Milch ist nicht gleich Milch

Empfindliche Personengruppen sollten wegen der Keimbelastung auf Roh- und Vorzugsmilch verzichten!

Verbraucher können Milch mittlerweile nicht nur im Supermarkt kaufen. Milchtankstellen oder Milchausgabeautomaten auf dem Hof erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch Milch ist nicht gleich Milch. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin weist auf die unterschiedlichen Angebotsformen und die damit verbundene Keimbelastung hin. Da Rohmilch nicht wie Konsummilch einer Wärmebehandlung unterzogen wird, werden krankheitsauslösende Keime nicht abgetötet und können bei empfindlichen Personengruppen schwere Erkrankungen auslösen. 

Buttermilch Gin Tonic
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Morgen mehr über Milch erfahren

Anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni spricht sich Slow Food Deutschland für mehr Wertschätzung und Förderung guter Milchen aus bodengebundener Weidehaltung aus. Denn Haltungsform, Futter sowie der Verarbeitungsgrad von Milch wirken sich massiv auf den Geschmack sowie auf Umwelt und Klima aus. Am 29. Mai lädt Slow Food Verbraucherinnen und Verbraucher in Norddeutschland dazu ein, mehr darüber zu erfahren und zu schmecken, was eine gute Milch auszeichnet. 

Das war der leckerste Milchreis, den ich je hatte. Zum reinknien (Pots, Berlin – 9 Euro)
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Fast nur Billigmilch im Kaffee

Verbraucherzentrale Hamburg macht Marktcheck in Bäckereien, Kaffeebars und Cafés

In Bäckereien, Kaffeebars und Cafés wird größtenteils billige Milch eingesetzt, obwohl der Durchschnittspreis für einen Milchkaffee mit 2,80 Euro pro Tasse sehr hoch ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die in einem Marktcheck das Angebot bei insgesamt 23 Kaffeeanbietern überprüft hat.

In 19 Verkaufsstätten stand demnach konventionelle H-Milch in der Kaffee-Ecke. Die Produkte im Marktcheck stammten vor allem von Frischli (40 %), Muh (16 %), Arla Foodservice (8 %) und Milbona (4 %). Die billige Milch verwenden sowohl Bäckereien wie Dat Backhus oder Kamps als auch Kaffeebars wie Starbucks, World Coffee oder Balzac Coffee für die Zubereitung ihrer Kaffeegetränke. „Das ist kein gutes Signal mit Blick auf die aktuelle Milchkrise“, meint Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Viele Kaffeeanbieter unterstützten mit ihrem Einkaufsverhalten die Preisspirale nach unten.

Trotz der hohen Preise für Milchkaffee wurden in nur vier Verkaufsstätten Kaffeegetränke mit Biomilch angeboten und zwar bei Cuccis, im Mutterland, in der Bar Katze und bei den Bio-Höfeladen Sülldorf. „Dabei macht Biomilch den Kaffee gar nicht so viel teurer. Höchstens 10 Cent pro Portion Milchkaffee müssen die Kaffeeanbieter mehr einkalkulieren. Billigmilch kostet sie rund 5 Cent pro Tasse, Biomilch hingegen 15 Cent“, rechnet Schwartau vor. Einen Zusammenhang zwischen der verwendeten Milch und dem Preis für das Kaffeegetränk konnten die Verbraucherschützer im Rahmen ihres Marktchecks nicht feststellen. Der Milchkaffee mit konventioneller Milch kostete ungefähr genauso viel wie der Milchkaffee mit Biomilch.

„Viele Kaffeetrinker wünschen sich angesichts der hohen Preise für Kaffeegetränke, dass die Gastronomie Biomilch für deren Zubereitung einsetzt und Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Tierwohl übernimmt“, so Schwartau. Denn Biobauern müssten strengere Auflagen erfüllen und bekämen einen festen und fairen Preis für ihre Milch.

Eine ausführliche Auswertung des Marktchecks mit Fotos und Bewertungen zu den einzelnen Verkaufsstätten ist veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de

Käsetour im Tennengau im Salzburgerland

Wenn Berge kulinarische Höhenflüge auslösen, ist man im Salzburger Tennengau gelandet. Die Region zwischen der Seenlandschaft des Salzkammerguts und dem Dachstein-Massiv ist bekannt für seine kulinarischen Köstlichkeiten. Dank ihres einzigartigen Heumilchkäses ist sie mit dem Prädikat „Genuss Region für Almkäse“ ausgezeichnet.

