Henssler hinter Gittern

Steffen Henssler zeigt Strafgefangenen Perspektiven auf ein besseres Leben „da draußen“ auf

In seiner neuen, vierteiligen Doku wagt Steffen Henssler ein einzigartiges Experiment: Der Hamburger Starkoch will einer Gruppe von zumeist ungelernten Strafgefangenen das Kochen beibringen und mit ihnen ein Bistro hinter Gittern eröffnen. Nicht zuletzt will der 41-Jährige den Straffälligen so mögliche Perspektiven für die Zeit nach der Haftentlassung aufzeigen. Viele von ihnen sind nämlich noch nie einer legalen Arbeit nachgegangen. Doch schon bald erkennt Henssler, dass seine hehren Ziele sich nur schwer mit der harten Gefängnisrealität vereinen lassen. Wird es dem Starkoch gelingen, in vier Arbeitswochen den Trupp Strafgefangener zu kulinarischen Höchstleistungen zu bringen?

In der vierteiligen Doku-Reihe gewährt die Justizvollzugsanstalt in Bremen-Oslebshausen dem Zuschauer exklusive Einblicke in die ansonsten vollständig abgeschottete Welt hinter meterhohen Gefängnismauern. Auf 725 Haftplätzen ist hier vom Schwarzfahrer bis zum mehrfachen Mörder alles vertreten. 350 Mitarbeiter versuchen, die Straftäter durch verschiedene Arbeits- und Kursangebote zu resozialisieren. Steffen Hensslers Aufgabe besteht darin, das neu errichtete Mitarbeiter-Bistro mit Platz für 60 Personen mit gutem Essen und motivierten Häftlingsköchen auszustatten.

Unterstützt wird Steffen Henssler von JVA-Mitarbeiter Detlev Jendrich. Der 51-Jährige arbeitet seit 13 Jahren in der Anstalt und leitet das Bistro. Nach Ende des Projekts will er mit den von Steffen Henssler angelernten Köchen das Bistro weiterführen. Insgesamt elf Strafgefangene sind zu Beginn des Experiments von Steffen Henssler dabei. Ihre Straftaten reichen von Diebstahl bis zu Raub mit Todesfolge. Nur ein einziger von Steffen Hensslers Kandidaten sitzt zum ersten Mal hinter Gittern. Alle anderen absolvieren zum wiederholten Mal teils mehrjährige Haftstrafen. Sie haben sich an das Leben hinter Gittern gewöhnt, reihen sich in die interne Hackordnung ein und lassen sich „von außen“ eher wenig sagen. Eine Herausforderung für Steffen Henssler, denn Disziplin, Arbeitseifer und Durchhaltevermögen sind hier alles andere als selbstverständlich.

In Deutschland sitzen rund 68.000 Strafgefangene in 186 Gefängnissen ein. Die Unterhaltskosten aller Anstalten belaufen sich auf zwei Milliarden Euro pro Jahr. Eines der wichtigsten Ziele des Strafvollzugs ist die Wiedereingliederung der Inhaftierten in die Gesellschaft, doch fast die Hälfte aller Entlassenen kommt wieder! Oftmals wandern die Ex-Insassen innerhalb kürzester Zeit zurück in den Bau – ein Teufelskreis. Steffen Henssler taucht ein in die Welt, die normalen Menschen für gewöhnlich verborgen bleibt: Er arbeitet mit Verbrechern zusammen, übernachtet sogar in einer Gefängniszelle – Wand an Wand mit Mördern und Gewaltverbrechern. „In der Zelle fühlt es sich an, als hätte einer einen Stein vor die Höhle gerollt und du sitzt drin“, beschreibt der unbescholtene Starkoch seine Eindrücke hinter Gittern. Fasziniert erfährt er von Gefangenen, wie der Alltag hinter Gittern aussieht. „Im Grunde genommen ist das hier eine Schmiede für Schwerkriminelle“ berichtet ihm der mehrfach wegen Diebstahl verurteilte Niko P. Auf einer Vollzugabteilung kämen aus seiner Sicht Verbrecher der unterschiedlichen Bereiche zusammen und man könne so die eigenen Methoden immer weiter perfektionieren, um in Zukunft nicht mehr so schnell ertappt zu werden.

