Neue Aldi Kunst-Aktion mit Documenta-Künstler

Der Documenta-Teilnehmer Thomas Virnich und zwölf
weitere zeitgenössische Künstler – darunter mit Matthias Köster ein
Hauptvertreter der jungen deutschen Malerei – gestalten die nunmehr
3. Kunst-Edition für Aldi-Süd. Ab Montag, 28. November, sind die
handsignierten und limitierten Bilder in den Süd-Filialen des
Discounters erhältlich.

Nach dem großen Erfolg der ersten Aktionen in beiden
vorangegangenen Jahren setzt Aldi – rechtzeitig zu Weihnachten – sein
in den Medien viel beachtetes Projekt fort. Neben etablierten
Künstlern – z.B. aus Düsseldorf, München und Berlin – sind auch
diesmal wieder Arbeiten viel versprechender Nachwuchskünstler zu
entdecken. Zu ihnen gehören der Zeniuk-Schüler Richard Schur, der
Münchner Maler Bertram Schilling sowie Ivo Lucas, Absolvent der
Kunstakademie Düsseldorf. Auf Grund der großen Nachfrage sind mit
Beate Selzer und Petra Peschkes zudem zwei Künstlerinnen der
vorangegangenen Edition mit neuen Arbeiten vertreten.

Auch das künstlerische Angebot ist so vielfältig wie bei den
ersten Aktionen: Abstraktes findet sich ebenso wie – dem aktuellen
Trend entsprechend – Gegenständliches und Fotoübermalungen. Für die
inzwischen dritte „Kunst-Edition“ bei Aldi Süd erwarten Kenner wieder
einen „Run“ auf die original handsignierten und hochwertig gerahmten
Kunstdrucke. Beide vorangegangenen Editionen waren innerhalb weniger
Tage ausverkauft.

Die außergewöhnlich attraktive Auswahl der Bilder beweist: Die
Idee, zeitgenössische Kunst zu günstigen Preisen einem breiten
Publikum anzubieten, wird von den Künstlern und von den Kunden
angenommen. Die „Kunst neben dem Kühlregal“ (Hamburger Abendblatt)
hat sich etabliert.

TOP-Preis-Hotels

Sparfüchse aufgepasst: Wer clever buchen will, kann online mit den „TOP-Preis-Hotels“ bis zu 50 Prozent sparen. Jede Woche donnerstags präsentiert die Rubrik „TOP-Preis-Hotels“ unter www.tui-hotels.com und im Bereich Hotel unter www.tui.de rund ein Dutzend Hotels mit stark ermäßigten Preisen. Ein „TOP-Preis-Hotels“ erfüllt folgende Bedingungen: Der Zimmerpreis wurde deutlich gesenkt und stellt im Wettbewerb mit anderen Vertriebskanälen den günstigsten Preis dar. Und: Das Angebot gilt exklusiv für die Rubrik „TOP-Preis-Hotels“. Die „TOP-Preis-Hotels“ werden außerdem auf den Seiten von BILD.de und WEB.de angeboten.

Ab 24. November heißt es: Sonne tanken in Spanien mit den „TOP-Preis-Hotels“. Hotels unter anderem in Bilbao, Valencia, Madrid und Barcelona bieten für bestimmte Zeiträume extrem attraktive Preise. Zum Beispiel das 5-Sterne-Hotel Carlton Bilbao: Wer vom 2.12. bis zum 09.12.2005 anreist, zahlt nur 65 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer. Das entspricht einer Ersparnis zum Normalpreis von 56 Prozent. Ab 39 Euro pro Person und Nacht schläft man im 3-Sterne-Hotel Castilla in Alicante. Das Angebot liegt 44 Prozent unter dem Normalpreis und gilt für alle Anreisen vom 01.01. bis 31.01. 2006.

Über die Spezialangebote hinaus präsentieren das TUI Hotel Portal unter www.tui-hotels.com und der Bereich Hotel auf www.tui.de inzwischen über 32.000 Übernachtungsangebote von Amsterdam bis Zürich sowie ein breites Angebot an Ferienwohnungen.

