TEST: Nussschokolade

Ritter Sport, Rapunzel und Kaufland schneiden im Test von 26 Nussschokoladen nur „mangelhaft“ ab. Ihre Kennzeichnung ist irreführend, sie täuscht die Verbraucher. Die Schokoladen hätten deshalb so nicht verkauft werden dürfen. Doch es gibt auch „gute“ Produkte.

Von den 26 getesteten Schokoladen mit ganzen oder gehackten Nüssen haben 9 „gut“ abgeschnitten. Davon glänzen vier Edelmarken sogar mit einem „sehr gut“ in der sensorischen Beurteilung. Sie sind zwar eher teuer, dafür aber ein Genuss. Aber auch die Schokoladen einiger günstiger Anbieter sind „gut“, 10 sind „befriedigend“ und 4 „ausreichend“.

Für Nussschokolade ist der Nussanteil nicht vorgeschrieben. Während die eine zu 31 Prozent aus ganzen Haselnüssen besteht, gibt es bei einer anderen nur 9 Prozent Nussstückchen.

Was den Testern aber gar nicht schmeckt, sind falsche Angaben auf den Etiketten: Wer 18 Gramm Haselnüsse verspricht, darf nicht nur 13 Gramm untermischen. Wird „natürliches Aroma“ auf der Verpackung angegeben, darf kein chemisch hergestellter Aromastoff enthalten sein. Bei „Vanilleextrakt“ ist synthetisches Vanillin tabu. Auch nicht in Ordnung ist es, wenn die deklarierten Zucker mengenmäßig nicht zum tatsächlichen Zuckergehalt passen.

Der ausführliche Test Nussschokolade erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test (jetzt am Kiosk) und ist unter www.test.de/schokolade abrufbar.

Update:
Ritter Sport erwirkt einstweilige Verfügung vom Landgericht München gegen Stiftung Warentest –
Gericht verbietet Behauptung, Ritter Sport verwende chemisch hergestelltes Aroma
Die aktuell aufgestellte Behauptung der Stiftung Warentest, in der Ritter Sport Voll-Nuss sei chemisch hergestelltes Piperonal enthalten und die Deklaration auf der Verpackung „Natürliches Aroma“ sei deshalb irreführend, ist nach Einschätzung des Landgerichts München I falsch. Dem Antrag von Ritter Sport auf einstweilige Verfügung ist heute stattgegeben worden.

Wie werden Milchprodukte am besten gelagert?

Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage

Milchprodukte sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nur begrenzt haltbar. Die richtige Lagerung ist deshalb umso wichtiger, denn sie bewahrt nicht nur den Qualitätsstandard des Herstellers, auch die Haltbarkeit von Milch, Joghurt und Co kann maximal ausgeschöpft werden. Da Erzeugnisse aus Milch sehr licht- und wärmeempfindlich sind, sollten sie auf kürzestem Wege vom Kühlregal des Supermarkts in den heimischen Kühlschrank gelangen. Dort gilt es, sie in den Fächern im mittleren Bereich gut verschlossen, am besten in der Originalverpackung, aufzubewahren – so bleibt der volle Genuss lange erhalten.

Fettreiche Produkte wie Butter eignen sich sogar zum Einfrieren: Die Butter direkt nach dem Kauf ins Gefrierfach geben und einen Tag vor dem Verzehr im Kühlschrank langsam auftauen lassen, damit sie streichzart wird. Der ideale Aufbewahrungsort für Butter ist dabei das obere Fach in der Kühlschranktür. Auch Käse sollte nicht in den kältesten Zonen gelagert werden. Dabei sollten die einzelnen Käsesorten separat verpackt werden, auf diese Weise vermischen sich Gerüche nicht und der Edelschimmel des Camembert wächst nicht auf dem Hartkäsestück. Für die richtige Atmung von Edelpilzkäse bietet sich als Verpackung Alufolie an, die mit Löchern versehen ist. In jedem Fall sollte man alle Käsesorten, bis auf Frischkäse, eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen.