Steffen Henssler versucht diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Mit ihrer eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen war für die meisten Strafgefangenen stets verbunden mit Illegalem. Henssler will aufzeigen, dass ehrliche Arbeit Spaß machen kann, und erteilt deshalb einer Gruppe Freiwilliger einen Crashkurs im Kochen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die bestehenden Werkbetriebe in der JVA, doch aus Hensslers Sicht macht sein Kochprojekt einen großen Unterschied zu Gefängnisschlosserei oder -tischlerei: „In den Gefängnisbetrieben werden die Sträflinge von Bediensteten der JVA angeleitet. Ich hingegen bin Unternehmer von draußen und dadurch wird in meinem Gefängnisprojekt auf jeden Fall schneller und damit praxisnäher gearbeitet.“ Henssler erkennt nach einigen Tagen hinter Gittern, dass viele Gefangene in ihrem bisherigen Leben nur selten gelobt wurden. Ein Lob sei aus seiner Sicht jedoch der größte Antrieb für eine berufliche Tätigkeit.

Um den Gefangenen die Möglichkeit zu geben, ein stetiges positives Feedback zu bekommen, setzt der Starkoch sogar noch eins drauf: Er will den Gefangenen beibringen, in der Bistro-Küche des Gefängnisses ein Produkt herzustellen, dass in Supermärkten außerhalb der Gefängnismauern verkauft wird. Außerdem sollen sie täglich in einem Mitarbeiterbistro der JVA warme Speisen nach Hensslers Rezepten auf den Tisch bringen. Ob der Starkoch seinem Team mit den vielen Aufgaben zu viel zumutet?

Interview mit Steffen Henssler
Gourmet Report (GR): Steffen, wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet in eine JVA zu gehen?

Steffen Henssler (SH): Ein Gefängnis ist natürlich eine Art Mysterium. Es hat mich gereizt herauszufinden, wie es vor Ort abläuft. Ich wollte hinter die Kulissen blicken und war auf die Mitarbeiter und Insassen vor Ort gespannt.

GR: Wie waren die Reaktionen der Strafgefangenen, als sie von dem Projekt gehört haben?
SH: Für das Projekt haben sich viele Insassen angemeldet. Sie hatten Bock etwas Neues auszuprobieren und aus ihrem Alltagstrott auszubrechen. Anderseits haben mich aber auch viele eher als Eindringling empfunden.

GR: Sie haben schon zahlreiche Projekte gemacht – was ist anders, wenn man in einer JVA dreht?
SH: Eine JVA ist eine Welt für sich. Man ist nie wirklich frei und hat immer einen Beamten an seiner Seite. Die Insassen machen freiwillig beim Projekt mit, können jedoch genauso jederzeit und ohne Konsequenzen abbrechen. Bei den teils sehr schwierigen Charakteren und widrigen Umständen vor Ort war dies schwer steuerbar und eine enorme Herausforderung für mich!

GR: Was hat Sie beim Dreh der Doku am meisten verwundert oder überrascht?
SH: Es hat mich überrascht, wie schnell man die Distanz verliert. Ich musste mich oft daran erinnern, dass ich es mit Insassen eines Gefängnisses zu tun hatte, da mir die Leute trotz ihrer Straftaten enorm schnell ans Herz gewachsen sind.

GR: Was war die größte Hürde, die Sie bei der Produktion nehmen mussten?
SH: Die Einschränkung in der eigenen Mobilität. Wenn ein Teilnehmer nicht im Bistro erschienen ist und ich ihn in der Zelle besuchen wollte, war dies mit enormen Hürden verbunden. Wir mussten zuerst offiziell anfragen und dann wurde über den Antrag diskutiert. Der Teilnehmer konnte, sofern der Antrag positiv bewertet wurde, aber auch noch das Besuchsrecht verweigern.

GR: Unabhängig davon, ob das Projekt erfolgreich war oder nicht – das wollen wir ja noch nicht verraten – würden Sie es nochmals machen?

SH: Jederzeit!
Gourmet Report: Danke fürs Gespräch!

