30.Jugendwettbewerb des Köche-Club Gelsenkirchen e.V.

Der 30.Jugendwettbewerb des Gastronomischen Berufnachwuchses fand in den Räumen des Restaurants Schloss Horst statt.

Um die kulinarische Wette ging es für sechs angehende Köche in der Küche des Schlosses Horst in Gelsenkirchen. Im 30. Jugendwettbewerb für den Beruf des Kochs/der Köchin stellten sich Aaron Widlak vom Hotel Schloß Westerholt in Westerholt, Mohamed Amin Degengard vom La Grotta in Gelsenkirchen, Christoph Kaiser vom Wasserschloß Wittringen in Gladbeck, Dana Heruday vom Restaurant Haus Lindemann in Bottrop, Vincent Wormuth Restaurant Schloß Horst in Gelsenkirchen und Gerrit Büttel Hüls Service GmbH in Hüls ihrer kniffeligen Aufgabe: Mit einem Budget von 50 Euro musste ein 3-Gang-Menü für 6 Personen kreiert werden mit den Vorgaben für die Vorspeise Lachs, das Hauptgericht mit Geflügelbrust und das Dessert mit Grieß und Fruchtbeilage. Dem Anlass entsprechend geschmackvoll betteten die Veranstalter das Ereignis in ein passendes Ambiente. Rund 32 geladene Gäste, darunter auch der Schirmherr der Veranstaltung der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen Frank Baranowski durften Platz nehmen und sich von den Teilnehmern umsorgen lassen. Drei Juroren vom Fach, unter ihnen Michael Gundler (Küchenchef der Veltins Arena Auf Schalke) und Ludger Jaeger (Küchenchef der GE Werkstätten für angepasste Arbeit, warfen ein strenges Auge auf die Fertigkeiten der Zöglinge. Bewertet wurden Sauberkeit, Arbeitstechnik und Kreativität bei der Zubereitung des Menüs. Auf den Prüfstand kamen natürlich auch Geschmack und Anrichteweise – schließlich sollten ebenso Auge und Gaumen verwöhnt werden.

Auch wenn die Gäste mit sämtlichen Menüs kulinarisch bestens bedient waren, überzeugte Aaron Widlak vom Schlosshotel Westerholt in Herten-Westerholt die Juroren am meisten: Pochierte Frischlachsschnitte mit zweierlei Senfsauce auf Gurkengemüse. Hähnchenbrust an dunkler Zitronensauce, dazu glasierte Fingermöhren und Rösti-Taler im Blätterteigmantel und Grießflammerie auf Fruchtgeleesockel, kochte er sich auf den 1.Platz des Jugendwettbewerbes. Den zweiten Platz belegte Dana Heruday vom Restaurant Haus Lindemann in Bottrop, die dritte Auszeichnung nahm Christoph Kaiser vom Wasserschloß Wittringen in Gladbeck entgegen. Der Wettbewerb wurde gefördert von der hiesigen Volksbank Ruhr-Mitte.

Parallel fand der Pleiss Kreativ Pokal des Berufskollegs Königstraße in Gelsenkirchen für die Hotel- und Restaurantfachkräfte statt. Sechs angehende Hotel- und Restaurantfachleute zeigten ihr Können im Eindecken und Dekorieren der Gästetische und den Service für die geladenen Gäste, sowie das Mixen von Cocktails für den Empfang. Federführend unter der Leitung des Studiendirektors Friedrich Gabel ist es ein hervorragender Wettbewerb für den Berufnachwuchs, die Platzierten haben die Möglichkeit sich für die Deutsche Jugendmeisterschaft zu qualifizieren. Den 1.Platz belegte Wulf Holldorf vom Courtyard by Marriott in Gelsenkirchen, den 2.Platz, Sven Fischer Courtyard by Marriott in Gelsenkirchen, gefolgt von Agathe Rozynkowski Courtyard by Marriott in Gelsenkirchen. Weitere Teilnehmer waren: Stephanie Pietsch von der FAA in Gelsenkirchen, Bicici Cihan von Casa Italia in Bottrop, Dennis Stahl vom Hotel Maritim in Gelsenkirchen und Anna Mareen Tech vom Hotel Gladbeck van der Valk in Gladbeck.Die Siegerehrung nahm Friedrich Gabel und Heinrich Wächter und die Vertreter der Förderer des Wettbewerbes vor.

