Besser nordische Diät oder Mittelmeerkost?

Sich mediterran zu ernähren, könnte sich auch für die deutsche Bevölkerung lohnen, wie diese Studie deutscher Forscher zeigte: wer sich mediterran ernährte, erkrankte seltener an Typ-2-Diabetes. Frauen, die sich mediterran ernährten, erlitten außerdem seltener einen Herzinfarkt. Auch die nordische Diät könnte Herz und Gefäße schützen – hier bleibt abzuwarten, was die weitere Forschung bringt.

Studien zu dem gesundheitlichen Mehrwert von Mittelmeerkost gibt es in Hülle und Fülle. In den letzten Jahren hat die beliebte Mittelmeerkost, auch mediterrane Diät genannt, aber Konkurrenz aus Skandinavien bekommen: die nordische Diät. Die nordische Diät enthält viel von dem, was üblicherweise in Skandinavien verzehrt wird, also Fisch, Beeren, Äpfel, Birnen, Kohlgemüse, Wurzelgemüse, Kartoffeln und z. B. Vollkorngetreide. Auch die mediterrane Ernährung ist reich an Fisch, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Besonderes Merkmal der Mittelmeerkost ist zudem der große Anteil von Olivenöl. Nüsse und moderate Alkoholmengen sind außerdem Teil der mediterranen Ernährung.

Gesunde Diät: Obst Sri Lanka Colombo

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Länger leben mit spermidinreiche Ernährung

Neue Studie: Spermidinreiche Ernährung hält den Menschen länger jung

  • Erste umfangreiche epidemiologische Daten zu günstigen Effekten von Spermidin beim Menschen
  • Positive Wirkung ab 80 Mikromol Spermidin pro Tag
  • Überzeugender Zusammenhang von Ernährung und Altern

Wer mit der Nahrung viel Spermidin zu sich nimmt, verlängert damit möglicherweise seine gesunde Lebensspanne. Diese erfreuliche Erkenntnis bestätigt ein großes internationales Forscherteam im Rahmen des Tiroler K-Projekts VASCage (COMET, FFG), in dem unter anderem untersucht wird, inwieweit Nahrungsbestandteile in der Lage sind, systemisch Einfluss auf Entzündungs- und Alterungsprozesse zu nehmen. Die Ergebnisse der neuen Studie, die unter der Federführung der Medizin Uni Innsbruck und gemeinsam mit der Universität Innsbruck und dem Krankenhaus Bruneck sowie mit Forschern in Graz, London und Paris entstanden sind, wurden soeben im American Journal of Clinical Nutrition (AJCN) veröffentlicht.

Spermidienreiche Ernährung: Cheddarkäse, Nüsse, Äpfel, Birnen und Vollkornbrot sind reich an Spermidin.

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Auf den Geschmack (ge)kommen

In der kulinarischen Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns spielen Hofläden und Hofcafés eine bedeutende Rolle. Denn besser und frischer kann man viele Nahrungsmittel und Produkte kaum bekommen

Preisfrage: Was ist ein „Rehnaer Klosterknopf“ und wer eine „Dicke Liese“? Welche Rolle spielen der „Blaue Künstler“ und die mit Mustern bemalte „Lilie?“ Was hat es mit der „Pyramide in Holzasche“ auf sich, und wer steckt hinter dem mysteriösen „Meck Prom“? Die Antwort ist simpel: Alle diese Schätzchen sind Käse. Mal hart, mal weich, mal mild, mal würzig, mal mit Kräutern veredelt, mal mit Asche bestäubt. Sechs von einem Dutzend toller Sorten, die Ute Rohrbeck im Käsereikeller ihres Gutshauses in Rögnitz herstellt – aus Ziegenmilch.

Foto: E. Eichler

Wer solchen Käse machen kann,
hat gut lachen. Ute Rohrbeck mit
einer ihrer Spezialitäten,

„Kunst und Käse“ nennt sie ihren Laden, dem man ansieht, dass sie im früheren Leben mal Theatermalerin und Filmausstatterin war. Hier am Schaalsee, hart an der Grenze zu Schleswig-Holstein, verarbeitet sie jede Woche fast 2.000 Liter Rohmilch in Bio-Qualität. Diese bezieht sie von 100 Thüringer Wald- und Schweizer Gebirgsziegen, die ein paar verträumte Weiler weiter weiden. Ihre eigenen Schwarzhals- und Girgentana-Ziegen im Gatter dienen eher als niedliche Köder – sie stimmen allerliebst ein auf die Verlockungen im Käseparadies.

