„Manufaktur der Esskultur“ in Frankfurt

„The Cooking Ape Catering Frankfurt“ eröffnet seine „Manufaktur der Esskultur“ am Walther-von-Cronberg-Platz 8

Der Name „Manufaktur der Esskultur“ verrät schon dass es hier um hausgemachte Köstlichkeiten handelt. Direkt neben der Produktionsstätte mit angeschlossenem Showroom im Deutschherrnviertel verwöhnt das junge Cateringunternehmen „The Cooking Ape“ die Anwohner und ansässige Firmen mit den Leckerein des Genießer-Alltags.

In einer gelungenen Mischung aus Delicatessen-Einzelhandel und Degustations-Gastronomie schlemmt man entweder vor Ort oder zuhause.
Sämtliche Produkte sind nämlich auch zum Mitnehmen.
Unter dem Label „The SousVide Ape – finest cocoonig delicatessen“ werden vakuumgegarte Gerichte vertrieben wie z.B. T-Bone-Steak mit Rosmarin und Rapsöl, Polardenbrust mit Zitronen-Öl, Entenbrust mit Thymian, barsierter Chicore mit Safran oder Ingwer-Karotten. Anhand der Zubereitunsempfehlung kann man zuhause gemütlich und zeitsparend anrichten. Abgerundet wird das Delicatessen-Sortiment um verschiedene hausgemachte Suppen, Fonds, Brühen, hochwertige Öle, Salze, Gewürze, Chutneys, Salsas und Konfitüren. Natürlich dürfen erlesene Weine und Spirituosen nicht fehlen – in Weinschränken ebenfalls perfekt temperiert und verzehrbereit.

Kulinarische Früherziehung findet unter dem Label „The DreamCream Ape – revolutionary ice-cream experience“ statt. Aus 4 Grundsorten Bio-Eis (Zitronensorbet, Vanille, Schokolade, Joghurt) und 17 Mix-Ins kann sich hier der Gast seine individuelle Eiskreation auf einer -15°C gefrorenen Steinplatte vor seinen Augen erstellen lassen. So stehen mehr als 100.000 Eisvariationen offen. „Kinder lieben Zitronensorbet mit frischen Erdbeeren und Gummibärchen! Erwachsene tauschen meist die Gummibären gegen frischem Basilikum, meistens „creamen“ sie aber Joghurteis mit NY-Cheesecake und Beerengazpacho.“

Auch das Auge isst bekanntlich mit, und so verweilt man gern auf der schön gestalteten Terrasse bei einem Wein, Yogi-Latte, Champagner, Eis, … und schaut auf die Wasserspiele am Walther-von-Cronberg-Platz 8 in Frankfurt Sachsenhausen.

Insider-Tipp: Das Sonntagsfrühstück von 08.00 bis 15.00 Uhr!

Öffnungszeiten: Mo. 10.00 bis 18.00 Uhr, Di.-Sa.- 10.00 bis 22.00 Uhr, So. 08.00 bis 18.00 Uhr.

www.the-cooking-ape.com

Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Raab unwahrheitet weiter
Melander-Methode auch in Deutschland verboten

Hans Raab will seine Fischfabrik aus der Ostschweiz ins Saarland verlegen – und dort sogar jene Fische schlachten, die er in der Schweiz nicht mehr auf seine eigensinnige Methode schlachten darf.
Doch die ist gemäss Tierschutzschlachtverordnung in Deutschland schon länger verboten. Die zuständigen Behörden im Saarland haben gegenüber fair-fish deutlich gemacht, dass sie Raab nicht gewähren lassen werden.

Der Kanton St. Gallen hatte Raab eine Frist bis zum 15. Mai gesetzt; danach
müsse er eine gesetzlich erlaubte Schlachtmethode anwenden oder den Betrieb einstellen. fair-fish hatte Raab eine praktikable Methode zur Betäubung und Tötung der Fische aufgezeigt. Der aber zog es vor, seine Fischfabrik zur Ruine zu machen und mit grössenwahnsinnigen Schadenersatzklagen um sich zu werfen.

