Gault Millau Baden-Würtemberg 2013

Insgesamt kommen von den 115 besten deutschen Köchen 24 aus Baden-Württemberg – das bedeutet Platz 1 vor NRW mit 18 und Berlin mit 12 Köchen –
Josef Bauer, der wie Harald Wohlfahrt oder Vincent Klink  zählt zu jenen 36 Köchen, die der Guide seit 30 Jahren bewertet –  Axel Krause aus Karlsruhe und Sebastian Prüßmann aus Pfinztal steigen in die Landesspitze auf

Der „souveräner, weltoffener und würzfreudiger“ gewordene Claus-Peter Lumpp vom Restaurant „Bareiss” in Baiersbronn kocht sich nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in die kulinarische Weltspitze. In ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 preisen ihn die Tester: „Mit neu erwachtem Selbstbewusstsein zeigt er deutliche Ansätze zu eigener Interpretation seines nach wie vor französisch-mediterran inspirierten Küchenstils. Die dekorative, tellerüberfüllende Verspieltheit scheint passé, seine für unseren Geschmack immer noch zu große Leistungsschau bei den Gerichten ist nun aber stimmig auf das Hauptprodukt bezogen.“

Er beeindruckte die Tester mit Gerichten wie seiner Seezungen-Komposition: Filets unter einer Haube von gebratenen Croûtons auf lauwarmen Scheiben von glasierter Wassermelone mit Passepierre-Algen, dazu im Glas ein mit orientalischen Gewürzen abgeschmecktes Ragout in einem Melonengranité, das die dezente Schärfe ideal und fruchtig einbindet, und ein Teller mit indisch aromatisiertem Kichererbsenpüree, gebratenen Zucchiniblüten, Dattelkompott und Minimaiskölbchen. Für solch „inspirierte Großaufwandsküche“ bekommt er vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 19 von 20 möglichen Punkten. Eine höhere Note haben nur 4 deutsche Köche.

17 Punkte erreichen erstmals Axel Krause von der „Oberländer Weinstube“ in Karlsruhe und Sebastian Prüßmann von der „Villa Hammerschmiede“ in Pfinztal bei Karlsruhe. Der „hochtalentierte junge Kochkünstler“ Krause demonstrierte „überschießende Kreativität in mediterraner Leichtigkeit oder rustikaler Landlust ohne verspielte Verrücktheiten. Großartig sein Hummer auf Passionsfruchtmus mit Erbsen und glasierten Karotten“. Bei Prüßmann „zieht sich durch fast alle Gerichte das Wechselspiel von deftig und fein, heimisch und weltläufig. So schmilzt Gänseleber betörend über dem Heilbutt mit Kartoffel-Risotto in Nussbutterschaum und purem Rahmspinat“.

Auf 16 Punkte und damit in jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, steigern sich
• Clemens Baader vom „Berghotel Baader“ in Heiligenberg (nahe Bodensee) mit „barocker Opulenz von den Hummer-Maultäschle über die ‚Fischfrüchtle‘ bis zu ‚Schäfers Stunde‘ mit Lammcarré in dichter Rotwein-Schalottensauce“,
• Steffen Disch von der „Rabenstube“ in Horben bei Freiburg durch „vielfältige Genüsse vom Traditionsmenü über schlotzige Schmankerln der Schmorküche bis zu mundwässernden vegetarischen Gerichten“,
• Gutbert und Marius Fallert vom „Fallert“ in Sasbachwalden, „bei denen auch ein kulinarisches Loblied auf die Beständigkeit des familiengeführten Traditionsgasthofs fällig ist“,

• Hermann Fritz vom „Drei König“ in Lörrach mit einer „famosen Gasthausküche, die das Echte und Ursprüngliche propagiert und auch vermeintlich Schlichtes hell erstrahlen lässt“,
• Tommy R. Möbius von der „Ente“ in Ketsch bei Heidelberg durch „raffinierte Kompositionen wie Matjes mit Eierstichterrine, Garnelenroulade und Kaisergranat auf hauchdünner Gurke“

