Tobias Jochim und Diethard Urbansky

Genießer-Gipfel des Deutschen Weininstituts

Hochkarätige Küchenparty im Dallmayr

„Silvaner – ein Multitalent als Menübegleiter“ – unter diesem Motto lud das Deutsche Weininstitut (DWI) am 25. Mai zum diesjährigen Genießer-Gipfel ins Münchner Delikatessenhaus Dallmayr. Im Rahmen einer Küchenparty präsentierten fünf Spitzenwinzer und fünf der besten Köche Münchens ihre Kreationen zum Thema. Mit dabei waren zum Beispiel der preisgekrönte Winzer Ludwig Knoll sowie die Sterneköche Tobias Jochim aus dem „Mark’s“ im Oriental Mandarin und Diethard Urbansky aus dem Restaurant Dallmayr.

Vor der Veranstaltung wurde jedem Winzer ein Koch zugelost, zu dessen Gericht er drei Weine aussuchte und den Gästen kredenzte. So empfahl beispielsweise Arno Schembs vom Weingut Adolf Schembs Erben einen trockenen Muskat-Silvaner von 2008 zum Sashimi vom schottischen Lachs mit Lotus, Kombucha, Quittengelee und Ingwerfond von TV-Koch Ollysan. In der Küche des Dallmayr konnten die circa 70 geladenen Gäste ungezwungen mit den Profis an Korkenzieher und Kochlöffel ins Gespräch kommen und die erstklassigen Weine zum exquisiten Essen genießen. Mit dabei waren zum Beispiel die Designer Adrian Runhof und Johnny Talbot, Comedian Jörg Knör sowie die Schauspielerin Lara Joy Körner.

Das Deutsche Weininstitut möchte mit dem Genießer-Gipfel Münchner Weinfreunde in moderner Form zu einem kreativen Umgang mit deutschen Weinen animieren. Alle Rezepte und Weine stehen nach der Veranstaltung auf der DWI-Website unter www.deutscheweine.de zum Download zur Verfügung.

Die Winzer in München:

Paul Glaser (Divino Npordheim eG, Nordheim, Franken)
Thomas Hensel (Weingut Odinstal, Wachenheim, Pfalz)
Ludwig Knoll (Weingut am Stein, Würzburg, Franken)
Rainer Sauer (Weingut Rainer Sauer, Escherndorf, Franken)
Arno Schembs (Weingut Adolf Schembs Erben, Worms, Rheinhessen)

Die Köche in München:

Sven Büttner („VUE Maximilan“ im Hotel Vier Jahreszeiten)
Tobias Jochim (Mark’s Restaurant im Mandarin Oriental)
Steffen Mezger (Garden-Restaurant im Bayerischen Hof)
Ollysan („Kokoro“ im Hotel La Maison)
Diethard Urbansky (Restaurant Dallmayr)

Silvaner

Silvaner in seinen Facetten

Bei schönstem Frühlingswetter stellten die Mitglieder der Winzergruppierung FRANK & FREI auf der idyllischen Weinterrasse vom „Vinorant Alter Hof“ in München ihren neuen Weinjahrgang vor. Sowohl die FRANK & FREI Collection als auch Klassiker und Premiumweine verschiedener Rebsorten hatten die Winzer mit in die Landeshauptstadt gebracht. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr aber zweifelsohne der Silvaner in seiner ganzen Vielfalt.

In lockerer Atmosphäre verkosteten die Gäste die Weine, genossen die köstlichen Leckerbissen vom „Vinorant Alter Hof“ und informierten sich bei den persönlich anwesenden Winzern. Das Duo Kagerer aus Regensburg sorgte dabei für die musikalische Untermalung.

Das Jubiläum „350 Jahre Silvaner in Franken“ hatte die FRANK & FREI Winzer veranlasst, neben der Präsentation des neuen Jahrgangs auch den Silvaner in seinen Facetten vorzustellen. Nahezu alle Qualitätsstufen und Regionen Weinfrankens waren hier vertreten und luden zum Vergleich ein. Wie schmeckt eigentlich ein Bio-Silvaner? Anders? Worin unterscheiden sich die vielen verschiedenen trockenen Spätlesen? Ist es das Terroir oder die Handschrift des Winzers? Verträgt der Silvaner eine Lagerung im Holzfass? Fragen über Fragen. Den ganzen Nachmittag über war der Verkostungsbereich umlagert. Es wurde ausgiebig probiert und miteinander diskutiert. In zwei Weinseminaren informierten sich die Besucher außerdem zum Thema „Silvaner – unsere fränkische Identität“.

