Vegetarische Ernährung: Erscheinungen von Mangel vermeiden

Tierische Produkte werden von vielen Menschen abgelehnt: Einigen schmeckt Fleisch nicht, andere zeigen mit dem Verzicht auf Fleisch und Geflügel ihre Ablehnung gegen Massentierhaltung, wiederum andere berufen sich auf religiöse Hintergründe oder gesundheitliche Aspekte.

Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat zu diesem Thema unter http://www.1a-krankenversicherung.de/… verschiedene Informationen zusammengestellt und erklärt die unterschiedlichen Formen vom Vegetarismus. Man unterscheidet folgende Gruppen der Vegetarier:

– Veganer
– Lacto-Vegetarier
– Ova-Vegetarier
– Ovo-Lacto-Vegetarier
– Pescetarier
– Flexitarier

Veganer lehnen jegliche Nahrungsmittel tierischer Herkunft ab, während Lacto-Vegetarier auch Milch und Milchprodukte konsumieren. Ova-Vegetarier lehnen ebenfalls Fleisch, Geflügel und Fisch ab, erlauben aber den Verzehr von Eiern. Ovo-Lacto-Vegetarier dürfen neben Eiern auch Milch zu sich nehmen. Eine weitere Gruppe von Vegetariern, die den Verzehr von tierischen Produkten eingeschränkt erlaubt, sind Pescetarier: Fisch und Fischprodukte dürfen gegessen werden. Die Gruppe der Flexitarier wird häufig kritisiert, da diese Gruppe eigentlich rein vegetarisch lebt, gelegentlich jedoch Fleisch und Fisch zulässt.

Studien bestätigen, dass Vegetarier weniger Erkrankungen aufweisen: Typische Zivilisationskrankheiten wie Fettstoffwechselstörungen oder zu hoher Blutdruck treten seltener auf. Insbesondere der Cholesterinwert sei im Vergleich zu Nicht-Vegetariern durchschnittlich niedriger. In vielen Fällen sei eine vegetarische Ernährung auch bei Übergewicht hilfreich.

Oft wird eine vegetarische Ernährung jedoch mit Mangelerscheinungen in Zusammenhang gebracht, sofern der Körper nicht alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Experten erklären, dass besonders Veganer oftmals Mangel an Eisen, Zink, Eiweiß und Jod aufweisen. Ein Ernährungsplan, der Eier und Milchprodukte enthält, sei daher gesünder als eine rein vegane Ernährungsweise.

Kostenloser veganer Einkaufsführer fürs iPhone

PETA2 und Walking Concepts veröffentlichen „Veggie Guide-App“

Mit dem neuen Shopping-Guide von PETA2, der Jugendkampagne der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V., ist es so einfach wie nie zuvor, sich vegan zu ernähren. Wer keine Lust hat, durch Fleischkonsum das Leiden und Sterben von Millionen Tieren zu unterstützen, kann sich den „Veggie Guide“ kostenlos auf www.PETA2.de herunterladen. Die brandneue Application fürs iPhone enthält eine umfangreiche Liste mit veganen Produkten zum Essen, Trinken, Pflegen und Putzen sowie deren Bezugsmöglichkeiten. Entwickelt wurde der Einkaufsführer von den Kölner Smartphone-Spezialisten von Walking Concepts.

„Die Online-Version des Veggie-Guides ist eine der meistbesuchten Seiten von PETA2. Es ist nur logisch gewesen, diesen jetzt auch als App anzubieten, damit die praktischen Infos bei jedem Einkauf zur Hand sind,“ sagt Jobst Eggert von PETA Deutschland e. V. Die Produkte sind in Bio-Läden, Reformhäusern, aber auch in ganz normalen Supermärkten und Drogerien erhältlich. Neben dem Einkaufsführer bietet die App ein umfassendes FAQ zum Thema Tierrechte, eine Step-by-Step-Anleitung für angehende Veganer sowie ein schonungsloses PETA-Aufklärungsvideo zur Fleischproduktion.

Zum Download: http://www.peta2.de/iphoneveganguide

PETA2 ist die Jugendkampagne von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals). PETA USA ist mit über 2 Millionen

Veganismus bei Schülern birgt Risiken

UNICUM ABI: Veganismus bei Schülern birgt Risiken

Unter den rund 600.000 Veganern in Deutschland sind auch viele Schüler. Die Zeitschrift UNICUM ABI warnt in der aktuellen Märzausgabe vor den gesundheitlichen Folgen, die dieser meist aus ethischen Gründen gewählte Ernährungsstil gerade für junge Menschen haben kann.

