Die Erdnuss

Wer sich einmal die Mühe macht, das englische „Peanut“
zu übersetzen, ahnt bereits, dass sich diese Pflanze ungern in
Schubladen stecken lässt. Denn die „Erbsennuss“, so die
Übersetzung, ist irgendwie beides. Mit ihrer geschlossenen Hülse hat
sie durchaus etwas mit Nüssen gemeinsam. Andererseits sieht man der
krautigen, bis zu 70 Zentimeter hohen Pflanze mit den zarten
Fiederblättern auf den ersten Blick ihre nahe Verwandtschaft mit der
Erbse an. Und die zählt ja bekanntlich zu den Hülsenfrüchten.

Auch auf dem Acker erweist sich die Erdnuss als Freigeist. Fürs
Blühen nimmt sie sich zwei Monate und mehr Zeit, wobei sie Unmengen
an Blüten bildet, von denen aber nur jede fünfte befruchtet wird.
Dann wird es richtig sonderbar: Nach der Befruchtung biegen sich ihre
Blütenstiele nach unten und wachsen bis zu acht Zentimeter tief in
den Boden. Gut geschützt entwickeln sich die Erdnusssamen hier in den
typischen grob genetzten Hülsen weiter bis zur Reife und machen so
ihrem Namen alle Ehre.

Man nimmt an, dass die Erdnusspflanze ihre Samen damit vor
Steppenbränden schützt. Das mag stimmen, schließlich hat es die
Erdnuss gerne warm und wächst am besten in Regionen, in denen solche
Brände durchaus auftreten können. Allein um zu keimen, braucht sie
stolze 30 bis 34 Grad Celsius. In Sachen Wasser und Boden ist sie
dagegen deutlich genügsamer, was sie in Kombination mit ihrem hohen
Nährwert zu einem sehr beliebten Lebensmittel in vielen tropischen
Gebieten gemacht hat.

Im Gegensatz zu allen anderen Hülsenfrüchten kann man die Erdnuss
auch roh essen, was vor allem in Afrika beliebt ist. Hier hat die
Erdnuss aber auch in anderer Form, geröstet, zu Brei oder Mehl
verarbeitet, den Status eines Grundnahrungsmittels. Und gerade in
roher Form verrät sie ihre Nähe zu den Hülsenfrüchten, denn
frische Erdnüsse schmecken leicht nach Bohnen (nicht nach Erbsen).

Die größten Anbauländer sind jedoch Indien und China. Inder und
Chinesen behalten die Ware aber fast komplett im eigenen Land. Sie
schätzen besonders das Erdnussöl, das bis zu 50 Prozent der
Inhaltsstoffe ausmacht. Erdnussöl hat hier sogar den Status eines
Heilmittels. Im wichtigsten Exportland, den USA, ist sie dagegen für
viele Amerikaner eher eine Art Grundnahrungsmittel. Erdnussbutter darf
hier in keinem Haushalt fehlen. Über deren gesundheitlichen Wert
lässt sich streiten, nicht aber über die wertvollen Inhaltsstoffe
der Erdnuss. Viel Eiweiß (25 Prozent), reichlich Kalium und der
höchste Magnesiumgehalt aller pflanzlichen Lebensmittel macht sie zu
einem durch und durch gesunden Lebensmittel.

Ein echter Wermutstropfen ist jedoch ihr hohes Allergiepotenzial. In
den am meisten betroffenen Ländern USA und Großbritannien reagieren
etwa ein Prozent der Erwachsenen allergisch auf das Eiweiß. Auch in
Deutschland wächst die Zahl der Betroffenen. Schon Mengen im
Mikrogrammbereich genügen, um extrem heftige Reaktionen wie
Übelkeit, Herzrasen oder Atembeschwerden auszulösen. Betroffenen
bleibt nur, Lebensmittel mit Erdnussbestandteilen komplett zu meiden.
Die übrigen 99 Prozent können sich darüber freuen, dass dieser
schräge Typ namens Erdnuss unseren Speiseplan auf so vielfältige
Weise bereichert. Jürgen Beckhoff, www.aid.de

Gutes Fleisch

Back to the roots: Vom Stall bis an die Ladentheke aus einer Hand: „Geht es dem Tier gut, geht es uns gut!“

Transparent in Aufzucht, Schlachtung und Herstellung, und trotzdem bezahlbar – klingt nach unvereinbarem Widerspruch. Tier- und Umweltschützer hätten es gern, aber Verbraucher wollen billig einkaufen und Unternehmen wirtschaftlich bleiben. Die Schwarzwälder Metzgerei Reichenbach in Glottertal hat dennoch einen Weg gefunden, all diese Punkte zu vereinen – und zwar durch die Bündelung der Wertschöpfungskette in einer Hand und Ergänzung des „traditionellen Handwerks“ mit moderner Technik.

