Claus Meyer

Vor genau zehn Jahren startete die Neue Nordische Küche um den dänischen Starkoch Claus Meyer von Kopenhagen aus ihren Welterfolg

Ein Welterfolg feiert Geburtstag: Genau zehn Jahre ist es her, dass zwölf skandinavische Köche in Kopenhagen das sogenannte Neue Nordische Küchenmanifest veröffentlichten. Mit dem dänischen Starkoch Claus Meyer als größtem Inspirator sowie dessen dänischem Kollegen Jan Krag Jacobsen setzten die nordeuropäischen Küchenchefs auf eine neue, kreative Kombination aus traditionellen kulinarischen Werten und Zeitgeist. Hauptmerkmal der Neuen Nordischen Küche ist neben der Verwendung alter, fast vergessen geglaubter Zutaten aus lokalem und regionalem Anbau sowie der Neuentdeckung klassischer Rezepte. Perfekt dazu passt die Verwendung von Bio- und nachhaltig produzierten Spezialitäten. Die Kombination aus alten Gemüsesorten, lange übersehenen Kräutern, Fleisch und Fisch aus ressourcenschonenden Quellen trat von Dänemark aus einen Siegeszug um die ganze Welt an.

Als Synonym für die Neue Nordische Küche gilt das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma, zu dessen Gründern ebenfalls Claus Meyer gehört. Das Noma mit dem derzeitigen Starkoch Rene Redzepi an der Spitze trägt mehrere Jahre in Folge den Titel des besten Restaurants der Welt. Heute gehört das In-Restaurant an Kopenhagens neuer Hafenfront zu den insgesamt 15 dänischen Restaurants, die im aktuellen Gastronomieführer Guide Michelin 17 Sterne erhalten haben. Nicht zuletzt dem anhaltenden Erfolg des Neuen Nordischen Küchenmanifests ist es zu verdanken, dass Dänemarks Hauptstadt heute zu den weltbesten Reisezielen für Gourmets gehört.

http://www.nynordiskmad.org/

Graziano Bertuzzo auf der INTERNORGA 2015

Finale der Pizza-Europameisterschaft zum zweiten Mal live auf der Messe

Auf der INTERNORGA 2015 wird es wieder richtig italienisch: Zum zweiten Mal findet das Finale der Pizza-Europameisterschaft „Giropizza d’Europa“ live auf der Leitmesse statt. Besonderes Highlight ist der Besuch des Pizza-Weltmeisters Graziano Bertuzzo, der zeigt, wie die weltbeste Pizza gemacht wird. Darüber hinaus wird das Workshopangebot rund um die Pizza erweitert, und auch die Pizza-Aussteller an der Eventfläche stehen den Gastronomen mit Pizza-Equipment und für Fachgespräche zur Verfügung. Der perfekten Pizza steht also auch außerhalb Italiens nichts mehr im Wege.

„Das Finale der Pizza-EM ist so gut bei unseren Besuchern angekommen, dass die Endausscheidung der ‚Giropizza d’Europa‘ auch 2015 wieder bei uns stattfinden wird. Wir haben die italienische Eventfläche wegen der großen Nachfrage erneut prominent in Halle A2 platziert“, sagt Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Die besten Pizzabäcker live auf der INTERNORGA
Zum Finale der Pizza-Europmeisterschaft „Giropizza d’Europa“ treffen sich auf der INTERNORGA die besten Pizzabäcker und kämpfen live auf der Messe um den Titel des Europameisters. Die Finalisten sind die Gewinner aus den Vorauswahlen in Bozen, Rom, Amsterdam, Rimini, Riva del Garda, Massa Carrara, Kopenhagen und Bari. Mit dem Preis „Giropizza d’Europa“ werden seit elf Jahren die Fähigkeiten und Kompetenzen der Pizzaioli in ganz Europa ausgezeichnet.

