Mozzarella im Test

Bei der Herstellung von Mozzarella ist Hygiene sehr wichtig. Doch damit hapert es offensichtlich. In einigen Mozzarellas fanden die Tester erhöhte Anzahlen coliformer Keime – ein Indiz dafür, dass unsauber gearbeitet wurde. Diese Bakterien kommen überwiegend im Darm von Mensch und Tier vor. Bei immerhin sechs Mozzarellas waren die Werte so erhöht, dass das Urteil in der Mikrobiologie nur „Ausreichend“ lauten konnte. Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 22 Mozzarellas für die September-Ausgabe der Zeitschrift test.
Erfreulicherweise waren keine krankmachenden Keime wie Salmonellen oder Listerien zu finden. Trotz vieler Mängel in puncto Geschmack und Hygiene: Neun Mozzarellas schneiden „gut“ ab, sieben „befriedigend“und sechs nur „ausreichend“.

Wenn Mozzarella lange lagert, wird er oft weicher. Die Haut löst sich auf, der Käse zerfließt und der Geschmack lässt nach: Er wird bitter oder säuerlich, die Konsistenz schmierig. Im Test rochen und schmeckten zehn Produkte leicht bitter oder alt, schmierig waren zwei.

„Guter“ Mozzarella muss nicht teuer sein: Vier Euro pro Kilo kosten die besten Kuhmilch-Produkte im Test. Die beiden Büffelmozzarellas kamen insgesamt nur auf ein „Ausreichend“. test empfiehlt, beim Kauf auf Frische und eine noch möglichst lange Mindesthaltbarkeit zu achten.

Deutsche Züge sind europaweit spitze

Deutsche Fernzüge sind bei Komfort und Service europaweit spitze. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Actima AG. Untersucht wurden dabei Angebote von 29 Bahngesellschaften in 21 Ländern Europas. „Die Studie zeigt, dass sich die Investitionen in eine moderne ICE-Flotte und neue Service-Konzepte ausgezahlt haben. Das hohe Komfortniveau wird besonders im Vergleich mit dem Flugzeug deutlich. Das wird langfristig auch neue Kunden und Wettbewerbsvorteile auf europäischer Ebene bringen“, so die Reaktion des stellvertretenden Vorsitzenden der Allianz pro Schiene und Bundesvorsitzenden des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“, Karl-Peter Naumann. „Umso wichtiger ist es, auch in Zukunft diesen Standard zu halten und möglichst weiter auszubauen“, so Naumann weiter.
Beim Service lag der Schwerpunkt der europaweiten Untersuchung auf Dienstleistungen wie dem Catering bzw. den gastronomischen Konzepten.
Untersucht wurden aber auch Angebote wie Information, Telekommunikation und Internet sowie die Unterhaltungsprogramme an Bord. Positiv bewerteten die Tester besonders das große Serviceangebot der europäischen Bahnen, sowie ein umfangreiches und reichhaltiges Catering. Als verbesserungswürdig stuften sie hingegen die Information an Bord ein und die Reservierungsdienste. Insgesamt fanden die Tester einen allgemein guten Komfortstandard der Züge vor. Auch die Sauberkeit bewerteten sie allgemein positiv. Die Bequemlichkeit schätzten die Tester in jedem Fall besser ein, als beim Bus- oder Flugverkehr.

Kritisch bewertetet wurde bei vielen europäischen Zügen die fehlenden Möglichkeiten, Gepäck unterzubringen, ebenso dass die Sitzreihen häufig nicht bündig mit der Fenstereinteilung sind. Außerdem müssen, nach Aussage der Studie, bei einigen europäischen Bahnen die Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Reisende zum Teil verbessert werden. Optimierungsbedarf besteht allgemein im Bereich Marketing und Informationen über Komforteinrichtungen und die Dienstleistungen an Bord.

Die besten Einzelergebnisse erzielten der ICE 3, ICE-T und ICE 2 der Deutschen Bahn AG. Für die Studie machten die Tester in 18 Monaten rund 128 Testfahrten, hinzu kamen Recherche und Auswertung von Informationsmaterial sowie Interviews mit Fachleuten. Bewertet wurden je 33 Service- und Komfortkriterien.

