Patrik Kimpel wird vom Guide Michelin geadelt

Er wird von Sterneköchen aus der ganzen Welt geschätzt: Als großzügiger und kompetenter Gastgeber, als Partner auf Augenhöhe bei dem Zubereiten gemeinsamer Menüs und als Spitzenkoch von harmonischen Gerichten aus besten Produkten. In seiner aktuellen Ausgabe, die am Donnerstag in den Handel kommt, hat nun auch der Guide Michelin Patrik Kimpel, Chefkoch und Geschäftsführer des Kronenschlösschens in Eltville-Hattenheim sowie Präsident der Jeunes Restaurateurs Deutschland, mit einem Stern ausgezeichnet.

Viele Zwei- und Drei-Sterne-Köche von fast allen Kontinenten haben schon ungläubig den Kopf geschüttelt, wenn sie beim RHEINGAU GOURMET & WEIN FESTIVAL gemeinsam ein Menü zubereitet haben, ihre Kreationen von denen von Kimpel stimmig und auf höchstem Niveau umrahmt waren, und sie erfahren haben, dass der kompetente deutsche Kollege mit der Liebe zum Detail und dem hohen Qualitätsanspruch keinen Stern hat. Nun wurde Patrik Kimpels Küchenleistung schließlich auch vom Michelin gewürdigt. Kimpel selbst hat sich nie davon beirren lassen, denn für ihn war immer nur wichtig, dass er selbst zufrieden ist mit dem, was er serviert – und vor allem seine Gäste.

Trotzdem ist er sehr glücklich über die Ehrung: „Ich freue mich einfach nur. Es ist eine großartige Bestätigung für die gesamte Mannschaft und eine wunderbare Anerkennung für unsere Küchenleistungen, die unsere Gäste schon seit vielen Jahren zu schätzen wissen. Man wird einfach mitgerissen von der Freude und Euphorie um einen herum, heute morgen kamen schon über 50 Glückwunschanrufe, und die Pinnwand ist voll von Gratulationsfaxen und Mails von Kollegen und Lieferanten.“

Der frisch besternte Küchenchef des Rheingauer Kronenschlösschens hat zwei große Leidenschaften. Beste Produkte, von denen viele aus der Region stammen, als behutsam modernisierte deutsche Küche unverfälscht und in Vollendung auf den Teller zu bringen. Und: den Nachwuchs zu fördern und zu schulen, damit auch in Zukunft die Qualität der Gastronomie gesichert ist. Letzteres hat ihn in die Spitze der Vereinigung Jeunes Restaurateurs geführt, seit dem 1. Januar 2010 ist er Präsident des 60 Mitglieder umfassenden Verbundes von deutschen Spitzenköchen. Typisch Kimpel freut er sich über die Erfolge seiner Kollegen fast noch mehr als über einen eigenen Stern. „Vier Jeunes-Restaurateurs-Kollegen haben ebenfalls einen Stern bekommen, und Alexandro Pape vom Fährhaus Munkmarsch, der ganz neu bei uns ist, hat sich sogar den zweiten Stern erkocht!“


In seiner beruflichen Karriere hat Kimpel schon 1993 in dem idyllischen Hotel im Rheingau Wurzeln geschlagen. Seine Erfahrungen hat er zuvor bei so renommierten Sterneköchen wie Lothar Eiermann im Schlosshotel Friedrichsruhe, bei Hans Peter Wodarz in der Ente in Wiesbaden und bei Deutschlands Küchenlegende Harald Wohlfahrt gesammelt, bevor er im Kronenschlösschen sesshaft wurde. Seitdem hat er viele Ehrungen sammeln können, vom „Aufsteiger des Jahres“ im Feinschmecker bis zu hervorragenden Bewertungen in allen renommierten Restaurant-Guides. Der Stern ist nun die Krönung seiner bisherigen Laufbahn.

Kimpel musste sich nie aus dem Kronenschlösschen heraus bewegen, um neue Erfahrungen zu sammeln, denn einmal im Jahr kommt die weltweite Kochelite zum RHEINGAU GOURMET & WEIN FESTIVAL und nimmt zwei Wochen lang seine Küche in Beschlag. Ob Thomas Keller oder Daniel Boulud aus den USA, Santi Santamaria aus Spanien oder die Riege der deutschen Drei-Sterne-Köche: Alle schätzen und verehren ihren großzügigen Gastgeber, der ihnen in der fremden Küche jederzeit mit Rat und einer perfekt geschulten 15-köpfigen Kochmannschaft zur Seite steht. Kimpel selbst ist immer der ruhende Pol, wenn große Chefs mit bis zu 14 Mitarbeitern in der Küche Hektik und Betriebsamkeit verbreiten. „Für mich ist das ein Crash Kurs, was gerade kulinarisch in der Welt passiert“, sagt er. „Wenn ich essen gehe, sehe ich ja nicht, wie die Gerichte entstehen, hier aber lerne ich immer wieder neue Geräte, Methoden und Entwicklungen kennen.“

Kimpel steht für die Kochkunst mit höchstem Qualitätsanspruch, seine Liebe zum Detail bringt er in Form von vollendeter und perfekter Ästhetik zum Ausdruck. Es ist ihm wichtig, das Wesen der traditionellen deutschen Küche behutsam zu modernisieren: „Das Wissen um die Kochkunst unserer Mütter, Großmütter und Urgroßmütter ist dabei ein wertvoller Baustein, an den es anzuknüpfen gilt“, erklärt er die Basis seiner Gerichte. Der gebürtige Rheingauer machte seine ersten kulinarischen Gehversuche in der Küche seiner Mutter und schätzt deren alte Rezepte bis heute.

Im Kronenschlösschen passt er die heimatliche Küche mit viel Einfühlungsvermögen der Jetztzeit an, jedoch immer mit Sinn und Verstand, damit sie ihre Ursprünglichkeit behält. „Aus dem regionalen Angebot können wir einzigartige – authentische – Geschmackserlebnisse vermitteln. Mein Wunsch ist es, die biologische Vielfalt der Lebensmittel zu erhalten, um diese Küchenphilosophie umsetzen zu können. Dabei beziehe ich nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Weine der Region, Rieslinge und Spätburgunder, in meine Menükreationen ein“, erklärt er. Er selbst bezeichnet seine Küche als individuell: Neben dem großen regionalen Schwerpunkt beeinflusst auch – je nach Jahreszeit – die Küche aus Frankreich, Italien, Frankreich und Asien seine Gerichte.

2008 erschien „Das Kronenschlösschen Kochbuch“ auf dem Markt, das die FAZ als „ein Buch für Genießer, ein Genuss für Freunde exklusiver Küche und guten Weins“ bezeichnete. Der Untertitel „Speisen und Weine in perfekter Harmonie“ findet auf dem Festival regelmäßig mit den berühmtesten Winzern der Welt seinen Höhepunkt. Doch dieser Satz wird im Kronenschlösschen im Rheingau auch Tag für Tag perfekt gelebt – und in Zukunft geadelt von einem Michelin-Stern.

Alle Michelin Sterne Restaurants sehen Sie hier:
www.gourmet-report.de/artikel/336713/Die-Sterne-Restaurants-Deutschland-2011/

Michelin Bestellink: ISBN: 978-2-06-715386-8

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