Spannendes Workshop-Angebot rund um die Pizza
Auf der INTERNORGA zeigen die Pizza-Champions der „Scuola Italiana Pizzaioli“ während der gesamten Messetage in Seminaren, Tests und Tastings die perfekte Auswahl der Zutaten, die ideale Vor- und Zubereitung der Pizza sowie spezielle Themen wie beispielsweise die Verarbeitung von Soja oder Sauerteig und die Herstellung der traditionellen napolitanischen Pizza.

www.internorga.com

Copenhagen Street Food

40-mal Copenhagen Street Food für 7 – Neue Location am Hafen bietet ab 17. April preiswerte Kreativ-Küche

Kopenhagen erhält eine neue Attraktion für Genießer ideenreicher Küche: In bester Hafenlage, zwischen neuem Opernhaus und dem berühmten Freistaat Christiania, eröffnet am 17. April der „Copenhagen Street Food“ – eine ungewöhnliche Location mit preiswerten, frischen, regionalen und nachhaltigen Gerichten. In zwei ehemaligen Lagerhallen auf der „Papirøen“ (Papierinsel) bieten rund 40 Straßenköche auf insgesamt 2.300 Quadratmetern kleine und größere Mahlzeiten nach nordischen und internationalen Rezepten an. Nach dem Vorbild des Borough Market in London ist Copenhagen Street Food insbesondere als Anlaufpunkt für junge Kreative, Trendsetter, Entdeckungsfreudige und Touristen gedacht und soll mit Preisen von umgerechnet ca. 7 Euro für alle Besucher bezahlbar sein. Zum Allrounderlebnis tragen zudem DJs und Livemusik bei.

Hinter dem spannenden Konzept stecken die beiden dänischen Macher Dan Husted und Jesper Møller. Beide besitzen als Inhaber Kopenhagener In-Restaurants wie dem „Toldboden“, „Paté Paté“ und dem „Julian“ viel Erfahrung in der Kopenhagener Gastronomiebranche. Copenhagen Street Food ist bewusst gewählter, rauer Kontrast zu Kopenhagens eher vornehmen Torvehallerne. Die 2011 eingeweihten Markthallen setzen erfolgreich auf ein kaufkräftiges Publikum, das regionale Erzeugnisse und ausgewählte internationale Spezialitäten sowie eine gehobene schnelle Küche zu schätzen weiß.

http://copenhagenstreetfood.dk/en/
www.visitcopenhagen.com/copenhagen/become-part-copenhagen-street-food-papiroen

Sternenregen über Kopenhagener Restaurants

Drei neue Kopenhagener Restaurants dürfen sich erstmals mit einem der begehrten Michelin-Sterne schmücken. Wie der Guide Michelin bekanntgab, wurden die dänischen Restaurants Clou, Marchal und Studio von der Jury in der aktuellen Ausgabe „Main Cities of Europe“ 2014 des Gourmetführers aufgenommen. Insgesamt schafften es 15 dänische Restaurants, die Michelin-Kritiker zu überzeugen und zur Vergabe von insgesamt 17 Sternen zu bewegen – beides neue Rekorde. Unter den Spitzenrestaurants sind auch die weltberühmten Häuser Noma und Geranium, die beide wie zuletzt sogar zwei Michelin-Sterne erhielten und als Wegbereiter der hochdekorierten Neuen Nordischen Küche gelten.
Wie alle dänischen Michelin-Restaurants liegen auch die neu gelobten Adressen in oder unweit der dänischen Hauptstadt. Das von den Zwillingsbrüdern Jonathan und Alexander Berntsen geführte Clou finden Gäste seit 2012 in der Borgergade im Herzen von Kopenhagen. Nicht weit davon liegt das Marchal. Das Restaurant des kürzlich, nach umfassender Renovierung wiedereröffneten Hotels D’Angleterre wird geleitet von Küchenchef Ronny Emborg. Das kleine Studio in der Havnegade wird geführt von Koch und Miteigentümer Torsten Vildgaard.

