Brot-Sommelier

Meine Liebe zum Brot ist noch inniger geworden“, schwärmt Sonja Laböck. Die engagierte Bäckermeisterin und Chefin der Münchner Brotmanufaktur Schmidt ist Brot-Sommelière – und damit eine von insgesamt 13 Brot-Sommeliers bundesweit. Erst seit 2015 bietet die in Weinheim beheimatete Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks die neue Weiterbildungsmöglichkeit für Bäckermeister/-innen an. Im vergangenen November dann traten nach 9-monatiger Ausbildung die ersten frischgebackenen Genussexperten aus den Toren der Einrichtung – in der Tasche das brandneue, staatlich anerkannte Sommelier-Diplom. Ihr Auftrag ab sofort: das neu erlangte und fundierte Expertenwissen über der Deutschen Lieblingsnahrungsmittel Nummer Eins in die Öffentlichkeit zu tragen.

„Unser deutsches Brot ist in seiner Qualität und Vielfalt einzigartig“, erklärt Michael Wippler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. Die deutsche UNESCO-Kommission hat die deutsche Brotkultur in Anerkennung dessen Ende 2014 in das Register des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die erste Garde von Sommeliers steht somit im Dienste einer wichtigen und schützenswerten Aufgabe: den Spot auf unser Brot und damit auf eines der günstigsten und am leichtesten erhältlichen Genussmittel zu richten.

„Bedingung für die Sommelier-Fortbildung sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Bäckermeister sowie umfangreiche sensorische Fähigkeiten“, erläutert Akademieleiter Bernd Kütscher die Voraussetzungen für die von ihm initiierte Weiterbildungsmaßnahme. Das Curriculum beinhaltet weiterhin die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die nationale wie internationale Brotkultur, die verschiedensten Brotspezialitäten und deren Verwendung bis hin zum „Food Pairing“ und somit der Frage „Welches Brot passt am besten wozu?“

Die neuen Sommeliers sind eine Bereicherung für das traditionelle Bäckerhandwerk, das fortwährend mit fehlendem Nachwuchs und mit politisch geförderter Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Backindustrie zu kämpfen hat. Die neue Berufsbezeichnung schafft Vertrauen bei den zunehmend ernährungsbewussten Verbrauchern und rückt das Brot wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der frische Wind weht auch ins Ausland und stärkt das Ansehen und die Anerkennung der deutschen Brotkultur.

Die Sommeliers sind zudem Vorzeigebeispiele ihrer Zunft und weisen ihren Handwerkskollegen bundesweit den Weg, wie sich die Branche am besten von der Konkurrenz der Discounter und SB-Backshops absetzen und für die Zukunft rüsten kann: nämlich durch Kreativität und Spezialisierung. „Das ist doch das Schöne an unserem Handwerk“, weiß Ralf Gießelmann, Bäckermeister und Brot-Sommelier aus Bergneustadt, „dass die Variationen von Brot unerschöpflich sind und wir als Bäcker Tag für Tag unserer Kreativität freien Lauf lassen können. Die Kunden danken es uns, denn sie lechzen förmlich nach neuen Geschmackserlebnissen.“

So gehen die Verkaufszahlen in der Bäckerei Gießelmann stetig nach oben, seitdem der passionierte Bäckermeister seine neue Sommelier-Baguette-Linie eingeführt hat und seither Monat für Monat neue spannende Stangenbrot-Kreationen wie Spargel-Baguette, Tomaten-Baguette mit geräucherter Paprika und Mandelkruste oder auch Schoko-Chili-Kirsch-Baguette in seiner Auslage anbietet. Und auch Sommelière Laböck kann stolz darauf verweisen, dass zu den bekennenden Fans ihrer Brot-Kreation „Sexy Alive“ kein Geringerer als der FC Bayern München zählt.