Nicht nur Naturfreunde schätzen die wohltuende Landschaft des Tennengau mit naturbelassenen Almen und Wiesen mit würzigen Kräutern. Hunderte von aromatischen Kräutern und Gräsern dienen Kühen als Futter und sind die Grundlage für die schmackhafte, würzige Heumilch – und diese wiederum für den Tennengauer Heumilchkäse. Sieben Tennengauer Almkäsereien stellen hochwertigen, feinsten Almkäse her, der weit über die Grenzen des Tennengau bekannt ist.

Die Vielfalt des Tennengauer Almkäse probiert man am besten direkt auf den Käsealmen oder in den Almkäsereien. Dort erfährt man, wie aus der Milch der würzige Käse hergestellt wird. Im „Fürstenhof“ von Käsermacher Niki Rettenbacher dürfen Gäste täglich um 10.00 Uhr ihren eigenen Bio-Frischkäse herstellen. Wo früher die Stallung der erzbischöflichen Pferde war, wird heute in feinster Handarbeit Käse aus der Milch der Jersey-Rinder gefertigt. Die extrafette Milch der Kühe wird in 36 Käsesorten verarbeitet, die der Käsesommelier Rettenbacher im Hofladen in Puchl mit selbstgemachten Chutneys verkauft.

Eine idealer Anlass, Käsesorten wie Keltengold, Alpenperle, Magdalenenkäse oder Heublumenkäse zu kosten, ist das Tennengauer Almkäsefest am 10. Juli auf der Rottenhofhütte in Annaberg-Lungötz. Das kulinarische Angebot wird mit Volksmusik und Tanz untermalt.

Arrangement: Wandern zu den Käsealmen
3 Übernachtungen inkl. Frühstück beim GenussWirt***, Wanderung zur Loseggalm, Genuss-Gutscheine im Wert von 20 € für die Almkäsejause, Genuss-Menü oder Genuss-Einkauf, Führung durch die Bio-Hofkäserei Fürstenhof, Genussplaner, ab € 150,- pro Person im Doppelzimmer, Buchungszeitraum: bis 30.09.2016

Information & Buchung: Tel. +43 6245/700 50, info@tennengau.com, www.tennengau.com

Stilfser Käse g.U.

Garantiert ein Stück Südtiroler Berggenuss

Die klare Luft in den Bergen Südtirols, ein Stück frisches Brot und dazu der unvergleichlich würzige Stilfser Käse g.U. – mehr braucht es nicht für eine typische Südtiroler Marende. Mit dem alljährlichen Almauftrieb treibt es auch die Wanderer wieder hinauf in die Berge. Sie schätzen die regionalen Südtiroler Spezialitäten wie den Stilfser Käse g.U. als Gipfelvesper oder genießen ihn als kulinarischen Lohn für eine anstrengende Tour. Das Gütesiegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.) belegt dabei die hohe Qualität des Stilfser Käses und bestätigt seine Herkunft aus dem Ursprungsgebiet.

Der Stilfser Käse g.U. wird am allerliebsten dort gegessen, wo auch sein Ursprung ist: in der beeindruckenden Natur Südtirols. Auf den mit Blumen übersäten Bergweiden grasen genüsslich die Kühe und liefern die gute Milch für die traditionelle Käseherstellung. Natürlich schmeckt der Stilfser Käse g.U. auch anderswo, aber auf seine Herkunft ist er besonders stolz. Denn seit 2007 schützt die Europäische Union mit dem Gütesiegel „g.U.“ die unverfälschte Authentizität des Stilfsers – und bislang ist er der erste und einzige Südtiroler Käse, der dieses EU-Prädikat tragen darf. Ursprünglich stammt er von den Almen rund um das berühmte Stilfserjoch, das ihm auch seinen Namen gab. Die Molkereitradition des halbfesten Kuhmilchkäses, auch Stelvio genannt, geht dabei bis ins Jahr 1914 zurück. In dieser Zeit war der Südtiroler Käse einer der wichtigsten Nahrungsbestandteile der Bergbauern. Auch heute noch eignet sich die Käsesorte Stilfser durch ihr unverwechselbares scharf-würziges Aroma ausgezeichnet für herzhafte Gerichte, wie beispielsweise die beliebten Kartoffelnocken oder Polentaknödel.

