Fleisch ist nicht gleich Fleisch!

Unser weltweit wachsender Appetit auf Fleisch verursacht nicht nur Umweltschäden durch Massentierhaltung und Monokulturen von Futterpflanzen – er ist auch nicht gesund. So auch das Urteil einer kürzlich veröffentlichen Untersuchen der Weltgesundheitsorganisation?: Das Risiko an Gesundheitsschäden wachse mit der Menge und Regelmäßigkeit des Verzehrs an Wurstwaren und rotem Fleisch, schreibt die WHO.

Diese Aussage schlägt derzeit einige Wellen, insbesondere im undifferenzierten Echo mancher Medienberichte, aber eine kritische Beurteilung des WHO-Gutachtens ist wichtig. „Ob Fleisch oder Wurst – jedes Produkt weist in vielerlei Hinsicht erhebliche Unterschiede auf,“ so Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp, Leiter der Qualitätskommission von Slow Food Deutschland e. V. „Fleisch ist nicht gleich Fleisch, sondern in hohem Maße abhängig von Zucht, Haltung und Fütterung der Tiere. Dazu kommt die Zubereitungsart. Hat Fleisch, das gesotten wurde, dasselbe Risiko wie gegrilltes Fleisch? Gibt es Unterschiede im Gefährdungspotenzial zwischen Rind, Schwein und Lamm? Ist ,Schwarzgeräuchertes‘ mit besonders hohem Risiko behaftet?“

Bei den unterschiedlichen Wurstarten ist das nicht anders. Vor allem bei der Herstellung von Würsten kommt der Frage nach Zusatzstoffen eine besondere Bedeutung zu. Für beide gilt: die Herkunft der Tiere und die Art der Zubereitung (Fleisch) oder Weiterverarbeitung (Wurst) sind mitentscheidend für mögliche Wirkungen auf die Gesundheit.

Die Einstufung der WHO wurde anhand der Auswertung von 800 Einzelstudien gemacht, deren Fragestellungen jeweils einem ähnlichen Muster folgten. Daraus ergibt sich zwar ein großer Datenpool, eine differenzierte Aussage aus wissenschaftlicher Sicht lässt dies aber nicht zu.

„So lange diese differenzierten Fragen nach Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung nicht beantwortet werden können, entzieht sich die Studie einer fachlichen Bewertung,“ betont Dr. Kniepkamp weiter.

Slow Food plädiert bei allen Lebensmitteln für die Wahl guter, sauberer und fairer Lebensmittel, bei denen die Herkunft, Herstellung und Zusatzstoffe nachvollziehbar sind. Gerade beim Fleischverzehr kommt es eben auf die Dosis an: Fleischverzehr in Maßen ist nicht nur ökologisch nachhaltiger sondern auch besser für die Gesundheit.

„Weniger ist mehr, das gilt gerade bei Fleisch und Fleischprodukten,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V. „Der Verzehr von Fleischkonsum steht in engstem Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit und menschlicher Gesundheit – das sagt Slow Food schon seit langem. Unsere Ernährung muss abwechslungsreich sein mit wenig, aber gutem Fleisch und Wurstwaren aus artgerechter Haltung.“

www.slowfood.de

Kinderlebensmittel

Kinder sind auch für Lebensmittelproduzenten eine attraktive Zielgruppe. Im lukrativen Wettstreit um die kleinen Konsumenten investieren viele Hersteller massiv in Werbung und Marketingmaßnahmen. Doch was bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn sie „Kinderlebensmittel“ kaufen? Der VKI geht der Frage derzeit in einem eigenen Themenschwerpunkt nach und nimmt stichprobenartig verschiedene Produktgruppen unter die Lupe. Für die Oktoberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT wurden Wurst, Zerealien und Käse getestet. Das Ergebnis: Viele der geprüften Produkte sind mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt – auch solche mit hohem Fett- oder Zuckergehalt. So soll vor allem Eltern suggeriert werden, die angebotenen Waren seien besonders gesund. Gleichzeitig sind Kinderlebensmittel in der Regel hoch verarbeitet und teuer im Vergleich zu Produkten, die nicht speziell für Kinder gedacht sind.
Alle Testergebnisse im Detail gibt es online unter www.konsument.at sowie ab sofort im Oktober-KONSUMENT.