Hier erklären einige der frischgebackenen Brot-Sommeliers, warum und wie insbesondere ihre Kunden von den neu erworbenen Kenntnissen profitieren:
http://www.innungsbaecker.de/brot-sommeliers/

Einen kurzen Film mit weiteren Impressionen und Statements zum neuen Fortbildungslehrgang an der Akademie Weinheim finden Sie unter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=N4l1i854OKc&feature=youtu.be

Laube Liebe Hoffnung, Frankfurt

Am 5. Mai startet das Restaurant Laube Liebe Hoffnung im Europaviertel zum dritten Mal seine Feldküche. Zusätzlich zur aktuellen Spargelkarte gibt es dann neben den hausgemachten Leckereien der Gartenhausküche frisch vom Grill die beliebten Lauben-, Veggie- oder Vegan-Burger. Für Grillfans gibt es Biospareribs, Landhuhnbrust oder Kalbsbratwurst, und wer Leichtes bevorzugt, freut sich über Kalte Tomatensuppe oder Gartensalat. Jedes Gericht kommt mit zwei Beilagen: Zur Wahl stehen Krautsalat mit Apfel, Möhre und Meerrettich, Lauben-Pommes, Ofenkartoffel mit Gurken-Knoblauch-Joghurt, Kartoffelsalat mit körnigem Senf und Gartenkräutern, Beilagen-Blattsalat oder Tagessalat (Nudel-, Couscous- Reis- etc.).

Dazu gibt es Getränke vom Fass: Meckatzer Weiß-Gold, Radler und Andechser Weizen. Wie immer stammt alles von ausgesuchten Lieferanten und Produzenten. Bevorzugt werden Produkte der Saison, die einem möglichst fairen, nachhaltigen Umgang mit Mensch, Tier und unseren Ressourcen entstammen. Die Kräuter werden frisch vom hauseigenen Beet gepflückt.

Beispiele Burger
_ Lauben-Burger 180 g: 100 % Rind vom Taunus-Charolais von der Landmetzgerei Elzenheimer, mit knackigem Salat, karamellisierten Zwiebeln, Essiggurke, Gemüserelish, Cheddarkäse und knusprigem Speck
_ Veggie-Burger: Gegrillter Ziegenkäse mit Wildrauke, Rote-Beete-Relish, Zucchini, Korianderpesto und roten Zwiebeln
_ Vegan-Burger: Falafelfrikadelle mit knackigem Salat, Paprika-Minz-Aioli, Landgurke, Tomate, Zucchini und Sesamhummus

www.laubeliebehoffnung.de

Martina & Moritz: Neue Kochbücher

Bernd Neuner-Duttenhofer schreibt uns:

Guten Tag, liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gourmet Report Leser!

Unsere neuen Bücher sind erschienen – und sie gefallen uns (natürlich) gut.

In dem jetzt schon dritten in klassischer Aufmachung in der „edition essentials“ erschienenen Band widmen wir uns den Küchen naher und ferner Länder: FERNWEH-KÜCHE. Klassiker aus Wiener Beisln, Pariser Bistros und Römischen Trattorien; Vorspeisen aus Istanbul, Tapas aus Spanien, Schmorbraten aus Burgund; indonesische Reistafel, italienische Pasta-Träume, englisches Backwerk, thailändische Curries und Salate, amerikanische Burger, die würzige Küche der Alpen und osteuropäisches Ostergebäck. Ein bunter Strauß unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, ebenso abwechselnd wie appetitanregend…
Es kostet wie üblich 22,- €

Das zweite, kleinere und dünnere Buch, ebenfalls in der „edition essentials“ erschienen, widmet sich ganz der Weihnachtszeit: Festmenüs, Backen, Geschenke, Ideen zu Silvester.
Kostet nur 14,90 € und ist nicht nur ein praktischer, jetzt aktueller Ratgeber, sondern auch ein wunderbares Geschenk.

Zu bestellen unter www.apfelgut.de – Bücher & Food – TV-Kochbücher

Julien Morlat – Sommelier des Jahres 2016

Er ist das, was man Neudeutsch als „Genuss-Manager“ bezeichnet. Julien Morlat, der als Herr über 600 Weine im Hause Dallmayr eine perfekte Weinkarte zusammenstellt, hat die Fachredaktion des Schlemmer Atlas derartig begeistert, dass daraufhin die Ehre „Sommelier des Jahres 2016“ die Konsequenz gewesen ist.

Morlat überzeugt mit fachlicher Kompetenz und Einfühlungsvermögen am Gast. Er gehört damit zu Recht in den Kreis der besten Weinbotschafter unseres Landes.

Für Julien Morlat ist ein Sommelier nicht nur praktischer wie theoretischer Weinkenner, sondern viel mehr: Häufig Botschafter, manchmal Psychologe und ab und zu auch Therapeut − ein Menschenkenner eben. Es ist diese höchst empathische Charaktereigenschaft, die ihn in seiner gastronomischen Laufbahn den Weg des Sommeliers hat ein schlagen lassen und die Julien Morlat auszeichnet.

