Romantisches Schlafen im Weinfass

Dass die Gäste im Schwarzwälder Kur- und Weindorf bestens bedient werden, bis hin zum Michelin-Stern-Restaurant, ist weithin bekannt. Dass man aber auch urromantisch im Weinfass in den Weinbergen schlafen kann, ist neu. Möglich gemacht haben es Ilona und Erich Wild, die auf ihrem Wein- und Obsthof oberhalb von Sasbachwalden genau dies anbieten. Drei Kombinationen aus je zwei 8.000 Liter Weinfässern haben sie in den Reben ihres Sechs-Hektar-Weinbaubetriebs aufgestellt mit herrlichem Blick bis hinüber nach Straßburg und zu den Vogesen. Je eines der Fässer dient als romantisch-kuscheliger Schlafplatz für zwei, der wahlweise als Doppelbett oder mit zwei Einzelbetten eingerichtet werden kann. Die ganze Kombination enthält jeweils einen gemütlichen Essplatz sowie eine Toilette.

Man ist also „autark“ und kann den Geräuschen der Nacht lauschen, zumal die Zweier-Fasskombinationen deutlich voneinander entfernt in den Weinbergen stehen. Kuscheln wird dann um so schöner. Zum Abendbrot und Frühstück bringt Ilona Wild je einen prächtigen Schwarzwälder Vesperkorb mit allem, was dazu gehört. „Unsere Gäste sind begeistert“, erklärt sie, so dass sie und ihr Mann schon dabei sind, eine weitere Fasskombination zu installieren. Die ganze Vergnügen mit Abendbrot, Frühstück und Übernachtung für zwei Personen kostet komplett 156 EURO. Näheres unter www.schlafen-im-weinfass.de

. Natürlich kann man auch über die Kurverwaltung Sasbachwalden buchen – Adresse siehe unten. Nebenbei betreiben die Wilds einen Hofladen, wo man selbstgebrannte Schwarzwälder „Wässerle“ sowie auch Sasbachwaldener Wein erstehen kann, den sie als Mitglieder der Alde Gott Winzer jedoch nicht selbst ausbauen, sondern ihre Trauben dorthin bringen.

Holzfasskeller bei den Alde Gott Winzern.

Dass die Alde Gott Winzer daraus beste Tropfen bereiten, verraten die vielen Auszeichnungen, die sie für ihre Weine schon erhalten. Nicht umsonst erfreut sich die auch sonntags geöffnete Verkauf großer Beliebtheit. 380 Winzer bewirtschaften ansehnliche 266 Hektar Reben, wovon fast zwei Drittel mit Blauem Spätburgunder bestockt sind, gefolgt von Riesling und Müller-Thurgau. Sasbachwalden ist also in erster Linie ein Rotweindorf.

Doch das bekannte Wein- und Blumendorf Sasbachwalden bietet noch viel mehr als schlafen im Weinfass und beste Tropfen. Zu Füssen der 1.166 m hohen Hornisgrinde laden ausgesprochen schöne Wanderwege ein, durch die lieblichen Weinberge oder entlang der vielfach mit Esskastanien bestandenen Hänge mit alten Mühlen bis hinauf zu den Tannenhöhen des Schwarzwalds. Vom Hochmoor auf der Hornisgrinde aus bietet sich an klaren Tagen ein traumhafter Blick bis zu den Alpen. Bei der Kurverwaltung, etlichen Hotels und anderen Vermietern von Gästezimmern kann man mobile GPS-Geräte ausleihen. Es gibt auch geführte Wanderungen. Reiter und Mountain-Biker kommen ebenso auf ihre Kosten, nicht zu vergessen das beheizte Erlebnisfreibad. Doch immer wieder sind es die gemütlichen Gaststuben, die in Sasbachwalden locken oder einfach im Dorf ein wenig bummeln. Ein bleibendes Erlebnis ist das Dinner-Jumping, bei dem sich ein leckeres Menü über mehrere Gaststätten erstreckt und man dazwischen ein wenig durchs Dorf wandert, um sich neuen Appetit zu holen. Näheres bei der Kurverwaltung: www.sasbachwalden.de
, Tel. 07841 / 1035.