Michelin-Direktor Michael Ellis sagte: „Im April bringt Michelin einen speziellen Restaurantführer nur für den Norden heraus. Bislang zeichnet Michelin nur Restaurants in den nordischen Metropolen, darunter Kopenhagen, aus. Dieser Fokus könnte sich aber bereits ab dem kommenden Jahr erweitern“.

www.visitdenmark.de/de/denmark/gastronomie/danische-restaurants-mit-michelin-sternen
Über den Michelin 2014 European Cities: www.gourmet-report.de/artikel/345194/Guide-MICHELIN-Main-Cities-of-Europe-2014/

Hamburger Foodservice Preis 2014

Zweifach wird in diesem Jahr der Hamburger Foodservice Preis verliehen. Die renommierte Branchen-Auszeichnung gilt nachhaltig erfolgreichen Akteuren der professionellen Foodservice-Szene. Honoriert werden überragende, zukunftsweisende konzeptionelle wie unternehmerische Leistungen. Die beiden diesjährigen Preisträger heißen Block Gruppe (Hamburg) und Sticks‘n’Sushi (Kopenhagen): zwei kraftvolle Namen, zwei Protagonisten starker Produktbotschaften und hoher Qualitätsansprüche, gestützt durch effiziente Systeme im Hintergrund.

Die Preisverleihung findet am 14. März, dem Abend des ersten Internorga-Tages, im Hotel Grand Elysée Hamburg in festlichem Rahmen vor knapp 500 geladenen Branchengästen statt.

Die diesjährigen Gewinner im Profil:

Block Gruppe, Hamburg
Das hanseatische Familienunternehmen ist mit einem konsolidierten Gesamtumsatz von 250 Mio. Euro heute eines der erfolgreichsten Unternehmen der deutschen Hospitality-Branche. Gestartet im Jahr 1968 mit einem ersten Block House Restaurant in Hamburg, hat Gründer Eugen Block die Steakhaus-Marke seither konsequent an die Spitze des Marktsegments geführt. Mit Standort-Hochburgen in der Heimatstadt und in Berlin erzielten insgesamt 35 Betriebe im Jahr 2013 Erlöse von 105 Mio. Euro.
Qualität und ihre Gewährleistung auch in der Multiplikation sind für die Block Gruppe unabdingbar. Konsequenz dieser Philosophie war schon in frühen Jahren die Gründung einer zentralen Fleischerei, gefolgt von einer Menüproduktion: weitsichtige Schritte pro Produktivität und Profitabilität. Beide arbeiten erfolgreich auch für Dritte und haben der Marke zudem eine ansehnliche Präsenz im Einzelhandel verschafft.
Zur vertikalen Integration gesellte sich der horizontale Ausbau des Familienimperiums. Neben dem in den 80er Jahren eröffneten Hotel Grand Elysée macht mittlerweile das auf Gourmet-Burger spezialisierte Quickservice-Format Jim Block durch Bestwerte bei Umsatz und Ertrag auf sich aufmerksam. Nesthäkchen im Portfolio ist die Hausbrauerei Block Bräu an den Hamburger Landungsbrücken. Auch hier bewies Eugen Block einmal mehr sowohl Innovationslust als auch sicheres Gespür für Chancen.

Kongenial geführt durch CEO Stephan von Bülow, steht die Block Gruppe überdies für eine beispielhafte Mitarbeiterpolitik. Die familiäre Unternehmenskultur, aber auch handfeste Leistungen wie Umsatz- und Erfolgsbeteiligung für alle, begründen hohe Identifikation und Loyalität – ein integrales Erfolgsmoment.

Ein Preisträger, der nach dem Urteil der Fachjury geradezu idealtypisch die Kardinaltugenden professioneller Gastronomie verkörpert: Spezialisierung, Standardisierung und Systematisierung. Doch dabei stets jede Menge Herzblut einfließen ließ: Diese latente Stärke familiengeführter Unternehmen hat die Block Gruppe weidlich und nutzbringend ausgeschöpft.

