Vegane Hauptstadt Berlin

Die vegane Lebensweise wird in Berlin immer beliebter: Diesen Sommer zählte die deutsche Hauptstadt 43 Lokale, die keine tierischen Erzeugnisse beim Kochen verwendeten. Das sind 31 mehr als noch vor fünf Jahren. Insgesamt bieten nun über 340 Berliner Restaurants Speisen ohne Milch, Eier und Co an. Vegane Zutaten sind nicht nur die Basis neuer Foodtrends in der deutschen Hauptstadt, auch Mode, Schuhe und Kosmetik werden in Berlin ohne Tierprodukte produziert.

Neue Foodtrends: Raw, Superfood und Clean Eating
Einer der neuesten Trends ist Raw Food. Bei Rawtastic in Prenzlauer Berg, Berlins erstem roh-veganen Restaurant, wird das Essen nicht über 42 Grad erhitzt. Durch den schonenden Umgang mit den Lebensmitteln behalten diese nicht nur ihren Nährwert, sondern gewinnen sogar an Geschmack. Auf dem Menü stehen neben Koodles (Nudeln aus Karotten und Zucchini) auch ‘Shroom Burger aus Pilzen.

Das Daluma in Mitte verarbeitet Superfood, das sich durch einen höheren Nährstoffgehalt als andere Lebensmittel auszeichnen. Auf der Karte stehen neben Power-Smoothies aus entgiftenden Zutaten Gerichte auf Basis von Linsen, Pasta, Quinoa oder Reis. Im Super Foods & Organic Liquids nur ein paar Häuser weiter gibt es ebenfalls Nährstoffreiches zum gleich Verzehren oder Mitnehmen. Auf Säfte und Smoothies aus Superfood hat sich Liquid Garden in Prenzlauer Berg spezialisiert.

Clean Eating, bei dem naturbelassene, unverarbeitete Nahrung im Fokus steht, greift das Restaurant The Bowl in Friedrichshain auf – in veganer Form. Ob Italian Bowl mit Gemüsenudeln und Tomaten oder Mexican Bowl mit Avocado und Mais – jedes Gericht ist zu 100 Prozent zucker- und glutenfrei.

Vegan leben in Berlin: Mode, Make-up und Märkte
Modisch aussehen ohne Tierprodukte ist in Berlin kein Problem: Umasan Healthstyle in Mitte ist das erste Label weltweit, das zugleich vegan, ökologisch und fair handelt. Statt mit Leder experimentieren die Zwillingsschwestern Anja und Sandra Umann mit innovativen Fasern. Die passenden veganen Schuhe zum Outfit finden sich bei avesu in Prenzlauer Berg.

Und Gretel produziert hochwertige Naturkosmetik mit glanzvollen Farben und langer Haltbarkeit. Dabei verwenden die Gründerinnen Christina Roth und Stephanie Dettmann nur natürliche Inhaltsstoffe, ohne synthetische Konservierung, chemische Bestandteile und Tierversuche.

Die neuesten Vegan-Trends in Sachen Lebensmittel und Lifestyle werden in Berlin jedes Jahr beim Veganen Sommerfest auf dem Alexanderplatz im August, dem vierteljährlich stattfindenden Green Market Berlin in der Alten Kindl Brauerei und auf der Messe VeggieWorld in der Station Berlin (jeden November) präsentiert.

Informationen und Links zum veganen Berlin

1. Essen und Trinken: Auswahl an Restaurants/ Diner/Bars
Veganes Restaurant mit Eintrag im Guide Michelin: Lucky Leek in Prenzlauer Berg
Vegane Küche im Kopps in Mitte
Superfood im Daluma und bei Super Foods & Organic Liquids in Mitte
Organic Liquids aus Superfood bei Liquid Garden in Prenzlauer Berg
Raw Food im Rawtastic in Prenzlauer Berg
Clean Eating im The Bowl in Friedrichshain
Weitere vegane und vegetarische Restaurants unter visitBerlin.de

Berlins erster veganer Metzger samt Bistro in Friedrichshain: L’herbivore
Erster veganer Donutshop Berlins: Brammibal’s Donuts in Neukölln
Tapas Bar Alaska in Neukölln
Biergarten Wilder Hase im Nirgendwo in Friedrichshain
Vegane und vegetarische Döner bei Vöner in Friedrichshain
Cocktailbar Chaostheorie in Prenzlauer Berg
Eis bei Kontor Eismanufaktur in Mitte und Prenzlauer Berg
Tofumanufaktur TofuTussis
Kochkurse bei Goldhahn & Sampson oder im Kochhaus

