Curry-Inhaltsstoff Kurkumin wirkt wie Kortison entzündungshemmend

Pharmazeutinnen von der Universität des Saarlandes ist es gelungen nachzuweisen, warum Kurkumin antientzündlich wirkt: Der Stoff, dem Currypulver seine gelbe Farbe verdankt, beeinflusst wie Kortison gezielt ein bestimmtes Protein („Gilz“), das bei Entzündungen im menschlichen Körper eine Schlüsselrolle spielt. In ihrer aktuellen Studie haben Professor Alexandra K. Kiemer und Jessica Hoppstädter gemeinsam mit Forschern der Universitäten Frankfurt am Main und Perugia (Italien) belegt, dass dieses Protein, das bei Entzündungsprozessen typischerweise verschwindet, durch Kurkumin gezielt vermehrt gebildet wird.

Dieses Ergebnis der Grundlagenforschung könnte in Zukunft dazu betragen, neue, nebenwirkungsarme Medikamente gegen Krankheiten wie Morbus Crohn zu entwickeln.

Ihr Ergebnis veröffentlichen die Forscherinnen in der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry: DOI: 10.1074/jbc.M116.733253

Kurkuma, auch bekannt unter den Namen Gelber Ingwer, Safranwurz oder Gelbwurz, ist Hauptbestandteil in jedem Currypulver. Schon seit Langem werden dieser beliebten Gewürzmischung, die nach unterschiedlichsten Rezepturen aus einer Vielzahl von Zutaten hergestellt wird, auch heilende Kräfte nachgesagt. Insbesondere für den Kurkuma-Inhaltsstoff Kurkumin, der verantwortlich ist für die typisch gelbe Curry-Farbe, belegen verschiedene Studien eine heilsame Wirkung.

„Wir konnten nachweisen, dass Kurkumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet. Anhand von Versuchsreihen an Zellmodellen können wir belegen, dass das Gewürz wie Kortison gezielt das Protein ´Gilz` beeinflusst. Gilz steht für Glucocorticoid-induzierter Leuzin Zipper“, erklärt Alexandra K. Kiemer, Professorin für Pharmazeutische Biologie an der Universität des Saarlandes. Ihre Arbeitsgruppe befasst sich gemeinsam mit Forschern der Universitäten Frankfurt am Main und Perugia (Italien) in mehreren Studien mit diesem Protein.

Gilz spielt für das Immunsystem des Menschen und insbesondere auch bei Entzündungsprozessen eine zentrale Rolle. Das Protein unterbindet normalerweise Entzündungsreaktionen. „Kommt es im Körper zu einer Entzündung, verschwindet dieses Protein jedoch“, erläutert Professor Kiemer. Gilz geht, die Entzündung kommt: So kann man das Phänomen auf den Punkt bringen. „Bei einer Entzündung bauen die Immunzellen das Molekül ab“, erklärt Dr. Jessica Hoppstädter, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Professor Kiemer und Erstautorin der aktuellen Studie. Kortison-Präparate wirken unter anderem dadurch, dass sie das Protein Gilz „induzieren“, also veranlassen, dass dieses vermehrt produziert wird. Sie führen jedoch in vieler Hinsicht zu Veränderungen in der Zelle und haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen.

Die Saarbrücker Forscherinnen konnten belegen, dass Kurkumin eine Kortison-ähnliche Wirkung hervorruft, jedoch ohne Zellprozesse zu beeinflussen, die typischerweise mit Kortison-Nebenwirkungen verbunden sind. „Kurkumin führt ebenfalls dazu, dass speziell Gilz induziert wird, jedoch mit einem ganz anderen Mechanismus als Kortison“, fasst Jessica Hoppstädter zusammen. In Zellkulturen brachten die Pharmazeutinnen hierzu Kurkumin zusammen mit einem Stimulus unter anderem auf Zellen auf, in denen das Protein Gilz genetisch ausgeschaltet war. Ohne Gilz verschwand die entzündungshemmende Wirkung von Kurkumin fast vollständig.