Der Betrieb unterhält ca. 900 Rinder und 1.000 Schweine – alle artgerecht gehalten und mit hofeigenen Futtermitteln versorgt.

Die Art der Produktion ist ökologisch sinnvoll, die Produkte 100% sicher und oftmals sogar günstiger als vergleichbar hochwertige Waren aus dem Discount und Lebensmitteleinzelhandel. Die konsequente Ausschaltung des Zwischenhandels ist dabei ein entscheidender Kostenfaktor, der durch das System Reichenbach eliminiert wird. Des weiteren spart Reichenbach durch die eigene Aufzucht und Vermarktung erhebliche Transport- und Verpackungskosten ein.

„Gläserne Metzgerei“: Ulrich Reichenbach, Inhaber der Metzgerei Reichenbach in zweiter Generation, bringt regelmäßig Schulklassen und interessierten Verbrauchern das Reichenbach-Konzept näher und beantwortet auf Rundgängen durch die Höfe sowie den modernen Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb alle Fragen. Eine derartige Betriebsstruktur ist in dieser Größe bundesweit einzigartig.

Interview:
Gourmet Report (GR): „,Alles aus einer Hand’ lautet Ihr Motto. Sie wenden sich bewusst von der Spezialisierung auf einzelne Arbeitsprozesse ab indem Sie alle Produktionsschritte in der eigenen Hand behalten. Dadurch haben Sie die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette. Ist das nicht ineffizient und unlukrativ?“
Ulrich Reichenbach (UR): „Keineswegs. Durch unser geschlossenes System, das sich komplett in einem 50km Radius um Glottertal abspielt, sparen wir etwa 2/3 der üblichen Transport- und Verpackungskosten. Darüber hinaus verzichten wir komplett auf den Zwischenhandel, was manchmal sieben Stationen von der Zucht, über die Mast und Schlachtung bis hin zum Verkauf ausmachen kann. Das kommt sowohl dem Tierwohl zugute und bringt einen wirtschaftlichen Vorteil für Erzeuger und Endverbraucher. Die artgerechte Haltung, die kurzen Transportwege und die Schlachtung im eigenen Betrieb schlagen sich auch in der Fleischqualität nieder. Unsere Weidehaltung sowie die Mutterkuhhaltung für unsere Kälber ermöglichen den Tieren außerdem ein artgerechtes Leben.“

GR: Fütterung aus heimischen Anbau und Fleisch aus artgerechter Aufzucht bedeutet in der Regel deutlich höhere Verbraucherpreise. Bei Ihnen nicht, warum?
 UR: „Wir verkaufen unsere Produkte in unseren eigenen Verkaufsstellen und sparen dadurch mindestens 50% an Verpackungsmaterial ein. Als Beispiel: Beim SB-Pack im Discount wiegt das Verpackungsmaterial manchmal fast so viel wie das Produkt selbst.
 Auch das Futter bauen wir selbst an. Als wir vor 25 Jahren klein angefangen haben, wurden wir von vielen ausgelacht und nicht ernst genommen. Im Lauf der Jahre haben wir uns unser ganzes Know-how selbst erarbeitet und das System permanent verbessert. Heute schlachten wir jede Woche 80 Schweine und 20 Rinder aus eigener Aufzucht. Wir sind der lebende Beweis, dass ökologisch und ökonomisch kein Widerspruch ist. Das Einsparungspotential kommt dabei auch unseren Kunden zugute.

GR: Man hört und liest viel über Antibiotika und Wachstumsförderer in der Tierhaltung. Wie sieht das in Ihrem Betrieb aus?
UR: „Unsere Kälber wachsen bei Ihren Mutterkühen auf  der Weide und im offenen Stall auf. Dadurch sind sie sehr resistent gegen die üblichen Erreger und werden selten krank. Unsere Ferkel kommen aus einem einzigen Aufzuchtsbetrieb zu uns in die Stallungen. Dadurch ist auch dieses „System“ in sich geschlossen und es können kaum Keime von extern eingeschleppt werden. Eine prophylaktische Gabe von Antibiotika  ist somit unnötig. Auf Wachstumsförderer verzichten wir komplett. Wir lassen den Tieren mehr Zeit das Schlachtgewicht zu erreichen. Das Fleisch ist dadurch qualitativ hochwertiger und schmeckt besser.“

Metzgerei Reichenbach
Ulrich Reichenbach (Geschäftsinhaber)
In den Engematten 9,
79286 Glottertal
Tel.: 07684 2-40
Fax: 07684 2-91
E-Mail: info@metzgerei-reichenbach.de
Internet: www.metzgerei-reichenbach.de

aid infodienst

Der aid infodienst präsentiert sich seit dem 1. März
unter www.aid.de mit einem komplett überarbeiteten Internetauftritt.