Religiöse Kulinaristik

Irdischer Genuss und himmlische Freude

Brot und Wein und symbolisch noch ein Fisch – das Christentum scheint nicht eben sinnenfroh. Doch weit gefehlt: Bibel und Kirche kennen lustvolles Essen und berauschenden Weingenuss, die Freuden gemeinsamer Mahlzeiten und das Lob der guten Küche. In zwölf anregenden, an die Monate angelehnten Kapiteln handelt dieses Buch von Alltag und Fest, Genuss und Sünde, Bitte und Dank, Gastfreundschaft und Gastlichkeit, Küche und Katechese. Es thematisiert aber auch Themen wie Verzicht und Fasten sowie die Verantwortung für die Schöpfung und Solidarität, die manchmal auf dem Teller beginnen. Jedem Kapitel folgt ein Rezept und ein besinnlicher Text zum jeweiligen Kapitelthema. Ein Buch, das verständlich, gelegentlich augenzwinkernd und bislang einzig in seiner Art der Theologie und religiösen Bedeutung des Essens und Trinkens nachspürt. Guido Fuchs ist kath. Theologieprofessor und leitet die Forschungsstelle „Kulinaristik und Religion“ am Institut für Liturgie- und Alltagskultur in Hildesheim.

Fuchs, Guido:
Gott und Gaumen
Eine kleine Theologie des Essens und Trinkens,
Claudius-Verlag München 2010
160 S. Geb. 21 x 24 cm durchgehend vierfarbig
€[D] 19,80; €[A] 20,40; sFr 28,50

ISBN 978-3-532-62411-1 (portofrei bestellen)

Joël Robuchon: Die Klassiker

Wen dieses Buch nicht begeistert, dem nehmen wir den Herd weg, dem beschlagnahmen wir die Töpfe. – Aber langsam, von Anfang an. Immer, wenn ein Kochbuch etwas schwieriger aussieht, werden die Verlage nicht müde zu betonen, alles sei im Grunde leicht nachkochbar. Auch der Matthaes Verlag gab diese Empfehlung seinem Robuchon, Die Klassiker mit auf den Weg. Doch die Jury reagierte mit Skepsis. Der wohl berühmteste Koch Frankreichs, ein Gott am Herd, soll sein Buch mit Rezepten vollgepackt haben, die du und ich leicht nachkochen können? Unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, welche Welten zwischen dem Meister Robuchon und uns liegen.
Dann lag das Buch auf dem Tisch und unsere Skepsis wich großer Begeisterung. Die besagte Nachkochbarkeit selbst schwerer Rezepte hat Robuchon durch einen einfachen Trick hergestellt. Ausnahmslos alle Arbeitsgänge hat er step by step bebildert, pro Rezept oft über zwei, drei Seiten hinweg. Der Meister, scheint es, hat uns selbst die Hand geführt.

„Herrlich!“ Jurorin Susanne Gretter ist restlos überzeugt. Ihr haben besonders die handfesteren Rezepte gefallen: der Kartoffelsalat, aber mit Trüffel (man gönnt sich ja sonst nichts) oder die die Haushaltskasse schonende knusprige Tomatentarte, das schöne Rotbarbenfilet bohémienne, die kleinen Honigmadeleines, der handwerklich etwas anspruchsvollere Apfelturban. Der Lammbraten mit Kräutern wird in einer Salzkruste gegart und die Mignonettes vom Reh werden süß-sauer gebraten. Zum Nachtisch hätten wir gern das Eissavarin mit Kirschwasser. Juror Henri Bach gefällt speziell die Hummercrème und allgemein, daß hier in Abwesenheit der molekularen Küche gekocht wird – keine Gelees, keine Schäumchen. Und Jean Claude Bourgueil ist angetan von der großen Genauigkeit, mit der Robuchon arbeitet. Bei einem Franzosen alles andere als selbstverständlich. Aber Joël Robuchon, wissen wir jetzt, ist eben nicht nur ein Gott am Herd, sondern auch der Gott des Kochbuchs.
(Frank Brunner)

das DEUTSCHE INSTITUT FÜR KOCH- UND LEBENSKUNST, Leipzig und Frankfurt am Main, hat „Die Klassiker“ aus dem Matthaes Verlag zum KOCHBUCH DES MONATS Januar 2012 gekürt.