Das Forschungsergebnis bedeutet jedoch nicht, dass einfaches Currypulver Entzündungen heilen kann. „Solche Konzentrationen an Kurkumin kann man durch Verzehr nicht erreichen“, klärt Jessica Hoppstädter auf. Hinzu kommt, dass Kurkumin schlecht wasserlöslich ist und schlecht vom Körper aufgenommen werden kann. „Es handelt sich hier um Grundlagenforschung, aber diese könnte die Basis dafür sein, künftig Medikamente zu entwickeln, die keine oder weniger Nebenwirkungen als Kortison haben“, erklärt Professor Kiemer.

Greenpeace entdeckt Pestizide in Curry-Gewürz, Paprikapulver und Petersilie

Mit Gift gewürzt

Greenpeace entdeckt Pestizide in Curry-Gewürz, Paprikapulver und Petersilie – Strafanzeige gegen Metro

Die Pestizidbelastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen hat sich nach Untersuchungen von Greenpeace im Vergleich zum Vorjahr nicht gebessert: Mehr als ein Viertel der 37 Proben aus konventionellem Anbau musste Greenpeace als „nicht empfehlenswert“ (rot-Wertung) einstufen. Besonders stark belastet sind Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie. So wird in getrockneter Petersilie der Marke TiP, einer Eigenmarke von Metro, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Probe stammt von Real, einer Supermarktkette der Metro-Handelsgruppe, in Hamburg. Greenpeace hat Strafanzeige gegen Metro erstattet. Frische Kräuter sind im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet.

„Mit einer Prise Paprika oder Curry, wie sie auf der Currywurst landet, streut man sich einen Giftcocktail von bis zu 20 verschiedenen Chemikalien aufs Essen“, sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. Darunter befinden sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl (Wirkung Hemmstoff der Cholinesterase) und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) wurde in einer Curry-Probe nachgewiesen.

Betrachtet man nur Paprikapulver, so ist die Hälfte der Proben mit rot zu bewerten („nicht empfehlenswert“). 2008 waren es 30 Prozent. Von getrockneter Petersilie musste ebenfalls die Hälfte der Proben mit rot bewertet werden. Im Vorjahr waren es sogar 67 Prozent. Mehr als 60 Prozent der frischen Petersilie enthält hingegen keine Pestizide. 2008 gab es keine frische Petersilie ohne Pestizidnachweis. Seit 2007 beobachtet Greenpeace einen Trend hin zu geringeren Rückständen bei Obst und Gemüse – ein Erfolg der Greenpeace Kampagne „Stoppt Gift im Essen“. Auf getrocknete Kräuter und Gewürze trifft diese Entwicklung noch nicht zu. „Greifen Sie lieber zu Bioprodukten“, sagt Santen, „bei allen bisherigen Tests weisen sie keine oder nur äußerst geringe Pestizidrückstände auf. Sie sind daher die beste Empfehlung für gesundes Essen.“

Greenpeace hat bei dem Test einen schweren Mangel im Verbraucherschutz aufgedeckt: Belastungen bei Gewürzmischungen wie Currypulver sind ähnlich hoch wie bei Gewürzen, jedoch gibt es hierfür keine Grenzwerte. Nach einer Einstufung für Gewürze müsste eine Probe Currypulver von Galeria Kaufhof (Metro-Gruppe) mit rot bewertet werden. Greenpeace fordert von der EU-Kommission und Verbraucherministerin Aigner, umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.

Insgesamt wurden 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver, davon sieben aus biologischem Anbau, Anfang September 2009 gekauft. Sie stammen aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten und einem Biosupermarkt in Berlin, Hamburg, Köln, München und um Frankfurt am Main.

Currywurst Museum in Berlin eröffnet

Currywurst Museum in Berlin eröffnet – Erlebnisausstellung

Das Geheimnis liegt in der Soße: Das Deutsche Currywurst Museum in der Schützenstraße 70 inszeniert die vielfältigen Aspekte der beliebten Currywurst in einer einzigartigen und erlebnisreichen Ausstellung.

Das Geheimnis liegt in der Soße: Das Deutsche Currywurst Museum in der Schützenstraße 70 inszeniert die vielfältigen Aspekte der beliebten Currywurst in einer einzigartigen und erlebnisreichen Ausstellung.

