LE GOURMET: Tolle Tafel-Tipps

Bühne frei für den kulinarischen Genuss

Der große Esstisch ist im Kommen. Drei Meter und länger – für den modernen Ausziehtisch ist das kein Größenwahn, sondern Trend. „Der Esstisch ist heute das wichtigste Möbelstück in der modernen Wohnung“, weiß Stil- und Präsentationsexpertin Elisabeth Küper. „Hier trifft man sich mit der Familie, mit Freunden, isst, redet miteinander – ein Ort, an dem man sich wohl fühlt!“ Zur LE GOURMET, dem neuen Treffpunkt für Genießer vom 7. bis 9. September 2007, dekoriert die selbstständige Beraterin aus Iserlohn einen 40 Meter langen Tisch – die „Kreativste Tafel Deutschlands“.

In der Glashalle der Leipziger Messe erleben die Besucher, wie man den Speisen eine gleichermaßen anregende wie kulinarisch angemessene Bühne bietet. „Es muss nicht für jeden Anlass ein neues Service sein“, betont Elisabeth Küper. „Der Vorteil des modernen Geschirrs liegt ja gerade darin, dass man es variabel einsetzen kann. Auch schnelllebige oder interkulturelle Trends wie das aktuelle ‚East meet West‘ lassen sich auf diese Weise gestalterisch umsetzen.“ So eignet sich die moderne Schüssel gleichermaßen für Wan-Tan-Suppe wie für Tzaziki, die Platte für Sauerbraten ebenso wie für Paella.

Doch nicht allein der Kochstil prägt die Tafeldekoration. Ebenso wichtig ist der individuelle Lebensstil. „Eine junge, unkomplizierte Familie stellt andere Ansprüche an die Tischinszenierung als ein trendbewusster ‚Performer‘. Konservativ eingestellte Menschen umgeben sich mit anderen Dingen als Avantgardisten“, weiß Elisabeth Küper. Sprich: Der eine begeistert sich für einen groben Holztisch mit Blumen und Früchten aus dem eigenen Garten, der andere für hochwertiges Geschirr und edles Besteck.

Auf Deutschlands „Kreativster Tafel“ werden die unterschiedlichsten Geschmäcker bedient. Basierend auf aktuellen Kollektionen der LE GOURMET-Aussteller, arrangiert Elisabeth Küper schlichte und aufwändige, trendige und edle, alltagstaugliche und festliche Gestaltungsideen für den Tisch. Die Inszenierungen reichen vom Frühstück und Brunch über die Grillparty und das maritime Dinner bis zu Hochzeit und Weihnachten.

Im Trend: Gaumen UND Auge verwöhnen

Nicht nur beim Tisch(möbel) liegt XXL im Trend – auch kulinarisch darf sich auf der Tafel einiges abspielen. Mehrgängige Menüs sind up-to-date. Geschirr, das viele Funktionen erfüllt, ist dabei ebenso gefragt wie große Teile, auf denen man Speisen bewusst separat arrangiert. Raffinierte Einzelstücke wie asymmetrisch geschnittene Platten, auffällige Etageren oder ovale Schalen in Form von Blütenblättern setzen Akzente auf dem Tisch. Sehr beliebt sind gleichermaßen außergewöhnliche wie funktionale Formen, so die Expertin Elisabeth Küper.

Bei der Farbe des Geschirrs rangiert Weiß unangefochten auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Je nach Lust und Laune wird es mit kontrastierenden Mustern ergänzt – von dezenten Blüten- und Blattdekoren bis zu kräftigen Farben. Im Trend liegen auch Pastelle wie Blassrosa, Zartviolett, Himmelblau und helles Türkis. Für Herbst 2007 ist Lila angesagt – eine Farbe, der völlig zu Unrecht der Ruf des Altjüngferlichen anhaftet. Tatsächlich öffnet Lila viele Gestaltungsmöglichkeiten: Ein Tisch in Lila und Weiß versprüht Romantik; Lila-Gold wirkt prunkvoll, Lila-Gelb fröhlich und zugleich spannend. Für ein verführerisches Mahl kann man Lila schon mal mit Schwarz kombinieren – als zarte Versuchung… Apropos Schwarz: Auch diese „Nicht-Farbe“ öffnet ein breites Spektrum interessanter Inszenierungen für den gedeckten Tisch – vom klassisch-grafischen Schwarz-Weiß über modebetontes Schwarz-Pink bis zum edel-opulenten Schwarz-Gold.