„Es war eine unserer erfolgreichsten FRANK & FREI Präsentationen. So viele Besucher hatten wir hier in München noch nie. Sie waren alle sehr interessiert und haben auch ganz gut bestellt. Wir werden mit FRANK & FREI ganz sicher auch im nächsten Jahr wieder in die Landeshauptstadt kommen“, berichtet Winzer Rudolf May aus Retzstadt.

Die Münchner Veranstaltung ist gerade beendet, da laufen bereits die Vorbereitungen für das große FRANK & FREI Festival auf dem Nikolaushof in Würzburg an. Unter dem Motto „17 Winzer feiern … feiern Sie mit!“ wird am Freitag, 26. Juni, hoch über den Dächern der Stadt ein vielfältiges Genuss-Programm geboten, das bei jedem Wetter stattfinden wird. Nach der Begrüßung mit einem Glas Secco Saignée, besteht die Möglichkeit sich an mediterran-fränkischen Buffetinseln im Hof und Fingerfood im Seegarten zu laben. Dazu gibt es eine vielfältige Auswahl jugendlich-frischer Frankenweine. Des Weiteren erwartet die Gäste eine FRANK & FREI Müller-Thurgau Verkostung und eine Präsentation der Top Silvaner aller FRANK & FREI Winzer. Es versteht sich von selbst, dass alle 17 Weinmacher an dem Abend persönlich anwesend sind.

Neben den erstklassigen Weinen und kulinarischen Köstlichkeiten vom Nikolaushof kommt auch die Musik nicht zu kurz. Ab 21 Uhr wird Livemusik der Gruppe „Roach Control“ für die richtige Stimmung sorgen. Es wird empfohlen, die Karten bereits im Vorverkauf zu erwerben.

Kartenvorverkauf:
Nikolaushof, Würzburg, Tel. 0931 797500
oder unter frank&frei@nikolaushof.org
Weitere Informationen finden Sie unter www.frank-und-frei.de

Gardemann -Tipp 7

Geil zu Spargel

Mitte der 80er Jahre besannen sich
die Winzer in Rheinhessen auf ihre
Traditionsrebe, den Silvaner.
Durch qualitätsfördernde Maßnahmen
im Weinberg und eine
moderne Kellerwirtschaft schufen
sie in Rheinhessen einen neuen
Weinstil, der Orientierung für die
Bereitung moderner trockener
Weißweine bot. Fruchtbare Böden,
beste klimatische Bedingungen,
eine lange Weinbautradition und
junge kompetente Winzer.
Rheinhessen, ein Landstrich, in
dem es zwischen den Hügeln und
in jedem Dorf Interessantes und
Skurriles, Historisches und
Unterhaltsames rund um den
Wein zu entdecken gibt.
Der Silvaner vom „Weingut Geil“
duftet nach Fruchtaromen und
Wiesenkräutern. Im Geschmack
überzeugt er mit seiner feinfruchtigen
Art, mit viel Harmonie und
einem lebendigen Säurespiel.

Das Auto – Der Wein
Lothar Gardemann
„Im Weinhaus“
Großer Markt 5
D-47495 Rheinberg
Tel 02843-990815

Weinladen geöffnet:
Di 10-14 Uhr
Do10-13 & 15-19 Uhr
Fr 10-13 & 15-19 Uhr
Sa 10-14 Uhr

36. VDP-Weinbörse erfolgreich beendet

3000 Besucher verkosteten jüngsten Jahrgang – Trophy Herkunft Deutschland an Riesling-Legende Freddy Price verliehen – Fokus: 350 Jahre Silvaner