2. Lifestyle: Mode, Kosmetik, Feste und mehr
Veganz, erster veganer Supermarkt Europas, mittlerweile mit drei Märkten in Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg
Schuhe bei avesu in Prenzlauer Berg
Mode ohne tierische Produkte bei Umasan Healthstyle in Mitte
loveco – vegane Bekleidung und Kosmetik in Friedrichshain
Und Gretel: Naturkosmetik mit natürlichen Inhaltsstoffen
Veganes Sommerfest auf dem Alexanderplatz mit bis zu 50.000 Besuchern
Lifestyle-Markt Green Market Berlin in der Alten Kindl Brauerei,
Größte europäische vegane Messe VeggieWorld in der Station Berlin
Stadtführung mit Vegan Tours Berlin
Vegane Tattoos bei Herr Fuchs & Frau Bär in Prenzlauer Berg und Little Bird Tattoo in Rummelsburg
Veganer Sexshop Other Nature in Kreuzberg

3. Apps und Websites, die das vegane Leben leichter machen
Webseite Berlin-Vegan mit praktischer Übersichtskarte der veganen Restaurants
App Berlin Vegan Guide mit über 300 Restaurants, Imbissen und Eiscafés und über 200 Einkaufsmöglichkeiten
App und Website Happy Cow
Angebote für Veganer und Vegetarier auf visitBerlin.de

ÖKO-TEST SPEZIAL – Vegetarisch & vegan

Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL – Vegetarisch & vegan ist  im Handel zum Preis von 5,80 Euro erhältlich.
 
Nur keine Vorschriften: Wenn ein Mensch isst, müsste dafür kein Tier sterben. Und doch gibt es immer noch viele, die sich nicht einmal einen einzigen Tag ohne Fleisch vorstellen können. Dabei brauchen wir kein Fleisch, um gesund zu leben. Wir brauchen auch keinen Honig und keine Wolle. Wir müssen auch keine Tiere einsperren, weder um sie zur Schau zu stellen, noch um zu verbergen, was wir ihnen in der Massentierhaltung antun. Das neue ÖKO-TEST Spezial – Vegetarisch & vegan will Ihnen keine Vorschriften machen, aber alle Informationen über die Vorteile einer vegetarischen oder veganen Lebensweise geben. Von ÖKO-TEST dürfen Sie auch erwarten, dass wir mögliche Schwierigkeiten und Probleme nicht verschweigen.

Die Tests

• Fleischersatzprodukte: Vegetarische und vegane Produkte, die an Fleisch erinnern, liegen im Trend. Die Qualität der Pseudoschnitzel und -würste lässt jedoch zu wünschen übrig, etwa aufgrund von Mineralölrückständen und zu viel Salz. Nur ein Produkt ist „gut“.

• Nahrungsergänzungsmittel für Veganer: Mit einer rein pflanzlichen Ernährung nimmt der Veganer nicht alle Nährstoffe auf, die er braucht. Die von der Industrie angebotenen Nahrungsergänzungsmittel sind jedoch nicht die Lösung.

• Bio-Mineralwasser: Bio-Mineralwasser sind rein, ohne Rückstände von Pestiziden, Arzneimitteln und Ähnlichem. Umweltfreundlich sind sie jedoch nur, wenn sie aus der Region kommen.

• Vegane Kosmetik: Nicht immer kann man sich auf die Auslobung „vegan“ verlassen. Außerdem können vegane Produkte genauso wie andere Schadstoffe enthalten. Zwei Kosmetikartikel fallen durch, doch eine beachtliche Zahl ist empfehlenswert.

Und außerdem:

• Ernährungspyramide: Eisen, Vitamin B12, Calcium – das sind nur einige der wichtigen Vitamine und Mineralstoffe, die in Fleisch und Milchprodukten stecken. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, muss aufpassen, dass er bei einzelnen Nährstoffen nicht unterversorgt ist.

•  Hilfe beim Neustart: Ob beim Veganerstammtisch, vor dem Supermarktregal oder über spezielle Internetseiten – wer für den veganen Anfang Unterstützung sucht, findet schnell Hilfe. Manchmal ist das Angebot sogar größer als die Nachfrage.

• Soja: Aus Sojabohnen lassen sich viele verschiedene Nahrungsmittel herstellen, die in der vegetarischen und veganen Küche gerne genutzt werden. Doch wie ökologisch ist der Anbau, wie viel Gentechnik steckt in den Produkten und wie gesund sind sie wirklich?