Veganer verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf jedes tierische Produkt, das als Kleidung oder Nahrung dienen kann – kein Fleisch, keine Eier, kein Käse, so lautet die Devise. Gerade in Wachstumsphasen sei eine gesunde und ausgewogene Ernährung aber wichtig, berichtet die Zeitschrift. Einer britischen Studie zufolge, so UNICUM ABI, neigten jugendliche Veganer wegen niedriger Calcium-Aufnahme zu brüchigen Knochen. Besonders bedroht seien Mädchen, die verschiedene Diäten kombinierten. In UNICUM ABI rät Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung daher: „In einer veganen Ernährung ist es nicht ratsam, zusätzlich die Zufuhr von Energie durch Kalorien zu reduzieren. Besonders in der Adoleszenz braucht man diese.“ Diese Warnung werde von jugendlichen Veganern allerdings oft missachtet, so die Zeitschrift.

Weltvegantag

Am 1. November ist Weltvegantag: Rein pflanzliche Produkte überall erhältlich!

Aus Anlass des Weltvegantages am Samstag, den 1. November 2008, weist der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) auf die zunehmende Breite veganer Angebote im Lebensmittel-Einzelhandel hin. So gebe es zahlreiche neue sehr schmackhafte Produkte wie z.B. veganen Latte macchiato, Snacks wie z.B. „Picknicker“ oder „Spacebar“ (herzhaft feurige oder pikante „Würstchen“ für unterwegs), veganen Aufschnitt, vegane Schnitzel und sogar veganen Käse oder vegane Sahne. Selbst ein „veganer Pilzbraten“ aus Weizenfleisch ist mittlerweile – saisonal passend zum Weihnachtsfest – im Naturkosthandel erhältlich. All diesen Lebensmitteln ist gemeinsam, dass sie rein pflanzlich, d.h. ohne die Inanspruchnahme von Tieren hergestellt werden.

„Dieses Produktangebot zeigt, dass der Markt auf die zunehmende Nachfrage reagiert. Und nicht nur das: Das vegane Angebot im Naturkost-Fachhandel und sogar im Supermarkt ist auch geschmacklich äußerst attraktiv“ so Thomas Schönberger, Vorsitzender des VEBU. Rein pflanzliche Alternativen wie diese werden deutschlandweit rund um den Weltvegantag bei diversen Aktionen verkostet. Alle Aktionen sind einsehbar unter vegan-tag.de, der Aktionsseite von weltvegantag.de

Auch die Ernährungswissenschaft stützt den veganen Lebenstil als gesundheitlich vorteilhafte Ernährungsweise: „Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät“, stellt die ADA (American Dietetic Association), weltweit größte Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern mit rund 70000 Mitgliedern, in ihrem Positionspapier zur vegetarischen/veganen Ernährung heraus.

Extremkost

Veganer, Frutarier & Co. – Wann Extremkost ungesund wird

Bei der Frage nach der richtigen Ernährung geht es für viele nicht nur um die Gesundheit, sondern auch um ethische, ökologische und philosophische Erwägungen. Doch nicht alle alternativen Ernährungskonzepte sind uneingeschränkt zu empfehlen, wie die Frauenzeitschrift FÜR SIE in ihrer heute erscheinenden Ausgabe berichtet.

Vorsichtig sollte man etwa an die Makrobiotik herangehen. Die ursprüngliche Lehre schreibt vor, dass die Nahrung zu 60 Prozent aus Getreide besteht, dazu gibt es gekochtes Gemüse, Hülsenfrüchte, Meeresalgen, viel Salz und möglichst wenig Flüssigkeit. „Das Risiko von Mangelerscheinungen ist groß“, warnt Dr. Bernhard Watzl, Ökotrophologe am Karlsruher Bundesforschungsinstitut für Ernährung. Besser seien moderne Formen der Makrobiotik, die Rohkost, Eier und fetten Fisch in bestimmten Maßen zulassen. Anhänger der relativ komplizierten Extremkost sollten zudem über ein fundiertes Ernährungswissen verfügen, sonst drohen Kalzium-, Eisen- und Vitamin-B-Mangel.

An Kalzium und Vitamin B12 fehlt es meist auch bei der veganen Ernährung, die tierische Produkte in jeglicher Form ablehnt, also auch Eier und Milcherzeugnisse. Experte Watzl rät Veganern daher zur ergänzenden Einnahme von Kalzium und Vitamin B12. Die Eiweißversorgung sollte über bestimmte Pflanzenkombinationen sichergestellt werden; als Ersatz für tierische Eiweiße haben sich beispielsweise Mais und Bohnen bewährt.

