Das Ende von Mann und Frau?

Frauen werden immer männlicher. In immer mehr Männerdomänen gibt es immer mehr Frauen. In der Politik, beim Militär, in Schützenvereinen, bei der Polizei, an der Börse, beim Boxen, Surfen, Mountainbiken… Beispiel Deutscher Fußball-Bund: Hier stieg der Frauenanteil seit 1994 um 50 Prozent.
Frauen holen generell auf, berichtet die neue WOMAN (Erscheinungstermin 26. Juli 2005) in einem großen Report: Seit 1992 schaffen mehr Mädchen als Jungen das Abitur, mit besseren Noten. Europaweit sind 44 Prozent der Studienabgänger in Computerfächern, Naturwissenschaften und Mathematik weiblich.

Frauen bekommen männlichere Körper: Im „British Medical Journal“ wurden 577 Pin-up-Girls aus dem „Playboy“ seit 1953 ausgewertet. Ergebnis: Der Umfang von Busen und Hüfte geht zurück, die Taille schwillt – die Körper werden androgyner.

Auch das weibliche Verhalten wird männlicher. Besonders junge Frauen richten ihre Aggressionen nicht mehr nur in Form von Bulimie oder Selbstverstümmelung gegen sich selbst, sondern auch nach außen. Jugendpsychologe Arnd Stein: „Typisch männliche Anteile nehmen in der Frau zu: Durchsetzungsfähigkeit, Selbständigkeit und Ellenbogendenken.“ Damit steige auch die Gewaltbereitschaft in einer bisher für Mädchen untypischen Form.

Aber so viel in Bewegung ist – ausgerechnet in einem der wichtigsten Bereiche ist die Situation wie festgenagelt: im Job. Noch immer verdienen Frauen im Schnitt ein Viertel weniger in gleichen Positionen, ihr Anteil auf Führungsebene stagniert auf niedrigem Niveau. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, hat die Internationale Arbeitsorganisation in Genf ausgerechnet, ist die Gleichberechtigung in Wirtschaft und Politik in Europa in 960 Jahren erreicht…

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