Die 36. VDP-Weinbörse in Mainz wurde mit großem Erfolg beendet. 3000 Besucher konnten an zwei Tagen rund 1200 Weine der VDP Prädikatsweingüter verkosten. Damit blieb die Besucheranzahl auf dem Niveau des Vorjahres. Über das hochkarätige Gästepotential, das 2009 Mainz besuchte, konnte sich neben den 158 ausstellenden VDP Winzern auch der Präsident Steffen Christmann freuen: „Von Krisenstimmung ist nichts zu spüren. Wir erhalten immer mehr Zuspruch für unsere Spitzenweine – auch aus dem Ausland. Wir konnten in diesem Jahr allein 260 internationale Gäste aus 28 Ländern begrüßen.“

Auch die Eröffnung der VDP-Weinbörse am Sonntagvormittag, die traditionsgemäß unter der Schirmherrschaft des Rheinland-Pfälzischen Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Hendrik Hering steht, erfuhr großen Zuspruch. Neben der Rede des Deutschen Weinbaupräsidenten Norbert Weber, der über die bevorstehende EU-Weinmarkreform und dessen Auswirkungen auf die Deutsche Weinbranche sprach, verlieh der Präsident des VDP, Steffen Christmann die Trophy Herkunft Deutschland an den Briten Freddy Price. Der VDP verleiht diesen Preis an herausragende Publizisten, die sich durch ihre Arbeit um den deutschen Wein verdient gemacht haben. Freddy Price ein Riesling-Urgestein, der einen erheblichen Beitrag zur weltweiten Riesling Renaissance leistete war hocherfreut über diese Ehre.
„It never entered my head that I might be awarded the VDP Herkunft Deutschland medal. This is a great honour: I shall treasure it and continue forever to talk and write about, and drink, German wines, especially those with the VDP logo.” so Freddy Price in seiner Dankesrede.

Anlässlich des 350jährigen Silvaner-Jubiläums wurde an beiden Tagen der Messe eine internationale Silvaner-Verkostung in Deutscher und Englischer Sprache angeboten. Prof. Dr. Gian-Luca Mazzella, Dokumentarfilmer und Journalist aus Italien hatte die Probe von 26 Silvaner-Weinen zusammengestellt und moderierte die Verkostung gemeinsam mit Stephan Reinhard, Weinjournalist. „Diese Verkostung hat uns gezeigt, der Silvaner zu unrecht so lange im Schatten des Riesling gestanden hat. Wir haben außergewöhnliche Weine verkosten dürfen.“ so ein Besucher der Silvaner-Verkostung

Zum Vormerken: Jubiläums-Weinbörse des VDP 2010

Am 25. und 26. April 2010 öffnet die VDP-Weinbörse im Jubiläumsjahr des VDP seine Pforten. 2010 – 100 Jahre VDP Die Prädikatsweingüter

www.vdp.de

Weingut Knipser – Exklusive Abfüllung für das Grand Hyatt Berlin

Weingut Knipser – Exklusive Abfüllung für das Grand Hyatt Berlin
2008er Silvaner nur im Fünf-Sterne-Hotel erhältlich

Das Grand Hyatt Berlin serviert ab sofort den 2008er Silvaner des Weingutes Knipser aus der Pfalz als eigene „Selection Grand Hyatt Berlin“. Der einzige Silvaner, den das Weingut Knipser in 2008 produziert hat, wurde exklusiv für das Hotel am Potsdamer Platz abgefüllt und ist ausschließlich dort erhältlich. Knipser wurde vom Gault Millau Weinguide Deutschland 2009 als Weingut des Jahres ausgezeichnet.

Die Trauben für diesen Silvaner sind in einer ausgezeichneten Region, direkt über der Große-Gewächslage „Himmelsrech“ in Dirmstein, gewachsen. Die Parzelle zeichnet sich durch Südexposition und einen für Silvaner sehr geeigneten Boden aus, ein von einer mächtigen Lössauflage bedeckter Kalkboden mit zum Teil anstehendem Kalkfels. Dieser Kalkboden wird von den 21-jährigen Silvanerstöcken tief durchwurzelt, wodurch in den Trauben viele Mineralstoffe eingelagert werden. Die selektive Handlese fand am 11. Oktober 2008 statt. Nach der schonenden Kelterung wurde der Most bei ca. 19°C je zur Hälfte im Edelstahltank und im traditionellen großen Holzfass vergoren. Nach einem ersten Abstich im Dezember reifte der Jungwein auf der Feinhefe bis kurz vor der Abfüllung im März 2009.

