Julia Bertram

Julia Bertram aus Dernau an der Ahr ist die 64. Deutsche Weinkönigin! Um 22.19 Uhr verkündete die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, das Ergebnis: Zum fünften Mal seit 1949 kommt eine Deutsche Weinkönigin aus dem kleinen Weinanbaugebiet an der Ahr. Julia Bertram ist 22 Jahre alt und studierte Winzerin.

„Es ist grandios, ich habe ganz wackelige Beine“, sagte Julia gleich nach ihrer Wahl. Sie freue sich nun riesig auf das Jahr und darauf, „meine Leidenschaft für deutschen Wein zu teilen.“ Ihr Ziel sei es, „viele neue Freunde für den deutschen Wein zu gewinnen“, gerade auch im Ausland. Dafür wird Julia nun auf rund 200 Terminen im In-und Ausland unterwegs sein. Unterstützung erhält sie dabei von den beiden neuen Deutschen Weinprinzessinnen: Anna Hochdörffer aus der Pfalz und Natalie Henninger aus Baden.

Zuvor hatte Julia Bertram in der live vom Südwest-Fernsehen übertragenen Wahlgala mit fundiertem Weinwissen, aber auch mit Charme und gelungenem Auftreten geglänzt. Sechs Kandidatinnen hatten sich vor einer Woche bei der Vorentscheidung für die Gala an diesem Wochenende qualifiziert. Alle sechs jungen Damen hatten ein Jahr zuvor eines der dreizehn deutschen Weinanbaugebiete als Gebietsweinkönigin vertreten.

In der Wahlgala galt es nun zu beweisen, dass neben fundiertem Weinwissen auch Auftritt und Ausdruck stimmen. Und da stimmte bei Julia einfach alles: Ob es galt, aus Wortsalat richtige Begriffe zu raten, flüssig ihre Heimat vorzustellen oder das richtige Kleid für die Festspiele in Bayreuth auszuwählen – Julia bewies Charme, Stil und Humor. Mit einem beeindruckenden Text – „Das Tagesgeschenk“ von Marc Levy – über die Bedeutung der Zeit imponierte Julia dann am Ende der Sendung. “ Für mich ist besonders wichtig, den Tag zu nutzen“, sagte sie. Ganz wichtig sei doch, „dass man jede einzelne Sekunde genießt, die kleinen Sekunden, das Lächeln des Nachbarn, ein Glas Wein.“

Gekonnt absolvierte Julia zusammen mit ihren beiden künftigen Weinprinzessinnen auch die schwierige Aufgabe, drei Rotweine allein am Geruch zu erkennen. Julia, Anna und Natalie ordneten Dornfelder, Spätburgunder und Lemberger richtig zu – und für die 70-köpfige Jury empfahlen sich die drei so als neues Majestätentrio. „Wir haben uns super ergänzt“, sagte Julia denn auch nach der Show.

Das Weinwissen bringt die 22-Jährige auch aus der Familie mit: Ihre Mutter und ihre Tante führen gemeinsam das väterliche Weingut Ernst Sebastian in Dernau. Julia hat gerade ihren Bachelor in Oenologie an der renommierten Weinbau-Hochschule in Geisenheim erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober wollte sie eigentlich einen Master-Studiengang in Internationaler Weinwirtschaft beginnen, ebenfalls in Geisenheim. „Das muss jetzt warten“, verriet Julia nach der Wahl: Im kommenden Jahr wird sie sich ganz auf ihr Jahr als Deutsche Weinkönigin konzentrieren.

Hier die gut gepflegte Homepage vom Familienweingut: www.weingut-ernst-sebastian.de/

Gourmet Report gratuliert der neuen Königin!

Werner, wie geht Wein?

Einen guten Wein zu trinken ist für viele ein Genuss. Doch
wie stellt man ihn eigentlich her? Vom aufwändigen
Herstellungsprozess erfahren die meisten Verbraucher wenig.
Das ändert sich ab 26. Januar 2012. Dann startet in „Kaffee
oder Tee – Der SWR Nachmittag“ eine neue Reihe. In „Werner,
wie geht Wein“ erfahren die Zuschauer alles über den langen
Weg der Weinerzeugung von der Rebe ins Glas.