Goldener Zuckerhut

Goldener Zuckerhut der Lebensmittel
Zeitung:
„Branchen-Oscar“ wird in Berlin vergeben

Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterwirtschaft werden
am 4. November 2005 in Berlin von der Lebensmittel Zeitung (Deutscher
Fachverlag, Frankfurt am Main) mit dem Goldenen Zuckerhut
ausgezeichnet. Mit diesem „Branchen-Oscar“ werden zum 48. Mal
Leistungen geehrt, die von großem Einfluss mit nachhaltiger Wirkung
auf die Gesamtentwicklung des Wirtschaftsbereiches sind.

Die Preisträger sind in diesem Jahr:

Fressnapf Holding GmbH, Krefeld
Tchibo GmbH, Hamburg
Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch
Hermann Hövelmann, Duisburg

Die Fressnapf Holding GmbH steht für eine Idee von
Geschäftsgründer Torsten Toeller, die derzeit jährlich 650 Mio. Euro
Jahresumsatz generiert: Die 650 deutschen und europäischen Filialen –
gegründet nach Toellers Fachmarktkonzept für Tierbedarf und
Tiernahrung – verfügen in der Regel über ein breites Sortiment, eine
verkehrsgünstige Lage, viele Parkplätze und günstige Preise. Damit
erzielt der Fachmarkt-Discounter inzwischen einen Marktanteil von
mehr als 37 Prozent im Fachhandel. 1990 eröffnete der damals
24-jährige Toeller seinen ersten Fressnapf-Markt in Erkelenz bei
Aachen. Vorbild waren die Super-Pet-Stores aus den USA. Den
Grundstein für die schnelle Expansion legte Fressnapf bereits 1992
mit der Eröffnung der ersten Franchisemärkte. Dahinter steckt die
Idee, die Synergien eines Filialkonzepts mit dem Unternehmertum vor
Ort zu verbinden. Ein rasantes Wachstumstempo und der anhaltende
Zuspruch der Verbraucher liefern die beste Bestätigung für das
Konzept.

Die Tchibo GmbH verkauft mit 12.000 Mitarbeitern in 50.000
Verkaufspunkten und einem Jahresumsatz von derzeit 3,8 Mrd. Euro
längst nicht nur Kaffee: Ergänzt wurde dieses Stammsortiment durch
Non-Food-Artikel und seit einiger Zeit auch um Dienstleistungen. Dazu
gehören Finanzdienstleistungen ebenso wie Reisen und die Tätigkeit
als Mobilfunkprovider. Tchibo macht in seinem stetig wachsenden
Non-Food-Segment „stets Trends massenfähig und besetzt so die Mitte
zwischen Discount und Design“, lobt die Jury. Der Konzern wächst seit
1998 jährlich durchschnittlich um zehn Prozent, baute seit 1996 sein
Versandgeschäft auch über das Internet aus und arbeitet weiter an der
Expansion in das Ausland: In 40 Ländern ist Tchibo präsent, mit Shops
und Filialen aber erst in sieben. Das sind Österreich, Schweiz,
Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, Tschechien und seit
wenigen Wochen auch Polen.

Die Alfred Ritter GmbH & Co.KG gab nach der Jahrtausendwende den
Impuls dafür, dass sich mit Tafelschokolade wieder Geld verdienen
lässt. Heute entfällt ein Fünftel des Tafelmarktes auf Ritter. Die
Waldenbucher erzielen mit 800 Mitarbeitern rund 300 Mio. Euro
Jahresumsatz in Europa und sind bald auch in Russland präsent.
Erfolgreich gelang es dem Schokoladen-Spezialisten durch
Saison-Varianten und Innovationen immer wieder das Geschäft zu
beleben. Im klassischen Tafelgeschäft liefert sich Ritter seit Jahren
ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz mit der Kraft-Foods-Marke
Milka.

Dem Unternehmer Hermann Hövelmann sind die Erfolge der
Getränkegruppe Hövelmann zu verdanken, die derzeit zu den wichtigsten
Getränke-Dienstleistern des Lebensmittelhandels gehört. Das von ihm
entwickelte und mit der Logistik verbundene Partnerschaftsmodell mit
regionalen Getränkefachgroßhändlern ist bislang einzigartig.
Offiziell ist Hövelmann bei den Duisburgern operativ allerdings nicht
mehr tätig. Besonderen Respekt über die Branche hinaus erwarb sich
der 71-Jährige dadurch, dass er die Nostalgie-Marke Sinalco
erfolgreich wieder belebt hat. Sie gehört inzwischen wieder zu den
drei führenden Limonaden-Marken Deutschlands. Ebenfalls gelang es
Hövelmann, die erst 1972 gegründete Duisburger Rheinfelsquelle zum
größten Mineralbrunnen Nordrhein-Westfalens aufzubauen.

