Ferran Adria in USA

Der Katalane Ferran Adrià, der es vom Küchenhelfer in einer Pizzeria bis zum angeblich besten Koch der Welt brachte, indem er die „Molekularküche“ und das Prinzip der „deconstrucción“ erfand, was man als seriöser Sprachler nur mit „Abbau“ übersetzen kann, hat sich dazu einspannen lassen, in Amerika für Spanien zu werben.

Die Amis sollen das spanische Lebensgefühl kennen lernen und ihm zugunsten des spanischen Budgets auch nacheifern. Am besten sei dazu die Erfindung der „tapas“ geeignet, so Adrià dieser Tage bei einem Auftritt in New York. Tapas seien keine Gerichte, sondern ein Lebensstil, noch dazu einer, dem die Zukunft gehöre. Die Werbekampagne mit einem Kostenaufwand von 250 Millionen Euro und dem Motto „I need Spain“ soll immer mehr Menschen aus den USA nach Spanien locken.

Dem Unternehmen hilft der Rückgriff auf Sportskanonen wie Rafa Nadal oder Paul Gasol, denn welcher amerikanische Junge hätte noch nicht davon geträumt, ein so berühmter Tennis- beziehungsweise Basketballspieler zu werden wie diese beiden spanischen Asse? Als guter Katalane liess Adrià in New York auch die finanzielle Seite nicht aus: „Drei Millionen Menschen wollen jedes Jahr in El Bulli speisen. Wenn ich sie alle bewirten könnte, brächte ich der spanischen Wirtschaft sechs Milliarden ein“.

via www.arena-info.com


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