Frischeparadies setzt ab sofort auch im Versand auf Nachhaltigkeit

„Stroh statt Styropor“ heißt es seit einigen Wochen im Onlineshop von Frischeparadies. Alle Onlinebestellungen des Delikatessenhändlers werden jetzt in umweltfreundlichem Verpackungsmaterial versendet. Mit innovativen, klimaneutral produzierten und ökologischen Verpackungssystemen garantiert Frischeparadies die gewohnt hohe Qualität und Frische von Fisch, Fleisch, Käse und Co.

Verpackung

„Frischeparadies setzt ab sofort auch im Versand auf Nachhaltigkeit“ weiterlesen

Brot richtig lagern

Schnell ist es passiert: Die Brötchen vom Sonntag sind hart, das Brot ist trocken oder es schimmelt. Wer das vermeiden möchte, braucht kein umfangreiches Wissen zur Lagerung von Lebensmitteln. Wichtig sind Kenntnisse über die Unterschiede bei den Brotsorten und wie man mit welchem Brot umgeht.

Grundsätzlich sind Brot und Brötchen bei Zimmertemperatur am besten aufgehoben. Im Kühlschrank sollte man es generell nicht aufbewahren. Insbesondere Brot mit Roggenmehl wird nämlich bei niedrigen Temperaturen schnell altbacken. Nur bei hohen Außentemperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit empfiehlt sich die Lagerung im Kühlschrank, um Schimmel zu verhindern.

Wer eine knusprige Kruste mag, sollte darauf achten, dass Brot und Brötchen „atmen“ können. Gut geeignet dafür sind Netze oder Papier, wie etwa die „Bäckertüten“. Bei luftdichter Verpackung werden insbesondere Brötchen sonst schnell weich. Auch Steingut- oder Keramiktöpfe sind gut geeignet, insbesondere, wenn sie keine Luftlöcher oder -schlitze haben und der Deckel gut schließt. Verpacktes Brot belässt man am besten in der Originalverpackung. In diese sollte man es auch möglichst schnell wieder einschlagen und die Verpackung verschließen, um ein Austrocknen zu verhindern. Übrigens: Je höher der Anteil an Roggen, Schrot oder Sauerteig ist, desto länger hält sich das Brot bei Raumtemperatur und bleibt richtig verpackt frisch.

Wer zu viel eingekauft hat, kann frisches Brot oder frische Brötchen auch gut einfrieren – am besten in einem gut verschlossenen Tiefkühlbeutel. Bei minus 18 Grad Celsius halten sie bis zu drei Monate. Zum Verzehr einfach die gewünschte Anzahl Brötchen entnehmen, mit Wasser benetzen und im vorgeheizten Backofen in wenigen Minuten knusprig backen.

Kommt es doch einmal zur Schimmelbildung, sollte man das ganze Brot wegwerfen, auch, wenn nur einzelne Schimmelstellen oder -punkte erkennbar sind. Denn die Schimmelpilze wachsen nicht nur sichtbar an der Oberfläche, sondern auch unsichtbar im Inneren. Ihre Giftstoffe können unter anderem schädigend auf Leber und Nieren wirken. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass der einmalige Verzehr einer angeschimmelten Brotscheibe bereits krank macht. Am besten kaufen Sie immer nur so viel Brot ein, wie Sie tatsächlich benötigen. Auch damit beugen Sie einer möglichen Schimmelbildung vor. Heike Stommel, www.aid.de

"Best Of" Lebensmittel-Check 2015

Welche Produkte in diesem Jahr besonders unangenehm aufgefallen sind
 
Mogelpackungen, fragwürdige Zusammensetzungen oder falsche Herkunftsangaben: Lebensmittel, die nicht halten, was sie versprechen, sind vielen Konsumentinnen und Konsumenten ein Dorn im Auge. Seit 2012 können dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) derartige Produkte zur weiteren Überprüfung unter www.lebensmittel-check.at gemeldet werden. Der VKI prüft alle Meldungen und veröffentlicht zweimal die Woche eine Produktbesprechung samt Stellungnahme des Unternehmens. Damit wurden 2015 mehr als 100 Lebensmittel unter die Lupe genommen. Acht Lebensmittel, die 2015 den besonderen Unmut der Leser (u.a. in einem Leservoting) auf sich gezogen haben, stellt der VKI nun ab dem 23.12. gesondert in der Jänner-Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT vor. Vier davon nun auch beispielhaft in aller Kürze:
 