Der Stilfser Käse g.U. und sein traditionelles Herstellungsverfahren
Nach den EU-Regularien darf der Stelvio nur aus naturbelassener Frischmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen in den Bezirksgemeinschaften Vinschgau, Burggrafenamt, Salten-Schlern, Pustertal, Eisacktal und im Gemeindegebiet Bozen in der Provinz Bozen hergestellt werden. Die frische Bergmilch kommt von 300 Südtiroler Bergbauernhöfen, die fast alle in mehr als 1.000 Meter Höhe liegen. Nach der Anlieferung wird die Milch innerhalb von 24 Stunden verarbeitet. Speziell die Reifephase, in der eine autochthone Mikroflora auf den Käse einwirkt, verleiht dem Traditionsprodukt seine authentische Geschmacksnote. Mindestens zweimal wöchentlich wird der Stilfser während des Reifeprozesses von mindestens 62 Tagen mit der einzigartigen Mischkultur behandelt, die in der Molkerei nach einer speziellen Prozedur hergestellt wird.

Zwei Drittel der deutschen Eis-Esser zeigen Interesse an milchfreien Alternativen

Die Nachfrage nach Speiseeis ohne Milch explodiert in Deutschland. Denn die Werbung für Milchalternativen richtet sich nicht mehr ausschließlich an Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen, sondern spricht eine größere Zahl gesundheitsbewusster Verbraucher an. Laut einer neuen Untersuchung von Mintel sind in der Tat beinahe zwei Drittel (63 %) der deutschen Eis-Esser an milchfreien Alternativen interessiert, wie zum Beispiel an Speiseeis, das mit Mandel- oder Kokosnussmilch hergestellt wurde.

Außerdem sind deutsche Verbraucher anscheinend sogar bereit, für solche Produkte mehr Geld auszugeben; einer von fünf (20 %) Deutschen gibt an, für Speiseeis ohne Milch mehr Geld ausgeben zu wollen; unter den Verbrauchern zwischen 16 und 24 Jahren beträgt die Zahl sogar fast ein Drittel (30 %).

Die hohe Nachfrage nach milchfreiem Speiseeis zeigt sich auch in anderen großen europäischen Ländern: 78 % der polnischen, 69 % der italienischen, 68 % der spanischen und 63 % der französischen Verbraucher signalisieren Interesse. Darüber hinaus stimmen 27 % der Verbraucher in Polen, 21 % in Italien, 25 % in Spanien und 18 % in Frankreich zu, sie würden für solche Produkte mehr Geld ausgeben.

Julia Büch, Food and Drink Analystin bei Mintel, sagt:
„Während Alternativen für Milch ursprünglich für Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen entwickelt wurden (z. B. Laktoseintoleranz oder Allergien), sind sie heute eher eine Frage des Lebensstils, insbesondere bei jüngeren Verbrauchern. Der Grund dafür ist eine starke Kombination aus gesundheitlichen und ethischen Gründen sowie den sich entwickelnden Geschmacksvorlieben und dem Reiz neuartiger Aromen.“

Als Reaktion auf die starke Verbrauchernachfrage gewinnen Speiseeisalternativen in Deutschland an Bedeutung, wo der Anteil der neu eingeführten Eisprodukte ohne Milch im Jahr 2015 ganze 8 % aller neuen Eisprodukte erreicht hat*; zwischen 2013 und 2014 waren es laut Mintel’s weltweiter Datenbank für Produktneueinführungen (GNPD) lediglich 2 %. Speiseeis ohne Milch expandiert in ganz Europa, wenn auch insgesamt langsamer als in Deutschland. Laut Mintel erreichte im Jahr 2015 der Anteil neuer Produkteinführungen ohne Milch in Europa insgesamt 3 % aller Neueinführungen, eine Steigerung im Vergleich zu den 2 % im Jahr 2014 und 1 % im Jahr 2013.

Außerdem war Großbritannien laut der Mintel-Untersuchung zwar seit Jahren der innovativste Markt für Speiseeis ohne Milch, jedoch scheint es ganz so, als hätten deutsche Hersteller im Jahr 2015 gewaltig aufgeholt. In der Tat führte das Vereinigte Königreich zwischen 2013 und 2015 die Innovationen bei Speiseeis ohne Milch insgesamt an und brachte 19 % dieser Produkte in Europa auf den Markt, gefolgt von Deutschland (16 %) und Italien (14 %). Wenn man allerdings das Jahr 2015 gesondert betrachtet, hat Deutschland 26 % aller neuen Speiseeisprodukte ohne Milch eingeführt und damit das Vereinigte Königreich (17 %) und Italien (12 %) abgehängt.

