FINE Das Weinmagazin

Rheinhessen steht im Mittelpunkt der Frühlingsausgabe. Die Landschaft mit den tausend Hügeln entlang des Rheins bietet eine Fülle an bemerkenswerten Weinen, die weltweites Ansehen genießen.

Drei Freunde aus dem Wonnegau
Am Ende des 19. Jahrhunderts zählte unter Weinkennern aus Rheinhessen die „Liebfraumilch“ zu den besten Weinen der Welt. Sie begründete den Ruf des Rheinhessenweins und zerstörte ihn auch, als sie unter dem gleichen Namen als Massenprodukt in alle Welt verschleudert wurde. Doch das ist Vergangenheit. Eine neue unkonventionelle Winzergeneration hat Rheinhessen zu internationalem Erfolg zurückgeführt. Unter ihnen: Jochen Dreißigacker, Stefan Winter und Philipp Wittmann. FINE Autor Rainer Schäfer hat sie besucht. FINE Autor Till Ehrlich überzeugte sich im Tasting von 44 jungen und gereiften Jahrgängen Riesling, Weißburgunder und Silvaner aus den Kellern der drei Freunde. Sein Fazit: „So gleich die Herkunft auch sein mag, ihre Weine interpretieren sie auf individuelle Weise“

FINE-Tasting: 101 Silvaner aus Rheinhessen
Rheinhessen ist das größte Silvaner-Anbaugebiet Deutschlands. Die Lieblingsrebe liefert ein hervorragendes Beispiel für die Kreativität, das Talent und das erhebliche Potential der Winzer dieser Region. Im besonderen Ambiente des Restaurants Buchholz in Mainz verkostete ein geladenes Fachpublikum 101 Silvaner und war von der stilistischen Vielfalt begeistert.

Die Weinberge des Grafen
Stephan Graf von Neipperg hat zwei seiner Weingüter in Saint-Emilion in die Liga der Besten geführt: Die Châteaus Canon La Gaffelière und La Mondotte, die seit Oktober zur Gruppe der Premier-Grand-Cru-Classé B Weine gehören. FINE Autor Christian Volbracht berichtet zunächst über Château Canon La Gaffelière, in der nächsten FINE Ausgabe dann über La Mondotte.

Frauen im Wein
A wie Antinori. A wie Allegra, Alessia und Alberia: Die drei Töchter des italienischen Wein-Magnaten Marchese Piero Antinori garantieren den Fortbestand der Familie. Sie haben bei ihrer Arbeit in dem bedeutenden Unternehmen auch die kommenden Generationen im Blick. FINE Autor Heinz-Joachim Fischer traf die drei Schwestern.

„Baron de L“
Im lieblichen Tal der Loire liegt das malerische Château du Nozet des Barons Patrick de Ladoucette. 1972 übernahm er das größte Weingut in Pouilly-sur-Loire und brachte es mit Innovationen wie dem erstrangigen Marken-Sauvignon „Baron de L“ zum Erfolg. Für FINE und seinen Autor Till Ehrlich öffnete der Baron die Tore seines Weinkellers für eine Degustation.

Grüner Veltliner
Der Paradewein Österreichs glänzt seit einer Blindverkostung in London 2002 im internationalen Weingeschäft. Er wird wie Riesling und Chardonnay mittlerweile als „großer Klassiker mit Charakter“ wahrgenommen. FINE Autorin Luzia Schrampf hat sich davon überzeugt.

Rhône
„Ich verstehe mich als Staffelläufer durch die Jahrhunderte“: Jean-Louis Chave, bedeutender Winzer von Hermitage-Weinen, leitet in der 16. Generation die wahrhaft traditionsreiche Domaine Chave, die zu den renommiertesten Weingütern Frankreichs gehört. FINE Autor Rainer Schäfer hat er in seine Geheimnisse eingeweiht.

Margaux
1847 investierte der Tabakhändler und Bankier Comte Jean-Pierre Pescatore sein Geld in das feudale Château Giscours im Margaux. Mehr als 150 Jahre später steht ein niederländischer Investor hinter dem Wiederaufstieg des lange Zeit vernachlässigten Weinguts. FINE-Autor Christian Volbracht besuchte das Château und dessen Generaldirektor Alexander van Beek.

www.fine-magazines.de.