Wie hilflos sind häufig Gäste, wenn sie einen Wein zum Menü aussuchen sollen, wie erschlagen von einer dicken Weinfibel. Und Kenner des edlen Tropfens – sie lassen sich gerne von ihm angeregt auf neue Abenteuer ein. Hier kann Julien Morlat geschmackliche Grenzen testen. Julien Morlat muss sein ganzes Einfühlungsvermögen einsetzen, um jeder Klientel gerecht zu werden. Er zögert dabei nicht, seine Kenntnisse auch bei alkoholfreien Getränken, Säften, Bieren oder Sake einzubringen. Denn das höchste Ziel in jeder Beratung ist die Zufriedenheit des Gastes. Wenn er nach einem Besuch im Restaurant Dallmayr mit strahlenden Augen, sinnlichem Lächeln und lockeren Schrittes das Restaurant verlässt, hat auch Julien Morlat dazu beigetragen.

Seit drei Jahren füllt Julien Morlat diesen wichtigen Posten im Traditionshaus Dallmayr aus. Die Liebe zur Geburtsstätte, dem Loiretal, und zur Wahlheimat Deutschland blitzt immer wieder in seiner Weinberatung auf. Seine Leidenschaft für die Weine, seine Kenntnisse und sein sensibler Umgang mit den Gästen machen ihn zum Sommelier des Jahres 2016.

Berliner Nudelvielfalt

Die aktuelle Ausgabe steht ganz im Zeichen der Nudeltradition. Das Magazin gibt Einblicke in die internationale Nudelvielfalt Berlins, zeigt die spannendsten Restaurants und präsentiert die Geheimrezepte von Nudelmeistern aus Italien, China, Türkei und Russland.

Im Interview: Berlin Food Week-Veranstalter Alexandra Laubrinius und Michael Hetzinger. Tagesspiegel Genuss hat mit ihnen über die kulinarische Veranstaltung gesprochen, die vom 28. September bis zum 04. Oktober in der Hauptstadt stattfand.

In der Kolumne „Auf eine Flasche Wein mit…“ erzählt der Berliner Schriftsteller und Kolumnist Wladimir Kaminer von seiner Liebe zu „staubtrockenen Rotweinen mit vielen bitteren Tanninen“ und beschreibt einen Burgunder mit folgenden Worten: „…ein kindlicher Franzose, wahrscheinlich devot in der Liebe. Ich hatte viele solcher Freunde, es waren mit die interessantesten.“
Dazu erscheint Tagesspiegel Genuss mit einem Wein Spezial, in dem das Magazin die neuesten Weintrends Berlins vorstellt und die besten Weinbars präsentiert.

Passend zur Saison hat Tagesspiegel Genuss wieder viele Empfehlungen für den Herbst und widmet sich pünktlich zur Erntezeit einem umfangreichen Apfelglossar.

Tagesspiegel Genuss, das Premium Magazin für gutes Essen und Trinken, zeigt die kulinarische Vielfalt der Hauptstadt auf und blickt hinter die Kulissen der Feinschmecker-Metropole Berlin.

Tagesspiegel Genuss umfasst 68 Seiten und erscheint mit dieser Ausgabe in einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Das Magazin ist ab sofort für 6,50 Euro im Handel erhältlich.

Ralf Pinzenscham

“Als guter Sommelier muss ich auch ein guter Psychologe sein”

Seit 20 Jahren arbeitet der gebürtige Franke Ralf Pinzenscham als Sommelier im Sternerestaurant „top air“ am Stuttgarter Flughafen. In der ansonsten schnelllebigen Gastronomie ist er eine Konstante für Mitarbeiter und Gäste – wohl kaum ein Sommelier in Deutschland kann auf so viele Dienstjahre im selben Betrieb zurückblicken. Mit seiner unnachahmlich charmanten und angenehm ruhigen Art ist er der ideale Gastgeber, der nicht nur alles von Wein, sondern auch von den Vorlieben seiner Gäste versteht.