Anne Lindemann gewinnt „Regionale Speisekarte“

Geschnetzeltes vom Bentheimer Schwein mit Boskop-Äpfeln, Sahnekartoffeln mit Steckrüben oder Geschmortes Sauerkraut mit Bauchspeck und Kartoffelpüree: Die kulinarische Qual der Wahl hatte jetzt Bernhard Verst, Inhaber des gleichnamigen Hotels in Gronau-Epe. Als Mitglied der Jury musste er mitentscheiden, welcher Hobbykoch beim Rezeptwettbewerb des Projekts „Regionale Speisekarte – So schmeckt das Münsterland!“ das Rennen macht. Die Sparkassen im Münsterland unterstützten die Aktion.

Mehr als 100 Gourmets hatten ihre Lieblingsrezepte preisgegeben. Gemeinsam mit vier Kollegen aus der Stadt Münster und den Kreisen Coesfeld, Steinfurt und Warendorf bewertete Bernhard Verst an Hand der Kriterien Regionalität, Originalität und Praktikabilität die Rezepte. Auf dem ersten Platz landete schließlich Anne Lindemann aus Ladbergen im Kreis Steinfurt mit ihrem Geschnetzelten vom Bentheimer Schwein. „Es gab viele sehr interessante Vorschläge“, berichtet Bernhard Verst. „Aber wer Ketchup oder Fertiggerichte verwandte, der ist nicht in die engere Auswahl gekommen.“

Die Akteure der Regionalen Speisekarte möchten Menschen aus der Region Produkte aus der Region schmackhaft machen. „Guten Service und hohe Qualität finden sie schließlich auch nach kurzen Wegen“, betont Dr. Gerd Eckstein, der für den Kreis Borken das Projekt „Regionale Speisekarte“ koordiniert. Dass Handlungsbedarf besteht, beweist auch ein Blick in die Statistik. So haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Lebensmitteltransporte in Deutschland verdoppelt, die pro Person verbrauchte Lebensmittelmenge hat sich jedoch kaum verändert.

Weitere Informationen zur Regionalen Speisekarte gibt es im Internet unter www.so-schmeckt-das-muensterland.de . Ein gerade erschienenes Rezeptheft, in dem Profiköche aus dem Münsterland ihre regionalen Lieblingsrezepte verraten, ist für 3 Euro zuzüglich etwaiger Versandkosten u.a. bei der MÜNSTERLAND TOURISTIK, An der Hohen Schule 13, 48565 Steinfurt, erhältlich. Bestellungen sind telefonisch über die kostenfreie Servicenummer 0800/93 92 91 9 und per Mail touristik@muensterland.com möglich.

Ernährungssicherung und Öko-Landbau gehören zusammen

Herkules-Aufgabe für neuen Landwirtschaftsminister
Ernährungssicherung und Öko-Landbau gehören zusammen

Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann, sieht starke Argumente für den Öko-Landbau bei der Lösung der weltweiten Ernährungsprobleme. Die ressourcenschonende nachhaltige Wirtschaftsweise des Öko-Landbaus in Bezug auf Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt hat Vorteile gegenüber der kapitalintensiven Landwirtschaft, so der Staatssekretär letzte Woche auf der Herbsttagung des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Berlin. „Naturland appelliert an den neuen Landwirtschaftsminister, dass diesen Worten Taten folgen müssen“, erklärt Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender. „In Kooperation mit dem Entwicklungshilfeministerium und dem Finanzministerium muss schnell ein Aktionsplan erarbeitet werden, der weltweit Investitionen in die ökologische Landwirtschaft ermöglicht“, fordert Hans Hohenester.

Mehrere Referenten verdeutlichten auf der BÖLW-Tagung „Kann Bio die Welt ernähren?“, dass in den letzten Jahren die Investitionen in die Landwirtschaft besonders in Afrika und Asien zurückgingen. Deswegen fordert Naturland erstens die konzertierte Förderung von Forschung, Beratung, Bildung und Infrastrukturmaßnahmen im landwirtschaftlichen Bereich, um den ländlichen Regionen wieder eine Chance zu geben. Fast Dreiviertel der Hungernden leben auf dem Land und nicht, wie vielfach angenommen, in den Städten. Zweitens müssen alle Fördermaßnahmen an die Ausrichtung auf eine ökologische Wirtschaftsweise gekoppelt werden.