FOOD & LIFE 2011: Weinkunde für Genießer

Zu den herzhaften und süßen Spezialitäten präsentiert die FOOD & LIFE eine Auswahl edler Tropfen. In der Halle B1 der Neuen Messe München treffen Weinfreunde auf ein großes Sortiment an Spitzenweinen, Schaum- und Brandweinen sowie Likören. Mehr als 150 Aussteller zeigen in diesem Jahr ihre Produkte auf dem Treffpunkt für Genießer – darunter 40 Winzer und Weinanbieter aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Zu einer Verkostung des breiten Rebsorten-Angebots lädt die FOOD & LIFE ein.

Slow Food München stellt acht einzigartige Winzer vor
Alleine Slow Food München präsentiert auf dem „Markt für gute Lebensmittel“ acht besondere Winzer aus Deutschland, Österreich und Italien. Eins haben sie gemeinsam: Ihre Weine werden aus erstklassigen Rohstoffen erzeugt und ganz ohne industrielle Zutaten schonend verarbeitet. Wie zum Beispiel das Weingut Fuchs-Jacobus aus Schweppenhausen in Rheinland-Pfalz: Unter dem Motto „Qualität und Genuss – im Einklang mit der Natur“ praktiziert die Familie Jacobus – Deutschlands einziger Bio-Winzer – einen biologischen Steillagen-Weinbau auf fünfzehn Hektar. Das ist derzeit die schonendste Anbaumethode. Spitzenweine wie Rieslinge, Spätburgunder oder ausgezeichneter Weinbrand können auf der FOOD & LIFE verkostet und direkt erworben werden.

Riesling und Silvaner: Köstliche Paare auf der Aktionsbühne
Auch die fränkischen Winzer widmen sich dem Thema Nachhaltigkeit. Das Weingut Egon Schäffer aus Volkach-Escherndorf achtet ganz besonders auf den schonenden Anbau der Reben. Schäffer verzichtet auf chemische Mittel und erntet sämtliche Reben von Hand. All diese Mühen, die der Winzer in seine Weine steckt, wurden von Gault Millau und Feinschmecker bereits mehrmals ausgezeichnet. Auf der FOOD & LIFE ist das Weingut Egon Schäffer auf dem „Markt für gute Lebensmittel“ von Slow Food München zu finden. Wer sich von Schäffers Weine begeistern lassen möchte, sollte seinen Auftritt zum Thema „Riesling und Silvaner – ein köstliches Paar aus Franken“ auf der Aktionsbühne am Sonntag, 4. Dezember um 16 Uhr nicht verpassen.

Frankenland: Preisgekrönte Tropfen
Preisgekrönt sind ebenfalls die Weine von Martin Göbel (Weingut Martin Gröbel aus Randersacker in Unterfranken). Zwei Staats- und Bundesehrenpreise, zahlreiche Prämierungen und die Klassifizierung als eines der besten Weingüter Deutschlands in der Zeitschrift WEINGOURMET 2009 hat der 400 Jahre alte Familienbetrieb bereits bekommen. Neben Silvaner, Müller-Thurgau und Riesling baut Göbel Neuzüchtungen wie Rieslaner, Albalonga und Scheurebe aus. Bei den Rotweinsorten reicht das Sortiment von Spät- und Frühburgunder bis hin zur Traube „Domina“.

Österreich: Gold für Weißburgunder
Im Weingut Schneeberger aus Heimschuh (Steiermark, Österreich) verbindet man eine zeitgemäße Weinproduktion mit dem Wissen von fünf weinbautreibenden Generationen. Während der Weinkeller mit einem modernen Presshaus ausgestattet ist, reift der Wein in kleinen Eichenfässern. Produziert wird die komplette Bandbreite der steirischen Weinsorten. Bei der Berliner Weintrophy 2011 wurde Schneebergers Weißburgunder mit Gold ausgezeichnet.

