Dirk Luther

Schleswig-Holsteins höchstdekorierter Küchenchef ist Dirk Luther – Seine Glücksburger „Meierei“ überzeugt die Tester aller führenden Gastro-Führer

„Fleißig und bescheiden“, so beschreibt sich Norddeutschlands Spitzenkoch Dirk Luther selbst. Dass sein Erfolgsrezept aufgeht, beweisen die Spitzenwertungen, die der Küchenchef der „Meierei Dirk Luther“ im Vitalhotel Alter Meierhof in Glücksburg in diesen Tagen erhalten hat. Der Guide Michelin zeichnet den Meisterkoch in seiner aktuellen Ausgabe zum neunten Mal in Folge mit zwei Sternen aus. Außerdem darf sich der 45-jährige über 18 Punkte im neuen Gault Millau freuen. Und auch die großen deutschen Gastro-Magazine feiern das Nordlicht: „Gusto“ vergibt „10 Pfannen“, „Der Feinschmecker“ 4,5 „F“.

Im vergangenen Jahr haben die Eigentümer des Alten Meierhof großzügig investiert, um das Restaurant mit seinen nun 26 Plätzen nicht nur kulinarisch, sondern auch atmosphärisch erstrahlen zu lassen. Tische aus dem Holz hundertjähriger Bootsstege sowie Textilien in feinen Grau- und Schlammtönen tragen die Schönheit der nahen Fjordlandschaft ins Restaurant hinein. Eine raffinierte Lichtregie unterstreicht die einzigartige Atmosphäre.

Konstant – und dabei spannungsvoll, überraschend und vergnüglich
Unverändert blieb das Küchenkonzept von Dirk Luther, der weiterhin auf erstklassige Produkte, handwerkliche Perfektion und klassisch französische Kochkunst mit modernen Akzenten setzt. Die Inspektoren des Gault Millau zeichnen die ‚konstant hochgradige Küche’ mit 18 Punkten aus und loben den aromatischen Spannungsbogen des Menüs, der sich von der „eindrucksvollen Ouvertüre“ bis hin zum Pâtisserie-Finale spannt. Dazwischen überzeugen unter anderem die sous-vide gegarte Hamachi-Tranche auf Austernblatt-Öl sowie das Rehrückenfilet mit Blaumohnkruste auf Pfifferlingen und Kirschen. Lobende Worte finden die Tester auch für Luthers „kongenialen Partner“ Andreas Butzkamm: Der Maître-Sommelier garantiere nicht nur Neuentdeckungen, sondern sorge auch „mit hintergründigem Humor und zeitgemäßer Lockerheit (…) für einen vergnüglichen Abend der Gäste“.

Auch die Inspektoren des Guide Michelin 2016 finden gute Gründe für ihre 2-Sterne-Wertung: „Jede Menge Aufwand steckt sowohl in der geschmacksintensiven Zubereitung als auch in der großartigen Präsentation der modern inspirierten klassischen Küche.“ Nicht nur auf dem Teller, sondern auch über den Tellerrand hinaus kann die „Meierei“ überzeugen: So loben die Juroren das Interieur des Restaurants und den weiten Blick hinaus auf die Flensburger Förde. Auch die Weinkarte sei ‚besonders attraktiv’. Der Guide zählt das Haus zu seinen „schönsten Adressen“.

Dirk Luther: vom hohen Norden inspiriert
Erste Sporen als Koch verdiente sich Dirk Luther in seiner Heimatstadt Hamburg: Von
1990 bis 1991 war er im Anglo-German-Club und von 1991 bis 1992 im Hotel Vier Jahreszeiten tätig. Nach Stationen im „Restaurant Patrizierhof“ im bayerischen Wolfratshausen und im „Restaurant Deichgraf“ kehrte er nach Hamburg zurück, wo er sein Können vier Jahre lang im Hotel Louis C. Jacob verfeinerte – unterbrochen von einem Intermezzo im Hotel La Côte Saint-Jacques im Burgund.
Zuletzt zog es Dirk Luther noch weiter hinauf, in den höchsten Norden Schleswig-Holsteins, wo er auch seine größten Erfolge feierte: Von 2000 bis 2006 war er Küchenchef im Seehotel Töpferhaus in Alt Duvenstedt, für das er 2004 und 2005 zwei Michelin-Sterne erkochte. 2006 wechselte er ins Restaurant „Meierei“ im Vitalhotel Alter Meierhof in Meierwik bei Glücksburg. Seit 2008 wird das Restaurant vom Guide Michelin durchgehend mit zwei Sternen bewertet. 2011 erhielt es den Carlsbergpreis als bestes Hotelrestaurant. Seit 2004 ist Dirk Luther zudem regelmäßig im Schleswig-Holstein Magazin des NDR als Fernsehkoch präsent.