Hensslers Biographie:
www.gourmet-report.de/artikel/345427/Biographie-Steffen-Henssler/

Henssler hinter Gittern – 4 Folgen ab Montag, 14.07.14, 20:15 Uhr auf RTL

Von Austernomeletts und Ananaskuchen

Von Austernomeletts und Ananaskuchen – Made in Taiwan einmal anders –

Der Spezialreiseveranstalter a&e reiseteam zeigt die unbekannten Seiten der Pazifik-Insel

Eine neue zweiwöchige Rundreise des Hamburger Veranstalters a&e reiseteam zeigt den Inselstaat Taiwan aus ungewöhnlich vielfältigen Perspektiven. Von der dynamisch wachsenden Großstadt Taipeh im Norden führt die Aktivreise in kleiner Gruppe zum idyllischen Sonne-Mond-See, in die endlos weiten Teeplantagen und zu traditionellen Fischerdörfern. Die nächsten Reisetermine starten im Oktober und November und zeigen sowohl die schönsten Küstengebiete als auch das Landesinnere der Ilha Formosa, wie die Insel einst von portugiesischen Seefahrern genannt wurde. Dem Besucher eröffnen sich hier prächtige Naturlandschaften mit gewaltigen Bergschluchten, tropischen Regenwäldern und heißen Quellen.

Ungewöhnliche Begegnungen und Aktivitäten machen das Programm des a&e reiseteams zu einem besonderen Reiseerlebnis. Höhepunkte sind ein gemeinsames Abendessen mit einheimischen Studenten auf dem Universitätscampus der Hafenmetropole Khaoshiung und eine Einführung in die lokale Fischfangmethode der Ami-Ureinwohner. Der Besuch einer Teefarm sowie kleine Wanderungen und Fahrradtouren führen in die Natur. So wird die tiefe Taroko-Schlucht durchwandert und die ehemalige Gefängnisinsel Green Island vor der Ostküste umradelt. Übernachtet wird bevorzugt in taiwanesisch geführten Unterkünften, beispielsweise in Dörfern der Ureinwohner, in familiären Pensionen oder in mondänen Hotels in Taipeh. Eine Nacht verbringen die Teilnehmer sogar in Taiwans größtem Kloster Fokuangshan, wo sie am Klosteralltag und den Tempel-Zeremonien teilnehmen. Viel Wert legt das a&e reiseteam auch bei dieser Reise auf eine durchweg nachhaltige Gestaltung, von der vor allem die Gastgeber profitieren und die dem Besucher zugleich ein authentisches Bild des alltäglichen Lebens in Taiwan zeigt.

Liebhaber der guten Küche kommen unterwegs ebenso auf ihre Kosten, denn Essen ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur Taiwans. Der beliebteste Snack auf den traditionellen Nachtmärkten der Hauptstadt Taipeh ist das Austernomelett. Süße, und vor allem grell farbige Kuchen, mit Zutaten aus goldgelber Ananas oder leuchtend violetter Blüten runden jedes Essen ab. Der Reiseleiter hält wertvolle Insidertipps bereit, so dass die Teilnehmer viele regionale Spezialitäten kennenlernen.

Diese neue Reise ist im Katalog des a&e reiseteams unter dem Titel „Taiwan – Unbekanntes Eiland Formosa“ zu finden. In kleiner Gruppe, zwischen sechs bis 14 Personen, startet die 15-tägige Reise in diesem Jahr noch zwei Mal vom 10.10. – 24.10. und vom 07.11. – 21.11.2010 zu einem Reisepreis von EUR 3.390,- pro Person. Ausführliche Informationen sind auf der Webseite www.ae-reiseteam.de oder unter Tel 040/ 27 14 34 70 erhältlich.

Gourmet Report meint dazu: Taiwan ist kulinarisch sehr empfehlenswert. Überall wird auch englisch gesprochen. Ein Hit ist das Restaurant Din Tai Fung: www.dintaifung.com.tw in Taipeh – die unter Umständen lange Wartezeit lohnt sich nicht nur für Gourmets!! Sehr preiswert!

inCome! Gastro-Tagung am 16. April 2008

Aus diesem Grund hat GMS großen Wert auf
ein interessantes und außergewöhnliches Programm gelegt. Neue
Technologien und Innovationen für die Effizienzsteigerung der
Betriebe werden ebenso vorgestellt wie Aussichten für die Zukunft.
GMS ist es gelungen für inCome! auch diesmal wieder namhafte Partner
und Referenten, wie Lohninger & Partner, Leuchtwurm, SiTech, Aastra
DeTeWe, yogesh.parfum, ncm Checkeffekt, Rimix, VingCard, Siemens,
Orderman, Controlling Service, Morandell und Gerhard Gugg zu
gewinnen.