Raab nimmt es mit der Wahrheit nie so genau. In einem weiteren wirren Schreiben Ende Juli an zig Adressaten bezichtigt er die St. Galler Behörden der Tierquälerei (sic) und fordert, Prof. Segner von der Uni Bern müsse als Gutachter wieder ausgeladen werden, da er als Beirat von fair-fish befangen sei. Fakt ist: Segner wurde von der Staatsanwaltschaft St. Gallen als Gutachter angefragt. Doch Segner selbst wies auf seine Beiratschaft hin, und die Staatsanwalt zog ihre Anfrage zurück. Absolut fair und korrekt – aber für einen Dreinschläger wie Raab halt nicht nachvollziehbar.

Mit Grundschleppnetz aus dem Meer gerissen und lebend ausgenommen:
Goldbutt mit MSC-Label: Nachhaltigkeit mit Fragezeichen

Seit kurzem ist Goldbutt (Scholle) aus der Ostsee mit MSC-Label auf dem Markt. Die Zeitung von Coop Schweiz (28.07.2009) verheisst «Fischgenuss mit gutem Gewissen».

Hände weg von solchem «Genuss»
Für MSC zertifiziert wurde die dänische Fischerei Ekofish, die bisher Grundschleppnetze mit Baumkurren einsetzte. Baumkurren sind schwere Balken, welche die am Boden lebenden Schollen aufscheuchen und das Netz weit offen halten, damit sich die Fische darin verfangen.
Um von MSC anerkannt zu werden, musste die Fischerei auf leichteres Gerät mit grösseren Maschen ausweichen. Es handelt sich aber nach wie vor um Grundschleppnetze, welche den Lebensraum der Fische verletzen und viel Beifang verursachen. Daher fordern viele Umweltverbände den Verzicht auf alle Grundschleppnetze.

Schollen werden in der Ostsee aber auch von kleinen Kuttern mit Stellnetzen gefangen. www.fair-fish.ch/files/pdf/aktuell/info-27.pdf
MSC und WWF fördern leider nicht diese kleine und schondere, sondern die weniger rücksichtsvolle industrielle Fischerei.
Besonders fragwürdig ist aus Sicht von fair-fish die Behandlung der Schollen nach dem Fang: Die Tiere werden ohne Betäubung lebend ausgenommen. Diese Meldung kommt von Verein fair-fish
Burgstrasse 107, CH-8408 Winterthur.

Lebensmittelkennzeichnung

Projekt Lebensmittel-Label

EIN Lebensmittel-Label für die Schweiz – Bestandesaufnahme abgeschlossen.
Die Lebensmittelkennzeichnung ist eine wichtige Orientierungshilfe für Konsumentinnen und
Konsumenten. Die WHO hat bereits 2003 erklärt, dass genaue, standardisierte und verständliche
Informationen über den Inhalt von Lebensmitteln nötig sind, um eine gesündere
Wahl zu treffen. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat dafür im Rahmen des Nationalen
Programms Ernährung und Bewegung NPEB der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung
den Auftrag erteilt, die Grundlagen zur Einführung eines einheitlichen und einfach verständlichen
Lebensmittel-Labels zu erarbeiten.

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung, SGE

Öko Test: Waschmittel

ÖKO-TEST-Magazin August 2009

Bio-Waschmittel ist nicht umweltverträglicher

Mit welchem Colorwaschmittel man wäscht, ist weitgehend egal. Das zeigt der neue Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST: Die 17 kompakten pulverförmigen Waschmittel gleichen sich in ihrer Waschleistung sehr. 14 Produkte schneiden mit „gut“ ab, drei mit „befriedigend“.

Die Colorwaschmittel kommen zwar in punkto Fleckenentfernung an Vollwaschmittel nicht heran, doch die meisten Flecken haben sie beim Labortest mit Bravour gemeistert. Nur vor hartnäckigen Flecken wie gebrauchtem Motoröl mussten sie passen. Alle Produkte haben auch ihre wesentliche Aufgabe erfüllt: Sie schonten die Farben der Wäsche.

ÖKO-TEST räumt außerdem mit einem Irrglauben auf: Bio-Waschmittel halten viele Verbraucher als besonders umweltverträglich, doch sie belasten das Abwasser mit Chemikalien ebenso wie konventionelle Produkte. Bei Bio-Waschmittel setzen Hersteller vorrangig nachwachsende Rohstoffe ein. Über die Umweltverträglichkeit sagt das jedoch nichts aus. Entscheidend ist die Öko-Toxität, also die Giftigkeit für Wasserorganismen. Das Öl aus der Orangenschale beispielsweise ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, wird aber als giftig für Wasserorganismen und schlecht abbaubar eingestuft.