Frühstückszerealien – bis zu einem Drittel aus Zucker
Die Werbung für Zerealien verspricht oft ein gesundes Frühstück dank vieler Vitamine und Mineralstoffe. Diese sind allerdings – wie z.B. in den Cookie Crisps „Schoko-Knusper-Kekse“ von Nestlé – künstlich zugesetzt und keineswegs natürlich in den Produkten enthalten. Solche speziell mit Nährstoffen angereicherten Lebensmittel werden zur Ernährung von Kindern aus gesundheitlicher Sicht nicht benötigt. Grundsätzlich kann und sollte der Bedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost abgedeckt werden.
Darüber hinaus bewirbt Nestlé sein Produkt auch mit einer „Vollkorngarantie“: „Deshalb sind alle Nestlé Cerealien nicht nur unwiderstehlich lecker, sondern enthalten immer auch mindestens 30 Prozent Vollkorngetreide“, heißt es dazu von Seiten des Unternehmens. Wirft man allerdings einen Blick auf die Zusammensetzung, so zeigt sich, dass das vermeintlich gesunde Vollkornprodukt zu 23,5 Prozent aus Zucker besteht. Noch höher ist der Zuckeranteil bei den Nugat Bits von Knusperone (33,9 Prozent) und den Kellog’s Smacks (41,6 Prozent). Als tägliche Frühstücksmahlzeit für Kinder ist damit keines der geprüften Produkte geeignet.

Wurstwaren als „Beitrag für die gesunde Ernährung“
Auch das Angebot an kinderspezifischen Fleisch- und Wurstwaren hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Insgesamt unterscheiden sich die Produkte dabei hauptsächlich durch einen erhöhten Preis, eine kindgerechte Aufmachung und die entsprechende Werbung von herkömmlichen Produkten. Zwei der geprüften Wurstwaren, die Mini Leberwurst und Mini Salami von Ferdi Fuchs, wurden dabei auch mit diversen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, die sie gesünder erscheinen lassen, als sie sind. Beide Produkte bestehen zu einem Großteil (33,1 Prozent bzw. 31,7 Prozent) aus Fett.

Trotz des ungünstigen Nährwertprofils wirbt Ferdi Fuchs intensiv mit gesundheitsbezogenen Aussagen: „Vitamin B 6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, heißt es etwa auf der Packung der kindgerechten Mini Leberwurst. Auch die Mini Salami verspricht eine gesundheitsfördernde Wirkung u.a. durch Folsäure: „Folsäure trägt zur Verringerung der Müdigkeit bei“ ist auf dem Produkt zu lesen.
Mit einer Mischung aus Werbung und Spiel wenden sich die Anbieter dabei auch direkt an die Kleinsten. So bietet etwa Kiri auf seiner Webseite eine breite Auswahl putziger Bilder, Spiele und Rezeptideen rund um Schmelzkäse. Problematisch ist das deshalb, weil Kinder bis zu einem Alter von 6-8 Jahren noch nicht zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden. Auch Beigaben wie Comicfiguren und Sticker sind in vielen Produktgruppen verbreitet.

Fazit:
Kinder brauchen keine Kinderlebensmittel. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung versorgt sie mit allen Nährstoffen, die sie benötigen. Dennoch werden in der Werbung auch ungesunde Produkte nach wie vor als „nahrhaft“ und „wertvoll“ darstellt. Selbstverpflichtungen der Hersteller, solche an Eltern und Kinder gerichtete Werbung zu beschränken, haben bisher kaum praktische Wirkung gezeigt.

SALUMIAMO 2012

Hamburg ist die erste Etappe des kulinarischen Events zur Förderung von italienischer Schinken und Spitzen-Wurstwaren. Cornelia Poletto präsentiert bei der offiziellen Einweihung am 6. November besondere Kreationen in ihrem eigenen Restaurant.

