Servicezeit: Essen & Trinken

Arganöl – das Gold Marokkos
Nussig, aromatisch und dabei noch sehr gesund – das naturbelassene Öl aus den Früchten der marokkanischen Arganbäume ist bei Feinschmeckern und Naturmedizinern gleichermaßen hoch im Kurs. Wie wird es gewonnen, und wofür lässt es sich verwenden?

Folsäure – kritisches Vitamin
In Deutschland sind viele Menschen mit Folsäure unterversorgt. Problematisch ist die schlechte Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin vor allem in der Schwangerschaft, da ein Mangel zu schweren Schäden beim Fötus führen kann. Ein ausreichender Folsäurespiegel ist aber auch für alle anderen Bevölkerungsgruppen wichtig, da er das Herzinfarktrisiko senken kann. Einige Experten plädieren nun dafür, Grundnahrungsmittel generell mit Folsäure anzureichern. Andere halten Aufklärungskampagnen für den besseren Weg.

Aromatische Heuküche
Auf einer naturbelassenen Bergwiese findet man über 100 verschiedene Kräuter. Was sonst nur dem Milchvieh vorgesetzt wird, haben Köche aus den Alpen nun für kulinarische Delikatessen entdeckt: Aromatische Kräuter als Basis für die ‚Bergwiesensuppe‘, den ‚Braten im Heubett‘ oder den ‚Hayball‘, einen Cocktail mit Heusirup.

Glasverschluss für Wein: Korkgeschmack adé
Der echte Naturkorken auf der Weinflasche bekommt immer stärkere Konkurrenz. Denn viele Winzer sind es inzwischen leid, ganze Chargen mit Korkgeschmack zu entsorgen und die damit verbundenen Verluste hinzunehmen. Glasstopfen sind die neueste Alternative. Sind sie wirklich empfehlenswert? Welche Erfahrungen haben Weinwissenschaftler, Produzenten und Weinfreunde bisher damit gemacht?

Bio-Supermärkte als Trendsetter
Erst vor ein paar Jahren wurden die ersten Bio-Supermärkte hierzulande eröffnet, heute gibt es schon rund 280 Filialen bundesweit. Sie decken inzwischen ein Fünftel des Naturkosthandels ab, und ihre Umsatzzuwächse liegen weit über dem Branchendurchschnitt. Bio-Supermärkte entsprechen dem Zeitgeist, verbinden Gesundheit, Genuss und Lifestyle.

WDR, Freitag, 07.07., 18:20 – 18:50 Uhr

Schloss-Urlaub – Schlossherr auf Zeit

Einmal Schlossherr oder Burgfräulein sein – romantischer geht es kaum. Zumindest auf Zeit ist das nun mit www.urlaubstage.de möglich. Die Online-Plattform hat ein Spezial-Verzeichnis „Schloss-Urlaub“ eingerichtet, das die altertümlichen Herrschaftssitze in Deutschland bündelt und so dem Urlauber die Suche nach dem königlichen Gemach erleichtert.

Eine völlig neue Erfahrung ist der Urlaub in einem Schloss oder einer Burg. Einmal das Leben mit anderen Augen betrachten und in unbekannte Rollen schlüpfen. Eintauchen in eine Welt fern dem Alltag, abschalten und die völlige Ruhe genießen; den Schlosspark durchstreifen; zwischen alten, knorrigen Bäumen umherwandeln, die vor vielen Generationen gepflanzt worden sind oder sich lukullischen Genüssen hingeben.

Es gibt eine Fülle von Schlössern in Europa und in vielen, auch privaten, kann man Urlaub machen. Was in Italien und Frankreich üblich ist, lockt inzwischen auch deutsche Feriengäste an. Nicht nur Paare entscheiden sich für diese Art von Urlaub. Er bietet vielmehr auch Familien mit Kindern neue Anreize und Abenteuer. Ob Wasserschloss oder altertümliche Burg, Herrenhaus oder Rittergut, das Angebot der fürstlichen Unterkünfte unter www.urlaubstage.de ist vielfältig – passend für die Kleinsten bis hin zu Senioren.

Preise und Verfügbarkeit erfährt der Urlaubstages-Suchende in wenigen Mausklicks. Einfach das Spezial-Verzeichnis „Schloss-Urlaub“ anklicken und schon erhält man die entsprechenden Angebote. Für die Pflege der Belegungspläne sind die Anbieter selbst verantwortlich, da aber die Kontakt-Adressen angegeben sind, kann jederzeit direkt nachgefragt werden. Der Urlaubssuchende kann zudem mehrere Domizile auswählen, vormerken und per Sammelanfrage kontaktieren.

www.urlaubstage.de

Sea Cloud – 75 Jahre

Sonderheft „Schümanns Hamburger“
Im April 1931 lief die inzwischen legendäre SEA CLOUD als größte private Segelyacht der Welt auf der Germania Werft in Kiel vom Stapel.