Am 13. Juni 2009 ist der Winzer Werner Knipser zu Gast im Restaurant mesa des Grand Hyatt Berlin. Der Abend mit dem Winzer wird begleitet von internationalen Speisen im Tapas-Stil. Das Tapas-Menü und vier verschiedene Gläser Wein des Weingutes Knipser kosten 36 Euro pro Person, Wasser und Kaffee exklusive. Reservierungen unter Telefon +49 30 2553 1572 oder per E-Mail: berlin.grand@hyatt.com

Der Wein wird in den Restaurants Vox, mesa und Tizian des Grand Hyatt Berlin ausgeschenkt. Die Flasche kostet 29 Euro. Glasweise (0,1 cl) wird die „Selection Grand Hyatt Berlin“ für 5 Euro angeboten.

Die Global Hyatt Corporation, eine der bekanntesten Hotelgruppen weltweit, umfasst über 370 Hotels & Resorts in 44 Ländern und bietet ihren Gästen Gastfreundschaft auf höchstem Niveau. Sie legt großen Wert auf exzellenten, persönlichen Service, die Einbeziehung der jeweiligen Landeskultur und nachhaltiges Denken und Handeln. Die Tochtergesellschaften des Unternehmens mit Hauptsitz in Chicago besitzen und betreiben (auch als Franchiseunternehmen) Hotels und Resorts der Marken HyattTM, Hyatt RegencyTM, Hyatt ResortsTM, Grand HyattTM, Park HyattTM, Hyatt PlaceTM, Hyatt Summerfield SuitesTM sowie AndazTM und bauen das Portfolio derzeit auf fünf Kontinenten weiter aus. Die Global Hyatt Corporation ist außerdem Eigentümer der Hyatt Vacation Ownership Inc., und Betreiber der Hyatt Vacation ClubsTM. Viele tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit bieten den Hotelgästen herausragenden Service und tragen dank ihres persönlichen Einsatzes und Engagements maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei.

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Benjamin Gillert

Wein und Spargel – eine sinnliche Affäre

Rendezvous von Spargel, Weißburgunder und Silvaner im Weinpunkt. Der Frühling ist die traditionelle Spargelsaison. Ein passender Anlass für den Hattenheimer Weinpunkt Barth & Lang am Sonntag, 17. Mai 2009, um 19:00 Uhr zum Spargelessen einzuladen.

Nach der Devise „Spargel trifft Weißburgunder und Silvaner“ serviert Gastgeber Benjamin Gillert vier Gänge rund um das edle Stangengewächs – begleitet von harmonierenden Weinen der VDP-Winzer Norbert Barth und Hans Lang aus dem Rheingau. Abgerundet wird der kulinarische Sonntagabend durch Kerzenschein bei dezenter Pianountermalung.

Daten im Überblick:
Zeit: Sonntag, 17. Mai 2009, 19:00 Uhr
Ort: Weinpunkt Barth & Lang, Hauptstraße 25, 65347 Hattenheim
Preis: 39,00 Euro pro Person
Leistungen: 4-Gänge-Menü, Weine der Weingüter Barth und Hans Lang

Für die verbindliche Teilnahme bitte bei Benjamin Gillert telefonisch unter 06723/913-960 ab 16:00 Uhr beziehungsweise 0160/7205723 oder per E-Mail an anmelden.

Rheinhessens Winzer auf Tournee in Deutschland

Rheinhessens Winzer auf Tournee in Deutschland

Die Weine des neuen Jahrgangs für die Profis in Hamburg, Berlin, München und Köln

Die Winzerinnen und Winzer aus Rheinhessen präsentieren ihre neue Kollektion im Rahmen einer Deutschland-Tournee für die Profis aus dem Fachhandel und der Gastronomie. Das große Weinland am Rhein setzt auf der Städtetour in diesem Frühjahr wieder wichtige Akzente und hat einen spannenden Jahrgang 2008 im Gepäck. Die Newcomer und Top-Winzer aus Rheinhessen demonstrieren, wie aus prächtigen Anbaubedingungen, profundem Know-how und einer großen Portion Kreativität erstklassige Weine werden. Das Spektrum der Weine reicht von traditionellen Rebsorten der Region mit Riesling, Silvaner und den Burgundern bis hin zu internationalen Klassikern. Diese Präsentation ist eine hervorragende Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch mit den Winzern über aktuelle Entwicklungen und Trends der Region zu informieren. Die Präsentationen beginnen an allen Standorten um 15 Uhr; das Ende ist für 18 Uhr vorgesehen.