Berlin. Heiß ersehnt, ist es jetzt Wirklichkeit: Das Deutsche Currywurst Museum eröffnet in Berlin Mitte in der Schützenstraße 70, Nähe Checkpoint Charlie. Am Samstag, 15. August um 12 Uhr öffnet die Erlebnisausstellung rund um die Kultikone Currywurst für die ersten Besucher.

Vor vier Jahren stellte sich die Idee für ein Deutsches Currywurst Museum erstmals ein. Berlinfan, Kurator und Initiator Martin Löwer strukturierte die Investitionen für das Museum. Der Unternehmer führte das Gesamtprojekt von Idee über Konzept, Management, Bau und Personal.

Die Ausstellung wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Mit den beauftragten Kreativ- und Umsetzungspartnern Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt, und Kubix GmbH Berlin hat das Projektteam mit Farben, Formen, Szenographie, Licht und bis hin zu kleinsten Ausstellungsstücken Akzente gesetzt. „Es war uns bei der Planung besonders wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, die alle Kanäle der Wahrnehmung anspricht und die Besucher immer wieder durch originelle Details überrascht“, erklärt Meike-Marie Thiele, die im Projekt für die Ausstellungskonzeption verantwortlich ist. „Die Ausstellung ist damit vielmehr Erlebnisraum als Museum.“

Mit einer begehbaren Imbissbude zum Beispiel werden die Besucher eingeladen, einmal die Perspektive zu wechseln und als Imbissbuden-Besitzer hinter den Kulissen zu wirken. „Na, wat darf’s denn sein? Curry-Pommes?“, fragt der Besucher die vor der Bude stehenden Personen. Currystreuer, Zutaten – alle Requisiten liegen bereit. Stehtische mit Ketchupflaschen-Hörstationen lassen echtes Imbiss-Feeling aufkommen.

Wie stark die Imbisskultur insbesondere in Berlin gewachsen ist, zeigt das Berlinscope, ein dreidimensionaler Stadtplan. „Berühmte Currywurstbuden liegen im Fokus und bieten einen ganz besonderen Blick auf die Bundeshauptstadt“, so Museumsleiterin Birgit Breloh. „Auf einer Weltkarte zeigen wir Globalisierung einmal anders: Drückt der Besucher einen bestimmten Knopf, grüßt ihn die lokale Currywurstbude in der jeweiligen Landessprache.“ Interaktive und multimediale Elemente laden zum Spielen und Entdecken ein. „Der Besucher entdeckt spielerisch durch Anfassen und Ausprobieren zeitgenössische und kulinarische Phänomene“, beschreibt Meike-Marie Thiele. „Wir haben viel Liebe in das Design und in originelle Inszenierungen gesteckt.“

Die Gewürzkammer lüftet das Geheimnis um das Currypulver. Deckenhohe Schubladenelemente zeigen Herkunft und Verarbeitung einzelner Bestandteile von Currymischungen. Aus Riechstationen steigen exotische Düfte in die Nasen der Besucher. Dann geht es weiter auf dem Soßenstrom, der als prägnantes und unverwechselbares Element des außergewöhnlichen räumlichen Szenarios durch die gesamte Ausstellung fließt. Der Clou: das Material ist für die haptische Wahrnehmung besonders aufbereitet. In der simulierten Wohn- und Experimentierküche wird das Lebensgefühl Ende der 40er Jahre und die Erfindung der Chillup-Soße nachempfindbar. Vorstellbar wird damit auch die Geschichte um Herta Heuwer zur Kreation des Kultsnacks. Dort blubbert es im geheimnisvollen Soßentopf vor sich hin und im hochsteigenden Dampf lässt sich mehr zur Legende erraten. Außerdem erfährt der Besucher, wer die Erfindung der Currywurst noch für sich beansprucht.

Für Museumsbesucher, die denken, damit bereits alles über den Kultsnack erfahren zu haben, zeigt sich überraschend, wie vielseitig die Themen rund um die Wurst sind. Der Öko-Cube sensibilisiert in der Ausstellung für die Aspekte ökologischer Verantwortung beim Currywurstverzehr. Auch die Entwicklung und der Stellenwert von „Fast- & Convenience Food“ wird in der Ausstellung aufgegriffen. Überraschende Fakten werden anschaulich auf dem Zeitstrahl präsentiert, zum Beispiel, dass es „Essen to go“ schon vor über 4.000 Jahren gab. Mit Blick auf die Gegenwart vermitteln vier unterschiedlichst gefüllte Kühlschränke eine originelle Veranschaulichung zur Konsumententypologie.