Die Hansestadt Hamburg wird die erste Etappe von SalumiAmo, Ausgabe 2012, sein. Das Projekt widmet sich der Förderung von Spitzenprodukten italienischer Schinken und Wurstwaren und wird gemeinsam vom Italienischen Institut für Außenhandel (ICE) sowie dem Istituto Valorizzazione Salumi Italiani (IVSI – Institut zur Imageförderung von italienischen Schinken und Wurstwaren) organisiert.

Die berühmte Küchenchefin Poletto kreiert und präsentiert aus diesem Anlass eine Reihe von Gerichten auf der Basis von italienischen Spitzenwurstwaren. Ziel ist die Verfeinerung des Geschmacks mit ungewöhnlichen Kombinationen aus italienischer und internationaler Küchentradition.
Der nicht öffentliche Eröffnungsabend bildet den Auftakt zu der Aktionswoche vom 6. bis zum 11. November mit Verkostungen für die breite Öffentlichkeit in Hamburger Lokalen. In diesen Tagen haben Liebhaber der guten italienischen Küche Gelegenheit, hervorragende Schinken und Wurstwaren in Begleitung von einem Aperitif oder als Vorspeise kostenlos in den folgenden Lokalen zu probieren: Die Bank (Hohe Bleichen Nr. 17, 20354 Hamburg), Elbwerk (Bernhard- Nocht-Str. Nr. 68, 20359 Hamburg), Neumanns Bistro & Bar (Grindelhof Nr. 77, 20146 Hamburg) und Cornelia Poletto.

„Das Hauptziel der Veranstaltung SalumiAmo besteht darin, die deutsche Öffentlichkeit mit den spezifischen Merkmalen hervorragender italienischer Schinken und Wurstwaren bekannt zu machen“, sagt dazu Ines Aronadio vom ICE im Gourmet Report Gespräch, “so dass jeder, aber vor allem junge Leute, die Qualität und Vielseitigkeit der Produkte schätzen lernen. Zum Beispiel als Vorspeise oder als Beilage zu den in Deutschland so beliebten After-Work-Drinks.“

„Mit SalumiAmo möchten wir der deutschen Öffentlichkeit nicht nur die Bedeutung der Gütesiegel DOP (g.U.) und IGP (g.g.A.) von italienischen Schinken und Wurstwaren näherbringen“, fügt Francesco Pizzagalli des IVSI hinzu, „sondern auch auf ernährungsphysiologische Eigenschaften hinweisen, u.A. auf den Reichtum von Vitamin B, Eisen und ungesättigte Fettsäuren mit besonderer Eignung für eine Cholesterin- und kalorienarme Ernährung,“ so die Expertin weiter gegenüber Gourmet Report.

Nach Hamburg werden die nächsten Etappen der Veranstaltung Düsseldorf (13. bis 18. November) und Berlin (20. bis 25. November) sein.
Weitere Informationen zu SalumiAmo und Daten der Verkostung in ausgewählten Lokalen unter www-salumi-italiani.it

Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren feiern 120. Firmenjubiläum

Geschmack feiert Geburtstag! Die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren GmbH begeht am Sonntag ihr 120. Firmenjubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Das Unternehmen sei mit 161 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.

Zum Sortiment des Unternehmens gehören Brüh- und Kochwurst, Roh- und Dauerwurst, Bratwurst, Roh und Pökelware, Würstchen, SB-Wurst und SB-Fleisch. Ein wesentliches Standbein ist zudem die Linie „Biolust“.

Seit Jahren setzt der Betrieb dabei auf die Verarbeitung regionaler Bioprodukte. „Ich begrüße das ausdrücklich. Das ist die Richtung, die das verarbeitende Gewerbe der Ernährungsbranche einschlagen muss, um auch in Zukunft auf dem Markt bestehen zu können“, so Backhaus.