Damit das tolle Menü optisch zum vollendeten Genuss wird, stellt die Porzellanindustrie spezielle Teile für jede Inszenierung her. Dazu gehören zum Beispiel Teller mit extra breitem Rand, die man mit Sauce oder Kräutern dekorieren kann. Und wer Überraschungen liebt, greift zur guten alten Glosche – sprich Abdeckhaube – und legt sie bis zur Genuss-Offenbarung auf Teller und Tassen.

Alexander Dressel

Gourmet-Küche außer Rand und Band? Die delikaten roten Orangen auf der Kirmes – in einem Carrousel von der Blutorange? Sicherlich nicht, sondern dieses Carrousel ist der krönende Abschluss eines festlichen Weihnachtsmenus im Relais & Châteaux Hotel »Bayrisches Haus« in Potsdam.

Kreiert von Brandenburgs einzigem Sternekoch Alexander Dressel, verspricht nicht nur das Dessert ein wahres Fest für den Gaumen. Auch die Gänge aus poeliertem Heilbutt, Ochsenschwanzcannelono oder Schorfheider Rehrücken machen das Weihnachtsessen in dem charmanten Fünf-Sterne-Hotel zu einem festlichen Genuss.

Die Kreationen von Alexander Dressel bieten während der Weihnachtsfeiertage 2006 etwas für jeden Geschmack. Zum Mittagstisch oder für ein festliches Dîner wird der 35jährige vier verschiedene Menus kreieren. Aus diesen können die Gäste zwischen drei, vier, fünf oder sechs Gängen wählen und somit ihr Menu nach eigenem Appetit mitvariieren. So ist z.B. das Gourmet-Menu »Friedrich Wilhelm« eine kulinarische Krönung für Weihnachten und kann als großes Gala-Dîner oder als leichterer Gourmetgenuss verkostet werden:

Amuse Bouche
Feines Goldmakrelentatar, geeister Rahm, Gurken, Kaviar und Limequat
Jacobsmuschelschaschlik, Castell Franco und Senfcrème
Mit Minze parfümierte Krensuppe, Knusperkrokant und poelierter Heilbutt
Ochsenschwanzcannelono im saurem Kalbszungen-Krebsfumé und Salsa Verde
Schorfheider Rehrücken, Crottin de Chavignol, Topinamburgratin und piemonteser Haselnüsse
Carrousel von der Blutorange
Kaffee und Petit Fours

Der gebürtige Berliner Dressel hat das Augenmerk auf eine erstklassige regionale Küche und ihre Produkte gerichtet, schaut aber nach seinen langjährigen Erfahrungen in Italien und Österreich immer gern auf die kulinarischen Raffinessen zwischen Salerno und Salzburg. Sein Können wurde aktuell erneut von Michelin mit einem Stern ausgezeichnet. Neben ausgesuchtem Brandenburger Wild verfeinert er auch Regiona-les wie Steckrüben oder Schwarzwurzeln zu einem Fest für den Gaumen.

