Weintourismus in Maldonado, Uruguay

Die Bodega Garzón im kleinen Ort Garzón in der Provinz Maldonado gehört der New York Times zufolge zu einem der 52 Orte, welche man 2016 gesehen haben muss.

Nach einer Investition in Höhe von ca. US$ 85 Mio. (ca. € 77,5 Mio.) ist auf einem Areal von 1,95 Hektar ein nachhaltiges Weingut mit Restaurant und Luxushotel entstanden. Doch nicht nur feine Weine werden dort produziert, sondern auch natives Olivenöl.

Die Bodega bietet geführte Touren mit Weinproben an, die zusammen mit einem Essen im Restaurant der Bodega oder einem Besuch der Olivenölmanufaktur Colinas de Garzón gebucht werden können.

http://bodegagarzon.com

Auf Vorrat lässt sich Wasser nicht trinken

Ein halber Liter Wasser vor den Mahlzeiten hilft laut einer britischen Studie beim Abnehmen: Es füllt den Magen und regt den Stoffwechsel an. Allerdings ist es Experten zufolge keine gute Idee, beim Frühstück gleich die Wasserration für den ganzen Tag zu trinken. „Wir können nicht auf Vorrat trinken“, betont der Ärztliche Leiter des KfH-Nierenzentrums in München-Schwabing, Professor Johannes Mann, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Wer das versucht, verdünnt seine Blutsalze zu stark.“ Doch nicht nur zu viel, auch zu wenig zu trinken, kann schädlich sein. Kopfschmerzen, Konzentrations- und Kreislaufprobleme, trockene Haut, dunkler Urin und Verstopfung weisen auf einen Flüssigkeitsmangel hin. Eineinhalb Liter am Tag gelten für gesunde Erwachsene als Richtgröße. „Das ist ein Mittelwert, der noch nie systematisch untersucht wurde“, sagt Dr. Michael Boschmann, leitender Arzt am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung an der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Anstatt ständig an der Wasserflasche zu hängen, sollte man auf seinen Körper hören und trinken, wenn man Durst hat.“ Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 5/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Bonusprogramme verändern Kaufverhalten

Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ändern Konsumenten willentlich und wissentlich ihr Kaufverhalten, um an Bonusprogrammen teilzunehmen. Apps holen gegenüber der klassischen Kundenkarte auf.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im April 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.515 Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu Bonusprogrammen online befragt. Dabei wurden 59 Programme aus zehn verschiedenen Branchen hinsichtlich Erfolgsfaktoren, Bekanntheit, Nutzung und Teilnehmererfahrungen sowie Vorstellungen vom optimalen Bonusprogramm zu jeder Branche untersucht.

Jeder Deutsche nimmt durchschnittlich an 3,7 Bonusprogrammen teil, um so beim jeweiligen Händler durch häufiges Einkaufen Prämien oder Rabatte zu ergattern. Wichtigster Teilnahmegrund für Verbraucher ist die Möglichkeit Geld zu sparen. Wenn Verbraucher auf die Teilnahme an einem Bonusprogramm verzichten, sind hohe Einlösungshürden und die Angst vor unerwünschter Werbung die häufigsten Beweggründe. Der Großteil der Ablehner würde eine Teilnahme jedoch bei attraktiveren Prämien in Erwägung ziehen.

Die Studie deckt auf, dass Teilnehmer von Bonusprogrammen willentlich ihr Kaufverhalten ändern, um die damit verbundenen Vorteile nutzen zu können: So kaufen 49 Prozent häufiger in einem Geschäft ein, in dem sie auch am Bonusprogramm teilnehmen. 32 Prozent kaufen bewusst mehr, und 23 Prozent nehmen sogar einen Umweg in Kauf, um beim Einkauf die Vorteile eines Bonusprogramms zu erlangen. Diese Werte sind damit im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2014 angestiegen. „Es ist höchst bemerkenswert, wie vielen Verbrauchern bewusst ist, dass sie ihr Kaufverhalten durch Bonusprogramme ändern“, erläutert André Wolff, Bonusprogramm-Experte bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung aus Hamburg.