Gleich um die Ecke in Kneese hat sich der Hamburger Obstbauer Jochen Schwarz seinen Traum vom Landleben erfüllt. Mit großer Streuobstwiese und kleiner Mosterei, in der er sortenreinen und naturtrüben Saft presst. Vorzugsweise aus den eigenen Äpfeln, die an 180 Bäumen prächtig gedeihen. Darunter diverse alte Sorten wie Juwel von Kirchwerder, Biesterfelder Renette oder Seestermüher Zitronenapfel. Auch ihm rennen die Kunden die Bude ein; und ganz nebenbei lernt man von Schwarz einiges über Obstsorten als lebendiges Kulturerbe sowie Rolle und Bedeutung von Streuobstwiesen als Biotop.

Sanddorntorte und Räucherfisch, Lammfleisch und Wollwaren, Bio-Milchprodukte und Edelliköre, Fruchtaufstriche und Chutneys, Eierlikör und Wildblütenhonig – all das und noch vieles mehr bekommt man rund um Norddeutschlands tiefsten See im Umkreis von wenigen Kilometern. Und nicht nur hier. Ganz Mecklenburg-Vorpommern hat sich längst einen ausgezeichneten Ruf erworben – als Garant für erstklassige regionale Produkte. Was hier auf Tafeln und Tischen landet, kommt fast ausschließlich aus Meer, Seen und Wäldern, von Feldern, Wiesen und Weiden im Land – in bester Qualität.

Zu einer ganz und gar eigenständigen Qualitätsmarke haben sich dabei Hofläden und Hofcafés gemausert. Zwischen Ostsee und Seenplatte beglücken über 250 Betriebe begeisterte Besucher mit regionalen und saisonalen Köstlichkeiten von der eigenen Scholle. Und nicht nur das: „Wir singen unsere Schweine quasi in den letzten Schlaf – damit keinerlei Stresshormone das Aroma verhunzen“, sagt Kerstin Tornow, die in Varchentin einen Hofladen mit hauseigener Landschlachterei führt.

Sie ist zutiefst davon überzeugt, dass Tiere nicht nur eine artgerechte Haltung und ein glückliches Leben verdient haben, sondern das man dieses Glück auch schmeckt: in Wurst und Fleisch, in Milch und Käse, in Geflügel und Eiern. Da Tornows außerdem jagen, enden auch Reh, Damwild und Wildschwein als Braten und Wurst in Laden und Restauration. Vertilgt auf Landbrot und runtergespült mit Neubrandenburger Schwarzbier unterm mächtigen Walnussbaum im Hof – idyllischer geht es kaum.

Überhaupt: Was kann es Schöneres geben, als nach einem Wald- oder Strandspaziergang, einer Radtour oder einer Kutschfahrt dort einzukehren, wo etwa frisch gebackener Erdbeerkuchen aus dem 300 Jahre alten Holzofen auf den Café-Tisch kommt. Wo man anschließend im Hofladen Schmalz und Speck kaufen kann, Eier von glücklichen Hühnern oder Milch von Kuh Berta, die nebenan im Stall obendrein geduldig für die Kinder posiert. Und wo die Bäuerin freundlich erklärt, warum ihr Brot so lange haltbar ist – ganz ohne Konservierungsmittel.

Ob Urlauber oder Einheimischer – wer Wert auf regionale Produkte legt, landestypische Spezialitäten nach Hause nehmen oder hinter die Kulissen landwirtschaftlicher Betriebes schauen will, wird im Faltblatt „Hofläden und Hofcafés“ fündig. Die Karte inklusive Broschüre listet über 100 Betriebe auf und weist dabei den Weg nicht nur zu Hofläden und Hofcafés, sondern auch zu Fischereien, Mostereien, Imkereien und vielen anderen regionalen Spezialitäten und Leckereien: Marzipan aus Stralsund, Obstbrände aus Schwechow, Kachelfleisch und Schokolade aus Rostock, Wildsalz aus Trinwillershagen, Senf aus Schlemmin, Mehl und Öl in der „Ostseemühle“ Langenhanshagen, Frischkorn-Waffeln auf Usedom und, und, und.

