Vorbild Norwegen

Norwegische Post macht die Küchen-Revolution des Landes zur Marke

Neue Norwegische Küche in ganz Europa: Norwegens Post bringt zwei neue Briefmarken mit Menü-Motiven von Sterne-Restaurant Maaemo und Hurtigruten heraus.

Das Osloer Drei-Sterne-Restaurant Maaemo und das Menükonzept der norwegischen Reederei Hurtigruten reisen jetzt als Botschafter der sogenannten Neuen Norwegischen Küche zu Empfängern in ganz Europa, und zwar als Motive zweier neuer Briefmarken. Die neuen Marken der Norwegischen Post sollen die Revolution der norwegischen Küche in den letzten Jahren darstellen: So erhielt das Maaemo jüngst als erstes Restaurant im Königreich einen dritten Michelin-Stern für seine Neuinterpretation der norwegischen Kochtraditionen. Die zweite Briefmarke ist der Küche der weltberühmten Postschifflinie der Hurtigruten-Schiffe gewidmet. Die Reederei verwöhnt ihre Gäste seit einiger Zeit mit ihrem gastronomischen Konzept der „Coastal Kitchen“: Alle Gerichte auf der Karte des Bordrestaurants bestehen aus regionalen Zutaten aus jenen Landesteilen, die die Hurtigruten-Schiffe auf der Fahrt zwischen Bergen und Kirkenes ansteuern.

Das Motiv der Maaemo-Briefmarke zeigt Krebs auf dampfenden Kiefernzweigen, kreiert von Maaemo-Küchenchef Espen Holmboe Bang. Auf der Hurtigruten-Marke ist Rødbetebyggotto zu sehen, eine Art Risotto mit Rote Bete an Kabeljau, Grünkohl und Birkensalz. Ausgewählt wurden beide Motive vom bekannten norwegischen Kochkünstler und TV-Koch Andreas Viestad. „Die neuen Briefmarken symbolisieren als perfekte Visitenkarten, wie norwegische Top-Restaurants und Spitzenköche heute regionale Produkte in neue, ungewöhnliche Gerichte verwandeln. So wird unser ›kortreist mat‹ nun in ganz Europa sichtbar“, sagt Andreas Viestad. Als „kortreist mat“ bezeichnet man Gerichte aus „kurzgereisten“, also regionalen Zutaten.

Beide Briefmarken haben einen Wert von je 14 NOK (ca. 1,50 Euro), der für Urlaubspost in alle europäischen Länder gilt. Erschienen sind die neuen Maaemo- und Hurtigruten-Briefmarken in einer Gesamtauflage von je 250.000 Exemplaren. Außerdem gibt es beide Marken komplett in einem Sammlerbogen mit einer Auflage von 90.000 Exemplaren.

Information:
Aufgrund des schwachen Kronenkurses ist Norwegen für Urlauber aus dem Euro-Raum schon seit einem Jahr um rund zwanzig Prozent günstiger geworden.

www.postennorge.no

Die Briefmarken:
http://res.cloudinary.com/simpleview/image/upload/w_800,c_fit/v1460382170/clients/norway/frimerke_SAK_b38ff6b1-aeb8-4693-8c63-461f02a0c3d3.jpg

HOTEL DE Preis-Leistungs-Index 2015

Schweizer Hotellerie besser als erwartet

Nach Aufhebung der Eurobindung vor fast einem Jahr erstarkte der Franken gegenüber dem Euro deutlich und verteuerte insbesondere für Euro-Gäste den Aufenthalt in der Schweiz. Warum die Schweizer Hotellerie dennoch weiterhin eine vergleichsweise gute Preis-Leistungs-Bewertung von den Hotelgästen erhält, zeigt das kostenlose Buchungsportal HOTEL DE.

Die Schweizer Hoteliers erreichen im aktuellen HOTEL DE Preis-Leistungs-Index 2015* mit 7,04 Punkten einen Platz im europäischen Mittelfeld. Zwar schneiden Spitzenreiter Tschechien mit 8,13 Punkten oder Nachbar Österreich mit 7,86 Punkten besser ab. Gegenüber beispielsweise Dänemark (6,37) und Norwegen (6,59) kann die Hotellerie hierzulande mit ihrer Bewertung von 7,04 aber wesentlich stärker punkten.

Schon seit einigen Jahren steigt die Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Schweizer Hoteliers leicht an. Dies zeigen die jährlichen Untersuchungen von Gästebewertungen. „Zum einen sorgen Hotelbuchungs- und -bewertungsportale für gute Vergleichbarkeit und hohe Transparenz. Zum anderen führt der generell stärkere Wettbewerb dazu, dass sich Hoteliers immer besser auf ihre Gäste einstellen“, erläutert Jörg Malang, Geschäftsführer bei HOTEL DE. Trotz des diesjährigen Preisanstiegs, insbesondere für Euro-Gäste, sind die Bewertungen aber auch aktuell vergleichsweise gut. Hierfür dürften vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend sein. So hat sich der Euro gegenüber dem Franken wieder etwas erholt, während zugleich viele Hoteliers die Preise** gesenkt haben.

Preis-Leistungs-Verhältnis in Europa: Hier bekommen Hotelgäste…
… am meisten fürs Geld
Platz Land Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. Tschechien 8,13
2. Portugal 8,09
3. Polen 8,02
4. Ungarn 7,92
5. Österreich 7,86

… am wenigsten fürs Geld
Platz Land Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. Dänemark 6,37
2. Norwegen 6,59
3. Vereinigtes
Königreich 6,92
4. Belgien 6,92
5. Russland 6,96

St. Gallen überzeugt mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis
Am meisten Hotel für ihr Geld bekommen Buchungskunden in St. Gallen. Mit 8,04 Punkten ist die Stadt nahe am Bodensee Spitzenreiter beim Vergleich der grössten Städte der Schweiz, gefolgt von Basel (7,21) und Lugano (7,20).

Genf präsentiert sich dagegen als Schlusslicht im nationalen Ranking. Mit 6,45 Punkten zeigten sich die Gäste hier deutlich weniger zufrieden. Auch die Hoteliers von Lausanne (6,77) und Zürich (6,80) können in puncto Preis-Leistung nicht so gut überzeugen. Die Bundesstadt Bern schneidet mit 6,86 Punkten nur etwas besser ab.

Preis-Leistungs-Verhältnis in der Schweiz: Hier bekommen Hotelgäste…

… am meisten fürs Geld
Platz Stadt Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. St. Gallen 7,42
2. Basel 7,21
3. Lugano 7,20
4. Luzern 7,04
5. Winterthur 7,02

… am wenigsten fürs Geld
Platz Stadt Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. Genf 6,45
2. Lausanne 6,77
3. Zürich 6,80
4. Bern 6,86
5. Biel 6,90

Prag auf dem Siegertreppchen
Auch im internationalen Vergleich rangiert die Berner Hotellerie auf den hinteren Plätzen, präsentiert sich aber deutlich besser als die Hoteliers von Rio de Janeiro (6,28), New York (6,33) oder Kopenhagen (6,43), die noch erhebliches Aufwärtspotenzial zeigen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet dagegen Spitzenreiter Prag. Die goldene Stadt mit ihren vielen touristischen Highlights liegt mit Abstand und 8,20 Punkten vor Lissabon (8,04).