Außerdem verlagern sich in Deutschland neu eingeführte Speiseeissorten ohne Milch zunehmend weg von Sojamilch hin zu anderen Alternativen. Der Anteil der auf Soja basierenden Alternativen ist von beinahe 100 % im Jahr 2012 auf 35 % im Jahr 2015 gefallen; dies kam Alternativen zugute, die auf Kokosnuss, Mandel, Reis und in letzter Zeit auch auf Lupinen basieren. Nicht auf Sojamilch basierende Milchalternativen standen im Jahr 2015 also bereits hinter zwei Dritteln (65 %) aller neu auf den Markt gebrachten Speiseeisprodukte.

„Während das Image der Sojabohne aufgrund von negativen Assoziationen in Bezug auf Gesundheit und Umwelt gelitten hat, haben neue Speiseeisalternativen ohne Milch aufgrund ihres Geschmacks und ihrer Konsistenz profitiert. Außerdem werden sie bewusst verwendet, um eine Positionierung als hochwertiges Genussprodukt zu unterstreichen. Bei den meisten neu eingeführten Produkten in Deutschland ist der Aspekt „superpremium“ in der Tat zum wichtigsten Kriterium geworden, denn dekadente Geschmacksrichtungen wie gesalzenes Karamell, Apfelkuchen oder Kokosnuss-Bourbon-Vanille überwiegen in diesem Sektor“, sagt Büch.

Außerdem nehmen auch Werbeversprechen in Bezug auf Bio- und ethische Herstellung zu und sind bei beeindruckenden 90 % aller im Jahr 2015 in Deutschland neu eingeführten milchlosen Speiseeisprodukten vertreten. Beinahe die Hälfte (47 %) der deutschen Verbraucher hat daran Interesse, Bio-Speiseeis zu kaufen, und 28 % sind bereit, mehr Geld dafür auszugeben – bei den Verbrauchern zwischen 25 und 34 Jahren sind es zwei von fünf (37 %). Derweil sind drei von fünf (59 %) deutschen Verbrauchern an Speiseeis interessiert, das lokal bezogene Zutaten wie Milch von örtlichen Bauern enthält, und die Hälfte (50 %) der deutschen Verbraucher möchte handgemachtes Speiseeis kaufen.

„Nachdem milchloses Speiseeis nicht mehr nur hauptsächlich als ein Ersatzprodukt für Menschen mit Ernährungsproblemen angesehen wird, sprechen sie auch Verbraucher an, die sich nicht ausschließlich für milchloses Eis entscheiden, diese neue Vielfalt jedoch begrüßen. Die neue Welle milchfreier Produkte, die nicht mehr an Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen gerichtet sind, legt ihren Schwerpunkt hauptsächlich auf Geschmack und Genuss und ist so gestaltet, dass sie mit dem Besten konkurrieren kann, das milchbasiertes Speiseeis zu bieten hat“, fasst Büch zusammen.

*ausgenommen Sorbets

Gitschberg Jochtal

Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann besagt eine alte Volksweisheit. Von wem diese stammt, kann man nicht mehr rekonstruieren, eines ist jedoch gewiss: das Frühstück in Gitschberg Jochtal hat einen sehr hohen Stellenwert. Und zwar nicht von ungefähr: Brot, Butter, Milch und Käse haben eine jahrhundertealte Tradition in der Region. So vielfältig wie Gitschberg Jochtal selbst sind nämlich auch die hier produzierten Käse. Die frischen Gräser und Kräuter auf den Almen, die namensgebend für die Region sind, sichern die ausgezeichnete Qualität der Kuh- und Ziegenmilch als ideales Ausgangsprodukt für die regionalen Spezialitäten. „Milchgoldschmid“ Hansi Baumgartner, ein gebürtiger Eisacktaler, veredelt als erster Käse-Affineur Südtirols die Käse der Region zu Kostbarkeiten. Ähnlich komplex wie der Geschmack eines Weines, hängt der besondere Geschmack beim Käse von vielfältigen Einflussfaktoren wie Tierrassen, Bodenbeschaffenheit, Wetterumschwüngen, Säurekulturen oder auch Temperatur und Feuchtigkeit beim Reifen ab. Baumgartner lässt seine verschiedenen Käsesorten zudem nach der Veredelung in einem alten Militärbunker oberhalb von Mühlbach im Eisacktal reifen. Das Ergebnis schmeckt besonders gut zu einem traditionellen „Pusterer Breatl“, einem aromatischen Roggenbrot.