Die aktuelle Ausgabe vom ÖKO-TEST- Magazin August 2009 gibt es seit dem 31. Juli 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Hintergrund

Label auf Waschmittel

Ecocert

Wer vergibt es: die französische Kontrollorganisation Ecocert.

Was bedeutet es: Waschmitteltenside kommen nicht in der Natur vor, sondern werden durch komplexe chemische Prozesse gewonnen. Das Label gibt einige grundlegende Rahmenbedingungen vor. Es sind nur Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen zugelassen sowie natürliche Duft- und Farbstoffe. Chemische Herstellungsprozesse sind vorgegeben, allerdings sind auch problematische Verfahren wie Ethoxylierung zugelassen – für zertifizierte Naturkosmetik undenkbar. Das Zeichen ist ein guter Ansatz, ein Garant für ökologische Unbedenklichkeit kann ein Label für Waschmittel nicht sein.

Eco Garantie

Wer vergibt es: der belgische Zertifizierer Ecogarantie.

Was bedeutet es: Das Zeichen ist sehr umfassend. Die Rohstoffe sollen, soweit verfügbar, aus biologischem Anbau stammen, Erdölchemie ist nicht erlaubt, Ethoxylierung seit Neuestem auch nicht mehr. Das Label macht Anleihen beim Europäischen Umweltzeichen, etwa was die Gefährlichkeit eines Produkts für Wasserorganismen betrifft.

Europäisches Umweltzeichen für Waschmittel

Wer vergibt es: Das Zeichen wurde von der europäischen Kommission eingeführt und wird von nationalen Institutionen vergeben. In Deutschland sind dafür das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) und das Umweltbundesamt zuständig.

Was bedeutet es: Besonders problematische Stoffe wie Moschus-Verbindungen, krebsverdächtige oder fruchtschädigende Stoffe sind verboten, Tenside müssen leicht bioabbaubar sein. Andere schwer abbaubare Stoffe, etwa Phosphonate, dürfen nur in einer bestimmten Konzentration eingesetzt werden. Rohstoffe aus der Erdölchemie sind erlaubt. Die Giftigkeit für Wasserorganismen wird anhand der Rezeptur genau berechnet, alle Inhaltsstoffe gehen, je nach Gefährlichkeit, mit unterschiedlichen Faktoren in die Berechnung ein.

Bewertung: Auch für konventionelle Produkte erreichbarer, gut kontrollierter Standard, der leider nicht weit verbreitet ist. Zertifizierte Waschmittel der Marke Rei kamen erst kürzlich auf den Markt. Informationen unter: www.eco-label.com

ÖKO-TEST-Magazin August 2009
Seit dem 31.07.2009 überall im Handel erhältlich
Preis: 3,80 Euro

Strände von Agadir und Saïdia erhalten Auszeichnung

Strände von Agadir und Saïdia erhalten Auszeichnung

Die Strände von Agadir und Saïdia sind in diesem Jahr erneut mit dem Öko-Label „Blaue Flagge“ ausgezeichnet worden. Die Internationale „Blaue Flagge“-Jury gab das Ergebnis der Auswahl im Juni 2009 bekannt. Das international anerkannte Label gilt als Symbol für hohe Umweltstandards sowie gute Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen im Badestellenbereich. Agadir und Saïdia sind zwei von insgesamt 16 marokkanischen Stränden, die dieses Jahr mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet wurden.

Der Strand von Agadir erstreckt sich über zehn Kilometer am Atlantik entlang und hat seit Ende letzten Jahres eine neue, fünf Kilometer lange Promenade. Der feinsandige Küstenstreifen bietet zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten: Neben Einkaufsläden und Info-Kästen rund um Land und Leute gibt es eine Strandbücherei, von der Stadt organisierte Strandburgenwettbewerbe für die kleinen Gäste sowie ein umfangreiches Sportangebot. Strandbars, Restaurants und Cafés sorgen für musikalische Unterhaltung sowie das leibliche Wohl. Ein eigens eingerichtetes Umwelt-Center informiert Urlauber über den Umweltschutz vor Ort.