Jegliche landwirtschaftliche Anbaumethode ist allerdings überfordert, wenn allein ihr die Lösung des Welthungers aufgebürdet wird. Ökologische Landwirtschaft kann jedoch die Weltbevölkerung ernähren, wenn parallel die Ursachen für Hunger und Armut beseitigt werden. Der Bericht des Weltagrarrates (IAASTD), der im Dezember 2008 erscheint, gibt dafür die Richtung vor: Nur ökologische Wirtschaftsweisen, die ressourcenschonend dem Standort angepasst sind, können nachhaltig die Ernährung sichern. Und das gilt nicht nur für die Entwicklungs- und Schwellenländer sondern auch für Europa und die USA. Frauke Weissang, Naturland Bäuerin aus Italien, berichtete auf der BÖLW-Tagung, dass der Humusgehalt in den Böden der italienischen Region Marken in den letzten Jahren von 3 Prozent auf 0,8 Prozent gefallen ist. Mittlerweile ist deutlich geworden, dass nur der Öko-Landbau diese starke Verarmung der Böden stoppen kann, was zu einer Umstellung von über 40% der Landwirtschaftsbetriebe dieser Region geführt hat.

Fast 50.000 Naturland Bäuerinnen und Bauern zeigen weltweit, dass der Öko-Landbau gerade für Kleinbauern eine Chance ist, Erträge zu steigern und die Umwelt zu schonen. Traditionelles Wissen verbunden mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen macht die Öko-Bauern unabhängig von teuren externen Betriebsmitteln wie Pestiziden, Mineraldünger und Agro-Gentechnik.

Bessere Informationen für Allergiker

Bessere Informationen für Allergiker

Umfassendes Verbraucher-Informationssystem soll Allergiker beim Einkauf im Fleischer-Fachgeschäft besser über allergene Stoffe informieren.

„Gute Verbraucherinformationen werden beim Einkauf immer wichtiger, insbesondere für Allergiker. Mit der Initiative des Deutschen Fleischerverbands wird nun auch bei loser Ware ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.“ betonte der Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Gert Lindemann anlässlich der Zusage von Fördermitteln heute in Berlin.

Für sein Projekt, ein umfassendes Verbraucher-Informationssystem zur Deklaration allergener Stoffe bei loser Ware im Fleischerhandwerk zu entwickeln, erhält der Deutsche Fleischer-Verband Fördermittel in Höhe von rund 100.000 Euro aus dem Innovationsprogramm des Bundesverbraucherministerium. So müssen sich Allergiker in Zukunft nicht auf verpackte Lebensmittel beschränken, sondern können das vielfältige Angebot der lose abgegebenen Lebensmittel nutzen.

„Der Deutsche Fleischer-Verband hat seine Vorstellungen frühzeitig mit den Betroffenen abgestimmt“, lobte Lindemann die Initiative. Die Notwendigkeit eines solchen Systems sei allein deshalb gegeben, weil in Deutschland gut ein Drittel aller Fleischerzeugnisse als lose Ware abgeben würden, erklärte Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands.

Im Rahmen des Projektes soll zunächst ein standardisierter Produktkatalog entwickelt werden, in dem Informationen zu den wichtigsten fleischerhandwerklichen Erzeugnissen aufgeführt sind. Die allergenen Stoffe und die Zusatzstoffe können betriebsspezifisch angegeben werden. Durch dieses einfache Basissystem soll die flächendeckende Anwendung erleichtert und befördert werden.

In einem zweiten Schritt soll ein webbasiertes System erstellt werden, welches eine individualisierte Aufnahme von Produkten in das Register und deren inhaltliche Anpassung durch jedes einzelne Fleischer-Fachgeschäft ermöglicht. Damit soll das innovative System der Vielfalt regionaler, traditioneller und individueller fleischerhandwerklicher Erzeugnisse Rechnung tragen und diese fördern.

Die Förderung des Vorhabens ist Teil des Aktionsplans des BMELV gegen Allergien www.aktionsplan-allergien.de

Bessere Informationen für Allergiker beim Einkauf im Fleischer-Fachgeschäft

Lindemann: Bessere Informationen für Allergiker beim Einkauf im
Fleischer-Fachgeschäft

„Gute Verbraucherinformationen werden beim Einkauf immer wichtiger, insbesondere für Allergiker. Mit der Initiative des Deutschen Fleischerverbands wird nun auch bei loser Ware ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan.“ betonte der Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Gert Lindemann anlässlich der Zusage von Fördermitteln heute in Berlin.