Was inCome! noch einzigartig macht ist der kleine Rahmen der
Veranstaltung. Es wird bewusst auf eine begrenzte Teilnehmerzahl
geachtet, damit den Gästen persönliche Information und Beratung
geboten werden kann.

Am 16. April 2008 ist es wieder soweit! GMS präsentiert Ihnen zum
fünften Mal inCome!, die Gastro-Tagung in neuem Format.

Technologie & Innovation – nur hier erfahren Sie aus erster Hand,
wie Sie die neuesten Technologien erfolgbringend einsetzen.
Erlebniswelt & Showroom – testen und erleben Sie die besten Systeme
für Hotellerie und Gastronomie im realen Hotelbetrieb –
unverbindliche und fundierte Beratung inklusive! Visionen &
Perspektiven – erfahren Sie schon heute, welche Technologien Sie
morgen für Ihren Erfolg nutzen können. Und planen Sie so Ihre
Investitionen gezielt und langfristig. Kulinarik & Geselligkeit –
lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen – vom Frühstücksbuffet bis zum
abendlichen 4-Gängemenü. Und nutzen Sie neu geknüpfte Kontakte mit
Branchenkollegen für Ihren Erfolg!

inCome! Erlebniswelt & Showroom steht Ihnen das ganze Jahr über
zur Verfügung. Schaffen Sie sich also genau dann die fundierte
Grundlage für Ihre Investitionsentscheidungen, wenn Sie sie
brauchen! Nähere Informa-tionen über inCome! Das Musterhotel
erhalten Sie bei der Gastro-Tagung und auf www.musterhotel.at

Systemische Perspektiven in der Ernährungsberatung

Seminar der DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern

Niemand kann ein Problem besser lösen als der Betroffene
selbst. Diese Erkenntnis macht sich die systemische Beratung
zunutze und stellt damit eine Erweiterung der Beratungsmethoden
dar. Im Mittelpunkt stehen nicht die Probleme eines Ratsuchenden,
sondern seine Ressourcen unter Berücksichtigung des Systems, in
dem er lebt. Durch die Aktivierung der Ressourcen befähigt der
systemische Ansatz in der Ernährungsberatung die Klienten, ihr
Ernährungsverhalten positiv zu beeinflussen. Der systemische
Beratungsansatz stellt eine Fülle von Handwerkszeug zur
Verfügung, das neue Perspektiven und Möglichkeiten zur Änderung
des individuellen Essverhaltens eröffnet.

Die DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Gesellschaft
für Ernährung e. V. (DGE) veranstaltet für interessierte
Beratungskräfte am 6. März 2008 ein Seminar, das den systemischen
Beratungsansatz in der Ernährungsberatung in Theorie und Praxis
vorstellt. Vormittags stehen Themen wie „Ursprung der
systemischen Beratung“ und „Was ist ein System?“ auf dem
Programm, nachmittags werden unter anderem „Systemische
Grundannahmen“ und „Bausteine für den Beratungsprozess“
vorgestellt. Beide Seminarteile beinhalten entsprechende Übungen
zur Vertiefung des frisch erworbenen Wissens. Im Anschluss an den
theoretischen Teil runden weitere Übungen zur systemischen
Beratung, eine Systemvisualisierung und eine Abschlussdiskussion
das Seminar ab.

Das Seminar findet am 06.03.2008 von 10.00 bis 17.00 Uhr in der
Privatschule ecola in Schwerin statt. Die Teilnahmegebühr, die
vor Ort zu bezahlen ist, beträgt für DGE-Mitglieder 15,00 EUR,
für Nicht-Mitglieder 20,00 EUR. Die Veranstaltung wird für die
kontinuierliche Fortbildung von Zertifikatsinhabern der DGE, des
VDD und des VDOE anerkannt. Weitere Informationen zur Anmeldung
und zum Programm gibt die

DGE-Sektion Mecklenburg-Vorpommern,
http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=23

Über den Dächern Freiburgs

Freiburg gilt als eine der schönsten und beliebtesten Städte Deutschlands. Südliches Ambiente, verträumte Gassen, pittoreske historische Gebäude, unzählige Straßencafés und der farbenfrohe Wochenmarkt laden zum Verweilen und Genießen ein.

Achim Käflein stellt in sehr stimmungsvollen aktuellen Photographien die schönsten Plätze und Perspektiven seiner Heimatstadt vor. Die appetitanregenden Foodphotos machen Lust auf über 70 Rezepte des traditionsreichen Schlossbergrestaurants Dattler.