In Saïdia am Mittelmeer besticht der 14 Kilometer lange Strand durch feinsten Sand sowie türkisfarbenes Wasser. Strand- und Wassersportfreunde kommen an der idyllischen Mittelmeerbucht gleichermaßen auf ihre Kosten. Besonders während der Festival-Periode ist am Strand auch abends für Musik und Unterhaltung gesorgt. Im Juni dieses Jahres eröffnete an dieser Bucht die erste Hoteleinheit des neuen Resorts Mediterrania Saïdia. Das Resort bietet seinen Gästen einen Ort der Ruhe und Gelassenheit. Die Umgebung besticht durch Naturbelassenheit sowie eine biologisch und ökologisch interessante Flora und Fauna.

Beide Strände zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie für Menschen mit Behinderungen leicht zugänglich sind.

Außerdem erhielten die „Blaue Flagge“ die marokkanischen Strände Achakar (Tanger), Ain Diab (Anfa/Casablanca), Souiria Kedima (Lamaachate) sowie Asilah, Bouznika, Essaouira, Fnideq, Foum El Oued, Haouzia, Mdiq, Moulay Bousselham 2, Safi, Sidi Rahal Beach Tranche 3 und Skhirat. Auch diese Strände sind für Menschen mit Behinderungen leicht zugänglich.

Die Blaue Flagge ist ein exklusives Öko-Label und zeichnet weltweit mehr als 3200 Badestellen und Sportboothäfen in 37 Ländern in Europa, Marokko, Tunesien, Südafrika, Neuseeland, Kanada und in der Karibik aus. Die Auszeichnung wird jeweils für eine Saison verliehen. Die Grundlagen basieren auf vier Hauptkriterien: Wasserqualität, Umweltkommunikation und -erziehung, Umweltmanagement sowie Sicherheits- und Service-Aspekte. Weitere Informationen finden Sie unter www.blueflag.org.

Allgemeine Informationen zu Marokko finden Sie unter www.tourismus-in-marokko.de oder www.visitmorocco.com

Das darf man essen!

FOS-zertifizierte Produkte

Für Friend of the Sea sind mittlerweile rund 10 Mio. Tonnen Wildfisch (dreimal soviel wie für MSC), 500’000 Tonnen Zuchtfisch (mehr als alle Bio-Labels zusammen) und gegen 8 Mio. Tonnen Fänge für Fischmehl/-öl (FOS als einziges Nachhaltigkeits-Label) zertifiziert. Das FOS-zertifizierte Sortiment umfasst bereits rund 1400 Produkte von insgesamt über 60 Fischarten.

Die jüngsten Zertifizierungen:

Niederländische Seezungen (Dover Sole)
Das Noordzee Vissers Consortium ist eine eine kleine Vereinigung niederländischer Fischer mit sechs Schiffen, die ihre Kiemennetze horizontal über dem Meeresboden auslegen. Mit den grossmaschigen Netzen werden nur ausgewachsene Seezungen gefangen. Die wenigen mitgefangenen Jungfische werden lebend zurückgesetzt. Der Beifang besteht vor allem aus Steinbutt und Limandes, die ebenfalls verwertet werden.

Galizische Herzmuscheln (Cerastoderma edule)
Mit der bedeutenden spanischen Firma Frinsa del Noroeste konnte sich erstmals ein Herzmuschel-Produzent für FOS zertifizieren. Die heimische Muschel wird in Handarbeit und mit geringem Energieaufwand geerntet. Die Gewinnung von Herzmuscheln ist in Galizien, einer der führenden Herkunftsregionen, streng geregelt.

Miesmuscheln aus Chile (Mytilus chilensis)
Ein weiterer grosser lateinamerikanischer Produzent konnte sich für FOS zertifizieren. Die Firma Toralla kultiviert auf 250 Seehektaren Miesmuscheln auf Langleinen. Die jährliche Ernte liegt bei 12’000 Tonnen.