• Klaus Neidhart vom „Gottfried“ in Moos bei Radolfzell mit „sehr geschmacksintensiven Kombinationen wie gebratener Aal, marinierter Kalbskopf und geschmorter Lauch im klassischen Bouillabaissefond mit goldbraun gerösteten Thymiankartöffele“
• Olaf Pruckner vom „Amtskeller“ in Mulfingen (Hohenlohe) durch „köstliche Küchengedichte aus Kaisergranat mit leicht süßlichem Basilikumsorbet oder geeiste Beeren auf Orangenstreusel und Vanille-Schmand“.
• Martin Scharff, der aus der Pfalz in die Heidelberger „Schlossweinstube“ wechselte und „in Deutschlands berühmtester Ruine gekonnt mit den Aromen spielt, perfekt die gebratene Taubenbrust in einer tiefgründigen Kaffeesauce mit Brokkoli und Marzipansalbei“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau im Ländle verteidigt seit 23 Jahren souverän der „nie nach vordergründigen Effekten haschende“ Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Tonbach dank „der unglaublichen Geschmacksintensität seiner Kreationen und des schon 32 Jahre währenden Kunststücks, sich und seine Küche immer wieder neu zu erfinden. Letzthin interpretierte er die sehr klassische Kombination aus Jacobsmuschel, Artischocken und Trüffel als fast schwarzes Viereck auf dem Teller: Die Meeresfrucht als kleines Tatar mit Artischocken und einer Artischocken- Trüffelemulsion, die das Ganze schwarz einfärbt.“ Für solche Kreationen bekommt er erneut 19,5 Punkte, die Höchstnote des Guides, und zählt damit zu den 4 besten Köchen in Deutschland.

Ihm folgen mit je 18 Punkten für herausragende Küchenleistungen
• Juan Amador vom „Amador” in Mannheim („unbändige Lust am Experimentellen, am Erforschen aromatischer Querverbindungen, an der De- und Neukonstruktion klassischer Gerichte“),
• Josef Bauer vom „Landgasthof Adler“ in Rosenberg („der bestrickende Charme dieser höchst subtilen Landgasthofküche reicht vom Gaisburger Marsch bis zum Kaisergranat mit Schweinekinn auf Oliven-Couscous“),
• Bernhard Diers vom „Schlossgarten“ in Stuttgart („alles klingt schlicht und kommt in ergreifender Zubereitung wie die Gänsestopfleber auf Schokoladen- Müsli mit Aprikose, Himbeer-Variationen und Macadamianüssen“).

Insgesamt stehen von den 115 besten deutschen Köchen (die mit 17 bis 19,5 Punkte bewertet sind) 24 in Baden-Württemberg am Herd – das bedeutet Platz 1 in der kulinarischen Bundesliga vor NRW mit 18 und Berlin mit 12 Köchen.
Eine besondere Ehrung wird Josef Bauer zuteil, der wie Wohlfahrt oder der SWR- Liebling Vincent Klink zu jenen 36 Köchen zählt, die der Guide seit 30 Jahren bewertet. Der für seine „zeitlos gute Küche“ gelobte Bauer präsentiert das traditionelle „Menü des Jahres“ unter dem Motto „30 Jahre Genuss“, Es serviert u. a. Salat von gerösteten Kutteln, Steinpilze, Flusskrebse sowie gebratene Entenstopfleber und Blutwurst auf Kohlrabi.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 180 Restaurants in Baden-Württemberg. 164 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder erstmals bewerteten Lokale „Zur Esche“ in Hinterzarten und „Gasthof zum Kranz“ in Lottstetten bei Waldshut (jeweils 14 Punkte) sowie „Drexlers“ in Freiburg, „Brauns“ in Stuttgart, „Gasthaus Schwanen“ in Stühlingen bei Schaffhausen und „Landgasthof Keller“ in Überlingen (je 13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau im Ländle 14 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 13 neu auf, 28 werden höher, 17 niedriger bewertet.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Baden-Württemberg

19,5 Punkte
Schwarzwaldstube in Baiersbronn-Tonbach

19 Punkte
Bareiss* in Baiersbronn-Mitteltal

18 Punkte
Amador in Mannheim
Landgasthof Adler in Rosenberg bei Crailsheim
Schlossgarten in Stuttgart

17 Punkte
Brenners Park-Restaurant in Baden-Baden
Gourmetrestaurant Schlossberg in Baiersbronn-Schwarzenberg Traube in Blansingen bei Lörrach
Landhaus Feckl in Ehningen bei Stuttgart
Zirbelstube in Freiburg
Oberländer Weinstube* in Karlsruhe
Ophelia in Konstanz
Raub’s Restaurant in Kuppenheim bei Baden-Baden
Da Gianni in Mannheim
Casala in Meersburg
Falconera in Öhningen/Bodensee
Villa Hammerschmiede* in Pfinztal bei Karlsruhe Waldhorn** in Ravensburg
Fuchshöhle in Bad Säckingen am Hochrhein Staufeneck in Salach bei Göppingen
Eisenbahn in Schwäbisch Hall
Hirschen in Sulzburg/Markgräflerland
Berlin’s Krone in Bad Teinach
Schwarzer Adler in Vogtsburg