Die richtige Verpackung fürs Gefrierfach

Ob Suppen, Braten oder feine Torten – beim Selberkochen und Backen fallen häufig Reste an, die sich ganz einfach für eine spätere Mahlzeit einfrieren lassen. Doch damit Geschmack, Konsistenz und Inhaltsstoffe der frisch zubereiteten Mahlzeit möglichst nahe kommen, sollte man vor allem in Sachen Verpackung einige Grundlagen beachten.

Das beginnt mit der Wahl des richtigen Materials, das unbedingt als „gefriergeeignet“ deklariert sein muss. Frühstücksbeutel, Frischhaltefolie, handelsübliche Plastiktüten, Müllbeutel oder Jogurt- und Quarkbecher erfüllen diesen Anspruch nicht. Sie werden schnell porös und brüchig, was Gefrierbrand und andere geschmacks- und konsistenzschädigende Auswirkungen haben kann.

Welche Verpackung die Richtige ist, hängt vom Gefriergut und der späteren Verwendung ab. Flüssige bzw. halbflüssige Lebensmittel wie Suppen und Soßen füllt man am besten in Beutel oder Dosen ab. Werden diese später in der Mikrowelle aufgewärmt, sollte man gleich eine dafür geeignete Verpackung wählen. So erspart man sich das mühsame Umfüllen.

Bei größeren, unregelmäßig geformten Stücken wie Fleisch mit Knochen oder ganzen Kuchen sind große Beutel oder auch Alufolie eine gute Wahl. Aber Vorsicht: Alufolie ist empfindlich, vor allem gegen salz- und säurehaltige Lebensmittel. Deshalb kann es passieren, dass Sauerbraten, Himbeeren, Obstkuchen oder salziger Käse Löcher in die Folie fressen. Zum Teil nehmen die Lebensmittel auch einen metallischen Glanz an und der Geschmack wird beeinträchtigt. Folien, Beutel und Schlauchfolien sollte man aus hygienischen Gründen nur einmal verwenden. Kunststoffdosen lassen sich dagegen immer wieder verwenden. Sie müssen aber nach Gebrauch intensiv gereinigt und ausgelüftet werden, vor allem, wenn man sehr aromatische oder färbende Speisen wie Gulasch und Tomatensoße darin eingefroren hat. Wer sich diese Arbeit sparen möchte, kann solche Speisen vorher in einen Plastikbeutel füllen, diesen verschließen und in der geschlossenen Dose einfrieren.

Ist der Inhalt vollständig tiefgekühlt, nimmt man den gefrorenen Beutel einfach wieder aus der Dose heraus und legt ihn, platzsparend rechteckig geformt, zurück ins Tiefkühlfach.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Broschüre „Tiefkühlkost – Einfrieren von A bis Z“. Bestell-Nr.: 61-1057, 108 S., 4,50 Euro, http://www.aid-medienshop.de

Porsche Design Whisky

Bisher ist das Porsche Design Studio bekannt für Brillen, Uhren oder die berühmten CHROMA Kochmesser, jetzt geht das weltbeste Designstudio eine Kooperation mit JOHNNIE WALKER BLUE LABEL ein:
Die beiden Kultmarken haben vier exklusive Produkte entworfen, die mit ihrem blau-silbernen Titan-Look Männerherzen höher schlagen lassen.

“Die JOHNNIE WALKER BLUE LABEL by PORSCHE DESIGN Kollektion startete 2011 sehr erfolgreich und hat das wachsende Bedürfnis der Kunden nach innovativen und einzigartigen Luxusprodukten genau getroffen. Zudem beobachten wir einen wachsenden Umsatz unserer Whiskeyspirituosen auf dem deutschen Markt, was für uns einen Grund mehr darstellte, die Kooperation mit Porsche Design auch in diesem Jahr weiter fortzuführen.1“ so Sergio DeMalibran, Western Europe Johnnie Walker Super Deluxe Brand Manager.