Der Relaunch bringt drei wesentliche Neuerungen: Eine Umstellung auf
das sogenannte responsive Design, eine völlig neue inhaltliche
Struktur, die sich viel stärker am Nutzerverhalten orientiert und ein
ganz neuer BLOG. Alle Informationen vom Acker bis zum Teller sind
jetzt wesentlich frischer und moderner dargestellt. Die klare
Struktur, eine Vielzahl großformatiger Fotos und die Farbgebung
unterstützen dabei den informativen Charakter der Seite.

Die 2002 vom aid ins Leben gerufene Seite www.was-wir-essen.de mit
den Verbraucherforen weicht einem BLOG. „Lebensmittel entdecken“,
„mit Freude gärtnern“ oder „lecker mit der Familie essen“: Zu
diesen Themen bloggen drei junge Frauen für den aid infodienst.
Authentisch und kritisch gehen sie dabei mit den Themen und auch den
Empfehlungen des aid um und testen so deren Alltagstauglichkeit. Aus
den Erfahrungen entstehen Tipps, Rezepte und hoffentlich viel
Kommunikation, denn Leserkommentare sind ausdrücklich erwünscht.

Ganz neu ist das Themenportal „Essbarer Garten“. Hier finden Sie
u. a. Pflanzensteckbriefe, Anbautabellen und viele Informationen zu
Pflanzenschutz, Pflanzenpflege und Urban Gardening.

Durch das „responsive Design“ passt sich die Seite an jedes
Endgerät – Computer, Tablet oder Smartphone – optimal an. Zudem
gibt es nun eine noch engere Verknüpfung mit sozialen Medien wie
Twitter oder Facebook.

Schauen Sie einfach vorbei: www.aid.de

Verzicht auf Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt

Die Hälfte aller Deutschen reduziert Konsum von Lebensmitteln mit hohem Zuckergehalt

Fi Europe, die führende Messe für Lebensmittelinhaltsstoffe, öffnet ihre Tore in Paris diese Woche (1.–3. Dezember 2015). Zum Anlass gibt Mintel die Ergebnisse einer neuen Untersuchung bekannt, welche zeigen, dass die Mehrheit der europäischen Verbraucher ihren Zuckerkonsum einschränkt.

Laut der Untersuchung geben drei von fünf italienischen (64 %), spanischen (63 %) und polnischen (61 %) Verbrauchern an, den Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln zu reduzieren oder zu vermeiden. Dasselbe trifft auch auf mehr als die Hälfte der französischen (59 %) und deutschen (51 %) Verbraucher zu.

Chris Brockman, Food and Drink Research Manager, EMEA bei Mintel, sagt:
„Übermäßiger Zuckerkonsum wird weiterhin von Medien und Gesundheitsexperten kritisiert, was die negative Reaktion der Verbraucher erklärt. So hat Zucker nun europaweit Fett und Salz als ‚Bösewicht in der Ernährung‘ abgelöst. Markenhersteller könnten diese Situation ausnutzen, indem sie Produkte mit reduziertem Zuckergehalt anbieten, oder sogar auf ‚zuckerfrei‘ umsteigen.“

Trotz eines starken Interesses an zuckerarmen Lebensmitteln scheint es in mehreren Ländern eine Lücke bei der Einführung neuer Produkte mit einem geringen oder reduzierten Zuckergehalt bzw. komplett ohne Zucker zu geben. Obwohl viele italienische Verbraucher zuckerhaltige Lebensmittel vermeiden wollen, haben nur 3 % der bislang im Jahr 2015* auf den Markt gebrachten Lebensmittel oder Getränke einen geringen oder reduzierten Zuckergehalt bzw. sind komplett zuckerfrei. 2012 betrug dieser Anteil sogar nur 2 %. Des Weiteren haben in diesem Jahr bisher nur 5 % der in Spanien neu eingeführten Produkte einen geringen oder reduzierten Zuckergehalt bzw. sind komplett zuckerfrei, in Polen, Frankreich und Deutschland sogar nur 4 %.