Die in Deutschland angebotenen Bonusprogramme unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung und Image. Das von vielen Filialisten angebotene Bonusprogramm Payback weist beachtliche Werte auf: 84 Prozent der Deutschen kennen das Programm, 60 Prozent sind sogar Mitglied; DeutschlandCard hingegen kennen 56 Prozent und rund jeder dritte Deutsche nimmt an dem Programm teil. Verbraucher ziehen händlerübergreifende Programme den Bonussystemen einzelner Händler vor, gleichwohl existieren zahlreiche Programme einzelner Händler: Die Tchibo PrivatCard etwa kennen 31 Prozent und 18 Prozent nutzen sie.

Eine Nutzung von Bonusprogrammen per App wird von den Verbrauchern noch nicht bevorzugt. Mehr als zwei Drittel der Deutschen bevorzugen weiterhin die Identifizierung als Bonusprogramm-Mitglied via Kundenkarte. Wenngleich der Durchbruch der mobilen Bonusprogramm-Nutzung noch nicht erfolgt ist, steigen Nutzung und Präferenz für Apps weiter an. „Junge Bevölkerungsgruppen präferieren Bonus-App bereits wesentlich stärker als ältere, dieser Trend wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt aufnehmen“, resümiert André Wolff.

Die vollständige Studie gibt es unter www.grieger-cie.de/bonusprogramme

fish international Bremen

Auf der „fish international“ geht es exquisit wie selten zu: In den Theken der Aussteller werden bei der 14. Auflage der einzigen Fisch-Fachmesse Deutschlands von Sonntag bis Dienstag, 9. bis 11. Februar 2014, zum Beispiel Õra-Kings liegen, die als die Wagyu-Rinder unter den Lachsen gelten. Besucher werden in den Hallen 4 und 5 der Messe Bremen Weiße Könige erleben oder die ersten Lachse mit ASC-Siegel, Beluga-Kaviar und andere Sorten vom größten Produzenten der Welt oder Kohlenfische – in ihrem Fall sorgt die große Nachfrage aus Japan Experten zufolge für den hohen Preis.

Insgesamt werden wieder rund 260 Aussteller zur fish international erwartet: Fischzüchter und Fangbetriebe, Hersteller von Räucherwaren und Feinkost. Anzutreffen sind zudem Hersteller von Fischverarbeitungsmaschinen und -utensilien, Ausrüster für die Fischzucht, Designer von Verkaufswagen und Thekenkonzepten, Vertreter nationaler Fischereiorganisationen, Wissenschaftler. Die Aussteller kommen voraussichtlich auch wieder aus mehr als 20 Staaten. Besonders stark vertreten sind diesmal die Dänen, auch niederländische Firmen sind in noch größerer Zahl als in den Vorjahren dabei. Aussteller und Produkte kommen unter anderem auch aus Polen, Italien, Spanien, Neuseeland, Alaska.

Auch Norwegen ist natürlich präsent – unter anderem nach aktueller Planung mit einer Produktpremiere. Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) will am Messemontag den ersten zertifizierten Zuchtlachs präsentieren. „Bis November 2013 waren vier norwegische Betriebe im Zertifizierungsprozess“, berichtet Sun Brage vom ASC.
Vom Norden Europas in den höchsten Norden Nordamerikas: Hier ist der White oder Ivory King zu Hause, den das Alaska Seafood Marketing Institute als Mitaussteller am Stand des Bremerhavener Großhändlers Transgourmet Seafood präsentiert: „Von den Indianern wird er als heiliger Fisch verehrt“, berichtet dessen Geschäftsführer Ralf Forner. Zur Art der Königslachse gehörend, kennzeichnet den Weißen König sein weißes Fleisch. Wie seine handelsüblichen Verwandten ernährt auch er sich Forner zufolge von Krebstieren, nimmt aber die Carotinfärbung nicht an. Auf 1.000 Lachse kommt nur ein einziger White King – eine in der Spitzengastronomie hochgeschätzte Laune der Natur.

Hierzulande ähnlich rar und kostbar sind die in Alaska gefangenen Kohlenfische. Küchenchefs bieten das Tier mit seiner auf dem Rücken vielfach schwärzlichen Haut als „Schwarzen Kabeljau“ an, auch wenn der Fisch mit Kabeljau nicht verwandt ist. Berühmt gemacht hat den „Black Cod“ der japanische Spitzenkoch Nobuyuki Matsuhisa in seiner Restaurantkette Nobu, vielleicht deshalb hat der Fisch einen so festen Platz in den Herzen japanischer Gourmets.