Sticks’n’Sushi Ltd., Kopenhagen
Jünger an Jahren, wartet auch der internationale Preisträger dieses Jahres mit einer ausgeprägten Wertekultur, hohem Qualitätsanspruch und familiär dominierten Führungsstrukturen auf. Die japanisch inspirierte Casual Dining-Formel Sticks’n’Sushi wurde 1994 von Kim Rahbek Hansen, seinem Bruder Jens und dem Schwager Thor Andersen gegründet. Mit zehn Outlets – allesamt in Kopenhagen – heute eine der führenden Gastronomie-Marken Dänemarks, hat Sticks’n’Sushi im Jahr 2012 internationales Terrain beschritten. Zwei höchst erfolgreiche Standorte in London trugen zu Gesamtumsätzen des Eigenregie-Systems von zuletzt rund 40 Mio. Euro bei.
Als Söhne einer japanischen Mutter und eines dänischen Vaters haben die beiden Quereinsteiger Kim und Jens Rahbek Hansen sich beider Food- und Business-Kulturen bedient, um ein außergewöhnliches Format für ein junges, anspruchsvolles urbanes Publikum zu schaffen.
Das Angebotsprofil, schon im Markennamen postuliert, basiert auf zwei Klassikern der japanischen Küche: Sushi und Yakitori. Interpretiert so authentisch wie nötig, so angepasst wie möglich.
Die eigentlich phänomenale Leistung des Formats ist seine konzeptionelle Elastizität. Sticks’n’Sushi präsentiert sich immer wieder anders– doch stets fern jeder fernöstlichen Folklore. Im Auftritt zeitgeistig-ungezwungen, stylish und kosmopolitisch, bespielt die Marke je nach Standort mühelos die gesamte Bandbreite von Food-to-go bis Fine Dining. Alles in allem entfallen in Kopenhagen mehr als 40 Prozent der Umsätze aufs Mitnahmegeschäft, ergänzt durch gebrandete Retail-Artikel, vorwiegend aus eigener Herstellung.
Hinter dem individuellen Erscheinungsbild und der beeindruckenden kulinarischen Qualität steht ein ausgeklügeltes Produktionssystem. Zentrale und dezentrale Fertigung gehen Hand in Hand.
Die ungemein starke Identität und Coolness der Marke macht sich über die atmosphärische und kulinarische Dimension hinaus an der Philosophie der Macher fest – inzwischen unterstützt durch die Investorengruppe Maj Invest Equity. Nachhaltigkeit in Beschaffung und Operations, eine familiäre, anspruchsvolle Mitarbeiterkultur – das wird über alle verfügbaren Kanäle kommuniziert und schafft Sympathie bei den Gästen sowie Attraktivität als Arbeitgeber.

Die beiden Preisträger dieses Jahres bergen eine Fülle an wertvollen, wegweisenden Botschaften für die Branche insgesamt. Leistungen ins Rampenlicht zu rücken, die Maßstäbe setzen und zur nachhaltigen Branchen-Profilierung beitragen – national wie international: Darauf kommt es der Experten-Jury des Hamburger Foodservice Preises jedes Mal wieder an.

Stifterin der Auszeichnung ist die dfv Mediengruppe, in der unter anderem die Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und FoodService Europe & Middle East erscheinen. Seit 1983 wurden insgesamt mehr als 90 Unternehmen der professionellen Gastronomie mit dem Hamburger Foodservice Preis gewürdigt. In der Hall of Fame versammelt: Namen wie McDonald’s oder Gerd Käfer, der Europa-Park Rust, Vapiano, Marché International, die Sansibar auf Sylt, Tim Mälzer, die Enchilada-Gruppe, Eataly und Kofler & Kompanie.

www.cafe-future.net

Matthew Orlando

Amass – neue Premiumküche in Kopenhagen
Von Sonja Thelen

Die dänische Küche ist aus der internationalen Top-Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Allen voran das „Noma“, das dreimal in Folge – 2010, 2011, 2012 – von der britischen Fachzeitschrift „Restaurant“ zum „besten Restaurant der Welt“ gekürt wurde und in diesem Jahr Platz zwei belegt. Jetzt geht in Kopenhagen ein neuer Stern am Gourmet-Himmel auf: das Amass. Chef de Cuisine und Inhaber ist Matthew Orlando, ehemals rechte Hand von Noma-Küchenchef und –Miteigentümer René Redzepi. Im Mittelpunkt von Orlandos Kochkunst stehen vor allem heimische Produkte – mit überraschenden Geschmackserlebnissen.