Die Restaurants des Hotels befinden sich im historischen Gebäudeteil von 1847. Sie erinnern mit ihren Vertäfelungen, den Wandmalereien oder edlen Wandbespannungen an die große Vergangenheit des Hauses als Landhaus von Königin Elisabeth von Preußen und bieten einen idealen Rahmen für einen beson-ders festlichen Weih-nachtsgenuss. Sei es im Gourmetrestaurant »Friedrich Wilhelm« mit knisterndem Kaminfeuer, ehemaliger Salon von Königin Elisabeth, im Restaurant »Elisenstube« oder dem intimen »Kaminzimmer«, jeder Raum strahlt eine große Individualität aus und verspricht stilvollen Genuss.

www.bayrisches-haus.de

3 Musketiere – das Musical

Stuttgarts neue Helden kommen näher: Am
morgigen Dienstag, 29. August 2006, sind es noch 75 Tage bis zur
Premiere von 3 Musketiere – das Musical am 12. November 2006. Doch bis
es soweit ist, kommt auf die Mitarbeiter des Apollo Theaters ab Mitte
September ein hartes Stück Arbeit zu: Die komplette Ausstattung des
Musicals Elisabeth, welches dort noch bis einschließlich 17. September
2006 zu sehen sein wird, muss verpackt und aus dem Theater geräumt
werden. Die teils tonnenschweren Kulissen der Musketiere werden
eingebaut, Kostüme und Perücken für die Darsteller angefertigt und
passend gemacht. Mehrere hundert Notenblätter der temporeichen Show um
Freundschaft, Ehre und Liebe müssen vom Orchester einstudiert werden.
Die schweißtreibenden Proben – nicht nur in den klassischen Disziplinen
Schauspiel, Tanz und Gesang, sondern auch in der Fechtkunst – stellen
die Darsteller von 3 Musketiere vor eine besondere Herausforderung.

Nachfolgend finden Sie den Zeitplan für den Produktionsaufbau 3 Musketiere
mit neuen Terminen. Bitte beachten Sie, dass sich diese Termine bedingt
durch den Produktionsaufbau noch ändern können.

September 2006
17. September –
Letzte Show Elisabeth

26. September –
Cast-Präsentation 3 Musketiere

Oktober 2006
6. Oktober –
Offene Proben

November 2006
2. November –
Beginn der Previews
8. November –
Press Call – Vorführung ausgewählter Szenen in Kostüm und Maske für
Fotografen, Radio- und TV-Teams
11. November –
Medienpremiere
12. November –
Premiere

Weitere Informationen und Tickets zum Musical erhalten Sie unter:
www.gourmet-report.de/STAGE-Entertainment

Österreichs höchste Weinproduktion auf 1.650 Metern

Am Tieflehnerhof von Sepp und Elisabeth Eiter
im Tiroler Pitztal reift gegenwärtig auf Schilfmatten Österreichs
„höchster Wein“. Die Grundlage für einen exzellenten Tropfen aus dem
Hause des Weinkenners ist geschaffen.

Tieflehn, Pitztal. Sepp Eiter, ausgewiesener Weinkenner und
Vorsitzender des Tieflehner Weinclubs, nutzt seine große Erfahrung im
Umgang mit dem Rebsaft erstmals zur Herstellung eines eigenen Weines.

300 Kilogramm Trauben reifen zurzeit auf 1.650 Meter im eigens
errichteten „Weinhaus“ neben dem bekannten Pitztaler Wellnesshotel
Tieflehnerhof. Auf mehreren Ebenen liegen die eingelagerten Traminer
und Blaufränkischen Trauben auf Schilfmatten und harren ihre Reifung,
Pressung und Verarbeitung zum Schilfwein zwischen Ende Februar und
April 2006. 50 Flaschen á 0,375 Litern werden als erster Jahrgang
daraufhin im berühmten Weinkeller von Sepp Eiter eingelagert und den
hauseigenen Gästen exklusiv serviert.

Leidenschaft Wein

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Sepp Eiter mit dem Thema Wein.
„Als Wirt möchte ich immer das perfekte Angebot für meinen Gast
haben. Die exquisite, leichte, internationale Küche in unserem Haus
wird immer vom passenden Tropfen begleitet.“ Daher stehen jährlich
3-4 Weinreisen im Hause Eiter europaweit von der Toskana bis nach
Bordeaux auf dem Programm. Der bekannte Winzer Willi Opitz aus
Illmitz im Burgenland lieferte übrigens die erstklassigen
Rotweintrauben für Österreichs höchste Weinabfüllung.