• Fermentierte Lebensmittel: Wo man hinguckt, gärt und brodelt es. Ob in Restaurants, Workshops oder in privaten Küchen, überall werden Kimchi, Kraut und Kombucha hergestellt. Fermentierte Lebensmittel schmecken lecker, sind gut bekömmlich und gesund.

• Kosmetik mit Tierversuchen: Tierversuche für Kosmetika sind seit 2013 in der EU verboten. Doch es gibt Schlupflöcher und in Ländern wie China bleiben Tests an Kaninchen, Ratte & Co. vorerst sogar Pflicht.

Die beliebtesten vegetarischen Restaurants

Fleischarme und gar vegane Ernährung erfreut sich immer größerer Beliebtheit – immer mehr Restaurants bieten den Food-Trend auch auf ihren Speisekarten an. TripAdvisor zeigt eine Auswahl der am besten bewerteten Restaurants Deutschlands mit Schwerpunkt auf vegetarische und vegane Speisen. Der Blick auf die Top Ten-Liste zeigt: Ob regionale Speisen, Produkte in Bio-Qualität oder klassische Gerichte neu aufgelegt: Die grünen Lieblingslokale der TripAdvisor-Community überzeugen in punkto Gemüse-Küche mit besonders viel Raffinesse und Vielfalt und lassen sich in der ganzen Republik und vor allem auch in kleineren Städten entdecken.    

„Wer für den Gaumen etwas Neues ausprobieren möchte, sollte einen Blick auf die am besten bewerteten Restaurants der TripAdvisor-Reisenden werfen, die ein umfassendes Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten bieten. Hier sind einige verborgene Schätze dabei, die Reisende und Einheimische unterwegs am besten über die TripAdvisor-App finden. Durch die „In meiner Nähe“-Funktion werden sie schnell und einfach zu Restaurants in ihrer unmittelbaren Umgebung geführt“, so Susanne Nguyen, Presseverantwortliche bei TripAdvisor.  

Top 10 Restaurants in Deutschland mit Schwerpunkt auf vegetarische und vegane Küche

1. Naturkost Restaurant Tie, Coburg – 5 von 5 Bewertungspunkten, 24 Reviews
Bereits seit 1984 setzt das „erste Naturkost Restaurant“ Coburgs auf regionale Produkte „für Gourmets“. Viele Gäste schätzen die kreative Speisekarte – ob Kartoffelsuppe mit schwarzen Möhren, Rote Bete Scheiterhaufen mit Kastanien überbacken oder fränkischen  Pfefferrahmlinsen. Den Gästen schmeckt es: „Ein Restaurant, das sich völlig vom üblichen Mainstream abhebt. Die klare Ausrichtung auf gesunde Küche und saisonale Produkte wird geschmacklich überzeugend umgesetzt.“

2. Soup & Soul Kitchen, Goslar – 5 von 5 Bewertungspunkten, 64 Reviews
Im Haus der historischen Dampfbäckerei ist dieses Lokal in Goslar untergebracht, das auf vegetarische und vegane Suppen, Pasta und Salate sowie Bio-Weine zu souligen Klängen setzt. Besucher schwärmen von der Kochbananen-Ingwer-Suppe, dem Karottenbrot und den Nudeltaschen mit Ziegenfrischkäse. Auch Allergiker werden hier fündig: „Mein Wunsch –gluten- und laktosefrei – war überhaupt kein Problem. Vielseitige Karte. Wirklich außergewöhnlich gut“, so ein Gast auf TripAdvisor.

3. Symbiose, Leipzig –  4,5 von 5 Bewertungspunkten, 37 Reviews
Das kleine Lokal hat sich auf vegane Speisen und Getränke in Bio-Qualität spezialisiert. So finden sich auf der Speisekarte zum Beispiel Tofu-Filets mit veganer Zitronenbutter, Karotten-Gemüsebällchen oder hausgemachte Basilikum-Dinkel-Crêpes. “Perfekter Abend – nicht nur für Veganer – Der Service im  Symbiose ist sehr gut, die Speisen waren sehr lecker und waren auch optisch ansprechend gestaltet. Auf Wunsch erhält man die Rezepte der gewählten Speisen – Ideal zum Nachkochen!“

4. KARIN’s , Erding – 4,5 von 5 Bewertungspunkten, 69 Reviews, Zertifikat für Exzellenz   
Der Kopf und Namensgeberin dieses kleinen Restaurants im Münchner Umland ist Karin. Als Verfechterin der kreativen regionalen Küche, serviert die diese oftmals sogar persönlich. „Die Zusammenstellungen sind überraschend und fantasievoll: Süßkartoffel-Orangensuppe, Wirsingroulade mit Gemüsefüllung oder ein Lebkuchen-Parfait. Das kulinarische Highlight war aber definitiv das vegetarische Knödel-Trio! Lecker! Wir können Karin’s sehr empfehlen – gerade für Vegetarier, die es in Bayern nicht gerade leicht haben“, so ein Gast in seiner TripAdvisor-Bewertung.