Ab Dezember wird die neue Kollektion in Luxury Retails wie z.B. das KaDeWe in Berlin oder im Hamburger Alsterhaus erhältlich sein. Zum Klassiker zählt der JOHNNIE WALKER BLUE LABEL Carton, der eine limitierte Edition JOHNNIE WALKER BLUE LABEL in einer edlen Porsche Design Verpackung beinhaltet. Noch mehr Luxus verspricht der JOHNNIE WALKER BLUE LABEL Cube mit einer individuell nummerierten Flasche JOHNNIE WALKER BLUE LABEL, einer stilvollen Eisbox mit Edelstahlzange sowie zwei Kristallgläsern. Der JOHNNIE WALKER BLUE LABEL Chiller wiederum enthüllt eine Flasche des seltenen Blended Scotch Whisky in einer hochwertigen Verpackung.

Das absolute Luxus-Highlight der Kooperation ist jedoch die JOHNNIE WALKER BLUE LABEL Private Bar! Die auf 50 Stück weltweit limitierte Bar wird auf Anfrage individuell für den Kunden angefertigt und garantiert Adrenalinausschüttungen im oberen Drehzahlbereich. Die Flügeltüren der Bar öffnen sich dank eines Sensors wie von Zauberhand, um dann drei Flaschen JOHNNIE WALKER BLUE LABEL, edle Kristallgläser und perfekt temperiertes Wasser zu enthüllen.

www.porsche-design.com

ÖKO-TEST Äpfel

Der aktuelle Apfel-Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass Äpfel zwar nach wie
vor gespritzt werden, aber offenbar weniger als früher. Problematisch sind jedoch vor allem
südamerikanische Produkte.

Bei ihnen haben die Labore teilweise Rückstände mehrerer
Pflanzenschutzmittel gefunden.
In einem brasilianischen Apfel, den die ÖKO-TEST-Einkäufer bei Kaufland besorgt hatten,
konnte das Labor sechs verschiedene Pflanzenschutzmittel nachweisen, vier davon in erhöhten
Mengen. Derzeit ist noch nicht erforscht, wie solche Mehrfachrückstände im Körper wirken. Auch
bei allen anderen konventionellen südamerikanischen Früchten fand sich zumindest ein Pestizid
in erhöhter Konzentration.

Zwar entdeckte das Labor auch bei den Äpfeln aus anderen Ländern
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, aber nur in Spuren. Einzige Ausnahme ist Bio-Ware, die
komplett pestizidfrei ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wieder einmal mit der Bezeichnung „regional“ gemogelt wird.
Denn einmal zieren die Verpackung zwar Schriftzüge wie „Unsere Heimat“ und „beste Qualität
aus Ihrer Region“, doch die Ware wird auch mehr als 200 Kilometer entfernt vom Anbauort
verkauft. ÖKO-TEST rät, auf die aufgedruckte Adresse zu achten. An ihr kann man erkennen, ob
der Erzeuger wirklich aus der unmittelbaren Umgebung stammt.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2012 gibt es seit dem 31. August 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

"Versteckte Tiere" in verarbeiteten Lebensmitteln

Schweineschmalz in Brezeln, Scharlach-Schildläuse in Marmelade und Käse mit Lab aus Kalbsmagen – in vielen Lebensmitteln sind tierische Produkte enthalten oder werden vorübergehend bei der Herstellung eingesetzt. Häufig sind diese jedoch nicht sichtbar auf der Verpackung gekennzeichnet. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) fordert eine klare Kennzeichnungsregelung (Hier an der E-Mail Aktion teilnehmen).