Nach einer wechselvollen Geschichte kreuzt der nostalgische Windjammer heute als 5-Sterne-Kreuzfahrtschiff durch das Mittelmeer und die Karibik.

Zum 75sten Geburtstag brachte der Hamburger Schümann-Verlag eine Sonderausgabe seiner Reihe „Schümanns Hamburger“ heraus, die auf 84 Seiten die einzigartige und spannende Geschichte der SEA CLOUD erzählt. Autor Tim Holzhäuser zeichnet amüsant und lesenswert die „Sieben Leben der SEA CLOUD“ nach und stellt Menschen vor, die als Eigner, Gäste oder Besatzungsmitglieder eine besondere Beziehung zu der Viermastbark haben.

Faszinierend und reizvoll sind sowohl die historischen schwarz-weiß Aufnahmen, wie die farbigen Impressionen, die zeigen, warum die SEA CLOUD nach Meinung von Experten auch heute noch das schönste Kreuzfahrtschiff der Welt ist.

Das SEA CLOUD-Sonderheft gibt es zum Preis von 6 EUR an ausgewählten Kiosken, beim Verlag www.schuemanns-hamburger.de und in der SEA CLOUD-Boutique unter www.seacloud.com

Currywurst mit Pommes a la Tim

Ein windschiefes Häuschen inmitten einer Großbaustelle ist Hamburgs jüngster Gastronomie-Hot-spot: Vor zwei Wochen erst hat Tim Mälzer, TV-Koch („Schmeckt nicht, gibt’s nicht“) und Restaurantchef („Das Weiße Haus“), die letzte „Kaffeeklappe“ im Hafen wieder eröffnet, die „Oberhafen-Kantine“ am Klostertor – und schon brummt der Laden wieder, fast wie zu Zeiten der legendären Anita Haendel.

Die resolute und dabei liebenswerte Wirtin hatte den Imbiß für Hafenarbeiter an der Oberhafenbrücke bis zu ihrem Tod 1997 geführt. Danach war Tristesse im zweistöckigen Klinkerbau, das Häuschen drohte einzustürzen. Doch dann kaufte der Unternehmer Klausmartin Kretschmer 2002 das inzwischen denkmalgeschützte Gebäude und ließ es baulich absichern. Als Partner für das unkonventionelle Kultobjekt konnte er Tim Mälzer begeistern, der seiner Mutter Christa in der „Oberhafen-Kantine“ ein kleines gastronomisches Reich schaffen wollte.

Lesen Sie den gesamten Bericht von Dieter Braatz in DIE WELT:
www.wams.de/data/2006/05/14/886620.html

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www.gourmet-report.de/die-welt

Fastfood – Lesenswert!

Der Trend zu ungesunden Ernährungsgewohnheiten hat
sich deutlich verstärkt. Zu diesem Schluss kommt der Report
„Ernährungsrisiken“, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute in
Berlin vorgestellt hat. Ihr Fazit: Zwar sind die Menschen inzwischen
bestens über gesunde Ernährung informiert und haben gute Vorsätze (98
Prozent), können sich den einschleichenden Gewohnheiten einer
globalisierten „Fastfood to go“-Gesellschaft aber immer weniger
entziehen. Schon die Gruppe der über 40-Jährigen leidet heute
überwiegend an Übergewicht. Besonders Besorgnis erregend ist die
Entwicklung bei den unter 25-Jährigen: Hier vereint sich Desinteresse
an gesunder Ernährung mit einer starken Tendenz zu Fastfood und
ungesunder Schnelllebigkeit.

„Die Untersuchung zeigt, dass ein negativer Trend, der in Amerika
etwa ein halbes Jahrhundert gebraucht hat, sich hier in Deutschland
innerhalb kürzester Zeit ausbreitet“, sagte Professor Dr. Norbert
Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes, und warnte vor den Folgen
dieser Entwicklung: „Herz- und Kreislaufkrankheiten, extremes
Übergewicht und Diabetes werden sich noch massiver ausbreiten als
bisher, wenn jetzt nicht entschlossen gegengesteuert wird“, so
Klusen.