5. Let It Be – Vegan Creperie, Berlin – 5 von 5 Bewertungspunkten, 32 Reviews   
Freunde von fleischlosen Burgern und Crêpes, die nach großen Künstlern und Berühmtheiten benannt sind, kommen in diesem Lokal in der Treptower Straße auf ihre Kosten. So zeigen sich internationale Gäste auf TripAdvisor begeistert vom „Mike Tyson BBQ (Soja) Steak Burger“. Ein Gast aus England: „Sehr freundlich, sehr leckere hausgemachte Speisen. Ganz einfach die besten Burger und Crêpes. Interessante Auswahl an Getränken. Ein klasse veganes Restaurant in Berlin!“

6. Pizza Bande, Hamburg – 4,5 von 5 Bewertungspunkten, 88 Reviews  
Zwischen Kiez und Hamburger Hafen liegt die Pizzabande, die sich auf den Teigfladen in kreativen Formen spezialisiert hat und auch vegetarische und vegane Variationen anbietet: zum Beispiel Pizza mit Büffelmozzarella, Granatapfelkerne und Sesamsoße. „Noch nie habe ich in den mehr als drei Jahren, die ich nun vegan esse, eine so leckere Pizza gegessen. Man kann sie selbst zusammenstellen und Willemsburger Pizzaschmelz (veganer Käse) oder Sesamtopping stattdessen auswählen. Ganz normale Preise“, so ein User auf TripAdvisor.

7. Patta, Berlin – 5 von 5 Bewertungspunkten, 66 Reviews     
In diesem Friedrichshainer Lokal dreht sich alles um die Kartoffel, genauer gesagt um Kumpir, die  Ofenkartoffel türkischer Art. Sie wird in einem speziellen Ofen gebacken, dann püriert und mit speziellen Saucen und Zutaten abgerundet – wie Couscous mit Granatapfel, Safranrüben oder Gegrillte-Paprika-Auberginen-Paste. „Es muss nicht immer Döner sein, auch nicht immer ein veganer Burger. Die  Kartoffelgerichte sind lecker angerichtet, riechen gut, Geschmackserlebnis positiv.“

8. Zodiac, Essen – 4,5 von 5 Bewertungspunkte, 56 Reviews   
Das Restaurant, das es bereits seit den 1987 gibt,  bietet vegetarische Speisen aus zwölf Ländern und Pizza in vegan-vegetarischen Variationen an. Auch hausgemachte Getränke finden sich auf der Speisekarte. „Sehr schönes und besonderes Ambiente, angenehm gastfreundliche Bewirtung, sehr leckere und appetitlich servierte Biovollwertgerichte iranischen, indischen, türkischen, marokkanischen, chinesischen…Ursprungs, wir gehen bestimmt bald wieder dorthin“, urteilt ein begeisterter Gast.

9. Leaf, Hamburg – 4,5 von 5 Bewertungspunkten, 58 Reviews  
Das vegane Restaurant setzt auf Zutaten aus der Hamburger Region, Bio-Qualität und eine Küche, die von internationalen Einflüssen inspiriert ist. Das Ergebnis ist zum Beispiel eine Bärlauch-Suppe mit Zitronensahne und Ocean-Jelly-Tatar oder Nari Auberginen und Pastinaken-Steckrüben-Puffer auf Curry-Mangoldbett mit Kirsch-Portwein-Sauce. „Großartiges Restaurant, tolle Bedienung, super leckeres Essen! Können wir 100%ig weiterempfehlen. Essen ist außergewöhnlich lecker, kreativ, und auch als vegan-verwöhnten Berliner eine Reise wert“, so eine Bewertung auf TripAdvisor.