Iglo Dampf-Frisch Gemüsemischung: Ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite zeigt: Neben dem dampfgegarten Gemüse wurden auch Margarine, Essig und Zucker zugesetzt. Ergo: stolze 11 Gramm Fett und 5,6 Gramm Zucker pro Portion (225 g).
 
Zurück zum Ursprung Tauernquelle Bio-Mineralwasser: Wasser wird in der EU-Bioverordnung nicht erwähnt. Denn als echtes Naturprodukt lässt es sich in der Zusammensetzung nicht beeinflussen. Statt „bio“ fand sich im Flascheninhalt aber anderes: Je nach Zeitpunkt der Messung zwischen 19 und 54 Mikrogramm Acetaldehyd – ein Abbauprodukt aus den verwendeten PET-Flaschen, das in das Wasser übergeht
 
Spar enjoy Orange-Mango Smoothie: Dieses Getränk ist nach jenen Zutaten benannt, die es am wenigsten beinhaltet: Orangensaft (14 Prozent) und Mangopüree (12 Prozent). Der große Rest besteht aus Pfirsichmark (30 Prozent), weißem Traubensaft (29 Prozent) und Apfelmark (15 Prozent).
 
Clever Kartoffelteig: Dieser wird in einem Karton verkauft, in dem zwei Beutel mit Teigpulver stecken, die kaum die halbe Höhe der Verpackung ausfüllen. Besonders anschaulich zeigt dies eine Aufnahme der Packung vor einem Röntgenschirm. Herstellerseitig wird die übergroße Verpackung als technologisch bedingt argumentiert. Fakt ist dennoch: Die Packung enthält mehr Luft als Teigpulver – und der Konsument ein Überraschung beim Öffnen ebendieser.
 
So funktioniert der VKI-Lebensmittel-Check
Die Plattform www.lebensmittel-check.at soll dazu beitragen, dass Unternehmen ihre Produkte verbraucherfreundlicher gestalten. Der VKI prüft alle von Konsumenten dort eingehenden Beiträge und holt eine Stellungnahme des Herstellers ein. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Gesundheits- und das Sozialministerium.
 
SERVICE: Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es ab dem 23.12. im Jänner-KONSUMENT. Produktbesprechungen werden laufend auf www.lebensmittel-check.at veröffentlicht.

Kaffeekapseln im Test

Für die aktuelle Ausgabe der Verbraucherzeitschrift KONSUMENT wurden acht verschiedene Kaffeekapseln der Sorte Lungo unter die Lupe genommen. Neben Aussehen, Geruch und Geschmack des zubereiteten Kaffees wurde dabei auch die Schadstoffbelastung überprüft. Die beste Gesamtbewertung erzielte am Ende Nespresso, was vor allem auf eine sehr gute sensorische Beurteilung zurückzuführen ist. Mit rund 37 Cent pro Portion Kaffee gehört Nespresso allerdings auch zu den teuersten Anbietern. Ebenfalls „gut“ aber etwas billiger sind die Produkte von DE Senseo (33 Cent) und Dallmayr capsa (35 Cent) sowie von Cremesso of Switzerland (31 Cent/Portion). Insgesamt erhielten fünf Kapseln eine „gute“, drei nur eine „durchschnittliche“ Bewertung.

Wer Kaffeekapseln kauft, kann nicht frei wählen, die Kapseln müssen genau in die jeweils vorhandene Maschine passen. Am wenigsten Wahlfreiheit lassen Kapseln, die nur in einem gleichnamigen Gerät verwendet werden können, wie z.B. bei Tchibo Cafissimo. Es gibt jedoch auch Produkte, bei denen die Abhängigkeit zur Maschine weniger eng ist.