Wenn der Patron des „restaurant top air“, Claus Wöllhaf, am Stuttgarter Flughafen anruft, um Ralf Pinzenscham zu sprechen, kann das nur zwei Gründe haben: Entweder möchte er einen Tisch reservieren oder eine Weinempfehlung bekommen – auch wenn er im Ausland über der Weinkarte brütet und sich nicht entscheiden kann. Er weiß, dass auf Pinzenscham immer Verlass ist. Seit 20 Jahren arbeitet der Restaurantleiter und Sommelier bereits im „top air“, vier Küchenchefs hat er erlebt, Gäste und Mitarbeiter kamen und gingen, Pinzenscham blieb eine Konstante im sich immer schneller drehenden Personalkarussell der Gastronomie. Dabei hatte der gebürtige Franke anfangs gar nicht vor, solange in Stuttgart zu bleiben: „Als ich im Juli 1995 hier anfing, sollte das top air für mich nur als Übergangsstation dienen. Dass ich jetzt schon 20 Jahre hier bin, zeigt doch, wie sehr mich die besondere Atmosphäre des Restaurants, das seit fast 25 Jahren mit einem Michelin-Stern dekoriert ist, gefesselt hat.“

Keine Liebe auf den ersten Schluck
Ralf Pinzenscham hat eine klassische Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert. In der renommierten „Ente“ in Wiesbaden erlernte er sein Handwerkszeug zum Sommelier. Weinkenner konnte er sich zu dieser Zeit noch nicht nennen. Bier trank er sehr gerne, Wein, vor allem Rotwein, war für ihn noch ein Buch mit sieben Siegeln. „Erst als der dortige Sommelier mir einiges darüber erzählte und mich immer wieder verschiedene Reben probieren ließ, da wurde mein Gaumen angeregt und so entwickelte sich meine Leidenschaft für das Produkt Wein“, berichtet der 46-jährige Pinzenscham. „Es war nicht Liebe auf den ersten Schluck, vielmehr hat sich diese Liebe über Jahre hinweg verfestigt. Keiner kann auf Anhieb zum Weinkenner avancieren, man muss daran arbeiten, das ist wie mit einer Beziehung, aber das kann man lernen. Um in die Tiefe zu gehen bedarf es Wissbegierde, Faszination, Offenheit und Toleranz.“

Auch Pinzenschams Vorlieben haben sich im Laufe der Jahre verändert. Waren es anfangs noch schwere Weine mit viel Holz, Vanille und Beerenaromen, sind es jetzt Weine, die er aufgrund von Eleganz, Feinheit, Finesse, Terroir und Subtilität präferiert. „Weinliebhaber zu sein ist auch immer ein Entwicklungsprozess. Der Geschmack ändert sich mit der Zeit. Wichtigste Prämisse ist jedoch, dass man neugierig bleibt und aufgeschlossen gegenüber Weinen, die man sonst nicht trinken würde“, so Pinzenscham. Womit wir wieder bei seinem Beruf als Sommelier im „top air“ wären. Die Karte dort umfasst rund 350 Positionen mit Weinen, deren Auswahl allein Ralf Pinzenscham obliegt. Nicht alle, aber die meisten davon hat er probiert, bei den teuren verlässt er sich auf die Empfehlungen des Winzers. „Man darf die Karte natürlich nicht so gestalten, dass darauf nur Weine zu finden sind, die man selber gerne trinkt. Die Gäste können und sollen nicht mit dem Geschmack des Sommeliers konkurrieren müssen“, so Pinzenscham.

Perfekte Harmonie von Speisen und Wein
„Sommelier ist ein Dienstleistungsberuf. Das bedeutet, dass ich dem Gast helfen sollte, den richtigen Wein zum Essen zu wählen. Maßgeblich sind dabei die Vorlieben des Gastes und nicht meine Präferenzen. Vielmehr möchte ich im Gespräch herausfinden, was er gerne trinkt oder ihn behutsam an einen neuen Stil oder Geschmack heranführen. Erst das macht einen guten Sommelier aus“, erklärt der Restaurantleiter. Die Handschrift von Ralf Pinzenscham erkennt man in „top air“ auch daran, wie er eine glasweise Weinbegleitung zu einem Menü zusammenstellt. Er kennt die Gerichte von Sternekoch Marco Akuzun, hat sie alle probiert und weiß genau, mit welchen Weinen sie am besten zur Geltung kommen. „Selbstverständlich steht bei uns immer das Essen im Vordergrund. Die Gäste kommen aufgrund von Marcos Kreationen und nicht, um explizit einen Wein zu trinken. Ich muss versuchen, bei der Empfehlung dann die perfekte Mischung zu finden, damit der Wein nicht zu aufdringlich ist, aber auch nicht zu flach“, erklärt Ralf Pinzenscham. Und so konnten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Gäste immer darauf verlassen, im „top air“ vorzüglich bedient und beraten zu werden. Für Ralf Pinzenscham eine Selbstverständlichkeit und eine schöne Aufgabe: „Die letzten 20 Jahre hier waren eine tolle Zeit, eine aufregende und zufriedene Zeit. Ich bin hier fachlich und menschlich sehr gereift und freue mich auf weitere 20 Jahre.“