Unter der Rufnummer 04631 6199-411 oder unter E-Mail restaurant@alter-meierhof.de nimmt das „Restaurant Meierei Dirk Luther“ Reservierungen entgegen.

12 November, 12 Uhr

Die Listen des Guide MICHELIN Deutschland 2016 inklusive der Listen mit den Sterne-Restaurants stehen ab 12. November, 12 Uhr, auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com – /gourmetreport – Der Guide MICHELIN Schweiz 2016 kommt am 7. Oktober und im 8. im Handel

Mit Empfehlungen zu den besten Hotels und Restaurants in allen Preisklassen kommt der Guide MICHELIN Deutschland 2016 am 13. November in den Handel. Die umfangreich aktualisierte Auflage ist in Deutschland für 29,95 Euro, in Österreich für 30,80 Euro und in der Schweiz für 39 Franken erhältlich. Das Spektrum der empfohlenen Häuser reicht von der einfachen und gut geführten Familienpension bis hin zum traditionsreichen Grandhotel sowie vom Landgasthof bis zum Feinschmeckerlokal. Diese Vielfalt macht den Guide MICHELIN zum idealen Reisebegleiter für Geschäfts- und Ferienreisende.

Unabhängige Tester garantieren hohe Qualität
Für die Auswahl der Adressen im Guide MICHELIN ist ein Team aus hauptberuflichen, fest angestellten Michelin Inspektoren verantwortlich. Die für ihren hohen Anspruch bekannten Tester sind ausgewiesene Fachleute aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. In den vergangenen zwölf Monaten waren sie in Deutschland unterwegs, um anonym neue Häuser zu besuchen und die bereits im Guide MICHELIN aufgenommenen Adressen zu überprüfen. Dabei gingen sie nach strengen Maßstäben vor.

Die Listen des Guide MICHELIN Deutschland 2016 inklusive der Listen mit den Sterne-Restaurants stehen ab 12. November, 12 Uhr, auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/gourmetreport.

Der Guide MICHELIN Schweiz 2016 ist ab 8. Oktober im Handel erhältlich. Der Preis beträgt in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 33 Franken. Informationen zum Guide MICHELIN Schweiz ab 7. Oktober auf unserer Facebook-Seite herunterladen.

Test: Gourmet-Öle

11 von 25 sind „mangelhaft“ – und viele mit kritischen Schadstoffen belastet

Das Ergebnis der Untersuchung von Gourmet-Ölen ist erschreckend: 11 Produkte sind „mangelhaft“, zwei davon nicht verkehrsfähig, die beiden hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Viele der getesteten, vermeintlich erlesenen Produkte enthalten bedenkliche Stoffe, von Lösemitteln bis zu potenziell krebserregenden Substanzen. Die Stiftung Warentest hat für ihre September-Ausgabe von test 25 Speiseöle der Sorten Lein-, Walnuss-, Sesam-, Traubenkern- und Arganöl getestet, darunter 16 Bioprodukte. Die Öle kosten bis zu 112 Euro pro Liter.

Gourmet-Öle sind bei Feinschmeckern beliebt, gelten als erlesen, köstlich und gesund. Doch viele Öle sind ihr Geld nicht wert: Die Tester fanden etliche, mitunter gesundheitlich bedenkliche, sogar krebserregende Schadstoffe. Lediglich sieben Öle sind „gut“, darunter auch ein günstiges Leinöl für 11,80 Euro pro Liter. Immerhin kann die Stiftung Warentest pro Sorte mindestens ein „gutes“ Öl empfehlen, außer bei Traubenkernöl. Hier lauten die Qualitätsurteile einmal „Ausreichend“ und zweimal „Mangelhaft“: In zwei von drei geprüften Traubenkernölen wiesen die Tester potenziell krebserregende Mineralölbestandteile nach. Bei einem der Öle lassen verschiedene Analysewerte darauf schließen, dass es mehr als 10 Prozent fremdes Speiseöl enthält.