Breites Sortiment aus Neuseeland
Leigh Fisheries Ltd. ist die erste neuseeländische FOS-Fischerei. Die meisten der von ihren Booten gefangenen Fischarten sind nun für FOS zertifiziert, darunter Roter Schnapper, Kaiserbarsch, Roter Knurrhahn, Zackenbarsch, Wolfsbarsch, St. Petersfisch, Gelbschwanz-, und Stachelmakrelen, Lengfisch, Schwertfisch und Languste.
Die Produkte von Leigh Fisheries werden weltweit vermarktet durch die Lee Fish Gruppe, welche auch FOS-zertifizierte Aquakultur-Produkte aus Indonesien führt. «Wir haben uns für FOS entschieden, weil es das einzige internationale Label für Fang und Zucht zugleich ist“, sagt Daniel Christen, CEO von Lee Fish Europe.

Thunfisch aus Brasilien
Gomes da Costa, die grösste Thonkonservenherstellerin in Lateinamerika, bezieht Bonito (Katsuwonus pelamis) und Gelbflossenthun (Thunnus albacares) von Rutenfischerei in Brasilien. Die Fischer locken die Fische mit Wassergüssen und ins Wasser geworfenen lebenden Sardinen an. Sobald ein Fisch anbeisst, wird er an Deck gehoben und gefrostet. Die Fangmethode ist sehr selektiv und verursacht einen vernachlässigbaren Beifang.
Die Fischerei ist gleichzeitig für dolphin safe zertifiziert worden.

www.friendofthesea.org

Jetzt hat der „neue Matjes“ Saison

Jetzt hat der „neue Matjes“ Saison

Beim Kauf auf Umweltverträglichkeit achten

Nun können Feinschmecker wieder den „neuen Matjes“ genießen. Mitte Juni wurde die Saison in Bremen offiziell eröffnet. Matjes ist ein mild gesalzener und mit eigenen Enzymen gereifter Hering. Der Fisch wird Mitte Mai bis Ende Juni vor dem Laichen gefangen, denn zu diesem Zeitpunkt ist er besonders fettreich. Wenn die Kiemen und Eingeweide entfernt sind, kann der Matjes in Fässern mit Salz reifen. Durch Tiefgefrieren werden eventuell vorhandene Parasiten abgetötet.
Frischen Matjes erkennen Verbraucher an der marzipanhellen Farbe und dem butterartigen Duft nach Meer und Algen. Feinschmecker schätzen den mildsahnigen Geschmack der Delikatesse. Da Matjes leicht verderblich ist, sollte er möglichst rasch verzehrt und nicht wieder eingefroren werden.
Matjes wird auch mit dem blauen Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) angeboten. Das Label in Form eines weißen Fisches auf einem blauen Oval steht für umweltverträglichen Fischfang, der den Erhalt der Bestände zum Ziel hat. Über achtzig Prozent der Heringe aus dem Nordost-Atlantik stammen bereits von Betrieben, die sich dem MSC-Programm angeschlossen haben.
aid, Heike Kreutz

Weitere Informationen: Alles über Fisch erfahren Sie unter
www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“.

Das perfekte Promi Dinner

Ulknudel Nina Vorbrodt zeigt den Männern, wo der Kochlöffel hängt!
„Das perfekte Promi Dinner“ am kommenden Sonntag, 5. Juli 2009 um 20.15 Uhr bei VOX!

Am kommenden Sonntag trifft „Sechserpack“-Schauspielerin Nina Vorbrodt bei „Das perfekte Promi Dinner“ auf „Lindenstraßen“-Star Bill Mockridge, Schauspieler und Sänger Nils Brunkhorst sowie Rapper Eko Fresh und erlebt eine ereignisreiche und stimmungsvolle Woche.
Als einzige Dame der Kölner Promi-Runde kocht Nina mit den Männern eifrig um die Wette. Nach leckeren Gaumenfreuden und einem „fesselnden“ Spiel steuert die Ulknudel am Ende der Kochwoche auf ihren ganz persönlichen Höhepunkt zu.

Nina eröffnet die Kölner Kochrunde und ist sich sicher: „Ich bin bestens vorbereitet!“ Einige Tage vorher hat sie ihr Menü detailgenau geplant, vorbereitet und sogar schon Probe gekocht. Und weil FRAU weiß, was gut ist und schmeckt, verwöhnt sie ihre Gäste mit thailändischen Speisen. Das Ganze wird mit der süßen Verführung „Tiramisu“ abgerundet. Eko genehmigt sich sogar noch eine gehörige Portion Nachschlag. Eine musikalische Einlage mit kölschen Klängen unterstreicht die ausgelassene Stimmung unter den Promis. Nach diesem gelungenen Abend hofft die Schauspielerin auf die zahlreichen Punkte ihrer Gäste.