Preis-Leistungs-Verhältnis in ausgewählten internationalen Metropolen: Hier bekommen Hotelgäste…

… am meisten fürs Geld
Platz Stadt Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. Prag 8,20
2. Lissabon 8,04
3. Warschau 8,01
4. Berlin 8,01
5. Bangkok 7,89
6. Wien 7,87
7. Madrid 7,65
8. Shanghai 7,63
9. Peking 7,50
10. Helsinki 7,38
11. Rom 7,33
12. Tokio 7,21

… am wenigsten fürs Geld
Platz Stadt Bewertung Preis-Leistung* (Bestwert 10,0)
1. Rio de Janeiro 6,28
2. New York 6,33
3. Kopenhagen 6,43
4. Amsterdam 6,68
5. Moskau 6,69
6. London 6,71
7. Sydney 6,73
8. Oslo 6,74
9. Singapur 6,81
10. Paris 6,84
11. Stockholm 6,85
12. Bern 6,86

*Übernachtungsgäste bewerten das über hotel.de gebuchte Hotel nach ihrer Abreise anhand eines Punktesystems (0 bis 10). Neben Kriterien wie Zimmerqualität und Sauberkeit der Zimmer kann hierbei z.B. auch das Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilt werden. Bei Gleichstand der Bewertungsnote erfolgte die Sortierung anhand der dritten Nachkommastelle.

http://www.gourmet-report.de/goto/hotel-de

Mongkol Patprom

Bei der Global Sushi Challenge in Hamburg beeindruckten die Sushi-Chefs mit ausgefallenen Geschmacks- und Farbkombinationen. Mongkol Patprom vom Münchner Mangostin Asia Restaurant ist Deutschlands bester Sushi-Chef und reist zum Weltfinale am 25. November nach Tokio. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Beste aus zwei Welten zu fördern: japanische Sushi-Tradition und frischen Lachs aus Norwegen.

„Von der Kreativität der deutschen Sushi-Chefs können sich die Japaner eine Scheibe abschneiden“, zeigte sich Sushi-Großmeister und Jury-Mitglied Hirotoshi Ogawa beeindruckt. 15 Sushi-Meister aus deutschen Top-Restaurants waren in Hamburg gegeneinander angetreten, um beim deutschen Vorentscheid des mit 300 Teilnehmern aus 14 Ländern größten internationalen Wettbewerbs für Sushi-Chefs ihr Können zu zeigen. Ein Sushi-Chef beeindruckte dabei besonders: Mongkol Patprom aus dem Mangostin Asia, München. Der 41-jährige Patprom absolvierte die zwei Runden des Wettbewerbs, das klassische „Edomae Sushi“ und das kreative „Original Sushi“, mit Bravour.

„Wir haben heute hervorragende Sushi-Kreationen im international sehr angesagten Crossover- Style präsentiert bekommen“, erklärte Kristin Pettersen, Country Direktorin Deutschland des Norwegian Seafood Council (NSC), das gemeinsam mit dem renommierten World Sushi Skills Institute (WSSI) aus Japan die Global Sushi Challenge erstmals ausrichtet. Das Ziel des Wettbewerbs ist, das Beste aus zwei Welten zu fördern: japanische Sushi-Tradition und frischen Lachs aus Norwegen, weltweit eines der beliebtesten Sushi-Toppings. Kein Wunder, ist der Lachs aus Norwegen doch innerhalb von drei Stunden, nachdem er aus dem Meer geholt wurde, bereits auf dem Weg nach Deutschland. Schon innerhalb von 24 Stunden kann er in deutschen Restaurants in Sushi-Qualität eintreffen.

Norwegischen Lachs bester Qualität enthielt auch das Sushi-Masterpiece von Gewinner Mongkol Patprom: Eine perfekt zubereitete Inside-Out-Roll mit Lachs, jungem grünen Reis, der knusprig frittiert wurde, und einer raffinierten Miso-Honig-Sauce. „Ich habe mich zusammen mit meinem Sushi-Meister zwei Wochen lang intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet und bin überglücklich, diese große Auszeichnung gewonnen zu haben“, so der gebürtige Thailänder.

Auf Platz 2 folgte The Duc Ngo aus dem Moriki, Frankfurt. Platz 3 erkochte sich Bijaya Gurung, Inhaber und Sushi-Chefs des Misaki Sushi Restaurant, Hamburg. Die Geheim-Favoriten wie Holger Tamm aus der Sylter Sansibar und Charlotte Schröter aus dem Toshido, Bremen, konnten sich trotz kreativer Kompositionen zwar nicht unter den besten 3 platzieren, waren aber trotzdem glücklich, bei dem Wettbewerb dabei zu sein. „Ich habe wertvolle Kontakte zu anderen Sushi-Chefs geknüpft und konnte mich in der Runde ‚Original Sushi’ richtig austoben“, so der Sylter Holger Tamm. Nur knapp verfehlt hat das Siegertreppchen Mori Kotaro aus dem Hamburg Off Club von Tim Mälzer. Kotaro, der bei Jury-Mitglied und Sternekoch Yoshizumi Nagaya aus Düsseldorf gelernt hat, wurde Vierter.

„Der Ideenreichtum und die ausgefallen Geschmackskompositionen sind im internationalen Vergleich Weltspitze“, erklärte Sushi-Großmeister und Jury-Mitglied Hirotoshi Ogawa. Vor allem in handwerklicher Hinsicht konnte die Jury bei einigen Teilnehmern allerdings auch ein paar Schwächen ausmachen, z.B. bei der Schneidetechnik. „Wir haben bei diesem Wettbewerb sehr trendige Kreationen im Crossover-Style gesehen“, so 3-Sternekoch Christian Bau. „Ich finde es großartig, dass die Köche so kreativ arbeiten. Vor allem junge Sushi-Köche sollten aber auch viel Zeit in das perfekte Erlernen der traditionellen Sushi-Grundlagen investieren.“ Sein Jury-Kollege Yoshizumi Nagaya pflichtete ihm bei: „Wenn die Grundlagen sitzen, kommen die kreativen Ideen von ganz allein.“

Ørjan Johanessen

Der beste Koch der Welt kommt aus Norwegen. Der 29-jährige Ørjan Johanessen aus Austevoll in der norwegischen Region Hordaland gewann beim renommierten Kochwettbewerb Bocuse d’Or im französischen Lyon die begehrte Goldmedaille. Damit setzte sich der Chefkoch des traditionsreichen Restaurants Bekkjarvik Gjestgiveri gegen 23 internationale Konkurrenten durch. Ørjan Johannessen und sein Assistent Jimmy Øien überzeugten die hochkarätige Jury rund um den französischen Meisterkoch Paul Bocuse im gut fünfstündigen Finale mit seiner innovativen Interpretation eines Fleisch- und eines Fischgerichts mit Perlhuhn und Forelle als Hauptzutaten. Mit dem Sieg von Ørjan Johannessen gehört Norwegen jetzt mit fünf Goldmedaillen hinter Gastgeber Frankfreich zu den erfolgreichsten Kochnationen des Wettbewerbs.