Wer eine Pause von den vielen verschiedenen Eindrücken braucht, findet auf dem Wurstsofa ein gemütliches Plätzchen zum Entspannen und kann sich anschließend im Kino den humorvollen und preisgekrönten Film „Best of the Wurst“ zu Gemüte führen. Die Dokumentation der Amerikanerin Grace Lee gibt einen Schlüssel zur Stadt Berlin und ihren Bewohnern. Eine Wandinstallation mit integrierten Bildschirmen veranschaulicht die Bedeutung der Currywurst im TV. Von den legendären „Drei Damen vom Grill“ bis zu den Tatort-Kommissaren von Nord bis Süd und Ost bis West – die Currywurst ist aus der Fernsehlandschaft nicht wegzudenken. In einer exklusiven Zusammenstellung bester Szenen erleben die Besucher bekannte Protagonisten in einem neuen Zusammenhang.

Eine zusätzliche Informations- und Unterhaltungsebene bietet die Kinderspur. Auf Augenhöhe werden für die kleinen Besucher einzelne Bereiche der Ausstellung mit einem Ratespiel ergänzt und vertieft. Wer ein Fan geworden ist, findet unter den mehr als 70 Artikeln des Museumsshops alles, was das (Currywurst-) Herz begehrt: vom klassischen Souvenir über Trendartikel und Kuriositäten bis hin zum witzigen Accessoire und der individuellen Curry-Mischung – für jeden Geschmack findet sich ein passendes Erinnerungsstück an den Museumsbesuch.

Ein Besuch ist täglich in der Zeit von 10 bis 22 Uhr möglich. Für Interessierte, die bei ihrer individuellen Erkundungstour der Currywurst noch intensiver auf die Spur kommen wollen, liefern Audio Guides in den Sprachen deutsch, englisch, spanisch, französisch und russisch zusätzliche Informationen zur Ausstellung. Die Eintrittspreise liegen zwischen 7 und 11 Euro. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Ausstellungsbereiche sind ebenerdig und damit barrierefrei zu erreichen. Kompetente Ansprechpartner unterstützen bei der Planung von besonderen Erlebnisführungen, informieren zu Angeboten für Gruppen und Unternehmen. Aktuelle Informationen: www.currywurstmuseum.com

Currywurst Museum, Berlin

1949 verkaufte Herta Heuwer an ihrem Imbissstand Kantstraße 101 erstmals gebratene Brühwürste mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und Worcestershiresauce – Museum eröffnet 1100 qm am 16.8. in Berlin – Berliner Sterneköche Thomas
Kammeier und Kolja Kleeberg kreierten neue Saucen

1949 verkaufte Herta Heuwer an ihrem
Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-
Friedrich-Straße (heute Kantstraße 101)
erstmals gebratene Brühwürste mit einer
Sauce aus Tomatenmark, Currypulver und
Worcestershiresauce. Die Geschichte urbaner
Imbissbuden begann jedoch schon
viel früher, und auch Hamburg beansprucht
spätestens seit Uwe Timms Novelle
„Die Entdeckung der Currywurst“
(1993) den Erfinderstatus für die beliebte
Zwischenmahlzeit. Höchste Zeit also, die
Geschichte und die zahlreichen Geschichten,
die sich um die Currywurst
ranken, in einem Museum näher zu beleuchten.

Der Initiator, Berlin-Fan und Kurator
Martin Löwer, hat ein multimediales
Museumsprojekt auf 1.100 Quadratmetern
entworfen. Unweit des Checkpoint Charlie,
in der Schützenstraße 70, wird am 16.
August das erste Deutsche Currywurst
Museum eröffnen. Die Ausstellung bietet
nicht nur historisches und kulturelles
Anschauungsmaterial, sondern auch
zahlreiche interaktiv aufbereitete Informationen
zur Herstellung der Currywurst
und zu den Zutaten.

In einer Currywurst-
Lounge werden die Sterneköche Thomas
Kammeier und Kolja Kleeberg raffinierte
Soßen kreieren und ein Shop hält
zahlreiche Artikel rund um die Currywurst
bereit.