Nils hatte bereits am ersten Abend erzählt, dass er gerne und oft kocht. Diese Tatsache scheint vor allem bei Eko enormen Leistungsdruck auszulösen „Wegen der Competition, die hier herrscht“, bemerkt der 24-jährige Rapper. Bisher hat der Kölner äußerst selten in der Küche gestanden und den Gang in renommierte Fast-Food-Restaurants vorgezogen. Bei Nils erfährt Eko nun schon zum zweiten Mal, wie gut ein Drei-Gänge-Menü schmecken kann. Als Nina ihn auf den Kopf zu fragt: „Hast Du schon einmal das Herz einer Frau erkocht?“, gerät Eko in Bedrängnis. „Ich versuche mein Bestes!“, entgegnet er unsicher und beobachtet das weitere Geschehen genau. Denn den ein oder anderen Tipp kann er sich für den eigenen Abend abgucken.

Da ist er bei Bill genau richtig. Der gebürtige Kanadier kennt sich in der nordamerikanischen Küche bestens aus und kredenzt ein heimisches „Wasser-Wiese-Wald“-Dinner. Bei dem Vater von sechs Söhnen sitzt jeder Handgriff und alles gelingt im Handumdrehen. Der Abend bekommt jedoch eine ganz eigene Note, als Bill seine Gäste im wahrsten Sinne des Wortes zu einem „fesselnden“ Spiel bittet…

Nach drei Abenden ist es endlich soweit: Eko ist an der Reihe und hat die Chance, zu zeigen, was er drauf hat. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der kochen kann!“, mutmaßt Nina. Wie es der erfolgreiche Rapper anstellt, Nina in überschwängliches Schwärmen zu versetzen, und ob er besser als seine Konkurrenten kochen kann – das alles sehen Sie am 5. Juli 2009 um 20.15 Uhr bei VOX, wenn der beste Promi-Koch- und Gastgeber gekürt wird. Der Gewinn von 5.000 Euro wird für einen guten Zweck gespendet.

Und das sind die Vitae und Menüs unserer Promis:

Nina Vorbrodt (37)
Nina Vorbrodt wird 1972 in Köln geboren. Bereits im Alter von 16 Jahren steht das
junge Mädchen für die ARD-Fernsehserie Lindenstraße vor der Kamera. In 183
Folgen spielt Nina Benny Beimers Freundin Kornelia . Im Anschluss nimmt das
junge Talent Schauspielunterricht und ist in verschiedenen Gastrollen zu sehen. Seit
2003 gehört die Schauspielerin zur Besetzung der Sat.1-Comedy-Serie
Sechserpack . 2008 spielt die heute 37-Jährige in der ProSieben-Serie Volles
Haus mit. Aktuell steht die Kölnerin für den 90-Minüter Herbstflattern vor der
Kamera. Nina Vorbrodt ist bekennende Atheistin.

Vorspeise: Bio-Hähnchenbrustsaté mit Erdnusssoße und süß-sauer-fruchtigem Salat
Hauptspeise: Gemüse-Thai-Curry mit Jasminduftreis
Nachspeise: Tiramisu à la Nina

Nils Brunkhorst (33)
Nils wird 1976 in Grünstadt geboren. Mit dem Hit Stahltür startet er mit seiner
Band Raumzeitbeschleuniger seine musikalische Karriere. 1998/99 versucht er
mit seinem Freund Schugga unter dem Namen Fall für Zwei Fuß im
Musikgeschäft zu fassen. Jedoch bringen die Singles Verknallt und Meine
Freundin ist schwanger nur mäßigen Erfolg. 2001 spielt der 33-Jährige im Kinofilm
Lammbock an der Seite von Moritz Bleibtreu mit. Nils wird in ganz Deutschland
bekannt, als er von 2002 bis 2005 in der ARD-Soap „Verbotene Liebe“ die Rolle
des Robin Brandner übernimmt. Die beliebte Serie wird 2005 mit dem Rose d Or Preis und mit
dem Ensemble Preis ausgezeichnet. 2006 ist der Künstler in der ProSieben-Telenovela „Lotta in
Love“ zu sehen. Nils ist Mitglied der Organisation „menschenskinder“, eine bunte Truppe aus
Musikern, Entertainern, TV- und Filmschauspielern, die seit 2006 jeden Sommer weit über 100.000
Konzertbesucher mit ihrer Musik begeistert. Darüber hinaus steht er mit seiner Acoustic-Folk-Band
„Black Phoenix“ auf der Bühne. 2008 ist der Schauspieler in der ARD-Telenovela Sturm der Liebe
als Philipp Kronleitner zu sehen.