Genussort Tieflehner Weinclub

Bereits 2002 gründete der Weinliebhaber Eiter den „Tieflehner
Weinclub“. „Der Club vermittelt Wissen rund um den „edlen Tropfen“
und ermöglicht den Mitgliedern die besten Weinanbaugebiete persönlich
kennen zu lernen“ bestätigt der Neo-Winzer. „Wir übernehmen
Patenschaften für die besten Lagen der Weinwelt und besuchen diese.
Der Winzer lernt den Kunden kennen, der Konsument kann vor Ort einen
hervorragenden Wein aus der eigenen Lage erwerben.“ Die 80 Mitglieder
aus Österreich, Deutschland, Benelux und Großbritannien dürften daher
wohl vorab in den Genuss des neuen, edlen Schilfweins ihres
Vorsitzenden kommen.

www.tieflehnerhof.at

Lecithin lindert Colitis ulcerosa Beschwerden

Das in Lecithin enthaltene Phosphatidylcholin
kann die bei der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa
auftretenden Beschwerden, wie Durchfall oder Bauchkrämpfe lindern. Lecithin
kommt in größeren Mengen in Eidotter und Soja vor, berichtet heute
Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Das Team um
den ärztlichen Direktor der gastroenterologischen Abteilung der Heidelberger
Universitätsklinik, Professor Dr. Wolfgang Stremmel, fand in einer
dreimonatigen doppel-blinden, randomisierten und placebo-kontrollierten
Studie heraus, dass sich Lecithin positiv auf Beschwerden von
Colitis-Patienten auswirkt. An der Studie nahmen 60 Colitis ulcerosa
Patienten teil, die weder Kortison noch Immunsuppressiva einnahmen. 30
Probanden bekamen täglich sechs Gramm eines mikroverkapselten
Lecithinpräparates. Ein Scheinpräparat diente als Kontrolltherapie für die
andere Hälfte der Studienteilnehmer. Bei 90 Prozent der mit Lecithin
behandelten Patienten besserten sich die Beschwerden innerhalb der
Untersuchungsdauer und bei 53 Prozent von ihnen ließen die Beschwerden nach,
fasst die Ernährungsexpertin Elisabeth Warzecha die Studienergebnisse
zusammen. Im Gegensatz dazu besserten sich in der Placebogruppe nur bei zehn
Prozent der Patienten die Beschwerden und bei zehn Prozent von ihnen ließen
die Beschwerden nach. Die chronisch entzündliche Darmerkrankung Colitis
ulcerosa ist eine Entzündung des Dickdarms (Colon), die zu Geschwüren der
inneren Schicht des Dickdarms führt, was Schmerzen, Blutungen und
insbesondere Durchfall verursacht. Die Darmschleimhaut bei Gesunden enthält
schleimfestigendes Phosphatidylcholin. Bei einer „zerstörten“
Darmschleimhaut setzen die gebildeten Geschwüre Schleim, Eiter und Blut
frei. Die Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahren mit der Hypothese,
dass die Darmschleimhaut bei Colitis ulcerosa nur unzureichenden Schutz vor
Bakterien und anderen Entzündungsauslösern bietet. Die Darmschleimhaut der
Patienten enthält aufgrund der Erkrankung weniger Phosphatidylcholin. In 70
bis 80 Prozent ist die medikamentöse Behandlung, die oft mit Kortison
erfolgt, erfolgreich, während bei den verbliebenen 20 bis 30 Prozent eine
Operation notwendig ist. Kortison führt jedoch zu Komplikationen und
Nebenwirkungen, die bei der untersuchten Therapie mit dem in Lecithin
enthaltenen Phosphatidylcholin ausbleiben. Weitere Probleme der an Colitis
ulcerosa Erkrankten sind neben den Beschwerden auch Untergewicht und
Mangelernährung. Hilfreiche Tipps zum Zunehmen finden Betroffene in der von
der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. herausgegebenen
Broschüre „Zunehmen leicht gemacht“. Diese können Interessierte gegen
Einsendung von 3 Euro in Briefmarken bei der Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., Stichwort Zunehmen, Mariahilfstr. 9,
52062 Aachen bestellen.