Der Minister dankt dem Betrieb auch für sein gesellschaftliches Engagement in Sport und im sozialen Bereich. „Wir dürfen nicht vergessen, welche Verantwortung ein Unternehmen auch gegenüber der Gesellschaft hat. Das ist unbedingt nachahmenswert und verdient Respekt“, sagte Backhaus. „Zudem waren die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren immer ein verlässlicher Partner auf der Grünen Woche.“
Backhaus wünscht dem Betrieb für die Zukunft alles Gute

Bioland-Metzgereien für Spitzenqualitäten prämiert

Bioland prämierte Anfang des Monats 13 Bioland-Metzger für die außergewöhnlich gute Qualität ihrer Wurstwaren. Die Metzger hatten an einer freiwilligen Qualitätsprüfung teilgenommen, die von Bioland alle zwei Jahre durchgeführt wird. Bei der Prüfung untersucht eine Jury bestehend aus drei Sachverständigen der Kulmbacher Fleischermeisterschule Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch, Individualität und Geschmack.

Bioland-Metzgereibetriebe werden regelmäßig auf Einhaltung der Bioland-Richtlinien – vom Herstellungsprozess über die Rohwarenherkünfte bis hin zur Warenkennzeichnung – überprüft. Die Verarbeitung von Bioland-Wurstwaren erfordert hohes handwerkliches Geschick und fundierte Kenntnisse über die Fleischverarbeitung. Die Bioland-Metzger verarbeiten ausschließlich Bio-Rohstoffe und verzichten auf viele, sonst übliche Zusatz- und Hilfsstoffe wie Phosphat, Nitritpökelsalz und Geschmacksverstärker.

Dabei kommt es darauf an, die Rohwaren frisch und zügig zu verarbeiten. „Die Produkte unterliegen einer strengen Kontrolle durch die Zertifizierungsstellen. Gegenüber den konventionell erzeugten Produkten werden eventuelle Gesundheitsrisiken auf Grund von Zusatzstoffen minimiert“, lobt Hermann Jakob, Schulleiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach und Mitglied der Jury, die die Bioland-Wurstprodukte unter die Lupe nahm.

Die Bioland-Metzger befassen sich neben der Verarbeitung auch mit der Herkunft und der Haltung der Tiere. So beziehen sie Fleisch von Biolandwirten – soweit wie möglich aus der Region. Oder wie auf dem Gut Hirschaue aus eigener Erzeugung. „Wir produzieren hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse tiergerecht mit großem persönlichem Einsatz unserer Mitarbeiter und legen Wert darauf, dass diese auch in einer hohen Qualität vor Ort weiter verarbeitet werden. So können wir den Verbrauchern am Ende gute und gesunde Lebensmittel mit gutem Gewissen anbieten“, resümiert Henrik Staar vom Gut Hirschaue, einer der Preisträger.

Frank Riedel von den Werkstätten der Arbeiter-Wohlfahrt Dortmund GmbH hebt die Bedeutung der erfolgreichen Qualitätsprüfung hervor: „Für uns ist die Bioland-Prämierung eine große Auszeichnung, da die Beurteilung unserer Wurstwaren von unabhängigen Gutachtern erfolgte. Sie ist Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sich unsere Arbeit mit einer guten Qualität unserer Produkte auszahlt. Das ist mit Geld nicht zu bezahlen.“

Bioland hofft, dass die erfolgreich umgesetzte Bioland-Qualitätsprüfung weitere Betriebe dazu anspornt sich im Premiumbereich zu etablieren und ihre Produkte unter ökologischen Gesichtpunkten zu erzeugen.

Volkskrankheit Bluthochdruck – Weniger Salz hilft

BfR empfiehlt Senkung des Salzgehaltes von verarbeiteten Lebensmitteln als Maßnahme gegen Bluthochdruck.