*Aufsteiger ** Absteiger

 

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

offerta 2012 in Karlsruhe

Regionalgenuss auf der offerta 2012

Oliver Ruthardt vom Bareiss in Baiersbronn, Stéphan Bernhard von Le Jardin de France in Baden-Baden, Sebastian Prüßmann von der Villa Hammerschmiede in Pfinztal und Jörg Lawrenz vom Walk’schen Haus in Weingarten und Sören Anders vom Klenerts Restaurant kochen auf der Offerta Messe in Karlsruhe

Tipps für die eigene Küche können Besucherinnen und Besucher täglich in der Mittagszeit im BNN-Kochstudio auf der offerta (27. Oktober bis 4. November 2012 in der Messe Karlsruhe) erhalten. Sterneköche bekannter Gourmet-Restaurants, Köche mit der Liebe zur saisonalen Frische-Küche und Spezialisten der italienischen Küche lassen sich beim Kochen zuschauen. Unter den Sterneköchen sind Oliver Ruthardt vom Bareiss in Baiersbronn, Stéphan Bernhard von Le Jardin de France in Baden-Baden, Sebastian Prüßmann von der Villa Hammerschmiede in Pfinztal und Jörg Lawrenz vom Walk’schen Haus in Weingarten vertreten. Auch gibt Sören Anders vom Klenerts Restaurant auf dem Turmberg in Karlsruhe – aktuell der jüngste Koch Deutschlands, der einen Stern erreicht hat – Einblicke in seine Kochkunst. Badische und pfälzische Winzer bieten zum jeweiligen Gericht einen Wein aus der Region an und erklären, warum dieser Wein gerade besonders gut zum Essen passt. Sowohl vom Gericht als auch vom Wein können Interessierte kosten. Der Hörfunkjournalist Andreas Dohms, selbst leidenschaftlicher Hobbykoch, moderiert das Schaukochen.

Die Rezepte des Schaukochens gibt es im offerta-Rezeptheft zum Nachlesen. Weiterhin sind Informationen über die Restaurants und die Winzer enthalten. Das offerta-Rezeptheft liegt bei den Restaurants und Winzern, die am BNN-Kochstudio beteiligt sind, in den BNN-Geschäftsstellen sowie auf der offerta aus.

Das Programm des Schaukochens ist unter www.offerta.info zu finden.

"betrifft: Billige Brötchen"

In ganz Deutschland gibt es sie: Backshops, die billige
Brötchen anbieten. Die Selbstbedienung lockt mit tiefen
Preisen und stellt eine enorme Konkurrenz für die
traditionellen Bäckereien dar. Manche sind diesem Druck
nicht mehr gewachsen, wie das Ehepaar Müller aus Karlsruhe.
Ihr Familienbetrieb weicht dem Druck der Billigkonkurrenten.
„betrifft“ begibt sich auf die Spur der Teiglinge, am 14.
Dezember um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

Susanne und Peter Müller aus Karlsruhe schließen ihre
Bäckerei. Jahrelang hatte das Ehepaar täglich 13 Stunden
geschuftet – jetzt müssen sie dem Druck der Billigbäcker
weichen. Wie den Müllers erging es im vergangenen Jahr 1.300
Bäckereibetrieben in Deutschland. Das traditionelle Handwerk
scheint am Ende zu sein. Doch wer backt anstelle der Müllers
und der anderen Betriebe mittlerweile die Ware? Die Branche
der Billigbäcker müht sich, nach außen ein Image von
Tradition und Handwerk zu wahren. In Wirklichkeit aber legen
ihre Produkte Tausende von Kilometern zurück. Tiefgefrorene
Teiglinge, irgendwo in Europa produziert, werden in
Backshops oder Bäckereien vom Verkaufspersonal fertig
gebacken. Die Branche lässt sich ungern in die Karten
schauen. Moderne Backwaren sind zunehmend auch High-Tech-
Produkte der Lebensmitteltechnik. Um den komplexen
Anforderungen industrieller Massenproduktion zu genügen,
muss die Branche zu raffinierten Tricks und Techniken
greifen. Auf der Spur der Teiglinge reist „betrifft“ durch
Großbäckereien in Deutschland und Polen, durch die Labore
der Hamburger Mühlenchemie sowie des dänischen
Backmittelherstellers Novozymes. Und begleitet den
Karlsruher Bäcker Peter Müller nach 30 Berufsjahren bei der
Abwicklung seines Betriebes.