Für Nespressokapseln gibt es seit einiger Zeit Nachahmerprodukte. Im aktuellen Test vertreten waren Kapseln von DE Senseo, Dallmayr Capsa und Jacobs Momente. Alle drei Produkte wurden probehalber in den Nespresso-Geräten von Krups und De‘Longhi zubereitet – mit teils unterschiedlichem Resultat. Nur bei den Kapseln von Nespresso stimmte die gemessene Kaffeemenge mit der Auslobung auf der Packung überein. Aus den Konkurrenzprodukten holten die beiden Maschinen dagegen unterschiedliche Kaffeemengen heraus: Kam die Krups-Maschine zum Einsatz, flossen sogar mindestens 22 Prozent weniger Kaffee in die Tasse als versprochen.

Viel Müll für ein paar Gramm Kaffee
Gleich, in welcher Variante: Im Vergleich mit Röstkaffee ist Kapselkaffee eine Belastung für die Umwelt. Mindestens zwei Materialschichten umhüllen jede Portion Kaffeemehl: erst die Kunststoff- oder Aluminiumkapsel, dann noch die Verpackung. Die Kapseln von Jacobs Momente und DE Senseo sind sogar dreifach verpackt. Bei jedem Testkandidaten wurde zudem auch das Volumen der gesamten Verpackung berechnet und durch die Anzahl der Kapseln geteilt. Negativer Spitzenreiter war Jacobs Momente mit 143 Kubikzentimetern pro Portion. Zur besseren Vorstellung: Mit dem hier anfallenden Müll könnte man in etwa eine klassische Kaffeehaustasse füllen.

SERVICE: Weitere Informationen zum Thema gibt es in der Novemberausgabe des VKI-Testmagazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at

ÖKO-TEST Ostereierfarben

Die gute Nachricht: Nichts gefunden – Ostern kann stattfinden – Kleine Nörgelei: Chlorophyll kocht leicht über. Ein Hersteller sollte auf der Verpackung deshalb einen Warnhinweis anbringen

Rechtzeitig zu Ostern hat das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST Eierfarben getestet und gute Nachrichten: Mit allen untersuchten Farben können Kinder bedenkenlos kleine Kunstwerke basteln. Einzig im Praxistest hakte es bei einigen: Sie kleckerten, verschmierten oder kochten über.

Industriell gefärbte Eier, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sind mit Lebensmittelfarben gefärbt und mit Schutzlacken luftdicht abgeschlossen. Anders als bei rohen Eiern müssen die Hersteller bei den gekochten nicht angeben, wie und wo die Hühner gehalten werden. Wer also lieber Ostereier aus Bio- oder Kleingruppenhaltung in die Nester legen will, sollte sie besser selbst färben. ÖKO-TEST gibt hierzu grünes Licht, denn von den elf Farbsets, die das Verbrauchermagazin ins Labor geschickt hat, waren fast alle unbedenklich. Nur in einer Farbe analysierte das Labor eine halogenorganische Verbindung.

Schwächen zeigten sich aber im Praxistest: Eine grüne Farbe bildete beim Anrühren derart viel Schaum, dass sie überkochte und nur mit viel Mühe von der Herdplatte entfernt werden konnte. Das liegt am Inhaltsstoff Chlorophyll. Dieses Problem ist allerdings bekannt und kann mit häufigem Umrühren ganz einfach behoben werden – ein Warnhinweis auf der Verpackung wäre hier aber angebracht. Eine andere Farbe im Test schmierte und kleckerte, lieferte dafür aber ein schönes Farbergebnis. Bei drei Produkten kritisiert ÖKO-TEST, dass die Farben auf der Verpackung viel intensiver leuchten als sie dann tatsächlich sind.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2015 gibt es seit dem 27. März 2015 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Tipps für die "schnelle Kartoffel"

Wer an die Kartoffel denkt, hat automatisch eine lange Zubereitungszeit im Kopf – entgegen diesem Ruf muss diese aber nicht länger als die von Nudeln oder Reis sein. Einfach im kochenden Wasser gegart oder mit weiteren Zutaten püriert und in der Pfanne gebacken ist die Kartoffel besonders hilfreich, wenn es einmal schneller gehen muss. Der Vorteil: In der Zwischenzeit kann man sich auch noch der Zubereitung von Dips und Saucen widmen.