10.  Momos, Berlin – 4,5 von 5 Bewertungspunkten, 125 Reviews
Momos sind Teigtaschen, die ursprünglich aus der Himalaya-Region stammen und die die Gründer dieses kleinen Lokals am Prenzlauer Berg auf einer Reise durch Nepal entdeckt haben. In Berlin bieten sie die Teigtasche mit Gemüsefüllungen in Bio-Qualität an, ob gebraten oder gedämpft. „Ich habe mich durch die Auswahl an veganen Teigtaschen gegessen. Die Füllungen sind einfallsreich und geschmacklich sehr lecker. Das Personal war auch sehr hilfsbereit. Ich komme wieder!“

TripAdvisor ist die weltweit größte Reise-Website*. Reisende können Millionen von Bewertungen und Meinungen lesen und ihren nächsten Trip buchen: www.tripadvisor.de.

Blattsalat gewinnt durch feine Räuchernoten

Dank Raucharomen von Red Arrow müssen Veganer und Vegetarier nicht auf gewohnte Gaumenfreuden verzichten

Immer mehr Menschen ernähren sich bewusst vegetarisch oder vegan. Der Verzicht auf tierische Nahrung muss aber nicht mit dem Verzicht auf Gaumenfreuden einhergehen. Räuchergeschmack etwa lässt sich auch mit Raucharomen von Red Arrow auf die Zunge zaubern. Sie werden umweltfreundlich produziert, beruhen vielfach auf rein pflanzlicher Basis und passen bestens zu Fleischersatzprodukten oder Salaten.

Veganer und Vegetarier sind in der Regel Überzeugungstäter. Sie handeln aus gesundheitlichen oder ethischen Motiven und folgen keinem kurzfristigen Trend, sondern einer langfristigen Entwicklung. Aber viele liebgewordene Genüsse möchten auch sie auf Dauer nicht missen. Wie gut also, dass Red Arrow Raucharomen anbietet, die völlig ohne tierische Inhaltsstoffe auskommen.

Herzhafte Räuchernoten werden üblicherweise nur mit Fleisch oder Fisch in Verbindung gebracht. Doch ebenso gut lassen sich Fleischersatzprodukte wie Soja und Tofu oder auch Gemüse mit Raucharomen verfeinern, die aus Harthölzern wie Mesquite oder Hickory gewonnen werden.

Red Arrow-Produkte verleihen auch Salatdressings eine rauchige Würze: Sweet Mesquite BBQ beispielsweise. Für diese Flüssigkeit wird Zucker mit naturbelassenen Mesquitehölzern geräuchert. Wenige Tropfen davon geben Salatdressings den letzten Schliff. Dabei besteht es ausschließlich aus vorgereinigtem Rauch und flüssigem Zucker. Aber auch kleine Prisen Rauchsalz und geräucherter Pfeffer am Salat sorgen für pikant-rauchige Geschmackserlebnisse.

Das patentierte Herstellungsverfahren von Red Arrow sorgt für schmackhafte und gesunde Produkte. Zudem ist es umweltschonender als herkömmliches Räuchern, weil es weniger Holz und Energie verbraucht und weniger Abfall erzeugt. Zunächst verglimmen im Raucherzeuger unbehandelte Holzspäne unter kontrollierten Bedingungen und unter Ausschluss von Sauerstoff. Nach dem Auskondensieren in Trinkwasser werden die Rauchgase gefiltert, um sie von unerwünschten Bestandteilen wie Asche, Teer und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) zu reinigen. So gewinnt Red Arrow reine Aromen, die auch veganen und vegetarischen Gerichten eine rauchige Würze geben.

Red Arrow ist der weltweit größte Hersteller von Raucharomen. Sie sind in flüssiger Form in Spenderflaschen oder als Pulver in praktischen Streuern im Webshop www.redarrowshop24.com erhältlich.

Vitus Winkler, Salzburg

Vegane und vegetarische Gerichte mit dem Anspruch eines Spitzenkochs: Das gibt es nun bei Vitus Winkler, dem Shooting-Star der Salzburger Gourmetszene. Für Kräuter und Gemüse hatte der junge Patron des Sonnhofes schon immer ein leidenschaftliches Faible. Nun begeistert er Vegetarier und Veganer mit seiner kulinarischen Kreativität.

Auf Fisch und Fleisch muss im Sonnhof, hoch oben auf einem verträumten Sonnenplateau im Salzburger Pongau, niemand verzichten. Kräuter, Gemüse und Obst sind aber die Hauptakteure der fantasievollen Küche von Vitus Winkler.