L?cher im K?se

Beim Käseessen gibt es nicht nur geschmackliche Vorlieben – je nach Nation mögen die Liebhaber unterschiedlich große Löcher im Käse. „In der Schweiz gilt eine Größe von ein bis drei Zentimetern als ideal“, sagt Elisabeth Eugster, die im Auftrag der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft Agroscope im Kanton Bern Reifekulturen für die Käseherstellung entwickelt. Die Deutschen sehen das anders, sie lieben „kleinere Löcher im Käse“ – Durchmesser unter zwei Zentimetern. Auf Größe schwört dagegen der Südländer: Vier Zentimeter sind ihm lieber.
Verantwortlich für die Reifung sind primär Milchsäurebakterien. Zusätzlich beigegebene Propionsäurebakterien erzeugen viel Kohlendioxid, was zu größeren Löchern führt. Aber Loch ist nicht einfach Loch, sagt Elisabeth Eugster: „Ovale, zu große oder zu viele Löcher sind ein ungünstiges Zeichen: Da ist die Gärung zu intensiv gelaufen.“

Das komplette Interview steht in der Zeit Nr. 40 vom 29. September 2005

Gefährlicher Vitamin- und Mineralstoffmangel in Deutschland!

Zeitmangel, Fast-Food, Diätenwahn sowie eine einseitige und ungesunde Ernährungsweise führen immer öfter zur steigenden Mineralstoff- und Vitaminunterversorgung der Bevölkerung, weiß Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Prall gefüllte Verkaufstheken, Exotisches aus fernen Ländern und an 365 Tagen verfügbares frisches Gemüse und Obst sollten die Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland sicherstellen. Doch von unserer Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik zusammengefasste Untersuchungen (1, 2, 3) offenbaren eine andere Realität. Die Ernährungssituation in Deutschland ist schlecht und das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass ernährungs(mit)bedingte Krankheiten in diesem Jahr mindestens 75 Milliarden Euro kosten und schon vor Jahren zwei von drei Todesfällen (in)direkt mit der Fehlernährung zusammenhingen. Neben einem Fettproblem haben die Menschen in Deutschland nachweislich große Vitamin- und Mineralstoffprobleme. Die Fehlernährung kann aber auch zu keiner anderen Entwicklung führen. Einige Risikogruppen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr an Mineralstoffen und Vitaminen nur mangelhaft. Besonders Jugendliche sind schlecht mit dem knochenstärkenden Calcium versorgt und auch in den anderen Altersgruppen ist die Calciumversorgung mangelhaft. Kombiniert mit Vitamin D ist Calcium besonders in der Wachstumsphase und im Alter für den Knochenstoffwechsel wichtig. Aber die Vitamin-D-Versorgung ist ebenfalls unzureichend. Die viel zu geringe Folsäurezufuhr ist nicht nur in der Schwangerschaft von Bedeutung, sondern senkt auch das Erkrankungsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine abwechslungsreiche sowie gemüse- und obstreiche Ernährungsweise in Kombination mit einem gesunden Lebensstil gewährleistet Vitalität bis ins Alter, fasst die Ernährungsexpertin Elisabeth Warzecha die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Doch trotz einer gesunden Lebensführung sind einige Personengruppen in bestimmten Lebensabschnitten mit Vitaminen und Mineralstoffe unterversorgt. So behindern neben entzündlichen Darmerkrankungen auch Krebs oder bestimmte Medikamente, wie die Pille, die Aufnahme der Vitamine und Mineralstoffen durch die Nahrung. Mangelerscheinungen äußern sich in unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, verminderter Leistungsfähigkeit, Muskelschwäche und allgemeiner Abgeschlagenheit, was die Diagnose erschwert. Zur Deckung des Mineralstoff- und Vitaminhaushaltes bei Jugendlichen, Schwangeren, Stillenden, Senioren und Kranken ist eine gezielte Supplementierung mit Mineralstoffen und Vitaminen sinnvoll, so Elisabeth Warzecha abschließend.
Quelle:
(1) Analyse der Mineralstoffversorgung der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland durch Ernährungswissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., Mineralstoffversorgung in Deutschland – zur Publikation eingereicht.
(2) Vitaminversorgung in westlichen Ländern, Teil 1: Schweizerische Zeitschrift für GanzheitsMedizin 2005, Heft 3, S. 157-161.
(3) Vitaminversorgung in westlichen Ländern, Teil 2: Schweizerische Zeitschrift für GanzheitsMedizin 2005, Heft 4, S. 227-232.