Eine Kurzfassung der Studie kann unter: www.allianz-pro-schiene.de heruntergeladen werden.

Pestizide in Tomaten – 9 von 25 sind unbelastet

Wer Tomaten mag, hat die Wahl aus 1 500 verschiedenen Sorten. Doch egal ob rot, weiß oder gelbgrün gestreift – die Pestizidbelastung sollte bei allen möglichst gering sein. Stiftung Warentest hat in 25 Läden Tomaten eingekauft und sie auf Pestizide untersucht. Über die Hälfte der Proben war belastet, wenn auch zum Teil nur gering. Neun Proben zeigten keinerlei Pestizidrückstände – darunter alle Bio-Tomaten im Test, aber auch Discounter-Angebote. Die Einzelergebnisse sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.
Fast 20 kg Tomaten isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Die Farbe ist dabei reine Geschmackssache – eine möglichst geringe Pestizidbelastung ist bei allen wichtig. Stiftung Warentest hat 25 Tomatenproben, davon 7 abgepackt und 18 lose, auf Pestizide untersucht. Das Ergebnis: 9 von 25 Proben waren frei von Pestiziden, 10 weitere Proben waren nur sehr gering belastet.

Zu den pestizidfreien Tomaten gehören alle Bio-Tomaten im Test, die ihrem Namen damit alle Ehre machen. Ebenfalls ohne Pestizidrückstande, aber preiswerter als die Bioprodukte waren Tomaten von Lidl, Norma und Netto Marken-Discount.

Deutlich belastet sind die Tomaten von Kaiser’s, bei denen die Tester einen Cocktail aus acht verschiedenen Pestiziden nachweisen konnten. Stark belastet waren die Tomaten von Minimal, denn sie überschritten die Pestizidhöchstmenge.

Eine direkte Gesundheitsgefährdung besteht dadurch nicht. Doch generell gilt: Je weniger Pestizide, desto besser. Denn über die langfristige Wirkung und Wechselwirkung von Rückständen und Schadstoffen ist nur wenig bekannt.

Test: XL-Packung muss nicht nicht immer billiger sein!

Ein Preisvergleich macht sicher: Ein- und dasselbe Produkt – wie Schokolade oder Getränke – wird oft in zwei, hin und wieder auch in drei Packungsgrößen angeboten. Gibt’s bei größeren Packungen einen Preisvorteil? Ein AK Test von 470 Lebensmitteln und Drogeriewaren aus vier Wiener Supermärkten zeigt: Bei zwölf Prozent der erhobenen Produkte war die größere Menge verhältnismäßig teurer als die kleinere. AK Konsumentenschützer Harald Glatz rät: „Achten Sie auf den Grundpreis und vergleichen Sie die Größen.“
Die AK Tester erhoben im April und Mai die Preise von 470 Lebensmitteln und Drogeriewaren bei Merkur, Interspar, Zielpunkt und Adeg in Wien. Es wurde der jeweilige Grundpreis, also der Preis für jeweils 100 Stück, 1.000 Gramm oder 1.000 Milliliter, bei den verschiedenen Packungsgrößen verglichen. Außerdem wurde festgestellt, ob bei zunehmender Packungsgröße der Grundpreis billiger oder teurer wird oder gleich bleibt.

„Konsumenten nehmen üblicherweise an, dass größere Packungen günstiger sind als kleinere“, sagt Glatz, „das muss aber nicht immer so sein.“ Ein AK Test zeigt: Bei zwölf Prozent der erhobenen Produkte kostete die Großverpackung mehr als das kleiner abgepackte Produkt. „So verlangt ein Supermarkt beispielsweise für den Pago Multi-Vitaminsaft 330 Milliliter 0,69 Euro und für 500 Milliliter 1,59 Euro“, berichtet Glatz, „der halbe Liter ist also im Verhältnis um mehr als die Hälfte teurer als die 330 Milliliter.“

Bei insgesamt 88 Prozent aller untersuchten Produkte war die Großpackung preiswerter. Im Schnitt ist in allen Supermärkten die nächst größere Produktverpackung zwischen 18 und 23 Prozent billiger als die kleinere. Den größten Preisunterschied zwischen zwei verschiedenen Packungsgrößen in einem Supermarkt fanden die AK Tester bei Julia Katzenmenü. 100 Gramm kosten 0,29 Euro, 415 Gramm 0,35 Euro. „Bei der größeren Packung zahlen Verbraucher um fast 71 Prozent weniger“, sagt Glatz.