Der Erfolg des Norwegers Johannessen kommt nicht überraschend: Der kreative Koch errang bereits Bronze bei der Koch-Europameisterschaft in Stockholm im vergangenen Jahr und belegte Platz fünf beim Bocuse d’Or 2013.

Der Bocuse d’Or gilt als Weltmeisterschaft der Köche und wurde 1987 vom 1926 geborenen Starkoch Paul Bocuse ins Leben gerufen. Norwegische Vorgänger von Øien Johannesen sind die „Goldköche“ Bent Stiansen (1993), Terje Ness (1999), Charles Tjessem (2003) und Geir Skeie (2009).

Weitere Informationen: www.saga-bocusedor.com/v2/

Bocuse d'or 2015

Norwegen gewinnt vor USA und Schweden – Frankreich Platz sieben, Deutschland auf dem elften Platz

Endergebnis Bocuse d’or 2015

1. Norwegen – 1662 Punkte

2. USA 1653

3. Schweden 1610

4. Finnland 1599

5. Japan 1553

6. Dänemark 1509

7. Frankreich 1484

8. Island 1435

9. Niederlande 1423

10. Großbritannien 1401

11. Deutschland 1383

12. Australien 1344

13. Ungarn 1338

14. Estland 1324

15. Argentinien 1315

16. Schweiz 1314

17. Korea (Süd) 1300

18. Marokko 1275

19. Malaysia 1274

20. Kanada 1248

21. Chile 1209

22. Spanien 1166

23. Guatemala 1071

Alle Infos zum Bocuse d’or immer auf http://www.saga-bocusedor.com/v2/ und auf unseren Facebook-Seiten: www.facebook.com/gourmetreport

Christine Baumann

Christine Baumann (23) aus Hainfeld/Pfalz sicherte sich den dritten Platz beim „Hans Bueschkens Young Chefs Challenge“ in Norwegen. Um den Titel und Pokal zu gewinnen, musste sie sich gegen fünf Köche aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA, Italien, Dänemark und Indonesien in einem spannenden Finale auf dem Weltkongress der Köche in Stavanger durchsetzen. Eine kritische Jury und zahlreiche Kollegen von allen Kontinenten schauten den talentierten Nachwuchsköchen auf die Finger und bewerteten neben Kreativität, Zubereitungstechniken, Geschmack und Umsetzung auch die Einhaltung der Hygienerichtlinien und akkurate Arbeitsweise. Alle Finalisten mussten ein hochwertiges 3-Gang-Menü für vier Personen zubereiten. Das Menü bestand aus Heilbutt in der Vorspeise, Kobe Beef im Hauptgericht und Valrhona-Schokolade sowie Tee im Dessert. Außerdem musste eine Menüfolge mit Wasabi verfeinert sein.

Christine Baumann, Mitglied im Verband der Köche Deutschlands zeigte sich in Bestform und setzte das Wettbewerbsprogramm hochkonzentriert und gut organisiert um. Besonders im Geschmack punktete sie und wurde nur knapp hinter Reilly Meeham (USA, Platz 2) und Kasper Christensen (Dänemark, Platz 1) Dritte.

Bereits im Oktober 2013 gewann Christine Baumann in Budapest die Vorentscheidung für Zentraleuropa und qualifizierte sich für Stavanger. Danach schloss sie mit Bravour ihre Ausbildung zur Köchin im Restaurant “d/blju W’” im Hotel im Wasserturm in Köln ab und absolvierte ein Praktikum in Istanbul im Sheraton Hotel. Der Aufenthalt in der Türkei war ein Teil ihrer Siegprämie als beste Koch-Auszubildende Deutschlands. 2013 gewann sie diesen Titel im Bundesjugendwettbewerb des Verbandes der Köche Deutschlands um den Rudolf Achenbachpreis.

Die sympathische Jungköchin fängt im August im Sternerestaurant La poêle d’or in Köln an. Ebenso stehen für die nächsten Jahre Auslandsaufenthalte wie z.B. in Australien auf dem Plan. Nach den Wanderjahren wird es Christine Baumann wieder in die Pfalz verschlagen, um ihre Tante im Gasthaus Zum Adler in Klingenmünster kulinarisch zu unterstützen.

24. Juli ist Tag der Freude

Am 24. Juli ist der internationale Tag der Freude. Die Norweger haben besonders viel Grund zur Freude, so zählen sie laut dem UN-World Happiness Report 2013 zu den glücklichsten Menschen der Welt. Grund hierfür ist neben einem hohen Lebensstandard und der typisch norwegischen Naturverbundenheit sicherlich auch die gesunde Ernährung mit heimischen Produkten wie Lachs. Dank seines hohen Tryptophan-Gehalts wird im menschlichen Gehirn das sogenannte Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Die für den Transport notwendigen Omega-3-Fettsäuren sind in hohen Mengen im Lachsfleisch enthalten. Somit ist Lachs aus Norwegen nicht nur ein gesunder Genuss, sondern erhellt auch das Gemüt.

Schon gewusst?
Ein Norweger isst im Jahr 7,3 Kilogramm Lachs, das entspricht 48 Mahlzeiten. So steht fast jede Woche norwegischer Lachs auf ihrem Speiseplan – perfekt für eine ausgewogene Ernährung. Die WHO empfiehlt wöchentlich zwei bis drei Fischmahlzeiten, mindestens eine davon mit fetthaltigerem Fisch, wie Lachs. In Deutschland folgt diesem Rat nur jeder Fünfte. Auf das Jahr gerechnet verzehrt ein Deutscher laut führendem Markt- und Meinungsforschungsinstitut TNS Gallup 1,7 Kilogramm Lachs, das sind 11 Mahlzeiten – 37 weniger als ein Norweger jährlich verspeist.

Der Nährwert von Lachs hängt neben der Zubereitung auch von der Herkunft und Aufzucht ab. Lachs aus Norwegen stammt aus nachhaltig bewirtschafteter Aquakultur. Wie in der Natur verbringen die Lachse ihre ersten Lebensmonate im Süßwasser. Im Alter von 10 bis 16 Monaten werden sie in geräumige Meeresgehege übersetzt, um in den klaren, sauerstoffreichen Fjordgewässern gesund und kräftig heranzuwachsen.