In der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung sind im Rahmen allgemeiner Anforderungen an Lebensmittel auch die Vorgaben für eine korrekte Kennzeichnung beschrieben. Alle Angaben müssen den Tatsachen entsprechen und dürfen den Konsument nicht täuschen. Trotzdem sind in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln Zutaten tierischen Ursprungs enthalten, die für den Verbraucher auf den ersten Blick nicht erkennbar auf der Verpackung gekennzeichnet sind.
Auch die Stoffe, die vorübergehend bei der Herstellung eines Lebensmittels eingesetzt und anschließend wieder entfernt werden, werden nicht deklariert. Für einige Getränke wie Bier, Wein und Fruchtsäfte können beispielsweise Klärungsmittel zum Einsatz kommen. Wird dafür Hühnereiweiß verwendet, so muss dieses als allergene Zutat im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden. Gelatine, aus Rinder- und Schweineknochen, muss dagegen nicht genannt werden.
Zudem sind die Begriffe „vegetarisch“ und „vegan“ rechtlich bisher nicht genau definiert. „Ohne eine genaue Definitionen kommt es immer wieder zu Fehldeklarationen“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch. Um Transparenz und Entscheidungsfreiheit für den Verbraucher zu schaffen, ruft der VEBU gemeinsam mit foodwatch die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zu einer gesetzlichen Klarstellung auf.

1. Wo Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs eingesetzt werden, muss dies deutlich erkennbar sein. Das gilt auch für tierische Bestandteile in Aromen, Zusatzstoffen und technischen Hilfsstoffen, die während des Produktionsprozesses zum Einsatz kommen. Ebenso wie bei allergenen Stoffen bereits vorgeschrieben, soll die Kennzeichnung für jegliche Stoffe tierischen Ursprungs vorgeschrieben sein. Wer aus gesundheitlichen, ethischen oder religiösen Gründen teilweise oder vollständig auf Produkte tierischen Ursprungs verzichten möchte, muss die Möglichkeit haben, diese auf der Verpackung erkennen zu können.

2. Die Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ müssen rechtlich definiert werden. Die im Rahmen der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung vorgeschlagenen Definitionen sollten hierbei als Grundlage dienen. Die Bundesregierung soll sich dafür einsetzen, dass die vom Europaparlament bereits bestätigten Definitionen auch von der EU-Kommission und vom Rat der EU in die endgültige Fassung der Lebensmittelinformationsverordnung aufgenommen und auf nationaler Ebene schnellstmöglich umgesetzt werden. Diese Definitionen sind auch im Einklang mit den Empfehlungen des Vegetarierbundes und der European Vegetarian Union mit ihren europaweit 45 Mitgliedsorganisationen.

ÖKO-TEST: Spaghetti

In manchen Spaghetti-Marken steckt zu viel Schimmelpilzgift, nicht deklariertes Hühnereiprotein,
das Allergikern zu schaffen machen kann, oder Mineralöl. Das ist das Resümee, das das
Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aus der Untersuchung von 25 Spaghetti-Marken zieht.
Ein Schwerpunkt der Laboranalysen waren Gifte von Schimmelpilzen, die das Getreide schon
auf dem Feld befallen und sich bei feuchter Witterung vermehrt bilden. In drei Produkten wurden
die Tester fündig. Wer eine 125-Gramm-Portion dieser belasteten Nudeln verzehrt, nimmt
bereits mehr als die Hälfte der von Fachleuten tolerierten Tagesdosis des Schimmelpilzgiftes
auf.

In einer weiteren Spaghetti-Marke wurde Mineralöl gefunden. Das stammt wahrscheinlich aus
der Kartonverpackung. In Tierstudien zeigte sich, dass sich Mineralöle im Körper ablagern und
Schäden an Leber, Lymphknoten und Herzklappen verursachen.