Jährlich werden rund 350.000
Besucher erwartet. Die Ausstellung ist von
10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet
zwischen 7 und 11 Euro, für Kinder unter 6
Jahren ist der Eintritt frei.

www.currywurstmuseum.de

Rezept – Hähnchencurry

Ein Curry selbst gemacht!

Rezept für Hähnchencurry (4Pers) 35min:
400g Hähnchenbrust
½ Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
2 Stk. Kardamom
1 Teelöffel Essig
3 gehäufte Esslöffel Currypulver
5 Curryblätter (gibt es getrocknet im Asiashop!)
1 ½ Messerspitzen feines Chilipulver
1 Teelöffel Salz
1/2 Tasse Wasser
ca. 175ml Kokosmilch
Sonnenblumenöl

Die Hähnchenbrust waschen und in gleichgroße, grobe Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Currypulver, Essig, Salz, Chilipulver, gepressten Knoblauch und Kardamom hinzugeben und marinieren. Nun Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Curryblätter kurz darin andünsten. Jetzt das marinierte Hähnchen hinzugeben und kurz anbraten und mit ca. 125ml Kokosmilch und Wasser ablöschen. Nun den Topf mit dem Deckel bedecken und ca. 20min gar kochen, dabei ab und zu umrühren (Sollte das Wasser zu schnell verkochen, wenig! hinzugeben). Zum Schluss mit der restlichen Kokosmilch aufgießen und weitere 3min kochen. Noch einmal mit Salz abschmecken, wenn nötig. Fertig!

Weitere Informationen rund um srilankische Küche und tolle Events vor Ort unter www.bojoon.com

Happy Birthday, Currywurst!

Das Gesundheitsportal www.imedo.de klärt über das scharfe Geburtstagskind Currywurst auf

Es gibt sie mit Darm und ohne Darm, meistens mit Brötchen oder Pommes Frites oder auch mal extra scharf. Die Variationen der Currywurst sind beinahe so unterschiedlich wie die Mythen, die um sie kreisen – zumindest, wenn es um die Erfindung der beliebten Currysauce geht. Die Redaktion des Gesundheitsportals www.imedo.de gratuliert der Currywurst und liefert zur Feier des Tags ein Rezept für die Sauce gleich mit.

Vor 50 Jahren meldete die Berlinerin Herta Heuwer ihre Currywurstsauce zum Patent an. Sie konnte damals wohl nicht ahnen, dass sich die Kreation aus Berliner Dampfwurst und ihrer Currysauce zu einem Kultobjekt entwickeln würde. Die Fans der Currywurst widmen ihr Lieder, Geschichte, Filme und sorgen vor allem für reichlich Absatz. Zurück zum Beginn der Erfolgsgeschichte: Am 4. September 1949 soll Herta Heuwer die Sauce gemischt haben. „Aus Langeweile“ so heißt es auf einer der zahlreichen Webseiten, die sich mit der Berliner Currywurst beschäftigen. Die Idee dazu entstand, wie so viele Erfindungen, eher zufällig. Nach dem Krieg war Berlin von den alliierten Siegermächten besetzt. Herta Heuwers Mann soll Kontakt zur US-Army gehabt haben und wollte die Essgewohnheiten der Amerikaner in Berlin einführen – das Steak mit Ketchup galt als Vorbild. Nur gab es nach dem Krieg weder Steaks noch Ketchup in Berlin. Herta Heuwer mischte also Tomatenmark, Currypulver und ein paar andere Gewürze und fertig war die Currysauce. Zehn Jahre später, am 21. Januar 1959, meldete sie das Rezept zum Patent an.

Currywurst mit regionalen Unterschieden

Eine andere Geschichte ist die von Autor Uwe Timm. Die Currywurst hat bei ihm solch bleibende Erinnerungen hinterlassen, dass er 1993 die Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“ veröffentlichte. Die Hauptfigur der Novelle, Lena Brücker, sei zwar erfunden, nicht aber die Tatsache, das Timm angeblich bereits 1947 in Hamburg Currywurst gegessen hat. Also zwei Jahre vor Herta Heuwers Erfindung und rund 280 Kilometer nördlich von Berlin.