„Unsere Untersuchung zeigt, dass die guten Werte gesunder
Ernährung nach wie vor zählen, sich aber immer häufiger dem
hektischen Alltag beugen müssen“, sagte Dag-Uwe Holz,
Geschäftsbereichsleiter Länder- und Branchendienste des
F.A.Z.-Instituts für Management-, Markt- und Medieninformationen. So
geben 98 Prozent der Befragten an, dass ihnen ihr Gewicht wichtig ist
und sie dem Essen in Ruhe mit dem Partner oder der Familie eine große
Bedeutung zumessen. Auch bei den guten Vorsätzen sind die Deutschen
vorbildlich: Jeder Fünfte versucht mehrmals im Jahr abzunehmen, und
jeder Dritte wünscht sich, weniger Alkohol zu trinken. Jeder zweite
Befragte meint, zu schnell zu essen und möchte sich für Mahlzeiten
mehr Zeit nehmen.

Ernüchternd ist dagegen die Analyse der Ernährungsgewohnheiten:
Obwohl praktisch jeder (unabhängig von Einkommen und Bildungsgrad)
weiß, dass man sich beim Essen Zeit lassen sollte, zuviel Fett,
Fleisch, Eier und Wurst nicht gut für die Gesundheit sind und
Blitz-Diäten meist ohne Wirkung bleiben, verhalten sich die meisten
wider besseren Wissens anders. Jeder zehnte Deutsche verzichtet
bereits morgens auf das Frühstück, ebenso viele essen häufiger als
dreimal pro Woche Fertiggerichte und für jeden Zweiten gilt: „Ich
esse, was mir schmeckt, egal ob es gesund ist oder nicht.“ Nur zwei
Prozent der Befragten gaben an, als Vegetarier gar kein Fleisch zu
essen.

Auch Vorlieben aus der Nachkriegszeit haben bis heute einen hohen
Stellenwert. So bejahen vor allem Männer (46 Prozent), dass Fett zu
einem guten Essen einfach dazugehört. Dies gilt vor allem für
Menschen mit geringem Einkommen. Außerdem meint die Gruppe der
Geringverdiener mehrheitlich, zuwenig Geld zu haben, um sich gesund
zu ernähren. Dabei tendieren gerade einkommensschwache Familien
gleichzeitig stark zu Fleisch, Wurst und Fastfood – Lebensmittel, die
im Vergleich zu gesünderen Nahrungsmitteln sogar teurer sind.

Gänzlich unbeeindruckt von den möglichen Gesundheitsrisiken ihrer
Ernährungsgewohnheiten zeigen sich vor allem junge Menschen: 14
Prozent der unter 24-Jährigen essen in jeder Woche viermal und öfter
Fastfood. Beinahe jeder Dritte in dieser Altersgruppe (29 Prozent)
gab an, mehrmals täglich Eier, Wurst oder Fleisch zu essen. Auch die
Herkunft und Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel spielen für sie nur
eine untergeordnete Rolle: Nur 33 Prozent der unter 24-Jährigen
achtet darauf beim Einkauf.

Ingesamt zeigt sich, dass die Schere zwischen dem Wunsch zu
gesünderer Ernährung und den tatsächlichen Ernährungsgewohnheiten in
allen Altersgruppen immer weiter auseinander geht. Dies gilt auch für
die Umstände, unter denen gegessen wird. So hat sich eine regelrechte
„to-go“-Unkultur entwickelt, und der Anteil der Außer-Haus-Essen hat
sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt. Und selbst bei den
Hauptmahlzeiten kann von Ruhe keine Rede mehr sein: Jeder Dritte
beschäftigt sich schon beim Frühstück zusätzlich mit etwas anderem
(hauptsächlich Lesen), beim Mittagessen jeder Sechste. Abends ist der
Fernseher inzwischen für jeden dritten Befragten während des Essens
ein ständiger Begleiter.

Das Fazit der bevölkerungsrepräsentativen Studie, für die das
Forsa-Institut im April 2006 insgesamt 1.004 deutschsprachige Bürger
über 14 Jahre befragt hat: Es mangelt nicht am Wissen, es mangelt am
Willen, am Durchhaltevermögen und an der Zeit.

Spanische Gourmet-Ausstellung in Düsseldorf

Am Donnerstag, den 18. Mai 2006 findet im Europa-Saal des Radisson SAS
Scandinavia Hotels die „Spanische Gourmet-Ausstellung 2006“ statt.