Kritisch für Menschen mit Hühnereiallergie ist zudem, dass in zehn Spaghettimarken Spuren von
Hühnereiklarprotein nachzuweisen waren, ohne dass auf der Verpackung darauf hingewiesen
wurde. Noch problematischer ist es, wenn Spaghetti als eifrei beworben werden, in Wirklichkeit
aber Ei-Allergene enthalten. Das war bei zwei Produkten der Fall.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2012 gibt es seit dem 27. Juli 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Augen auf beim Eiskauf!

Knapp acht Liter Eis schmelzen pro Jahr auf der Zunge jedes Bundesbürgers, vor allem im Sommer. Bevorzugt wird dabei industriell hergestelltes Speiseeis. Wer ein Eis mit einem hohen Milch- oder Fruchtanteil genießen möchte, sollte genau auf die Verpackung schauen oder bei losem Eis den Verkäufer fragen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Sorten, Zutaten und bewussten Eisgenuss.

Bei abgepacktem Eis am Stiel, im Becher oder in größeren Haushaltspackungen bekommen Verbraucher viele nützliche Informationen. „Sie erfahren, welche Zutaten eingesetzt wurden, ob der Geschmack aus natürlichen Aromen stammt und meistens auch, wie viele Kalorien eine Portion hat“, so Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Wer Wert auf ein Eis legt, das neben Milch oder Sahne ausschließlich Milchfett wie Butter enthält, sollte sich an den folgenden gängigen Eissorten orientieren: Eiskrem, Fruchteiskrem, Milcheis oder Rahm- bzw. Sahneeis. Die Bezeichnungen sind auf der Verpackung angegeben. „Dagegen dürfen alle Sorten mit der allgemeinen Bezeichnung „Eis“ auch Pflanzenfette statt Milchfett, weniger Milchfett oder eine Mischung der beiden Fettarten enthalten“, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin. Überwiegend wird Kokosfett verwendet.

Soll das Eis möglichst viel Frucht enthalten, sind ein Sorbet oder ein Fruchteis vorzuziehen. Ein „Himbeersorbet“ muss einen Fruchtanteil von mindestens 25 Prozent, ein „Himbeereis“ einen Fruchtanteil von mindestens 20 Prozent aufweisen. Werden weniger Früchte zugegeben und durch Aromen ersetzt, ist das an der Bezeichnung „Eis mit Himbeergeschmack“ zu erkennen. Beim allseits beliebten Vanilleeis lässt die Bezeichnung ebenfalls Rückschlüsse zu, woher der Vanillegeschmack stammt: Ein „Vanilleeis“ enthält Vanilleextrakt oder natürliches Vanillearoma. Ein „Eis mit Vanillegeschmack“ dagegen kann Aroma oder natürliches Aroma enthalten. Bei der Kennzeichnung wird nicht mehr zwischen künstlichen und naturidentischen Aromastoffen unterschieden.

Eis sollte in Maßen und mit kühlem Kopf genossen werden. Je nach Sorte sind ein bis zwei Kugeln Eis (etwa 75 bis 150 g) am Tag kalorienmäßig durchaus vertretbar. „Wählen Sie Eiskrem oder Milcheis statt Sahneeis. Noch günstiger, weil fettärmer bzw. nahezu fettfrei sind Fruchteis, Sorbets oder Wassereis“ empfiehlt Alexandra Borchard-Becker. Eine Menge überflüssiger Energie steckt in Schokoladen-Überzügen und Soßen, Sahnehauben und Streuseln. Auf sie zu verzichten, tut dem Eisgenuss keinen Abbruch. Eine gesunde, erfrischende Eis-Garnitur sind Obst und Joghurt. Große Eisbecher und Riesenportionen als Nachtisch sollten ohnehin die Ausnahme bleiben.