Während es auf diesen Märkten nur wenige Innovationen bei zuckerarmen oder zuckerfreien Produkten gibt, scheint der britische Markt in dieser Hinsicht deutlich aktiver zu sein: Im bisherigen Verlauf des Jahres 2015 wiesen 7 % der Lebensmittel und Getränke, die in Großbritannien neu eingeführt wurden, einen geringen oder reduzierten Zuckergehalt auf bzw. waren komplett zuckerfrei, während dies 2012 nur bei 4 % aller Produkte der Fall war.

Trotz des Mangels an zuckerarmen oder zuckerfreien Produkten suchen Verbraucher laut der Untersuchung von Mintel in einer Reihe von Produktkategorien nach einem reduzierten Zuckergehalt. Tatsächlich sind zwei Drittel (66 %) der polnischen, 60 % der französischen und 56 % der deutschen Verbraucher der Meinung, dass es nicht genügend gesunde, zum Beispiel zuckerfreie, Süßigkeiten gibt.

Außerdem trinkt die Hälfte (50 %) der britischen Verbraucher weniger kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, weil diese zu viel Zucker enthalten, und 33 % der deutschen Verbraucher bevorzugen kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, die nicht so süß im Geschmack sind.

Wenn es dann doch süß sein soll, scheinen „Nahrhaftigkeit“ und „Natürlichkeit“ für viele Verbraucher wichtige Faktoren bei ihrer Wahrnehmung verschiedener Zuckerquellen zu sein. Laut Mintels Untersuchung wird Honig als gesündester Zucker angesehen: Mehr als vier von fünf polnischen (87 %), italienischen (82 %) und spanischen (83 %) Verbrauchern sind der Meinung, dass Honig gut für die Gesundheit ist, ebenso wie 77 % der französischen und 68 % der deutschen Verbraucher.

„Der Druck, die hohen Mengen an zusätzlichem Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren, nimmt zu. Obwohl Produkte mit ‚geringem oder reduziertem Zuckergehalt‘ oder ‚ohne Zucker‘ traditionell negativ behaftet waren, sollten Marken mit weniger Zucker heute positivere Aussagen verwenden und beispielsweise die Nahrhaftigkeit der Produkte hervorheben, um die Verbrauchernachfrage zu steigern“, fügt Brockman hinzu.

Und es hat den Anschein, als habe das Interesse der Verbraucher, weniger Zucker zu konsumieren, auch die Nachfrage nach saureren Geschmäckern gesteigert. Zwei von fünf (43 %) polnischen, drei von zehn (30 %) französischen und ein Viertel (23 %) der deutschen Verbraucher geben an, dass sie an Süßigkeiten mit sauren Geschmäckern interessiert seien.

„Während übermäßig süße Geschmäcker immer mehr außer Mode kommen, werden saure Geschmacksrichtungen immer beliebter. Da die Verbraucher von heute vermehrt auf ihren Zuckerkonsum achten, nimmt das Interesse an sauren Geschmäckern in allen Kategorien zu“, sagt Brockman abschließend.

*Januar-Oktober 2015

Icehotel, Schweden

Was vor 25 Jahren zumeist als verrücktes Projekt der Nordschweden belächelt wurde, hat mittlerweile tausende Besucher in seinen Bann geschlagen: Denn einmal eine Nacht in einem komplett aus Schnee und Eis errichteten Hotel zu verbringen, ist ein wahrhaftig faszinierendes Erlebnis, von dem noch die Enkelkinder sicherlich mehr als nur einmal zu hören bekommen. Dabei geht es im Icehotel in Jukkasjärvi aber schon lange nicht mehr nur um eine Nacht im Eis, sondern vielmehr um ein Gesamterlebnis von Natur, Architektur, Kunst und Design. So wird das Icehotel auch in seiner 25. Saison, die am 12. Dezember eröffnet wird, ein breites Spektrum in Sachen Kunst und Design präsentieren. Die Inspiration dazu reicht von osteuropäischer Folklore über den Regenwald bis hin zu barocker und gotischer Architektur. Die künstlerische Umsetzung dafür wird in den Händen von 42 Künstlern aus elf verschiedenen Ländern liegen, die ihre einmaligen Kreationen individuell aus Schnee und Eis zaubern werden. Neu zum Jubiläum wird es außerdem eine Veranstaltungshalle geben, die mittels einer neuen Technik errichtet werden soll. Die sogenannte Aurora Hall soll eine Kuppel aus solidem Eis erhalten, um eine einzigartige Raumakustik zu schaffen. Dazu soll das Eis auf einen riesigen Ballon aufgebracht werden. Dabei ist eines sicher: Das Resultat wird sicherlich ebenso spektakulär sein, wie alle bisherigen Designs „made by Icehotel“.