Matthew Orlando steht in seinem Kräutergarten mit einer Edelstahlschüssel in der Hand. Vorsichtig zupft er von der „Fetthenne“ Blätter ab, die er später für das Amuse-Gueule braucht. Dann geht er zur nächsten Pflanzbox und holt sich als essbare Dekoration zum Hauptgang noch Blüten von den Tagetes-Blumen. „Viele Menschen wissen heutzutage überhaupt nicht mehr, dass viele Pflanzen, die in den Blumenkästen oder bei sich im Beet wachsen, auch essbar und vor allem sehr lecker sind“, sagt der 36-jährige Küchenchef und Inhaber des neuen Premium-Restaurants „Amass“ in Kopenhagen. In einer leerstehenden alten Lagerhalle hat er seinen puristisch eingerichteten Gourmettempel im Frühsommer 2013 eröffnet. Denn die skandinavische Premium-Küche hat es dem gebürtigen Amerikaner angetan und ihn nicht mehr losgelassen.

Vor knapp acht Jahren begann Matthew Orlando als Sous-Chef im Kopenhagener Spitzenrestaurant „Noma“. Nach einer dreijährigen Stippvisite im New Yorker Spitzenrestaurant „Per Se“ kehrte er auf Bitten von Noma-Chef René Redzepi vor 3,5 Jahren als Küchenchef ins Noma zurück – mit der Ansage, 2,5 Jahre zu bleiben, um dann seinen Traum von einem eigenen Restaurant in der dänischen Hauptstadt zu realisieren. Es blieb nicht beim Traum – das Amass ist nun Realität und bereichert die Gastroszene Kopenhagens.

Im Herbst 2012 hatte Orlando die passende Location gefunden – inmitten eines mittlerweile stillgelegten Teilbereichs des Hafens. „Man brauchte schon etwas Phantasie, um zu erkennen, wie das Amass werden sollte“, erzählt er, während er einen dicken Würfel mit zusammengepressten Hühnerhäuten in Scheiben schneidet und in einer All-Clad-Pfanne anbrät, auf die er seit Jahren schwört.

Höchste Ansprüche stellt er ebenso an das Interieur, an das Tafelservice, das eigens nach Matthew Orlandos Ideen von einer Töpferei in Horsens gestaltet wird, und an die Produkte. Bei der Auswahl der Zutaten achtet er bei etwa bei Fisch und Fleisch auf frische, heimische Produkte, kauft das Gemüse und das Obst bei lokalen Bauern und verwendet zum Teil auch ungewöhnliche Kräuter, die in seinem Garten wachsen. „Wir passen uns bei den Gerichten dem an, was uns auch der Garten liefert und was saisonal möglich ist“, sagt Matthew Orlando.

Im Frühjahr 2013 begann der Umbau der Lagerhalle. In die Außenwände wurden große Durchbrüche gemacht. Durch die großen Fensterscheiben flutet das Licht förmlich in den zirka acht Meter hohen Gastraum. Die Einrichtung ist schlicht und skandinavisch: schwarze Designfauteuils mit Metallstreben an dunkelbraunen Holztischen. An einer Wand durfte sich ein Kopenhagener Graffiti-Künstler mit einem poppigen Kunstwerk verewigen. Von den Tischen aus können die Gäste den Blick auf den Kräutergarten, eine wildwuchernde Wiese, einen Kanal und den Großseehafen im Hintergrund genießen.