Als zweite große Gruppe in Karte und Broschüre sind Läden aufgeführt, die Kunst- und Keramikprodukte anbieten, Naturkosmetik, Seifen, Wollen, Pflanzen, Blumen etc. Für ländliches Urlaubsfeeling stehen darüber hinaus Ferien-, Gast-, Guts- und Ökohöfe sowie Farmen und Landhotels. Und nicht zuletzt kann man sich in Agrarbetrieben über die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse informieren. Zum Beispiel bei der Peeneland Agrar GmbH in Zarnitz, wo in vier besonders tierfreundlichen Zeltkuppelställen über 1.000 Milchkühe stehen, die rund um die Uhr live zu sehen sind – per Kuh-TV.

Info:
Die vom Fachverband Landurlaub herausgegeben Karte „Hofläden und Hofcafés in Mecklenburg-Vorpommern“ kann unter www.auf-nach-mv.de/prospekte heruntergeladen oder kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern bestellt werden.

www.auf-nach-mv.de/landurlaub

 

 

Christian Lange

Das Best Western Hotel Der Lindenhof in Gotha hat seit Oktober einen neuen Küchenchef: Christian Lange folgt auf Peter Kienzle, der in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Lange, der nach seiner Ausbildung erste Erfahrungen in England machte, kehrte anschließend in seine Heimatstadt Erfurt zurück und kochte im Ramada Hotel, dem Palais Wachsberg sowie zuletzt in dem mit einem Stern des Guide Michelin ausgezeichneten Restaurant Clara im Kaisersaal Erfurt. Im Gothaer Vier-Sterne-Hotel holte er sich nun noch Stephan Rudolph als Souschef an seine Seite.

Die neue Speisekarte des Best Western Hotel Der Lindenhof lässt bereits die Handschrift des amtierenden Küchenchefs erkennen. Klassiker wie gebratene Rotwurstscheiben an Kartoffelmousseline, Apfel-Mango-Chutney und Kalbsjus oder Sous-Vide-Welsfilet an Risoleekartoffeln und Weißweinschaum finden hier Platz. „Wir wollen eine leichte Küche anbieten mit Produkten aus unserer Region“, so Lange. Dabei achtet der 28-Jährige nicht nur auf die Herkunft der Produkte, sondern auch auf deren Verarbeitung. „Wir kochen alles frisch. Deshalb werden jetzt auch neue Lieferanten aus der Region angesprochen.“ Der Kuchen, den die Gäste des Hotels verkosten können, kommt vom Caféhaus Spiegler aus Gospiteroda und die Thüringer Wurst stammt aus Aschara. „Uns ist es wichtig, einen Bezug zu den lokalen Händlern zu haben und Hand in Hand zu arbeiten“, so Küchenchef Lange.

Gastronomiewettbewerb 2016: "So schmeckt die Südpfalz"

 Diesmal dreht sich an der Südlichen Weinstraße alles um den Apfel –

Die Südpfalz ist nicht nur für ihr mediterranes Klima und die hervorragenden Weine bekannt, sie hat auch eine kreative Gastronomieszene zu bieten. Genau aus diesem Grund rief die Genießer-Region im vergangenen Jahr den Gastronomie-Wettbewerb „So schmeckt die Südpfalz“ ins Leben, der jährlich ein regionales und saisonales Erzeugnis in den Fokus des Interesses rückt und dabei die Vernetzung der besten Gastronomen und Erzeuger mit ihren regionalen und saisonalen Produkten präsentiert. Bei der Erstausgabe stand die Tomate im Fokus des Interesses, im September und Oktober 2016 dreht sich alles um die Paradiesfrucht, den Apfel.

Das Thema: Der Apfel

Beim diesjährigen Gastronomie-Wettbewerb lautet die Aufgabe, das Produkt Apfel so kreativ wie möglich im Rahmen eines Drei-Gänge-Menüs zu präsentieren. Ein Beispiel: Rieslingschaumsüppchen mit Apfelblutwurstravioli als Vorspeise, im Hauptgang Elstar-Apfel an Petersilien-Vinaigrette mit Zunge vom jüngsten Kalb und Filet im Apfel-Tramezzini-Mantel und als Dessert karamellisierte Salzdampfnudel mit Rahmeis vom Gravensteiner Apfelbrand.

Das Ziel

Der Wettbewerb, ausgerichtet von den Tourismusvereinen der Landkreise Germersheim e.V. und Südliche Weinstraße e.V. sowie der Stadt Landau, soll den teilnehmenden Gasthäusern und Restaurants der Südlichen Weinstraße eine Plattform bieten, ihr Können zu demonstrieren, und die Innovationslust, Gastfreundschaft und Authentizität der Region hervorheben. Die Gäste sollen außerdem ein Bewusstsein für die Regionalität und Saisonalität der Produkte mitnehmen.