Informationen zum Icehotel und zum Jubiläumsjahr sind unter www.icehotel.com zu finden. Was es in der Region rund um das berühmte Hotel sonst noch zu erleben gibt, kann man unter www.swedishlapland.de erfahren.

Tee

Tee bietet mehr als Genuss und Entspannung

In der kalten Jahreszeit ist Tee ein besonderer Genuss: Er wärmt und bringt ein bisschen Ruhe in die vorweihnachtliche Hektik. Und mit jedem Schluck kann man seinem Körper zudem etwas Gutes tun, denn die Blätter der Teepflanze Camellia sinensis liefern wertvolle Inhaltsstoffe. So enthalten sie große Mengen des Mineralstoffs Fluorid, der Karieserkrankungen vorbeugt und somit zur Zahngesundheit beiträgt. Für Geschmack und Farbe sind maßgeblich die Polyphenole verantwortlich.

Diesen sekundären Pflanzenstoffen, zu denen Gerbstoffe, Flavonoide und Catechine gehören, wurden in den letzten Jahren viele positive Wirkungen zugeschrieben, unter anderem der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das Abtöten von Keimen und das Hemmen von Entzündungen. Die Catechine, die hauptsächlich in grünem Tee enthalten sind, wirken vermutlich krebsvorbeugend. Mit dem Eisen aus der Nahrung bilden sie allerdings schwer lösliche Komplexe, die der Körper nicht aufnehmen kann. Menschen mit niedrigen Eisenblutwerten sollten Tee daher nicht unmittelbar zu den Mahlzeiten trinken, sondern mindestens eine Stunde warten.

Dosierung und Ziehzeit sind je nach Sorte und gewünschter Wirkung ganz unterschiedlich. Ein Blick auf die Verpackung verrät in der Regel die richtige Menge und Ziehzeit. Darüber hinaus spielen auch die Lagerung des Tees, die Teekanne sowie die Wasserqualität beziehungsweise der Härtegrad eine wichtige Rolle. Für optimalen Teegenuss sollte das Wasser am besten frisch aus der Leitung kommen und anschließend zum Kochen gebracht werden, damit eventuell vorhandene Mikroorganismen inaktiviert werden. Für die Zubereitung von schwarzem Tee gießt man das kochende Wasser über die Teeblätter oder den Aufgussbeutel. Bei grünem Tee lässt man es auf 70-80 °C abkühlen, da er sonst bitter schmecken kann.

Ob ein Tee als schwarzer, grüner, weißer oder Oolong-Tee auf den Markt kommt, hängt von dem Grad der Fermentation, also der natürlichen Gärung, ab. Die Blätter des schwarzen Tees beispielsweise sind komplett fermentiert, die des grünen Tees gar nicht und bei Oolong-Tee wird der Fermentationsprozess gestoppt. Auch das Anbaugebiet oder Ursprungsland hat aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen und Bodengegebenheiten Einfluss auf die Teesorte. Alle Sorten stammen übrigens von den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis, die vorwiegend in den Hochlagen der Tropen und der Subtropen wächst. Beim kommerziellen Anbau werden die Pflanzen durch regelmäßiges Stutzen auf Hüfthöhe gehalten – dies verhindert das Blühen der Pflanzen und erleichtert zudem die Ernte, die häufig in Handarbeit erfolgt. Wichtig für die Qualität des Tees sind die festgelegten Zeitabstände bei der Ernte, denn nur so können neue Sprosse nachwachsen und die Pflückreife erreichen.
Heike Stommel, www.aid.de

Man kann auch in London schlecht essen

Ausgerechnet beim berühmtesten Fernsehkoch der Welt schmeckt es nicht! Nach drei tollen Tagen in London, haben wir jetzt zum ersten Mal daneben gegriffen

Jamie Oliver, der bekannteste britische TV Koch scheint wohl Kasse zu machen. Anders als sein deutscher Wegbegleiter Tim Mälzer, der ein anständiges Lokal in Hamburg führt – die Bullerei – hat Jamie Oliver Kettenrestaurants gestartet.
Die bewirbt er wie folgt:
„We’re proud to say that every one of our restaurants is unique – from the daily specials on the blackboard, to the look of the menus, to the design of the restaurants themselves. Whichever one you go to, you’ll always get fresh ingredients and beautiful recipes, all cooked with love and passion.“

Ich hatte bisher immer eine hohe Meinung über Jamie Oliver gehabt. Also freuten wir uns, als wir entdeckten, dass es im Flughafen Gatwich einen „Jamie’s Italian“ gab. Und auch die Preise waren für einen Flughafen recht zivil. Und wir waren hungrig. Das passte!