Was wäre die Suppe ohne das Salz? Der Zusatz von Salz bei der Verarbeitung von Lebensmitteln hat vielfachen Nutzen: Salz kann sowohl die Haltbarkeit als auch den Geschmack verbessern, es ist außerdem an vielen elementaren Stoffwechselprozessen in unserem Körper beteiligt. Aber ein Zuviel des Guten schädigt die Gesundheit. Ein hoher Salzkonsum kann den Blutdruck in die Höhe treiben und begünstigt Herz-Kreislauferkrankungen. Durch eine geringere Salzaufnahme kann der Blutdruck bei vielen Personen gesenkt werden. Nach einer gemeinsamen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) nimmt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu viel Salz auf. Ausschlaggebend ist jedoch nicht der Griff zum Salzstreuer. Es sind vor all em Brot, Milchprodukte (z.B. Käse), Fleisch- und Wurstwaren. Diesen Lebensmitteln wird nicht nur Salz bei der Herstellung zugesetzt, sie werden außerdem viel verzehrt. Vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte der deutschen Erwachsenen (44 % Frauen, 51 % Männer) einen erhöhten Blutdruck haben, empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.

Die durchschnittliche Salzaufnahme der deutschen Bevölkerung ist zu hoch. Besonders junge Männer, Kinder und Jugendliche verzehren zu viel Salz. Da es einen Zusammenhang zwischen hohem Salzkonsum und Bluthochdruck gibt, empfehlen MRI, RKI und BfR die Salzaufnahme in der Bevölkerung zu verringern. Eine salzreduzierte Ernährung ist aber nicht einfach umzusetzen, da Salz in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt.

Zu den Lebensmitteln, über die besonders viel Salz aufgenommen wird, gehören Brot, Milchprodukte (z.B. Käse) sowie Fleisch- und Wurstwaren. Innerhalb dieser Lebensmittelgruppen gibt es jedoch Unterschiede. Produkte, bei denen Salz zur Konservierung verwendet wird, wie beispielsweise Salami, weisen besonders hohe Salzgehalte auf. Hartkäse ist salzreicher als Frischkäse. Auch Knabbereien oder Soßen enthalten oft viel Salz. Da diese Lebensmittel jedoch deutlich seltener bzw. in geringeren Mengen als die oben genannten Nahrungsmittel verzehrt werden, tragen sie nur einen geringen Teil zur gesamten Salzaufnahme bei.

Eine Empfehlung an die Verbraucher, verarbeitete Lebensmittel in geringerem Maße zu verzehren, ist schwer realisierbar, da sie in Deutschland einen festen Bestandteil der Ernährung ausmachen. Deshalb empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu verringern. Verbraucher sollten außerdem Salz im Haushalt generell nur mäßig verwenden, um zusätzliche Salzeinträge zu vermeiden. Eine Anpassung an den milderen Salzgeschmack kann durch eine schrittweise Reduktion erfolgen. So können Gaumen und Zunge an den abgeschwächten Geschmack gewöhnt werden.

Die blutdrucksenkende Wirkung einer salzreduzierten Ernährung kann durch körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, gemüse- und obstreiche Kost und das Meiden von Alkohol unterstützt werden.

„Porkcamp-Wochenende“

Jetzt geht´s um die Wurst – Mit dem „Porkcamp“ bewusst genießen
Das Resort Mark Brandenburg veranstaltet exklusives „Porkcamp-Wochenende“

Wurst, Sülze und Schweinepastete – eine kulinarische Erfahrung der besonderen Art
bietet ab Januar 2011 das Resort Mark Brandenburg in Neuruppin für seine Gäste an. In
Zusammenarbeit mit dem Gut Hesterberg in Neuruppin-Lichtenberg findet seit dem 14.
Januar und an weiteren Wochenenden (Termine: 11.-13.02.2011 / 25.-27.02.2011 und ab
Oktober 2011) ein exklusives „Porkcamp-Wochenende“ statt. Das interessante Seminar
bietet Fleischliebhabern besondere Einblicke in die bewusste Haltung, Schlachtung und
Verarbeitung eines Schweins.