Auch das Mittagessen verspricht wahre Gaumenfreuden. Auf der Rastnerhütte auf der Rodenecker – Lüsner Alm treffen sich Montagabend Tradition und Kulinarik in Form eines typischen Südtiroler Gerichts: dem Knödel. Neben traditionellen Rezepten wie Kaspress- und Speckknödel stehen auch mal Außergewöhnlichkeiten wie Schwarzpolentaknödel auf der Speisekarte der Rastnerhütte. Aber auch für ihre deftigen Südtiroler Jausen, sogenannte Brettlmarenden und über die Maßen köstlichen Strudelvariationen ist die Region Gitschberg Jochtal bekannt, am besten man lässt sich in vielzähligen Hütten und Almen überraschen. In der Großberghütte in Vals wiederum wartet der Wirt am Freitag- und Samstagabend Südtiroler Spezialitäten auf: selbstgemachte „Tirtlan“, ein traditionelles Schmalzgebäck gefüllt mit Ricotta und Spinat oder Kraut und Erdäpfelblattlan. Letzteres kann man auch als Kartoffelteig-Plätzchen bezeichnen, die mit Kraut serviert werden.

Für das Abendessen findet man im kleinen Örtchen Vintl in Gitschberg Jochtal ein ganz besonderes Juwel: hier führt das Ehepaar Wolfgang und Helena Kerschbaumer mit viel Leidenschaft, Kreativität und einem Auge fürs Detail eines der kleinsten Gourmetrestaurant Südtirols. Im „La Passion“ werden Delikatessen in einer urigen Bauernstube aus dem 16. Jahrhundert kredenzt. Regional, saisonal und traditionell ist die Devise nach der Wolfgang Kerschbaumer kocht während sich Helena um den Service und die Weinauswahl kümmert. Typische Gerichte aus der Region werden geschickt veredelt, modernisiert und mit der persönlichen Note des Küchenchefs versehen. Ein perfekter Ort um sich von der regionalen Genussvielfalt verführen zu lassen und die besonders feinen Speisen zu verkosten, die dieses Gebiet zu einer kulinarischen Einzigartigkeit machen. Ein „Absacker“ zum Schluss schmeckt nach einem fulminanten Abendmahl besonders gut. Vor allem, wenn es ein Südtiroler Schnaps direkt aus einer der regionalen Destillen ist. Vielleicht geht sich dann ja noch ein köstlich dampfender Kaiserschmarren aus – mit frischer Milch aus der Region. Oder ein Stück hochwertigen Ziegenkäse, eine weitere Spezialität aus Gitschberg Jochtal, die Käserei in der Hofschenke Wieserhof in Pfunders kann man jeden Mittwoch besichtigen. Käse schließt ja bekanntlich den Magen…

www.gitschberg-jochtal.com/de/winterurlaub/winterurlaub.html

Listerien in Käse – ein häufiges Problem?

Meldungen über Rückrufe von mit Listerien verunreinigten Lebensmitteln finden sich immer wieder in den Medien. Vor allem rohe Fleischwaren, Räucherfisch und verschiedene Käsesorten stehen dabei im Fokus. Wie gelangen diese Bakterien in die Lebensmittel, wie gefährlich sind solche Verunreinigungen und wie häufig sind Listerien tatsächlich nachzuweisen? Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat die Situation beim Käse genauer unter die Lupe genommen: In mehr als 100 Käseproben konnten dabei keine Listerien nachgewiesen werden.

Über einen Zeitraum von neun Monaten (2014/2015) wurden insgesamt 113 Proben Käse mit Schmierrinde, Bergkäse, geriebener Käse, Sauermilchkäse, Mozzarella und Käsesnacks aus ganz Niedersachsen untersucht. In keiner der Proben konnten krankmachende Listerien nachgewiesen werden. Aufgrund des hohen Risikos der Kontamination von Käse mit diesen Keimen und der Gesundheitsgefährdung beim Verzehr, werden die verschiedenen Käse auch zukünftig regelmäßig kontrolliert.