www.woellhaf-airport.de

Riccardo De Pra im Aman Canal Grande

Meisterkoch verwöhnt mit kontemporärer italienischer Küche

Aman Canal Grande Venice ist ein historischer Palast aus dem 16. Jahrhundert mit Kunstschätzen von musealer Qualität. Ein geschwungener Treppenaufgang führt von der Empfangshalle hinauf zur größten Etage des Papadopoli-Palazzos, dem piano nobile, auf der sich die Dining Rooms befinden. Das Gelbe Esszimmer und das Rote Esszimmer sind mit Deckengemälden von Giovanni Battista Tiepolo, wertvollen Spiegeln und Original-Kronleuchtern prächtig geschmückt. Sie befinden sich neben dem Ballsaal und bieten Ausblicke über den Canal Grande. Seit dem 1. September 2014 offerieren sie auch die italienischen Köstlichkeiten von Chef Riccardo De Prà.

Riccardo De Pràs Liebe zur Kochkunst wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Als Sohn von Enzo De Prà, Koch und Besitzer des Restaurants Dolada, wuchs er in einem Umfeld reich an kulinarischem Einfluss auf. Seit mehr als 90 Jahren ist das Restaurant im Familienbesitz und darf sich mit Italiens längster Michelin-Geschichte in der Sterneküche rühmen. So lernte Riccardo bereits als Teenager ungewöhnliche Konsistenzen und Formschöpfungen kennen und entwickelte früh ein ausgeprägtes Verständnis und sicheres Gespür für Qualitätsprodukte. Mit 20 Jahren zog es Riccardo nach Japan, wo er sich in einer intensiven Ausbildung Zugang und Einblicke in die Eigenwelt und Feinheiten der japanischen Küche verschaffte. Während dieser Zeit erhielt Riccardos kulinarische Handschrift durch die Drei-Sterne-Meisterköche Hirohisa Koyama und Hiroyuki Kanda ihren letzten Feinschliff. Für Riccardo galt es im nächsten Schritt, seine Erfahrungen und sein Know-how mutig und innovativ mit Klassikern der italienischen Küche zu verknüpfen. So entwickelte er seinen unverwechselbaren Stil, der mit einem kontemporären und kosmopolitischen Level die Spitzengastronomie bereichert.

Es überrascht nicht zu hören, dass Riccardo De Prà während seiner rasanten Karriere für Meisterköche wie Ferran Adrià, Albert Roux, Jean-Pierre Bruneau, Stefano Cavallini und Gualtiero Marchesi arbeitete. Jetzt bringt er seine eigene Interpretation der italienischen Küche nach Venedig in das Aman Canal Grande.

Für das Weihnachts- und Neujahrsmenü 2014 ließ er sich von Jahrhunderte alten handgeschriebenen Rezepten inspirieren, die er im Archiv der Palazzo-Bibliothek fand. Zu jener Zeit dokumentierte der Küchenchef der Papadopoli-Familie jedes Menü, das er für die glanzvollen Feste im Palazzo zubereitete. Chef Riccardo wird das Weihnachtsmenü der Familie aus dem Jahre 1890 neu kreieren.

Vom 7. bis 17. Februar 2015 feiert die Lagunenstadt ihren traumhaft inszenierten Karneval. Für die Karneval-Bankette des Aman Canal Grande am 7. und 13. Februar hat Chef Riccardo erneut in den alten Urkunden der Palastbibliothek gestöbert und wird an beiden Abenden Neuinterpretationen von Menüs aus dem 18. und 19. Jahrhundert servieren.