ÖKO-TEST: Ohrstöpsel

Zwar kommen die meisten Ohrstöpsel ohne problematische Inhaltsstoffe aus, aber viele schirmen weniger stark vor Lärm ab, als die Hersteller versprechen. Auch ist nicht jedes Modell angenehm zu tragen. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das verschiedene Silikon-, Wachs- und Schaumstoffmodelle genau unter die Lupe genommen hat.
Die Dämmwirkung von Ohrstöpseln wird mithilfe des SNR-Wertes in Zahlen gefasst. Er bezeichnet die mittlere Dämmung, die der Stöpsel in allen Frequenzen leisten kann. Die Praxisuntersuchung von ÖKO-TEST zeigt jedoch, dass viele Hersteller hier ihre vollmundigen Versprechen nicht halten können. Denn einige Modelle schwächen den Lärm nicht so ab, wie sie auf der Verpackung deklarieren – auch weil die Stöpsel in der Praxis häufig falsch eingesetzt werden. ÖKO-TEST wollte deshalb auch wissen, welche Produkte sich am einfachsten einsetzen lassen. Hier haben vor allem die fertig geformten Lamellen- sowie die Silikonmodelle gepunktet.

Zwar kommen die meisten Modelle ohne Schadstoffe aus, doch in zwei Produkten fand das Labor hohe Mengen an giftigen zinnorganischen Verbindungen, die unter anderem als fortpflanzungsgefährdend gelten.
Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2012 gibt es seit dem 27. April 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Wissen Sie wieviel Milch gesund ist?

Der Expertentipp im Mai klärt auf, welche Menge an Milchprodukten pro Tag zu einer ausgewogenen Ernährung beiträgt.

Der Expertentipp im Mai – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch
Katharina Rau, Ernährungswissenschaftlerin der LVBM zu der Frage: Wie viel Milch braucht ein Mensch am Tag, um sich ausgewogen zu ernähren?

Milch und Milchprodukte enthalten hochwertiges Eiweiß, gut verwertbare Kohlenhydrate, leicht verdauliches Fett sowie zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine. Besonders reich sind sie an den Vitaminen der B-Gruppe (B2, B12), die am Stoffwechsel von Fett, Einweiß und Kohlenhydraten beteiligt sind und das Nervensystem, die Immunabwehr und die Blutbildung positiv beeinflussen. Vitamin B12 ist zudem wichtig für Zellteilung und Wachstum. Außerdem sind Milchprodukte ein Lieferant von lebenswichtigen Mineralstoffen. Besonders herausragend ist ihr hoher Calcium-Gehalt – dem wichtigsten Baustein unserer Knochen und Zähne.

Jeder, ob groß oder klein, sollte daher täglich drei Portionen Milchprodukte zu sich nehmen! Bereits ein Glas Milch (200 ml), ein Becher Joghurt (200 g) und zwei Scheiben Hartkäse (60 g) über den Tag verteilt decken den Tagesbedarf an Calcium. Neben der Milch selbst bieten sich als weitere Lebensmittel Joghurt, Kefir, Buttermilch, Quark oder Käse an. Die Milch kann natürlich auch in einem leckeren Rezept verarbeitet sein. Auf www.milchland-bayern.de findet man zahlreiche Anregungen für das Kochen mit Milchprodukten.

Kleiner Tipp: Wer sich beim Kauf von Milchprodukten bewusst für ein regionales Produkt entscheiden möchte, sollte sich das Identitätskennzeichen auf der Verpackung anschauen. Qualitativ hochwertige Produkte, die beispielsweise in der Region Bayern hergestellt und verarbeitet oder verpackt wurden, erkennt man dabei an dem Zeichen „BY“ innerhalb der Ellipse.

Veranstaltungshinweis: 55. Internationaler Tag der Milch
Am 1. Juni findet der 55. Internationale Tag der Milch statt. Das Milchland Bayern feiert den Tag dieses Jahr in Wasserburg am Inn in Verbindung mit den 125-jährigen Firmenjubiläen der Molkereien Bauer und Meggle. Neben Informationen rund um die Milch und einem bunten Showprogramm in der Wasserburger Innenstadt gibt es auch allerlei zum Probieren, zum Beispiel einen Milchdrink an der Milchbar.