Rezepte und mehr unter www.Kochbuch-des-Monats.de

Die Jury:
Jean Claude Bourgueil, drei Sterne, weiß um die Bedeutung Robuchons
Susanne Gretter, Verlagslektorin und leidenschaftliche Köchin
Robert Menasse, Schriftsteller mit Liebe zur Küche
Frank Brunner, Kritiker
Rezeptprüfer:
Henri Bach, zwei Sterne, Verfechter klassischer Kochweisen

Joël Robuchon: Die Klassiker, 460 Seiten, Matthaes Verlag, Stuttgart, 2011, ISBN: 978-3-87515-058-2

Christian Kohlund, Sven Elverfeld und Sebastian Zier

«Davidoff Tour Gastonomique» mit Christian Kohlund, Sven Elverfeld und Sebastian Zier im Grand Spa Resort A-ROSA auf Sylt
am 28. August 2011 – Rückschau
«Der liebe Gott und die Erbsen»
Christian Kohlund über die Schöpfung und die Schauspieler

„Am Anfang war nichts außer Gott. Eines Tages bekam er eine Gemüsekiste voller Erbsen. Er fragte sich, woher sie kommen könnte, denn er kannte niemanden außer sich. Er traute der Sache nicht ganz und ließ die Kiste einfach stehen, oder eher schweben. Nach sieben Tagen zerplatzten die Hülsen und die Erbsenkugeln schossen mit großer Gewalt ins Nichts hinaus. Oft blieben dieselben Erbsen, die in einer Hülse gewesen waren zusammen und umkreisten sich gegenseitig. Sie begannen zu wachsen und zu leuchten, und so wurde aus dem Nichts das Weltall. Gott wunderte sich sehr darüber! Aus einer der Erbsen entwickelten sich später alle möglichen Lebewesen, darunter auch Menschen, die ihn kannten. Sie schrieben ihm die Erschaffung des Weltalls zu und verehrten ihn dafür. Gott wehrte sich nicht dagegen, aber er grübelt bis heute darüber nach, wer zum Teufel ihm die Kiste mit den Erbsen geschickt haben könnte.“ (Auszüge aus einer Lesung von Christian Kohlund).

Am Anfang war nichts außer 44 wunderschönen, leeren Tellern der edlen Firma Haering, die glänzten, weil sie zuvor mit der Hand gespült und poliert worden waren. Nach sieben Gängen, die Heilbutt, Gänseleber, gebeiztes Ibérico Schwein, Sylter Austern, Kaisergranat mit warmer Wassermelone, Gewürz-Taube und Kefir, Variationen von Kaninchen und spätsommerliche Schokoladen mit Kirschfüllungen enthielten, die nicht nur Alice im Wunderland glücklich gemacht hätten, und einer immer wiederkehrenden Stimme, die ebendiese Schokoladen zum Schmelzen brachte, schrieben die Menschen, die in den Genuss kamen, Sven Elverfeld und Sebastian Zier die Erschaffung der Sterneküche und Christian Kohlund die Erschaffung des Hörbuches zu und verehrten sie dafür. Die drei wehrten sich nicht dagegen und grübelten, während sie eine Davidoff Cigarre rauchten, noch lange darüber nach, warum zum Teufel man sie nicht schon früher zusammengeführt hatte, um als Trio Infernal die Menschen zu beglücken.