Der 32-jährige, der auch dem elitären Kreis der Jeunes Restauraterus d’Europe mit mehr als 350 Spitzenköchen aus zwölf Ländern angehört, hat sich zudem als Kräuterexperte einen Namen gemacht. Da seine geführten Spezialwanderungen mit anschließenden Kräuter- und Gemüsekochkursen mittlerweile ein Gästehit sind, war es nur ein logischer Schritt, auch die Speisekarte um raffinierte fleischlose Gourmetgerichte zu erweitern, die auch Nicht-Vegetarierer begeistern.

Darüber hinaus liegt Vitus Winkler vegane Küche sehr am Herzen. Aber nicht als Alibi für einen gesellschaftlichen Trend, sondern mit der ganzen Leidenschaft eines jungen Spitzenkochs, der gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit in Verbindung mit dem perfekten Geschmackserlebnis als ultimative Herausforderung sieht. Das beginnt bereits beim speziellen Frühstücksangebot für Veganer, von verschiedensten Brote, Müslis, Aufstrichen (Humus- und Rote Bete Aufstrich), Früchte und veganem Rührei bis zu selbstgemachte Marmeladen. Und nachmittags stehen natürlich vegane Kuchen zur Wahl.

Zu ihrem großen Auftritt kommen dabei Produkte, die bereits ins Vergessen geraten sind. Etwa die Urkarotte oder die rosarote, gelbe und rote Bete, die ebenso wie Spargelvariationen mit Pilzerde und Kräutertee oder der als Beerenwald präsentierte Schokoteller mit Waldfrüchten und Minzeraritäten eindrucksvoll demonstrieren, dass auch vegane Kreationen feinste Gourmetküche sein können.

Package: 4 Nächte Genießer-Halbpension (5 Gänge klassisch, vegetarisch oder vegan) pro Person im Doppelzimmer mit Balkon € 344,- (auch für 7 Nächte für € 602,- pro Person im Doppelzimmer buchbar)

www.verwoehnhotel.at

Wer lebt vegan?

Gründe für eine Lebensweise ohne Tiere

Veganer sind jung, gerne im Internet und nicht allein. So lässt sich eine aufwändige Befragung in Supermärkten in mehreren Bundesländern zusammenfassen, die Professor Dr. Ulrich Hamm von der Universität Kassel gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Claudia Busch durchgeführt hat. Die Ergebnisse zu Denken und Handeln von Veganern wurden beim 25. Symposium der Edmund-Rehwinkel-Stiftung zum Thema „Die Landwirtschaft im Spiegel von Verbrauchern und Gesellschaft“ in Berlin vorgestellt.

Insgesamt 337 Personen, die zu mehr als der Hälfte einen Hochschulabschluss haben oder daran arbeiten und zwischen 20 und 34 Jahren alt sind, haben den Interviewern je 20 Fragen beantwortet. Die Themen Tierwohl und Tierethik wurden in fast jedem zweiten Interview als erstes Motiv für die vegane Lebensweise genannt. Für ein Drittel spielt das Thema Gesundheit eine besondere Rolle – wohlgemerkt obwohl Personen, die diese Ernährungsform auf ärztlichen Rat praktizieren, nicht an der Befragung teilgenommen haben.

Bemerkenswert ist auch die hohe Internetaffinität der Veganer. Im Netz finden sie unter anderem in Blogs oder Foren wichtige Informationen über viele Lebensbereiche – nicht nur Rezepte, sondern auch Restaurants oder Urlaubsunterkünfte. Und: Veganer sind auch im wirklichen Leben keine Einzelgänger. 70 Prozent gaben an, dass zumindest ein Teil ihrer Freunde vegan lebt, bei rund 60 Prozent auch ihre Partner. Dr. Martin Heil, www.aid.de

Immer mehr Konsumenten reduzieren ihren Fleischkonsum

Fleischersatzprodukte boomen, auch dank des Handels

Im Internet kursiert ein Witz: „Papa, was sind Vegetarier? Kleines, das sind Menschen, die ihre Wurst beim Gärtner kaufen.“ – Bekanntlich soll ein Witz die Wirklichkeit auf ironische Weise überhöhen.
Manchmal wird er aber auch von der Wirklichkeit eingeholt. Denn die Anhänger der pflanzlichen Kost können ihr Gemüse inzwischen auch beim Metzger kaufen, sogar bei ‚Großmetzgern‘ wie Rügenwalder und Wiesenhof. Und das tun beileibe nicht nur eingefleischte Vegetarier oder Veganer, sondern ‚ganz normale Menschen‘. ‚Fleisch ist mein Gemüse‘, lautet das Credo der Beef-Enthusiasten. Immer öfter schallt ihnen heute entgegen: ‚Veggie is my Beef‘!