Zusammen mit dem SWR-Weinexperten Werner Eckert begleitet
„Kaffee oder Tee“ ein ganzes Jahr lang die junge Winzerin
Christine Huff aus Nierstein in Rheinhessen, die dort einen
Familienbetrieb bewirtschaftet. „Kaffee oder Tee“ zeigt sie
bei ihrer Arbeit: vom Rebenschnitt, über die
Schädlingsbekämpfung im Weinberg bis hin zur Weinlese und
Flaschenabfüllung. Bei allen wichtigen Produktionsschritten
können die „Kaffee oder Tee“-Zuschauer mit dabei sein.

Zum Start der neuen Reihe am 26. Januar sind Winzerin
Christine Huff und der SWR-Weinexperte Werner Eckert live im
„Kaffee oder Tee“-Studio zu Gast.

„Werner, wie geht Wein?“
Ab 26. Januar 2012 jeweils am letzten Donnerstag eines
Monats in „Kaffee oder Tee“. Der SWR Nachmittag ist montags
bis freitags von 16.05 bis 18 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen.
„Kaffee oder Tee – das Beste am Samstag“ von 16 bis 17.15
Uhr.

Unterhaltsam und informativ befasst sich die Sendung mit
Themen aus vielen Bereichen des Lebens im Südwesten: Von
Ernährung über Hobbies und Garten bis hin zu
Beziehungsfragen oder Rechtstipps.

Der SWR Nachmittag ist montags
bis freitags von 16.05 bis 18 Uhr im SWR Fernsehen
Informationen unter www.SWR.de/kaffee-oder-tee

Annika Strebel ist die 63. Deutsche Weinkönigin

Die neue Weinkönigin war einfach überwältigt. „Ich kann es gar nicht glauben“, sagte Annika Strebel. Die 23 Jahre alte Weinbaustudentin aus dem kleinen Ort Wintersheim in Rheinhessen ist die 63. Deutsche Weinkönigin. Damit kommt nach 1999 erstmals wieder eine Deutsche Weinkönigin aus dem größten deutschen Weinanbaugebiet.

Eine 80-köfpige Jury aus Politik, Medien und Weinwirtschaft wählte die junge Rheinhessin am Freitagabend in Neustadt an der Weinstraße zur höchsten Repräsentantin des Deutschen Weins. Ramona Sturm von der Mosel und Elisabeth Born aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut werden Annika Strebel als Deutsche Weinprinzessinnen unterstützen.

„Das ist ein großer Tag für den rheinland-pfälzischen Wein“, sagte Annika Strebel nach ihrer Wahl. Die 23-Jährige wusste schon als kleines Kind, dass sie Winzerin werden wollte. Zurzeit studiert sie Weinbau an der renommierten Fachhochschule Geisenheim. Als Genussmensch sammelt sie gerne Wildkräuter für die Küche oder baut ihre eigenen Kürbisse an. Dafür wird Annika im nächsten Jahr wenig Zeit haben: Auf rund 200 Terminen im In- und Ausland vertritt sie die deutsche Weinwirtschaft.

Unterstützt wird sie dabei von zwei Weinprinzessinnen. Die 22 Jahre alte Ramona Sturm kommt aus Moselkern und studiert Mathematik und Wirtschaft für das Lehramt. Die Tochter eines Nebenerwerbswinzers glänzte in der Vorausscheidung unter anderem mit der Erklärung, warum der Jahrgang 2011 so gut wird, und welche Begriffe auf den Weinetiketten besonders wichtig sind. Im Finale überzeugte sie dann in ihrer Bewerbungsrede mit ihrer Leidenschaft und ihrer Begeisterung, die sie für den deutschen Wein in die Welt hinaus tragen will.