Nur zwei der 470 getesteten Artikel kosteten unabhängig von der Packungsgröße umgerechnet auf dieselbe Menge gleich viel.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Achten Sie bei jedem Produkt mit verschiedenen Packungsgrößen genau auf den Grundpreis. Schauen Sie, welche Packungsgröße billiger kommt.
+ Beachten Sie vor allem bei Pralinen den Grundpreis. Eine größere Schachtel kann teurer kommen, wenn es sich um eine Geschenkverpackung handelt.
+ Ist die groß abgepackte Ware preiswerter, aber Sie können sie nicht auf einmal aufbrauchen, dann frieren Sie einen Teil ein.

ADAC-Raststättentest 2005

Das Ergebnis des diesjährigen ADAC-Raststättentests ist insgesamt enttäuschend. Fast 2 Drittel aller getesteten Betriebe schafften nur die Note ’ausreichend’, ein Viertel fiel mit ’mangelhaft’ oder ’sehr mangelhaft’ glatt durch. Nur 5 Anlagen wurden mit ’gut’ beurteilt, die Bestnote ’sehr gut’ wurde kein einziges Mal vergeben. Wie schon im Vorjahr kommt der Sieger aus Deutschland. Die Raststätte Im Hegau Ost an der A81 Stuttgart – Singen erhielt von den ADAC-Testern das beste Gesamtergebnis. Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Auch der Testverlierer steht an einer deutschen Autobahn, es ist die Raststätte Bad Bellingen West an der A 5 zwischen Freiburg und Basel. Getestet wurden 60 Autobahnraststätten in 6 Ländern, 30 davon in Deutschland, darunter 15 Autohöfe.
Nahezu mustergültig präsentiert sich die Raststätte Im Hegau Ost. Die erst ein Jahr alte Anlage überzeugt vor allem durch ihr geschmackvolles Self-Service-Restaurant und das besonders freundliche Personal.
Verbesserungsbedarf gibt es allerdings noch bei der Verkehrssicherheit und der Außenanlage. Erfreulich aus deutscher Sicht: Mit der Raststätte Plötzetal Ost an der A 14 nördlich von Halle geht auch Rang 2 an eine deutsche Anlage.

Weiter aufgeholt – das zeigen eindrucksvoll die guten Plätze 4 und 5 für die Autohöfe Lippetal an der A 2 und Herbolzheim an der A 5 – haben die deutschen Autohöfe, die damit zu einer echten Alternative für die Raststätten geworden sind. Wie schon in den Vorjahren besteht ihr größtes Plus im niedrigeren Preisniveau, ihr größtes Manko bleibt allerdings die mangelnde Sicherheit im Außenbereich sowie fehlende Erholungseinrichtungen und Spielplätze.

Praktisch nichts Positives konnten die Tester beim Schlusslicht, der Raststätte Bad Bellingen West, vorfinden. „Die Zustände dort sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar“, so ADAC-Vizepräsident für Tourismus Max Stich. „Europas Autofahrer wünschen sich mehr Qualität, wenn sie auf dem Weg in den Urlaub Pause an der Autobahn machen.“

Ein Hauptaugenmerk legte der Club beim diesjährigen Test auf die Verkehrssicherheit und stieß dabei auf zahlreiche Gefahrenstellen. Besonders die fehlende Sicherheit der Fußgänger sorgt häufig für schlechte Benotungen. Möglichkeiten, dies zu ändern, haben die Raststättenbetreiber jedoch kaum: Für die Ausstattung und Pflege der Außenanlage von Raststätten ist der Bund zuständig.