Tim Mälzer kauft heimlich Dosen-Ravioli

Fernsehkoch Tim Mälzer (34) hat eine «kulinarische Leiche im Keller». «Das sind Ravioli aus der Dose.

Die kaufe ich inzwischen nur noch mit Sonnenbrille, hochgeklappter Kapuze auf der Tanke», sagte Mälzer in der ZDF-Show von Johannes B. Kerner.

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Mainpost
www.mainpost.de/aaw/kulturwelt/fernsehen/art572,3299732.html?fCMS=bfc0f4a440057026d63be2bb604d343e

Deutscher Rotweinpreis

Zum zweiten Mal nach 2004 findet die Siegerehrung des Wettbewerbes um den Deutschen Rotweinpreis, ausgerichtet vom europäischen Weinmagazin Vinum, in Ettlingen statt. Am Samstag, den 29. Oktober, wird die Schlossgartenhalle Schauplatz einer großen öffentlichen Gala sein. Vor der musikalisch umrahmten und von Petra Klein (SWR) moderierten Abend-Veranstaltung (Beginn 19 Uhr) präsentieren sich 19 Top-Winzer, die alle beim Wettbewerb ganz vorne lagen, im Ettlinger Schloss mit ihren erfolgreichen Weinen und sonstigen Gewächsen aus ihren aktuellen Kollektionen (13.30 bis 17.30 Uhr).

Bei dem seit 1987 durchgeführten Wettbewerb werden die Preise in unterschiedlichen Kategorien vergeben, so dass Weinfreunde eine beachtliche Vielfalt verkosten können und manche Überraschung über den hohen Qualitätsstandard deutscher Rotweine erleben werden. Der Vinum-Rotweinpreis bietet immer wieder Newcomern die Chance, ins Rampenlicht zu kommen. Zugleich können Arrivierte ihre Leistungsstärke bestätigen.

In diesem Jahr werden die Erzeuger aus Baden und Württemberg in besonderer Siegeslaune sein. Die Badener deshalb, weil sie letztes Jahr in der Spitze leer ausgingen, die Württemberger, weil es ihnen erneut gelang, ganz vorn dabei zu sein. Der Sieg von Thomas Seeger aus dem badischen Leimen in der „Königsklasse“ Spätburgunder wurde komplettiert durch einen dritten Rang in dieser Gruppe für die Brüder Bercher aus Burkheim am Kaiserstuhl sowie durch weitere Siege für Fritz Wassmer aus Bad Krozingen-Schlatt im Markgräflerland in der Kategorie „internationale klassische Sorten“ mit einem Syrah sowie Konrad Schlör aus Reicholzheim im Taubertal, der bei den „unterschätzten klassischen Sorten“ mit einem Schwarzriesling besonders überzeugte.

In der stark besetzten Lemberger-Gruppe waren die Württemberger auf den Plätzen an der Sonne allein: Es siegte, wie schon im Vorjahr, die Weinmanufaktur Untertürkheim vor der Weingärtnergenossenschaft aus Brackenheim. Hinzu kam noch ein weiterer schwäbischer Sieg für das Weingut Heid aus Fellbach bei Cuvées; hier schaffte das Weingut Wöhrwag aus Untertürkheim ebenso einen zweiten Rang wie Hans Haidle (Weingut Karl Haidle) aus Kernen-Stetten. Ansehnlich war auch das Ergebnis für die Pfälzer: Sieg für das Weingut Höhn aus Maikammer bei den Neuzüchtungen (mit Cabernet Dorsa), ebenso Philipp Kuhn aus Laumersheim bei den „klassischen deutschen Sorten“ mit einem Frühburgunder, zweiter Rang für Theo Minges aus Flemlingen sowie ein weiterer Platz bei Spätburgunder für Friedrich Becker aus Schweigen. Weitere Top-Platzierungen schafften noch Erzeuger aus Rheinhessen, von der Ahr, aus dem Rheingau und aus Franken.
Diese gute Mischung durch verschiedene Anbaugebiete zeigt nach Einschätzung von Vinum-Redakteur Rudolf Knoll, der 1987 diesen Wettbewerb initiierte, dass die Fähigkeit, überdurchschnittliche Rotweine zu erzeugen, die internationalen Stellenwert haben, nicht nur auf einzelne Anbaugebiete beschränkt ist. „Der deutsche Rotwein in seiner breiten Spitze kann heute locker neben den Abfüllungen anderer wichtiger Weinnationen bestehen.“