Die 26 Jahre alte Elisabeth Born bezauberte die Jury mit ihrem natürlichen Charme. Die 26-Jährige ist bereits studierte Winzerin und arbeitet im Weingut ihrer Eltern in Höhnstedt mit. Ihr Großvater schenkte ihr den ersten eigenen Weinberg, auf dem sie, ganz innovativ, Sauvignon Blanc anbaut. Weinerfahrung sammelte sie außerdem in Neuseeland und in Südafrika – die Kombination aus Charme und Erfahrung macht Elisabeth zur perfekten Deutschen Weinprinzessin.
von links: Ramona Sturm (Mosel), Deutsche Weinkönigin Annika Strebel (Rheinhessen) und Elisabeth Born (Saale-Unstrut)
Drei neue Weinmajestäten: Prinzessin Ramona Sturm (Mosel), Deutsche Weinkönigin Annika Strebel (Rheinhessen) und Weinprinzessin Elisabeth Born (Saale-Unstrut).

Die Entscheidung fiel der Jury tatsächlich so schwer wie selten zuvor: Sechs junge Damen hatten sich im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße den kritischen Augen der Jury und von einem Millionenpublikum an den Fernsehern gestellt.

Die sechs Finalistinnen waren eine Woche zuvor in einer Vorausscheidung in Neustadt gekürt worden. Zur Wahl der Deutschen Weinkönigin treten jedes Jahr die Gebietsweinköniginnen der dreizehn deutschen Weinanbaugebiete an. Die jungen Damen im Alter zwischen 21 und 26 Jahren mussten dabei ein umfangreiches Spezialwissen über Weinbau und Weinmarketing beweisen. Annika Strebel bewies da schon, dass sie auch schwierige Fachfragen wie Blanc de Noir verständlich und fachkundig erklären kann.

Am Freitagabend dann glänzte die sympathische Blonde mit dem langen Zopf vor allem mit ihrem Charme, ihrer Spontanität und ihrer Natürlichkeit. Beim Erkennen der Aromen einer 2007er Riesling Trockenbeerenauslese überzeugte sie mit ihrem Wissen: Honig, reifer Pfirsich und Ananas wählte die Rheinhessin, und lag damit goldrichtig. Beim Darstellen von Weinfachbegriffen auf offener Bühne sorgte Annika dann für wahre Begeisterungsstürme: Sie „spielte“ Kronkorken und vor allem den Sexuallockstoff der Traubenwickler so überzeugend, dass der Saal hingerissen war.

„Ich habe ein wenig Ähnlichkeit mit der Loreley“, sagte Annika Strebel schließlich in ihrer fiktiven Bewerbungsrede vor Delegierten vom Mittelrhein. Sie werde aber „keine Märchen erzählen und keine Schiffe versenken, sondern mit Charme und Leidenschaft den deutschen Wein voran bringen.“ Und als sie zum Schluss sagte: „Wählen Sie heute mich zu Ihrer Deutschen Weinkönigin“, konnte die Jury nur zustimmen.

Um 22.05 verkündete DWI-Geschäftsführerin Monika Reule dann einem spannungsgeladenen Saal das Ergebnis: Die 63. Deutsche Weinkönigin heißt Annika Strebel. Die neue Weinmajestät ist damit die achte Deutsche Weinkönigin aus Rheinhessen.

Leckere Landpartie – eine kulinarische Reise

Mit Weinbau hatte Britta Korrell nichts am Hut – bis sie Martin, Sohn einer Weinbauernfamilie in der sechsten Generation, kennenlernte. Für ihn betrat sie völlig neues Terrain und stürzte sich in ihr Leben als Winzerin. Die von Schwiegervater Winfried entwickelte Weinbauphilosophie, führen die Korrells heute weiter. Ihr Traditionsweingut liegt in Bosenheim, einem Stadtteil von Bad Kreuznach. Von dort ist es nicht weit zu den imposanten Weinhängen über der Nahe. Mit Riesling und Grauburgunder kennt sich die 32-jährige Britta Korrell bestens aus. Die dreifache Mutter, die in ihrem früheren Leben Gymnasiallehrerin war, hat sich dem Wein verschrieben. Die Liebe zum edlen Tropfen macht sich auch in der Küche bemerkbar: Ein kleiner Schuss vom eigenen Wein ist in fast jedem Gericht zu finden.