Silvaner-Degustationen
Der Silvaner feiert in diesem Jahr ein respektables Jubiläum: vor 350 Jahren wurde diese traditionsreiche Rebsorte erstmals in Deutschland urkundlich erwähnt. Aus diesem Anlass sind die Besucher im Rahmen dieser Präsentation zu interessanten Silvaner-Degustationen eingeladen, die von Sommeliers aus der jeweiligen Stadt moderiert werden. Mit dabei sind:

• München: Susanne Platzer, Weinakademikerin; Workshops: 14:30 Uhr und 17:30 Uhr
• Hamburg: Lidwina Weh, Sommelière, Louis C. Jacob; Workshop: 14:30 Uhr
• Berlin: Arno Steguweit, Sommelier, The Regent Berlin; Workshops: 14:30 Uhr und 16 Uhr
• Köln: Christian Frens; Sommelier, Sommelier – Consult; Workshop: 14:30 Uhr

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und zu den teilnehmenden Betrieben finden sich in dem beigefügten Flyer, den Sie herunterladen können.

Anmelden geht ganz einfach über die Homepage:
www.rheinhessenwein.de/Anmeldung

ProWein feierte 350 Jahre Silvaner

ProWein feierte 350 Jahre Silvaner

2009 ist das Jahr des Silvaners, denn die beliebte Rebsorte wird 350 Jahre alt. Auch im Rahmen der Leitmesse für Weine und Spirituosen ProWein in Düsseldorf feierte die Branche das Jubiläum. Insbesondere bei den ausstellenden Winzern aus Franken stand die vielfältige Rebsorte im Mittelpunkt. So fand unter anderem am Stand der Winzergemeinschaft Franken eine umfangreiche Silvaner-Verkostung quer durch die fränkische Weinbauregion statt.

Jubiläum eines Alleskönners
Zwar ist er flächenmäßig hinter dem Müller-Thurgau die Nummer zwei in Franken, von der Beliebtheit her steht der Silvaner der Nummer eins jedoch in nichts nach. Dies liegt wohl nicht zuletzt an seiner Vielseitigkeit und Individualität. Vom leichten Sommerwein bis hin zum charaktervollen Großen Gewächs – der Silvaner kann einfach alles.
Darüber hinaus spiegelt er wie keine andere Rebsorte seine regionale Herkunft wider und verbindet erdige Töne mit filigranen Fruchtaromen und bekömmlicher Säure. In diesem Jahr feiert er sein 350-jähriges Jubiläum und zählt damit zu den ältesten heute noch kultivierten Rebsorten.

Von Österreich ins Frankenland – der Siegeszug einer Rebsorte
Der Silvaner ist keine „Urtraube“. Er entstand aus einer Kreuzung von Traminer mit der autochthonen Sorte „Österreich-Weiss“, wie genetische Untersuchungen zeigen. Die ersten Pflanzen fanden mit Hilfe der Zisterziensermönche ihren Weg ins fränkische Deutschland.
Deren Kloster in Ebrach erhielt die Rebstöcke vermutlich von seinem Mutterhaus in Österreich. Die erste belegte Pflanzung unternahm schließlich Johann Georg Körner, ein Gräflich Castellscher Amtsmann. Laut urkundlicher Erwähnung ließ er 25 Rebstöcke „Österreicher“, wie der Silvaner damals genannt wurde, von Obereisenheim nach Castell bringen, um sie dort dann am 10. April 1659 in der Lage Schlossberg erstmals zu kultivieren. Von da an dauerte es nicht lange bis der Silvaner die in der Region verbreiteten Sorten wie Elbling, Riesling, Traminer und Co. verdrängte und langsam aber sicher seinen Siegeszug in ganz Deutschland fortsetzte. Bis in die 70er Jahre war er mit einem Flächenanteil von mehr als 30 Prozent die meistgepflanzte Rebsorte Deutschlands.