Tipp zum Jahr des gesunden Abnehmens: Probieren Sie eine fast kalorienfreie Nascherei: Götterspeise! Süßen Sie ungezuckerte Götterspeise bei der Zubereitung nach Belieben selbst mit Flüssig-Süßstoff. Und dazu eine selbstgemachte Vanillesoße aus teilentrahmter Milch.

Orangensaft erhöht den Vitamin C-Gehalt der Muttermilch!

Regelmäßiger Genuss von Orangensaft kombiniert mit Vitamin C-Präparaten erhöht den Vitamin C-Gehalt in der Muttermilch, erläutert heute Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Zu diesem Ergebnis kamen europäische und afrikanische Forscher in einer im renommierten American Journal of Clinical Nutrition im Mai 2005 veröffentlichten Übersichtsstudie (1). Die Wissenschaftler analysierten in fünf verschiedenen Untersuchungen den Einfluss von Orangensaft und einer Vitamin C-Supplementation auf die Muttermilch stillender Frauen aus Afrika und Europa. Bei Afrikanerinnen steigert regelmäßiges und langfristiges Trinken von Orangensaft den Vitamin C-Anteil in der Muttermilch. Bei einer Vitamin C-Supplementation steigt der Vitamin C-Gehalt der Muttermilch sowohl bei Afrikanerinnen als auch bei Europäerinnen an, fasst die Ernährungsexpertin Warzecha die Ergebnisse zusammen. Außerdem verdeutlichte die Studie, dass Stillende aus Entwicklungsländern generell einen niedrigeren Vitamin C-Status und ein geringeres Körpergewicht haben als Europäerinnen. Dadurch lassen sich auch teilweise Rückschlüsse über den Gesundheitszustand von Säuglingen in Entwicklungsländern ableiten. Skorbut ist eine typische Vitamin C-Mangelerkrankung und heute noch in Teilen Afrikas verbreitet. Sie äußert sich in schlechter Wundheilung, Deformationen der Glieder und Zahnfleischbluten. Eine ausreichende Vitamin C-Versorgung stillender Frauen ist daher für eine optimale Kindesentwicklung entscheidend. Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht bilden. Er ist deshalb auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Wahre Vitamin C-Bomben sind Sanddornsaft, Paprika, schwarze Johannisbeeren, Kiwi und Brokkoli. In bestimmten Lebensphasen, wie Säuglingsalter, Schwangerschaft und Stillzeit macht eine zusätzliche Einnahme von Vitamin C über Nahrungsergänzungsmittel Sinn, berichtet Elisabeth Warzecha abschließend.
Quelle: Synrve Daneel-Otterbech et al.: Ascorbic acid supplementation and regular consumption of fresh orange juice increase the ascorbic acid content of human milk: studies in European and African lactating women. American Journal of Clinical Nutrition (2005), Vol. 81, No. 5, 1088-1093.