Vorspeise: Solide Gemüsesuppe mit ganz viel drin
Hauptspeise: Hauchdünne Kalbsschnitzel in Salbei-Weißwein-Soße mit nicht ganz so viel drin
Nachspeise: Espresso-Törtchen mit Erdbeeren

Bill Mockridge (61)
William Bill Mockridge wird 1947 in Toronto geboren. Nachdem der junge Mann die
Schule abgebrochen hat, absolviert er von 1963 bis 1966 eine Schauspielausbildung
an der National Theatre School of Canada in Montreal. Nach ersten Engagements
u.a. am Manitoba Theatre Centre entschließt sich der junge Schauspieler 1970
während eines dreimonatigen Deutschlandaufenthalts in der Bundesrepublik zu
bleiben. Zunächst arbeitet er als Regieassistent am Ulmer Theater, bis er die ersten
Engagements bekommt: u. a. am Stadttheater Heidelberg (1973 bis 1978), am Basler
Theater (1978 bis 1980) sowie am Schauspiel Bonn (1980 bis 1987). 1982 gründet
der Künstler das Improvisationstheater Springmaus in Bonn, in dem er bis heute mit eigenem
Soloprogramm (aktuell Rostig, rostig ) zu sehen ist. Dem deutschen Publikum wird der heute 61-
Jährige in der ARD-Serie Lindenstraße bekannt. Bis heute verkörpert er neben Marie-Luise Marjan
die Rolle des Erich Schiller . Bill ist privat mit der Schauspielerin Maria Grazia Kinsky verheiratet.
Das Paar hat sechs Söhne.

Kanadisches Dinner: Wasser-Wiese Wald
Vorspeise: Kleine Lachsfilets in Ahornbeize mit grünen Spargelspitzen
Hauptspeise: Lamm für Vegetarier Veggie Steak in Pfefferminzsoße mit Balsamicogemüse und
Rübenpürree
Nachspeise: Wald-Häuschen

Eko Fresh (24)
Eko (bürgerlich Ekrem Bora) wird 1983 in Köln geboren. Er wächst bei seiner Mutter
auf. Nach der zehnten Klasse bricht der junge Mann die Schule ab und widmet sich
ausschließlich seiner Liebe zur Musik und zum Rap. Zufällig trifft der Kölner auf den
bekannten Rapper Kool Savas der sofort von Ekos musikalischen Fähigkeiten
überzeugt ist. Kool Savas, Melbeatz, Eko und die R&B-Sängerin Valezka gründen
das Optik Record-Label . Ekos erste Single König von Deutschland erreicht Platz
15 der deutschen Single-Charts. 2002 verlässt Eko das Label und wird von Sony
BMG unter Vertrag genommen. Noch im selben Jahr wird er als Bester Newcomer
2002 mit dem Juice Award ausgezeichnet. 2003 veröffentlicht der Rapper das Album Dünya
Dönüyor Die Welt dreht sich , in dem er die Sehnsucht nach dem Vater, den er nicht kannte,
verarbeitet. 2004 gründet der heute 24-Jährige als Unterlabel von BMG Suword sein eigenes Label
German Dream Entertainment . Am 10. Mai 2004 veröffentlicht er sein neues Album L.O.V.E. ( Life
of Valezka and Eko ), das seine langjährige Liebesbeziehung zu Kollegin Valezka thematisiert. Mit
der Single Ich bin jung und brauche das Geld schafft es der Sänger auf Platz fünf der deutschen
Single-Charts. Im gleichen Jahr ist der Musiker für den Comet nominiert. Eko beweist auch als
Songwriter großes Talent. So schreibt er den von Yvonne Catterfeld gesungenen Titel Du hast mein
Herz gebrochen . 2005 gehen er und seine Freundin Valezka getrennte Wege. 2006 veröffentlicht
der Sänger mit türkischen Wurzeln die Single Gheddo , auf der Rap-Kollege Bushido einen
Gastauftritt hat. Noch im selben Jahr gewinnt er den bronzenen Bravo Otto 2006 und unterschreibt
seinen Vertrag bei Bushidos Label ersguterjunge .