Rezeptideen aus Norwegen
Mit unkomplizierten Lachsrezepten bringt Norge – Fisch aus Norwegen frischen Wind und Freude in Deutschlands Küchen. Ob als Sushi-Variation (California Roll), gegrillt (Relax), gebraten (Lachs-Burger) oder pochiert
(Lachs in Buttersauce mit Gurkensalat) – Lachs ist vielseitig einsetzbar und einfach in der Zubereitung. Diese und weitere Rezepte gibt es in der Lachs-Rezepte-Rubrik auf fischausnorwegen.de

Cooking Summit ChefAlps

Das Programm des International Cooking Summit ChefAlps steht nun fest:
Acht junge Spitzenköche der Avantgarde-Naturküche und ein Patissier-Supertalent stellen ihre zukunftsweisenden kulinarischen Konzepte in Zürich vor!

Daniel Achilles aus Deutschland, Esben Holmboe Bang aus Norwegen, Josean Alija aus Spanien und Poul Andrias Ziska von den dänischen Färöer-Inseln komplettieren das Programm des International Cooking Summit. Unter dem Motto „Spitzenküche beginnt heute bereits am Ursprungsort der Produkte“ erwarten die Besucher am 18. und 19. Mai 2014 an der ChefAlps in der Zürcher Eventhalle StageOne nun insgesamt neun Bühnenshows junger Avantgardeköche, die mit ihrer radikalen Naturküche erfolgreich Trends in der internationalen Gourmetszene setzen – ebenso wie einer der weltbesten Patissiers. Der spannende Mix aus Bühnenshows, Ausstellung und jeder Menge Gelegenheit zum Get-together wird eine einmalige fachliche Bereicherung für Profis, Nachwuchstalente und Gourmethobbyköche darstellen, die sich hier neue Impulse und Anregungen zur Umsetzung in ihrer eigenen Küche holen können!

Neben den fünf jungen Starchefs, die im Einzelnen bereits vor Kurzem vorgestellt wurden – Virgilio Martínez aus Peru, Andreas Döllerer aus Österreich, Ángel León aus Spanien und Stefano Baiocco aus Italien sowie Patissier- Supertalent Olivier Bajard aus Frankreich –, darf man sich auf die Bühnenshows dieser vier weiteren Trendsetter der jungen Avantgarde-Naturküche in Zürich freuen: Daniel Achilles aus Deutschland, GaultMillaus „Koch des Jahres 2014“, wird seine absolut konsequenten, raffinierten Natur-Spitzenmenus „ganznah“ und „weiterdraussen“ vorstellen – eine Küche, die Feinschmecker wie Gastrokritiker in seinem Berliner Restaurant reinstoff verblüfft und begeistert (2 Michelin-Sterne, 18 GaultMillau-Punkte, „Koch des Jahres 2014“); aus Norwegen reist Esben Holmboe Bang an, der sich mit seiner charaktervollen, puren Skandinavien-Küche bereits kurz nach Eröffnung seines Osloer Restaurants Maaemo auf Anhieb zwei Michelin-Sterne erkochte und vom Time Magazine 2013 zum „Most Influential Chef in the World“ ernannt wurde (2 Michelin-Sterne, „Best Restaurant in Scandinavia“, „Most Influential Chefs in the World“ – Time Magazine); aus Spanien kommt Josean Alija, der sich in seinem Restaurant Nerua in Bilbao ganz dem experimentellen Spiel mit den Essenzen der Erde und ihren Produkten verschrieben hat (1 Michelin-Stern, „Chef de L’Avenir 2011“, „Best Young Chef Award 2000“) und aus dem legendären Restaurant KOKS von den nordatlantischen Färöer-Inseln, die zu Dänemark gehören, darf mit Spannung Küchenchef Poul Andrias Ziska erwartet werden, der als junger Radikaler zur Next Generation der New Nordic Kitchen zählt. Die fantastisch anmutenden, fein komponierten KOKS-Gerichte basieren ausschliesslich auf Rohstoffen der Färöer-Inseln, wobei die traditionelle Färöer Zubereitungsmethode „Ræst“, eine Kombination aus Fermentierung und Reifung von Fleisch und Fisch, eine Hauptrolle spielt und Starchefs
bereits international inspiriert („Best Restaurant in Denmark 2013“ (Den danske Spiseguide), Auszeichnung „Årets Bedste Bogværk 2013“ für Kochbuch KOKS).

Das Programm der dritten Ausgabe des International Cooking Summit, der diesmal unter dem Motto „Spitzenküche beginnt heute bereits am Ursprungsort der Produkte“ steht, ist damit komplett. Profis aus Hotellerie und Gastronomie sowie Nachwuchstalente und ambitionierte Gourmethobbyköche können sich mit diesen neun wegweisenden Gastköchen auf kreative Gedankenanstösse für ihre eigene Arbeit und auf anregende Diskussionen freuen! Auch einige von den Botschaftern der ChefAlps – Andreas Caminada und Benoît Violier aus der Schweiz, Norbert Michael Niederkofler aus Italien sowie Thomas Dorfer und Heinz Reitbauer aus Österreich, die mit ihrem Namen hinter dem International Cooking Summit und seinem hohen Nutzen stehen, werden im Auditorium am 18. und 19. Mai in Zürich anzutreffen sein.
In der Markthalle sind aussergewöhnliche Produkte für die gehobene Gourmetküche zu entdecken!

Als idealer Ort der Begegnung bietet sich dazu die Markthalle an, die als Begegnungszone während des ganzen Symposiums im StageOne offen ist. Hier können die Teilnehmer überdies an Ständen von namhaften Anbietern und Unternehmen nicht alltägliche Produkte und Ausstattungen für die gehobene Gourmetküche sowie hochwertige Tableware durch Livedemonstrationen und Degustationen kennenlernen.

Tickets online erhältlich – Übernachtungen gibt es zu Spezialkonditionen im Swissôtel Zurich

Im letzten Jahr war die ChefAlps mit 1’700 Besuchern an beiden Tagen ausgebucht. Der Ticketvorverkauf musste einige Tage im Voraus aus Platzgründen gestoppt werden. Es ist daher ratsam, sich bereits frühzeitig ein Ticket für den International Cooking Summit am 18. und 19. Mai 2014 zu sichern!
Auswärtige ChefAlps-Besucher können von Spezialkonditionen für Übernachtungen im Swissôtel Zurich profitieren. Das Partnerhotel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts.

www.chef-alps.com

Alles über den Skrei

1. Was ist Skrei?
Skrei ist ein saisonal vorkommender norwegischer Kabeljau der höchsten Qualitätsklasse. Er stammt aus den größten Kabeljaubeständen der Welt in der Barentssee, und zwar handelt es sich um den Kabeljaubestand der nordöstlichen Arktis (Gadus morhua). Wenn der Kabeljau seine Geschlechtsreife erreicht (mit rund fünf Jahren), wandert er in den Wintermonaten an die Küsten Norwegens – seinem Geburtsort –, um dort zu laichen. Wenn der Kabeljau diesen Lebensabschnitt erreicht hat, nennen wir ihn Skrei. Beim Skrei handelt es sich also um einen norwegischen Kabeljau, der sein bestes Lebensstadium erreicht hat.