Die Dokumentation „betrifft: Billige Brötchen“ läuft am
Mittwoch, den 14. Dezember um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.
Journalisten finden den Film vorab im passwortgeschützten
Vorführraum im SWR-Presseportal unter:
www.presseportal.swr.de

Die SWR-Dokumentationsreihe „betrifft“ ist immer mittwochs
um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen. Die 45-minütigen
Filme befassen sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten
Themen, die zugleich ein breites Publikum ansprechen.

Die Spur der Teiglinge – Am 14. Dezember um 20.15 Uhr im SWR
Fernsehen

Marcel Kazda

 

Interview

  1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Genießer?
    Jemand der Spaß an schönen Dingen im Leben hat – Essen, Trinken, Leidenschaft, Qualität!
  2. Mit wem würden Sie gern mal ein Menü kochen?
    Will Smith
  3. Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?
    Mit Mel Gibson und meiner Frau…Atelier de Robouchon in Paris
  4. Welches ist ihr Lieblingsfisch und wie zubereitet?
    Steinbutt im Ganzen – auf Rebholz gegrillt mit Olivenöl aus der Provence.
  5. Ihr Hauptcharakterzug?
    Ehrgeiz und Zielstrebigkeit
  6. Ihr Motto?
    „Kochen bedeutet leben…doch vor allem es zu lieben!“
  7. Ihr Lieblingsgericht?
    Gebratene Kalbsleber mit Balsamico-Schalotten-Schmorapfel-Ragout und Selleriepüree
  8. Was essen Sie überhaupt nicht?
    Rote Beete und Mangold
  9. Was wollten sie als Kind partout nicht Essen?
    Frische Erbsen und Karotten (ich wollte immer nur die weichen aus der Dose).
  10. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?
    Omas handgeschabte Spätzle mit Tomatensauce und „Mehlklumpen“(Old School…).
  11. Welche regionale Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
    Friedrich Weinbrenner
  12. Welche regionale Spezialität mögen Sie am liebsten?
    Rahmblättle mit Saitenwürstle
  13. Ihr Lieblingsrestaurant in der Region?
    Oberländer Weinstube
  14. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb der Region?
    Rutz Weinbar
  15. Welchen Küchenchef (lebend) bewundern Sie am meisten?
    Wolfgang Müller – Vater meiner Gourmetkochkunst, er hat es in mir geweckt und mir die Chance gegeben – das werde ich nie vergessen!
  16. Der ideale Chef muss wie sein?
    Fair, fordernd, fachlich und überzeugend
  17. Der ideale Sous Chef muss folgende Eigenschaften haben?
    Er muss meinen Kochstiel verstehen und ich muss darauf vertrauen können, dass er jedes Essen so schickt und abschmeckt wie ich es gerne hätte. Er muss mir den Rücken frei halten…und was kochen angeht, genau so ein Freak sein wie ich…
  18. Welche Fehler in der Küche entschuldigen Sie am ehesten?
    Wenn sie aus Unwissenheit gemacht werden!
  19. Ihr größter Fehler?
    Manchmal nicht konsequent genug und manchmal sehr stur!
  20. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Köchinnen am meisten?
    Nur durch ihre pure Anwesenheit steigt der erotische Flair in der Küche – ich bin selber mit einer Köchin verheiratet.
  21. Ihr Lieblingsurlaubsland oder Region?
    Südfrankreich – Provence
  22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
    Vietnam
  23. Ihr Lieblingsgetränk?
    Gin Lemon mit Monkey 47 Gin und Champagner
  24. Ihr Lieblingswein?
    MEMORIAN – Rotwein Cuvée aus der Pfalz in Gedenken an Lars Rutz
  25. Champagner genieße ich am liebsten ( wo und wann )?
    Mit alten Kollegen die wahre Freunde sind – wo ist egal – Hauptsache kalt!
  26. Ihr heimliche Leidenschaft?
    Essen gehen mit meiner Frau
  27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
    Kochen und mit meiner kleinen Tochter spielen!
  28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
    Hummeldumm von Tommy Jaud
  29. Wie viele Kochbücher haben Sie?
    Ca. 250
  30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
    Die letzte Festung mit Robert Redford
  31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
    Dass man sich wochenlang nicht hört und dann gleich aber an alte Zeiten anknüpft. Wenn ich sie brauche, sollten sie da sein – zu jeder Tageszeit!
  32. Nachhaltigkeit in der Küche bedeutet für mich?
    Frische und regionale Produkte zu beziehen um den Gast das Beste zu bieten!
  33. Was war Ihre schlimmste Küchenpanne?
    Zu meiner Lehrzeit habe ich mal ein Filet-Toast direkt aus der Mikrowelle geschickt – da 140 Essen parallel vorbereiten musste – mir fehlte die Zeit – es kam aber keine Reklamation.
  34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht in der Küche verbringen?
    Mit allen meinen Freunden – bei guter Musik und Champagner!

