Ballaststoffreiche Ernährung

Ballaststoffreiche Ernährung senkt das Risiko für ernährungsmitbedingte
Krankheiten

Wissenschaftliches Symposium der DGE zeigt aktuelle Datenlage auf

In den letzten Jahren haben einseitige und widersprüchliche
Botschaften die Bevölkerung bei Ernährungsfragen wie die der
optimalen Kohlenhydratzufuhr verunsichert. Lässt sich das Risiko
für Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs
und Co. durch eine bestimmte
Kohlenhydratzufuhr verhindern?

Rund 300 Teilnehmende, darunter
Fachkräfte aus der Ernährungsberatung, Wissenschaftler,
Mediziner, Fachjournalisten und Studenten, informierten sich zu
dieser Frage auf dem Wissenschaftlichen Symposium der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in Bonn. Die Veranstaltung
„Kohlenhydrate und Ballaststoffe in der Ernährung“ fand Ende September 2010
unter Leitung von Prof. Dr. Hans Hauner,
Technische Universität München, und PD Dr. Jakob Linseisen,
Helmholtz Zentrum München, statt.


Experten aus Ernährungswissenschaft, Medizin und Praxis
formulierten auf der Basis gesicherten Wissens
Ernährungsempfehlungen, die Fachkräften, Medien und
interessierten Verbrauchern eine nützliche Hilfestellung sind und
zur Gesundheitsförderung in der Bevölkerung beitragen: Mit einem
verringerten Konsum zuckergesüßter Erfrischungsgetränke kann das
Adipositasrisiko gesenkt werden. Um Trinkgewohnheiten hin zum
Verzehr zuckerfreier Alternativen zu verändern, sollte das
Angebot zuckergesüßter Getränke im Alltag eingeschränkt werden.
Großes Potenzial zur Prävention verschiedener
ernährungsmitbedingter Krankheiten haben die ohnehin für ihre
positiven Effekte im Stoffwechsel bekannten Ballaststoffe.
Bereits der Austausch jeweils einer Portion Toastbrot gegen
Vollkornbrot und Nudeln gegen Vollkornnudeln erhöht die
Ballaststoffzufuhr um sieben Gramm. Das entspricht der Menge, die
der Bevölkerung in Deutschland im Mittel fehlt, um den
Referenzwert für die Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 Gramm
pro Tag zu erreichen.

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