Für sein Projekt, ein umfassendes Verbraucher-Informationssystem zur Deklaration allergener Stoffe bei loser Ware im Fleischerhandwerk zu entwickeln, erhält der Deutsche Fleischer-Verband Fördermittel in Höhe von rund 100.000 Euro aus dem Innovationsprogramm des Bundesverbraucherministerium. So müssen sich Allergiker in Zukunft nicht auf verpackte Lebensmittel beschränken, sondern können das vielfältige Angebot der lose abgegebenen Lebensmittel nutzen.

„Der Deutsche Fleischer-Verband hat seine Vorstellungen frühzeitig mit den Betroffenen abgestimmt“, lobte Lindemann die Initiative. Die Notwendigkeit eines solchen Systems sei allein deshalb gegeben, weil in Deutschland gut ein Drittel aller Fleischerzeugnisse als lose Ware abgeben würden, erklärte Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands.

Im Rahmen des Projektes soll zunächst ein standardisierter Produktkatalog entwickelt werden, in dem Informationen zu den wichtigsten fleischerhandwerklichen Erzeugnissen aufgeführt sind. Die allergenen Stoffe und die Zusatzstoffe können betriebsspezifisch angegeben werden. Durch dieses einfache Basissystem soll die flächendeckende Anwendung erleichtert und befördert werden.

In einem zweiten Schritt soll ein webbasiertes System erstellt werden, welches eine individualisierte Aufnahme von Produkten in das Register und deren inhaltliche Anpassung durch jedes einzelne Fleischer-Fachgeschäft ermöglicht. Damit soll das innovative System der Vielfalt regionaler, traditioneller und individueller fleischerhandwerklicher Erzeugnisse Rechnung tragen und diese fördern.

Die Förderung des Vorhabens ist Teil des Aktionsplans des BMELV gegen Allergien www.aktionsplan-allergien.de

Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln

Lindemann: Innovative Forschungsansätze für mehr Verbraucherschutz

Projektbeginn für Forschungsvorhaben zur besseren Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln

„Wir wollen innovative Forschung für mehr Verbraucherschutz“, erklärte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), in Berlin zum Projektbeginn eines Forschungsvorhabens zur besseren Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. „Mit dem jetzt beginnenden Projekt sollen Wege gefunden werden, die die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln verbessert. Ziel soll es sein, schnell und zuverlässig den Weg von Lebensmitteln identifizieren zu können.“ Derzeit bestünde in der Praxis oft das Problem, dass Daten zu einem Lebensmittel bei den einzelnen Wirtschaftsbeteiligten mit unterschiedlichen Informationstechniksystemen (IT-Systeme) verwaltet werden. Daher sei es wichtig, Lösungen zu finden, die es möglich machen, die getrennt erfassten Daten in den unterschiedlichen IT-Systemen miteinander zu verknüpfen. Nur so sei eine schnelle, lückenlose und zuverlässige Identifizierung von Lebensmitteln möglich.

Das Vorhaben hat eine Laufzeit von neun Monaten. Es wird unter Leitung der IBM Deutschland GmbH und unter Beteiligung namhafter weiterer Unternehmen entwickelt. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund 1,8 Mio. €.

Das BMELV unterstützt das Vorhaben mit rund 550.000 €. Die Fördermittel werden aus dem Programm zur Innovationsförderung bereitgestellt.

1,5 Mio. € für gesunde Bienen

„Wir wollen die Bekämpfung von Bienenkrankheiten weiter unterstützen. Dazu fördern wir mit insgesamt 1,5 Mio. Euro neue Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.“, erklärte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Unser Land braucht gesunde Bienen, daher werden wir auch künftig Anstrengungen unternehmen, um den weit verbreiteten Bienenkrankheiten Herr zu werden“ so Lindemann.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert zwei neue Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Bekämpfung von Bienenkrankheiten. Mit Vorhaben zur Verbesserung der Imkerpraxis zur Krankheitsprävention und der Entwicklung eines Arzneimittels gegen eine weit verbreitete Darmkrankheit bei Bienen (Nosemose) werden weitere Schritte zur Verbesserung der Bienengesundheit getan.