Wir hatten auch einen relativ schönen Platz fast am Fenster. Der Tisch war auch fast sauber. Positiv: Wie überall in UK gibt es gratis Leitungswasser. Auch „al dente“ soll hier geben, da anders als bei anderen Ketten wie Strada oder Carluccios alles frisch zubereitet wird.
Wir bestellten für Junior die Spaghetti Bolo mit Salat und frischen Apfelsaft (6 Pfund), für mich die Spaghetti Norma (11 Pfund) und für Madame ein Schweinekotelett (13 Pfund). Alles zivile Preise.

Wir freuten uns schon. Es kam das Essen der Erwachsenen. Aber kein Kinderessen. Das kam Minuten später. Junior war aber auch als erster fertig. Der 7jährige hatte die Miniportion Nudeln und den kleinen Salat sofort aufgegessen. Saft kam keiner.

Das Kotelett war zu Tode gebraten, saft- und kraftlos mit starken Röstaromen auf der Unterseite.
Die Spaghetti waren einfach nur scheusslich. Die Haut der Auberginen war komplett verkohlt, so dass das ganze Gericht wie Kohle schmeckte.
Ich tauschte mit meiner Frau, weil wir Hunger hatten und hofften, das jeweils andere Gericht sei besser!
Mittlerweile quengelte Junior, er sei hungrig. Also fragte ich, ob es „seconds“, also Nachschlag gab. Ja, selbstverständlich. Die Marge bei den Nudeln muss trotz Salat und kleinem Saft, den es dann später gab, enorm sein. Die Nudeln werden nur durch die Tomatensosse gezogen, vielleicht bleiben 10 gr Fleisch hängen. Aber Recht hat er: Gerade unsere Kinder essen zu viel Fleisch! Wir bestellten dann noch eine Kugel Eis für Junior und einen Saft. Wir hatten vergessen, dass dieser ja inklusiv war.

Der Kellner fragte uns, wie es schmeckte, war aber nicht sonderlich interessiert und empfahl uns stattdessen den Blick in die Dessert Karte. Wir hatten nun aber komplett das Vertrauen verloren und verlangten die Rechnung. Wir wollten den Besuch unter Erfahrung abbuchen und nicht wieder hin.

Aber die Rechnung erstaunte uns dann doch. Die 2. Portion Spaghetti wurde voll als Kindermenü berechnet. Nun verlangte ich nach der Geschäftsführerin. Der tat alles ganz schrecklich leid. Dass wir so schlecht gegessen haben, so etwas kommt sonst nie vor und zog die beiden Kindermenüs von der Rechnung ab. Warum die Kindermenüs? Keine Ahnung.

Wir zahlten dann die 28 Euro, rundeten sogar auf 30 auf. Flughafen ist nun mal schlecht und teuer. Wir haben keine bösen Gefühle, werden aber auch nicht noch einmal dort essen gehen.

Danach holten wir uns bei Pret-a-manger 2 Sandwichs und 2 Salate. 14 Pfund. Wir aßen es im Flugzeug. Alles war richtig lecker. Wir wissen, was wir in London in der Zukunft machen werden!

Gucken Sie sich auf Facebook die Fotos an:
www.facebook.com/media/set/?set=a.10151590693278124.1073741845.168996673123&type=3

Die Homepage von Jamie’s Italian:
www.jamieoliver.com/italian/home

Unsere Empfehlungen für London:
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/ – vielleicht Londons bestes Restaurant
Für Fish & Chips empfehlen wir das Andaz in der Liverpool Street: www.kochmesser.de/component/name,Fish-Chips/option,com_gourmet/task,article/id,344127
Plum Valley: leckerer Kantonese im Chinatown – durchgehend Dim Sum, günstig:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151588901558124.1073741844.168996673123&type=3
Mandarin Oriental – Dinner bei Heston Blumenthal – super relaxed und oberlecker: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/

Simple Cocktail online

Cocktails so einfach selber machen: Simple Cocktail online

Simple Cocktail: dieser neue Online-Shop gestaltet das Cocktail-selber-machen einfach wie nie. Das Startup Unternehmen bietet eine große Auswahl verschiedener Cocktail-Sets, die unkompliziert und bequem nach Hause geliefert werden.

Die neue Online-Plattform www.simplecocktail.de ermöglicht es Cocktail-Fans erstmalig sich optimierte Cocktail-Sets inklusive Rezept online zu bestellen. Die Idee, die dahinter steckt: Der Kunde bekommt alles was er für die Cocktail-Zubereitung braucht einfach, unkompliziert und zeitsparend per Paket direkt nach Hause.