Im Zeitalter der Massentierhaltung und zunehmenden Fleischskandalen wird das
Bewusstsein für das, was man auf dem Teller hat, für viele Verbraucher immer wichtiger. Die
Teilnahme am „Porkcamp“ gibt Fleischessern die Möglichkeit, aktiv den
Herstellungsprozess von Fleischwaren mitzuerleben. Nach dem Motto „Mehr Klasse statt
Masse“ regt das „Porkcamp“ zu einem bewussten Konsum qualitativ hochwertiger Produkte
an. Auf dem Gut Hesterberg in Neuruppin-Lichtenberg liegen alle Erzeugungsstufen von der
landwirtschaftlichen Urproduktion über die Schlachtung und Verarbeitung zu Fleisch- und
Wurstwaren bis hin zur Vermarktung im eigenen Hofladen und in sieben Filialen in Berlin-
Brandenburg in einer Hand. Dabei wird der artgerechten und wertschätzenden Behandlung
der Tiere besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Porkcamp-Ablauf:

Nach dem Check-In im luxuriös gelegenen 4-Sterne Hotel Resort Mark Brandenburg können
es sich die Gäste in der hoteleigenen Fontane Therme, die mit einer schwimmenden
Seesauna, wohltuenden Massagen, Thermalbädern und attraktiven Fitnesskursen lockt, gut
gehen lassen. Nach diesem Verwöhnprogramm lernen sich die Teilnehmer am Abend bei
einem rustikalen Grünkohlessen auf Gut Hesterberg kennen.

Am nächsten Morgen geht es dann um die Wurst – die Teilnehmer begleiten auf dem Gut
Hesterberg die Schlachtung eines Schweins und stellen danach die
Fleischspezialitäten selbst her. Ob Wurst, Fleischpasten oder Sülze – die Gleichgesinnten

entscheiden in Teams, was hergestellt und wie es zubereitet wird. Die erste Kostprobe gibt
es dann am gemeinsamen Mittagstisch im Gutsrestaurant. „Durch das Seminar wird den
Teilnehmern bewusst, dass auch Nutztiere eine artgerechte Haltung verdienen und mit mehr
Respekt behandelt werden sollten“, sagt Gutsherrin und Agrarwissenschaftlerin Dr. Karoline
Hesterberg. Für das kulinarische Highlight am Samstag sorgt der exklusive Kochkurs mit
Dirk Bismark, der als Küchenchef im Resort Mark Brandenburg mit den Feinschmeckern ein
kreatives 3-Gänge Menü mit den eigens gefertigten Fleisch- & Wurstwaren zaubert. Den
Ausklang findet dieses ereignisreiche und unvergessliche Wochenende mit dem
Sonntagsmatinée auf Gut Hesterberg, auf dem die neuen Erfahrungen für reichlich
Gesprächsstoff sorgen werden.

„Porkcamp“-Termine 2011:
14.-16.01.2011
11.-13.02.2011
25.-27.02.2011
Weitere „Porkcamp“-Termine vrs. ab Oktober 2011
Mindestteilnehmerzahl: 30 Personen
Preis: 528 Euro pro Person im Doppelzimmer (EZ-Zuschlag 15 Euro pro Tag)
Resort Mark Brandenburg veranstaltet exklusives „Porkcamp“-Wochenende
Termine: 14.-16.01.2011 / 11.-13.02.2011 / 25.-27.02.2011 und ab Oktober 2011
Anmeldung: Im Resort Mark Brandenburg
Ort: Resort Mark Brandenburg & Gut Hesterberg
An der Seepromenade 20-21, 16816 Neuruppin
Infos & Reservierung: 03391 – 40 35 0
www.resort-mark-brandenburg.de und www.guthesterberg.de

Topqualität aus Scheeßel

Fleischerei Hollmann für Wurst- und Schinkenwaren erneut ausgezeichnet

Spitzenqualität muss ständig neu bewiesen werden. Die renommierte Fleischerei Hollmann aus Scheeßel (Landkreis Rotenburg/Wümme) wurde nun mit einem bundesweit anerkannten Qualitätssiegel ausgezeichnet. Beim jährlichen Wettbewerb der Fleischerschule Essen in Nordrhein-Westfalen erhielten der hauseigene Hüttenspeck und Opa’s Mettwurst das Prädikat „Gold“ sowie der Hausmacher-Kochschinken die Topbewertung „Silber“. Insgesamt hatten sich 403 Fleischerbetriebe mit knapp 1.800 Produktproben beworben. Die Fleischerei Hollmann ist laut „Feinschmecker“ eine der 400 besten Metzgereien Deutschlands.