Skrei ist eine norwegische Delikatesse. Jeden Winter seit tausenden von Jahren kehrt der Skrei zum Laichen an seinen Geburtsort zurück. Nur in Norwegen gibt es dieses großartige Phänomen.

2. Worum handelt es sich bei einem mit Gütesiegel zertifizierten Skrei®?
Ausschließlich erstklassiger Skrei, der nach festgelegten und strengen Bedingungen gefangen, verarbeitet und verpackt wurde, die in einer amtlichen Qualitätsnorm beschrieben sind (NS 9406: 2013), erhält das Sonderqualitätsprädikat und darf sich Skrei® nennen. Skrei® ist daher leicht von anderen Skrei- und Kabeljauprodukten zu unterscheiden. Skrei® muss ein geschlechtsreifer norwegischer Kabeljau (der Gattung Gadus morhua) sein, der aus der Barentssee stammt. Es gibt ihn nur in der Wintersaison (1. Januar – 30. April) an den traditionellen Laichplätzen entlang der norwegischen Küste. Skrei® mit Qualitätsprädikat muss innerhalb von zwölf Stunden nach dem Fang verpackt und bei einer Temperatur zwischen 0 und 4 Grad auf Eis gelegt werden. Ganzer, frischer Skrei® muss einzeln mit einem Qualitätssiegel an der vordersten Rückenflosse gekennzeichnet und in Kisten gepackt werden, an denen ebenfalls das Qualitätssiegel angebracht wird. Frische Filetstücke oder Scheiben von Skrei® müssen dieses Etikett außen an ihrer Verpackung tragen.

3. Was hat es mit der Vergabe des Qualitätsstandards für Skrei® auf sich?
Norwegische Fischereibetriebe, die Skrei® mit Qualitätsprädikat vertreiben möchten, müssen sich im Qualitätskennzeichnungssystem des Norwegian Seafood Council (NSC) registrieren. Anschließend erhalten sie einen von ihnen zu erfüllenden Qualitätsstandard. Die Fischereibetriebe sind dann berechtigt, qualitativ hochwertigen Skrei mit dem Qualitätssiegel Skrei® auszuzeichnen. Zweck des Qualitätskennzeichnungssystems ist, dazu beizutragen, die Marktkommunikation und -transparenz zu erleichtern und dem NSC, den Fischereibetrieben sowie Fischverarbeitungs- und Lieferbetrieben, Einzelhandelsgeschäften und Restaurants ein Hilfsinstrument bereitzustellen. Mit dem Etikett wird garantiert, dass der Skrei von hoher und gleichbleibender Qualität ist. Ein unabhängiges Zertifizierungsgremium überprüft die registrierten Unternehmen und stellt sicher, dass die gelieferten Produkte der Qualitätsnorm entsprechen.

4. Was bedeutet das Wort „Skrei“ eigentlich?
Der Begriff „Skrei“ ist von dem altnorwegischen Wort „skrida“ abgeleitet, was soviel wie „wandern“ bedeutet.

5. Wie unterscheidet sich der Skrei vom an den Küsten beheimateten Kabeljau?
Der Skrei unterscheidet sich von anderen Kabeljauarten durch eine längere, spitzer zulaufende Form und hat eine hellere Hautfarbe. Außerdem wandert er über große Entfernungen hinweg und verbringt
seine jungen Jahre in der Barentssee. Hingegen halten sich andere Kabeljauarten überwiegend in Küstengewässern auf und haben einen, im Vergleich zum Körper, sehr großen Kopf.

Der Skrei nimmt bei seiner Wanderung von der Barentssee an die norwegische Küste (Lofoten) nur wenig Nahrung zu sich. Dies bedeutet, dass der Mageninhalt im Vergleich zum Küstenkabeljau, der das ganze Jahr über eine eher konstante Nahrungsaufnahme hat, sehr gering ist. Nur diejenigen Fische, denen es gelingt, nach intensiver Nahrungsaufnahme in der Barentssee eine gute Verfassung aufzubauen, beginnen die lange Reise zu ihren Laichplätzen. Nach dem ersten Laichen überspringt ein Teil der geschlechtsreifen Kabeljaufische die zweite Laichzeit. Dieser Anteil ist beim Küstenkabeljau aufgrund der geringeren Wegstrecke zum Laichplatz wahrscheinlich deutlich geringer. Der Skrei zeichnet sich durch festes, hellweißes Fleisch aus.

6. Wann wird der Skrei gefangen?
Beim Skrei handelt es sich um ein saisonales Produkt, das nur während der Wintermonate verfügbar ist. Das Qualitätsetikett SKREI® gibt es nur im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. April. Der Grund dafür, dass das Qualitätsetikett SKREI® ausschließlich in diesem Zeitraum verfügbar ist, beruht auf Tatsachen und Erfahrungswerten im Hinblick auf die saisonale Verfügbarkeit dieser Fischsorte.

Norwegischen Kabeljau aus der Barentssee gibt es ganzjährig; der norwegischen SKREI® ist nur von Januar bis April erhältlich.

7. Wo wird der Skrei gefangen?
Der Skrei wird in den traditionellen Laichplätzen entlang der norwegischen Küste gefangen. Die Gebiete um die Lofoten und Vesterålen sind die wichtigsten Fangplätze für Skrei, wobei sich das gesamte Laichgebiet von der Møre-Küste im Süden bis hoch zur Küste Finnmarks erstreckt.

Die Zusammenhänge, warum sich die Laichplätze im Laufe der Zeit verändern sind bislang noch nicht vollständig bekannt.

8. Was beeinflusst die Verfügbarkeit von Skrei bei Fischhändlern und in Restaurants?
Die Verfügbarkeit richtet sich primär nach den Wetterbedingungen. Im Winter kann schlechtes Wetter die Fischer daran hindern, die Fanggründe mit ihren Schiffen zu erreichen. Die allgemeinen klimatischen Bedingungen sind ein weiterer Faktor. Die Wassertemperaturen und der Salzgehalt des Meeres bestimmen den Zeitpunkt und Ankunftsort des Skreis in den Fanggründen.

9. Wo wird mit Gütesiegel zertifizierter Skrei® verkauft?
Der mit dem Qualitätssiegel versehene Skrei® ist während der Skrei- Saison bei Fischhändlern, in Supermärkten und Restaurants sowohl in Norwegen als auch in anderen Märkten, die Frischfisch verkaufen, erhältlich.