 

„Kochen bedeutet leben…doch vor allem es zu lieben!“
Marcel Kazda
Restaurant „garbo“
Hotel Eden
Bahnhofstrasse 15-19
76137 Karlsruhe

http://www.hoteleden-karlsruhe.de/

http://www.kulinarisches-interview.de/main/reservieren/137/index.html

Name:
Kazda
Vorname:
Marcel
Geburtstag:
29.03.1978
Geburtsort:
Karlsruhe
Wohnort:
Seltz im Elsass

Stationen

Hotel Eden – Restaurant „garbo“, Karlsruhe

Hotel & Restaurant Kaiserhof, Karlsruhe
Grand Hotel Esplanade – Restaurant „Harlekin“, Berlin
Hotel & Restaurant Kaiserhof, Karlsruhe
Restaurant Zimmer/Sengel, Strasbourg
Schlosshotel Bühlerhöhe, Baden-Baden
Hotel & Restaurant Kaiserhof, Karlsruhe

Jens Darsow / kulinarisches Interviews http://www.kulinarisches-interview.de/

Sebastian Prüßmann

Sebastian Prüßmann wechselt zum 1. Mai vom Schlosshotel Lerbach ins Badische. Der ehemalige Souschef von Nils Henkel, der ein Jahr lang die Brasserie Coc au vin und den Bankettbereich des Hotels geleitet hat, wird Chefkoch in der noblen Villa Hammerschmiede bei Karlsruhe.

„Es fällt mir wirklich schwer, diesen wunderschönen Arbeitsplatz in Gladbach zu verlassen“, gibt der 30-Jährige zu. „Es war eine tolle Herausforderung, ich habe viel gelernt und mich hier sehr wohl gefühlt.“ Der Leverkusener, der bei Bayer gelernt hat, war über München in Nils Henkels Sterneküche gekommen.

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Kölnischen Rundschau:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296684898804.shtml

Sören Anders

Sören Anders – jüngster Sternekoch Deutschlands
Ein Blick in den „Guide Michelin“ genügt, um sich zu überzeugen: Karlsruhe hat einen Sternekoch – und zwar den jüngsten Deutschlands. Sören Anders heißt der erst 25-jährige Meisterkoch, der seine kulinarischen Kreationen den Gästen in der Oberländer Weinstube serviert. Trotz des Medienrummels hat der neue Stern am Kochhimmel keine Starallüren: „Ich steh‘ auch mal an der Spüle.“

Lesen Sie die gesamte Story über Sören Anders:
www.ka-news.de/nachrichten/profil/Soeren-Anders-juengster-Sternekoch-Deutschlands;art93,546237

Sören Anders

 