In einem Walnussöl fanden die Tester zwei kritische Weichmacher, in einem anderen ungesunde Transfettsäuren – jeweils in hohen Gehalten. Ein Sesamöl enthielt Xylole, Ethylbenzol und Toluol – Lösemittel, die bisher in keinem der vielen Speiseöl-Tests der Stiftung Warentest nachgewiesen wurden. Zwei Leinöle hätten wegen zu hoher Gehalte an krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gar nicht verkauft werden dürfen.

Auch geschmacklich enttäuschten einige Produkte: So schmecken die beiden mit 95 bzw. 112 Euro pro Liter teuersten Produkte im Test, zwei Arganöle, deutlich käsig. Sie sind wie auch zwei sensorisch fehlerhafte Leinöle im test-Qualitätsurteil „mangelhaft“.

Der ausführliche Test Gourmet-Öle ist unter www.test.de/gourmetoele abrufbar und erscheint auch in der September-Ausgabe der Zeitschrift test, ab 28.08.2015 am Kiosk.

Online-Supermärkte im CHIP-Test

Unbegrenzte Öffnungszeiten, keine Schlangen an der Kasse oder schwere Tüten: Für einen Einkauf im Online-Supermarkt sprechen viele Gründe.
CHIP hat sechs Anbieter getestet und Fakten wie Produktvielfalt, Preise und Bezahlvarianten verglichen. Außerdem bestellte die Redaktion mehrfach bei den Lieferdiensten von Rewe, Amazon & Co. Das Ergebnis: ernüchternd. Drei Kandidaten leisteten sich im Test schwerwiegende Pannen – von verwirrenden Bestellvorgängen und einer verspäteten Zustellung bis hin zu verdorbenen Produkten. Überzeugen können am Ende nur zwei Online-Supermärkte: der Lieferservice von Rewe und Bringmeister von Kaiser’s Tengelmann. Ausgerechnet Versandriese Amazon fällt als Supermarkt durch.

Testfeld: Sechs Online-Supermärkte
Im Rennen um den Spitzenreiter konkurrierten die Lieferangebote der stationären Läden von Rewe und Tengelmann (Bringmeister) mit den reinen Online-Läden Allyouneed fresh, Amazon, Lebensmittel.de und Mytime. Bei jedem dieser Anbieter bestellten die CHIP-Tester einen festen Warenkorb. In diesen wanderten alltägliche Artikel, die jedoch beim Versand problematisch sind, darunter Tiefkühlprodukte (Speiseeis, Pizza), empfindliche Artikel (Eier, Brot, Chips) sowie frisches Obst und Gemüse. Auch ein Kasten Apfelschorle gehörte dazu, da schwere Getränkekästen beim analogen Einkauf besonders lästig sind. Mitbewerber Edeka24 musste allerdings aus dem Test gestrichen werden, weil er nur einen Bruchteil des Warenkorbes vorrätig hat: Frische oder gekühlte Lebensmittel sowie Tiefkühlprodukte sind hier Mangelware.

Testverfahren Lieferdienste
Bei allen Anbietern versuchte CHIP, den Warenkorb zweimal zu bestellen. Lieferadresse waren private Haushalte innerhalb Münchens und im Umland. Das Ziel: die Auswirkungen des Liefergebiets auf Preis, Versandzeit und -art herauszufinden. Bei der Bestellung standen die Bedienung der Shop-Seite, die Bestellbedingungen, Zahlungsarten und anschließende E-Mail-Benachrichtigungen im Fokus. Zudem verglichen die Tester die Preise des Warenkorbs mit dem eines stationären Supermarktes, der keinen Ableger im Internet hat. Dazu nahm CHIP die Service-Preise (Versandkosten und Zuschläge) unter die Lupe. Bei der Lieferung selbst bewertete die Redaktion den Service (Freundlichkeit der Kuriere und Informationsfülle) sowie Verpackung und Zustand der Ware.