Genießen wie Gott in Frankreich
Lionel Dufour, Winzer und Sommelier aus Frankreich, bringt Prestige-Weine und Champagner aus der Grande Nation mit nach München. Zum Sortiment gehört beispielsweise ein Château Simon 2007 Sauternes aus der Region Bordeaux. Der süße und gold-gelbe Weißwein wird aus Sauvignon- und Semilion-Trauben erzeugt. Die Früchte werden nur per Hand sorgfältig gepflückt. Danach reift der Wein Monate lang in Eichenfässern. Der Sauternes passt hervorragend zu Desserts und kann mindestens 20 Jahre lang gelagert werden. Dass der Château Simon 2007 Sauternes zu den nobelsten Weinen gehört, wissen auch Schwedens Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel zu schätzen. Bei ihrem Hochzeitsbankett verwöhnten sie ihre Gäste mit dem Sauternes.

Südtirol glänzt mit Qualitätsweinen und Grappa
Während der FOOD & LIFE präsentiert sich die Feinschmecker-Region Südtirol ganz groß und bietet kulinarische Spezialitäten wie Speck, Käse und Brot zum Verkauf an. Messebesucher können hier unter anderem hochwertige und traditionell hergestellte Grappas verkosten, die aus einer Rebsorte wie Sylvaner, Gewürtztraminer, Vernatsch oder Lagrein gebrannt wurden. Außerdem bietet das Südtirol-Bistro auf seiner Weinkarte eine große Auswahl an Südtiroler Spitzenweine.

Die FOOD & LIFE ist Mittwoch bis Samstag von 10 bis 20 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Messebesucher können ihre Tickets ab sofort übers Internet erwerben und dabei zwei Euro sparen. Weitere Informationen unter www.food-life.de

FOOD & LIFE lädt zur Weinprobe

Mehr als 150 Aussteller zeigen in diesem Jahr auf der FOOD & LIFE ihre Produkte. Nicht nur herzhafte und süße Schmankerl verwöhnen die Gaumen der Besucher – auch der passende Tropfen lässt sich hier finden. Denn rund 40 Aussteller laden zur Weinprobe ein. Darunter Frankenwein ebenso wie Weine aus Italien, Österreich, Südtirol und Frankreich.

Eins ist dabei gewiss: die hohe Qualität der Produkte. Schließlich stehen auf der FOOD & LIFE die sorgfältige, handwerkliche Produktion und der volle Geschmack der Lebensmittel im Mittelpunkt des Geschehens. Davon können sich die Besucher ab dem 24. November in der Halle B1 der Neuen Messe München überzeugen.

So etwa am Stand des Weinguts Haub. Seit mehreren Jahren gehört das Weingut der Bundesvereinigung Ecovin an, die nach den gesetzlichen Richtlinien zum ökologischen Landbau arbeitet. FOOD & LIFE-Besuchern bietet sich in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit, die Tropfen des Weinguts aus Rheinhessen zu verkosten. Aber auch die Franken kommen ins Zentrum Oberbayerns. Seit mehr als 1.200 Jahren wird in der Region Wein angebaut. Den Großteil davon stellen Weißweine wie Müller-Thurgau, Bacchus und Silvaner. Von deren preisgekrönter Qualität können sich die Messebesucher überzeugen. Für Weinliebhaber ist zudem der Besuch des von Slow Food München organisierten „Markts für gute Lebensmittel“ auf der FOOD & LIFE ratsam. Erstmals zeigt hier das Weingut Fuchs-Jacobus seine Erzeugnisse. Sämtliche Weine stammen aus Steillagen und jeder Rebstock wird einzeln und von Hand abgeerntet. Auch internationale Weine, etwa aus dem Burgund, lassen sich auf dem Treffpunkt für Genießer probieren. Der Stand vom Chateau André Ziltener stellt dafür eine gute Anlaufstelle dar. Hier erwartet das Münchner Publikum eine große Auswahl französischer Spitzenweine, wie Chablis und Mersault.

