Kosten gestiegen, Milchprodukte werden teurer

Wie der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV), Bonn, mitteilt, sind Preiserhöhungen bei Milchprodukten unausweichlich. „Hohe Energiepreise, steigende Lohnkosten und auch die saisonale Verteuerung von Milch führt zu höheren Abgabepreisen an den Handel“, so MIV-Hauptgeschäftsführer Eberhard Hetzner. Auch die Trockenheit in Europa führe zu einer deutlichen Verknappung und damit Verteuerung des Angebots von Früchten und Fruchtzubereitungen. Die in deutschen Molkereien hergestellten Joghurts und Quarksorten und Milchgetränke enthielten beispielsweise Früchte und Fruchtzubereitungen bis zu 25 Prozent.

Nicht zuletzt aufgrund der ohnehin angespannten Kostensituation müssten die Erhöhungen deshalb zwangsläufig an Handel und Verbraucher weitergeben werden. Überraschend fest zeigen sich auch die Rohstoffmärkte. Magermilch und Zukaufsahne sind deutlich teurer geworden und auch die Auslagerung aus öffentlichen Beständen dämpfen die Preise kaum. „Die Milchpulverberge existieren schon lange nicht mehr, der Milchsee trocknet aus“, so der Verbandschef.

Angespannte Versorgungslage auch beim Rohstoff Milch befürchtet
Sollte sich der Milchmarkt weiter fest zeigen, müsse darüber hinaus mit einem deutlich knapperen Angebot von Milch in den Wintermonaten gerechnet werden. Denn die Trockenheit zeige bereits Auswirkungen auf die Futtervorräte der deutschen Milcherzeuger. Gerade im Westen und Norden Deutschlands schaue man mit Sorge auf die Entwicklung der notwendigen Futtervorräte für den Winter und die Milchanlieferung der deutschen Landwirte liegt weiter unter dem Vorjahr.

Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert mehr als 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 20 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.

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