Die von der Handelsabteilung des Spanischen Generalkonsulats Düsseldorf bereits zum
elften Mal veranstaltete Fachmesse für Feinkost-Spezialitäten ist von 11.00 bis 18.30 Uhr
für Fachbesucher aus Handel, Gastronomie und Presse geöffnet. Der Eintritt ist
kostenfrei.

Auf einer Gesamtfläche von 665 Quadratmetern werden 40 Aussteller -Produzenten und
Importeure – ihre Produkte zur Verkostung anbieten. Das Angebot umfaßt u.a. Gourmet-
Gemüsekonserven, Ibérico-Schinken und eine breite Palette an Wurstwaren,
Fertiggerichte, Käsespezialitäten, Fischkonserven und –spezialitäten, Oliven und
Olivenöl.

Nach Berlin, München, Hamburg und Frankfurt a.M. findet die inzwischen schon
traditionelle spanische Gourmet-Ausstellung nun wieder in Düsseldorf statt. Mit der Wahl
des diesjährigen Veranstaltungsortes sollen verstärkt Besucher aus NRW und den
angrenzenden Bundesländern angesprochen werden. Sie haben hier die Gelegenheit,
Kontakte zu spanischen Firmen zu knüpfen, die den deutschen Markt neu erschließen
bzw. ihre Präsenz durch Importeure und andere Distributeure vertiefen möchten.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.mcx.es/duesseldorf/de/gourmet-ausstellung.htm

Sauvignon blanc Trophy

Mehr als 100 Weine gehen in dieser Woche bei der diesjährigen deutschen
Sauvignon blanc Trophy an den Start, die zum zweiten Mal vom Internet-Portal
best-of-wine-com in Zusammenarbeit mit dem europäischen Weinmagazin
Vinum/Alles über Wein ausgeschrieben wurde.

Die Jury besteht aus erfahrenen
und namhaften Händlern und Sommeliers wie René Baumgart (Interconti),
Rakshan Zhouleh (Elb Lounge), Elisabeth Füngers (Nil), Hagen Hoppenstedt
(Vier Jahreszeiten), Toni Viehhauser (Hafen Klub) und Vitus Steinhorst
(Rindchens Weinkontor).

Der Zahl der angestellten hat sich gegenüber dem Vorjahr von 54 auf 112
mehr als verdoppelt genau wie die Zahl der teilnehmenden Anbaugebiete.
Erstmals stehen nicht nur Weine aus Baden, Württemberg, der Pfalz und
Rheinhessen auf dem Prüfstand sondern auch Weine aus Franken, wo der
Sauvignon blanc teilweise als Muskatsilvaner firmiert, von der Nahe, aus
dem Rheingau und sogar ein Wein von der Mosel. Diese spiegelt auch den
deutlichen Zuwachs der Anbaufläche in Deutschland wieder, die 2004 die 100
Hektar übersprungen hat und sich inzwischen der Zahl von 200 Hektar nähert.

Im Online-Forum talk-about-wine :
http://www.talk-about-wine.de/topic.asp?TOPIC_ID=209

Über den Fortgang des Wettbewerbs und die Regionalsieger berichten wir ab
der kommenden Woche hier:
http://www.best-of-wine.com/grand-prix/SBTrophy2006.htm

Das Ergebnis des Finales mit dem Trophy-Gewinner erscheint in der Juni
Ausgabe von Vinum/Alles über Wein. Die Siegerehrung findet im Rahmen eines
Sauvignon Dinners am 2. Juli in Hattenheim im Rheingau statt. Dort wird auch
das Publikum Gelegenheit haben einen Grossteil der Wettbewerbs-Weine zu
verkosten.

Online-Tourismus-Boom

Der Online-Tourismus boomt wie nie
zuvor. Zu diesem Schluss kommen Experten von Ulysses – Web-Tourismus
www.web-tourismus.de in der heute, Dienstag, veröffentlichten
Studie „Web-Tourismus 2006“. Demnach konnte die deutsche
Tourismuswirtschaft 2005 allein über das Internet 9,45 Mrd. Euro Umsatz
generieren. Die gesamte Branche erzielte im gleichen Zeitraum 38,11 Mrd.
Euro Umsatz. Im Vergleich dazu waren es 2004 rund 35,7 Mrd. Euro.