Nach Schätzungen des Vegetarierbundes ist heute etwa jeder zehnte Bundesbürger Vegetarier oder Veganer. Da dürfte die Fantasie allerdings etwas ins Kraut geschossen sein; vielleicht hat man aber auch die ‚Flexitarier‘ mitgezählt, die Teilzeit-Vegetarier sozusagen. Davon gibt es immer mehr. 2014 haben bereits über elf Mio. Verbraucher
in Deutschland pflanzliche Brotaufstriche bzw. Fleischersatzprodukte gekauft. In den letzten Jahren war die Käuferzahl von Jahr zu Jahr noch schwankend, allerdings mit Tendenz nach oben. Aktuell liegt die Käuferreichweite für beide Segmente zusammen bei rund 28 Prozent. Einen noch deutlicheren Wachstumsschub machten die Umsätze. Sie haben sich in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Wer fleischlose Produkte gekauft hat, tat dies also mit wachsender Intensität. Und ganz aktuell: Im ersten Quartal 2015 kletterten die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum gleich um 27 Prozent, auch weil jetzt deutlich mehr Verbraucher entsprechende Produkte kaufen. (c) GFK

Mythen und Fakten zu Milch

Wie bei einigen Lebensmitteln üblich, halten sich einige Merksätze und Mythen über Generationen. Dass Spinat vielleicht nicht die sagenhaft einzige Eisenquelle in der Natur ist – Popeye hin oder her – hat sich bereits herumgesprochen. Bei der Milch halten sich aber einige „Weisheiten“ offenbar hartnäckiger. So ist immer wieder zu lesen, dass Milch ein „Kalziumräuber“ sei. Das ist eine schöne Schlagzeile, weil sie verblüfft; lernt man doch in der Schule und am Frühstückstisch, dass Milch gut für die Knochen sei. Wegen des Kalziums. Schaut man genauer im Internet, findet man gleichzeitig die – mit scheinbar ebenso guten Argumenten – getroffene Aussage, man könne seinen Kalziumbedarf ohne Milch nicht decken und bekäme unweigerlich später eine Osteoporose.
Da fragt sich doch der Durchschnittsdeutsche, wer nun Recht hat. Schwarz oder weiß? Hop oder Top? Ist Milch gesund oder nicht?

Mit den Mythen hat sich ein Wissenschaftlerteam um Luise Schumann vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung, Gießen beschäftigt. Die Ernährungswissenschaftlerin hat in der Zeitschrift „Ernährung im Fokus“ Studien zur Milch auf diese Aspekte beleuchtet und kommt zu dem Schluss: Milch und Milchprodukte sind keine „Kalziumräuber“, sondern liefern Kalzium mit einer guten Bioverfügbarkeit. Zwar tragen die enthaltenen schwefelhaltigen Aminosäuren zu einer vermehrten Kalziumausscheidung über den Urin bei, in der Summe ist die Kalziumbilanz beim Konsum von Milch und Milchprodukten jedoch positiv.

Auch was den Bedarf, beziehungsweise die „drohende Osteoporose“ bei Nicht-Milchtrinkern angeht, gibt es eine klare Aussage. „Kalzium ist ein kritischer Nährstoff in der deutschen Gesamtbevölkerung, insbesondere bei Teenagerinnen und älteren Menschen“, so die Aussage der Wissenschaftler. Sie geben weiter Entwarnung: „Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist jedoch auch ohne den Konsum von Milch und Milchprodukten umsetzbar, etwa bei veganer Ernährung. Allerdings haben viele Veganer eine sehr niedrige Kalziumzufuhr und damit vermutlich ein erhöhtes Osteoporoserisiko.“ Allerdings zeige sich dieser Zusammenhang nicht in allen Studien. Veganer sollten dennoch auf einen ausreichenden Verzehr kalziumreicher Lebensmittel achten.
Harald Seitz, www.aid.de

Christine Volm

„Rohköstliches- Gesund durchs leben mit veganer Rohkost und Wildpflanzen“ von Christine Volm

Im Mai 2014 erschien die zweite Auflage des Buches „Rohköstliches – Gesund durchs leben mit veganer Rohkost und Wildpflanzen“ von Christine Volm.