Der Ablauf

Aus allen Bewerbern hat eine Jury 20 Finalisten nominiert. Während des Wettbewerbszeitraums bieten die Teilnehmer ein Drei-Gänge-Menü zum Thema Apfel an, das nicht nur von der Fachjury bewertet wird, sondern auch von allen Gästen, die in den Genuss des Menüs kommen. Anschließend werden drei Sieger gekürt: der Sieger der Fachjury, der Sieger des Publikumspreises und einen Preis für den Geheimtipp des Wettbewerbs. Jeder Gast hat die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und attraktive Preise zu gewinnen.

Das Buch zum Wettbewerb: Reihe „Südpfalzküche“

Im Rahmen des Wettbewerbs „So schmeckt die Südpfalz“ gibt der Knecht-Verlag in Landau die Buchreihe „Südpfalzküche“ heraus, die sich jedes Jahr mit dem aktuellen Protagonisten des Gastronomiewettbewerbs befasst und in einer Kooperation von Südpfalz-Tourismus, Südlicher Weinstraße und dem Fotografen Christian Ernst entsteht. Das Buch über die Tomate befasst sich mit der Küchenkultur, der Landschaft und den Menschen, die sich nicht nur ihrer Region sondern auch der Tomate verschrieben haben. Erhältlich ist das Buch im Handel, beim Knecht-Verlag Landau, bei den Tourismusbüros der Südlichen Weinstraße, beim Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V. sowie beim Südpfalz-Tourismus Stadt Germersheim e.V. im Tourismusbüro Weißenburger Tor. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.suedpfalz-tourismus.de/so-schmeckt-die-suedpfalz/buchreihe-suedpfalzkueche/die-tomate.

Die Nominierten des Jahres 2016 sind:

Schlosshotel Bergzaberner Hof, Bad Bergzabern – www.bergzaberner-hof.de
Weinhaus Schneiderfritz, Billigheim-Ingenheim – www.schneiderfritz.de
Restaurant St. Annaberg, Burrweiler – www.sankt-annagut.com
Esszimmer im Ritterhof, Burrweiler – www.esszimmer-ritterhof.de
Klosterstübel, Eußerthal – www.eusserthalerklosterstuebl.de
Gaststätte Rhenania, Germersheim – www.rhenania-germ.de
Restaurant Bärenklause, Herxheim – www.baerenklause-herxheim.de
Kapeller Hopfestubb, Kapellen-Drusweiler – www.hopfestubb.com
Waldhaus Knittelsheimer Mühle, Knittelsheim – www.knittelsheimer-muehle.de
Hotel Kurpfalz, Landau – www.kurpfalzhotel-landau.de
Parkhotel, Landau – www.parkhotel-landau.de
Gasthaus Schunck, Leinsweiler – www.weingut-schunck.de
Dorfchronik, Maikammer – www.restaurant-dorfchronik.de
Restaurant Krone, Neupotz – www.zurkroneneupotz.de
Restaurant Lamm, Neupotz – www.gasthof-lamm-neupotz.de
Weinrestaurant Fritz Walter, Niederhorbach – www.fritz-walter.de
Landhotel Hauer, Pleisweiler-Oberhofen – www.landhotel-hauer.de
Kronprinz, Weyher – www.kronprinz-weyher.de
Weinstube Fassreiwerle, Winden – fassreiwerle.bitzel.com

Mehr Informationen unter www.suedlicheweinstrasse.de

Statt teurem "Superfood" tut’s auch ein Apfel

Wundermittel im Supermarkt? – Was „Superfood“ verspricht – und hält

Schlank, schön und gesund sollen sie machen – das versprechen sogenannte „Superfoods“ wie Goji-Beeren, Chia-Samen oder die Acai-Beere. Aber bedeutend mehr Nährstoffe und Vitamine als bekanntes Obst und Gemüse weisen sie meist nicht auf, berichtet das Tablet-Magazin „Apotheken Umschau elixier“.

Wissenschaftlich belegt sind die Effekte nicht. „Superfoods“ sind damit genauso gesund wie die gute alte Karotte. Zudem hat der Verzehr der Trend-Produkte häufig einen bedenklichen Nebeneffekt: „Viele Menschen glauben, sie könnten sich so ungesund ernähren, wie sie wollen, und das dann mit teuren, sogenannten Wundermahlzeiten ausgleichen“, sagt der Lebensmittelchemiker Volker Böhm von der Universität Jena. Doch das ist ein Trugschluss. Statt teurem „Superfood“ tut’s auch ein Apfel. Und der ist auch noch deutlich günstiger.