„Das Wachstum der Gesamtbranche ist fast ausnahmslos auf den
Internet-Tourismus zurückzuführen“, so Dominik Rossman, Geschäftsführer
von Web-Tourismus im pressetext-Interview. „Angetrieben wurde die gute
Entwicklung erneut durch den Netzverkauf von Flugtickets. Der
Flugbereich und damit verbundene Reiseleistungen wie etwa Hotels sind
der Wachstumsmotor des Online-Tourismus“, führt der Experte aus.
Gegenüber 2004 wuchsen die erwirtschafteten Online-Umsätze um 37
Prozent. „Damit präsentiert sich die Tourismuswirtschaft auch 2005 als
extrem dynamischer Wirtschaftszweig und als Großverdiener im Netz“,
erklärt Rossmann. Im Endkonsumentenbereich (B2C) entfalle fast ein
Viertel des gesamten deutschen E-Commerce auf den Tourismus.

„In der Zwischenzeit beträgt die E-Commerce-Quote im Tourismus 93
Prozent. Somit bieten mittlerweile fast alle Unternehmen die Möglichkeit
von Online-Buchungen und Kauftransaktionen an“, so Rossmann. Bei den
Veranstaltern wurden online am meisten Pauschalreisen vertrieben, bei
den Online-Reisebüros/Portalen hingegen die Last-Minute-Angebote.
„Generell treiben Flugtickets und Übernachtungsleistungen den
Online-Tourismus überproportional an.“ Immer mehr Kunden würden dazu
übergehen, sich aus einzelnen Leistungen wie „Flug und Hotel“ eigene
Reisen zusammenzustellen. „Der viel diskutierte Trend zur
individualisierten Pauschalreise im Dynamic Packaging, also die
kundengerechte Bündelung diverser Reisekomponenten in Echtzeit, boomt
und wird sich zukünftig sogar verstärken.“ Jene Anbieter, die darauf
reagierten, haben 2005 signifikant zulegen können.

„Generell ist der Transportsektor nicht nur die dominierende, sondern
auch eine ausgesprochen interessante Branche. Denn obwohl sie stets am
deutlichsten unter externen Störungen wie etwa Kriegen oder Katastrophen
zu leiden hat, weist sie trotzdem die höchsten Quoten und Umsätze aus“,
erklärt Rossmann. Allein die Linienflieger erzielten 2005 etwas mehr als
die Hälfte aller Online-Umsätze im Transportbereich, die Billigflieger
kommen auf 26,9 Prozent Anteil, gefolgt von Ferienfliegern mit 8,5
Prozent. „Der Prozentanteil der Billigflieger ist gegenüber 2004 zwar
geschrumpft, doch lässt sich das einerseits auf die gesunkenen
Durchschnittspreise zurückführen und andererseits auf Umverteilung
aufgrund von Überschneidungen mit dem Sektor Ferienflug, in den
inzwischen immer mehr Billigflieger vordringen“, meint der Experte.
Ebenfalls sehr dynamisch präsentierte sich 2005 die
Beherbergungsbranche. Was den Internet-Vertrieb anbelangt, rangierte sie
auf Platz zwei.

Auch die Online-Werbung wächst beständig weiter: 68,2 Prozent der
Unternehmer haben inzwischen schon einmal auf kostenpflichtige
Online-Werbung zurückgegriffen, um so ihr eigenes Angebot zu vermarkten.
Am häufigsten verwenden Portale und Transportunternehmen
kostenpflichtige Internetwerbung. Laut Ansicht der Experten wird sich
der Online-Tourismus auch in den nächsten Jahren weiterhin positiv und
in zweistelligen Wachstumsraten entwickeln. Für die klassischen
Reisebüros sehe es allerdings schlecht aus: „Allein in den vergangenen
fünf Jahren verlor der klassische Reisevertrieb fast 25 Prozent-Punkte
an die neuen Vertriebswege und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht“,
so Rossmann abschließend. Für die Studie, die ab Mitte Mai auch im Print
erhältlich sein wird, wurden 343 Manager internationaler und nationaler
Unternehmer der Tourismus-Branche befragt. Wolfgang Weitlaner

Bio-Gemüse

Frisches Gemüse aus biologischer Erzeugung als umsatzstärkste Warengruppe am Bio-Markt war in Deutschland im vorigen Jahr stärker gefragt als bisher und wird den Verbrauchern inzwischen mehr oder weniger flächendeckend angeboten, allerdings in unterschiedlicher Vielfalt. 2005 gaben die Privathaushalte für Bio- Frischgemüse 21 Prozent mehr aus als im Vorjahr, am Gesamt-Gemüseabsatz kam Bio-Gemüse 2005 allerdings erst auf einen Anteil von vier Prozent.