10. Kann für einen Skrei® mit Qualitätsetikett ein höherer Preis verlangt werden, und warum sollten wir bereit sein, mehr für Skrei® als für Skrei ohne Qualitätsetikett zu zahlen?
Um die erste Frage zu beantworten: Ja, das kann es. Der mit dem Qualitätsetikett versehene Skrei® wird nach strengen Kriterien gefangen, verpackt und gelagert. Diese Kriterien gewährleisen dem Kunden, dass er frischen Skrei® der höchsten Qualitätsstufe kauft. Zur Produktion von Skrei® sind zusätzliche Arbeiten erforderlich. Zudem ist der Skrei ein saisonales Produkt, das nur begrenzt verfügbar ist und mit Qualitätsmerkmalen aufwartet, die im Hinblick auf Konsistenz, Farbgebung und Geschmack außergewöhnlich sind. Als hervorragendes
und beliebtes Produkt ist der Skrei sowohl in Norwegen als auch im Ausland stark nachgefragt.

Wer Skrei® mit Qualitätsetikett liefert, produziert und verkauft, muss in der Lage sein, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu gewährleisten und sollte für diesen Mehraufwand in Form von höheren Preisen belohnt werden.

11. Ist der Skrei-Fischfang nachhaltig?
Die größte Kabeljaupopulation ist in der Barentssee zu Hause. Dieser Bestand, zu dem auch der Skrei gehört, gilt als einer der am Besten bewirtschafteten Kabeljaubestände weltweit. Norwegen hat eine ganzheitlich geprägte Einstellung zur nachhaltigen Bewirtschaftung, die auf einer langfristigen Denkweise beruht. Norwegen und Russland tragen die gemeinsame Verantwortung für den Schutz der Bestände und treffen jedes Jahr eine gemeinsame Entscheidung über die Höhe der Fangquoten. Der norwegische Anteil an der Fangquote für Kabeljau liegt im Jahr 2014 bei 443.735 Tonnen. Dies entspricht den Empfehlungen der International Council for the Exploration of the Sea (ICES) und der Fischereikommission, deren Zweck darin besteht, langfristig hohe Ausbeuten zu erzielen und gleichzeitig eine gewisse Stabilität der Fangmengen von Jahr zu Jahr zu erreichen. Das Bewirtschaftungssystem in der Barentssee ist unter anderem vom WWF anerkannt und durch Marine Stewardship Council (MSC) beziehungsweise KRAV zertifiziert.

12. Welche Maßnahmen gibt es, um den Bestand an Kabeljau/Skrei in der nordöstlichen Arktis zu schützen?
Norwegen und Russland legen die Fangquoten für Kabeljau aus der nordöstlichen Arktis in der Barentssee aufgrund von Fischbestandsermittlungen seitens internationaler Arbeitsgruppen (ICES) fest. Die Fangquoten dienen dazu, einen gesunden und nachhaltigen Kabeljaubestand zu gewährleisten. Außerdem verfügt Norwegen über ein

Fischereibewirtschaftungssystem, das strenge Kontrollen durchführt, um dafür Sorge zu tragen, dass der Fischfang an der norwegischen Küste und in der Barentssee stets in legalem Umfang stattfindet.

13. Wie kann man den Fischfang von Skrei begründen, wenn man sich die Notwendigkeit vor Augen führt, die Vermehrung des Kabeljaus im Allgemeinen zu schützen?
Die Lage im Hinblick auf den Skrei wird auch bei der Festlegung der Fangquoten berücksichtigt. Die wichtigste Überlegung ist, dass genügend Fische überleben, um sich vermehren zu können. Die wissenschaftlichen Empfehlungen berücksichtigen Unsicherheitsfaktoren und zielen darauf ab, mehr als die doppelte Menge an Laichfischen überleben zu lassen, die tatsächlich „notwendig“ ist. Außerdem wird die Zielfangquote auf niedrigem Niveau angesetzt, damit die Kabeljaubestände ihr volles Wachstumspotenzial realisieren können. Umweltbezogene Faktoren üben einen starken Einfluss auf die Produktivität der Bestände aus, aber im Rahmen der gegenwärtigen Strategie schwankt der Bestand an Laichfischen weit über dem von den Wissenschaftlern festgelegten Vorsorgeniveau. Bei der Skrei-Fischerei fällt der Küstenkabeljau als Beifang an, und aufgrund des gegenwärtigen Status der Kabeljaubestände werden Regionen mit hohem Beifang-Anteil für sämtliche Fischereiaktivitäten gesperrt. Das hohe Aufkommen von Skrei in Regionen, die kaum beziehungsweise keine Bestände an Küstenkabeljau aufweisen, haben die Auswirkungen der Skrei-Fischerei auf den Bestand an Küstenkabeljau verringert. Grundsätzlich trifft für Kabeljaus, die vor dem Laichen gefangen werden, eine der drei Aussagen:

• Sie sind nicht geschlechtsreif.
• Sie werden während der Erreichung der Geschlechtsreifegefangen.
• Sie werden zwischen dem Laichen während der Regenerationszeit gefangen.

Nicht geschlechtsreife Fische verbrauchen die meiste Energie aus der Nahrungsaufnahme zum Wachstum und nutzen ihr Wachstumspotenzial bei weitem nicht aus. Fische, die kürzlich gelaicht haben, haben ihre Ressourcen verbraucht und gehen vor dem nächsten Laichen in eine Phase intensiver Nahrungsmittelaufnahme über. Deswegen ist der Zeitraum, in dem der Skrei in Richtung der Laichgründe wandert, die optimale Zeit für den Fischfang.

14. Wie können wir feststellen, ob in den Geschäften zum Kauf angebotener Skrei ordnungsgemäß gefangen wurde?
Durch die Küstenwache, das Fischereiministerium und die Genossenschaften haben die norwegischen Behörden ausgezeichnete Kontrollmöglichkeiten über die Aktivitäten der Fischereibetriebe. Sämtliche Fischkutter in norwegischen Gewässern müssen ein Fangbuch über Art, Menge und Fanggebiet der an Bord vorhandenen Fische führen.

Die Fischerei-Genossenschaften führen für jeden Kutter eine Liste über die aktuelle Fangmenge sowie über die verbleibende Fangquote. Alle in Norwegen gelandeten norwegischen Fische müssen über die Fischerei- Genossenschaften verkauft werden. Die Fangmengen werden bei Anlandung der Fische überprüft, und sowohl die Kutter als auch die Käufer unterzeichnen die Berichte als Bestätigung, dass die richtige Menge an Fisch eingetragen wurde. Die Fischerei-Genossenschaften sind gegenüber dem Fischerei-Ministerium, das die Berichte über die Quoten verwaltet, berichtspflichtig. Diese Quotenberichte werden täglich aktualisiert. Das in Norwegen umgesetzte Kontrollsystem gewährleistet, dass der verkaufte Fisch in rechtlich zulässigem Rahmen gefangen wurde.