Sie kocht regional, aber mit internationalem Einschlag – ein Drei-Gänge-Menü, das auffällt. Der Vorspeise mit einer regionaltypischen Backware folgt feines Wild im Hauptgang. Wer als Winzerin in einer der bevorzugtesten Weinregionen Deutschlands lebt, weiß erstklassige Qualität beim Kochen zu schätzen. Auch beim zweiten Dinner der ‚Leckeren Landpartie‘ werden die Gäste sicher zahlreiche Punkte vergeben.

SWR, Mittwoch, 24.08., 20:15 – 21:00 Uhr

VinoVia Genussurlaub

Wandern.Wein.Wohlfühlen – Genussurlaub mit VinoVia

Sie ist weder Winzerin, noch Weinhändlerin. Trotzdem sind edle Tropfen ihr Job: Sonja Schupsky führt nämlich im wahrsten Sinne des Wortes (VinoVia) Wanderer auf „WeinWegen“ und Pfade des Genusses.

Die aus dem Rotweingebiet an der Ahr stammende Rheinländerin lebt seit vielen Jahren in der Biermetropole Erding in Oberbayern. Seit einem Jahr veranstaltet sie Wanderreisen in Weingebiete. Wein, Wandern & Wohlfühlen sind das Motto ihrer Veranstaltungen. Die Landschaft auf Schusters Rappen erschließen und den regionalen Wein kennen lernen – das ist ein typischer Veranstaltungstag. Zudem kann man sich in der Weinakademie in der Weinkunde fortbilden oder im Weinmuseum mehr über die örtliche Weinproduktion erfahren.

Zu Fuß durch Weinberge, Wälder, Dörfer und Kulturstätten zu streifen, macht eben mehr Spaß, wenn das Produkt anschließend auch probiert wird. Der Einfluss der Weinberglage, des Bodens und die unterschiedlichen Aromen werden bei der Verkostung erlebbar.

Im Programm 2010 sind neben deutschen Weinregionen wie Ahrtal, Franken und Pfalz auch neue Gebiete aufgenommen worden. So reist Sonja Schupsky nach Slowenien, um in Ptuj die vielfach noch unentdeckten Weine der slowenischen Steiermark zu verkosten. Natürlich ist auch Italien vertreten. In Südtirol gehen die Wanderungen über die Südtiroler Weinstrasse weiter hinunter bis in die südliche Toskana. Auch ins Weinvierel nach Niederösterreich, wo der Name schon Programm ist, führt im August diesmal eine Rad-Wanderreise

Die Gruppe zwischen 6 und 14 Personen erlebt neben Wein & Landschaft auch kulturelle Höhepunkte der jeweiligen Region. So wird die Reisegesellschaft um Wissen bereichert, das ihr sonst verborgen bleibt. Land und Leute sind so unterschiedlich, wie ihr Wein.

Die Idee „VinoVia“ kam der früheren Organisationsberaterin im Bankbereich durch eine berufliche Neuorientierung. Sie warf ihre Hobbies und Kompetenzen in einen Topf und heraus kamen die Wanderweinreisen. Als anerkannte Beraterin für deutschen Wein und Wanderführerin beim Deutschen Alpenverein macht es ihr Spaß, ihre Gäste an Wein und interessante Weinregionen heranzuführen.

Weitere Informationen unter www.vino-via.de

Bio-Weingut GEYERHOF

Bio-Sensation im „A la Carte Gourmet-Führer 2010“

BIO AUSTRIA gratuliert zu Platz 1 & 2 für das Bio-Weingut GEYERHOF

Der international anerkannte Gourmet-Führer A la
Carte testet jährlich die besten Restaurants, Weine und Destillate
Österreichs. Insgesamt wurden heuer wieder 1658 Weine für den A la
Carte Guide 2010 bewertet.

