Eine Reise in die traumhafte Inselwelt Georgias

„Georgia on my mind“ – eine Reise in die traumhafte Inselwelt Georgias

Georgia, im Südosten der USA gelegen, ist als Urlaubsziel in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Völlig zu Unrecht, denn der Staat strahlt die gleiche zauberhafte Südstaatenidylle aus wie Margaret Mitchells weltberühmter Bestseller Vom Winde verweht.
Insbesondere die Küstenregion zieht Besucher schon seit über einem Jahrhundert in ihren Bann. Vollkommene Ruhe, exklusives Flair und ursprüngliche Naturparadiese machen den Charme dieses 100 Meilen langen Küstenstreifens aus. Von der Hafenstadt Savannah im Norden, der ältesten Stadt Georgias, bis zum pittoresken St. Mary’s im Süden erstrecken sich traumhafte Landschaften, romantische Küstenstädte sowie die vorgelagerte Inselgruppe der Golden Isles of Georgia – ein Name, dessen Ursprung nicht gänzlich geklärt ist. Der Legende nach ist er spanischen Entdeckern zuzuschreiben, die bei ihren Expeditionen statt auf das erhoffte Gold auf natürliche Schönheit, üppige Wälder und ein mildes, subtropisches Klima trafen.

Vor allem diese vier Inseln – St. Simons Island, Sea Island, Little St. Simons Island und Jekyll Island – sind wahre Kleinode der Natur. Sie locken mit traumhaften Küstenwäldern aus jahrhundertealten, mit spanischem Moos bedeckten Eichen und Magnolienbäumen, unendlichen Sandstränden und fantastischen Marschlandschaften. Der Staat Georgia hat sich den Erhalt dieser Paradiese auf die Fahne geschrieben, indem er eine restriktive Umweltpolitik betreibt, die weite Teile der Inseln unter Naturschutz stellt und die örtliche Bautätigkeit auf ein Minimum beschränkt. Es gibt allerdings Ausnahmen: Auf der kleinen Insel Laurel Island wird derzeit ein Wohnprojekt verwirklicht. In beschränktem Maße stehen hier einige der letzten verfügbaren Ufer-Grundstücke zum Kauf, auf denen sich in einigen Monaten Villen und Einfamilienhäuser im klassischen Stil der amerikanischen Südstaaten erheben sollen.

Der exklusive Jekyll Island Club
Die Atlantikinseln vor Georgias Küste waren in den USA seit jeher Rückzugsort gutbetuchter Persönlichkeiten. So erwarben 1886 berühmte Unternehmer und Industrielle wie Frank Henry Goodyear, Edwin und George Gould, Joseph Pulitzer, John P. Morgan und William Rockefeller für damals 125.000 Dollar die Insel Jekyll Island. Dort entstand wenig später der illustre Jekyll Island Club, deren Mitglieder um 1900 angeblich 15 Prozent des Weltvermögens auf sich vereinten. Die prächtige Residenz des Clubs auf der mittlerweile wieder dem Staat Georgia gehörenden Insel ist heute als Jekyll Island Club Hotel eine der exklusivsten Adressen der Region. Die eindrucksvollen Villen der damaligen Bewohner sind teilweise noch erhalten und können besichtigt werden. Die makellose Natur auf Jekyll Island schafft eine außergewöhnliche Kulisse für Aktivitäten wie Golf, Tennis oder Wandern. Auf Turtle Walks lassen sich bedrohte Meeresschildkröten hautnah erleben und ein Sunset Ride in den Sonnenuntergang Georgias wird zum unvergesslichen Erlebnis. Das dies so bleibt, ist einem Gesetz zu verdanken, nach dem zwei Drittel der Inselfläche unbebaut bleiben müssen.

