Schnippeldisko des Slow Food Youth Networks in Bochum

Mitschnippeln! Am Montag, 14. Mai ruft das Slow Food Youth Network zu seiner zweiten Schnippeldisko auf, im Rahmen des Festival n.a.t.u.r. 2012 in Bochum.

Auf dem Platz vor dem Schauspielhaus schnippeln die jungen Slow Food AktivistInnen von 13 Uhr bis 20 Uhr mehrere hundert Kilo Gemüse, das zu klein, zu dünn oder zu knubbelig und somit unverkäuflich ist, und verkochen es zu einer Protestsuppe. Dazu gibt es Musik von namhaften DJs – darunter DJ Dynamite von Dynamite Deluxe – und das Schauspielhaus Bochum inszeniert eine Manifest-Monstration. Mit der Aktion wollen die Organisatoren auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen, das an vielen Stellen in unserem derzeitigen Ernährungs- und Produktionsmodell vorkommt – und auch zeigen, dass gemeinsam Kochen und Essen richtig Spaß macht.

10 Dinge, die Du sofort tun kannst
So steht es auf dem Infoflyer des Slow Food Youth Network, und dieses Engagement setzen die jungen Leute kreativ und leidenschaftlich um: In Berlin haben sie kürzlich zusammen mit dem Slow Food Convivium Berlin – der „alteingesessenen“ Slow Food Gruppe – 1.400 m2 Erdbeerfeld des Vierfelderhofs gejätet und vor der Verunkrautung gerettet. Im Harz wird gerade eine Honigwerkstatt aufgebaut. Die Münchener Slow Food Youth Studentenküche hält Kochkurse für den ersten eigenen Haushalt. Das Campus-Convivium Fulda organisiert Urban Gardening Workshops und am 12. Juni einen Markt mit regionalen Erzeugern aus der Rhön. Und bei der Slow Food Messe in Stuttgart haben die jungen Leute in Workshops, Kochwerkstätten und Podiumsdiskussionen ihre Ideen und ihre Begeisterung für ein nachhaltiges Lebensmittelsystem geteilt. Zentral für all diese Aktionen ist die Vernetzung mit anderen Organisationen und AktivistInnen über Social Media und das Internet – wie für die erste Schnippeldisko in Berlin im Januar 2012.

Wachsende Mitgliederzahlen
Solche Begeisterung ist ansteckend: Seit der Gründung des Campus-Conviviums an der Hochschule Fulda im Juli 2010 ist die Anzahl der jungen Mitglieder von Slow Food Deutschland e.V. stark angestiegen, und der Trend hält an. Der wachsende Zulauf von jüngeren AktivistInnen zu Slow Food Deutschland e.V. freut Dr. Ursula Hudson, amtierende Vorsitzende des Vereins: „Der Enthusiasmus und das Engagement der jungen Leute ist nicht nur ein gutes Zeichen für die Zukunft unseres Vereins, sondern für uns alle, denn die Zukunft unseres Lebensmittelsystems liegt in ihren Händen. Unser Essen hat eine zentrale Stellung in der Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist wichtig, Bedingungen zu schaffen, die jungen Leuten eine Zukunft im Lebensmittelhandwerk, in der Landwirtschaft und der Fischerei sichern, und die Stadtmenschen einen unmittelbareren und selbstbestimmteren Zugang zu guten, sauberen und fairen Lebensmitteln ermöglichen.“

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