Die besten Restaurants in Brandenburg – Gault Millau 2009

Die besten Restaurants des GAULT MILLAU in Brandenburg

1. Restaurant 1750 in Burg/Spreewald (17 Punkte),
2. Carmens Restaurant in Eichwalde,
Zum goldenen Hahn in Finsterwalde,
Friedrich-Wilhelm in Potsdam (16 Punkte),
5. Speckers Landhaus in Potsdam (15 Punkte),
6. Humboldthain** in Brandenburg,
Vierseithof* in Luckenwalde,
Fiore/Giglio rosso und Juliette in Potsdam,
Alte Schule in Reichenwalde (14 Punkte),
11. Bollwerk in Eisenhüttenstadt,
Villa Kellermann in Potsdam,
Ernest* in Werder (13 Punkte)
* Aufsteiger **Newcomer

Veränderungen in Brandenburg gegenüber dem Vorjahr

Auf 14 Punkte steigerte sich Dieter Kobusch vom „Vierseithof“ in Luckenwalde.
„Er absolviert den Slalom zwischen Region und französischmediterranen
Einflüssen nun konsequenter und sicherer. Lammkarree mit
Bärlauchpesto, verschiedenen Bohnen und Polenta gelang ebenso gut wie
die bemerkenswerte Kombination von Erdbeeren, Spargel, Mandelcrème und
schön herbem Schokoladensorbet.“

Die gleiche Note erreichte auf Anhieb Magdalena Cupal-Schmitt „im schmucken, mit sicherer Hand modern eingerichteten“ Restaurant „Am Humboldthain“ in Brandenburg mit „ihrer ideenreichen Küche und einer ausgezeichneten
Gesamtleistung zum Freundschaftspreis“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in Brandenburg hält
weiterhin Oliver Heilmeyer vom „Restaurant 17fuffzig“ in Burg (Spreewald).
Die Kritiker geben wieder 17 Punkte und schwärmen: „Köstlich gelingen der
Pot au feu von Zander und Flusskrebsen mit Risinabohnen und Oliven oder
die Heilbuttschnitte mit fruchtig rotem und mildsüßem gelben Paprikamus
an Algenrisotto. Ihren Höhepunkt erreicht unsere Begeisterung stets bei
Heilmeyers sehr puristischen Kreationen wie dem gebackenen Ei mit Parmesanschaum
und Tomaten-Olivenöl. Das als Soufflé servierte Ei mit wunderbar
wachsigem Innenleben thront auf einem äußerst milden Parmesanschaum,
den fruchtige Tomatenrinnsale durchziehen.“

Der Kochkönig der Mark hat 1 Kronprinzessin und 2 Kronprinzen, die ihre 16
Punkte aus dem Vorjahr verteidigten:
• Alexander Dressel vom „Friedrich-Wilhelm“ in Potsdam „erfreut stets von
neuem mit seinen Inspirationen. Beim Ferkel legt er die wunderbar krosse
Kruste in winzigen Stückchen auf das Fleisch, das seinerseits auf rotem
Rübensalat und Kümmelschaum thront. Das Lamm kokettiert eitel mit saurer
Zunge und rauchigem Zuckermaispüree sowie Babymaissalat.“
• Carmen Krüger von „Carmens Restaurant“ in Eichwalde kann es sich „als
eine der raren Instinktköchinnen dank sicherer Würze, exzellenter regionaler
Produkte und genauer Garung erlauben, auf jeden Trend zu pfeifen. Nirgendwo
isst man Zander frischer, und bei Innereien erwarten den Gast Gaumenwunder
der Extraklasse.“
• Frank Schreiber vom „Goldenen Hahn“ in Finsterwalde „geht gern auf Olivenöl-
Aromenreise, bis hin zu Olivenöl-Kieselsteinen zum gebratenen
Steinbutt. Er bereitet aber auch mit handwerklicher Präzision und bemerkenswerter
Präsentation, die man so weit draußen nicht erwartet, eine Variation
vom Hummer (Schere, Salat, Terrine) mit Süßdolde, Marille und Hibiskusblütensalz“;

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 17 Restaurants
in der Mark Brandenburg. 13 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren
Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20
möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahekommt.

Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile
und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete,
von den Feinschmeckern mit Spannung erwartete Gault Millau in Brandenburg
2 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 5 inspirierte
Küchen neu auf; 3 werden höher, 2 niedriger bewertet.

Als zusätzliches Schmankerl testete der im Münchner Christian Verlag
erscheinende Reiseführer für Genießer (900 Seiten, 29,95 €, ISBN 978-3-
88472-918-2 ) die Restaurants des ZDF-Traumschiffs, „MS Deutschland“.
Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 405 Hotels.

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