Am Stand von F.L. Bodes stellt sich der Kaviarerzeuger Agroittica vor. Acht verschiedene Störe züchten die Italiener inzwischen, darunter die besonders kostbaren Beluga-Störe: 18 Jahre dauert es, bis sie geschlechtsreif sind. Am Stand ist zudem die Lee Fish Europe AG anzutreffen, die den Kaviar im deutschsprachigen Raum vertreibt und exklusive, mit Langleine gefangene frische Fische aus Neuseeland importiert. Besucher können darum auch den erst 2012 auf dem europäischen Markt eingeführten Õra King Salmon kennenlernen. Die ganz besonders hohe Qualität des Zucht-Königslachses soll das Maori-Wort „õra“ einfangen, das „lebendig, frisch“ bedeutet: Das Fischfleisch ist dem Importeur zufolge stark marmoriert, die Textur seidig und doch fest, die Haut hell-glänzend – und dazu enthält der Õra-King die meisten Omega-3-Fettsäuren unter allen Lachsen.

Wie solche Delikatessen schmecken, erleben Besucher ebenfalls: Transgourmet Seafood will potenzielle Kunden Black Cod und White King probieren lassen. Agroittica und Lee Fish wenden sich unter anderem gezielt an Gastronomen: In der Probierküche der ersten „Gastro Ivent“ mit Impulsen und Lösungen für die Gastronomie in der Messehalle 6 setzt sich die Sterneköchin Maria Groß mit den geschmacklichen Möglichkeiten des Õra-King auseinander, auch Kaviar soll hier bei einer interaktiven Verkostung auf den Zungen zergehen.

Neben dem Genuss hat die fish international auch viel Gelegenheit fürs Netzwerken sowie rein Informatives zu bieten. Zum Beispiel stellen Firmen in einer Sonderschau zum Thema Rückverfolgbarkeit geeignete Warenwirtschaftssysteme vor. Deutlich ausgebaut hat das Messeteam den Ausstellungsbereich zu Aquakultur. Das noch junge Netzwerk aus Herstellern, Forschern, Technik- und Anlagenherstellern „Aquzente“ bittet unter anderem zu zahlreichen Vorträgen, auch veranstalten zwei Koryphäen der Kreislaufanlagen-Technik einen Workshop, den sie bislang nur in den USA angeboten haben.

www.fishinternational.de.

Landeslabor beanstandet Speiseeis

Keime auch in Schlagsahne aus Automaten, aber keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher

Damit der Eisgenuss im Sommer ungetrübt bleibt, werden Hessens Eisdielen regelmäßig kontrolliert. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat das Hessische Landeslabor im Rahmen einer Schwerpunktaktion 415 Planproben Speiseeis untersucht, welche überwiegend in Eisdielen mit handwerklicher Selbstherstellung entnommen wurden. Entsprechend den Vorlieben der Verbraucher zählten die Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Nuss zu den am häufigsten beprobten Sorten. „Aufgrund hygienischer Mängel mussten 11,3% der Proben beanstandet werden“, sagte der Direktor des Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn. „Verglichen mit dem Vorjahr (12,6 %) hat sich die Situation stabilisiert“, so Brunn. Weiteren Anlass zur Beanstandung gaben dem Labordirektor zufolge zu geringe Milchanteile bei Milcheis sowie fehlende Kenntlichmachung von Farbstoffen bei Sorten wie „blauer Engel“. Zum beprobten Sortiment gehörten Brunn zufolge auch 15 Proben Wassereis, sogenanntes „Slush-Eis“. Hier seien zwar keine Hygienemängel festgestellt worden, bei zwei Proben wären jedoch die enthaltenen Farb- und Konservierungsstoffe dem Verbraucher bei der Abgabe nicht kenntlich gemacht gewesen.

„Zusätzlich zu den Eisproben in Eisdielen, Cafés und sonstigen Gastronomie-Betrieben haben wir auch Sahne aus Aufschlagautomaten stichprobenartig auf Hygienemängel untersucht. Von 118 Proben mussten 83 und damit 70 % aufgrund erhöhter Keimbelastung beanstandet werden. Die Beanstandungsquote ist damit im Vergleich zu den rund 71% im Vorjahr auf nahezu gleich hohem Niveau geblieben“, stellte Brunn fest.