Der Klassiker der schnellen Kartoffelküche ist die Pellkartoffel. Sie bietet nicht zuletzt einen Vorteil: Wird die beliebte Knolle ungeschält und unzerkleinert gekocht, verfügt sie über den höchsten Nährstoffgehalt – und ist damit nicht nur lecker, sondern auch besonders gesund. Noch dazu hat sie als Pellkartoffel nur wenige Kalorien. Doch vor allem kann die Garzeit von maximal 20 Minuten optimal dafür genutzt werden, nebenher eine Beilage zuzubereiten – zum Beispiel Sour Cream mit frischen Kräutern: Hierzu für vier Portionen einfach einen Bund gemischter Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. 100 Gramm Crème fraîche mit 150 Gramm saurer Sahne, 100 Gramm Quark, einem Esslöffel Salatmayonnaise, einem Teelöffel mittelscharfem Senf und zwei Esslöffeln Weinessig verrühren. Eine fein gehackte Knoblauchzehe und die Kräuter unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auch die Fans von Reibekuchen, Kartoffelpuffern und Reiberdatschi können sich in kurzer Zeit eine schnelle Variante ihres Lieblingsgerichtes zaubern. Der Trick: Geschälte Kartoffeln (750 Gramm, mehligkochende Sorte) einfach grob schneiden und anschließend im Mixbecher zusammen mit drei Eigelb, zwei Esslöffeln Crème fraîche und 60 Gramm Kartoffelstärke mit dem Pürierstab zerkleinern – und die Vorbereitung ist nach wenigen Minuten abgeschlossen. Anschließend in einer beschichteten Pfanne mit etwas Rapsöl kleine Puffer von beiden Seiten goldbraun und knusprig ausbacken.

Kartoffeln aus der Mikrowelle
Hätten Sie’s gewusst? Kartoffeln lassen sich auch in der Mikrowelle zubereiten: Der Handel bietet hierfür spezielle Kartoffeln an, die direkt in der Verpackung gegart werden können. Der Clou: Die Zubereitung dauert – je nach Hersteller – bei 700 bis 1000 Watt nur etwa acht bis fünf Minuten.

Viele weitere Vorschläge für Ihre nächsten Kartoffelgerichte finden Sie unter www.die-kartoffel.de

Bessere Kennzeichnung auf Lebensmitteln

Künftig Salzgehalt statt Natriumwert

Wer vermeiden will, dass stark gesalzene Fertigsuppen oder Tiefkühlpizzen auf seinem Teller landen, suchte bislang auf der Verpackung nach dem Anteil der würzenden Zutat vergebens. Wenn überhaupt war der Salzgehalt bei den Nährwertangaben im Natriumwert versteckt. „Viele Hersteller machten sich bisher nicht die Mühe, neben dem Natrium auch den Anteil der weißen Streuwürze in ihren Fertiggerichten anzugeben. Doch Verbraucher brauchen verlässliche Angaben, denn zu viel Salz im Essen ist für den menschlichen Organismus schädlich“, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Jeder Deutsche nimmt täglich im Schnitt sieben bis neun Gramm Salz zu sich. Mehr als sechs Gramm pro Tag können Herz und Kreislauf auf Dauer nicht verkraften. Viele Menschen haben mit hohem Blutdruck und einem steigenden Schlaganfallrisiko zu kämpfen. Die Gefahr dieser Zivilisationskrankheiten kann durch weniger Salz in der eigenen Ernährung reduziert werden.“ Eine neue Kennzeichnungspflicht ab Ende des Jahres soll Konsumenten helfen, sich beim Lebensmitteleinkauf im Laden besser zu orientieren und ihnen ermöglichen, ihren Salzkonsum leichter zu regulieren:
Kennzeichnungsrevolution auf der Verpackung: Bislang war es Herstellern freigestellt, ob sie den Salzgehalt in ihren Fertig-Pizzen, Pasta-Gerichten und Co. auf den Verpackungen angeben. Wenn, mussten Hersteller dies zwingend in Form des Natriumwerts, einem Mineralstoff im Salz, tun, konnten die Salzmenge aber zusätzlich nennen. Ein Gramm Natrium entspricht rund 2,5 Prozent Gramm der weißen Würze. Kundige Verbraucher mussten also meistens rechnen, um den wahren Salzgehalt in der Suppe von der Verpackung ablesen zu können. Ab 13. Dezember kann der Rechner in der Tasche bleiben: Ab dann muss bei der freiwilligen Kennzeichnung der Salz- statt des Natriumanteils EU-weit auf der Verpackung angegeben werden. Aber erst ab Ende 2016 müssen sich sämtliche Hersteller an diese Vorgabe halten. Immer mehr Lebensmittelfirmen nehmen bereits im Vorfeld nicht nur die neue Regelung, sondern auch die damit beabsichtigte Gesundheitsförderung ernst: Sie stellen schon jetzt die Kennzeichnung auf ihren Lebensmittelverpackungen für Verbraucher nachvollziehbar um und reduzieren sogar in vielen Fällen den Salzanteil in ihren Gerichten.

