und Schollenfilets im Sortiment, welche aus umweltschonenden,
Baumkurren-freien Fängen dänischer und niederländischer Fischer stammen.

Damit unterstützt „Deutsche See“ bewusst Fischer, die sich ihrer
Verantwortung für die Umwelt stellen und verleiht somit dem Programm
„meer Verantwortung“, mit dem es sich für eine nachhaltige
Bewirtschaftung der Meeresressourcen einsetzt, Nachdruck.

Beim traditionellen Fischfang mit Baumkurren gleitet die von einer
Querstange, dem Kurrbaum, offen gehaltene Netzöffnung auf Kufen über den
Meeresboden. Zwischen den Kufen hängen bis zu zehn Eisenketten, die die
am Boden lebenden Fische aufscheuchen. Die Kufen und Scheuchketten
pflügen dabei den Meeresboden um, so dass dort lebende Organismen, wie
Pflanzen und Kleinfische, getötet oder eingesammelt werden. Zudem fällt
bei dieser Methode viel Beifang an, der kommerziell nicht genutzt werden
darf und wieder über Bord geht. Hinzu kommt ein extrem hoher
Treibstoffverbrauch der Kutter, da die Ketten wie Anker wirken, welche
mitgezogen werden müssen.

Im Gegensatz dazu bietet die Baumkurren-freie Fischerei, bei der das
Netz auf Gummischläuchen oder Gummirädern läuft, erhebliche Vorteile.
Querschnittsvergrößerungen an einigen Stellen des Schlauches oder
alternativ Gummiräder sorgen für eine Minimierung der Bodenberührung,
wodurch die zum Teil erhebliche Beschädigung der Flora und Fauna stark
reduziert wird. Da beim Schleppen des Netzes weniger Kraft nötig ist,
können die Fischer durch den Einbau kleinerer Motoren sowohl Kraftstoff
und damit Kosten sparen als auch den Ausstoß von Abgasen reduzieren.
„Deutsche See“ plant nun schnellstmöglich das gesamte Schollen-Sortiment
auf Baumkurren-freie Schollen umstellen.

„Deutsche See“ mit Hauptsitz in Bremerhaven ist in Deutschland die
Nummer Eins bei der Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. In
bundesweit mehr als 20 Niederlassungen beschäftigt das Unternehmen rund
1.700 Mitarbeiter und beliefert mehr als 35.000 Kunden vom
Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie und Top-Gastronomie über
Caterer bis hin zur Betriebs- und Sozialgastronomie. Der weltweite
Einkauf hochwertiger Rohwaren, die sorgfältige und kundenindividuelle
Produktion und Veredelung in der Bremerhavener Manufaktur, das
überdurchschnittliche Qualitätsmanagement und die im Markt einzigartige
Logistik zeichnen das Unternehmen aus. Seit November 2003 gehört die
Feinkostmarke BEECK zu „Deutsche See“. Als Marktführer ist sich das
Unternehmen der ökologischen, gesellschaftlichen und sozialen
Verantwortung zum nachhaltigen Schutz der natürlichen Ressourcen
bewusst. „Deutsche See“ engagiert sich schon lange aktiv für den Erhalt
der Fischbestände und den Umweltschutz.

Weitere Informationen: Auf www.deutschesee.de finden Sie alles
Wissenswerte rund um Fisch & Fischgenuss.