Die Einführung verbesserter Betriebsweisen in der Imkerpraxis zur allgemeinen Krankheitsprävention steht im Mittelpunkt eines Projektes des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, der Universitäten Hohenheim und Bochum. Für das Vorhaben stellt das BMELV über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt rd. 500.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung zur Verfügung.

Die Nosemose ist eine bei Bienen weit verbreitete Darmkrankheit, gegen die es bislang kein geeignetes Mittel gibt. Neben Produktionseinbußen durch kranke Bienen kann ein Befall zum Tod ganzer Bienenvölker führen. Mit Fördermitteln des BMELV in Höhe von rd. 1 Mio. Euro aus dem Innovationsprogramm will das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf zusammen mit zwei mittelständischen Unternehmen und der Ruhr-Universität Bochum in den nächsten drei Jahren einen Wirkstoff gegen den Krankheitserreger entwickeln. Für die Entwicklung gelten die Kriterien: hohe Wirksamkeit, gute Verträglichkeit und einfache Anwendbarkeit.

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Landwirtschaft entscheidend für die biologische Vielfalt –
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai 2008
während der UN-Naturschutzkonferenz

Eine nachhaltige Landwirtschaft ist nicht nur für den Erhalt der Biodiversität wichtig, sondern auch für die Ernährung der Welt und für nachhaltige Erwerbsmöglichkeiten in der Landwirtschaft. Auf diesen Zusammenhang haben Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Agrarstaatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Gert Lindemann zum heutigen Internationalen Tag der biologischen Vielfalt hingewiesen. „Eine zu intensive oder nicht angepasste Landwirtschaft kann die biologische Vielfalt allerdings auch in erheblichem Maße gefährden“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. „Landwirtschaft und Naturschutz müssen daher Lösungen finden, wie sie Hand in Hand zusammenarbeiten können, um den weltweiten Verlust der biologischen Vielfalt zu bremsen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Vertreterinnen und Vertreter aus 190 Staaten, die es in den kommenden Tagen zu lösen gilt.“

Staatsekretär Gert Lindemann sagte: „Biologische Vielfalt ist für die Menschen, aber im Besonderen auch für die Landwirte weltweit überlebenswichtig. Sie stellt die Grundvoraussetzung für die Produktion von Nahrungsmitteln und anderen Rohstoffen dar. Die genetische Vielfalt sichert außerdem Optionen für zukünftige Züchtungsarbeit und Potentiale zur Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit, die mit dem Verlust der genetischen Vielfalt unwiederbringlich verloren gehen.“

Die Vereinten Nationen haben den Tag der Biologischen Vielfalt ausgerufen, um die Menschen weltweit auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Thema „Biodiversität und Landwirtschaft“.
Er

findet während der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) in Bonn statt. In den Verhandlungen geht es auch um den wichtigen Beitrag, den die Landwirtschaft zum Erhalt der biologischen Vielfalt leistet. Derzeit bilden nur rund zehn Pflanzenarten und fünf Nutztierrassen die Basis der Welternährung. Zu Anfang des Jahrhunderts bauten indische Bauern noch 30.000 Reissorten an – heute sind es kaum mehr 30. Von den 63 in Deutschland vorkommenden Nutztierrassen werden 52 als „gefährdet“ bzw. „zur Beobachtung“ eingestuft.

Angesichts der globalen Entwicklungen, wie dem Klimawandel, der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln, der bis zum Jahre 2050 von heute etwa sechs auf voraussichtlich neun Milliarden Menschen anwachsenden Weltbevölkerung, ist die zukünftige Sicherung der Welternährung und damit einer leistungs- und anpassungsfähigen Landwirtschaft, die in gleichermaßen den Klima- und Naturschutzzielen gerecht wird, eine besondere Herausforderung.