Hansjörg und Jörg Dattler erklären zusammen mit ihrem Küchenchef Norbert Bürger engagiert, verständlich und nachvollziehbar ihre schönsten Gerichte.

Rezepte:
Norbert Bürger Hansjörg Dattler Jörg Dattler
Photographie:
Achim Käflein
144 Seiten, 19 cm x 26 cm
Hardcover mit Schutzumschlag
70 Rezepte, 300 Photos
19,80 Euro, 29,90 sFr
ISBN: 978-3-9810093-7-8

BUND startet Schulkampagne zu den Themen Klima und Energie

Mit der Premiere der Multivisionsshow „Klima und Energie“ startete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gestern in der Kreuzberger Waldorfschule eine bundesweite Bildungskampagne für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Großformatige Diaprojektionen, Musik und Textbotschaften machen Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge des Klimawandels anschaulich, informieren über die Chancen der erneuerbaren Energien und welche Perspektiven sich daraus für Jugendliche ergeben. Der BUND plant bis zu einer halben Million Schülerinnen und Schüler mit der Show zu erreichen.

Anders als der Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ des US-Politikers Al Gore behandelt die Multivisionsshow „Klima und Energie“ nicht nur die dramatischen Auswirkungen der Umwelt­belastungen, sondern sie will Jugendliche auch für Alternativen begeistern und zeigen, dass sich Handeln lohnt.

Dr. Brigitte Dahlbender, stellvertretende Vorsitzende des BUND: „Wir sind es, die dem Klima einheizen und wir haben es auch es in der Hand, dies zu ändern. Wenn sich die Erdatmosphäre bis Ende dieses Jahrhunderts um vier Grad oder mehr erwärmt, das jedenfalls prognostizieren die weltbesten Klimaforscher, dann ergeben sich daraus dramatische Folgen für Mensch und Natur. Die Klimapolitik von heute betrifft die Jugendlichen direkt: Das Klimaschutzziel von minus 80 Prozent bis 2050 muss ein heute 15-jähriger Jugendlicher bis zu seinem 58. Lebensjahr erreicht haben! Im steigenden Bedarf an erneuerbaren Energien und den damit verbundenen Arbeitsplätzen liegen gerade für die kommende Generation viele Perspektiven.“

Kinder und Jugendliche fühlen sich oft überfordert beim Verständnis globaler Zusammenhänge. Sie sind es aber, die die Folgen von Energieverschwendung und Klimazerstörung tragen müssen.

„Es ist uns ganz besonders wichtig, Jugendliche als Akteure einer Energiewende anzusprechen und diese als Herausforderung und Chance gerade auch für junge Menschen interessant zu machen“, sagt Sören Janssen, Projektleiter der Multivision.

Der BUND bietet Schulen, Kommunen und Unternehmen an, die Multivision „Klima und Energie“ in ihre Stadt oder ihren Stadtteil zu bringen und appelliert an die lokalen Verantwortlichen: „Die Debatten über den Klimawandel und seine Folgen für die künftige Energieversorgung rufen nach einer angemessenen und aktuellen Behandlung im Unterricht, nach spannenden Lernprojekten. Wo der Al-Gore-Film stehen bleibt, zeigt die Multivision wie es weiter geht“, so Janssen.

Kontakt und Bestellungen der Multivision: Sören Janssen, Tel. 040-41620724 bzw. Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 030-27586-421 oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489, Email: Presse@bund.net, www.bund.net