Die Gäste der letzten Station der Davidoff Tour Gastronomique 2011 im La Mer, dem Gourmet-Restaurant des Grand Spa A-ROSA auf Sylt, darunter Kohlunds Ehefrau Elke, die ihn seit 30 Jahren durchs Leben begleitet, Wiesnwirt Sepp Krätz mit seiner Frau Tina, Carlos Andrés, der bei der Oettinger Davidoff Group für den deutschen Markt zuständig ist, Axel Ecke, Brandmanager Jaguar Deutschland und Künstler Stefan Szscesny, dessen Skulpturen seit April die ganze Insel zieren, hatten schon einiges in ihrem Leben gesehen, gehört und geschmeckt, aber nie in dieser geballten Kombination aus Können und Phantasie. Für die Veranstalter der anspruchsvollen Gourmettour, die Oettinger Davidoff Group und Jaguar Deutschland, Grund genug sie 2012 mit spannenden Stationen und Stimmen quer durch die deutschen Genusstempel fortzusetzen, unter anderem mit Sternekoch Hendrik Otto im Esszimmer des Adlon in Berlin mit Schauspielerin Simone Thomalla.
Nach zehn Jahren im Gourmet-Restaurant Aqua in Wolfsburg zählt Sven Elverfeld ganz klar zur Kochelite Deutschlands. Seine Philosophie «Erreiche dein Ziel mit Engagement und Liebe zum Detail» brachte ihm neben vielen anderen Auszeichnungen 3 Sterne, 19 GaultMillau-Punkte und die «Feinschmecker»-Höchstnote von 5 F ein. Dabei schwört der
40-jährige Hesse nicht nur auf Top-Qualität aller verwendeten Zutaten, sondern auch auf einen ausgeprägten Regionenbezug der Produkte, die er täglich von ausgewählten Lieferanten bezieht.

«Elverfelds Kreationen sind Ergebnisse höchster handwerklicher Meisterschaft», urteilt der GaultMillau. «Wer sagt, dass er unverwechselbar kocht, übersieht, dass kein deutscher Spitzenkoch so viele Komponenten auf einem Teller versammelt wie Elverfeld.» Ein Essen im Aqua kann zu einer emotionalen Reise in die eigene Kindheit werden. Klassiker, die tief im Geschmacksgedächtnis verankert sind, zerlegt Elverfeld in ihre ursprünglichen Bestandteile, spielt mit verschiedenen Texturen und setzt die Aromen überraschend neu zusammen.

Eine emotionale Bindung hat der Sternekoch zu einigen ehemaligen Mitarbeitern, die bei ihm durch die beste Schule gegangen sind. Zum Beispiel zu dem kreativen Patissier Christian Hümbs, der bei ihm den letzten Feinschliff bekam und nun in die Küche von Sebastian Zier, dem viel versprechenden Jungstar auf der Insel Sylt gewechselt ist. Deshalb hat Sven Elverfeld gerne die Reise nach List angetreten, um gemeinsam mit dem jungen Wilden im Gourmet-Restaurant La Mer ein 7-gängiges A-ROSA-Überraschungsmenü für die «Davidoff Tour Gastronomique» 2011 zu kreieren. Kein geringerer als Harald Wohlfahrt hat Zier fünf Jahre in der Schwarzwaldstube die Kunst des Kochens beigebracht, das hat auch der GaultMillau sofort bemerkt und dem 33-Jährigen auf Anhieb höchste Kreativität und Qualität bei bestmöglicher Zubereitung attestiert. Schlichtheit und Authentizität sind für Zier «die wichtigsten Zutaten einer Küche, die auf die Frische und Qualität ihrer Produkte setzen kann.» So trafen eingebettet in die traumhafte Sylter Dünenlandschaft im Grand SPA Resort A-ROSA 17 Punkte auf 19 Punkte.

Herbst-Events der besonderen Art im Hotel Hessischer Hof

Fürstliche Weine genießen
Am Samstag, den 10. September 2011 laden die beiden
Weingüter Prinz von Hessen und Fürst Löwenstein zur
Verkostung Ihrer Weine im Hotel Hessischer Hof ein. Zum
Abschluss der Degustation serviert das Hotel ein auf die Weine
abgestimmtes Sechs-Gang-Menü.
Das Menü ist buchbar für 95 Euro pro Person inklusive Weine.
Beginn der kostenfreien Degustation ist 16 Uhr, das Sechs-
Gang-Menü wird ab 19 Uhr serviert.