Ebenso haben sie einen freien Blick in die offene Küche, in der die kreativen Kochkünstler ihre Arbeit verrichten. Freuen können sich die Gäste auf eine nordisch inspirierte Küche mit überraschenden Komponenten und erlesenen Geschmackserlebnissen. Wie die krosse Hühnchenhaut arrangiert mit einem gebratenen und mit Mandeln garnierten Grünkohl, eine Rillette mit Dorsch, gesalzene Makrele mit frittierter Haut. Oder das auf den Punkt zartrosa mit Thymian gebratene Dry-Aged-Beef, das zusammen mit gedünsteten Pflaumen und Pfifferlingen kredenzt wird. Oder zum Abschluss als Dessert das schmelzende Milcheis, das mit frischen Johannisbeeren, knusprigen Croutons, die ihren Namen verdienen, und einem Schuss Olivenöl den kulinarischen Genuss im Amass perfekt abrundet.

Europa Gourmet CITY GUIDE 2013/14

Die besten Adressen in zehn Metropolen: Die Redaktion des FEINSCHMECKERS empfiehlt wieder die besten Hotels und Restaurants, die schicksten Bars, nettesten Pubs und Tapas-Lokale sowie die schönsten Cafés in zehn europäischen Metropolen. Barcelona, Florenz, Istanbul, Kopenhagen, London, Madrid, Paris, Prag, Rom und Wien – 500 Adressen sind es insgesamt.

Alle wurden überprüft und bewertet. Aktuelle Neueröffnungen sind ebenso vertreten wie unverzichtbare Klassiker, die besten Gourmetlokale, aber auch legere Bistros. Unter den Übernachtungsadressen finden sich Grandhotels genauso wie individuelle Boutique- und moderne Designhotels, außerdem bezahlbare kleinere Quartiere.

Der GUIDE liegt der März-Ausgabe des Magazins DER FEINSCHMECKER bei, die jetzt zum Preis von 9,95 Euro erhältlich ist.

WOW air

Am 22. Oktober 2012 hat WOW air den vollständigen Flugbetrieb inklusive aller Flugpläne von Iceland Express übernommen. Für Passagiere, die bereits bei Iceland Express gebucht haben, wird es keine Änderungen geben. WOW air übernimmt sämtliche Verpflichtungen des ehemaligen Konkurrenten.

Ab nächstem Frühling verfügt WOW air dann über eine vergrößerte Flotte von vier Airbus A320 und bietet damit bis zu 400.000 günstige Flugtickets von und nach Island. Der Sommerflugplan wird dann insgesamt 15 europäische Flughäfen bedienen: Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt/Main, Zürich, London, Kopenhagen, Paris, Amsterdam, Barcelona, Mailand, Lyon, Alicante, Wilna and Warschau. Insgesamt bedeutet das nicht nur mehr Destinationen, sondern oft auch eine erheblich gesteigerte Frequenz.

http://wowair.com/de – Flugpreisvergleich bei Opodo

1. Internationalen "Käsebrot-Gipfel"

Bereits im Jahr 2010 bewies die Käserei Loose ein Gespür für Originalität, indem sie Gérard Depardieu, den wohl bekanntesten Franzosen und Gourmet der Welt, als Sauermilchkäse-Botschafter gewinnen konnte. Auch in diesem Jahr zeigt sich das Unternehmen aus Leppersdorf ideenreich und setzt einmal mehr internationale Akzente. Dieses Mal liegt der Fokus auf Snacks, Fingerfood und einem Food-Klassiker: dem Käsebrot. In Ida Davidsen, der „Grand Dame des Smørrebrøds“ und Urenkelin des Erfinders der dänischen Leckereien, fand man die perfekte Käsebrot-Botschafterin. Auf dem von der Käserei Loose ausgerufenen 1. Internationalen „Käsebrot-Gipfel“ wurde am 3. September das Ida-Davidson-Rezept, „Käsebrot á la Ida Davidsen“, präsentiert, moderiert von Kochshow-Legende Alfred Biolek. Neben der Smørrebrød-Queen rundeten der englische Sandwich-Künstler Mark Northeast und der Präsident des deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, die kulinarische Runde ab.