Maximal sechs Gramm pro Tag: Gesundheitsbewusste Konsumenten sollten darauf achten, dass sie insgesamt nicht mehr als einen Teelöffel Salz pro Tag zu sich nehmen. Der größte Teil davon wird nicht beim Kochen ins Essen gestreut, sondern er steckt bereits verarbeitet in Wurst, Käse, Brot und Fertiggerichten. Die eindeutige Salzkennzeichnung auf den Produkten macht es Verbrauchern nun leichter, den Überblick über die Zufuhr zu behalten. Gering Gesalzenes enthält 0,3 Gramm Salz in hundert Gramm. Bei verarbeiteten Lebensmitteln mit der fünffachen Menge – 1,5 Gramm Salz – ist die Ausschau nach einer salzärmeren Variante empfehlenswert. Meistens gibt es auch weniger gewürzte Produkte – allerdings meist bei einem anderen Hersteller.

Wissenswertes rund um die neuen Kennzeichnungsregeln von Salz und Tipps zum Konsum finden Interessenten in einem Special der Verbraucherzentrale NRW im Internet unter www.vz-nrw.de/salz

Lebensmittel vom Discounter

Lebensmittel vom Discounter sind oftmals nur von durchschnittlicher Qualität. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in der aktuellen August-Ausgabe. Labortests haben gezeigt, dass beispielsweise in Kaffee zu viel Acrylamid steckt. Ein Sojagetränk im Test enthielt Spuren einer gentechnisch veränderten Sojasorte und eine Pizza war mit weniger Spinat und Käse belegt, als auf der Verpackung deklariert war.

Bei den Untersuchungen von ÖKO-TEST hebt sich kein Discounter als besonders gut oder miserabel hervor. Es zeigte sich auch, dass bei allen die Kaffees am schlechtesten abschneiden. Ein „mangelhaft“ gab es für die Produkte von Aldi Nord, Norma und Lidl, weil sie erhöhte Werte des krebserregenden und erbgutverändernden Schadstoffes Acrylamid enthalten. Dazu kommt, dass die meisten Discounter keinen Wert auf einen fairen Kaffeeanbau legen. So werden Mindestpreise für die Kaffeefarmer nicht garantiert, hochgiftige Pestizide nur ansatzweise verboten und keine Standards bezüglich der Arbeitsbedingungen gesetzt. Nur die beiden Aldi-Discounter sind Mitglied der 4C-Assoziation, die sich für nachhaltigen Kaffeeanbau einsetzt.

Minuspunkte gibt es zudem für alle Reisprodukte der Discounter, weil darin krebsverdächtiges, anorganisches Arsen gemessen wurde. Die Gehalte lagen zwar meist unter den derzeit diskutierten Grenzwerten, trotzdem wären geringere Belastungen wünschenswert. Ausgerechnet bei einem Bio-Sojagetränk entdeckte das Labor Spuren der Sojasorte Roundup Ready, die gentechnisch verändert ist. Zu dieser Verunreinigung kann während des Anbaus durch Fremdsaat oder während der Verarbeitung kommen.

