Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz

„Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz“ stärkt den direkten Dialog mit den Verbrauchern

Nach einem angeblichen Kreuzkraut-Fund in einer Schale Rucola, der Medienberichten zufolge Anfang August von einem Mitglied des Arbeitskreises Kreuzkraut e.V. entdeckt wurde, mussten die Erzeuger von Pfälzer Rucola bislang mehr als 1,1 Mio. Euro Ernteausfälle verzeichnen – Obwohl der Handel Entwarnung gibt, drohen weitere Folgekosten für die Erzeuger – Um die Diskussion mit Fakten zu versachlichen, bietet die Interessengemeinschaft ab sofort unter www.ig-qualitätsrucola-pfalz.de Antworten auf aktuelle Fragen

Die neu gegründete „Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz“ möchte den direkten Dialog mit dem Verbraucher stärken: Unter www.ig-qualitätsrucola-pfalz.de stellt die Interessengemeinschaft, die derzeit aus sechs landwirtschaftlichen Betrieben in Rheinland-Pfalz besteht, dazu ab sofort eine neue Informationsplattform im Internet vor.

Neben Verbrauchern erhalten Entscheider in Handel, Politik und Verwaltung wichtige Antworten auf alle aktuellen Fragen zum Thema „Verantwortungsbewusster Rucola-Anbau“. Das Ziel, der in der Interessengemeinschaft organisierten Erzeuger ist es, die jüngste Verunsicherung infolge eines angeblichen Kreuzkraut-Funds in Norddeutschland mit fachlich-fundierten Informationen und Fakten zu versachlichen und Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Unter dem Titel „In was für einer Welt leben wir eigentlich“ zeigt ein Videostream unter www.ig-qualitätsrucola-pfalz.de die hohen Qualitätsstandards bei der Erzeugung und Verarbeitung von Pfälzer Rucola. Parallel werden die verheerenden wirtschaftlichen Folgen in Wort und Bild verdeutlicht, unter denen die Erzeuger aktuell zu leiden haben. Mit einem Klick auf den Unterstützer-Button „We love Rucola“ können Verbraucher in den direkten Kontakt mit der Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz treten und Fragen per E-Mail stellen.

Millionenschäden ohne amtliches Gutachten

Obwohl nach wie vor kein amtliches Gutachten vorliegt und es keine wissenschaftlichen Studien über mögliche Gesundheitsgefahren eines versehentlichen Kreuzkrautverzehrs für den Menschen gibt, hatte der Handel – nach ersten Medienberichten – vorsorglich Rucola flächendeckend aus dem Sortiment genommen. Trotz mehrfacher Qualitätsprüfungen auf dem Feld und während der Produktion sowie intensiven amtlichen Kontrollen, bei denen – nach aktuellem Kenntnisstand der Interessengemeinschaft – noch nie Kreuzkraut in Rucola festgestellt wurde, mussten in den vergangenen 14 Tagen Millionen einwandfreie Schalen Rucola retourniert werden. Parallel verkamen zur Haupterntezeit auf den Feldern hervorragende Qualitäten, weil Bestellungen ausblieben. Bis zum 21. August belief sich der materielle Schaden, den die Mitglieder der Interessengemeinschaft für Ernteausfälle, Retouren, Personal und die Entsorgung verdorbener Ware zu verkraften haben, auf rund 1,1 Mio. Euro.

Auch nach Entwarnung drohen weitere Kosten

Obwohl laut Medienberichten der Handel mittlerweile Entwarnung gibt und deutschen Rucola seit dieser Woche wieder verkauft, dürfte die Rufschädigung und der Imageverlust für das würzige Kraut – ersten Schätzungen der Interessengemeinschaft zufolge – weitere Millionenkosten zur Folge haben.

Verbraucherschutz ins Gegenteil verkehrt

Während ausländische Rucola-Erzeuger Kreuzkraut mit in Deutschland verbotenen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen, setzen die Pfälzer Rucola-Erzeuger seit Jahren auf umfangreiche Qualitätssicherung!
Ulrich Härtel, Sprecher der Interessengemeinschaft Rucola Anbauer Pfalz erklärt: „Das genannte Beispiel zeigt, wie Verbraucherschutz ins Gegenteil verkehrt werden kann. Als verantwortungsbewusste Erzeuger setzen wir daher auf eine direkte Kommunikation und Information der Verbraucher.“

Wichtige Hintergrundinformationen zum Kreuzkraut-Fund

Medienberichten zufolge hatte Anfang August ein Mann, der – wie sich nachträglich herausstellte – Mitglied eines sogenannten Arbeitskreises Kreuzkraut e.V. ist, in einem norddeutschen Supermarkt eine blühende Kreuzkrautpflanze in einer Schale Rucola gefunden.

Nach schriftlicher Aussage von Dr. Helmut Weidenfeld wurde die „Kontamination der Rucola-Probe durch gemeines Kreuzkraut in der Presse mitgeteilt, bevor wir die Probe vermessen haben.“

Eine amtliche Untersuchung der Proben fand nicht statt, sodass nicht geklärt werden kann, wie die Pflanze in die Schale mit Rucola gelangte. Direkt nach dem angeblichen Fund war in ersten Medienberichten zunächst sogar von dem nachweislich gefährlichen Jakobskreuzkraut die Rede.

Kontroll-Proben im Lebensmitteleinzelhandel werden in Deutschland ausschließlich von Mitarbeitern der kommunalen Lebensmittelüberwachung vorgenommen. Bei Rucola werden stets fünf Packungen gleichzeitig beprobt. Diese werden in einem versiegelten Kunststoffsack an Ort und Stelle verplombt und ins Labor gebracht. Die Original-Verpackung ist eine Grundvoraussetzung für die amtliche Prüfung, um Manipulationen auszuschließen.

Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.ig-qualitaetsrucola-pfalz.de

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