Topinambur

Topinambur – die Kartoffel der Indianer

Topinambur ist ein kartoffelähnliches Wurzelgemüse mit einem nussigen Aroma. Die edle Knolle schmeckt roh und geraspelt in einem winterlichen Salat mit Fenchel und grünem Apfel. Mit einem Schuss Zitronensaft wird sie an der Luft nicht braun. Erst durch das Garen entsteht der fein-süßliche Geschmack, der in Suppen, Soßen und Pürees besonders gut zur Geltung kommt. Für eine köstliche Suppe werden die Knollen mit Knoblauch und Schalotten angeschwitzt, mit Weißwein abgelöscht und Gemüsefond aufgefüllt. Die Wurzeln vorsichtig weich garen, Sahne zugeben, fein pürieren und mit Koriandersamen würzen. Die Topinambur lässt sich auch gut im Wok anbraten oder wie Kartoffeln kochen und als Beilage zu Fleisch und Fisch servieren.
Vor der Zubereitung muss die Knolle sorgfältig unter fließendem Wasser gereinigt und mit einer Gemüsebürste von Erde befreit werden. Die Schale ist essbar, wird aber häufig entfernt.

Topinambur ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und enthält daher nur 31 kcal pro 100 g. Dennoch ist sie durch den hohen Ballaststoffgehalt (12 g) sehr sättigend. Der enthaltene Ballaststoff Inulin ist für Diabetiker gut geeignet, da er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Weitere positive Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium (480 mg) und Eisen (3,7 mg).

Topinambur ( Helianthus tuberosus ) ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude aus der Familie der Korbblüter und mit der Sonnenblume verwandt. Sie bildet unterirdisch kartoffelgroße Knollen mit einer bräunlich-violetten Schale und cremefarbenem Fleisch, die optisch an Ingwer erinnern. Das Wurzelgemüse ist nach einem indigenen Volk Nordamerikas benannt. Im 17. Jahrhundert kam die Knolle mit den Seefahrern nach Europa und wurde als Gemüse und Viehfutter verwendet, bis die Kartoffel sie verdrängte.

Topinambur ist in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt erhältlich, lässt sich aber auch problemlos im eigenen Garten anbauen. Nur feste Knollen mit einer unversehrten, glänzenden Schale gehören in den Einkaufskorb. Sie sind leicht verderblich und sollten daher rasch verarbeitet werden. Im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Martina & Moritz informieren

Hallo liebe Freundinnen und Freunde des Apfelguts und Leser des Gourmet Reports,

Am 17. September dreht sich alles um den Apfel: Bei Feinkost Käfer stellen wir unsere Apfelprodukte vor, den erfrischenden POMME-PURE – „prickelnder Apfel alkoholfrei“, den harmonischen POMME-CIDRE, den Perlwein POMME-SECCO und den Apfelbrand POMME-DE-VIE. Und zwar im Rahmen eines von uns ausgearbeiteten und von den Köchen des Hauses zubereiteten Menüs, denn wir sind der Meinung, dass die Möglichkeiten unserer Apfelprodukte als Speisenbegleiter noch lange nicht ausreichend erkannt sind.

Wir kommentieren zwischen den Gängen unsere Produkte, erzählen von unserer Arbeit auf dem Apfelgut und für das Fernsehen, plaudern über Genuss und die so unerschöpfliche Verbindung von Speisen und Getränken. Vor allem erklären wir, wie der „Prickelnde Apfel alkoholfrei“ POMME-PURE entsteht, der ja nicht – wie üblicher Apfelsaft – pasteurisiert wird, sondern roh bleibt, also nach dem frischen Apfel schmeckt. Wir probieren die beiden höchst unterschiedlichen Sorten Cox Orange und Glockenapfel.

Dabei stellen wir erstmalig POMME-PURE in der Piccolo-Flasche vor: Die perfekte Größe für die kleine, aber exquisite Erfrischung zwischendurch, die immer den vollen Prickelgenuss garantiert. Praktisch auch für die Gastronomie, denn es kann keine Reste geben.