15. Kann man Skrei guten Gewissens verzehren?
Ja. Als einer der gesündesten Weißfische der Welt bildet der Skrei eine ausgezeichnete Grundlage für eine nahrhafte Mahlzeit. Eine Portion Skrei enthält den empfohlenen Tagesbedarf an Omega-3. Der Skrei stammt aus dem weltweit größten Kabeljaubestand, der gut und nachhaltig bewirtschaftet und befischt wird, sodass man Skrei guten Gewissens verzehren kann.

16. Schmeckt Skrei genauso wie andere Kabeljausorten?
Der Skrei ist ein geschlechtsreifer Kabeljau, der in den Wintermonaten seine Spitzenqualität erreicht. Skrei® mit Qualitätsetikett wird nur im Zeitraum von Januar bis Ende April verkauft und wird als spezielles saisonales Produkt beschrieben. Folgende Faktoren dienen dabei als Erklärung:

a) Auf seiner Wanderung zum Laichgebiet an die norwegische Küste legt der Skrei große Entfernungen zurück (ca. 600 Kilometer). Dies führt zu einem guten Muskeltonus und einer festen Fleischbeschaffenheit allerfeinster Qualität.

b) Während seiner Wanderung nimmt der Skrei sehr wenig Nahrung auf. Dies bedeutet einen geringen Mageninhalt, was eine positive Auswirkung auf die Fleischbeschaffenheit hat.
Der Geschmack lässt sich nur schwer bemessen, und jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Manche könnten behaupten, dass es einen himmelweiten Unterschied zwischen Skrei und Kabeljau gibt; andere hätten sicherlich Schwierigkeiten, die beiden Produkte bei einer Blindverkostung voneinander zu unterscheiden.

17. Wie wird Skrei normalerweise zubereitet?
Die traditionelle norwegische Art, Skrei zuzubereiten, ist ein Gericht, das sich „mølje“ nennt und einfach zuzubereiten ist: In getrennten Töpfen werden der Fisch, seine Leber und der Rogen in leicht gesalzenem Wasser pochiert und anschließend mit Salzkartoffeln serviert. Beim Skrei werden auch Produkte wie Zunge und Bäckchen verwertet, die bei vielen als wahre Leckerbissen gelten. Dem Skrei eilt der Ruf als Delikatesse voraus, was die internationale Küchenwelt mit zahlreichen, auf sein außergewöhnliches Fleisch zugeschnittenen, Rezepten würdigt.

18. Wie kann man feststellen, ob einem echter Skrei verkauft wird?
Wenn Ihnen im Zeitraum von Januar bis April Kabeljau serviert wird, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um Skrei.

19. Wie kann man wissen, ob einem Skrei® mit Qualitätsetikett verkauft wird?
Skrei® mit Qualitätsetikett kann nur frisch im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. April serviert werden und muss ein spezielles Qualitätsetikett tragen. Beim Qualitätssiegel handelt es sich um ein ovales Etikett mit einer Abbildung des Fisches und dem Text: „Skrei®, Gadus morhua”. Wird der Skrei im ganzen Stück verkauft, sollte dieses Etikett auf der vordersten Rückenflosse angebracht sein. Bei filetiertem oder in Schreiben zerlegtem Skrei muss das Etikett auf der Verpackung abgebildet sein oder auf sonstige Weise am Fischverkaufstresen kenntlich gemacht werden.

20. Welche Teile des Skreis kann man verzehren?
Fast alle Teile des Skreis sind essbar. Außer seinem festen, strahlend weißen Fleisch liefert der Skrei auch weitere Produkte wie Rogen, Leber, Zunge und Bäckchen, die von vielen als Delikatessen betrachtet werden. Eine weitere Besonderheit ist der Magen des Skreis. Nach norwegischer Tradition wird dieser von innen nach außen gedreht und in kaltem Wasser gewaschen. Danach wird der Magen mit Leber und gehackten Zwiebeln gestopft und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Abschließend wird der Magen entweder getrennt oder zusammen mit Skrei-Filets pochiert.

21. Unterscheidet sich die Zunge des Skreis von der eines normalen Kabeljaus?
Nein, geschmacklich gibt es keinen Unterschied. Da der Skrei jedoch vergleichsweise größer ist, lässt sich seine Zunge leichter entnehmen. Für viele Gourmets sind Skrei-Zungen ein Muss, entweder mit dem Skrei oder allein serviert.

22. Wie sollte man Skrei zubereiten?
Skrei kann wie andere Fischarten zubereitet werden, ob im Ganzen, als Filet oder in Scheiben zerlegt. Leber, Rogen und Magen werden pochiert. Die Zungen und Bäckchen kann man pochieren oder braten.

23. Wie lange lässt sich frischer Skrei aufbewahren?
Da der Fisch lebend aus dem Meer gezogen, dann ausgeblutet und ordnungsgemäß verarbeitet und bei einer Temperatur um null Grad gelagert wird, ist er noch zwölf Tage nach dem Fangdatum von ausgezeichneter Qualität. Der Skrei muss bei einer konstant niedrigen Temperatur gelagert werden. Eine Unterbrechung der Kühlkette, wird die Qualität sofort beeinträchtigen. Der Qualitätsstandard für Skrei® (NS 9406:2013) enthält stringente Bestimmungen im Hinblick auf das Ausbluten, Ausweiden, Verpacken und die ununterbrochene Kühlkette zwecks optimaler Lagerbedingungen dieses Fisches. Die Verkäufer sind dafür verantwortlich, Fische aus dem Verkauf zu nehmen, wenn sie ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben.

24. Wie ist der Nährwert von Skrei?
Skrei ist einer der magersten Fischarten, die es gibt, weil er überschüssiges Fett in der Leber und nicht im Muskelfleisch speichert. Obwohl er ein magerer Fisch ist, ist die geringe Menge an Fett voll von essenziellen Omega-3-Fettsäuren. Mit anderen Worten: Eine Portion Skrei enthält den empfohlenen Tagesbedarf an Omega-3. Mit Leber serviert, enthält Skrei die essenziellen Omega-3-Fettsäuren in rauen Mengen. Skrei ist zudem reich an Eiweißen, Vitaminen, Mineralien. Die Nährwerte sind hier zu finden: www.matvaretabellen.no/fish-and-fish-products-g4.1

25. Ist Skrei gesünder als Kabeljau?
Nein, dafür gibt es keine Nachweise. Sowohl der Kabeljau als auch der Skrei sind ausgezeichnete Eiweißquellen und enthalten hohe Mengen an Vitamin B12 und Selen. Außerdem enthält die Leber ein hohes Maß an essenziellen Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D; diese Stoffe sind für Menschen wichtig, die in Regionen leben, in denen die Sonne teilweise im Winter überhaupt nicht scheint.