Klimaschutz und Verantwortungsbewusstsein durch Kooperation mit „atmosfair“

Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) stellt sich der aktuellen Problematik des CO2-Ausstoßes und dem damit einhergehenden Klimawandel durch eine seit dem September 2006 bestehenden Kooperation mit „atmosfair“. „Wir haben uns für atmosfair als Partner entschieden, da die Gesellschaft den höchsten Anforderungen in Sachen Seriosität, Effizienz, Vertrauenswürdigkeit, Wissenschaftlichkeit und Gemeinnützigkeit entspricht“, erklärt Claudia Brözel, Vorstand VIR. Pünktlich zur ITB haben die Kunden aller Mitgliedsunternehmen ab sofort die Möglichkeit, während oder nach einer Online-Reisebuchung – nach Eingabe von Flugzeugtyp sowie Start- und Zielort – die ausgestoßene CO2-Menge pro Person errechnen zu lassen. Die ermittelte Zahl wird in einen finanziellen Betrag umgerechnet – im Falle einer Reise nach Mallorca rund 12 Euro – und kann direkt an atmosfair als steuerabzugsfähige Spende überwiesen werden. Die Gesellschaft unterstützt und finanziert mit den Geldern treibhausgaseinsparende Projekte in Entwicklungsländern, aber auch in Deutschland – so zum Beispiel das Projekt „fifty/fifty“, das direkt vom VIR unterstützt wird. „Wir fördern speziell dieses Projekt, in dem Schüler- und Lehrerteams den Energieverbrauch in Schulen senken, weil wir es wichtig finden, schon bei jungen Menschen ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein zu schaffen“, sagt Claudia Brözel.

Förderung von Verantwortungsbewusstsein

Der VIR und seine Mitgliedsunternehmen möchten mit ihrer Initiative ein entsprechendes Verantwortungsgefühl beim Verbraucher erzeugen und dem zunehmenden Umweltbewusstsein als Teil einer modernen Gesellschaft Rechnung tragen. Claudia Brözel, Vorstand des VIR: „Mobilität ist ein wichtiger Faktor des heutigen Lebensstils und Flugreisen sind ein Teil unserer Branche. Trotzdem möchten wir durch diese Initiative den Verbraucher für seine persönliche Verantwortung in Sachen Klimawandel und Energieeffizienz sensibilisieren und einen aktiven Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes leisten. Mit unserer Partnerschaft zu atmosfair sehen wir uns als Vorreiter in der Branche und machen dem Verbraucher gleichzeitig ein sinnvolles Angebot, einen individuellen Beitrag zu leisten“.

atmosfair: Online-Branche eröffnet neue Perspektiven

atmosfair ist eine deutsche, gemeinnützige GmbH, die aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums entstand. „Mehrere hundert Flugreisende nehmen täglich dieses unkomplizierte und sinnvolle Angebot wahr. Die Online-Branche eröffnet atmosfair neue Perspektiven und wir sind froh, mit dem VIR einen Partner zu haben, der mit Klimaschutz ernst macht“ sagt atmosfair Geschäftsführer Dietrich Brockhagen. Als non-profit Organisation sind kommerzielle Interessen ausgeschlossen. So ist garantiert, dass mindestens 80 Prozent der Spenden direkt in Klimaschutzprojekte fließen. Weiter Informationen unter www.atmosfair.de

Verband Internet Reisevertrieb (VIR): Sprachrohr der touristischen Internetwirtschaft

Sicherheit, Vertrauen, Transparenz und Qualitätsstandards sind die Kernthemen des im November 2004 gegründeten „Verband Internet Reisevertrieb“ (VIR). Zu den aktuellen Aufgaben des Verbandes gehören Stellungnahmen zu wichtigen Branchenthemen ebenso wie eigene Erhebungen, die Bündelung von internetspezifischem Wissen und der Aufbau von Expertennetzwerken. Der Verband sieht sich zudem als Sprachrohr der touristischen Internetwirtschaft und ist Ansprechpartner für Endverbraucher, Medien sowie für die Branche selbst. Zu den Mitgliedern zählen derzeit die acht bundesweit führenden Online-Reiseportale: avigo.de, ebookers.de, expedia.de, ferien.de, hinundweg.com, lastminute.com, Opodo und travel24.com.

44. Wissenschaftlicher Kongress der DGE

Ernährungsmitbedingte Krankheiten wie Diabetes mellitus
Typ 2, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Adipositas zählen zu den
bedeutenden Ernährungsproblemen im 21. Jahrhundert. Dass es um
unsere Gesundheit nicht zum Besten steht, zeigen Ergebnisse
aktueller Gesundheitsberichte: Etwa die Hälfte der erwachsenen
männlichen Bundesbürger (48 %) und ein Drittel (31 %) der Frauen
sind übergewichtig und ca. 6,5 Millionen Menschen werden wegen
eines Diabetes mellitus behandelt. Die häufigste Todesursache
stellen mit 41,8 % bei den Männern und 52 % bei den Frauen Herz-
Kreislauf-Krankheiten dar.

