Essen wie Gott in Peru

HR, Samstag, 01.08. um 12:30 Uhr

Essen wie Gott in Peru

Unauffällig, ja fast heimlich hat sich Lima zur kulinarischen Hauptstadt Lateinamerikas entwickelt. Dreißig Prozent der Touristen, die Peru wegen der Inka-Ruinen von Machu Picchu besuchen, erkunden anschließend noch ein paar Tage die Restaurants der Hauptstadt, die sich zu wahren Tempeln einer ungewöhnlich schmackhaften und vielseitigen Küche entwickelt haben. Längst sind die peruanischen Gerichte in ganz Lateinamerika berühmt. Zeit also für die Expansion nach Europa. „Astrid y Gastón“, deutsch-peruanische Chefs der nach ihnen benannten Edelrestaurant-Kette, haben im Jahr 2007 in Madrid die erste Cevichería eröffnet, ein peruanisches Fischrestaurant. Wie die Italiener mit der Pizza, die US-Amerikaner mit Hamburgern und die Japaner mit Sushi, wollen sie jetzt mit peruanischen Spezialitäten die Welt erobern. Doch was ist das Geheimnis der peruanischen Küche? Sind es die 3.000 Kartoffelsorten, die in dem Land wachsen? Ist es der Aji, eine scharfe Pfeffersauce, von der die Gastronomin und Soziologin Isabel Alvarez meint, sie sei „Sinnbild einer sadomasochistischen Volksseele, eine Droge, die berauscht und sogleich bestraft“? Sind es die Anticuchos, am Spieß gebratene Rinderherzen, die man abends an Straßenständen kaufen kann? Die Dokumentation präsentiert die kulinarischen Geheimnisse westlich des Machu Picchu.

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