Die Currywurst ist deutschlandweit verbreitet, wird aber auf unterschiedliche Art und Weise zubereitet. In Berlin besteht die klassische Currywurst aus einer Brühwurst mit oder ohne Darm.
Serviert wird sie in einzelnen Stücken mit viel Sauce und Currypulver – wahlweise auch scharf mit Cayenne-Pfeffer oder Chilli. Die bekannten Currybuden haben ein eigenes Rezept für die Sauce, dessen genaue Mischungsverhältnisse streng geheim bleiben sollen. Im Ruhrgebiet besteht die Currywurst aus einer Bratwurst. Eine Zugabe von Chilli ist hier nicht üblich.

Rezept für Currysauce

Auf die Begriffe „Currywurst“ und „Rezept“ zeigt Google rund 209.000 Einträge an, das zeigt die Bandbreite möglicher Variationen auf. Als Basis dienen meist passierte Tomaten, Tomatenmark und Worcestershire Sauce. Es geht aber auch anders. imedo hat bei Martin Henschel nachgefragt. Er ist Chefkoch bei Carlos Catering in Berlin und hat einen anderen Tipp: Man nehme dafür einen Liter Cola und koche diesen bis auf die Hälfte ein. Anschließend kommt Currypulver in das „Cola-Konzentrat“, am Anfang etwas weniger, Nachwürzen ist immer besser. Mit Ketchup wird die Flüssigkeit solange vermischt, bis die Sauce eine dickere Konsistenz hat. Zum würzen verwendet man danach Currysauce, Tabasco, Sweetchilli-Sauce, Worchestersauce und etwas Sojasauce – je nach Geschmack.

Rezept – Martin Baudrexel

Orientalische Putenkeule

Ein Rezept von Martin Baudrexel

Der Genuss des Orients!

Zutaten:
( für vier Personen )
1 Putenoberkeule (ca.1100 g)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
4 EL Olivenöl
2 Stück rote Zwiebeln, grob gehackt
1 Tl Currypulver
200 g Lauch, der weisse Teil, in Stücke geschnitten und gut gewaschen
250 ml Geflügelbrühe
50 g Rosinen
50 g Mandelstifte
1 EL rote Currypaste
1 Apfel, geschält, in Spalten geschnitten

Zubereitung:
Putenoberkeule mit Salz und Pfeffer würzen. In einer grossen Pfanne, oder einen flachen Topf mit passendem Deckel die Keulen gut anbraten. Die Zwiebeln in die Pfanne geben, mit dem Currypulver bestäuben und kurz mitbraten. Den Lauch in die Pfanne geben. Kurz mit anbraten. Mandeln und Rosinen dazugeben und die Brühe angiessen.
Das ganze noch mit einer Prise Salz würzen und die Pfanne abdecken. Bei mittlerer Hitze 1 Stunde schmoren. Putenkeule rausnehmen.
Currypaste in den Schmorfond einrühren. Die Apfelspalten in den Fond geben, 1 Minute durchziehen lassen.
Die Keule zerteilen und mit Äpfeln und Schmorsauce servieren.
Dazu passt Reis am Besten.

Die kleine Geschichte der Currywurst

(1): Porträt der Woche: Nicolas Degennes

Heute führt Nicolas Degennes durch 'sein' Marrakesch, den Riad 'Malika' und das Restaurant 'Le Foundouk'.

(2): Trend: Grafikdesign zu Hause

Unter Grafikdesign versteht man Gestaltung, Auswahl und Einsatz von grafischen Elementen wie Zeichnung, Typografie oder Fotografie zum Zweck der Kommunikation. In Paris ist derzeit Grafikdesign für den Hausgebrauch angesagt. 'Chic' hat nachgefragt.

(3): Die kleine Geschichte der Currywurst

Die Berliner Currywurst ist aus deutschen Imbissbuden nicht wegzudenken. Bereits seit 1949 gibt es die frittierte Bratwurst mit Ketchup oder Tomatensoße und Currypulver – und als Beilage meist Pommes oder ein Brötchen. 'Chic' erzählt die kleine Geschichte des großen Fast-Food-Klassikers, von der Erfindung bis zur Patentierung im Jahr 1959.