Grund für die Keimbelastung beim Speiseeis sei vor allem der unsaubere Umgang mit dem Eisportionierer. Oft würde dieser nicht unter fließendem Wasser abgewaschen, sondern in stehendes Wasser getaucht, wo sich die Keime schnell vermehren. „Bei der Schlagsahne sind die Ursachen häufig in der unzureichenden Reinigung und Desinfektion der Geräte zu suchen. Auch die fehlende oder ungenügende Wartung der Geräte oder eine nicht ausreichenden Kühlung der flüssigen Sahne führt zu einer Keimvermehrung“, erklärte der Direktor. Eine Gesundheitsgefahr für Verbraucher gehe Brunn zufolge von den Hygienemängeln aber nicht aus. So wurden lediglich Keime, wie etwa Enterobakterien, festgestellt, die auf Hygienemängel hinweisen. Krankheitserregende Keime, wie Salmonellen, konnten nicht nachgewiesen werden.

Kaffee verbessert die sportliche Leistungsfähigkeit

Die sportliche Leistungsfähigkeit kann durch den Genuss von Kaffee in Kombination mit Kohlenhydraten offenbar deutlich erhöht werden.
Das berichtet das Frauen-Lifestylemagazin „Women’s Health“ (Ausgabe 5+6/2012, EVT 11.04.2012) unter Berufung auf eine Studie der britischen Sheffield Hallam University. In den Tests steigerten Sportler nicht nur ihre Ausdauer, auch Zielgenauigkeit und Feinmotorik verbesserten sich , nachdem sie einen Koffein- und Kohlenhydrat-Shake getrunken hatten. Die beflügelnde Wirkung zeigt sich den Wissenschaftlern zufolge besonders stark, wenn der Powerdrink unmittelbar vor oder während der sportlichen Aktivitäten eingenommen wird. Also: Ob Tennis, Badminton oder Beachvolleyball – eine Kaffeepause zwischendurch ist immer hilfreich.

ÖKO-TEST: Health Claims

Lebensmittel mit einer Extraportion Gesundheit werden uns auf vielen Verpackungen versprochen. Doch diese Produkte mit Health Claim bringen nichts, sondern können sogar schaden. Darauf zeigt eine Untersuchung des ÖKO-TEST-Magazins hin, das die Herstelleraussagen genauer unter die Lupe genommen hat.

Die Anreicherung von Lebensmitteln ist nicht nur überflüssig, sondern teilweise sogar problematisch. Ein mögliches Risiko sind etwa mit Sterinen und Stanolen angereicherte Lebensmittel, die versprechen, den Cholesterinspiegel zu senken. Diese Produkte sind keinesfalls für jeden Supermarktkunden geeignet. Sie können sogar das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Viele Produkte sind mit Vitaminen angereichert, die ungesund sein können. Sehr hohe Tagesdosen von Vitamin B6 können zu Nervenstörungen in Armen und Beinen führen. Folsäure ist zwar für Schwangere wichtig, dauerhaft eingenommen kann sie bei Männern das Prostatakrebsrisiko erhöhen. Selbst Vitamin C erhöht in hohen Mengen bei anfälligen Menschen das Risiko für Nierensteine.

Auch Eisenzusatz ist laut den Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung nicht ohne. Ein Zuviel wird mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Einer neueren Studie zufolge erhöht die Eisenaufnahme über Nahrungsergänzungsmittel sogar das Risiko, vorzeitig zu sterben, um fast vier Prozent.
Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit allen Vitaminen und Mineralien, die er braucht. ÖKO-TEST empfiehlt daher, auf den Kauf von Produkten mit Gesundheitsversprechen zu verzichten und das Geld lieber für gute, ganz normale Lebensmittel, möglichst in Bio-Qualität, auszugeben.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2012 gibt es seit dem 30. März 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Downunder in der Fisch-Theke