Verbringen Sie mit uns einen fröhlichen, gleichzeitig genussvollen und informativen Abend! Reservierung über: reservierung@feinkost-kaefer.de, Telefon 089 4168-230

Location:
Bistro im Käfer Feinkostladen
Prinzregentenstraße 73
81675 München

49,00 € (inklusive Getränke)
Vorauskasse: Nach Zahlungseingang erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen schönen Herbst,
Ihre/Eure Martina & Moritz
– und das gesamte Team des Apfelguts!

Wennerstorfer Apfeltag

Apfelbäume, Apfelsaft, Apfelmus! Am Sonntag, dem 18. Oktober, von 11 bis 18 Uhr, dreht sich auf dem Museumsbauernhof alles um verschiedene Apfelsorten und Apfelprodukte. Der Apfeltag ist traditionell der Saisonhöhepunkt in Wennerstorf. Die Besucher lernen verschiedene Apfelsorten kennen und können eigene Äpfel zur Bestimmung mitbringen. Musik und Unterhaltungsprogramm laden zum Schlendern ein, der Markt bietet Produkte für Apfel-Freunde an. Der Eintritt beträgt 3 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

Welche Äpfel wachsen bei uns und wie unterscheiden Kenner sie voneinander? Der bekannte Pomologe Eckard Brandt bringt verschiedenste Apfelsorten zur Anschauung mit und erklärt dem Publikum die Unterschiede. Der Pomologenverein e.V. bestimmt die mitgebrachten Apfelsorten der Besucher. Hierzu bringen Interessierte bitte 3-5 gesunde Äpfel mit. Im Sinnesparcours heißt es Apfelsorten erschnuppern und erschmecken. Außerdem kochen die Besucher sortenreines Apfelmus und pressen gemeinsam mit der Museumspädagogin Apfelsaft.

Beim Apfeltag herrscht lebhafte Stimmung: „Her Könnig“ singt Melodien der 20er, 30er und 40er Jahre und der jonglierende Gärtner „Emil Zwiebel“ unterhält kleine und große Gäste mit seinen Kunststücken. Auf dem Markt bieten über 40 Händler ein vielfältiges Angebot rund um die Lieblingsfrucht der Deutschen an: Baumschulen präsentieren verschiedene Apfelbäume und weitere Obstsorten, daneben finden Besucher verschiedenste Lebensmittel und Kunsthandwerk. Über das bunte Markttreiben zieht der Duft von gegrillten Steakes in Bioland-Qualität, kräftiger Gemüsesuppe und frische gebackenen Brezeln. Im Garten von Elieses Hofcafé finden Besucher Einkehr vom Trubel und stärken sich bei selbst gebackenen Kuchen und Torten.

Der Museumsbauernhof Wennerstorf vereint Bauernhoferlebnisse zum Anfassen mit Museumsarbeit, ökologischer Landwirtschaft und integrativer Behindertenarbeit. Im Hökerladen können Besucher die Bio-Produkte des Bauernhofes erwerben.

www.kiekeberg-museum.de

Apfel

Warum am Apfel nicht immer alles eine runde Sache ist …

10 Mythen rund um das beliebteste Obst der Deutschen

Der Apfel ist mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 20 Kilogramm das beliebteste Obst der Deutschen. Doch um das Lieblingsobst ranken sich auch eine Reihe von Mythen, über die sich schon viele Menschen den Kopf zerbrochen haben. Was stimmt nun und was nicht? Cornelia Poletto, Botschafterin des Südtiroler Apfels g.g.A. stellt die 10 verbreitetsten Mythen rund um das Thema Apfel auf den Prüfstand.

Mythos 1: Nur saure Äpfel eigenen sich zum Kochen oder Backen.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Apfelsorten. Oft heißt es, zum Kochen und Backen eignen sich nur saure Äpfel. Welche Art Apfel ist die passende für welche Art Rezept?

Cornelia Poletto: Äpfel werden generell in Tafel- und Kochobst eingeteilt. „Golden Delicious“ und „Gala“ eignen sich zum Beispiel wunderbar für den Rohverzehr. „Granny Smith“ und „Braeburn“ verwende ich dagegen eher zum Kochen und Backen. Das Besondere an Kochäpfeln ist, dass sie erst beim Verarbeiten ihr ganzes Aroma entfalten. Roh sind sie eher sauer. Diese Säure kann man sich sehr gut bei Desserts zunutze machen, zum Beispiel bei einem Südtiroler Apfel-Zimt-Törtchen mit Karamelleis. Dieses Dessert ist zur Zeit mein absoluter Favorit. Doch nicht nur Kochäpfel, sondern auch Tafeläpfel eignen sich für die Küche, denn sie verleihen mit ihrem süßlichen Aroma zum Beispiel pikanten Saucen einen feinen, fruchtigen Geschmack. Je nach Rezept (und auch Geschmack) sind Äpfel somit universell in der Küche einsetzbar!