Die Insel der Millionäre
Noch exklusiver als auf Jekyll Island geht es auf Sea Island zu, der teuersten Insel der Golden Isles of Georgia. Das auch „Millionaire’s Island“ genannte Eiland befindet sich in Privatbesitz; der Zugang ist streng begrenzt. Seine Vorzüge wie etwa die hervorragenden Golfplätze, teuerste Villen sowie ein sieben Kilometer langer, weißer Sandstrand, bleiben daher den wohlhabenden Bewohnern und Besuchern der Insel vorbehalten. Im Fünf-Sterne Hotel The Lodge at Sea Island Golf Club leisten sich die Gäste auch gern mal einen 24-Stunden Butler. Darüber hinaus wird ein Spa auf Weltklasse-Niveau geboten, das 2007 unter anderem vom Luxury Spa Finder als eines der besten Amerikas ausgezeichnet wurde. Wie überall auf den goldenen Inseln fährt man auch auf Sea Island gern mit dem eigenen Boot hinaus aufs Meer oder durch die vielen Flüsse und Kanäle der Marschen, um in den fischreichen Gewässern zu angeln. Die besondere Lage der Insel war 2004 ausschlaggebend dafür, im dortigen mondänen Cloister Hotel den G8-Gipfel der wichtigsten Industriestaaten der Welt zu veranstalten.

Das goldene Seepferdchen – ein Paradies für Mensch und Tier
Im Süden von Jekyll Island erhebt sich die kleine Insel Laurel Island. Sie erreicht man lediglich über eine kleine Brücke – ein anderer Zufahrtsweg existiert nicht. Der Pflanzenreichtum, den die Natur hier hervorbringt, lädt zu herrlichen Wanderungen unter einem imposanten Blätterdach hoher Eichen und Magnolien ein. In den Marschen und auf den zahlreichen Kanälen lassen sich unzählige Vogelarten beobachten. Pelikane, Ibisse, Reiher und Flamingos machen Laurel Island zu einem Paradies für Naturliebhaber und Vogelfreunde.
Während allerdings auf Jekyll Island und Sea Island rigide Bestimmungen die weitere touristische Erschließung der Inseln verhindern, entwickelt man auf Laurel Island derzeit eines der innovativsten und exklusivsten Luxus-Resorts Nordamerikas. In der märchenhaften Insellandschaft gehören die Grundstücke auf dem kleinen Eiland, das die Form eines Seepferdchens besitzt, zu den letzten frei verfügbaren Plätzen: Sie liegen inmitten ausgedehnter Ebenen weichen Marschgrases, das golden in der Abendsonne schimmert und den weltlichen Trubel leicht vergessen lässt. Ein umfassendes Öko-Konzept, das besondere Rücksicht auf den Erhalt von Flora und Fauna nimmt, dokumentiert die enge Verbindung von Mensch und Natur.

Cumberland Island: Paradies mit einem Hauch Nostalgie
Nur wenige Kilometer östlich von Laurel Island liegt die nahezu unberührte Insel Cumberland Island, die größte und südlichste der Inseln Georgias mit einem fast 30 Kilometer langen, weißen Sandstrand. Cumberland Island besitzt den größten zusammenhängenden Küstenwald der USA und beherbergt einen der schönsten Nationalparks der amerikanischen Ostküste. Wilde Pferde galoppieren hier frei durch die ausgedehnten Marschen und Dünen. In den Wäldern leben Rotluchse, Weißwedelhirsche, Gürteltiere und Nerze. Auch bedrohte Tierarten wie Seekühe oder Karettschildkröten sowie über 300 Vogelarten, die den Großteil der Insel für sich haben, sind auf Cumberland Island zu finden. Dennoch gibt es dort eine einzige, und noch dazu sehr luxuriöse Übernachtungsmöglichkeit: Das alte Domizil der Carnegies, Stahlmagnaten und eine der reichsten Familien ihrer Zeit, denen bis 1972 rund 90 Prozent der Insel gehörten. Das 1900 entstandene Gebäude steht heute als Greyfield Inn einem exklusiven Gästezirkel als Hotel zur Verfügung. Die Ruinen des ehemals mondänen und für prächtige Feste bekannten Dungeoness Mansion sowie das zauberhafte Plum Orchard Mansion, einst Schauplatz der Hochzeitsfeierlichkeiten von John F. Kennedy Jr. und seiner Verlobten Carolyn Bessette, verleihen der majestätischen Insel ein einzigartiges nostalgische Flair, welches an große Zeiten erinnert.

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