ÖKO-TEST Äpfel

Der aktuelle Apfel-Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass Äpfel zwar nach wie
vor gespritzt werden, aber offenbar weniger als früher. Problematisch sind jedoch vor allem
südamerikanische Produkte.

Bei ihnen haben die Labore teilweise Rückstände mehrerer
Pflanzenschutzmittel gefunden.
In einem brasilianischen Apfel, den die ÖKO-TEST-Einkäufer bei Kaufland besorgt hatten,
konnte das Labor sechs verschiedene Pflanzenschutzmittel nachweisen, vier davon in erhöhten
Mengen. Derzeit ist noch nicht erforscht, wie solche Mehrfachrückstände im Körper wirken. Auch
bei allen anderen konventionellen südamerikanischen Früchten fand sich zumindest ein Pestizid
in erhöhter Konzentration.

Zwar entdeckte das Labor auch bei den Äpfeln aus anderen Ländern
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, aber nur in Spuren. Einzige Ausnahme ist Bio-Ware, die
komplett pestizidfrei ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wieder einmal mit der Bezeichnung „regional“ gemogelt wird.
Denn einmal zieren die Verpackung zwar Schriftzüge wie „Unsere Heimat“ und „beste Qualität
aus Ihrer Region“, doch die Ware wird auch mehr als 200 Kilometer entfernt vom Anbauort
verkauft. ÖKO-TEST rät, auf die aufgedruckte Adresse zu achten. An ihr kann man erkennen, ob
der Erzeuger wirklich aus der unmittelbaren Umgebung stammt.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2012 gibt es seit dem 31. August 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

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