Übernachtung ab 1.150 Euro plus Steuern und Gebühren.

www.amanresorts.com
www.gourmet-report.de/goto/booking

Simon Rogan

Das traditionsreiche Hotel Claridge’s bereichert Londons Gastro-Szene um einen neuen Glanzpunkt: Unter der Leitung des britischen Starkochs Simon Rogan eröffnete hier kürzlich das Restaurant „Fera“, in dem Rogans Liebe zur Natur und farmfrischen Produkten mit Haute Cuisine im charakteristischen Art Deco Ambiente des Claridge’s zusammenfindet.

Simon Rogan gilt als einer der talentiertesten und einfallsreichsten Köche Großbritanniens. In seinem eigenen Flagschiff-Restaurant „L’Enclume“ in der Grafschaft Cumbria verzeichnet er zwei Michelin-Sterne. Sein Kochstil präsentiert sich britisch-modern und schöpft aus der Vielfalt einheimischer Produkte, die Rogan von seiner eigenen Farm in Cumbria bezieht. Diese bringt er als bahnbrechende Kulinarik auf den Tisch, was auch in der Küche des neuen „Fera“ im Claridge’s zum Tragen kommt.

Für das Interieur des neuen Restaurants zeichnet der britische Designer, Guy Oliver, verantwortlich. Das Design spiegelt Simon Rogans eigenen naturbezogenen Stil wider und bringt gleichfalls den Art Deco Glamour des Claridge’s in einer zeitgemäßen Interpretation zum Ausdruck. Guy Oliver hat sich einen Namen für seinen einzigartigen Ansatz gemacht, der dem architektonischen Erbe stets Rechnung trägt, dabei jedoch eindeutig zeitgenössisch bleibt. Im „Fera“ gelingt es ihm Rogans Auffassung der Natur durch die Verwendung warmer, natürlicher Farbtöne wie Walnuss, Bronze und Grün, in eine urbane Szenerie einzubetten. Als Herzstück des „Fera“ spielt die Küche eine Hauptrolle: Eingerahmt durch ein raumhohes Wandrelief, bekommen Gäste durch eine Öffnung Einblicke in die Arbeit des Küchenteams.

Claridge’s liegt im Herzen des Londoner Stadtteils Mayfair und gehört zur Londoner Maybourne Hotel Group. Als Inbegriff englischen Stils und Art Deco Juwel steht das Hotel für zeitlosen Glamour sowie höchst intuitiv und individuell ausgerichtetem Service. Zu den Freunden des Hauses zählt Claridge’s Mitglieder der Königshäuser gleichermaßen wie kreative Größen aus der Mode- und Designwelt: So tragen etwa einige der Suiten die Handschrift der Modeschöpferin Diane von Fürstenberg und des königlichen Designers David Linley. Claridge’s hat sich ebenfalls einen Namen für sein nachmittägliches High-Tea gemacht, welches zu den feinsten Londons zählt. Im 1930-er Jahre Ambiente des „Fumoir“ werden zudem kunstfertig gemixte Cocktails in Lalique-Kristallgläsern serviert, während Connoisseure und Liebhaber rarer Champagner-Tropfen im der durch Londons Design-Koryphäe David Collins gestalteten „Claridge’s Bar“ fündig werden.

claridges.co.uk

Günter Rönner

Der Geschmack des Ruhrgebietes im akazienhof

Gespannt liest man in letzter Zeit sehr viele Kritiken über den akazienhof in Duisburg. Wichtige Gastronomie Führer kürten das Restaurant mit sehenswerten Bewertungen. Darunter die Gourmetbibel Gault Millau mit 16 Punkten sowie der Feinschmecker mit zwei F.
Das Magazin Überblick hat in seiner Ausgabe „Duisburg geht aus“ den akazienhof auf den ersten Platz der Gourmet-Restaurants in Duisburg gesetzt und auf den 9. Platz der Sternerestaurants im gesamten Ruhrgebiet.

Der Geschmack des Ruhrgebietes im akazienhof – „Hier wird vom Brot bis zu unseren Pralinen alles selbst gemacht und das mit aller Liebe und dem nötigen Bewusstsein gegenüber den Lebensmitteln. Wir glauben daran, dass die Gäste das zu schätzen wissen“, erklärt Küchenchef Rönner im Gourmet Report Gespräch.