„Der Name ist Konzept. Das Motto ist: Such dir einen Cocktail aus und wir liefern dir alles was du brauchst – vom Rezept bis zum Strohhalm. Zeitaufwendige Wege in verschiedene Geschäfte für die Beschaffung der Zutaten und des passenden Zubehörs fallen weg, die cleveren Komplett-Pakete kommen bequem zum Kunden nach Hause.“, erläutert Simple Cocktail Gründer und Geschäftsführer Sebastian Laack gegenüber Gourmet Report.

Clevere Komplett-Pakete für jede Cocktailparty
Das umfangreiche Sortiment reicht von beliebten Klassikern wie Caipirinha, Bloody Mary oder Long Island Iced Tea bis hin zu fruchtigen Sommercocktails wie z.B. dem Malibu Orange.
Der Shop hält für den Kunden nicht nur eine abwechslungsreiche Auswahl an alkoholischen Cocktails bereit, sondern auch ausgesuchte alkoholfreie Cocktails wie den Ipanema oder Coconut Kiss.

Die mitgelieferten Cocktail Rezepte sind optimal auf das jeweilige Cocktail-Set abgestimmt. Der Kunde kann so mühelos planen, da er genau weiß für wie viele Cocktails bzw. Personen das Set reicht.
Die verständlichen 1-2-3 Anleitungen der Rezepte gestalten das Cocktail mixen zu Hause ganz einfach. So ist die Cocktail Zubereitung für wirklich jeden leicht, auch für unerfahrene Cocktail-Neulinge.
Weitere Anregungen und hilfreiche Infos rund um das Thema Cocktail bietet der Bereich „Cocktailtipps“, hier finden sich u.a. Erklärungen zu den Maßen und Einheiten oder auch Deko-Tipps.

Zusätzlich zu den Cocktail-Sets werden auch nützliche Zubehör-Artikel angeboten. So hat der Kunde die Möglichkeit die passenden Gläser zu jedem Cocktail-Set direkt mit zu bestellen, oder seine Home-Cocktail Bar um praktisches Zubehör wie z.B. Shaker oder Cocktailsieb zu erweitern.

Frische Zutaten und schneller Versand sind das A und O
„Wir legen für unsere Kunden größten Wert auf die Frische der Produkte und einen sicheren, schnellen Versand.“, erklärt Sebastian Laack. Damit die Waren wie Obst, Flaschen oder Gläser auch wirklich frisch und unversehrt beim Kunden eintreffen, kommen spezielle Kartons zum Einsatz. Der Versand per DHL erfolgt an Werktagen am gleichen Tag nach Bestelleingang, wobei ab 3 Cocktail-Sets die Lieferung versandkostenfrei ist.
Die Zahlungsart Paypal ermöglicht eine direkte Bezahlung im Bestellprozess und garantiert ein sicheres Einkaufen sowie eine schnelle Kaufabwicklung.

Jeden Monat aktuelle Cocktail-Angebote
Im „Angebot des Monats“ erwartet den Kunden jeden Monat ein anderes Cocktail-Set zum Sparpreis oder eine extra Gratis-Zugabe.
Über Facebook erhalten die Kunden zudem die Option immer aktuell über Specials wie Gutscheine oder Sonderangebote informiert zu werden.
Und wem noch eine Idee für das nächste Geburtstags-Geschenk fehlt, Simple Cocktail hat auch Geschenk-Gutscheine mit frei wählbarem Wert.

Jörg Wissmann

Küchenchef Jörg Wissmanns Entführung in unentdeckte Geschmackswelten in neuen Restaurant Agata in Düsseldorf

Pure Geschmacksentfaltung erleben. Im Agata’s treffen kulinarische Inspirationen auf die Kunst der raffinierten Umsetzung. Mit höchster Qualität und dem Sinn für das Detail bietet das Restaurant, unter der Leitung von Agata Reul eine unvergessliche Atmosphäre. Verfeinert wird das Ganze durch Jörg Wissmann, Küchenchef und Meister der Entführung in unentdeckte Geschmackswelten. Sommelier Christian Dietrich begleitet die Gäste mit einer erstklassigen Weinauswahl. Basierend auf qualitativ hochwertigen und außergewöhnlichen Produkten, begleitet von einem stringenten Qualitätsmanagement erschafft Agata’s eine Crossover-Kitchen.

„Mit der Eröffnung meines eigenen Restaurants habe ich mir mit 31 Jahren einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Es ist einfach fantastisch, seine eigene Kreativität und die gesammelten Erfahrungen an andere weiterzugeben und die eigenen Ideen tatsächlich umzusetzen. Durch unsere sorgfältig ausgewählten Produkte und hoch exklusiven Lebensmittel bieten wir den Düsseldorfern ein Erlebnis, das sie nicht so schnell vergessen werden“, freut sich die Geschäftsführerin Agata Reul.