Der Vinum-Rotweinpreis, dessen Vergabe viel Ehrgeiz weckte, hat daran nach Einschätzung der Branche einen nicht unwesentlichen Anteil. Der inzwischen 19. Wettbewerb fällt in ein für das Weinmagazin bemerkenswertes Jahr: Vinum kann das 25-jährige Jubiläum feiern, ist inzwischen mit teilweise unterschiedlichen Ausgaben in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Spanien und Frankreich (die letzten drei in den jeweiligen Landessprachen) vertreten und wird mit der kürzlich erfolgten Übernahme der Zeitschrift „Alles über Wein“ seine Marktstellung in Deutschland deutlich steigern. Als neue Gesamtauflage nach der Zusammenlegung mit dem bisherigen Konkurrenz-Magazin ab Ausgabe 12-2005 werden 120 000 Exemplare angegeben. „Die merklich erhöhte Auflage macht unsere erfolgreichen Rotweinwinzer noch bekannter“, urteilt Knoll.

Dass man mit der Rotweingala erneut nach Ettlingen gegangen ist, wird mit den guten Erfahrungen des letzten Jahres erklärt. Die Stadt trug und trägt zu hervorragenden Rahmenbedingungen bei; Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker engagiere sich, wie Vinum hervor hebt, sogar persönlich. Mit dem „Erbprinz“ und seinem Hausherren Bernhard Zepf habe man außerdem einen erstklassigen Partner für den kulinarischen Teil des Abends, zu dem noch das Team des Ettlinger Restaurants Watthalden beiträgt.

Eintritt für die abendliche Gala: 130 Euro inklusive Wein und Nachmittagspräsentation nur gegen Vorbestellung bei Vinum, Tel. 025 01-801 308, Fax 025 01-801 296, rotweingala@vinum.de oder direkt beim Erbprinz, Tel. 072 43-322 0, Fax: 072 43-322 322. Karten für den Nachmittag gibt es am Einlass im Schloss (15 Euro).

www.vinum.de

Raubkopierer klauen jetzt auch Klingeltöne

Immer mehr Handy-Klingeltöne werden inzwischen aus Klingelton-Internetläden raubkopiert. Das berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe (ab Montag im Handel). Viele Anbieter der Töne stellen auf ihren Internetseiten kostenlose Hörproben bereit, die lang genug sind, um als Klingelton verwendet zu werden. Wie COMPUTERBILD feststellte, sind diese Klang-Beispiele nicht vor dem Kopieren geschützt.
Bei einer Stichprobe konnten bei Anbietern wie Zed.de, Handy.de und Rtlhandyfun.de die Hörproben mit wenigen Mausklicks auf die Festplatte kopiert werden. Von dort ließen sie sich problemlos via Kabel-, Infrarot- oder Bluetooth-Verbindung auf Handys übertragen. Die Probier-Klänge als Klingeltöne auf dem Handy zu verwenden ist jedoch illegal.

Unter Jugendlichen soll inzwischen eine regelrechte Tauschszene entstanden sein, in der raubkopierte Handy-Klänge in großen Mengen weitergegeben werden. Nach Schätzungen der Firma Qpass, die Verkaufsportale für Klingelton-Anbieter herstellt, ist durch die ungenügende Absicherung der Hörproben allein im letzten Jahr in Deutschland ein Schaden von 55 Millionen Euro entstanden. Die Töne werden in den Internetläden für bis zu zwei Euro pro Stück verkauft. Einige Klingelton-Anbieter kündigten nun gegenüber COMPUTERBILD an, in Zukunft Kopierschutzmechanismen für die Hörproben einsetzen zu wollen.

„Geschmackssachen – Ernährung im Konsumzeitalter“

Sonderausstellung des Rheinischen Industriemuseums in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Industriemuseum Chemnitz
17. September 2005 – 17. April 2006

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – Vorratshaltung in der Küche gibt es seit gekocht wird. Zu den ältesten Konservierungsverfahren zählen das Einsalzen und Dörren, das Räuchern und Einzuckern oder die kühle Lagerung. Heute gehören Konserven, H-Milch oder Tiefkühlkost selbstverständlich in jeden Einkaufswagen.