Das große Interesse an Bio-Frischgemüse hat vielfältige Gründe: So hält der Gründungsboom neuer Bio-Supermärkte unvermindert an – allein 2005 entstanden 60 neue Outlets. Für 2006 haben einige Unternehmen die Eröffnung von weiteren Filialen bereits angekündigt. Die rund 300 deutschen Bio-Supermärkte mit Verkaufsflächen zwischen 200 und 1.700 Quadratmetern haben mittlerweile einen Anteil von 3,4 Prozent an der Gesamtzahl deutscher Supermärkte.

Auch die Nachfrage in der Gemeinschaftsverpflegung wächst weiter – immer mehr Kantinen ergänzen ihr Angebot mit Bio-Produkten. Schließlich erfolgt ein immenser Nachfragesog durch das verstärkte Engagement des Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Viele Handelskonzerne führen seit Jahren ein meist relativ begrenztes Sortiment an Bio-Lebensmitteln, wobei Obst und Gemüse häufig als „Türöffner“ für das Bio-Lebensmittel-Angebot fungieren.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2005 hat der LEH sein Bio-Engagement enorm ausgedehnt. Zwar bleiben Möhren, Zwiebeln, Tomaten und Gurken Schwerpunkte im Bio- Angebot des LEH, doch bieten viele Handelsketten inzwischen ein wochenweise wechselndes Bio-Gemüsesortiment an, dass von Aubergine bis Zucchini und Zuckermais reicht. Einen weiteren Auftrieb erhielt die Bio-Gemüsenachfrage durch den sukzessiven Einstieg aller namhafter Discounter in den Bio-Markt. Das zunehmende Interesse des LEH an Bio-Ware kommt nicht von ungefähr: Mit konventionell erzeugtem Gemüse lässt sich für die Handelsunternehmen kaum noch Gewinn erzielen.

Auch die Discounter können beim Gemüse kaum noch Marktanteile hinzugewinnen. Mit Bio-Ware hingegen lässt sich neben dem Image-Gewinn noch Geld verdienen. (ZMP)

Trend 2006: Preiswert buchen, komfortabel reisen

Immer mehr Deutsche buchen ihren Urlaub ohne
Reisebüro per Internet, aus dem Baumarkt-Katalog und am Telefon: „Der
Direktreisevertrieb wird auch in den kommenden Jahren weiter zwischen
fünf und zehn Prozent jährlich wachsen“ prognostiziert Klaus Scheyer,
Chef des Marktführers Berge & Meer. Die TUI-Beteiligung gehört seit
Jahren zu den Gewinnern am hart umkämpften Reisemarkt, schickte 2005
erstmals mehr als eine halbe Million Gäste in den Urlaub und
verbuchte einen Umsatzsprung um fast 20 Prozent.

Während klassische Katalog-Veranstalter Gäste verlieren oder kaum
Wachstum verbuchen, rechnet Scheyer, der als erster den günstigen
Direktreisevertrieb über Radio und TV-Kanäle, Tankstellen und
Baumärkte forcierte, mit einer weiteren positiven Entwicklung: „Die
Wachstumsraten werden aufgrund des mittlerweile erreichten Volumens
allerdings kaum noch denen der Vorjahre entsprechen“, betont Scheyer
zu Beginn der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin. Sein Unternehmen
rechnet für 2006 mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent und
einem Umsatz von 220 Millionen Euro.

Das größte Wachstum im Reisedirektverkauf verzeichnet derzeit das
Internet: Bei Berge & Meer kletterte der Online-Umsatz 2005 um 56
Prozent und in den ersten beiden Monaten des Jahres 2006 noch einmal
um 36 Prozent. Spezielle Online- und Frühbucherrabatte sorgen dabei
für eine Umkehr des Buchungsverhaltens: „Die Kunden haben gemerkt,
dass früh buchen inzwischen günstiger sein kann, als Last-Minute“, so
Scheyer. Während der durchschnittliche Reisepreis leicht nach unten
geht („Es werden mehr kürzere Reise gebucht“), erlebt
Deutschland-Urlaub einen Boom: Wellness-, Städte und Musical-Reisen
sind im ersten Vierteljahr 2006 besonders gefragt. Gut gebucht ist
auch Thailand – dort führen besonders günstige Angebote im Vier- und
Fünf-Sterne-Bereich zu einer Rückkehr der Deutschen. Berge & Meer
vertreibt seine Reisen unter anderem über eigene Kataloge, über
Baumärkte, Radio- und TV-Sender, Kaffee-Filialen, Supermärkte und
Vereine und Verbände.

www.berge-meer.de