Das vom Verlag Eugen Ulmer herausgegebene Buch ist in vier Kapitel gegliedert. Im ersten Kapitel werden allgemeine Fragen rund um die vegane Rohkosternährung beantwortet wie z.B.: Ist Rohkost für jeden geeignet? Ist es teuer sich rein rohköstlich zu ernähren? Sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder nicht? Außerdem spricht die Autorin über ihre persönliche Erfahrung und erklärt die positiven Wirkung veganer Rohkost-Ernährung.
Im nächsten Kapitel – Rohkost im Alltag, gibt Frau Volm Tipps und Infos zu Themen wie exotische vs. heimische Früchte, zusammenstellen verschiedener Mahlzeiten (Frühstück, Snacks, Mittag- und Abendessen), dem Essen auswärts und in der Familie, sowie Faktoren die außer Ernährung noch wichtig für die Gesundheit sind (Sport, Bewegung im Freien).
Das dritte Kapitel konzentriert sich hauptsächlich auf Wildpflanzen. Es werden Tipps zum Sammelzeitpunkt und Transport der Pflanzen gegeben, zur Pflanzenbestimmung, Wildpflanzensammeln mit Kindern, Giftpflanzen und das Verhalten in Notfällen. Außerdem werden gute Pflanzen für Anfänger gennant, sowie Pflanzen mit besonders großer Verwechslungsgefahr. Zusätzlich werden verschiedene Pflanzenportraits, teilweise mit Bildern der jeweiligen Pflanzen, aufgeführt.

Das letze Kapitel ist der Rezeptteil. Er ist gegliedert in acht Kategorien:
Vorspeisen und Suppen
Salate
Rohkost Cracker und Pizza
Gemüsegerichte
Desserts
Smoothies und Fruchtpürees
Torten und Plätzchen für Süßschnäbel
Leckereien für Zwischendurch

Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert mit Zutatenlisten und Zubereitungserklärung, zu manchen Rezepten gibt es noch einen kleinen Kasten mit Zusatzinfos, Tipps oder Varianten. Von leichtem Vogelmieren-Salat, zu herzhaften Mangold-Rouladen und verlockenden Schoko-Minz-Küsschen werden einem eine bunte Auswahl an Rezepten geliefert. Auf über 70 Rezepte kommen ungefähr 25 Fotos. Teilweise erscheinen diese mir persönlich etwas langweilig oder sogar altbacken. Das mag jedoch den Vorteil haben, dass das Buch nicht als hippe Modeerscheinung gesehen wird, sondern als solide Überzeugung. Denn anders als viele neuere Rohkostbücher werden hier auch nicht unzählige teure Produkte wie „Superfood-Pülverchen“, Nussmuße etc. verwendet. Das besondere fehlt jedoch trotzdem nicht, denn „Rohköstliches“ ist spezialisiert auf Wildpflanzen, die in jedem Rezept Verwendung finden.

Als überaus nützlich erweisen sich zusätzlich die Infokästen auf der ausklappbaren ersten und letzten Seite: Die „Top 10“ der heimischen Wildpflanzen werden mit Namen, Geschmack, bestem Sammelzeitpunkt, Besonderheiten und sogar mit Bild aufgeführt. Außerdem werden einige Superfoods aus dem Rohkosthandel genannt, es gibt Tipps zum nachhaltigen Einkaufen und der Küchenausstattung, sowie sechs besonders schnell und einfach zuzubereitende Rezepte – „Grüne Quickies“ genannt.

Meiner Meinung nach ist das Buch besonders für Wildpflanzenfans und gesundheitsbewusste Anhänger, aber auch Neulinge der veganen Rohkost. Allerdings ist es zu empfehlen sich zusätzlich ein Buch zur Bestimmung von essbaren Wildpflanzen zu besorgen, da man dort noch mehr Infos und Bilder zu den Pflanzen und zu Pflanzen mit Verwechslungsgefahr bekommen kann. Wer das Buch kauft, dem sollte allerdings bewusst sein, das wirklich in jedem Rezept Wildpflanzen enthalten sind. Zwar sind es viele unterschiedliche, sodass je nach Jahreszeit und Beschaffenheit immer etwas dabei sein sollte, doch wer nicht die Zeit hat oder nicht an Wildpflanzen herankommt, für den ist das Buch wohl eher nicht das richtige.
Gioia Romanowski

70 Seiten, ISBN: 978-3-8001-7980-0 – 16,90 € Bestelllink portofrei

Weitere Besprechungen veganer Bücher von Gioia Romanowski: http://www.gourmet-report.de/archiv/Gioia+Romanowski/