Zu Tisch im … Aosta-Tal

Ein kleines Dorf im Aosta-Tal im äußersten Nordwesten Italiens, am Fuße des Montblanc, unweit der französischen Grenze. Der junge italienische Bergbauer Cassiano Treboud und seine Frau Barbara sind seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen, denn heute beginnt der Almauftrieb. 120 Kühe werden in Lastwägen auf 2.000 Meter Höhe transportiert – nach der langen Zeit im Stall wäre ein Fußmarsch für die Tiere zu beschwerlich. Den ganzen Sommer über bleiben die Kühe hoch oben auf der Alm und liefern die Milch für eine Spezialität der Region: den Fontina-Käse.

Cassiano ist ein moderner Bergbauer, fast schon ein Unternehmer, der sich auf die Käseproduktion spezialisiert hat. Auf der Alm wird in reiner Handarbeit Cassianos Fontina-Käse hergestellt. Dafür hat er den erfahrenen Senner Remo Lillaz eingestellt, der bereits für seinen Vater gearbeitet hat. Mit Remo leben und arbeiten drei Kuhhirten während der Sommermonate auf der Alm. Das Leben in den Bergen ist hart und entbehrungsreich, es gibt kaum noch Männer im Aosta-Tal, die sich dafür gewinnen lassen. Cassiano hat daher auch Hirten eingestellt, die nicht aus der Umgebung stammen: einen Italiener, einen Albaner und einen Marokkaner. Remo, der Senner, kocht jeden Tag für die Männer: eine natürliche, einfache Küche mit vielen frischen Kräutern von der Almwiese und vor allem mit dem selbst gemachten Fontina, der fast immer auf seinem Speiseplan steht. Für eine Supetta, ein typisches Gericht aus dem Valle d’Aosta, braucht er nicht viel: Weißbrot, Fontina, schwarzen Pfeffer, Zimt und eine kräftige Rinderbrühe. Und auch wenn Remo manchmal in seiner einsam gelegenen Almküche Zutaten fehlen – den Hirten schmecken die Gerichte nach getaner Arbeit einfach köstlich.

So, 28.06. um 17:35 Uhr arte

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