Die Weine

– GEYERHOF Grüner Veltliner Gutsreserve DAC 2008 trocken und
– GEYERHOF Riesling Kirchensteig 2008 halbtrocken

erhielten jeweils 96 Punkte und gehören damit zur absoluten Spitze
der österreichischen Weine. Der Geyerhof, traditionsreicher BIO
AUSTRIA Winzerbetrieb, ist damit unwiderruflich in die Top-Liga der
heimischen Weinszene aufgestiegen.

Ilse Maier, die Winzerin des Bio-Weingutes Geyerhof, freut sich
sehr über diesen Erfolg:
„Wir konnten mit dieser Auszeichnung wieder einmal beweisen, dass
jahrzehntelange, ökologische Bewirtschaftung unserer Weingärten Weine
höchster Qualität reifen lässt“.

Die Leidenschaft für Wein und Liebe zur Natur sowie Tradition und
Lebensfreude bestimmen das Leben und Handeln von Ilse Maier.
„Bio-Weinbau ist eine wunderbare Herausforderung, die umfassendes
Fachwissen und viel Fingerspitzengefühl erfordert – und macht
unglaublichen Spaß“.

Die Top-Platzierungen im A la Carte Gourmet-Führer zeigen einmal
mehr, dass sich diese Hingabe und der Mut, die traditionellen Bahnen
zu verlassen, für den Geyerhof gelohnt haben. Das Ergebnis ist umso
erfreulicher, als es sich dabei um 2 Weine aus dem Jahrgang 2008
handelt, der als einer der schwierigsten in die Geschichte des
Bio-Weinbaus einging und Bio-Winzer, wie auch konventionelle vor
große Herausforderungen stellte.

Gipfel der Genüsse

Vor 18 Jahren ist Magdi Bernáth in ihren Geburtsort zurückgekehrt, obwohl sie eine Stelle als Managerin hatte, heute ist sie Winzerin.
Und sie hat viele Gleichgesinnte, die sie auch braucht. Denn Gyöngyöspata ist arm, und der Kommunismus hat viele Wunden hinterlassen. Noch heute werden täglich per Lautsprecher Verbote und Regelverstöße verkündet. Es gilt, dem Ort eine Perspektive zu geben.
Zusammen mit Maris Néni setzt Magdi Bernáth auf die Wiederbelebung der Tradition. Neben einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es auch wunderbare kulinarische Spezialitäten in dieser Region, zum Beispiel den Rétes. Das ist ein Strudel, gefüllt mit karamellisierten Möhren, Kraut oder Quark. Maris Néni ist außerdem bekannt für ihre Zuckertorten. Mit all den traditionellen Köstlichkeiten kommt nun auch wieder Leben nach Gyöngyöspata.

Gipfel der Genüsse

ZDFdokukanal, Mittwoch, 20.05., 07:30 – 08:15 Uhr

Vor 18 Jahren ist Magdi Bernáth in ihren Geburtsort zurückgekehrt, obwohl sie eine Stelle als Managerin hatte, heute ist sie Winzerin. Und sie hat viele Gleichgesinnte, die sie auch braucht.
Denn Gyöngyöspata ist arm, und der Kommunismus hat viele Wunden hinterlassen. Noch heute werden täglich per Lautsprecher Verbote und Regelverstöße verkündet. Es gilt, dem Ort eine Perspektive zu geben. Zusammen mit Maris Néni setzt Magdi Bernáth auf die Wiederbelebung der Tradition. Neben einer ungewöhnlichen Trachtenkultur gibt es auch wunderbare kulinarische Spezialitäten in dieser Region, zum Beispiel den Rétes. Das ist ein Strudel, gefüllt mit karamellisierten Möhren, Kraut oder Quark. Maris Néni ist außerdem bekannt für ihre Zuckertorten. Mit all den traditionellen Köstlichkeiten kommt nun auch wieder Leben nach Gyöngyöspata.