Kulinarik aus der Botanik
Am Sonntag, den 2. Oktober 2011 wird im Rahmen der
Palmengarten-Ausstellung „Tausend und ein Öl – Fette, Öle und
Wachse aus dem Pflanzenreich“ ein Vier-Gang-Menü rund um
aromatische Essige und Öle im Hotel Hessischer Hof serviert. Dr.
Matthias Jenny, Direktor des Frankfurter Palmengartens, führt
informativ durch die Gänge.
Buchbar für 68 Euro pro Person einschließlich Wein, Wasser und
Kaffee.

Trüffel für Feinschmecker
Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 serviert das Hotel
Hessischer Hof delikate Trüffelkompositionen. Probieren Sie das
seltene Pilzgewächs, zubereitet in fünf Gängen. Hier können die
Gäste u.a. getrüffelte Kartoffelcrémesuppe und Kalbsfilet auf
Malaga-Trüffeljus verköstigen.
Buchbar für 95 Euro pro Person inklusive Champagner-Aperitif.
Beginn ist 18.30 Uhr.

St. Martins-Menü
Am Freitag, den 11. November 2011 verwöhnt das Küchenteam
des Hotels Hessischer Hof seine Gäste mit einem klassischen
Martinsgans-Menü.
Ab 18.30 Uhr wird das Fünf-Gang-Menü, das die traditionelle
Martinsgans mit Marzipanbratapfel ebenso beinhaltet wie u.a.
feines Confit von der Gans mit Thymian und Feigen, im „Sévres“
serviert. Buchbar für 68 Euro pro Person inklusive Wein, Wasser
und Kaffee.

Champagnermenü „Wie Gott in Frankreich“
Am Sonntag, den 27. November 2011 präsentieren sich feine
Perlweine aus der Champagne im Hotel Hessischer Hof. Passend
zu einem erlesenen Sechs-Gang-Menü verkosten die Gäste
Champagner des Gutes J.M. Gobillard & Fils aus Hautvillers.
Das Menü beinhaltet u.a. Ravioli vom Vogelsberger Reh auf
getrüffeltem Rahmwirsing und Medallion vom Kalbsfilet mit
Pinienkernkruste und grünem Spargel. Buchbar für 145 Euro pro
Person einschließlich Aperitif, Champagner, Wasser und Kaffee.

Alle kulinarischen Events im Hotel Hessischer Hof können
unter bankett@hessischer-hof.de oder telefonisch unter
069 / 75 40 29 27 reserviert werden.

Französischer Markt erstmals zu Gast in Berlin

Leben wie Gott in Frankreich – Französischer Markt erstmals zu Gast in Berlin

Von Donnerstag, 28. Januar, bis Samstag, 30. Januar, kommt der Französische Markt erstmals nach Berlin auf den Adenauerplatz. 12 original französische Markthändler präsentieren kulinarische Köstlichkeiten aus unserem Nachbarland.

Ein ganz besonderes Highlight für jeden Feinschmecker wird die monatliche Verlosung einer Gourmet-Reise in die Champagne im Nordosten Frankreichs sein.

Die Markthändler, die jede Woche erneut direkt aus Frankreich anreisen, um das ganze Jahr über französische Märkte in Deutschland zu präsentieren, bieten vielfältige Gaumenfreuden. Mit ihrem Charme und ihren Produkten verbreiten sie französisches Flair und wecken sicher bei vielen so manche Urlaubserinnerung …

Angesichts der exquisiten Leckereien können sich die Besucher wie Gott in Frankreich fühlen: Eine Vielfalt an Käse- und Wurst-Spezialitäten, wie luftgetrockneter Schinken von der Ardèche, Wildschweinschinken und Eselsalami, lassen neben Champagner und Wein, Brot und Crêpes, provençalischen Seifen und Tischdecken, Pasteten und Terrinen, Konfitüren und Honig, bretonischen Keksen und Käse mit Kastanien, den Einkauf zum Genusserlebnis werden. Die Händler reichen ihren Kunden vor dem Kauf auch gerne von (fast) allem eine Kostprobe.

Der Französische Markt hat an allen drei Markttagen von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Bon appétit!