„Wir mussten 120 erfahrene und kritische Jurymitglieder überzeugen“, berichtete Inhaber Hauke Hollmann. Die vorgelegten Produkte wurden nach verschiedenen Qualitätskriterien und vor allem nach dem Geschmack überprüft. „Offenbar hat unser unverwechselbarer Stil die Fleischerexperten überzeugt“, freut sich Hollmann. Der Jury gehören Vertreter des Fleischereihandwerks, Lebensmittelüberwachung, Veterinärämtern und Verbraucherverbänden an.

Insgesamt wurden bei dem Qualitätswettbewerb 1.088 Auszeichnungen in Gold, 459 in Silber und 401 in Bronze vergeben. Wer die höchste Qualitätsstufe in allen drei Produktkategorien erreichte, wurden zusätzlich mit einem Siegerpokal geehrt.

Die Prämierungen der nordrhein-westfälischen Fleischerschule (BIF) sind begehrt. In diesem Jahr nahmen zehn Prozent mehr Betriebe daran teil. Die Qualitätssiegel werden bundesweit beachtet. Knapp die Hälfte der teilnehmenden Betriebe sind aus ganz Deutschland. „Für die Verbraucher bedeutet das Qualitätssiegel ein weiteres Stück an Gewissheit, herausragende Fleisch- und Wurstwaren zu erhalten“, erläuterte Hollmann. Die Fleischerei Hollmann wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der DLG-Plakette.

Die Fleischerei Hollmann wurde 1910 in Scheeßel gegründet und betreibt heute zwei Niederlassungen in dem Beeke-Ort (Bahnhofstr. 15) und in Rotenburg/Wümme (Große Str. 5) . Das von Hauke und Meike Hollmann in vierter Generation geführte Familienunternehmen beschäftigt 11 Mitarbeiter und ist weit über die eigene Region hinaus als Qualitätslieferant von feinen Fleisch- und Wurstwaren bekannt. Mehr: www.fleischerei-hollmann.de

Essgeschichten

NDR, Montag, 06.07. um 13:00 Uhr

Essgeschichte(n)

Es geht um die Wurst – Metzger zwischen Tradition und Moderne

Vorgestellt werden drei Metzgermeister aus dem Raum Freiburg, die auf ganz unterschiedliche Weise ihren Betrieb gestalten. Allen gemeinsam aber sind die hohen Qualitätsansprüche an die von ihnen hergestellten Fleisch- und Wurstwaren.

Markus Dirr ist gelernter Koch und hat viele Jahre in der Gastronomie gearbeitet, bevor er den Metzgereibetrieb in Endingen (Kaiserstuhl) von seinem Vater übernahm. Für seine luftgetrockneten Salamis und Schinken stehen die Kunden auf dem Wochenmarkt in Freiburg Schlange, wenn Dirr mit seinem Verkaufswagen vorfährt. Er setzt bei der Herstellung seiner Produkte auf ausgesuchtes Frischfleisch aus der Umgebung von Endingen und auf frische, natürliche Gewürze, die dem Schinken ein unvergleichliches Aroma verleihen. Die Verwendung von Geschmacksvertärkern lehnt er kategorisch ab. Dominik Frey ist Alleinunternehmer und kann von seinem Ladengeschäft in Freiburg-Kappel nicht leben. Deshalb versteigert er seine Fleisch- und Wurstwaren bei der Internet-Auktionsbörse „ebay“. Seine „Geschäftszeiten“ verlagern sich in den späten Abend hinein. Für das Angebot von Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung kauft Frey nur Fleisch von kontrollierten Zuchtbetrieben und richtet sich bei der Fertigung von Wurstwaren nach alten Rezepten, mit fein aufeinander abgestimmten Gewürzen. Fertige Gewürzmischungen und Geschmacksverstärker werden nicht verwendet.