Die Ergebnisse all dieser Mühen, die die Winzer in ihre Arbeit stecken, können die Besucher der FOOD & LIFE vom 24. bis 28. November erschmecken. Die Messe ist täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr, geöffnet. Der Eintritt kostet an der Tageskasse 12 Euro, Online-Tickets sind für 10 Euro erhältlich.

www.food-life.de

Baden-Württemberg Classics Berlin 2010

Am 13. und 14. November 2010 ist es endlich wieder so weit! Zum 11. Mal sind die Baden-Württemberg Classics zu Gast in der Bundes­hauptstadt. Rund 100 Winzer und Weingärtner aus den beiden Weinregionen Baden und Württemberg präsentieren auf einer der größten Genussmessen Berlins gemeinsam ihre Erzeugnisse und Spezialitäten. Doch nicht nur das: In diesem Jahr haben sich die Winzer zudem etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Die Veranstalter führen die erwarteten rund 6.000 Gäste sprichwörtlich hinters Licht. Die Messebesucher können erstmals im Selbsttest erproben, wie die Umgebungsfarbe das Geschmacksempfinden von Wein beeinflusst. „Eine wissenschaftliche Studie des Psychologischen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz belegt, dass das Umgebungslicht Einfluss auf das Geschmacksempfinden von Wein hat. Bei rotem Licht etwa wird der Wein süßer und fruchtiger wahrgenommen, bei grünem Licht wird ihm mehr Säure und Frische zugesprochen“, erklärt Ulrich-M. Breutner, Geschäftsführer des Weininstituts Württemberg. Ein in Zusammenarbeit mit der Universität eigens für die Baden-Württemberg Classics in Berlin entwickelter Licht-Raum ermöglicht es den Besuchern dieses Experiment hautnah nachzuempfinden. „Unsere Licht-Installation sorgt für den persönlichen Aha-Effekt abseits der bloßen wissenschaftlichen Theorie“, verspricht Sonja Höferlin, Geschäftsführerin der Badischer Wein GmbH.

Natürlich bieten die Hauptstadt-Classics darüberhinaus Altbewährtes: So können Besucher auch 2010 eine in Deutschland einzigartige Vielzahl an erlesenen Weinen, Sekten sowie Wein- und Obstbränden kennenlernen. Die Weinrunde durch den Hangar 2 des Tempelhof-Airports führt durch Deutschlands beliebteste Weinregionen, vom Kaiserstuhl bis zum Bodensee und vom Taubertal bis ins Neckartal. Auf die Genießer warten populäre Rebsorten wie Gutedel, Riesling, Silvaner, Kerner, Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Spätburgunder oder Trollinger – einfach alles, was Deutschlands Süden zu bieten hat.

Ein Besuchermagnet der Classics sind Jahr für Jahr auch die kostenlosen Weinseminare und Lern-Weinproben im Rahmen der Messe. Zu den Referentinnen zählen in diesem Jahr die Badische Weinkönigin Marion Meyer sowie ihre Württembergische Kollegin Juliane Nägele. Die beiden Weinhoheiten geben unter anderem zu den Themen „Sekt und Secco“, Weinaromen oder Fasswein ihr Expertenwissen an Berliner Weinliebhaber weiter.

Die Baden-Württemberg Classics finden im Event-Center Tempelhof (Hangar 2) am Berlin-Tempelhof Airport statt. Geöffnet ist die Genussmesse Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.bwclassics.de

Die Soße bestimmt den Wein

Die Wahl des passenden Weines kann ein Essen erst so richtig rund machen. Für viele wohl die Überraschung: Nicht das Fleisch, sondern die Soße bestimmt, welcher Wein am besten harmoniert, sagt Ernst Büscher, Experte vom Deutschen Weininstitut in Mainz im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Dunkle, geschmacksintensive Soßen harmonieren besser mit den Gerbstoffen des Rotweins, helle Soßen besser mit Weißwein. Bei einer scharfen Speise sollte er mild sein, denn Alkohol verstärkt die Schärfe. Allgemein vertragen sich süß und süß gut, aber sauer und sauer harmonieren schlecht.

„Zu einer Vinaigrette trinkt man am besten keinen Riesling“, sagt Büscher, „sondern etwas Mildes, etwa einen Silvaner oder einen Grau- oder Weißburgunder.“
Quelle:Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“

Deutscher Weißwein gewinnt

Deutsche Winzer können sich mit 22 Goldmedaillen nicht nur bei der diesjährigen International Wine & Spirits Competition zu den Gewinnern zählen. Auch bei den Decanter World Wine Awards (13 Gold-Medaillen) und der International Wine Challenge (12 Gold-Medaillen) wurde abgeräumt.
 