Renaissance auf fränkisch: Das Comeback eines Alleskönners
Nachdem er viele Jahre an Bedeutung verlor und seinen Spitzenplatz abgeben musste, findet man den Silvaner heute in Deutschland mit einer Fläche von 5.300 Hektar nur noch auf 5 Prozent der Gesamtanbaufläche. Die größte Silvaner-Region ist Rheinhessen – hier sind der Rebsorte insgesamt 2.468 Hektar gewidmet. Das Anbaugebiet mit dem höchsten Silvaner-Anteil ist jedoch Franken, wo die Sorte auf rund einem Fünftel der Rebfläche (1.261 Hektar) wächst. Hier erlebt der Silvaner nun seit einigen Jahren seine Renaissance. Als Alleskönner ist er vor allem ein beliebter Essensbegleiter. Ob Salat, Spargel, Fisch oder opulente Speisen – der Silvaner passt zu jedem Gericht. Das macht ihn mitunter zu einem Wein, der sich auch im internationalen Vergleich mit den ganz großen Rebsorten messen kann.

Silvaner – ein Multitalent zum Ostermenü

Silvaner – ein Multitalent zum Ostermenü

Das Osterfest ist auch ein kulinarisches Frühlingsfest für die Sinne. Als Wein zu den frühlingshaften Genüssen empfiehlt sich eine Rebsorte, die gerne zu einer angenehmen Osterüber­raschung wird – der Silvaner. „Als Menübegleiter hat der Silvaner viele Talente. Er ist ein vielseitiger Tischpartner mit einer beeindruckenden aromatischen Bandbreite“, erläutert Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI).

Je nach Herkunft präsentiert er sich duftig und frisch, mit dem leicht herben Aroma von Kräutern oder auch von Stachel­beeren und Kiwis, wenn er früh gelesen wurde und auf leichten Böden gewachsen ist. Auf schwereren Böden gedeiht Silvaner mit einer gewissen Opulenz und bringt Noten von reifen Birnen und Heu, manchmal auch Artischocken mit. Er überzeugt zudem in vielen Geschmacksrichtungen und selbst prickelnd ist er ein besonderer Genuss.

Diese Vielseitigkeit lässt sich gerade zum Ostermenü voll ausschöpfen. So empfiehlt sich zum Auftakt ein Silvaner-Winzersekt als belebender Aperitif. Zur Vorspeise unterstreicht ein leichter Silvaner mit seiner typisch milden Säure die feinen Aromen von jungem Gemüse aber auch von dezentem Fisch oder Muscheln. Seine feinfruchtigen Noten entlockt ihm sehr schön eine frühlingshafte Möhrensuppe, die gerne mit Ingwer abgestimmt sein darf. Als Einlage passen kurz gebratene Muscheln, wie etwa die edle Jakobsmuschel, perfekt.

Mit gehaltvollen, kräftigeren Silvanerweinen ist man bestens für einen mildwürzigen Hauptgang gerüstet. Dazu zählen Fischgerichte, gerne auch mit einer luftigen Sahnesauce; Lachs in Safransauce, oder etwa Saibling. Aber auch helles und mild gebratenes Fleisch lässt sich gerne von Silvaner begleiten.

Eine österliche Festtagskombination ist ein gehaltvoller Silvaner zum Kalbsrücken mit Morchelrahm. Hier treffen die erdigen Noten von Wein und Pilzen aufeinander und geben dem Ganzen den richtigen aromatischen Kick.

Zu Spargel, der sich in dieses Ensemble bestens einfügt, ist Silvaner der Klassiker schlechthin. Ob man den Spargel solo genießen möchte oder in einer der zahlreichen beliebten Varianten – Silvaner macht alle Spielarten mit. Geschmacklich lässt er dem zarten Gemüse stets den Vortritt, verleiht dem Ganzen aber immer seine feinfruchtige Note.