Um wirklich selber auf die Spuren dieser Geschmackerlebnisse zu kommen, sollte ein Besuch helfen.
Wenn man die Gerichte oder eines der GeschmacksTHEATER Menüs im akazienhof erlebt hat, erkennt man, dass das Markenzeichen dieser Küche darin besteht, ausgewählte und vor allem außergewöhnliche Zutaten aus aller Welt zu recherchieren, um diese dann mit heimischen Produkten im Ruhrgebiet zu verbinden. Daraus ergeben sich dann Kompositionen wie zum Beispiel das US-Nebraska Beef mit Endivienkeks, Schwarzwurzelpommes und Ketchup-Slush.

Wer glaubt, klassische Gerichte zu bekommen, irrt sich.
Witzige Stäbchen mit Kalamansi Marshmallows auf Holzbrettern oder aber Spargel-Colada Shakes mit Papierstrohhalm sammeln sich am Tisch und man erlebt, dass hier die Küche eine ganz eigene Interpretation von Traditionellem hat.

„Ich versuche meine Perspektive vom Ruhrgebiet mit Geschmäckern und Aromen wieder zu spiegeln und das mit Produkten aus aller Welt, gemixt mit einem Relaunch der traditionellen Idee der Region und abgeschlossen mit unserer ganz eigenen Note“, erzählt Rönner.

Besonderes viel Wert legt Günter Rönner auf seine Fisch und Fleischqualität.
Der Wildfang Steinbutt oder das Wagyu Rind auf der Karte lassen erahnen, dass hier nur mit ausgewählten Produkten gekocht wird. Vermehrt kommt aber auch Vegetarisches im „akazienhof“ zum Einsatz. Mittlerweile findet man in der Speisekarte ein 6-gängiges vegetarisches GeschmacksTHEATER.

Jeder, der das Ruhrgebiet geschmacklich erleben möchte, sollte einen Besuch wagen und die Reise durch das GeschmacksTHEATER genießen.

www.akazienhof-duisburg.de

Deutsche essen im Urlaub fremd

Die Deutschen und ihre Currywurst, eine unzertrennliche Liebe. Bis es in den Flieger und somit in ein fremdes Land geht. Denn im Urlaub sind die Deutschen in kulinarischer Hinsicht experimentierfreudig und verzichten mehrheitlich (78 Prozent) sogar ganz auf die Wurst in Tomatensauce. Das ist das Ergebnis einer onlinerepräsentativen Studie des Tiefkühlspezialisten eismann.

Obwohl es inzwischen weltweit Currywurstbuden gibt, isst jeder zweite Deutsche im Urlaub am liebsten landesspezifische Gerichte.
Insbesondere die Bayern (81 Prozent), eigentlich bekannt für ihre Liebe zu bayerischen Wirtshäusern, machen anscheinend gern mal Urlaub von Haxen, Weißwürsten und Co. Jeder vierte Deutsche plant seine Urlaubsdestination sogar häufig nach der jeweiligen Landesküche. Für das echte, einheimische Geschmackserlebnis buchen 43 Prozent der Deutschen übrigens nur „mit Frühstück“ und essen bevorzugt in kleinen Restaurants, auf Märkten oder an Straßenständen. Fast jeder Zweite nimmt noch ein paar regionale Spezialitäten für sich und Freunde mit nach Hause, um den Geschmack ein bisschen länger auf der Zunge zu behalten. Jeder Fünfte besucht im Urlaub sogar einen Kochkurs.

So köstlich Paella, Pasta oder Tapas auch sein mögen, am Ende des Urlaubs freut sich mehr als ein Drittel der Deutschen auf die gute deutsche Hausmannskost. Und während sie vom nächsten Urlaub träumen, werden zumindest in der Kantine wieder fleißig Currywürste verzehrt.

„Trotz der köstlichen deutschen Küche, die in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt hat, sind die deutschen Gaumen sehr offen für exotische Geschmäcker – auch nach der Rückreise. Aktuell sehen wir eine besondere Nachfrage nach italienischen Gerichten aus unserem Sortiment, ein neuer Trend sind Gerichte aus Österreich. Damit das Nachkochen internationaler Gerichte auch zuhause gelingt, haben wir von eismann ein paar Tipps für Speisen aus beliebten Urlaubsgebieten zusammengestellt“, kommentiert Ernährungsexpertin Marga Hamacher von eismann die Umfrageergebnisse.

www.eismann.de