Mythos 2: „An apple a day keeps the doctor away.“

Was macht Äpfel so gesund? Und ist an diesem Spruch tatsächlich etwas dran?

Cornelia Poletto: An diesem Spruch ist tatsächlich viel Wahres dran, denn der Apfel ist ein wahres Gesundheitspaket! Er enthält die Vitamine B, C und E, dazu noch Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium und Eisen. Der in Äpfeln enthaltene Ballaststoff Pektin macht übrigens lange satt und fördert die Verdauung. Außerdem besteht das Obst zu 85 Prozent aus Wasser und wirkt so durstlöschend. Ich für meinen Teil esse Äpfel immer mit Schale, denn da stecken die meisten Vitamine drin.

Mythos 3: Äpfel halten zwar im Vergleich zu anderem Obst länger, sind aber auch nach spätestens 4-6 Wochen verdorben .

Der Apfel gilt als frische Vitaminbombe, auch noch tief im Winter und bis ins Frühjahr hinein. Doch dafür muss er erst mal so lange halten. Wie lagert man Äpfel richtig?

Cornelia Poletto: Damit Äpfel besonders lange halten und nicht an Geschmack verlieren, sollten sie kühl und trocken gelagert werden. Am Besten eignen sich als Lagerorte Keller, Kühlschrank oder aber – im Winter – ein abgedeckter Platz im Freien. Was man immer bedenken sollte: Äpfel sind so genannte klimakterische Früchte, was bedeutet, dass sie bei der Lagerung nachreifen. Dabei entsteht Ethylen, ein Stoff der auch andere Früchte schneller reifen lässt. Äpfel sollten daher besser alleine gelagert werden. Ein besonderer Tipp kommt vom Südtiroler Apfel: Um die Lagerzeit zu verlängern, sollte der Apfel in ein luftdichtes Gefäß oder in einen Plastikbeutel im Kühlschrank gepackt werden. Die sauerstoffarme Atmosphäre verlangsamt den Reifungs- und Alterungsprozess und die Äpfel trocknen so nicht aus.

Mythos 4: Runzelige Äpfel sind schlecht und nicht mehr essbar.

Sobald sie nicht mehr ganz glatt und knackig frisch wirken, werden Äpfel oft weggeworfen. Sind schrumpelige Äpfel schlecht?

Cornelia Poletto: Auch wenn sie nicht mehr ganz taufrisch sind, sind Äpfel noch einwandfrei in der Küche verwertbar. Aus ihnen kann man je nach Sorte ganz wunderbar Kompott, Mus, Saft oder ein leckeres Sellerie-Apfelsüppchen zaubern. Für ein schönes Sonntagmorgen-Frühstück können die Äpfel zum Beispiel auch in Ringe geschnitten im Pfannkuchenteig verarbeitet werden. Kann ich nur empfehlen!

Mythos 5: Äpfel helfen beim Ein- und Durchschlafen.

Wir alle kennen das Märchen: Schneewittchen biss in einen Apfel und fiel in einen tiefen Schlaf. Aber mal Spaß beiseite, helfen Äpfel tatsächlich beim Ein- und Durchschlafen?

Cornelia Poletto: Angeblich fördert der Duft eines Apfels neben dem Bett die Entspannung und erleichtert so das Einschlafen. Der Genuss eines Apfels vor dem Schlafengehen oder gar ein warmer Apfelsaft oder Apfeltee soll sogar einen tiefen, festen Schlaf garantieren. Die B-Vitamine wirken zusammen mit Kalium und Phosphor als Nervenstärker und das Pektin im Apfel sorgt während der Nacht für eine gleichmäßige Verteilung des Blutzuckers. Dieses alte Hausmittel muss aber wohl jeder für sich selber testen.

Mythos 6: Die Kerne des Apfels sind giftig, da sie Blausäure enthalten.

Die Meinungen sind gespalten. Die einen warnen vor dem Verzehr von Apfelkernen, da diese angeblich Blausäure enthalten. Die anderen behaupten, nur wer den Apfel komplett mit Schale und Kernhaus isst, nimmt die gesundheitsfördernde Wirkung des Apfels mit. Was stimmt denn nun?