Für auf Dauer gänzlich ungeeignet hält der Ernährungswissenschaftler die frutarische Ernährung sowie das Rohkostkonzept. Anders als bei den Veganern sind bei den Frutariern nicht nur tierische Produkte tabu, sondern auch Knollen, Wurzeln oder Blätter. Gegessen wird nur, was die Pflanzen freiwillig hergeben. Watzl sieht dabei nicht nur die Eisen-, Zink- und Jodversorgung gefährdet, sondern weist auch darauf hin, dass es zu wenige pflanzliche Quellen für Fettsäuren und Kalzium gibt. Rohköstler wiederum, die fast ausschließlich unerhitzte Lebensmittel zu sich nehmen, könnten zwar über den Verzehr von Rohmilch oder rohem Fleisch Mangelerscheinungen vermeiden, dennoch hält der Experte die Ernährung für zu einseitig. Eine Studie der Universität Gießen hätte zudem gezeigt, dass die Energieaufnahme von Rohköstlern oft nicht ausreichend ist, da sehr viel gekaut werden muss. Folgen seien Untergewicht und permanentes Kältegefühl.

Grünkohl: Wintergemüse mit Vitaminpower

Nach dem ersten Frost schmeckt Grünkohl erst richtig gut. Dann entwickelt er seinen typischen herbsüßen Geschmack. Was außerdem noch alles in ihm steckt und welche Traditionen sich mit ihm verbinden, berichtet die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Januar 2008.

Herausragend ist der hohe Gehalt an Vitamin C. Mit 100 Milligramm pro 100 Gramm Grünkohl enthält er doppelt so viel des Vitamins wie Orangen oder Zitronen und sorgt so in den Wintermonaten für geballte Vitamin-C-Power. Außerdem ist er reich an Folsäure und strotzt vor Calcium. Eine Portion von 250 Gramm deckt knapp die Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Calcium. Hilfreich gerade für Menschen, die keine oder nur wenig Milch und Milchprodukte zu sich nehmen. Das sind beispielsweise Veganer oder Patienten mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit, einer sogenannten Laktose-Intoleranz. Spitze ist Grünkohl auch in Sachen sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. So enthält er beachtliche Mengen an gesundheitsfördernden Carotinoiden, Flavonolen und Glucosinolaten. Letztere sind schwefelhaltige Verbindungen, die für den typischen Kohlgeruch verantwortlich sind und die möglicherweise krebsvorbeugende Wirkung besitzen.

Mit oder ohne Wurst und anderen Fleischbeilagen, gedünstet oder gekocht, als Eintopf oder Gemüse, Suppe oder Auflauf: Grünkohl lässt sich auf vielerlei Weise zubereiten. Zum Abschmecken reichen oft Pfeffer und Salz, eventuell Majoran, Lorbeer und Muskat.

Gesund ernähren nach Plan

Sich bewusst und gesund ernähren, das möchten
viele. Welche speziellen Kostformen es gibt und wie sie zu bewerten
sind, erläutert die »Neue Apotheken Jllustrierte« im Rahmen ihrer
neuen Serie, die in der aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2007
startet.

Zehn Prozent der Bundesbürger leben nach Angaben des
Vegetarier-Bundes fleischlos. Bereits hier kann man unterscheiden:
Ovo-Lacto-Vegetarier essen »nur« kein Fleisch, Lacto-Vegetarier auch
keine Eier, aber Milchprodukte, und Veganer verzichten auf alle
tierischen Produkte, selbst auf Honig. Die Deutsche Gesellschaft für
Ernährung erteilt den (Ovo)-Lacto-Vegetariern grünes Licht – auch als
Dauerkost. Vegan sollten sich gesunde Erwachsene auf die Dauer jedoch
nur ernähren, wenn sie über ein fundiertes Ernährungswissen verfügen.
Für Säuglinge und Kleinkinder eignet sich diese Ernährungsform nicht,
denn sie birgt die Gefahr einer Unterversorgung mit Nährstoffen, die
für das Wachstum der Kinder unentbehrlich sind.

Wer sich vollwertig ernährt, muss auf Eier, Fisch und Fleisch
nicht völlig verzichten. Hauptkomponenten sind aber auch hier Gemüse
und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Auf
Zusatzstoffe, gentechnisch veränderte oder bestrahlte Lebensmittel
verzichtet die Vollwert-Kost bewusst und bevorzugt statt dessen
regionale, am besten unverpackte Bioprodukte. Die Vollwert-Ernährung
wurde um 1900 vom Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner
entwickelt. Veraltet ist sie deshalb nicht. Etwa hundert Jahre
später, 1999, haben Gießener Wissenschaftler das Modell aktualisiert.