In diesem Jahr dreht sich bei der Käserei Loose alles um den Klassiker am Frühstücks- oder Abendbrottisch: das Käsebrot. Statt mit dem Käse aus Quark zu kochen, wird die Vielfalt der kalten Küche bedient – leckerer Sauermilchkäse auf backfrischem Brot. In der Dänin Ida Davidsen, die bereits in der vierten Generation ihr berühmtes Smørrebrød-Restaurant in Kopenhagen führt, war DIE Expertin für Käsebrot gefunden. Denn in punkto kreativer Brotbelag macht den skandinavischen Nachbarn keiner etwas vor. Wie schon vor 2 Jahren packten Mitarbeiterinnen der Käserei Loose ihr Käseköfferchen und standen im Frühjahr dieses Jahres im Restaurant in der Store Kongensgade 70 in Kopenhagen und erstaunten das Personal. Ida Davidsen erinnert sich genau: „Plötzlich standen eines Morgens zwei junge Damen vor der Tür mit einem kleinen Koffer voller Sauermilchkäse. Die wollten unsere Meinung, was man denn daraus typisch Dänisches zaubern könne. Und irgendwas von einem besten Käsebrot der Welt. Anfangs waren wir schon etwas skeptisch, doch der Käse, den wir so nicht kennen in Dänemark, interessierte uns.“

Ein Gipfeltreffen der leckeren Art
Vorgestellt wurde das Rezept nach Ida Davidsen in passendem Ambiente: auf einem Gipfel-Treffen mit internationalen Vertretern zum Thema Käse und Brot. Gereicht wurde das weltbeste Käsebrot, bestehend aus frischem Roggenbrot, krossem Frühstücksspeck, knackigem Spargel und dem aromatischen Leckerbissen von Loose, an diesem Tag ganz im Sinne der Tradition: mit Messer und Gabel, dänischem Bier und einem Schlückchen Aquavit. Moderiert von Talk-Meister Alfred Biolek empfing der Geschäftsführer der Käserei Loose, Günter Brandmeier, die geladenen Gäste im skandinavisch anmutenden Ambiente der Floating Homes am Hamburger Hafen. Schnell waren sich alle Teilnehmer einig, dass das gute alte Käsebrot einer Wiederentdeckung bedürfe. Dabei sprach sich Bäckermeister und Präsident des deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, klar zur Zusammengehörigkeit von Käse und Brot aus. Zusätzlich stellte der Brite und „Funky Lunch“-Sandwichkünstler Mark Northeast seine bunten Käsebrot-Werke zur Schau – ganz im Zeichen des 250-jährigen Jubiläums des britischen Snacks. Die Käsemacher selbst stellen sich dieser Herausforderung und präsentieren viele neue schmackhafte Rezepte rund um das Käsebrot.

On-Pack-Promotion, Käsebrot-Broschüre „Haute Quäsine“
„In Zeiten von Fertigprodukten und „To-Go“-Verzehr gehört das klassische Käsebrot fast schon zu einem aussterbenden Gericht. Dabei kommt doch Käse so in seiner reinsten und leckersten Form zur Entfaltung – das möchten wir mit unserem Event heute deutlich machen. Wir wollen zeigen, dass mit ein wenig Kreativität aus einem einfachen Käsebrot ein tolles Gericht entstehen kann“, so Günter Brandmeier. Die Käserei Loose setzt dabei auf das Prinzip „Do it yourself“ und fordert Verbraucher dazu auf, selbst kreativ zu werden mit den einfachsten Dingen, die im eigenen Kühlschrank vorhanden sind. Darauf zielt auch die neue Rezeptbroschüre mit dem Titel „Haute Quäsine“ ab und untermauert mit leckeren und einfachen Rezepten das Jahr des Käsebrotes. Die Broschüre ist im Internet abrufbar und kommt im Handel bei Verkostungen am POS zum Einsatz. Zusätzlich wird ein Rezeptwettbewerb auf www.loose.de
stattfinden, bei dem Kreativität gefragt ist.