Australiens Lieblingsfisch soll auch den Deutschen schmecken
Er mag zum Beispiel Garnelen, die Australier mögen ihn: Der Barramundi gilt als der beliebteste Speisefisch des Kontinents, denn sein nach dem Kochen weißes Fleisch ist Kennern zufolge fest und doch saftig, sein Aroma süßlich und butterig. Hierzulande liegt der „Flussfisch mit den großen Flossen“ – das bedeutet sein Name in der Sprache der australischen Ureinwohner – noch selten in Seafood-Theken. Auf der fish international vom 12. bis 14. Februar in der Messe Bremen aber können Händler, Köche und Gastronomen den zur Familie der Barsche gehörenden Fisch aus der Nähe begutachten: Das polnische Unternehmen Global Fish will ihn auch in Deutschland vertreiben und präsentiert ihn darum auf der bundesweit einzigen Fachmesse für Fisch und Meeresfrüchte.

Global Fish erzeugt den Barramundi in einer Kreislaufanlage. „Wir freuen uns, dass das Unternehmen die fish international nutzt, um sein Produkt in Deutschland einzuführen“, sagt Messeorganisatorin Sabine Wedell. Aquakultur bilden ihr zufolge diesmal einen Schwerpunkt der Messe. Das gilt auch für ihre Zertifizierung – darüber informieren Facheinrichtungen wie der noch junge Aquaculture Stewardship Council (ASC).

Besonderes Augenmerk gilt heimischer Süßwasserzucht. Natürlich sehen Besucher auf der Messe auch Karpfen, Forellen oder Saiblinge deutscher Erzeuger. Die Norddeutsche Fischhandelsgesellschaft mbH stellt außerdem Zander vor, die in Kreislaufanlagen gezogen werden. Aber auch wilder Zander aus Russland ist im Angebot, präsentiert von fish & more. Derzeit leisten die Friedrichshafener mit ihren russischen Partnern die Vorarbeiten, um ihre Fangmethoden nach dem Standard für Wildfischerei des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren zu lassen. „Beispielsweise haben wir schon die Maschengrößen unserer Netze vergrößert, sodass Jungfische in den See zurückfallen“, erklärt Firmenchef Jürg Knoll, der unter seinem zweiten Label „followfish“ ausschließlich Fisch mit MSC- oder Bio-Siegel vertreibt. „Wir hoffen, die Zertifizierung unserer eigenen Produktion bis Ende 2012 erreicht zu haben“, so Knoll.

Neben Süßwasserfischen zeigt die Messe die große Vielfalt, die die Meere der Welt hervorbringen. Präsentiert wird zudem, was Feinkostproduzenten oder Räuchereien daraus zu zaubern verstehen. Das belgische Unternehmen Ouwehand Visverwerking B.V. etwa bringt Heringshappen mit exotischer Note nach Bremen mit, zum Beispiel in Ananas-Chili-Sauce. Diverse Händler aus dem In- und Ausland präsentieren Tiger-Prawns und andere Garnelen. Das dänische Unternehmen Uhrenholt kommt mit Bio-Garnelen, die in Indonesien gezüchtet werden. Shrimps sind auch ein großes Thema auf dem tunesischen Gemeinschaftsstand. Seit langem beliebt bei den Genießern sind Garnelen in Knoblauch – der Erfinder dieser Zubereitung, die Werner Lauenroth Fischfeinkost GmbH, ist natürlich auf der fish international präsent. Die confierten – also in aromatisierten Ölen langsam gegarten – Garnelen von „Die Räucherei“ fanden schon auf der fish international 2010 Liebhaber. Eine Spezialität des Hauses ist kalt gegarter Thunfisch, außerdem bringen die Niedersachsen Lachsmedaillons mit Frischkäsefüllungen verschiedener Geschmacksrichtungen mit.

Dafür, dass sich Frischware und andere Delikatessen appetitlich feilbieten lassen, sorgen die Thekenkonzepte, die auf der Messe zu sehen sind – wie in früheren Jahren will der Bremerhavener Ladenbauspezialist Erich Schich das Fachpublikum mit neuen, rationellen Lösungen überraschen. Bei der Frage der Präsentation nicht unwichtig: Händler müssen ab Januar 2012 neuen Kennzeichnungspflichten bei Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse nachkommen, etwa was die Rückverfolgbarkeit ihrer Waren, Auftauhinweise oder die Angabe wissenschaftlicher Namen betrifft. Der Fachverband „Der Fischfachhandel“ im Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. bietet dazu an seinem Stand auf der Messe vielfältige Informationen an. Die Kennzeichnungsvorschriften stehen außerdem auf dem Vortragsprogarmm der Jahrestagung des Fachverbandes am ersten Messetag, dem 12. Februar.