Kühl- und Gefrierschränke sind inzwischen Standard jeder Küche und unentbehrlich für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geworden.

Eine Galerie geöffneter Kühlschränke bildet auch den Auftakt, sozusagen die „Vorspeise“ zur neuen Sonderausstellung „Geschmackssachen“ ab 17. September im Industriemuseum Chemnitz. Wie viel verraten wohl die Inhalte der Kühlschränke vom Lebensstil ihrer Besitzer? Welche Unterschiede gibt es zwischen Ost und West? Welchen Einfluss nehmen Wissenschaft und Technik und die industrielle Massenproduktion auf unsere Ernährung? Das sind nur einige Fragen, um die es in dieser Ausstellung geht.

Interessant scheint auch der Blick über den „Tellerrand“: Wie wirkt sich Globalisierung und internationaler Warenaustausch auf die Speisezettel deutscher Familien aus?

Während noch vor 100 Jahren Südfrüchte, Kaffee und Kakao Luxusgüter waren, sind diese inzwischen ebenso selbstverständlich in jedem Supermarkt erhältlich, wie Pizzeria, McDonald´s und Sushi-Bar das Straßenbild der deutschen Großstädte bestimmen.

Hat die Vielfalt unseres Nahrungsangebotes vielleicht auch eine Kehrseite? Werden dafür nicht tagelange Tiertransporte, Mastbetriebe oder der Einsatz chemischer Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel in Kauf genommen?

Spätestens seit den Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren und seitdem Epidemien, wie Schweinepest, Rinderwahn und Vogelgrippe, in den Medien für Schlagzeilen sorgten, machen wir uns wieder mehr Gedanken über unsere Ernährung. Herstellung und Zubereitung von Nahrungsmitteln werden öfters hinterfragt. Zunehmend setzen sich Biobauern mit ihren natürlichen Anbauprodukten durch.

Das Industriemuseum Chemnitz lädt ab 17. September ein zu einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte des Essens und der Ernährung. Von Knochen längst ausgestorbener Fleisch- und Pflanzenfresser bis zur steril verpackten Kosmonautennahrung reichen die Exponate. Inszenierungen vom Tante Emma-Laden bis zum Schlaraffenland vervollständigen das Bild. Stationen mit künstlich hergestellten Düften verschiedener Speisen und Getränke laden zum Probieren ein.

Schwerpunktmäßig geht es um die Zeit nach 1945. Die Direktvermarktung von Lebensmitteln verliert zunehmend an Bedeutung. Das riesige Feld zwischen Erzeuger und Verbraucher besetzt die Nahrungsmittelindustrie.

Bereits zwei Tage nach der Ausstellungseröffnung ist das Industriemuseum Veranstaltungsort für den Auftakt zur Sächsischen Ernährungswoche mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Weitere Aktionen mit den Initiativen „Brot für die Welt“, „Ärzte ohne Grenzen“, Greenpeace, der Verbraucherzentrale, der AOK, der Bäcker- und Fleischerinnung und vielen anderen Partnern sind in Planung. Öffentliche Führungen und ein vielfältiges Programm für Kinder, Familien und Schulklassen ergänzen das Angebot.

Wir hoffen, Sie sind „auf den Geschmack gekommen“. Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz freut sich auf Ihren Besuch.

Das Museum ist geöffnet:
Mo – Do: 9 bis 17 Uhr
Sa, So, Feiertag: 10 bis 17 Uhr
Freitags geschlossen

Information und Anmeldung:
Sächsisches Industriemuseum Chemnitz
Anmeldung Führungen Telefon: 49 (0) 3 71 – 36 76 410

www.saechsisches-industriemuseum.de

Anfahrt:
Das Museum befindet sich westlich des Chemnitzer Stadtzentrums an der Zwickauer Straße, Kappler Drehe und ist erreichbar über A 4 (Abfahrt Chemnitz-Nord) über Leipziger Straße (B 95), A 72 (Abfahrt Chemnitz-Süd) über Neefestraße (B 173) Richtung Zentrum/Zwickauer Straße