Die deutschen Winzer konnten sich bei der Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse der International Wine & Spirits Competition 2010 auf der London International Wine Fair zu den Gewinnern zählen: Insgesamt haben deutsche Weine beim diesjährigen Wettbewerb 21 Goldmedaillen gewonnen, darunter 18 mit der höchsten Auszeichnung „Gold (Best in Class)“, gegenüber 12 Goldmedaillen 2009.
Mit diesem hervorragenden Ergebnis erreichte Deutschland den dritten Platz knapp hinter Frankreich und Spanien und landete vor Ländern wie den USA.
Insgesamt gingen 141 Medaillen (22 Gold-, 59 Silber-, 60 Bronzemedaillen) an deutsche Weine.

Besonders die fränkischen Winzer haben mit hervorragenden 63 Medaillen, darunter 14 Auszeichnungen „Gold (Best in Class)“, einen Grund zum Feiern.  Die erfolgreichsten Franken waren der Winzerkeller Sommerach mit vier „Gold (Best in Class)“-Medaillen, gefolgt vom Weingut Horst Sauer mit vier Goldmedaillen, darunter zwei „Gold (Best in Class)“. Einen starken Auftritt hatten außerdem die fränkischen Betriebe Juliusspital, Schmitt’s Kinder, Ernst Popp und Divino Nordheim.
So überrascht es nicht, dass nicht nur Rieslinge mit Gold ausgezeichnet wurden, sondern auch Weißweine aus Silvaner, Scheurebe, Weißburgunder und Gewürztraminer „Gold (Best in Class)“ gewonnen haben.

Die International Wine & Spirits Competition wurde 1969 ins Leben gerufen und gilt als einer der wichtigsten Wettbewerbe weltweit. Diesjähriger Präsident der IWSC ist der langjährige VDP-Vorsitzende Prinz Michael zu Salm-Salm. Mehr: www.iwsc.net

131 Auszeichnungen bei Decanter
Bei den ebenfalls heute auf der Londoner Weinmesse bekannt gegebenen Ergebnissen der Decanter World Wine Awards 2010 konnten sich deutsche Winzer über 131 Auszeichnungen freuen. 13 Mal wurden deutsche Weine mit Gold, 31 Mal mit Silber und 61 Mal mit Bronze ausgezeichnet. Für weitere 36 Weine sprach die Jury eine Empfehlung aus. Die drei Trophies gingen an das Weingut Dönnhoff (Nahe) für Riesling Eiswein 2008, an Schloss Johannisberg (Rheingau) für Riesling Erstes Gewächs 2008 und an das Weingut Fritz Waßmer (Baden) für Spätburgunder trocken 2007. Die meisten Goldmedaillen erhielten Rheingauer Weingüter, erfolgreichster Teilnehmer war mit drei Goldmedaillen das Weingut Schloss Schönborn. Mehr: www.decanter.com

12 Mal Gold bei der International Wine Challenge
Auch bei der International Wine Challenge räumten deutsche Winzer richtig ab. Der nach Angaben der Veranstalter „weltweit größte Wein-Wettbewerb“ resultierte für Deutschland in 12 Gold-Medaillen, 32 Silber- und 24 Bronze-Medaillen. Die Gold-Medaillen im Überblick:

Hochheimer Domdechaney Riesliong Spätllese, 2008
Domdechaney Hochheim Riesling Erstes Gewächs, 2008, Rheingau
Lorcher Krone, 2008, Rheingau, Riesling
Weingut Friedrich Altenkirch Gmbh & Co. Kg
2008 Iphoefer Kronsberg Silvaner Beerenauslesse, 2008
Weingut Juliusspital

Trabener Würzgarten Riesling Kabinett, 2008
Güterverwaltung Stiftungsweingüter, Mosel
 Schmitt Söhne Eiswein, 2008
Schmitt Söhne GmbH, Rheinhessen, Germany

Escherndorfer Lump Riesling Trocken Grosses Gewächs, 2008
Weingut Horst Sauer
Franken, Germany