Mangelware Lieferservice
Die Hälfte der Anbieter fiel im Test durch. Weit abgeschlagen auf den Plätzen vier bis sechs landen Allyouneed fresh, Amazon und Lebensmittel.de, wobei die beiden letzten noch nicht einmal 50 Prozent in der Gesamtwertung erreichen. Der Grund: Zähe Bestellprozesse, stark verzögerte und einzeln eintrudelnde Lieferungen, horrende Versandkosten, schlechte Verpackung und vergammeltes Gemüse. Beim Schlusslicht Lebensmittel.de traf eine Lieferung erst rund zwei Wochen nach dem geplanten Termin ein; der Zustand der Ware fiel dementsprechend aus. Es gibt aber auch Lichtblicke: Mytime erreicht immerhin noch ein befriedigendes, Bringmeister ein gutes Ergebnis. Und Rewe überzeugte auf ganzer Linie.

Fast perfekt: Rewe auf Platz 1
Testsieger Rewe punktet mit Produktpreisen auf Niveau des lokalen Supermarktes. Zudem gibt es Sonderangebote direkt aus den Filialen. Bestellte Getränkekästen lassen sich leer bei der nächsten Bestellung zurückgeben. Neukunden können den Dienst vier Mal kostenlos testen. Beim Test kam Rewe beide Male pünktlich im vereinbarten Zeitfenster, das arbeitnehmerfreundlich nur zwei Stunden groß sein kann. Die Fahrer waren freundlich und wiesen auf Ersatzprodukte hin, die der Kunde durchaus ablehnen kann. Frische, Temperatur und Zustand der Ware waren tadellos, sämtliche Produkte unbeschädigt, das Mindesthaltbarkeitsdatum noch völlig im Rahmen.

Den gesamten Testbericht inklusive einer ausführlichen Testtabelle finden Sie ab sofort auf chip.de/supermarkt

Test Schokoladeneis

7 von 20 Marken Schokoladeneis in Haushaltspackungen bekommen das Qualitätsurteil „Gut“, zwei davon schaffen sogar ein „Sehr gut“ in der sensorischen Beurteilung. Testsieger ist Häagen Dasz Classics Belgian Chocolate, das mit einem Preis von 11,10 Euro pro Liter teuerste Produkt im Test. Das günstigste „gute“ Schokoladeneis kommt vom Discounter und kostet nur 1,49 Euro pro Liter. Veröffentlicht ist der Test Schokoladeneis in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test.

Cremissimo Chocolat
Neben den „guten“ Produkten fanden die Tester auch weniger überzeugende. 10 der 20 geprüften Eismarken schneiden nur „befriedigend“ ab, zwei weitere „ausreichend“, weil sie etwa geschmacklich nicht überzeugen oder auf der Verpackung „mit Schokolade“ schreiben, aber keine enthalten ist.

Die Grandessa-Eiscreme Schokolade von Aldi Süd bekam kein Qualitätsurteil, weil die Tester nicht nachvollziehen konnten, wie und woraus das deklarierte „natürliche Schokoladenaroma mit anderen natürlichen Aromen“ hergestellt wurde. Im Labor lässt sich das nicht nachweisen und Aldi Süd machte dazu auf Nachfrage widersprüchliche Angaben. Für einen kräftigen Schokoladengeschmack ist Schokoladenaroma ohnehin nicht notwendig.

Auf kritische Keimgehalte stießen die Tester bei den Eisprodukten nicht. Unauffällig waren auch die Gehalte an Schadstoffen wie Kadmium aus Kakao oder Mineralöle. Es gibt große Unterschiede in punkto Kalorien. Während die Bioschokoladeneiscreme von Roggenkamps Organics mit 336 Kilokalorien für 100 Gramm zu Buche schlägt, sind es bei Botterbloom Schokoladeneis nur 179 Kilokalorien.

Der ausführliche Test Schokoladeneis erscheint in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test oder ist unter www.test.de/schokoladeneis abrufbar.