  1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Genießer?
    Spaß beim Essen
  2. Mit wem würden Sie gern mal ein Menü kochen?
    Eckart Witzigmann
  3. Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?
    Mit Catherine Zeta Jones in das Restaurant Alinea / Chicago
  4. Welches ist ihr Lieblingsfisch und wie zubereitet?
    Rheinzander – gebraten mit Roter Beete und Topinambur
  5. Ihr Hauptcharakterzug?
    Ehrlichkeit
  6. Ihr Motto?
    „Der Vogel macht die Musik – nicht der Käfig!“
  7. Ihr Lieblingsgericht?
    Eierpfannkuchen von Mama
  8. Was essen Sie überhaupt nicht?
    Seeteufelleber
  9. Was wollten sie als Kind partout nicht Essen?
    Rosenkohl
  10. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?
    Eierpfannkuchen
  11. Welche regionale Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
    Wolfgang Rihm
  12. Welche regionale Spezialität mögen Sie am liebsten?
    Rehrücken „Baden-Baden“
  13. Ihr Lieblingsrestaurant in der Region?
    Hammers Restaurant und der Eierhuber in Karlsruhe
  14. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb der Region?
    L’Arnsbourg von Jean Georges Klein
  15. Welchen Küchenchef ( lebend ) bewundern Sie am meisten?
    Helmut Thieltges
  16. Der ideale Chef muss wie sein?
    Korrekt
  17. Der ideale Sous Chef muss folgende Eigenschaften haben?
    Menschlichkeit den Angestellten gegenüber und Sympathie gegenüber dem Chef
  18. Welche Fehler in der Küche entschuldigen Sie am ehesten?
    „Ich brauche noch 2 Minuten!!“ – lieber reden als nichts sagen…
  19. Ihr größter Fehler?
    Manchmal nicht konsequent genug
  20. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Köchinnen am meisten?
    Feinfühligkeit
  21. Ihr Lieblingsurlaubsland oder Region?
    Seychellen – ich war noch nie da, ist aber ein Traum
  22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
    Neuseeland
  23. Ihr Lieblingsgetränk?
    Gin Tonic mit Hendrick’s Gin
  24. Ihr Lieblingswein?
    Rioja
  25. Champagner genieße ich am liebsten ( wo und wann )?
    Im Bett…mit Croissant und Himbeermarmelade
  26. Ihre heimliche Leidenschaft?
    Jagen
  27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
    Kochen
  28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
    Der Koch von Martin Suter
  29. Wie viele Kochbücher haben Sie?
    Ca. 400-500
  30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
    Bourne Identität – Teil 1
  31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
    Dass sie trotz meiner wenigen Zeit zu mir stehen
  32. Nachhaltigkeit in der Küche bedeutet für mich?
    Ich ziehe alle Produkte aus der Region immer vor, obwohl die Qualität an erster Stelle stehen muss
  33. Was war Ihre schlimmste Küchenpanne?
    Als ich beim Jörg Sackmann gekocht habe, hatte ich mein Handy in der Brusttasche stecken. Beim Abpassieren der Brühe ist mir das Handy genau in den Topf mit der Brühe gefallen. Glücklicherweise ging es noch…
  34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht in der Küche verbringen?
    Mit meinen Freunden
Sören Anders
Oberländer Weinstube
Akademiestraße 7
76133 Karlsruhe

http://www.oberlaender-weinstube.de/
http://www.kulinarisches-interview.de/main/reservieren/102/index.html


Name:
Anders
Vorname:
Sören
Geburtstag:
08.12.1985
Geburtsort:
Siegen
Wohnort:
Karlsruhe

Stationen

Oberländer Weinstube, Karlsruhe
Jörg Sackmann, Baiersbronn
Restaurant „La Vie“, Osnabrück
Restaurant „Sonnora“, Wittlich
Ausbildung zum Koch im Westerwald

Jens Darsow / kulinarisches Interviews http://www.kulinarisches-interview.de/

Job-Chancen über den Wolken

Germania sucht 50 Flugbegleiter in Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Hannover und Bremen – Neuer Standort am Bodensee-Airport

Karriere-Chancen zum Abheben: Die Fluggesellschaft Germania expandiert weiter und sucht zum 1. April 2011 insgesamt 50 neue Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter für Standorte im gesamten Bundesgebiet. Neben einer hervorragenden Ausbildung bietet die Berliner Airline einen abwechslungsreichen, attraktiven Arbeitsplatz in einem motivierten Team. Die neuen Kabinen-Crews starten von den Stationen in Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Hannover und Bremen zu Flügen im gesamten Germania-Streckennetz.

Am Bodensee-Airport in Friedrichshafen hatte Germania Ende Februar die Stationierung eines Fluggeräts bekanntgegeben. Der Jet startet im Sommer im Auftrag des Reiseveranstalters Thomas Cook zu beliebten Urlaubsdestinationen auf die Kanarischen Inseln, nach Griechenland, Palma de Mallorca und in die Türkei. An diesem neuen Standort sucht Germania besonders viele Flugbegleiter.

Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein, eine abgeschlossene Berufsausbildung absolviert haben, sehr gutes Englisch sprechen und über eine gute Allgemeinbildung sowie gepflegtes Äußeres verfügen. Besonderes Augenmerk legt Germania bei der Auswahl der Kabinen-Mitarbeiter auf Eigenschaften wie Einsatzbereitschaft, Serviceorientierung und Teamfähigkeit. Bewerbungen sind ausschließlich per Email an bewerbung.kabine@germania.aero erwünscht. Weitere Informationen zum Job sowie zum Unternehmen Germania sind unter www.flygermania.de abrufbar.

Germania gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten deutschen Airlines und fliegt im Auftrag renommierter Reiseveranstalter zu überwiegend touristischen Destinationen. Das Unternehmen beschäftigt an acht Standorten rund 250 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.