Escherndorfer Lump Silvaner Trockenbeerenauslese, 2008
Weingut Horst Sauer
Franken, Germany

Escherndorfer Lump Silvaner Eiswein, 2008
Weingut Horst Sauer
Franken, Germany

Urziger Wurzgarten Riesling Kabinett, 2009
Dr. Loosen
Mosel, Germany

Lieserer Schlossberg Kabinett, 2008
Moselland Eg
Mosel, Germany
 Zeiler Eulengrund Riesling Spaetlese Trocken, 2008
Winzergemeinschaft Franken Eg (gwf)
Franken, Germany

Rüdesheim Berg Rottland Riesling Erstes Gewächs, 2008
Weingut Balthasar Ress
Rheingau, Germany

Der International Wine and Spirit Competition wurde 1969 gegründet und gilt als wichtigster Wettbewerb dieser Art weltweit. Seine Aufgabe ist die Förderung von Qualität und Exzellenz der weltbesten Weine, Spirituosen und Liköre. Alle teilnehmenden Weine, Spirituosen und Liköre werden nach Sorte, Region und Jahrgang in Gruppen eingeteilt und blindverkostet. Die Preise werden nach einem Punktesystem vergeben, und in ausgewählten Kategorien werden gesponsorte Trophäen verliehen.
Bei Weinen, Spirituosen und Likören, die mit „Gold (Best in Class)“, „Gold“ oder „Silver (Best in Class)“ ausgezeichnet werden, wird eine technische Analyse durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Produkte technisch einwandfrei sind und den Verbraucher in derselben hohen Qualität erreichen, die sie bei der Verkostung durch das Bewertungsgremium hatten.

Der IWSC wird von einer Gruppe von Vize-Präsidenten unterstützt, in der einige der einflussreichsten Männer und Frauen der Branche vertreten sind, darunter Baroness Philippine de Rothschild, Miguel Torres, Marchese Piero Antinori, Robert Drouhin, Paul Symington, May de Lencquesaing, Gina Gallo, Rafael Guilisasti sowie der diesjährige IWSC-Präsident Prinz Michael zu Salm-Salm, Mitglied der angesehenen und verehrten Salm-Dalberg-Familie.

Auggener Rivaner zum Superwein gekürt

Stern-Leser küren Auggener Rivaner zum Superwein

Auch für den Geschäftsführer des Winzerkellers Auggener Schäf, Thomas Basler, war die Überraschung groß, als in der Finalrunde die Siegerflasche in der Kategorie Müller-Thurgau beim „Stern Superwein“ aufgedeckt wurde: Ein 2008er Auggener Schäf Rivaner Kabinett trocken. Nebenbei: Rivaner gilt als Synonym für Müller-Thurgau, wenn er trocken ausgebaut ist. In acht Kategorien wählten Stern-Leser jeweils den „Superwein“. Aus allen dreizehn deutschen Weinbaugebieten konnten Winzergenossenschaften Weine einsenden. Weiß-, sowie Grauburgunder, Riesling, Silvaner, Rivaner, Dornfelder, Spätburgunder und Rotwein-Cuvées lauteten die Kategorien. Mindestens 10.000 Flaschen mussten die Einreicher zur Verfügung haben. Mehr als 100 Müller-Thurgau-Weine buhlten in der Stuttgarter Vorprobe um die Gunst der Jury aus Stern-Lesern, wobei hier schon die Hälfte der Weine ausscheiden musste. In weiteren Vorrunden in Stuttgart und Berlin fanden dann Kick-Off-Proben statt. In jeder Kategorie wurden einer 5-köpfigen Jury immer vier Weine verdeckt vorgesetzt, wobei sich je ein Wein verabschieden musste. Das große Finale fand im Weinsensorium des Deutschen Weininstituts in Leipzig statt. Wieder wurden getrennt nach Kategorien je vier Weine von der Jury in gleicher Weise verkostet. Auch dieses Mal schied von Runde zu Runde ein Wein aus, bis die Sieger schlussendlich feststanden, beim Müller-Thurgau jener vom Winzerkeller im südbadischen Auggen.