(4): Hinter den Kulissen: Edouard François

Edouard François ist ein wahrlich unkonventioneller Architekt. Bekannt wurde er mit seinem 'wachsenden Haus' in Montpellier und dem 'Tower Flower' in Paris. Mit Hilfe des Botanikers Patrick Blanc umgibt er seine Bauwerke mit Pflanzenwänden. Allerdings interessiert ihn nicht nur die Pflanzenwelt, sondern die Beschäftigung mit der Landschaft als solcher, sei sie natürlich oder städtisch. Zu sehen auf den Champs-Elysées, wo er dem Nobelhotel Fouquet's Barrière einen neuen Look verpasst hat. 'Chic' stellt einen Architekten vor, dem es Spaß macht, Dinge infrage zu stellen.

arte, Dienstag, 07.08., 12:35 – 13:05 Uhr (VPS 12:35) – Chic

Rezept: Bobotie – ein typisches südafrikanisches Gericht

Giraffen, Elefanten, Pinguine – Krügerpark, Tafelberg und Kap der guten Hoffnung: Diese Seiten von Südafrika sind sehr bekannt.
Doch wie sieht es mit dem südafrikanischen Fußball aus? Erst nach dem Ende der Apartheid kehrte das Land 1991 auf die internationale Fußballbühne zurück und konnte sich für die Weltmeisterschaften 1998 und 2002 qualifizieren. Bei der diesjährigen WM ist das Land nicht dabei, doch bei der nächsten WM werden wir die Ballkünste der Südafrikaner auf jeden Fall bestaunen können – denn Südafrika ist das das Gastgeberland 2010.

Als Einstimmung auf die WM in vier Jahren empfehlen die tv.gusto Küchenprofis ein typisches südafrikanisches Gericht: Bobotie – ein exotischer Hackauflauf nach Art der Kapmalayen.

Bobotie

Zutaten:
500g Rinderhackfleisch Salz
1 Brötchen
Schwarzer Pfeffer
2 Zwiebeln
3 TL Currypulver
4 Knoblauchzehen
1 EL Zitronensaft
3 Eier
125 ml Milch
50g Rosinen
Muskatnuss
2 EL Mangochutney
2 Bananen
50 g Mandelblättchen

Zubereitung:
Das Brötchen in Wasser einweichen und gut ausdrücken. Das Brötchen, feingehackte Zwiebeln, feingehackten Knoblauch, Rosinen, Mango-Chutney, Mandelblättchen und ein Ei zum Fleisch geben und gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer, 2 TL Currypulver und dem Zitronensaft würzen.
Fleischmasse in eine gefettete Auflaufform füllen, glatt streichen und bei 220 Grad im vorgeheizten Ofen 20 Minuten backen.

Währenddessen Milch und die restlichen zwei Eier vermischen und mit Salz, Muskat und Curry würzen. Geschälte Bananen in Scheiben schneiden und auf dem Auflauf verteilen. Die Eiersauce darüber geben und noch einmal 15-20 Minuten backen.

www.tvgusto.com

Kürbis-Curry-Suppe mit Seelachswürfeln

Kürbis-Curry-Suppe mit Seelachswürfeln
Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel
500 g Kürbisfleisch
25 g Butter oder Margarine
1 EL Currypulver
600 ml kräftige Geflügelbrühe
Salz
Pfeffer aus der Mühle
400 g Seelachsfilet
2 EL Kürbiskerne
2 EL Kürbiskernöl

Und so wird’s gemacht:
1. Zwiebel schälen und fein hacken. Kürbisfleisch würfeln. Beides in der Butter leicht anschwitzen, dabei mit Currypulver bestäuben. Die Brühe angießen, aufkochen lassen und ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis der Kürbis weich ist. Die Suppe mit einem Mixstab pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Seelachsfilet waschen, trockentupfen und in Würfel schneiden. In die heiße Suppe geben und ca. 7 Minuten bei schwacher Hitze gar ziehen lassen. Die Kürbis-Curry-Suppe mit Seelachswürfeln auf Tellern anrichten, mit Kürbiskernen bestreuen und jeweils 1 Teelöffel Kürbiskernöl darüber träufeln. (FIZ)

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten
Pro Person ca. 260 kcal/1092 kJ