Die Germania Fluggesellschaft mbH mit Sitz am Flughafen Berlin-Tegel bedient die drei Geschäftsfelder Leasing, Charter und Einzelplatzverkauf. Das Streckennetz der unabhängigen Fluggesellschaft umfasst gegenwärtig über 30 internationale Destinationen. Im Geschäftsjahr 2010 beförderte Germania mit ihren Flugzeugen mehr als 2,2 Millionen Passagiere. Die Germania betreibt aktuell 15 Jets vom Typ Boeing 737, die teilweise im Wet-Lease für andere Fluggesellschaften fliegen, sowie einen Airbus A319. Seit Unternehmensgründung im Jahre 1979 ist Germania in der Branche durch ihre hohen Ausbildungs- und Qualitätsstandards in den Bereichen technische Wartung, fliegendes Personal und Service fest etabliert. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe rund 600 Mitarbeiter an acht Standorten. Weitere Informationen unter www.flygermania.de .

Restaurantführer Gusto setzt bundesweit Akzente

Das Feld der Gourmetkritik wird in Deutschland seit Jahrzehnten sehr statisch von einer Hand voll Restaurant-Guides regiert, die bei Köchen und Feinschmeckern äußerst unterschiedliche Reputation genießen. Jetzt kommt mit dem kulinarischen Reiseführer Gusto viel frischer Wind in die Szene.

In diesen Tagen ist Gusto Deutschland 2011 erschienen – die erste bundesweite Gesamtausgabe des kulinarischen Reiseführers, der sich innerhalb der letzten Jahre bereits in Bayern und Baden-Württemberg einen guten Namen gemacht hat. Kompetenz und redaktionelle Unabhängigkeit des Gusto-Führers sind innerhalb der Gastronomie- und Gourmetszene bekannt und anerkannt.

Für die stetig wachsende Reputation des Gusto-Führers wird nicht unerheblich sein, dass die Gastronomie hier ausnahmslos nichtwerben darf. Sogar alle veröffentlichten Fotos sind rein redaktioneller Art und werden nicht von den jeweiligen Gastronomen bezahlt. Das wahrt Redaktion und Verlag die Unabhängigkeit und schließt bei der Beschreibung und Bewertung der Restaurants finanzielle Interessen aus. Die aufgeführten Betriebe wurden anonym und ohne vorherige Absprache aufgesucht, die Rechnungen bezahlt. Eine Empfehlung in Gusto kann von Seiten der Gastronomie also nicht erkauft, aber auch nicht verhindert werden.

Moderne und nachvollziehbare Restaurantkritik für anspruchsvolle Genießer

Die als stimmig und sehr verlässlich geltenden Urteile und Bewertungen der Gusto-Tester (keine ehemaligen Berufsköche, sondern international erfahrene Feinschmecker) werden von vielen Menschen, denen es beim Essengehen auf Qualität und Originalität ankommt, als zuverlässige Orientierungshilfe genutzt. Hauptaugenmerk wird auf die Qualität der Produkte, die handwerkliche Umsetzung, die Kreativität und Originalität der Küche, sowie auf das gebotene Preis-/Genuss-Verhältnis gelegt. Die Redaktion setzt beim Testen auf ein Rotationsprinzip, so dass möglichst die Eindrücke verschiedener Mitarbeiter in die Bewertungsfindung einfließen und nicht ein Restaurant jahrelang von ein und demselben Tester besucht wird. Durch diese bundesweiten Quervergleiche wird größtmögliche Objektivität gewährleistet. Die Bewertungen sind transparent, verständlich und werden fair argumentiert dargestellt – keine Boulevard-Kritik, aber auch keine wenig aufschlusseichen, austauschbaren Textfragmente.

„Gusto-Pfannen“ für die besten Küchen des Landes

„Statt mit Sternen, Hauben oder Kochlöffeln zeichnet der Gusto-Führer die besten Küchen traditionell mit Pfannen aus – die Skala der Auszeichnungen reicht von 5 bis maximal 10 Pfannen. Bereits in einem mit 5 Pfannen bewerteten Restaurant bekommt man eine sehr gute Küche geboten und selbst in Restaurants, deren kulinarische Darbietungen nach Meinung der Gusto-Tester unter der 5-Pfannen-Hürde liegen, kann man von einem überdurchschnittlichen Niveau ausgehen.