TK-Pizza Test: lecker aber ungesund

Pizza Salami:
Fünf Tiefkühlpizzen sind „sehr gut“ im Geschmack

Fünf von 27 Tiefkühl-Salami-Pizzen sind „sehr gut“ im Geschmack, insgesamt erhalten 19 das Qualitätsurteil „Gut“, darunter zwei Bio-Produkte. Bei der Verkostung fanden die Tester etliche Salami-Pizzen, die selbst hohen kulinarischen Ansprüchen genügen. Ihr Belag war besonders aromatisch, ihr Boden außen durchgängig knusprig und innen luftig-locker, auch der Rand. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der April-Ausgabe der Zeitschrift test.

27 Tiefkühl-Salami-Pizzen prüfte die Stiftung Warentest
Die besten Ergebnisse erzielten überwiegend klassische, teure Markenprodukte. Doch die Tester fanden auch zwei Ausreißer. Die Pizza Real/Tip enttäuschte wegen unzutreffender Zubereitungsempfehlung und des teils rohen und bitteren Gemüses und die Casa Romantica war mit zu viel Weißöl belastet. Das darf die Lebensmittelindustrie zwar für Maschinen und Geräte benutzen, doch es sollte nicht in die Lebensmittel gelangen und diese belasten. Die preiswerten Eigenmarken des Handels schneiden überwiegend „befriedigend“ ab. Das test-Qualitätsurteil „Befriedigend“ bekommt auch eine glutenfreie Salami-Pizza.

Selbst wenn viele Pizzen „gut“ im Geschmackstest abschneiden, sollten Verbraucher nicht ständig zuschlagen: Die meisten Produkte enthalten jede Menge Kalorien, Fett und Salz. Wer eine ganze Pizza isst, kommt beim Salz schnell auf die tolerierte Tageszufuhr von 6 Gramm. Bei Fett liefert eine Pizza fast die Hälfte der empfohlenen Tagesration und die tägliche Obergrenze an Energie schöpft sie durchschnittlich zu mehr als einem Drittel aus.

Der ausführliche Test Tiefkühl-Pizza erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.03.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/pizza abrufbar.

SCHNÄPPCHENPORTALE

Reiseangebote zu Vorzugspreisen hat jeder gern: Wer keine Lust auf zeitraubende Internetrecherchen hat, nimmt zunehmend die Hilfe von Schnäppchenportalen wie Urlaubsguru, Reisehugo, Triptroll oder Urlaubshamster in Anspruch. Die Urlaubswelt neu erfinden können diese Portale allerdings nicht. Zu diesem Ergebnis kommen die Redakteure der Zeitschrift REISE & PREISE (www.REISE-PREISE.de), die aktuell die neun wichtigsten Internet-Schnäppchenverwerter auf Herz und Nieren getestet haben.

»Zaubern können sie alle nicht«, so das ernüchternde Fazit von Chefredakteur Oliver Kühn. So fanden die Tester heraus, dass ein Großteil der auf den Portalen beworbenen Urlaubsschnäppchen zu identischen Preisen überall im Netz verfügbar ist. Je günstiger die Angebote, je beliebter die Zielgebiete, desto schneller waren sie vergriffen. Echte Preisknüller waren meist schon am zweiten Tag ausgebucht, nicht zuletzt deshalb, weil auch Reisebüros über die Reservierungssysteme Zugriff auf die Angebote haben. Unseriös, so REISE & PREISE, wird es immer dann, wenn die Portalbetreiber mangels »Lockvogel-Angeboten« die Ab-Preise von Ryanair & Co. mit beliebigen Billigangeboten der Hotelportale kombinieren und daraus »Pseudo-Pauschalreisen« stricken, etwa »4 Tage Mallorca im guten 3-Sterne-Hotel inklusive Flug für nur € 107«. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Pauschalreise – der Kunde muss die Bausteine auf den Homepages der Anbieter mühsam zusammensuchen und einzeln buchen. »Wenn keine direkten Links zu den Angeboten gefunden werden, sind die besten Tipps nichts wert«, zeigt sich Oliver Kühn von der Vorgehensweise einiger Portale enttäuscht.