ÖKO-TEST kritisiert zudem einige Fertigpizzen. In vier Produkten steckt zu viel Salz. In zwei ist der Energiegehalt mit mehr als 800 kcal zu hoch, denn eine Hauptmahlzeit sollte nicht mehr als ein Drittel des Tagesrichtwertes beisteuern. Auf der Pizza von Penny war der Käse und Spinat knapper bemessen, als auf der Verpackung deklariert war.

Die Milch im Test ist zwar in Ordnung, aber durchaus verbesserungswürdig. Denn der Anteil an Omega-3-Fettsäuren darin ist niedrig, was darauf hindeutet, dass die Kühe vor allem mit Kraftfutter und selten mit Gras und Heu gefüttert wurden. Auch müssen sich die Milchbauern der Discounter nicht verpflichten, auf genmanipuliertes Futter zu verzichten.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2014 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Eier

Zu Ostern stehen natürlich gekochte Eier hoch im Kurs. Egal, ob vier, sieben oder zehn Minuten – vor dem Kochen sticht man das Ei am besten mit einer Nadel oder einem Eier-Anstecher auf der stumpfen Seite an. Das verhindert, dass sich die Luft in der Luftkammer ausdehnt und dadurch die Schale während des Kochens aufplatzt. Am besten gibt man das Ei in sprudelnd kochendes Wasser. Nach fünf Minuten ist das Eiklar bei Eiern der Größe M fest und der Dotter noch weich.

Der grüne Ring am Dotterrand bei hartgekochten Eiern ist übrigens kein Zeichen mangelnder Qualität. Er entsteht, wenn das Ei länger als zehn Minuten gekocht wird und beruht lediglich auf einer chemischen Reaktion. Ob ein Ei frisch ist, lässt sich anhand verschiedener Kriterien prüfen. Am einfachsten ist es, wenn das Legedatum auf der Verpackung steht. Diese Angabe ist jedoch freiwillig. Verpflichtend ist dagegen die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) auf der Verpackung beziehungsweise einem Hinweisschild. Da das MHD immer 28 Tage ab Legedatum angegeben werden muss, kann man dieses leicht zurückrechnen. Den Frischegrad eines Eies kann man auch prüfen, indem man ein rohes Ei aufschlägt. Bei einem aufgeschlagenen Ei ist der Dotter hochgewölbt und das Eiklar in zäh- und dünnflüssige Schichten geteilt. Je älter das Ei ist, desto flacher ist der Dotter und desto eher vermischt er sich mit dem Eiklar.

Eier sind nicht grundsätzlich verdorben nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums und bei kühler Lagerung. Sie sollten dann allerdings nur noch für Speisen verwendet werden, die für mindestens zwei Minuten lang auf 70 °C erhitzt werden.
Heike Stommel, www.aid.de

Woher kommt mein Fleisch?

Ab 2015 Kennzeichnung Pflicht

Esse ich Schweineschnitzel aus Polen oder Dänemark? Stammt mein Hähnchenfilet aus den Niederlanden oder aus Deutschland? Bisher konnten Verbraucher das anhand der Verpackung nicht nachvollziehen. Ab 1. April 2015 ändert sich das. Ab dann muss frisches verpacktes Fleisch von Schwein, Ziege, Schaf und Geflügel mit dem Ursprungsland gekennzeichnet sein. Für Rindfleisch gilt die Vorschrift bereits.

Diesen Vorschlägen zur Kennzeichnungspflicht stimmten die Experten im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit der EU-Staaten am 5. Dezember 2013 zu, teilte die Europäische Kommission mit. Wurden die Tiere in verschiedenen Ländern aufgezogen und geschlachtet, muss das ebenfalls auf der Verpackung vermerkt sein. Die Kommission muss die Regeln noch formell beschließen. Damit setzt die EU Vorschriften der Lebensmittelinformations-Verordnung aus dem Jahr 2011 um.
Renate Kessen, www.aid.de