Die Vorzüge des Silvaners als Begleiter zum Dessert werden derzeit noch häufig unterschätzt. Doch gerade hier zeigt sich ein ganz besonderes Talent. Denn zu erfrischenden Obstdesserts sind weniger opulente als vielmehr frische, fruchtsüße Weine mit dezenten Aromen und geringer Säure gefragt. Als Auslese trumpft der Silvaner beispielsweise zu locker-duftiger Mousse von Minze und Erdbeeren richtig auf. Zu Dessertklassikern wie Karamell­creme oder Crème Brûlée empfiehlt Ernst Büscher dagegen eher eine edelsüße Silvaner Beerenauslese. Das Rezept zum Nachkochen finden Sie hier.

Übrigens: Silvaner zählt zu den traditionellen deutschen Rebsorten mit einer langen Geschichte. Aufzeichnungen über die ersten Silvanerpflanzungen in Deutschland stammen aus dem fränkischen Ort Castell und gehen auf das Jahr 1659 zurück. Damit feiert er in diesem Jahr hierzulande sein 350-jähriges Jubiläum. Der Silvaner wird in Deutschland auf über 5.000 Hektar angebaut. Am häufigsten wächst er in Rheinhessen, Franken und der Pfalz.

Erstmals kommt die beste Weißweinkollektion aus Franken

„Eichelmann 2009“ zeichnet Weingut Zehnthof aus

Erstmals kommt die beste Weißweinkollektion aus Franken

Der renommierte Weinführer „Eichelmann 2009“ hat das Weingut Zehnthof der Familie Luckert aus Sulzfeld (Lkr. Kitzingen) für die „Beste weiße Kollektion in Deutschland“ ausgezeichnet. Neben diesem herausragenden Titel konnte sich das Weingut – wie bereits in den vergangenen Jahren – mit fünf Sternen in der Spitzengruppe der deutschen Winzer behaupten. Gerhard Eichelmann beschreibt das siegreiche Sortiment des fränkischen Prädikatsweingutes so: „Jahr für Jahr gehören die Weine vom Zehnthof zur Spitze in Deutschland. Wer trockene, reintönige, leichte Weißweine liebt, ist mit den Kabinettweinen der Luckerts bestens bedient: Trinkfreude pur. Da ließen sich Leute zum Müller-Thurgau bekehren, die sonst beim Namen bloß die Nase rümpfen. Die Top-Weine der Drei-Sterne-Linie sind einmal mehr grandios, egal ob Silvaner oder Weißburgunder, Riesling, Chardonnay oder die Cuvée „Unter der Mauer“, eine überzeugende Verbindung von Riesling und Silvaner.“

Unter den zahlreichen Winzern, die im „Eichelmann“-Weinführer aufgelistet und bewertet sind, werden alljährlich die Betriebe mit der besten weißen, roten und edelsüßen Weinkollektion besonders geehrt. Die Brüder Ulrich und Wolfgang Luckert freuen sich sehr über die überregionale Auszeichnung: „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Die Mitteilung war für uns eine große Überraschung. Wir finden es schön, dass erstmals ein fränkischer Betrieb mit dieser Ehrung bedacht worden ist.“

Anfang der 1960er Jahre haben Theo und Luitgard Luckert mit der Selbstvermarktung ihrer Weine begonnen. Viel ist seitdem geschehen. Im Jahr 1970 wurde der ehemalige Zehnthof aus dem Jahr 1558 erworben, der mittlerweile Sitz und Namensgeber des Sulzfelder Weingutes ist. Heute bewirtschaften die Söhne Ulrich und Wolfgang Luckert mit ihren Familien die 13,5 Hektar Weinberge in den Sulzfelder Lagen Cyriakusberg und Maustal. Die wichtigste Rebsorte im Betrieb ist zweifelsohne der Silvaner. Ihm gilt das ganz besondere Augenmerk der beiden Brüder. Aber auch mit Weißburgunder, Chardonnay, Müller-Thurgau, Riesling und Sauvignon Blanc glänzt das Weingut Zehnthof regelmäßig bei Weinwettbewerben.

In der neuesten Ausgabe „Eichelmann 2009“ werden 935 deutsche Weingüter und 9.792 Weine vorgestellt. Das Buch mit seinen 747 Seiten gilt als verlässlicher Einkaufsführer für hochwertige deutsche Weine. Weitere Informationen finden Sie unter www.mondo-heidelberg.de