Zen-Kunst in der Gastronomie
Inspiriert von verschiedenen Kulturen überrascht das Restaurant auch optisch mit viel Liebe zum Detail. Agata Reul repräsentiert und prägt das harmonische und rundum stilvolle Ambiente des Restaurants. Die rund 300qm wurden komplett kernsaniert und erstrahlen in einem neuen Salon-Style, ausgestattet mit japanischen Elementen. Warme Farben, edle Materialien, angenehmes Licht. Klare Linien, gefolgt von raffinierten Details, harmonisches Ambiente und stimmigen Nuancen empfangen die Gäste und begleiten sie durch einen unverwechselbaren Aufenthalt in Agata’s Räumlichkeiten. Das darauf abgestimmte Mobiliar macht den Ort des kulinarischen Erlebnisses komplett und vollendet die Welt von Agata’s.

Agata’s geschmacklicher Hochgenuss
Mit neuen Ideen verschafft der halb koreanische Küchenchef Jörg Wissmann durch langjährige und multikulturelle Erfahrungen dem Ganzen einen individuellen und neuen Touch. Eine neue unbekannte Note wird durch einen weiteren Koch untermalt, der lange Zeit auf Hawaii gelebt hat. Verfeinert mit der Auswahl von besonderen Lebensmitteln, setzt das Restaurant einen neuen Standard auf dem Düsseldorfer Gastronomiemarkt. Von Steak-Varianten bis zu kulinarischen Ideen aus Japan. Agata’s bietet Menüs zu einem sterneverdächtigen Preisen. Eine rundherum exklusive Auswahl, begleitet von einem sinnlichen Dry Aged oder einem hochwertigen Hauch US-Prime Beef. Der einmalige Genuss der Fleischspezialitäten wird durch einen aus den USA eingeflogenen Grill gewährleistet, der mit über 500°C das Fleisch zart und aromatisch macht. Abgerundet durch ein ausgezeichnetes europäisches Weinangebot und weltweit beste Lieferanten. Die Vielzahl an internationalen Küchen wird im Agata‘s neu interpretiert und ist geprägt durch viele Top-Locations und einem Reichtum an Erfahrungen. Ein perfekter Place to be für Düsseldorfer und internationale Gäste.

Das Wohl der Gäste
Selbstverständlich sind auch die Servicestandards und Guestrelations ein wichtiger Bestandteil in der kulinarischen Philosophie Agata’s. Sommelier Christian Dietrich begleitet die Gäste durch einen spannenden Ausflug in die europäische Weinwelt und ist für einen optimalen Aufenthalt im Restaurant verantwortlich.

Geschmacksnah erleben
Um Agata’s variety of taste ganz persönlich miterleben zu können ist auf der Internetseite ein Livestream eingerichtet, der unter dem Namen „Agata Tv“ exklusive Einblicke in Agata’s Küche bietet.

www.agatas.de.

ÖKO-TEST Äpfel

Der aktuelle Apfel-Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass Äpfel zwar nach wie
vor gespritzt werden, aber offenbar weniger als früher. Problematisch sind jedoch vor allem
südamerikanische Produkte.

Bei ihnen haben die Labore teilweise Rückstände mehrerer
Pflanzenschutzmittel gefunden.
In einem brasilianischen Apfel, den die ÖKO-TEST-Einkäufer bei Kaufland besorgt hatten,
konnte das Labor sechs verschiedene Pflanzenschutzmittel nachweisen, vier davon in erhöhten
Mengen. Derzeit ist noch nicht erforscht, wie solche Mehrfachrückstände im Körper wirken. Auch
bei allen anderen konventionellen südamerikanischen Früchten fand sich zumindest ein Pestizid
in erhöhter Konzentration.

Zwar entdeckte das Labor auch bei den Äpfeln aus anderen Ländern
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, aber nur in Spuren. Einzige Ausnahme ist Bio-Ware, die
komplett pestizidfrei ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wieder einmal mit der Bezeichnung „regional“ gemogelt wird.
Denn einmal zieren die Verpackung zwar Schriftzüge wie „Unsere Heimat“ und „beste Qualität
aus Ihrer Region“, doch die Ware wird auch mehr als 200 Kilometer entfernt vom Anbauort
verkauft. ÖKO-TEST rät, auf die aufgedruckte Adresse zu achten. An ihr kann man erkennen, ob
der Erzeuger wirklich aus der unmittelbaren Umgebung stammt.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2012 gibt es seit dem 31. August 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.