Dafür müssen vor allem Potenziale für neue Märkte und Einkommensquellen durch innovative Produkte auf Grundlage der Arten-, Sorten- und Rassenvielfalt erschlossen werden. Diese Ziele gilt es auch hier in Bonn auf der UN-Naturschutzkonferenz in der Landwirtschaft zu verankern und die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

Tag des Öko-Landbaus

Öffentliche Gelder für Nachhaltigkeit und im Sinne der Konsumenten einsetzen – Ökolandbau bietet Politik Erfolgsbeispiele und Impulse

Beim diesjährigen Tag des Ökolandbaus des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in Berlin waren sich Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einig: Die gesellschaftlichen Zusatzleistungen der Landwirtschaft müssen angemessen entlohnt werden. Rege diskutiert wurde die Frage, wie die Politik ihre Steuerungsfunktion am nachhaltigsten gestalten könne und welche Rolle dem Ökolandbau dabei zukomme.

Keinen Zweifel an der Dimension der notwendigen Veränderungen ließ Professor Franz Josef Radermacher, Mitglied des Club of Rome: „Wir brauchen eine Revolution für ein Global Governance!“ Ohne weltweite verbindliche, gemeinsam entwickelte Standards drohe der ökologische Kollaps. Denn eine rasant wachsende Weltbevölkerung, der zunehmende Wohlstand und die sich verändernden Konsummuster in China und Indien, sowie die ungelöste Energiefrage verschärfen die dramatischen Flächenkonkurrenzen und Umweltprobleme. Der Ökologische Landbau sei ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens. Zudem stabilisiert der Ökolandbau sensible Böden der Tropen und Subtropen und trägt damit dort zu Ertragssteigerung und Ernährungssicherung bei. Allerdings müsse er sein Innovations- und Intensivierungspotential im Rahmen der ökologischen Grenzen ausschöpfen, um den Herausforderungen gewachsen zu sein.

Jörg Große-Lochtmann, Geschäftsführer der Marktgesellschaft der Naturland Betriebe, machte deutlich, dass der Ökologische Landbau verlässliche politische Rahmenbedingungen brauche, um seine Leistungen für die Gesellschaft erbringen zu können: „Solange es keinen Markt für diese öffentlichen Güter gibt, brauchen wir die Unterstützung der Politik!“

„Der Legitimationsdruck für die Politik steigt – aus öffentlichen Mitteln müssen auch öffentliche Güter entstehen“, betonte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW. Den Ökolandbau bezeichnete er als ein Agrar-Umweltprogramm, durch das effizient ein ganzes Bündel an gesellschaftlichen Zielen erreicht werden könne und an dem sich obendrein viele Verbraucher durch ihre Kaufentscheidung für Ökoprodukte beteiligten. „In Zeiten der von den Weltmärkten und der Energiepolitik veranlassten Intensivierung der Landwirtschaft brauchen wir zur Entlastung von Natur, Landschaft und Klima nicht weniger, sondern mehr solcher Programme“ forderte Löwenstein. Damit diese bei den veränderten Preisverhältnissen ihre Anreizfunktion erfüllen könnten, müssten sie allerdings neu berechnet werden. „Dafür wird mehr Geld erforderlich sein. Das kann nur durch eine Umschichtung innerhalb der Agrar-Mittel gewonnen werden – und das ist ebenso möglich wie nötig, denn eine reine Einkommensübertragung ohne Gegenleistung wird auf Dauer nicht zu begründen sein!“

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Beteiligten einig, dass eine Förderung der Landwirtschaft explizit an deren Zusatznutzen, wie etwa Ressourcenschonung, zu koppeln sei und dass der Ökologische Landbau solche Zusatzleistungen erbringe. Dennoch wurde die Frage, welchen Stellenwert der Ökolandbau in der in der Fördersystematik bekommen solle, kontrovers diskutiert.

Hiltrud Nieberg, Johann Heinrich von Thünen-Institut (VTI), betonte: „Ein Set an geeigneten Maßnahmen ist da. Sie müssen aber, z.B. innerhalb der Umweltprogramme, sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.“ Zudem müsse Ausbildung, Beratung und Forschung verstärkt gefördert werden. Kritik übte sie an den Ländern: „Die deutliche Kürzung der Umstellungsbeihilfen durch fast alle Bundesländer war ein fatales Signal.“

Thomas Dosch, Vorsitzender von Bioland, mahnte eine Neuberechnung der Prämien an: „Es kann nicht sein, dass konventionellen Bauern ein Ausgleich für Investitionen in tiergerechte Haltung gewährt wird, und Öko-Landwirten hierfür keine zusätzlichen Mittel zustehen, weil Tierschutz ohnehin zu den Leistungen des Ökolandbau gehört.“ Dosch betonte die Verantwortung und Lenkungswirkung der Politik beim Einsatz öffentlicher Gelder: „Wenn wir mehr gesellschaftliche Leistungen wollen, muss dafür gezahlt werden. Die Förderung nachwachsender Rohstoffe zeigt, wie schnell Veränderungen möglich sind.“