Unter dem Motto „Ernährung – Chancen und Risiken im 21.
Jahrhundert“ diskutierten Ernährungsexperten aus ganz Deutschland
Ursachen und Lösungsansätze auf dem Wissenschaftlichen Kongress
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) am 8. und 9.
März 2007 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).
Welchen Herausforderungen muss sich die Ernährungswissenschaft in
den nächsten Jahren stellen? Können funktionelle Lebensmittel und
gentechnisch veränderte Lebensmittel aus der Krise helfen? Welche
Perspektiven bieten neue Forschungsfelder wie z. B. die
Nutrigenomik, die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und
unserem Erbgut untersucht, im Hinblick auf eine verbesserte
Prävention von Erkrankungen?

Über 150 Referenten präsentierten in 54 Vorträgen und 101
Posterbeiträgen aktuelle Ergebnisse aus der
ernährungswissenschaftlichen Grundlagenforschung.
Satellitensymposien zur Nationalen Verzehrsstudie II und zur
Ernährungsepidemiologie erweiterten das Kongressangebot.

Rund 600 Teilnehmer kamen zum 44. Wissenschaftlichen Kongress der
DGE, der unter Leitung der Professoren Klaus Eder und Gabriele
Stangl, beide MLU sowie Prof. Peter Stehle aus Bonn, erstmals in
Halle stattfand.

RFID-Chips auf dem Vormarsch

„RFID“ ist eine vergleichsweise neue Technologie, die unter diesem Begriff noch unbekannt ist. Dabei sind Chips zur Radiofrequenz-Identifikation (RFID) vielfach schon Bestandteil unseres täglichen Lebens. In Autoschlüsseln deaktivieren sie auf Knopfdruck die Wegfahrsperre. Als Lauf-Chips ermöglichen sie die Zeiterfassung von Läufern, auch wenn diese im Pulk über die Ziellinie kommen. Einige Skipässe, Nahverkehrsfahrkarten oder die Eintrittskarten zur Fußball-WM enthalten bzw. enthielten ebenfalls RFID-Chips.

Der „Gesprächskreis Verbraucherpolitik“ der Friedrich-Ebert-Stiftung befasste sich Anfang Dezember mit den Vor- und Nachteilen der RFID-Technologie für die Verbraucher. Über Funkerkennung werden Objekte automatisch und eindeutig identifiziert und lokalisiert. Die RFID-Datenträger enthalten dazu eine auslesbare Information. Drahtlos und unsichtbar kann diese aktiv oder passiv mittels eines Lesegerätes abgerufen werden.

Verbraucherschützer warnen daher vor einem möglichen unkontrollierten Gebrauch privater Daten. Dr. Christian Thorun vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin wies auf der Veranstaltung darauf hin, dass ohne das Wissen der Verbraucher Fahrgastströme ermittelt oder ihr Kaufverhalten erhoben und Kundenprofile erstellt werden könnten.
Er forderte, dass Waren, die mit RFID-Chips ausgestattet seien, an der Kasse standardmäßig deaktiviert werden müssten.

Doch vielleicht birgt die Technik auch Zusatznutzen für Konsumenten. Lebensmittel könnten zukünftig anstatt mit Strichcodes mit RFID-Chips ausgestattet werden, um Rückverfolgbarkeit und Qualität zu sichern. Die Metro-Gruppe hat bereits einen so genannten „future store“ als Pilotprojekt gestartet. So sollen „Perspektiven für den Handel von morgen“ eröffnet werden. „Die Technologie hat den Verbraucher noch nicht direkt im Supermarkt erreicht“, meinte Thorun, „in den Lagern und bei der Logistik laufen aber bereits erste Projekte“.

Auch in Spanien hat ein Milch- und Teigwarenhersteller bereits die Transportcontainer von Eierlieferungen mit der neuen Technologie ausgestattet, um relevante Daten für Produktion und Bestand in Echtzeit zu erhalten.
In Dänemark setzt man auf RFID, um höhere Preise für den nachweislich besonders frischen Fisch verlangen zu können. Eine einheitliche Mehrweg-Transportverpackung mit integriertem Chip verfolgt den Fisch vom Kutter bis zum Supermarkt.

Wie RFID datenschutz- und bürgerverträglich Einzug in die deutsche Lebensmittelkette halten kann, wird künftig Aufgabe von Politik und Verbraucherschutz sein.
(aid, Britta Klein und Christine Bruns)

Weitere Informationen unter www.vzbv.de