Vorspeise: Yayla corbasi (Türkische Joghurtsuppe)
Hauptspeise: Dolma (Gefüllte Paprikaschoten mit Hackfleisch)
Dessert: Fresher Früchtequark

Kunden wünschen „Ohne Gentechnik“-Label

Gentechnik-Umfrage von Forsa: Mehrheit der Bundesbürger will Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ auf Lebensmitteln

Mehr als drei Viertel der Bundesbürger wünschen, dass Handelsketten und Lebensmittelindustrie das Label „Ohne Gentechnik“ einsetzen. Weniger als ein Fünftel der Befragten hält dies nicht für sinnvoll. Weibliche Kundinnen erwarten sogar zu vier Fünftel eine Positivkennzeichnung tierischer Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, wenn zu ihrer Herstellung kein gentechnisch verändertes Futter eingesetzt wurde. Am stärksten plädieren Anhänger von Grünen, SPD und CDU/CSU für die Kennzeichnung. Etwas weniger ausgeprägt ist dies bei Kunden, die eher der FDP oder den Linken zuneigen.

An der Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ würden sich beim Einkauf 73 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher orientieren und eher Produkte kaufen, die diesen Hinweis tragen. Bei einem Viertel der Bundesbürger würde eine solche Kennzeichnung die Kaufentscheidungen eher nicht beeinflussen.

Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der vorigen Woche vom Meinungsforschungsinstitut Forsa unter 1002 Bundesbürgern durchführen ließ. Anlass ist die mittlerweile einjährige Gültigkeit einer am 1.5.2008 in Kraft getretenen Verordnung, nach der Unternehmen freiwillig tierische Produkte mit dem Aufdruck „ohne Gentechnik“ kennzeichnen können.

„Leider gibt es bisher zu wenige Lebensmittelhersteller, die das Label `Ohne Gentechnik` einsetzen und offensiv mit dieser Kennzeichnung werben“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
„Vorreiter sind unter anderen FrieslandCampina, Neuland, die Handelskette tegut und die Upländer Bauernmolkerei. Vor allem große Lebensmittelketten wie Edeka, Lidl, Aldi, Rewe und Tengelmann müssen diesen Beispielen folgen. Es ist unverständlich, warum die Lebensmittelindustrie den Wunsch ihrer Kundinnen und Kunden ignoriert und nicht stärker mit dem Label `Ohne Gentechnik` wirbt.“

Leider verpflichte das EU-Recht die Lebensmittelhersteller derzeit nicht, tierische Produkte, zu deren Herstellung gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt wurden, auch entsprechend zu kennzeichnen. Umso wichtiger sei die Möglichkeit des freiwilligen Labellings mit dem Aufdruck „Ohne Gentechnik“. Es gewährleiste allen Kunden, die eine garantiert gentechnikfreie Lebensmittelproduktion wünschten, Sicherheit und Entscheidungsfreiheit.

Weiger: „Die Ergebnisse unserer Umfrage senden ein klares Signal an Lebensmittelindustrie, Handelsketten und Bundesregierung: Die Deutschen wollen Lebensmittel, bei deren Herstellung keine Gentechnik im Spiel ist. Damit sie sich auch bei tierischen Produkten für gentechnikfreie Lebensmittel entscheiden können, muss Agrarministerin Ilse Aigner endlich ihre seit langem angekündigte Informationskampagne über das Siegel `Ohne Gentechnik` durchführen.“

Aktion: Bislang will Deutschlands größter Lebensmittelhersteller das Siegel „Ohne Gentechnik“ nicht einsetzen. Fordern Sie dies von Edeka per Internet unter http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/aktion_ohne_gentechnik

Alle Ergebnisse der BUND/Forsa-Umfrage finden Sie unter http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/gentechnik/20090428_gentechnik_forsa_umfrage_kennz._gentechnik.pdf