Magere Zwetschenernte 2008

Die diesjährige Zwetschenernte in Deutschland wird voraussichtlich die kleinste der vergangenen zehn Jahre sein. Die Erzeugerorganisationen schätzen ihre Vermarktungsmengen auf lediglich knapp 26.000 Tonnen, 2007 verkauften sie 46.700 Tonnen. Da über Erzeugerorganisationen etwa 70 bis 80 Prozent der Ernte abgesetzt werden, ist insgesamt mit etwa 33.000 bis 37.000 Tonnen Zwetschen in ganz Deutschland zu rechnen.

Schlechtes Blühwetter
Als Hauptursache für den zwar sorten- und gebietsmäßig stark variierenden, insgesamt aber doch schwachen Fruchtbehang gilt das kühle und regnerische Wetter während und nach der Blüte. In einigen Gebieten kam es auch zu Frostschäden. Darüber hinaus führte wechselhaftes Klima zu einem oft überdurchschnittlichen Fruchtfall. Trockenheit und Hagel führten zu weiteren Ausfällen.

Hohe Einbußen bei den Frühsorten
Bei den frühen Sorten, deren Anbau stark auf den südwestdeutschen Raum konzentriert ist, werden die höchsten Einbußen erwartet. In dieser Reifegruppe erwarten die Erzeugerorganisationen nur gut ein Drittel der Vorjahresernte. In der mittelfrühen Sortengruppe, in der Bühler und Cacaks Schöne dominieren, wird die Ernte bundesweit auf etwa 65 Prozent des Vorjahresumfanges geschätzt. Bei den mittelspäten Sorten dürfte die Quote in einem ähnlichen Rahmen liegen. Von den spät reifenden Zwetschen wird man voraussichtlich nur halb so viel wie 2007 pflücken können.

Massive Importe zu erwarten
Die kleine Ernte in Deutschland dürfte umfangreich Importe anlocken, vor allem aus Ungarn. Der klassische Lieferant von mitteleuropäischen Sorten erwartet eine gute Ernte und dürfte die Knappheit auf dem deutschen Markt massiv nutzen. ZMP GmbH, Bonn

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