Dennoch treffen die Online-Billigheimer offenbar den Nerv passionierter Schnäppchenjäger der »Generation Facebook«. Die Urlaubspiraten bringen es mittlerweile auf rund 2.800.000 Likes, Mitbewerber Urlaubguru auf 1.600.000 Fans. Die wahren Stärken der Portale liegen nach Ansicht der Tester weniger im Bereich der Pauschalreisen, sondern vielmehr bei den Aktionspreisen der Hotelbranche in europäischen Großstädten und insbesondere in heimischen Gefilden. »Innerhalb Deutschlands lässt sich manch ein Hotel-Deal unter Dach und Fach bringen«, so Kühn. »Bei den Flugangeboten indes haben wir kaum etwas Brauchbares finden können«.

Während die meisten Portale eine kleine Vermittlungsprovision erhalten oder für die Weiterleitung der User entlohnt werden, geht Marktführer Travelzoo ganz andere Wege. Das amerikanische Unternehmen platziert auf seiner Webseite und im Newsletter Angebote von Veranstaltern, Hoteliers und Onlineportalen und lässt sich das von den Anbietern bezahlen. Daher stuften die Tester die Website im Schlussresümee dann auch eher als Präsentations-Plattform für Reiseanbieter denn als Schnäppchen-Portal ein.

Vier der neun getesteten Portale erhielten die Note »gut«, drei schnitten mit »befriedigend« ab, zwei mit »ausreichend«. Ein Portal kam nicht über ein »mangelhaft« hinaus. Nachgelesen werden können die Testergebnisse in der neuen Ausgabe von REISE & PREISE, die jetzt im Zeitschriftenhandel erschienen ist.

Marco Akuzun

Sterneauszeichnung für Marco Akuzun und seine Mannschaft vom „restaurant top air“, Stuttgart

Nun haben sie es wieder schwarz auf weiß in einem kleinen roten Buch: Im neuen „Michelin“ konnten Marco Akuzun und sein Küchenteam die anspruchsvollen Tester wieder von sich überzeugen. Damit ist das top air eines der wenigen deutschen Restaurants, das seit 1992 ohne Unterbrechung einen Michelin-Stern besitzt. Im Sommer dieses Jahres wurde es vom amerikanischen Nachrichten-Sender CNN sogar als eines der besten Airport-Restaurants auf der ganzen Welt ausgezeichnet.

„Selbstverständlich ist man jedes Jahr Anfang November auf das Erscheinen des neuen Guide Michelin gespannt“, berichtet Claus Wöllhaf, Patron des restaurants top air auf dem Stuttgarter Flughafen. „Aber wir machen uns deswegen nicht verrückt, denn ein Michelin-Stern ist zwar gut fürs Image, mit einer Auszeichnung wächst aber auch der Druck auf die Küchenmannschaft, die immerzu ein sehr hohes Niveau halten, sogar noch steigern muss.“ Dass eben dieses seit nahezu 23 Jahren im top air konstant hoch ist, ist für die Sternegastronomie eher ungewöhn-lich. „Der Stern war zwar nie mein Ziel, doch nun leuchtet er beständig. Das habe ich dem Küchenchef und der Mannschaft zu verdanken“, lobt Claus Wöllhaf.

Küchenchef seit Januar 2013 ist der 33-jährige Marco Akuzun, der letztes Jahr seinen ersten eigenen Stern erkochte und ihn dieses Jahr verteidigte. „Klar legt man sich richtig ins Zeug, aber das machen wir immer, dabei haben wir nicht den Stern im Blick, sondern unsere Gäste. Ob das nun Reisende, Geschäftsleute oder Menschen sind, die ein gutes Essen zu schätzen wissen, spielt keine Rolle. Wir geben immer mehr als 100 Prozent“, erklärt Marco Akuzun. „Wenn wir damit auch die anonymen Tester überzeugen können – ist doch wunderbar.“ Marco Akuzun und sein Team freuen sich riesig über den Stern und sehen ihn als Ansporn für den zweiten im nächsten Jahr. In erster Linie setzt Akuzun auf ein gutes Arbeitsklima in der Küche und im Service und Liebe und Spaß an der Arbeit.