26. Wird der Geschmack nach dem Laichen des Skreis beeinträchtigt?
Vor dem Laichen serviert man den Skrei vorzugsweise als Frischfisch und als „skreimølje“ (pochiert mit Leber und Rogen), da er große Muskeln hat, die große, saftige Filetstücke hergeben. Nach dem Laichen wird der Fisch magerer und der Wassergehalt im Muskelfleisch erhöht sich, was mit einer geringeren Festigkeit des Fleisches einhergeht. Wurde der Skrei nach dem Laichen gefangen, empfiehlt sich eine Zubereitung als Stockfisch (getrockneter Kabeljau).

27. Warum sollte man Skrei® mit Qualitätsetikett kaufen?
Skrei® mit Qualitätssiegel wird streng nach dem Qualitätsstandard (NS 9406:2013) gefangen, verpackt und verarbeitet; dieser gewährleistet, dass der Verbraucher Skrei allerhöchster Qualität angeboten bekommt.

Skrei ist ein saisonales Produkt, das es nur von Januar bis April gibt.

Skrei kommt aus den weltweit größten Kabeljaubeständen, die nachhaltig bewirtschaftet werden. Der Kabeljaubestand befindet sich in sehr guter Verfassung.

Der Skrei hat große Muskeln, ein ausgezeichnetes festes und weißes, schmackhaftes Fleisch. Diese Eigenschaften ermöglichen eine einfache Verarbeitung und Zubereitung des Skrei und geben ihm ein attraktives Erscheinungsbild sowie einen delikaten Geschmack.

Der Rogen, die Leber, Zunge, Bäckchen und der Magen des Skrei machen ihn zu einem insgesamt ausgezeichneten und schmackhaften Produkt und einer wahren Delikatesse für Gourmets.

Skrei ist reich an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Eine Portion (150g) Skrei liefert die empfohlene Tagesmenge an essenziellen Omega-3-Fettsäuren.

Skrei wird immer populärer
2013 war für die norwegische Fischereiindustrie in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr. Erstmalig überstieg der Export im vergangenen Jahr die sieben Milliarden Euro Grenze mit einem Wachstumsplus von 17 Prozent gegenüber 2012. Auch der Export von Kabeljau nahm mengenmäßig um 56 Prozent zu. „Nie zuvor hat Norwegen so viel Kabeljau wie in 2013 exportiert“, stellt das Norwegian Seafood Council (NSC) fest. Der Skrei hat daran mit rund 50.000 Tonnen einen wichtigen Anteil, denn die Hauptmenge an frischem Kabeljau der in die Welt exportiert wird, stammt vom norwegisch-arktischen Kabeljaubestand, dem Skrei.

Der Skrei, der Winterkabeljau der vom 1. Januar bis 30. April aus Norwegen exportiert wird, erfreut sich in vielen Ländern einer stetig wachsenden Beliebtheit. Die Liste der wichtigsten Länder für frischen Kabeljau in 2013 führt das Feinschmeckerland Frankreich mit einer Importmenge von rund 24.300 Tonnen mit großem Abstand an. Es folgen Großbritannien mit 3.828 Tonnen, Schweden mit knapp 3.000 Tonnen und Spanien mit knapp 2.000 Tonnen. Besonders in Deutschland wird Skrei immer populärer. 2013 war bislang die beste Saison mit einem Wachstumsplus von 62 Prozent auf rund 1.500 Tonnen. Erstmalig in 2013 wurde Skrei auch in den USA, Portugal und UK gelistet und vermarktet. In diesem Jahr ist die Markteinführung in Polen und Russland geplant.

The Native Cooking award 2013

Deutsche Sternköche nehmen am inoffiziellen Länderwettbewerbder Köche The Native Cooking award 2013 teil, der auf Gut Knuthenlund in Dänemark a.bgehalten wird.

Am 31. August und 1. September verwandeln internationale Sternköche aus Deutschland, Belgien, Dänemark, Norwegen und Frankreich wildwachsene Beeren und Kräuter sowie lokale Zutaten nur mithilfe einer Outdoor-Küche und eines Lagerfeuers in ein Drei-Gänge-Menü, das dann von einer internationalen Jury bewertet wird.
Vielleicht gehörten auch Sie zu den vielen Gästen, die den ersten internationalen Länderwettbewerb der Köche The Native Cooking award besuchten, bei dem Michelin-Sternköche aus Dänemark, Deutschland und Österreich gegeneinander antraten? Übrigens mit Österreich als Sieger.
Auch 2013 werden Mannschaften aus verschiedenen Ländern einander mit ihren Kochkünsten herausfordern, wobei die wilde Natur der dänischen Insel Lolland die Zutaten bereitstellt. Jede Nationalmannschaft besteht aus vier Köchen, die mindestens Erfahrungen als Souschef eines mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant oder einem Restaurant von entsprechendem Niveau vorweisen müssen.

Außer den Kräutern und Beeren erhält jede Mannschaft Fleisch und Molkereiprodukte von Gut Knuthenlund. Darüber hinaus können sie auch lokale Zutaten anderer Hersteller verwenden, die mit Ständen auf dem Event vertreten sind. Der Wettbewerb findet im Freien in einer Outdoor-Küche statt. Nachdem die Kräuter gesammelt wurde, müssen die Köche daher im Freien auf einem offenen Grill ohne elektrisch betriebene Hilfsmittel ein Drei-Gänge-Menü zubereiten.

Die Jury besteht aus:
Vorsitzender der Jury: Jacob de Neergaard –
Jurymitglied beim weltberühmten internationalen Wettbewerb der Köche Bocuse d’Or. War neun Jahre lang Küchenchef des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants Søllerød Kro.
Ehrenmitglied: Cathrine Fogel –
Maître Fromager und ambassadeur der internationalen Käsereivereinigung Guilde des Fromagers. Internationale Richterin bei Bewertung von Olivenöl und Käse. Diplom als Bewertungs- richterin der ONaOO.
Ehrenmitglied: Laurent Vanparys –
Internationaler Restaurantkritiker seit 10 Jahren, er bereist die Welt und genießt jährlich etwa 200 Gerichte, Gourmet-Blogger (Gastros on Tour mit über 6800 Followern weltweit), Mitglied der 50 Best of the World akademie, Inhaber von drei Unternehmen im kulinarischen Bereich.
Joachim Gerner, Deutschland –
Souchef in Restaurant Facil, Berlin (ein Michelin-Stern). Sieger des The Native Cooking award 2012.
Sang-Hoon Degeimbre, Belgien –
Inhaber und Küchenchef des Restaurants L ́air du Temps (zwei Michelin-Sterne).
Esben Holmboe Bang, Norwegen –
Inhaber und Küchenchef des Restaurants Maaermo (zwei Michelin-Sterne).
Christian F. Puglisi, Dänemark
Inhaber und Küchenchef des Kopenhagener Restaurants Relæ und Manfreds & Vin (ein Michelin-Stern).
Akrame Benallal, Frankreich –
Inhaber und Küchenchef des Pariser Restaurants akrame (ein Michelin-Stern).

www.facebook.com/GutKnuthenlundLolland