Wine Awards 2009

WINE AWARDS 2009 auf Schloss Bensberg verliehen

Zum siebten Mal wurden am Sonnabend (28. März
2009) auf einer großen Wein-Gala im „Grandhotel Schloss Bensberg“ in
Bergisch Gladbach die WINE AWARDS verliehen. Mit diesem „Wein-Oscar“
zeichnet die Zeitschrift WEIN GOURMET seit 2003 verdiente
Persönlichkeiten der internationalen Weinwelt aus.

In diesem Jahr erhielt Dr. Manfred Prüm, Inhaber des Weinguts Joh.
Jos. Prüm in Bernkastel-Wehlen an der Mosel, den AWARD für sein
Lebenswerk – und sein Kollege Dr. Carl von Schubert vom Weingut
Maximin Grünhaus an der Ruwer bekam die Auszeichnung für „die beste
Weinkollektion des Jahres“. Zur „Newcomerin des Jahres“ kürte die
Jury der Zeitschrift die junge Winzerin Patricia Gil Luna von den
Bodegas Gil Luna im spanischen Anbaugebiet Toro.

Den weitesten Weg zur Preisverleihung musste Sir Peter Michael
zurücklegen: Der Brite mit Weingut in Kalifornien wurde als „Winzer
des Jahres 2008“ geehrt. „Sassicaia“, der toskanische Rotwein aus
Bolgheri, ist längst eine Legende – wie das Weingut, die Tenuta San
Guido, und ihr Besitzer Marchese Nicolo Incisa della Rocchetta: Dafür
gab es vom WEIN GOURMET den WINE AWARD „Wein- Legende 2009“. Mit dem
„Award of Excellence“ wurde posthum das Werk von Didier Dagueneau
gewürdigt, der mit seinen Sauvignon blanc von der Loire für Furore
gesorgt hat. Der 52-Jährige war im vergangenen Jahr bei einem
Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Ein WINE AWARD wurde
traditionsgemäß nicht an eine Winzerin oder einen Winzer vergeben:
Der Jazztrompeter Till Brönner, derzeit der wohl bekannteste
Jazzmusiker in Deutschland, darf sich jetzt „Weingourmet des Jahres“
nennen – in Anerkennung seiner Leidenschaft für gute Weine. Nach der
Preisverleihung konnten die mehr als 800 Gala-Gäste die Weine der
Preisträger, Nominierten und Laudatoren verkosten, sich beim walking
dinner stärken und auf dem „Ball der Sieger“ bis zum frühen Morgen
feiern.

Die Passion der Winzerin

HR, Samstag, 06.09., 12:00 – 12:30 Uhr.

Die 37-jährige Isabelle Sipp ist Winzerin und Mutter von zwei Jungs im Alter von acht und zehn Jahren. Besonders während der Weinlese bleibt so gut wie keine Zeit für ihr Projekt: Sie möchte ihre große Passion – das Kochen – zum Beruf machen und in Colmar eine Kochschule eröffnen. Cardamome will sie ihr Kochatelier nennen. Isabelle geht es nicht nur um elsässische oder französische Küche, sondern auch um kulinarische Exkursionen in alle Regionen der Welt. Doch bis zur geplanten Eröffnung gibt es noch etliche Hürden zu überwinden. Vor allem ist Ehemann Vincent längst noch nicht von ihrem Projekt überzeugt. Mit Isabelle, Bruder und Schwägerin betreibt er ein Weingut in Hunawihr, einem elsässischen Winzerdorf – da kommt es auf jeden an. Während im Weinberg und in der Kelleranlage mit voller Kraft gearbeitet wird, hat Isabelle in der Küche alle Hände voll zu tun. Über vierzig Erntehelfer wollen bekocht sein. Auch im Weinkeller und in den Reben wird Isabelle dringend gebraucht. Doch mit dem Lebensentwurf einer Winzerfrau wollte sich Isabelle nie zufrieden geben. In Niedermorschwihr, ihrem Heimatdorf, machte sie eine Konditorlehre, und sie konnte in exzellenten Restaurants wertvolle Erfahrungen sammeln. Manchmal wird Isabelle bange vor ihrem Projekt, aber gerade dann macht sie sich mit äußerster Professionalität daran, ihren Traum zu verwirklichen.