Zwar werden die Sterne weder für den Service noch für die Ausstattung eines Restaurants vergeben, sondern ausschließlich für die Küchenleistung, dennoch wäre das top air ohne den herzlichen Service unter Leiter Ralf Pinzenscham undenkbar. Und so wird der erneute Stern gewiss auch gemeinsam mit dem Service-Team mit dem ein oder anderen Fläschchen Champagner begossen.

Seit 1984 gibt es das Gourmetrestaurant bereits, seit 1992 ist es mit einem Michelin-Stern dekoriert. Zudem ist es das einzige Sternerestaurant auf einem europäischen Flughafen überhaupt. Seit Januar 2013 ist Marco Akuzun der Küchenchef.

Alle Ergebnisse des Michelin 2015:
www.gourmet-report.de/artikel/345871/Alle-News-zum-Michelin-2015/

Merci Chef Awards

Merci Chef lädt Profi- und Hobbyköche zur Teilnahme an den „Merci Chef Awards“ 2014 ein. Gestandene und angehende Profi-Köche haben die Möglichkeit, sich in einem internationalen Wettbewerb gegen Mitstreiter aus Deutschland, Spanien, Polen und den Vereinigten Arabischen Emiraten durchzusetzen. Dem Gewinner der Kategorie winken bis zu 4.000 Euro Preisgeld. Für Amateure findet der Wettkampf über Facebook statt. Wer hier gewinnt, kann eine Reise nach Paris im Wert von 1.200 Euro antreten.

Kreative Rezepte von Profi-Köchen gesucht
Teilnehmende Köche der Kategorie „Profi“ erhalten ein Paket mit Produkten der Marke „Merci Chef!“ zugeschickt und kreieren mit diesen Zutaten ein Rezept, das sie auf der Website mercichefawards.com mit einem Rezeptfoto zur Beurteilung durch eine Fachjury einreichen. Die Jury kürt jeweils einen Landessieger, der 1.000 Euro in bar gewinnt. Die Juroren sind: ein Vertreter von Merci Chef, die bekannten Köche Grégory Corman aus Frankreich und Paco Morales aus Spanien sowie Hans-Peter Tuschla, Vizepräsident des Verbands der Köche Deutschlands.

In der Finalrunde treten die Landessieger gegeneinander an: Ein Kamerateam nimmt die Teilnehmer an ihrem Arbeitsort bei der Zubereitung eines Rezepts mit Merci Chef Produkten auf. Die Videos werden der Jury zur Beurteilung vorgelegt und auf der Website der „Merci Chef Awards“ sowie Social-Media-Kanälen veröffentlicht, wo sie allen Besuchern als Inspiration dienen können. Der Preis für den Gewinner der internationalen Endrunde sind 3.000 Euro.

Wettbewerb für Amateure und Tester-Pakete auf Facebook
Auf Facebook können Käseliebhaber sich für eines von 300 Tester-Paketen mit Produkten von Merci Chef bewerben – wer eines zugeschickt bekommt, braucht nur noch ein Rezept mit Merci Chef zu entwickeln, es zusammen mit einem Foto auf Facebook zu veröffentlichen und schon nimmt er am Wettbewerb teil. Auch Hobbyköche, die ein Produkt von Merci Chef kaufen, können selbstverständlich auch teilnehmen und ein Rezeptfoto und Rezept auf der Facebook-Fanpage von Merci Chef veröffentlichen. Der Gewinner erhält eine Reise nach Paris für zwei Personen.

Der Einsendeschluss für beide Kategorien des Wettstreits ist der 20. Dezember 2014. Die Finalrunde der Profi-Köche, in der die jeweiligen Landessieger gegeneinander antreten, findet Anfang 2015 statt. Die Ausschreibungsunterlagen und detaillierten Teilnahmebedingungen sind unter www.mercichefawards.com zu finden.