Christian Bau aus Nennig im Saarland ist Koch des Jahres

In der Laudatio heißt es: „Mit dem konsequenten Verzicht auf eine klassische Speisekarte und der Einführung der “Carte blanche” hat Christian Bau im vergangenen Jahr nicht nur einen äußerst mutigen Schritt gewagt, sondern gleichzeitig das Niveau seiner ohnehin schon erstklassigen Küche nochmals deutlich angehoben. Wer ein klein wenig Aufgeschlossenheit mitbringt und sich auf das Überraschungsmenü in Schloss Berg einlässt, erfährt dort schlichtweg atemberaubende Kochkunst, die hierzulande aktuell nur schwer zu übertreffen sein dürfte. Die Kreationen des sympathischen Qualitätsfanatikers und sensiblen Aromentüftlers haben zwischenzeitlich nicht nur internationales Format, sondern auch eine völlig eigene, individuelle Handschrift. Bravourös gelingt ihm der schwierige Balanceakt, innovationsfreudige und konservative Esser gleichsam zu begeistern, indem er sehr nah und geschmackssicher am (erstklassigen!) Produkt bleibt, dieses aber enorm spannungs- und facettenreich interpretiert. Trotz aller Leichtigkeit und der Vorliebe für asiatische Produkte und Aromen haben seine kulinarischen Meisterwerke stets die Tiefe und Komplexität generöser europäischer Grande cuisine.“

Peter Maria Schnurr vom Falco in Leipzig ist Aufsteiger des Jahres

„Dass Peter Maria Schnurrs äußerst innovative, um nicht zu sagen eigenwillige Küche stark polarisiert, liegt auf der Hand. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt – und wer es jedem recht machen will und zu viele Kompromisse eingeht, läuft Gefahr, im Mainstream unterzugehen. Im Falle des gebürtigen Badeners, der hoch über der Sachsen-Metropole im 27. Stock des Westin Leipzig überraschende kulinarische Feuerwerke abfackelt und das Gesamtniveau seiner Kochkunst in jüngster Zeit wieder deutlich steigern konnte, wäre es besonders schade, wenn dieser seiner Kreativität nicht konsequent freien Lauf lassen würde. Schnurr, der kompromisslos nur die besten und exklusivsten Produkte einsetzt, besitzt nämlich die seltene Gabe, wirklich virtuos mit vermeintlich gegensätzlichen Aromen jonglieren zu können. Dass er damit nicht jedem imponieren kann und vielleicht das eine oder andere Mal sogar etwas über das Ziel hinausschießt, liegt in der Natur der Sache. Wir halten seine Küche jedenfalls für eine der derzeit spannendsten in Deutschland und können das Kulinarium im Falco nur wärmstens empfehlen, wenn unkonventionelle Geschmackserlebnisse auf handwerklich und qualitativ höchstem Niveau gefragt sind.

Sören Anders, Oberländer Weinstube in Karlsruhe, ist Newcomer des Jahres

„Der frischgebackene Meisterschulabsolvent zeichnet seit Frühjahr 2010 in der Oberländer Weinstube in Karlsruhe zum ersten Mal in seiner Laufbahn als Küchenchef verantwortlich und bringt seither viel frischen Wind in die herrlich nostalgische Traditionsadresse von Patron Peter Rinderspacher. Der 24-jährige, der sich Kreativität und Feinschliff bei Größen wie Jörg Sackmann, Helmut Thieltges und Thomas Bühner holte, hat genug Talent und Feuer, irgendwann selbst ganz weit oben zu stehen. Auch einen großen Teil seiner Freizeit widmet Sören Anders der Kulinarik, holt sich als Restaurantgast oft und gerne Inspiration bei den kreativsten Kollegen des Landes und betreibt als Hobby auch noch einen Gewürzversand. Starke Aromen prägen auch seine eigenen Gerichte, die stets klar strukturiert und einfallsreich daherkommen. Manches wirkt vielleicht noch ein wenig ungehobelt, doch zeugt bereits jeder Teller ganz unmissverständlich davon, das hier ein Könner am Werk ist, der gerade sehr erfolgreich begonnen hat, an einem eigenen Stil zu feilen. Von Sören Anders wird künftig noch viel zu hören sein!

Gusto Deutschland 2011(ISBN 978-3-938662-20-5 ), Verlag gusto media, 464 Seiten, 24,90 Euro

Sören Anders

Kalbfleisch mit Lakritz und Loup der Mer mit Anis und Fenchel – mit solch gewagten Kombinationen hat es der 24-jährige Sören Anders aus dem Restaurant Oberländer Weinstube in Karlsruhe zum jüngsten Sternekoch Deutschlands gebracht

Nur wenige ergattern die Auszeichnung in so jungen Jahren. Holger Stromberg – er bekocht unter anderem die Fußballnationalmannschaft – schaffte es mit 23, Fernsehkoch Ralf Zacherl mit 26.

Lesen Sie die ganze Story bei Niko:
www.nikos-weinwelten.de/home/beitrag/archive/2010/december/01/juengster_sternekoch_im_michelin_2011_kommt_aus_weinstube/index.htm