Auch Till Backhaus, Agrarminister Mecklenburg-Vorpommerns, kritisierte die negativen Folgen eines unökologischen Energiepflanzenanbaus und kündigte an, gegebenenfalls mit der Honorierung vielfältiger Fruchtfolgen gegenzusteuern. Zudem bekundete er seinen Willen, Vorpommern zu einer ökologischen Modellregion zu machen.

Ebenso wie dieser lehnte auch Gert Lindemann, Staatssekretär im BMELV es ab, vor 2013 weitere Mittel aus der 1. Säule umzuschichten. Beide Politiker sehen hierin eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe und wollen so Verlässlichkeit demonstrieren – demgegenüber erinnerte Thomas Dosch: „Auch diejenigen, die sich nach den Empfehlungen der Politik gerichtet haben, und in Programme der 2. Säule eingestiegen sind, haben Verlässlichkeit verdient!“ Lindemann will sich dafür einsetzen, dass nach 2013 die gekürzten Mittel der 1. Säule weiterhin landwirtschaftsnah eingesetzt werden. Lindemann weiter: „Eine bevorzugte Förderung einer bestimmten Wirtschaftsform ist nicht Ziel der deutschen Agrarpolitik.“ Im Grundsatz stimme er aber zu, dass die Mittel bevorzugt bei denen eingesetzt werden sollen, die die gesellschaftlichen Leistungen am besten erfüllen.

Verbraucher können nachhaltige Fischerei unterstützen

„Verbraucherinnen und Verbraucher können aktiv dazu beitragen, dass die weltweiten Fischbestände nachhaltig genutzt werden und auch für künftige Generationen erhalten bleiben,“ erklärte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesernährungsministerium anlässlich eines „Runden Tischs zur Nachhaltigen Fischerei“ gestern in Bonn.

Viele Fischbestände befinden sich in einem schlechten Zustand. Laut einer vor kurzem vorgelegten Studie der Welternährungsorganisation FAO sind etwa 25% bereits erschöpft, bei weiteren 50% besteht kaum noch Spielraum für eine Ausweitung der Fänge. Vor diesem Hintergrund diskutierten am Mittwoch Vertreter aus Politik, Fischwirtschaft, Handel sowie Umwelt- und Verbraucherverbänden auf Einladung des Bundesernährungsministeriums an einem „Runden Tisch“ über mögliche Wege hin zu einer nachhaltigeren Bewirtschaftung der lebenden Meeresressourcen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Maßnahmen zur besseren Information der Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass die drohende Überfischung nicht allein durch ständig neue Fangbeschränkungen bekämpft werden kann, sondern dass die Anstrengungen für eine nachhaltige Fischerei auch von der Nachfrageseite her unterstützt werden müssen. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollen sich bewusst für Erzeugnisse aus nachhaltiger Fischerei entscheiden können“, so Lindemann.

Die Teilnehmer am „Runden Tisch“ waren sich einig, dass dazu vor allem ein EU-einheitlicher Rahmen für eine klare und transparente Kennzeichnung von Erzeugnissen aus nachhaltiger Fischerei beitragen könnte. Bisher fehlen solche Bestimmungen.

Auch die in Deutschland jüngst ergriffenen Initiativen von Umweltverbänden und Fischwirtschaft, Fischereierzeugnisse mit genaueren Herkunftsangaben zu versehen, wurden von allen Beteiligten als ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Information der Verbraucherinnen und Verbraucher angesehen. So könnten diese gezielter auf Erzeugnisse aus Fanggebieten mit gesicherten Beständen zurückgreifen. Ware aus nicht nachhaltiger oder gar illegaler Fischerei wäre demgegenüber zunehmend schwieriger abzusetzen, mit dem erwünschten Ergebnis, dass derartigen Aktivitäten am Ende die wirtschaftliche Basis entzogen würde.

In den kommenden Monaten wollen nun alle Beteiligten gemeinsam konkrete Vorschläge entwickeln, wie diese Ideen in die Praxis umgesetzt werden können.