Die fish international findet statt vom 12. bis 14. Februar in den Hallen 4 und 5, mehr Informationen gibt es unter
www.fishinternational.com

Bundesbürger sind bereit, mehr Geld für gesunde Ernährung auszugeben

Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Deutschen Welle

Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Deutschen sind bereit, mehr Geld für gesunde Ernährung auszugeben. 20 Prozent lehnen das ab. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Welle. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte vom 9. bis 11. Mai 1.012 Bundesbürger befragt. 86 Prozent der Bundesbürger kochen danach vorwiegend mit frischen Produkten. Für 13 Prozent der Deutschen ist gesunde Ernährung kein Thema.

In der sechsteiligen Serie „Geschmackssache(n)“ berichtet das TV-Magazin „euromaxx“ der Deutschen Welle vom 22. bis 27. Mai über kulinarische Trends in Deutschland.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Deutschen entscheiden sich der Forsa-Umfrage zufolge täglich für frisches Obst und Gemüse, bei den Frauen liegt der Anteil bei 87 Prozent. Über zwei Drittel der Bürger (69 Prozent) achten beim Kauf auf die regionale Herkunft der Produkte. Biokost bevorzugen 28 Prozent der Befragten.

Beim Fleischverzehr haben besonders ältere Menschen aus den zahlreichen Lebensmittelskandalen ihre Konsequenzen gezogen: 66 Prozent der Befragten „60 Jahre und älter“ haben in den vergangenen fünf Jahren ihren Fleischkonsum reduziert; über alle Altersgruppen gesehen liegt der Wert bei 53 Prozent. Dennoch bleibt Fleisch für fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) ein Bestandteil gesunder Ernährung. Für die Hälfte der Deutschen (50 Prozent) gehört Fleisch zu einer „richtigen Mahlzeit“ einfach dazu. Mehr als jeder fünfte Konsument (23 Prozent) kauft ausschließlich Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft. Fünf Prozent verzichten der Umfrage zufolge ganz auf den Verzehr von Fleisch.

Gourmet-Metropole Taipei

Berichten der United Daily zufolge, plant die Stadt Taipei, noch dieses Jahr eine Bewerbung an die UNESCO zu richten, um bei der Organisation zukünftig als „City of Gastronomy“ gelistet zu werden. In der Stadt gebe es derzeit mehr als 10.000 Restaurants und eine breites Angebot der unterschiedlichsten Spezialitäten.

Da die Stadt besonders durch die Verschmelzungen aller großen traditionell chinesischen Künchen glänze, wolle man sich dieses Jahr unter dem Motto „Vielfalt und Reichhaltigkeit“ bewerben. Nur wenige Städte auf der Welt können verfügten über eine so abwechslungsreiche und zugleich einzigartige Küche wie Taipei: Von gewaltigen Menüs in Fünf-Sterne-Restaurants bis hin zu den Schnellimbissbuden auf den landestypischen Nachtmärkten, der Fantasie und Kreativität sind in Taipei keine Grenzen gesetzt.

Lesen Sie den gesamten Artikel:
http://german.china.org.cn/culture/txt/2011-03/29/content_22248648.htm

Eine Empfehlung der Gourmet Report Redaktion, ein absolutes Muss, wenn man in Taipei ist – Wartezeiten bis zu drei Stunden, also lieber gegen 15/16 Uhr kommen, da sind es dann „nur“ um die 15 Minuten. Sterneküche (Die Hongkonger Filiale erhielt einen Michelin Stern, in Taiwan gibt es keine Michelin Ausgabe) zu Imbisspreisen:
Das göttliche Din Tai Fung – http://www.dintaifung.com.tw/

Auch Wikipedia listet das Din Tai Fung: http://en.wikipedia.org/wiki/Din_Tai_Fung

Für die New York Times gehört das Din Tai Fung zu den 10 wichtigsten Restaurants der Welt