Startschuss für die Awards auf der SIAL in Paris am 20. Oktober
Der offizielle Startschuss für die „Merci Chef Awards“ fällt am 20. Oktober am Stand von Eurial auf der SIAL Paris (Halle 7, Stand 7JO88). Auf der Messe können sich interessierte Profis gleich vor Ort einschreiben oder mehr Informationen einholen. Fachbesucher haben außerdem die Gelegenheit, sich beim Showkochen von Grégory Corman inspirieren zu lassen und in weiteren Animationen auf dem Stand Wissenswertes über das Sortiment und die Produkte von Merci Chef und Eurial zu erfahren. Die SIAL, die zweitgrößte internationale Lebensmittel-Fachmesse der Welt, findet dieses Jahr zum 50. Mal statt.

Urlaubsnebenkosten im Vergleich

Beim jüngsten Vergleich von Urlaubsnebenkosten in 20 europäischen Großstädten, den der ADAC im Rahmen des europäischen Kooperationsprogramms EuroTest durchgeführt hat, schnitt die serbische Hauptstadt Belgrad mit Abstand am besten ab. Mit einem Warenkorb-Preis von durchschnittlich rund 41 Euro platzierte sie sich mit der Wertung „sehr günstig“ auf dem ersten Platz des Vergleichs. Als „sehr teuer“ erwies sich hingegen Oslo mit einem Warenkorb-Preis von 153 Euro. Die beiden deutschen Städte Berlin (104 Euro) und München (98 Euro) liegen im Mittelfeld.

Insgesamt erhielten fünf der 20 Test-Städte das Prädikat „sehr günstig“ und acht das Urteil „sehr teuer“. Je zwei Metropolen waren „günstig“ und „durchschnittlich“, drei „teuer“. Über alle Städte hinweg kostete der Warenkorb durchschnittlich 106 Euro.

So zahlten die ADAC Experten in Belgrad für die touristischen Angebote Tagesticket für den öffentlichen Personennahverkehr, Stadtrundfahrt sowie Besuch im Zoo, auf der Festung und im Serbischen Nationalmuseum insgesamt nur 12 Euro. In Oslo hingegen schlug ein vergleichbares Angebot mit 70 Euro zu Buche. Der Besuch im Zoo war in London mit 29 Euro im Vergleich zu Belgrad mit 3,50 Euro nicht eben billig. Dafür war der Eintritt ins Londoner British Museum kostenlos. Wer hingegen in Luzern ins Museum Verkehrshaus der Schweiz wollte, musste 25 Euro zahlen. Ein einfaches Nudelgericht kostete in der norwegischen Hauptstadt im Schnitt rund 17 Euro und damit etwa vier Mal so viel wie in Budapest (4,40 Euro). Und während in der ungarischen Hauptstadt die Tasse Cappuccino für durchschnittlich 1,30 Euro zu haben war, kostete sie in Paris 5,30 Euro.

Das Urlaubsbudget belasteten vor allem die Ausgaben für touristische Angebote. Dabei waren die Preise für Stadtrundfahrt und Zoobesuch am höchsten. Einen erheblichen Faktor machten auch Artikel für Gesundheit und Körperpflege aus. Hier lässt sich allerdings am besten sparen: Indem man Zahnbürste & Co. nicht zuhause vergisst. Da die Produkte und Leistungen im Warenkorb jeweils nur ein Mal berücksichtigt wurden, lagen die Kosten für Essen und Trinken im Restaurant eher im durchschnittlichen Bereich.

Die Preise für den ADAC Vergleich erhoben geschulte Tester im Mai 2014 in den Städten selbst. Zugrunde lag ein Warenkorb mit 20 genau definierten Produkten und Dienstleistungen. Diese orientierten sich am Bedarf eines Reisenden mit durchschnittlichem Einkommen. Bewertet wurden die Kategorien Touristische Angebote, Gastronomie, Snacks & Co. sowie Gesundheit und Körperpflege. Die Tester dokumentierten die Preise in zwei unterschiedlichen Verkaufsstellen in jeweils vier für Touristen interessanten Gebieten pro Stadt. Die Eintrittspreise für die Hauptattraktion, das Museum und den Zoo wurden zentral erfasst.

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität hat die rechnerische Richtigkeit der Auswertung und die daraus abgeleiteten Aussagen im Abschlussbericht überprüft.

Hier hat der ADAC die Urlaubsnebenkosten aufgeführt:
www.adac.de/infotestrat/tests/urlaub-reise/urlaubsnebenkosten/2013/default.aspx