Es war dieses Jahr bereits das zweite Mal, dass ein Auggener Müller-Thurgau als Sieger aus einem Wettbewerb hervorging. Beim Müller-Thurgau Cup am Bodensee überzeugte schon der liebliche Müller-Thurgau. Nun war es die trockene Variante. Auf die Frage, ob man in Auggen nun verstärkt auf Müller-Thurgau setze, meinte Basler: „Auch wenn Gutedel unsere Hauptsorte bleibt, freuen wir uns natürlich sehr über diese Anerkennungen.“

Markus Schmachtenberger

Alte Silvanerstöcke liefern Topqualität

Junger Winzer und alte Reben

Winzer Markus Schmachtenberger aus Randersacker ist in seinem Silvanerweinberg im Randersackerer Sonnenstuhl unterwegs. Er kontrolliert die Reife und den Gesundheitszustand der Trauben und ist begeistert: „Das ist alles perfekt. Die Trauben sind goldgelb und gesund. So wünschen wir uns das.“ Es ist nicht irgendein Weinberg. Die Rebstöcke haben bereits ziemlich dicke, knorrige Stämme. Sie wurden 1966 gepflanzt. Im Verlaufe der Jahrzehnte beeindruckte der Weinberg kontinuierlich durch seine kleinen gelben, walzenförmigen Trauben. „Das schöne an diesen alten Reben ist, dass man sie im Ertrag kaum regulieren muss. Das erledigt sich von selbst. Die Stöcke haben ihr inneres Gleichgewicht gefunden“, so Schmachtenberger.

In dieser Spitzenlage mit rund 60 Prozent Gefälle fühlen sich die mittlerweile über 40-jährigen Stöcke sehr wohl. Sie stehen da wie eine Eins, es sind kaum Ausfälle zu verzeichnen. Anders sah es vor zwei Jahren mit dem Drahtrahmen aus. Hier hatte der Zahn der Zeit kräftig genagt. Normalerweise hätte der Weinberg gerodet werden sollen. Wegen der hervorragenden Weinqualität der alten Reben entschied sich Familie Schmachtenberger jedoch für einen anderen Weg. Die Rebstöcke wurden im Weinberg belassen und die Unterstützungsvorrichtung komplett erneuert, so dass die Anlage jetzt auch noch der nächsten Generation erhalten bleibt.

„Der Wein begeistert mich immer wieder durch die floralen Aromen. Am Gaumen ist er kräftig und besitzt Tiefgang. Die Spontangärung gibt ihm das gewisse Etwas. Er hebt sich gänzlich von unseren anderen Silvanern ab“, berichtet Markus Schmachtenberger.

Als im vergangenen Jahr über die Neuanlage einer Fläche nachgedacht wurde, hatte der 29-Jährige die Idee, die wertvollen Eigenschaften des alten Rebmaterial zu erhalten und in neuen Reben wieder aufleben zu lassen. Die Experten von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim haben sich die Anlage mit dem alten Silvaner daraufhin genau angesehen, die besten Stöcke überprüft und gekennzeichnet. Mit der Rebschule Steinmann in Sommerhausen wurde dann ein Werksvertrag für die Pflanzgutherstellung geschlossen. Das ausgewählte Material reichte für 708 Pfropfreben, die heuer im Frühjahr gepflanzt worden sind.

Was erwartet der junge Winzer jetzt von seinem jungen, alten Silvaner? „In den ersten zehn Jahren sind die Erwartungen noch relativ gering. Erst später werden die Weine dann richtig interessant. Ich gehe davon aus, dass diese Reben dann auch die Charaktereigenschaften des alten Silvaners aufweisen“, erklärt Markus Schmachtenberger. Auf jeden Fall soll die frisch gepflanzte Anlage in den nächsten Jahren noch mit weiteren Pfropfreben aus dem Holz der alten Reben ergänzt werden.

www.weingut-schmachtenberger.com

Bacchus – ein echtes Pfälzer Gewächs

Bacchus – ein echtes Pfälzer Gewächs

Bacchus ist eine weiße Rebsorte, die am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof im pfälzischen Siebeldingen gezüchtet wurde. Sie ist eine Kreuzung aus Silvaner x Riesling und Müller-Thurgau. Die Sorte wurde von Peter Morio, dem Namensgeber des Morio Muskat, und B. Husfeld bereits 1933 gezüchtet und 1972 durch den Eintrag in die Sortenliste zugelassen.