Kochbuch de Monats: „Vive la France!“

Das DEUTSCHE INSTITUT FÜR KOCH- UND LEBENSKUNST, Leipzig und Frankfurt am Main, hat „Vive la France!“ aus dem Christian Verlag zum KOCHBUCH DES MONATS Dezember 2009 gekürt.

Die Begründung der Jury lautet:
Ein glückliches Land, in dem der liebe Gott in den Küchen wohnt und Autoren wie Stéphane Reynaud zu solchen Kochbüchern inspiriert: Vive la France! – Reynaud entfaltet die Köstlichkeiten Frankreichs nach allen Regeln der Kunst. Zunächst natürlich in 299 Rezepten und alle sind dabei, die für uns die ersten Begegnungen mit den Kochkünsten unseres Nachbarlandes waren: Salade Niçoise, gratinierte Zwiebelsuppe, Froschschenkel in Weißwein, Mousse au Chocolat. „Genau so wird in Frankreich bis heute gekocht.“ Juror Jean Claude Bourgueil muss es wissen. – Wenn es nur eine schlichte Rezeptsammlung wäre…
Aber Reynaud versucht nichts weniger, als den Zauber des Kochens einzufangen, das bekanntlich den Kosmos des ganzen Lebens birgt. Er porträtiert Menschen wie Jérôme oder Gérald und ihre Lieblingsspeisen, erzählt von Landgasthöfen wie dem „Chez Hugon“, lüftet Familiengeheimnisse, besucht einen Schlachttag in Saint Agrève. Er verzichtet auf jegliches Hochglanzgetue. Die atmosphärisch dichten Fotografien sind lieber unscharf als unehrlich und zwischendurch wird Pétanque gespielt. Rotweinflecke verunzieren die Seiten und kleine Comics steigern die gute Laune: Ein geiler Schneckerich setzt zum Begattungssprung auf seine Schnecke an, die Gier lässt ihn dabei zu weit ausholen und er landet im breiten Maul eines Frosches. Bon appétit! – Ein solch kunterbuntes, zärtliches Kochbuch ist der Jury noch nicht untergekommen. Wenn Sie jemanden lieb haben, der gerne kocht, dann schenken Sie ihm dieses Buch. Unbedingt!

DIE JURY:
Jean Claude Bourgueil, Franzose mit drei deutschen Sternen
Antje Piechota, frankophiler Kochbuchfan
Robert Menasse, fand Gefallen an den Texten
Frank Brunner, Kritiker

Rezeptprüfer:
Thomas Neeser, jahrelange Erfahrung in besten Küchen Franreichs

Stephane Reynaud: Vive la France!, Christian Verlag (München), 2009,
480 Seiten, ca. 466 Abbildungen, ISBN 978-3-88472-926-7, 39,90 EUR

Reiseführer Languedoc-Roussillon

Unterwegs mit der crème de la crème Südfrankreichs

All you need is…
Lonely Planet Languedoc-Roussillon – Deutsche Ausgabe

Wenn Gott in Frankreich lebt, dann macht er hier in Okzitanien Urlaub! Mit Lonely Planet Languedoc-Roussillon halten nun auch deutschsprachige Traveller den passenden Kultreiseführer für Individualreisende in der Hand, um auf eigene Faust die südlichste Region Frankreichs zu erkunden. Lonely Planet Languedoc-Roussillon bringt reisepraktische Informationen für jedes Budget plus alles, was man wissen muss über die charmante und noch relativ unentdeckte Destination zwischen Rhone-Delta und Pyrenäen: die mittelalterliche Zitadelle von Carcassonne, spektakuläre Weinberge, die größte Straßenbrücke der Welt und das historische Zentrum von Montpellier, offizielle Lieblingsstadt der Franzosen – bienvenu im Languedoc-Roussillon!