Cornelia Poletto: Die Kerne von Äpfeln und auch die von Aprikosen und Kirschen enthalten Amygdalin. Im Körper wird diese Substanz zu giftiger Blausäure abgebaut. Die Konzentration in den Kernen ist jedoch so gering, dass man sie ohne Bedenken mitessen kann. Wer nur das Fruchtfleisch isst tut sich bereits etwas Gutes. Zumindest die Schale sollte man aber mitessen, da sie viele wertvolle Inhaltsstoffe enthält bzw. diese direkt darunter liegen. Dies gilt zwar grundsätzlich auch für das Kerngehäuse, aber das ist Geschmackssache. Da die Kerne ziemlich bitter schmecken, esse ich persönlich diese erst gar nicht mit.

Mythos 7: Grüne Äpfel sind immer sauer, rote immer süß.

Grüne Äpfel gelten als sauer, rote dagegen als süß. Sind alle grünen Äpfel sauer?

Cornelia Poletto: Äpfel sind immer dann sauer, wenn sie unreif (also „grün“) geerntet werden. Die Farbe hängt aber auch von der Sorte ab. So gibt es zum Beispiel auch eher saure rote Äpfel, wie „Braeburn“, „Elstar“ oder „Topaz“. Süße grüne Apfelsorten gibt es dagegen kaum, da viele Apfelsorten ausgereift meistens nicht mehr grün sind. Auch unter den Südtiroler Apfelsorten gibt es nur wenige, die tatsächlich grün und gleichzeitig reif sind. So zum Beispiel der „Granny Smith“, der wohl der bekannteste grüne Apfel ist. Mein absoluter Favorit unter den sauren Äpfeln ist der „Kanzi“ – sauer, saftig und rote Bäckchen – so schmeckt’s mir persönlich am besten!

Mythos 8: Äpfel erhalten ihre schöne rote Färbung durch die Sonneneinstrahlung.

Ist es wahr, dass der Apfel durch die Sonneneinstrahlung seine schöne rote Färbung erhält?

Cornelia Poletto: Die roten Bäckchen der Äpfel, wie sie z.B. beim Golden Delicious typisch sind, entstehen nicht wie allgemein vermutet durch die Sonneneinstrahlung während des Tages, sondern durch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Daher ist Südtirol mit seinem alpin-mediterranen Klima ein ideales Anbaugebiet für Äpfel. Denn durch die kühlen Nächte und tagsüber besonders warmen Temperaturen, bietet Südtirol perfekte Bedingungen für den Reifeprozess des
Apfels. Allerdings spielt bei der Farbe natürlich auch die Sorte eine Rolle. Die Farbe der Äpfel ist nämlich – ähnlich wie die Hautfarbe der Menschen – genetisch vorbestimmt.

Mythos 9: Die Wachsschicht auf Äpfeln muss vor dem Verzehr entfernt werden.

Äpfel haben oft eine fühlbare Wachsschicht. Muss diese immer vor dem Verzehr entfernt werden?

Cornelia Poletto: Fast alle Apfelsorten, natürlich auch die Südtiroler Äpfel, bilden eine natürliche Wachsschicht – je nach Sorte mehr oder weniger stark ausgeprägt. Dies dient dazu, um sich vor äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel Insekten, zu schützen. Zudem bewahrt die Wachsschicht den Apfel vor dem Austrocknen. Für den Verzehr ist die Wachssicht jedoch völlig unbedenklich: Man kann sie entfernen (durch einfaches Abwaschen mit Wasser), muss man aber nicht.

Mythos 10: Äpfel sind pflückreif, wenn die ersten Äpfel vom Baum fallen.

Viele Menschen haben Apfelbäume im Garten und fragen sich natürlich, wann ist der beste Erntezeitpunkt für die einzelnen Sorten. Stimmt es, dass das erste Herabfallen der Äpfel die perfekte Reife anzeigt?

Cornelia Poletto: Der beste Erntezeitpunkt ist gekommen, sobald sich die Äpfel leicht vom Zweig lösen lassen. Die Frucht muss leicht angehoben und gedreht werden. Wenn sich der Apfel dann löst, ist er reif zur Ernte. Das Herabfallen signalisiert also, dass der Erntezeitpunkt gekommen ist. Um sicherzugehen, schneide ich den Apfel zusätzlich auf und vergewissere mich, ob die Kerne locker im Gehäuse liegen und schon die braune Farbe angenommen haben. Dann ist der Apfel reif und perfekt für den Verzehr geeignet.

www.suedtirolerapfel.com