Bacchus zählt, im Gegensatz zum Riesling, zu den früh reifenden Sorten und kann deshalb einen sehr hohen Reifegrad erreichen. Die aus ihr gewonnenen Weine sind meist fruchtbetont und eher säurearm. Die Weine weisen bei reduzierten Erträgen eine gewisse Ähnlichkeit zum Riesling auf. Sie haben eine hell- bis grüngelbe Farbe und ein blumiges Bukett mit einem leichten Muskatton, der an eine Scheurebe erinnert. Deshalb nennt man die Sorte auch „Frühe-Scheurebe“. Häufig werden die Weine als aromatische Verschnittpartner für Weißweincuvées verwendet In Deutschland sind noch circa 2000 Hektar mit Bacchusreben bepflanzt, vor allem in Rheinhessen und Franken. In der Pfalz wächst der Bacchus auf lediglich 150 Hektar. Ein Grund dafür sind die überdurchschnittlich hohen Sonnenscheinstunden der Pfalz, die eher den Anbau spät reifender Sorten begünstigen.

Als früh reifende Sorte eignet sich Bacchus natürlich besonders gut für die Herstellung von neuem Wein. Der so genannte „Federweisse“ erfreut sich bei Einheimischen und Touristen nach wie vor großer Beliebtheit und wird in nahezu jedem Weinort zu Zwiebelkuchen, Flammenkuchen oder Pfälzer Vesper angeboten.

Internationaler Preis des Silvaner Forums 2009

Internationaler Preis des Silvaner Forums 2009

Herausragende Weine sollen großes Potenzial des Silvaners zeigen

350 Jahre ist es her, dass der Silvaner erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Weinszene feiert 2009 dieses Silvaner-Jubiläum. Zu den Silvaner-Highlights des Jahres gehört sicherlich auch der Wettbewerb um den „Internationalen Preis des Silvaner Forums“. Dieser Wettbewerb zielt darauf ab, mit herausragenden Weinen das Bewusstsein für den Silvaner zu fördern und zu stärken und das große Potenzial des Silvaners aufzuzeigen.
Veranstalter des Wettbewerbs ist das Silvaner Forum e.V.

Bei diesem internationalen Wettbewerb können Silvanerweine aus aller Welt angestellt werden. Der internationale Horizont kommt nicht von ungefähr, schließlich gibt es außer dem großen Silvanerland Deutschland auch Silvaner in Frankreich (Elsass), in der Schweiz (Wallis), in Österreich (Steiermark), in Italien (Südtirol), Tschechien, Ungarn, Rumänien oder in Südafrika.

Bei der Verkostung der Wettbewerbsweine wird eine Einteilung in drei Kategorien vorgenommen, die es ermöglicht, die verschiedenen Silvanertypen besser zu unterscheiden.

• Kategorie „Basic“: leichte, frische, unkomplizierte Silvaner
• Kategorie „Premium“: hochwertige, kraftvolle, individuelle Silvaner
Die Silvanerweine in diesen beiden Kategorien sind trocken ausgebaut.
• Kategorie „Nobel“: feine, edelsüße Dessertweine

Beim Wettbewerb können Silvaner der Jahrgänge 2008, 2007 und 2006 angestellt werden. Die Beurteilung der Weine übernimmt eine Jury, in der Oenologen, Sommeliers, Winzer und Weinfachjournalisten vertreten sind.

Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2009.

Die Ausschreibungsunterlagen sind in der Geschäftsstelle des Silvaner Forums zu erhalten:
Silvaner Forum e.V.
Otto Lilienthal-Straße 4
55232 Alzey
Tel.: +49 (0) 6731 / 95 10 74 – 60
Fax: +49 (0) 6731 / 95 10 74 – 99

Die Preisverleihung wird am 10. September 2009, im Rahmen des Internationalen Silvaner Symposiums in der Würzburger Residenz stattfinden.