Entdeckungsreise im Languedoc-Roussillon: the Lonely Planet way
Zuverlässige Reiseinfos für Individualreisende, das ist das Markenzeichen der australischen Kultreiseführer Lonely Planet. Lonely Planet Languedoc-Roussillon ist 1:1 das englische Original: mit allen Infos für Sightseeing, Aktivurlaub und Relaxen. Die Autoren haben durch Recherche vor Ort Unterkünfte und Restaurants für jeden Geldbeutel zusammengestellt: von schattigen Camping-Tipis und coolen Kitesurf-Hostels über rustikale B&Bs zum ökologischen Luxusweingut, von urigen Restaurants zum Fünfsterne-Trüffeltreff. Lonely Planet Reisetipps sind unabhängig recherchiert und reden nicht drum rum: Wo finde ich authentisches Kunsthandwerk oder einen zuverlässigen Kahn für den Canal du Midi? Wo stehen mythische Menhire und moderne Öko-Architektur?

Von den alten Albigensern zur Toulouser Studentenkultur: die besten Tipps aus der Doppelregion
Lonely Planet Languedoc-Roussillon bringt den nötigen Background, um diese historische Region zu verstehen: Ketzer, Katalanen, Kubistenkünstler – wie war
das doch gleich…? – erklärt aber auch die aktuelle Szene: Was läuft heute in der Heimat von Henri Toulouse-Lautrec und Georges Brassens in Film, Musik, Politik? Der Guide führt zu den besten Festivals, schrägen Museen und Stränden abseits der Touristenpfade. Farbkapitel zu den Highlights machen Lust auf Land und Leute, exakte Karten, klare Glossare, ein Sprachführer und Extra-Infos für deutschsprachige Traveller runden das Ganze ab. Plus die besten Lonely Planet Lesetipps: der Reisebericht des Robert Louis Stevenson von seiner
Cevennenüberquerung auf Eselsrücken, ein kulinarischer Rundumschlag oder vielleicht eine Liste aktueller Blogs? Lonely Planet ist der Reiseführer für Traveller, die offen sind für neue Erlebnisse, spannende Begegnungen und verantwortungsbewusstes Reisen. Lonely Planet Languedoc-Roussillon inspiriert dazu, das Land – und sich selbst – neu zu entdecken. Wie wär’s mit dem Kiteboard über die Wellen zu reiten, den ketzerischen Katharerpfad zu erwandern oder beim Ökowinzerkurs gleichzeitig die Französischkenntnisse aufzufrischen?

Lonely Planet Reiseführer Languedoc-Roussillon – Deutsche Ausgabe

Autoren: Nicola Williams und Miles Roddis
324 Seiten
Format: 12,7 x 19,7 cm
Preis: € (D) 17,95 / € (A) 18,50 / sFr. 32,90
ISBN: 987-3-8297-1650-5

Das perfekte Dinner

VOX, Mittwoch, 30.09., 19:00 – 19:50 Uhr

Franziska, 22 Jahre, Jurastudentin:

Menü: ‚Speisen wie Gott in Frankreich‘
Vorspeise: ‚Fine de Claire‘- Austern in einer Champagnersoße garniert mit Krabben und Scampis
Hauptspeise: Coq au vin mit Rosmarinkartoffeln
Nachspeise: Mousse au chocolat auf einem Spiegel aus chocolat blanc mit Himbeeren

Spanischer Küchenkrieg

Santi Santamaria ist ein echter Naturbursche. Die Molekularküche seines Kollegen Ferran Adriá mag er gar nicht. Dafür weiß er, was Karotten fühlen.

Auf die Frage der Zeitung „El Mundo“, was er von den Kochkünsten im gefeierten El Bulli halte, sagte der Chef vom Sanceloni in Madrid: „Nun ja, die Gesellschaft, in der wir leben, definiert sich auch über das was sie isst.“

Und auf die Frage, dass El Bulli ja wohl kaum mit Tschernobyl zu vergleichen wäre, sagte Santamaria skeptisch: „Mmh…“

So umstritten also ist die Küche Spaniens. Immerhin versteht sich Santamaria wie Adriá aufs Philosophieren. Auf die Frage, was wohl Karotten denken mögen, sagte er: „Wenn sie in ihrem natürlichen Umfeld leben, geht es ihnen wie Fische im Wasser: Sie leben wie Gott!“
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