Listerien können über die Milch in den Käse eingetragen werden, dies gilt insbesondere für Rohmilchkäse. In pasteurisierter Milch sind die Keime abgetötet. Käse aus pasteurisierter Milch kann jedoch an verschiedenen Stellen im Produktionsprozess wieder mit Listerien verunreinigt werden, beispielsweise im Salzbad oder durch Kondenswasser. Ideale Lebensbedingungen finden Listerien in der Rinde von Käsen mit Oberflächenreifung. Hierzu zählen Schimmelkäse oder geschmierte Käse wie Tilsiter und Romadur.

Listerien sind Bakterien, die beinahe überall zu finden sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Bakterienarten, sind sie in der Lage, sich auch im Kühlschrank zu vermehren. Durch Hitze werden die Keime zuverlässig abgetötet.

Eine Erkrankung durch Listerien verläuft bei gesunden Erwachsenen meist harmlos. Listerien können jedoch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, bei Älteren und Kindern zu schweren Infektionserkrankungen führen. Bei Schwangeren kann es zu Früh- und Totgeburten kommen. Zum Schutz vor einer Listerieninfektion sollten diese Personengruppen auf Rohmilch und daraus hergestellte Produkte verzichten und bei Käsen mit Oberflächenreifung die Rinde abschneiden. Außerdem gehören rohes Fleisch, Rohwurst, roher Fisch, geräucherte und marinierte Fischerzeugnisse sowie vorgeschnittene verpackte Blattsalate nicht auf den Speisezettel.

www.laves.niedersachsen.de

Mogelpackung des Monats: Tassimo "Jacobs Latte macchiato classico"

Hersteller ersetzt Vollmilch durch Mogelmilch und reduziert Füllmenge

Der Kaffeekonzern Jacobs Douwe Egberts hat die Füllmenge des Produkts „Jacobs Latte macchiato classico“ der Marke Tassimo reduziert und das bisherige Vollmilchkonzentrat durch einzelne Milchbestandteile ersetzt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das Kaffeeprodukt daher zur Mogelpackung des Monats November gekürt.

„Statt echter Milch kommt in den Tassimo-Kapseln jetzt Mogelmilch zum Einsatz“, sagt Ernährungsexperte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Diese werde aus Einzelteilen der Milch, wie etwa Sahneerzeugnis, Milchproteine, Milchmineralien und Wasser zusammengefügt und vom Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) zusammengehalten. „Doch Verbraucher erwarten bei einem Latte macchiato echte Milch. Was Jacobs Douwe Egberts hier betreibt, ist Verbrauchertäuschung. Der Konzern muss den Namen des Produkts ändern“, meint Valet. Es reiche nicht aus, im Kleingedruckten auf die Wertminderung hinzuweisen. „Wenn «Latte» drauf steht muss auch «Latte» drin sein“, fordert der Hamburger Verbraucherschützer.

Die vom Kaffeekonzern als Milchkomposition deklarierten Inhaltsstoffe und eine um gut fünf Prozent reduzierte Kaffeemenge führen dazu, dass die Füllmenge pro Latte macchiato classico-Packung von 475 auf 264 Gramm schrumpft. „Um Rohstoffkosten einzusparen und die Gewinnmarge zu erhöhen, geht bei diesen Tassimo-Kapseln die Füllmengenreduzierung mit einem Qualitätsdumping einher“, erklärt Valet. Zwar könnten Kaffeetrinker pro Packung weiterhin acht Tassen Latte macchiato zubereiten, doch bekämen sie weniger Qualität zum gleichen Preis. „Weil sich die Mogelmilch mit der Zeit in der Kapsel absetzt und teilweise fest wird, spült die Kaffeemaschine die Flüssigkeit nicht vollständig aus der Kapsel heraus und nur etwas mehr als die Hälfte der sogenannten Milchkompositon landet in der Kaffeetasse, wenn die Kapsel vorher nicht kräftig geschüttelt wird“, erklärt Valet, der das neue Tassimo-Produkt getestet hat. „Beim Vollmilchkonzentrat gab es dieses Problem nicht.“

Neben dem Qualitätsdumping bei Kaffee und Milch kritisiert der Verbraucherschützer vor allem den höheren Zuckergehalt, der von 11 auf 25 Prozent gestiegen ist und damit fast drei Zuckerwürfeln pro Tasse entspricht sowie Greenwashing in Sachen Verpackungsmüll und zu geringe Füllmengen pro Kapsel. Mehr Informationen zu diesen Kritikpunkten sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de