Wohin das Käseköfferchen im nächsten Jahr reisen wird? Man darf gespannt sein…

Zitate:
Alfred Biolek, Moderator und Vater aller Koch-Shows:
„Ich liebe die klare, einfache Küche. Auch ich bin mit liebevoll geschmierten Käsebroten groß geworden und freue mich, dass dieses Thema dank dieser Gesprächsrunde wieder neu belebt wird.“

Peter Becker, Bäckermeister und Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks:
„Deutscher Käse und deutsches Brot passen hervorragend zusammen. Aus meiner Sicht verlangt der Sauermilchkäse nach einem dunklen, rustikalen Brot wie z.B. Vollkorn- oder Roggenbort. Und dieser Gipfel zeigt ja, dass ein Käsebrot mehr sein kann als nur eine Scheibe auf einem Stück Brot.“

Mark Northeast, britischer „Funky Lunch“-Sandwichkünstler
„Essen soll vor allem Spaß machen und Genuss bringen. Deshalb finde ich es wichtig, solche Aktionen wie den Käsebrot-Gipfel zu starten, um den Menschen Ideen und einen frischen Blick auf die alltäglichen Dinge zu bieten. Ein simples Käsebrot kann mit wenigen Handgriffen etwas so Tolles und Originelles sein!“

Jugendliche speisen im besten Restaurant der Welt in Kopenhagen

Jugendliche speisen im Noma, dem besten Restaurant der Welt! Obschon das kein alltägliches Ereignis ist, passiert genau das während des Gourmetfestivals Copenhagen Cooking. Auf alle anderen warten in Kopenhagen vom 24. August bis 2. September circa 130 einzigartige gastronomische Veranstaltungen.

Wilde Kräuter, Wurzelgemüse, Beeren und getrocknete Jakobsmuscheln! Nicht unbedingt die übliche Kost für Jugendliche. Wenn am 1. September im Rahmen von Copenhagen Cooking im Noma, dem besten Restaurant der Welt, Mittagessen serviert wird, wird es hier jedoch vor jungen Menschen nur so wimmeln, die sich das Allerbeste schmecken lassen, das die skandinavische Küche zu bieten hat.

Die Veranstaltung ist Teil des Gourmetfestivals Copenhagen Cooking und läuft unter dem Titel „So schmeckt Kopenhagen“. An dieser Veranstaltung nehmen fünf Michelin-Restaurants teil, in denen Mittag- oder Abendessen zu geringeren Preisen serviert wird.

Die diesjährigen Teilnehmer sind die Restaurants noma, in dem man unter 20 Jahren sein muss, Kiin Kiin, das nur Studenten oder Personen in Begleitung ihrer Großeltern Einlass gewährt, Søllerød Kro, AOC und Kokkeriet. Die begrenzte Anzahl von Eintrittskarten ist ab 8. August unter www.madbillet.dk

erhältlich.

Das größte Gourmetfestival Nordeuropas
Im Zuge der achten Ausgabe des Festivals ‚Copenhagen Cooking’ werden Ende August und Anfang September zehn Tage lang circa 130 gastronomische Veranstaltungen organisiert. Der Schwerpunkt liegt sowohl auf der neuen skandinavischen Küche als auch auf der internationalen Cuisine. In diesem Jahr feiert das Festival das skandinavische kulinarische Erbe mit einem besonderen Schwerpunkt auf den saisonalen Zutaten und nachhaltigen Prinzipien der skandinavischen Küche.

Zu den vielen Veranstaltungen des Festivals zählen „Der Geschmack Skandinaviens“, wenn einige der skandinavischen Spitzenrestaurants Kostproben ihrer selbstkreierten Gerichte in Carlsberg servieren, eine Street Party in einer der heißesten Straßen von Kopenhagen – Jægersborggade -, in der das Restaurant ‚Relæ’ liegt, das kürzlich einen Michelin-Stern erhalten hat, und viele Märkte, Verköstigungen und einmalige Foodie-Erlebnisse.

Das Programm von Copenhagen Cooking ist ab Mitte Juli unter www.copenhagencooking.com