Australischer Wintertrüffel

Schwarzes Gold aus Down Under immer beliebter: Australischer Wintertrüffel sorgt im deutschen Kulinarik-Sommer für Nachfrageboom in der deutschen Spitzengastronomie

Der australische Wintertrüffel, der der trüffellosen Sommerzeit in Europa erstmalig seit vergangenem Jahr ein Ende bereitet hat, sorgt für einen Nachfrageboom bei deutschen Spitzenköchen. Diverse Top-Gastronomen bescheinigen dem Schwarzen Gold aus Down Under eine besondere Qualität und ordern australischen Trüffel wöchentlich. „Ich habe eine extrem steigende Nachfrage erwartet, aber wir werden in diesem Sommer die dreifache Menge des letzten Jahres ordern”, so Trüffelexperte und Delikatessenhändler Ralf Bos von BOS FOOD. In diesem Sommer hat BOS FOOD die Hälfte der Welternte von rund 300 Kilogramm des so genannten Manjimup-Trüffels für die deutsche und österreichische Top-Gastronomie bestellt.

Vor 10 Jahren wurde das Wurzelwerk von Baumsetzlingen im Westen Australiens mit dem Myzell europäischer Trüffel geimpft. Dort finden die Bäume und die Trüffeln ähnliche klimatische Bedingungen wie in europäischen Trüffellagen. Die Kultivierungsgegenden liegen über dem Meeresspiegel, die Nuss- und Eichenbäume haben durchlässige Kronen und der Boden ist lösshaltig. Im vergangenen Jahr konnten trotz einer in der Regel nur 20%tigen Chance erstmalig australische Wintertrüffel geerntet und vertrieben werden. Wegen der äquatorialen Verschiebung der Jahreszeiten sind sie in Deutschland zwischen Juni und September erhältlich. In diesem Jahr wird ein Preis pro Kilogramm von 1.600 Euro erwartet. „Dies entspricht trotz besserer Qualität dem nur zwischen Dezember und März erhältlichen Périgord-Trüffel aus der nördlichen Provence und den Preisen für eingelegte Dosentrüffel”, ordnet Ralf Bos den Preis für das kulinarische Highlight ein, welches in täglichen Flugverbindungen gekühlt und frisch von Australien nach Deutschland transportiert wird.

Weitere Kultivierungsgebiete wurden bereits erschlossen, um die Ernte in den nächsten Jahren schrittweise steigern zu können. Die Delikatessenexperten von BOS FOOD gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren theoretisch 1 bis 1,5 Tonnen pro Jahr in Australien gefunden werden können. Das wären im Höchstfalle jedoch immer noch weniger als 5% der weltweiten Gesamtmenge an Trüffeln. Vergangenes Jahr betrug die weltweite Menge aus weißen (September bis Dezember,) und schwarzen Trüffeln (Dezember bis März) knapp 35 Tonnen. „Mit zunehmender Menge wird der Preis des Manjimup sicherlich sinken, aber für die Top-Gastronomie ist etwas anderes viel wichtiger. Dass die Fastenzeit für Trüffel-Fans jetzt nur noch wenige Wochen im Jahr gilt“, beschreibt Bos die eigentliche kulinarische Revolution.


www.bosfood.de/

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