Die Azoren: ­ Weinbaukultur als Unesco Welterbe

e Durch das Wetter sind die Azoren weltbekannt: Einem Hochdruckgebiet verleihen die neun Inseln im Atlantik ihren Namen. Inzwischen verbindet man mit den Azoren auch das Thema Wein, denn die UNESCO hat 2004 die Weinbaukultur der Insel Pico zum Welterbe erklärt. Pico, benannt nach dem gleichnamigen Berg, ist wie ihre acht Schwestern vom Vulkanismus geprägt. Doch mehr als die anderen Inseln hat sich das seit 1460 besiedelte Eiland in weiten Teilen eine Aura des Geheimnisvollen bewahrt. „Mistérios“ nennen die Bewohner jene, von Vulkanausbrüchen im 18. Jahrhundert stammenden Lavafelder, die heute mit Wald bedeckt sind. Erfindungsreich nutzen sie den vulkanischen Untergrund zum Anbau des süffigen Verdelho-Weines, der von sorgfältig aufgeschichteten Mäuerchen aus Lavagestein umfriedet, vor allem an der Westküste gedeiht. An der Nordküste donnert die Brandung unter schwarzen Lavabögen in unterirdische Grotten. Bis vor circa 30 Jahren noch galt Pico als Insel der Walfänger; das „Museu de Baleiro“ in Lajes erzählt von dieser einstigen Bestimmung.
Doch schon viel früher machten die Azoren-Inseln Geschichte: Als Häfen für die mit Schätzen beladenen Karavellen aus Amerika und Westindien, als Zwischenstopp bei den ersten Atlantiküberquerungen mit dem Flugzeug, als interkontinentaler Fernmeldeknotenpunkt, an dem die ersten Überseekabel zusammenliefen. Und heute gelten sie zudem als Treffpunkt der Atlantiksegler.

Touristisch hingegen lagen die Azoren lange im Dornröschenschlaf; bis heute konnten sie sich ihre Ursprünglichkeit bewahren, ihre gemächliche Gangart, den Zauber ihrer Natur. Und jede der neun Inseln besitzt ihren eigenen Charme, den es zu entdecken gilt.

Weitere Informationen unter: www.drtacores.pt

Chicago: Neuer Service im Millennium Park

Ein Jahr nach seiner Eröffnung am 16. Juli 2004 hat Chicago den kostenlosen Millennium Park Greeter Service eingerichtet. Der Rundgang durch das 450-Millionen-Projekt, ein grandioser Ort der Begegnung von Kunst, Kultur und Landschafts-Design am Ufer des Michigansees, wird in Begleitung des „Park Greeters“ zu einem vergnüglichen, informativen Bummel, wie man ihn nur mit einem sachkundigen Freund erlebt.
Die ehrenamtlichen Führer nehmen ihre Gäste (maximal zehn Personen) jeweils mittwochs und sonntags zu jeder vollen und halben Stunde zwischen 10 und 16 Uhr im neuen Millennium Park Welcome Center in der Randolph Street in Empfang und begleiten sie 45 Minuten lang durch Chicagos neuen Jahrhundert-Park. Sie zeigen die Einrichtungen wie Musikpavillon, Theater, Skulptur-Garten, Ausstellungen, den Plensa Fountain, dessen Wasser an Glastürmen herab fließt, die mit wechselnden Videoaufnahmen hinterlegt sind und beantworten auch Fragen zum Alltag in der eleganten amerikanischen Metropole, die in keinem Reiseführer nachzulesen sind.

Die frisch gebackenen „Park Greeters“ ergänzen die äußerst beliebten „Chicago Greeters“, die im April 2002 ihren Dienst aufnahmen. Die Zahl der freiwilligen „Chicago Greeters“ stieg inzwischen auf über 180. Unter ihnen befinden sich Einwanderer aus weltweit 50 Ländern, darunter viele deutschstämmige. Sie sprechen zusammen 16 Sprachen und können so Besucher vieler Nationalitäten in ihrer Muttersprache begrüßen.

Im ersten Jahr seines Bestehens zählte der Millennium Park fast zwei Millionen Gäste.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.cityofchicago.org/ExploringChicago

Nach Chicago starten täglich sieben Nonstop-Flüge ab Frankfurt und München. Informationen zu Chicago und dem Bundesstaat Illinois erteilt auch das Fremdenverkehrsamt Illinois, Telefon 069- 255 38 280, Fax -255 38 100, www.gochicago.de